Vergangenheit gelernt. Es habe keinen Zweck über frühere Fehler zu schimpfen, sondern man müsse das möglichste tun, um die Stadtverwaltung so sparsam wie möglich durchzuführen. Er beabsichtige deshalb die Rech- nungsprüsungskommission schon während des laufenden Geschäftsjahres hin und wieder einzuschalten, damit sie sich über die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der Ausgaben überzeugen könne.
In der Versammlung Wenen Irrtümer über die Auf- gcchen der Rechnungsprüfungskommission zu bestehen. Kommission ist eine sog. „Verwaltungsdeputation", in die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats entsandt werden. Der Vorsitzende der Kommission, Stadtrat Dr. W e y m a r, gibt Aufklärung über den Verlauf der Rechnungsprüfung. Die Rechnungen werden zunächst eingehend vom Revision?- a m t durchgeprüft, und dann von den Referenten und der gesamten Rechnungsprüfungskommission nochmals durchgesehen.
Nach einer einstündigen Aussprache, in der besoicklers Sto. Dr. Hohmann und Sto. E h s e r, die beide Mitglieder der Kommission sind, Vorschläge zur Vervollkommnung der Rechnungsprüfung seitens der Stadtoer- ordneten-Versammlung machen, wurde die Stadtkassenrechnung für 1929 festgestellt und dem Rechnungsführer Entlastung erteilt. Selbstverständlich steht es den Stadtverordneten frei, jederzeit Einsicht in die Rechnungen zu nehmen und sich ein Urteil über die Zweckmäßigkeit zu bilden.
Stadtv. Dr. Hohmann erstattet dann Bericht über das Ergebnis der Rechnungsprüfung der
Sparkassenrechnungen für 1928 und 1929.
Die Rechnung für 1928 schließt mit dem geringen Reingewinn von 14 729 Mark, Im Jahre 1929 wurde ein Gewinn von 29143,63 Mark gemacht. Die Rechnungen werden festgestellt.
lieber die
Rechnungen des Gas- und Wasserwerks
für die Jahre 1929 und 1930 berichtet Stadtv. Plapper t. Die beiden Werke sind ab 1. 1. 1931 verselbständigt worden, weshalb die Rechnung für 1930 mit dem 31. 12. 1930 abschließt. Mit der Verselb-
Ergebnisse der Staatslottene.
Eewinnauszug
5. Klaffe 37. Preußisch-Süddeutsch« (263. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr_________________Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
28. Ziehungstag 10. September 1931
3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Gewinne zn 200000 W. 341884
2 Gewinne zu 25000 M. 56368
2 Gewinne,u 10000 M. 213065
8 Gewinn« zu 5000 W. 48612 70794 80238 108656 18 Gewinn« zu 3000 M. 51569 99777 101541
130577 183556 201798 217161 242544 292842
40 Gewinne zu 2000 M. 11142 19849 28624 33670 35045 60588 67153 75814 92943 136089 228330 235945 262006 271299 282579 312682 339721 355096 359407 398233
110 Gewinne ,u 1000 M. 6243 8589 11623 11809 14681 40338 43448 52603 58660 60692 79638 79974 80386 88111 90701 91018 92175 98574 114308 118554 120199 125686 146980 173196
192942 206870 208055 212917 213071 215326
215620 215858 219715 226853 250988 253321
253567 261895 265334 266956 267085 277113
303126 303490 304116 324677 327763 337500
362359 365038 368642 371916 373822 379318
379934 ।
194 Gewinne,u 500 M. 2544 7716 9668 11949
14463 16107 18182 20091 25002 28166 28822
29242 36737 37371 42152 46826 60433 62801
73882 74696 84233 85326 86696 94765 98286
98962 99207 104592 105046 105064 123534 127525 129645 130001 134395 137916 138002
141368 141462 146423 150662 154496 165812
167280 173681 181179 182318 183238 185365
186370 186430 187470 193817 217489 217565
218112 221671 224854 225147 225807 226807
237358 240051 244994 246151 247269 251867
273964 274723 275366 275732 283100 293105
295817 300073 300215 304234 305089 313449
317078 326344 332593 341813 342560 346907
349319 351033 360610 363940 367556 370713
374582 375558 377262 383406 384720 391543
3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
12 Gewinne,u
5000 M.
23761
29421
233388
274266 326511
24 Gewinne iu
368780
3000 M.
58178
75995
85052
129998 164634
169016
217312
263692
317385
347126 347438
36 Gewinne ju
397599
2000 M.
22865
47981
48218
104999 141080
153091
211579
243035
252635
258374 267385
312384
312441
348645
351444
361045 371988
376671
78 Gewinne,u 1000 W. 637 6568 6955 20292 35535 49549 52252 59748 68632 72401 74326 76523 81474 81555 90761 106934 126908 160357 194152 203408 208875 212113 228893 244830
259569 262766 273856 281615 295639 321613
347940 350044 352890 354605 354753 369808
373858 391094 397811
156 Gewinne ,u 500 M. 18960 31883 34816 36063 36593 45342 53770 60387 62395 66386 67713 77060 78746 93424 95521 99201 100220 101089 101224 101238 103550 103764 106824 116135
106604 129443 135868 146627 150790 15825?
166375 167337 172375 178341 181407 183279
186026 189335 196280 200596 202162 20309.
216842 218833 219396 220417 232776 24121.1
242181 243235 248818 257582 258384 26790'
273206 277671 285685 293743 295726 29612-
308103 310777 315063 319904 325799 34383I
345002 351538 355088 357242 363294 36345'-
373301 374368 376524 379200 384933 39249Ö
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 2 Gewinne zu je 60000, 2 zu je 25000, 14 zu je 10000, 10 zu je 6000, 30 zu je 3000, 74 zu je 2000, 130 zu je 1000, 196 zu je 500, 592 zu ie 400 M.
D
le Zeitungs- Reklame
ist von allen Reklamen die wirkungsvollste und wird es infolge ihrer Billigkeit und Einfachheit auch bleib n.
Wasserwerk
der
Die
| ab Bronnzell Bad 15,50 und 19,15.
Reichsregierung
auch aus staatspolitischen
etzger dieser Polizei-
ist einer Treuhandgesellschaft angeschlossen. Tagesordnung standen weiter eine ganze
71 700 Mark
59 000 Mark
52 800 Mark
72 300 Mark
vom 1. 7. 30 bis 30. 9. 30
vom 1. 10. 30 bis 31. 12. 30
vom 1. 1. 31 bis 31. 3. 31
vom 1. 4. 31 bis 30. 6. 31
Auf
Anzahl
Gründen — dem Appell des 2)1)23. folgen und die Initiative zum Schutze der älteren Angestellten ergreifen würde.
ständigung der Werke ist die Einrichtung einer unabhängigen Kontrolle verbunden. Das Gas- und
Der 16, September.
Von einem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter wind uns geschrieben:
Am 16. September läuft die Steueramnestiefrist ab. Man kann nicht ernst und nachdrücklich genug die Bedeutung dieser Tatsache hervorheben.
Die Steueramnestie, wie sie in der Notverordnung vom 23. Aug. 1931 (veröffentlicht im Reichsgesetzblatt Teil I, Nr. 57) erlassen worden ist, gibt wie kaum jemals eine vorangegangene Amnestie in Steuerfragen die Möglichkeit, sich wieder steuerehrlich zu machen, aber keine Amnestie je zuvor hat, wenn sie mißbraucht oder in Straffällen nicht wahrgenommen wird, so schwerwiegende Folgen wie diese.
Es muß deshalb erneut auf das dringlichste auf die Wahrnehmung dieser Gelegenheit, insbesondere auch in Zweifelsfällen hingewiesen werden. Es ist ja ausdrücklich das Rocht vorgesehen, daß diejenigen Steuerpflichtigen, die im Zweifell sind, ob sie diesen oder jenen Steuerwert in früheren Jahren richtig angegeben haben, durch Mitteilung bei der. Finanzbehörde sich von allen peinlichen Folgen be, freien können. Es genügt in solchem Fall, den Sachverhalt der Steuerbehörde vorzutragen und deren Entscheidung herbeizuführen. Besonders zu begrüßen ist in diesem Zusammenhang die Anordnung der Steuerbehörde, daß bereits abgegebene Vermögenssteuererklärungen für das Jahr 193$ auf Anfordern der Steuerpflichtigen wieder zurückgegeben werden. Bei den Einkommen- und' Umsatzsteuererklärungen geht das schon technisch nicht mehr, weil die betreffenden Angaben bereits aktenmäßig vermerkt sind. Aber in solchem Fall müssen dann eben die Berichtigungen, und zwar
Sollen die älteren Angestellten zugrundegehen?
Die Not der älteren stellenlosen Angestellten erfordert dringend gesetzliche Abhilfemaßnahmen. Ein längeres Zögern stürzt die ältere Generation einer wichtigen Schicht des deutschen Volkes rettungslos ins Verderben. Dos hat der Deutsch- nationale Handlungsgehilfen-Verband der sich feit sieben Jahren um einen wirksamen gesetzlichen Schutz für die älteren Angestellten bemüht, jetzt nochmals dem Reichsarbeitsminister dringend vorgestellt. Der DHV. verlangt ein Gesetz, daß die Arbeitgeber zur Beschäftigung einer angemessenen Zahl älterer Angestellter verpflichtet und einen Einstellungszwang vorsieht. In Verbindung damit fordert er ausreichenden Schutz des Arbeitsmarktes vor Doppelverdienern und längere Kündigungsfristen für solche Angestellte, die einem Betriebe 15 und mehr Jahre angehören. Der DHV. will die älteren Angestellten durch gemeinsame Arbeit von Unternehmern und Angestellten in ihren Beruf zurückführen. Damit wird aucb einem Wunsch der Reichsregierung entsprochen, an eine Lösung dringender sozialpolitischer Fragen arbeitsgemeinschaftlich heranzu- gehen Mit der Wiederunterbringung der älteren Angestellten sollen nach dem Vorschlag des DHV. paritätische Ausschüsse von Arbeitgebern und Angestellten betraut werden, die bei den Arbeitsämtern zu errichten sind. Die Ausschüsse wären mit Erekutivbefugnis gegenüber solchen Arbeitgebern auszustatten, die ältere Angestellte einstellen könnten, sich ober weigern, dies freiwillig zu tun. Ein kostspieliger Apparat wird vermieden, da die Arbeit in den Ausschüssen ehrenamtlich ist. Auch braucht keine Belastung der Wirtschaft eirnutreten, wenn gleichzeitig gesetzliche Maßnahmen zur Beseitigung des Doppelverdienerunwesens ergriffen werden. Dadurch werden viele Arbeitsplätze frei, die mit älteren Angestellten besetzt werden können. Es wäre dringend zu wünschen, daß die
Hieraus ergibt sich, baß die Gesamteinnahmen im 4. Quartal ebenso hoch waren wie im ersten Quartal.
Hinsichtlich der
Schornskeinfegergebühren
erklärt Oberbürgermeister Dr. Danzebrink, daß jetzt Verhandlungen wegen Kürzung dieser Gebühren im Gange seien. Sobald die Verkleinerung der Kehrbezirke durchgeführt sei, wodurch die schon um 11 Prozent verminderten Reineinnahmen der Schornsteinfeger weiter zurückgehen, würden auch die Gebühren neu festgesetzt werden.
Ferner fragt Stv. Dr. Willms an, weshalb die Kleinrentnerbezüge in Fulda seit Mai um 30 Prozent gekürzt worden seien. Oberbürgermeister Dr. Danze- vrink erklärte, daß die Bezüge für ledige Kleinrentner in Fulda auf 45 Rm. und für Ehepaare auf 67,50 Rm. festgesetzt seien.
Gegen %10 Uhr war die Sitzung beendet. Cs schloß sich eine geheime Sitzung an.
Auch wir glauben nicht, daß die Berücksichtigung älterer Angestellten und die Beseitigung der Doppel-Verdiener ohne gesetzlichen Zwang möglich ist. Zu oft erlebt man, wie der Egoismus derer, die etwas tun könnten, jedes Verständnis für solche Zusammenhänge ausschließt. Alles Mahnen, von selbst der Not der Erwerbslosen und Arbeitslosen gerecht zu werden, fruchtet nichts. Deshalb muß jetzt zum Zwang geschritten werden. Um des Wohles der Gesamtheit willen.
Anfragen
Verlegung des Stabes und bet Kapelle des Artillerie-Regiments
Am Samstag, dem 12., und Sonntag, dem 13. September, verkehren bei günstigem Wetter von Fulda nach Bronnzell Bad und zurück folgende Triebwageufcchrten: ab Fulda 14,35 und 16,20;
I durchgeführt haben, weil die Schweinepreife innerhalb von 14 Tagen von 52 auf 72 Pf. gestiegen seien. Die
I starke Konkurrenz der Metzger vom Lande sorge I. schon dafür, daß die Metzger nicht beliebige Preise nehmen könnten. Im übrigen seien bei den gesteigerten Ansprüchen heute die billigen Wurstsorten gar nicht mehr zu verkaufen.
Sto. Kind erklärt unter allgemeiner Heiterkeit, die Mehrheit der Versammlung gehöre der kapitalistischen Ordnung an, die versage, wie auch die Ent- I Wicklung der Schweinepreise zeige.
Stadtv. E h s e r verlangt eine Notverordnung I über den Abbau der Preise. Stv. Eduard I Schmitt schlug endlich folgende Resolution vor:
«Die Stadtverordnetenversammlung bittet den Magistrat, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß die Fleisch- und Lebensmittelpreife der Rot der Zeit entsprechend möglichst niedrig gehalten werden."
Nachdem Stv. Fuchs noch dringend vor der Er- I greifung von Zwangsmaßnahmen gewarnt hatte, wurde I die Resolution des Stv. Eduard Schmitt einstimmig angenommen.
Eine weitere Anfrage des Stv. E h s e r beschäftigte sich mit der
Herabsetzung bet Löhne bet ©emeinbearbeitet.
Stv. Ehser fordert, daß die Stabt die Kürzung der Löhne nicht durchführe.
Oberbürgermeister Dr. Danzebrink weist darauf hin, daß damit verlangt würde, die Stadt solle tarif- brüchig werden. Das führe aber zu ganz unhaltbaren Zuständen. Im übrigen seien die Löhne der Gemeindearbeiter nicht niedriger, als die der Arbeiter in der Industrie und in den Staatsbetrieben.
Stv. Eduard Schmitt stelll fest, daß man sich vor der Oeffentlichkeit lächerlich mache, wenn man Resolutionen fasse, von denen man von vornherein wisse, daß sie zwecklos und unsinnig seien. Sto. Storch erklärte, er lehne den Antrag Ehser ab, weil er als Gewerkschaftler auf dem tariflichen Standpunkt stehe. Die Resolution des Stv. Ehser, die inzwischen so formuliert worden war, daß die Herabsetzung der Löhne der Gemeindearbeiter unerträglich sei, wurde dann mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt.
Die dritte Anftage des Stv. Eser beschäftigte sich mit dem
Zustand des Obdachlosenasyls
Es müßten neue Decken angeschafft und der Kampf gegen das Ungeziefer tatkräftiger durchgeführt werden. Oberbürgermeister Dr. Danzebrink führt aus, daß es unmöglich fei, das Obdachlosenasyl in anderen Räumen unterzubringen und neue Decken anzuschaffen. Neue Decken seien bisher stets schnell verschwunden gewesen. Im übrigen sei vor einiger Zeit ein Bad eingerichtet und die Entlausungsmöglichkeit verbessert worden.
Ein Antrag des Stv. Dr. Willms nimmt zu dem
Dassergeld
und den Schornsteinfegergebühren Stellung. Er fragt, warum seine Wasserrechnung hn 2. Quartal des Jahres 1931 so hoch sei. Die Frage läßt sich nicht so leicht beantworten. Doch ergibt vielleicht folgende Aufstellung über die Einnahmen des Wasserwerks in der I Zeit seit der Wassergelderhöhung Ausschluß. Die Ein- I nahmen aus Wassergeld betrugen:
Er fordert, daß die Stadtverwallung ultimativ an die Metzgermeister der Stadt mit der Forderung auf Herab- etzung der Preise herantrete; wenn die Metzger dieser ttufforberung nicht nachkommen, soll der r direkten: die Preise f e st setzen.
Helft Brandstiftungen aufklären!
Die Tagespresfe berichtet leider fast täglich von Brandstiftungen- Nach den Bestimmungen des geltenden Strafgesetzbuches wird vorsätzliche Brandstiftung mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren, in besonders schweren Fällen nicht unter 10 Jahren oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bestraft. Die abschreckende Wirkung ist aber leider in den letzten Jahren vielfach gemildert worden durch Gnadenmaßnahmen, die dazu angetan waren, den Ernst der Strafandrohung in den Augen der Allgemeinheit abzuschwächen. Neuerdings werden sich aber die Gerichte bewußt, daß sie durch strenge Anwendung der Bestimmv"gcn *>■’« Strafgesetzbuches eine wichtige Waffe im Kampf gegen die Brandstiftung in der Hand haben, und auch die Oefefntlichkeit, besonders die Parlamente, traten dafür ein, in der Abwehr der Brandstiftungsgefahr alle strafgesetzliche Tatkraft anzuwenden. Der Brandstifter ist zweifellos ein Feind der Allgemeinheit und damit auch der deuffchen Volkswirtschaft. Der Schaden, der durch sein frevelhaftes Tun enffteht, trifft die gesamte Bevölkerung. Daher müssen alle mit größtem Nachdruck dafür sorgen, daß die Brandstifter den Gerichten und einer verdienten Strafe zugeführt werden. Für die Ermittlung vorsätzlicher Brandstifter durch die Bevölkerung werden z. B. in der Provinz Brandenburg von der zuständigen
Feuersozietät Belohnungen bis zu 2 000 Rm. demjenigen zugesichert, der den Brandstifter oder den Anstifter eines Brandes im Sozietätsgebiet so ermittelt und anzeigt, daß er rechtskräftig verurteilt werden kann.
Triebwajgenfonderfahrten.
vor.
Oberbürgermeister Dr. Danzebrink beantwortete ie dahin, daß es bei der heutigen Lage auf dem Geld- unb Kapitalmarkt unmöglich sei, die Bauten in diesem Jahre weiter zu führen. Für die Erstellung der geplanten 18 Wohnungen sollten 105000 Mark auf- ! «ewendet werden. Bis jetzt sind 17000 Mk. verbaut. Der Verwaltung sei es untersagt, einen Bau durchzuführen, wenn nicht genügend langfristige Mittel zur Verfügung tehen. Mit dem Einstellen der Bauten verzichtet die Stadt nicht auf die ihr zustehenden Hauszinssteuerbeträge, da sie den Baugenossenschaften zugefühxt werden können.
Eine Anftage des Stv. Ehser beschästigt'sich mit der
Erhöhung der Schwelnefleischpretse.
Dr. Danzebrink erklärt, daß die Polizei nicht mit Gewalt in die Preisentwicklung Eingreifen könne. Die Preisabbaukommission habe sich bereits mit der Frage «eschäftigt, welche Maßnahmen ergriffen werden Musen, um die Bevölkerung mit billigem Fleisch zu verargen. Man ist mit der Fleischerinnung übereingekom- nen, daß diese den Absatz von o e r b i l l i g t em F l e isch ür den Massenkonsum organisiert. Ein Vergleich der Fuldaer Fleischpreise mit denen der Nachbarstädte ergebe, daß sie hier nicht übersetzt seien.
Stv. Ferdinand Schmitt erklärt, daß die Metzger- meister die Erhöhung des Schweinefleischpreises teilweise
hatte die Z e n t r u m s f r a f i o n zu der Anftage an den Magistrat veranlaßt, ob nichts geschehen sei, um diesen für das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt Fulda bedauerlichen Verlust zu vermeiden. Stv. Ehser hatte eine ähnliche Anfrage eingebracht.
Stv. Eduard Schmitt führte aus, daß die Verlegung der Regimentskapelle eine ziemliche Erregung in der Bürgerschaft hervorgerufen habe.
3n der Vorkriegszeit habe man öfters Verlegungen von Vehörden und Garnisonen ans Fulda erlebt, ohne daß sachliche Begründungen dafür Vorlagen. Die Bevölkerung habe diese Verlegung stets als einen
Afftont gegen sie betrachtet.
„Ich bin der festen Ueberzeugung, daß heute int Ge- Ö zum alten Preußen Die Gesichtspunkte bei der
„ung des Stabes nicht mehr bestehen. Die Oeffentlichkeit möchte aber wissen, ob die Stadtverwaltung bet den zuständigen Behörden alles getan hat, um die Re- gimentsmusik Fulda zu erhallen."
Stv. Ehser meinte, die politische Mehrheit in Fulda, die doch auf die Regierung Einfluß habe, hätte dafür sorgen müssen, daß in Berlin ein Machtwort gesprochen worden wäre. Er glaube aber, daß bei Den Fuldaer Behörden ein „a n t i militaristischer Geist" bestehe.
Oberbürgermeister Dr. D an ze b ri n t erklärt, daß die Verwaltung das Bedauern über die Verlegung des Stabes mit der Bevölkerung teilt. Weiter bemerkte er, daß der frühere Oberbürgermeister sich sofort nach dem Zusammenbruch von 1918 mit Erfolg darum bemüht habe, daß Fulda Garnisonstadt bleibe. Als dann Ende des Jahres 1927 das Gerücht von der Verlegung der Garnison austauchte, sind sofort Schritte unternommen worden, um die Gefahr zu beseitigen. Damals wurden von den zuständigen Stellen beruhigende Erklärungen abgegeben. 1929 teilte aber der Chef der Heeresleitung mit, daß die Verlegung des Stabes aus militärischen Gründen notwendig sei. Die Verlegung konnte aber weiter hinausgezögert werden, bis sie in diesem Jahre angeordnet wurde. Bei seinem Abschiedsbesuch habe General Beck namens der Offiziere und des Trompeterkorps erklärt, daß sie den Weggang bedauerten und sich in Fulda sehr wohl gefühlt hätten. Zwischen der Reichswehr und der Stadtverwaltung habe auch stets ein harmonisches Verhältnis bestanden.
Der Oberbürgermeister sprach die bestimmte Erwartung aus, daß die Abteilung unter allen Umständen in Fulda bleibe, zumal man in östlichen Gegenden Garnisonen auch in kleineren Städten bestehen gelassen habe, selbst wenn militärische Gründe eine Verlegung gefordert hätten. In der Vorkriegszeit seien die Interessen der Stadt Fulda von den staatlichen Behörden sehr oft nicht berücksichtigtworden. Die Stadt Fulda hofft, daß ihr nicht die ungerechte, bewußt zurück- setzende Behandlung wie in der Vorkriegszeit zuteil wird und daß die Abteilung in Fulda bleibt. Dem scheidenden Stabe und dem Trom- I peterkorps wünscht Die Stadtverwaltung und die Bevölkerung ohne Hintergedanken bei ihrem Abschied das Beste. Das herzliche Verhältnis zwischen Militär und Zivilbevölkerung habe sich beim Abschiedskonzert der Regimentskapelle gezeigt. Er danke ihr besonders, daß sie I dieses in den Dienst der Wohlfahrtspflege gestellt habe.
Stv. W i ß l e r macht der Stadtverwaltung den Vorwurf, daß sie früher den Forderungen der Heeresver- I waltung gegenüber nicht genug Entgegenkommen gezeigt > habe.
Der Oberbürgermeister erklärt demgegenüber, daß der Militärsiskus an die Stadt keine weitgehenden Forderun- I gen gestellt habe. Es fei natürlich, daß es Verhandlungen zwischen zwei Verwaltungen gebe. Diese hätten sich ober zwischen der Heeres- und Stadtverwaltung nie zugespitzt. Es liege kein Grund zu der Annahme vor, daß der Stab aus anderen als militärischen Gründen verlegt worden sei.
Weiter lag eine Anftage Des Abg. Storch über die
Einstellung Der städtischen Neubauten im kohlhäuserfeld
ei vorbildliche WA G E N•<•<•<•
VON 2350 RM AN
werden 1,2 Ltr. Vierzylinder ab Werk Rüsselsheim geliefert. Die günstigen Bedingungen der Allgemeinen Finan- zierungs Gesellschaft erleichtern Ihnen die Anschaffung.
M Jun ist derWunsch vieler Tausende,- hier und ulAti in der ganzen Welt, - erfüllt. Der 1,2 Liter Vierzylinder Opel ist da! Er bringt die ideale Verbindung der wirtschaftlichen Vorteile kleiner Wagen mit den betonten Vorzügen großer Automobile, er bringt nichts weniger als die Lösung der Kleinwagenfrage. Moderne doch erprobte Konstruktionsprinzipien, vorbildliche Fabrikationsmethoden und das Wissen um die Erfordernisse des Marktes haben es der größten Automobilfabrik Deutschlands ermöglicht, diesen vorbild
lichen Wagen zu bauen. Hier wurde das Gesetz1 idealer Proportion, - der »Goldene Schnitt«, - zum Prinzip für den Automobilbau.- Setzen Sie sich ans Steuer, der erste Augenblick wird zum Erlebnis* und nach wenigen Kilometern werden Sie aner-* kennen: hier ist der Wagen, der kommen mußte f
W
K
VON OPEL GEBAUT-VON OPEL
ERPROBT
7 * W W 11
Wtz =3
W
E-.-z-a ,1^