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Verband. Er binde! sich an keine politische Partei und verpflichtet seine Mitglieder nicht auf eine Partei oder ein Parteiprogramm. Er verlangt von seinen Mit­gliedern, daß sie Parteien und Verbänden, die seiner katholischer Grundhaltung widersprechen, fernbleiben. Er verlangt von seinen wahlfähigen Mitgliedern per­sönlichen Einsatz im politischen Leben, in einer unseren Grundsätzen entsprechenden politischen Partei.

S. Bolkspolitische Kundgebungen, die der Katholische Jungmännerverband für sich oder mit anderen Verbänden und den Gemeinschaften katholischer Jugend (im Sinne von Ziffer 3) veranstaltet, sind in der Form zu unterscheiden von parteipolitischen Kundge­bungen. Einladung und Leitung unserer oolkspolitischen Versammlungen geht allein von den eigenen Organen aus. Die Sturmbanner des Verbandes werden nur zu solchen Kundgebungen und Aufmärschen getragen.

Anschließend wird noch die Stellung des Verbandes zum Reichssugendausschuß der Zentrums­partei, bezw. dem Jugendausschuß der Bayerischen Volkspartei und zu den Windthorstbunden um­schrieben. Es heißt dabei, daß der Verband als solcher mit dem Reichssugendausschuß in keiner Bindung sei, daß aber führende Mitglieder aktiv und mitführend im Reichssugendausschuß stehen für die Zentrumswähler­schaft aus den Reihen des Verbandes. Di« Arbeit der Windthorstbundr als einer Sannnelgruppe für die ver­tiefte parteipolitische Bildung und FunktionärauSbiK>ung in den Städten wird bejaht; die interessierten Jung» männer aus den Vereinen sollen in diesen Windchorst- bunden zahlreich und eifrig Mitarbeiten.

Sakhotlsche Aktion und Zuugmänner.

Die Katholische Aktion ist eine Lieblingsidee unseres Papstes Pius XL Schon gleich nach feinem Regierungs­antritt hat er die Grundgedanken dieser Idee ausgespro­chen. Bei jeder passenden Gelegenheit führt der hl. Va- ter diesen Gedanken weiter aus. Die katholische Welt hat die Anregung aufgegriffen und in allen Ländern re­gen sich Führer und Verbände, um die Kathol. Aktion Wirklichkeit werden und sie nicht in die verächtliche Stel­lung eines blossen Schlagwortes herabsinken zu lassen. In einer Anzahl von Ländern sind zu diesem Zwecke eigen« Organisationen geschaffen worden. In Deutsch­land, das fast schon überorganisiert ist, hat man davon abgesehen. Die schon bestehenden zahlreichen katholischen Verbände sollen diese Arbeit leisten. Unter diesen Ver­bänden fällt dem katholischen Jungmännerverband mit dem Sitz Düsseldorf für einen Großteil der kathol. deut­schen Jugend ein Hauptteil der Arbeit und Verantwor­tung zu.

Wie löst der kathol. Jungmännerverband diese Auf­gabe? Da müssen wir zunächst fragen, was ist denn Ka­tholische Aktion. Sie bedeutet nach den Worten des Papstes Mitarbeit der Laien an den aposto- lischen Aufgaben des Episkopat es und des Klerus. Aufgabe des Episkopates und Klerus aber ist kurz gesagt die Heiligung der Menschen. Kathol. Aktion ist also Mitarbeit an der Heiligung der Menschen, zu­nächst eines jeden einzelnen, und bann Mitarbeit an der Heiligung seiner Mitmenschen. Wenn diese, aber Kathol. Aktion ist, dann ist die gesamte Arbeit des Jungmänner- verbandes und seiner Einzelvereine nicht« andere» als Arbeit im Sinne der Kathol. Aktion. Die Bischöfe der Fuldaer Bischofskonferenz schreiben in den „Richtlinien für die Arbeit der Kathol. Aktion" über die Jugendoereine folgendes: „Religiöse und sittliche Ertüchtigung der reife­ren Jugend im Verein Mit Ihrer körperlichen Ertüchti­gung soll im Dienste der Kathol. Aktion das vollenden, was im Kindesalter grundgelegt ist. Daher sind di« den Jünglingen, Jungmännern und Jungfrauen sich widmen­den Vereinigungen Jugendlicher, die Marianischen Kon­gregationen und kathol. Jugendvereine wertvolle Glieder im Aufbau der Katholischen Aktion. Die Hauptaufgabe dieser Vereinigungen ist religiösen Charakter«: ihr Ziel ist Vervollkommnung des ganzen Menschen nebst Schu­lung für segensreiches Wirken im Berufe, im engeren Lebensgreise und im öffentlichen Leben".

Wie wird nun im kathol. Jungmännerverband die Kathol. Aktion Wirklichkeit?

Der kathol. Jungmännerverband will durch seine Ar­beit die kathol. Persönlichkeit bilden, formen und festigen. Darauf ist alles im Verband eingestellt: die Organisation, die sich eng an den Pfarrverband anlehnt und unter Führung des Episkopates steht, die Tagungen und Kurse, das Schrifttum und die Arbeit im Einzelverein. Die Hauptarbeit in der Persönlichkeitsbildung liegt natürlich im Einzelverein, der fein Mitglied dahin bringen will,

daß es bei allem aus sittlich-religiösen Beweggründen handelt, sei es in seiner Vorbereitung auf Beruf und Fa­milie, sei es bei Festen und Feiern, sei es im privaten, öffentlichen und religiösen Leben. Dem allem dienen die Vereinsoersammlungen mit ihren Anregungen, die Heim­abende mit ihren Ansprachen, die Kurse mit ihrer Weiter­bildung, die Feiern mit ihrer Freude, dienen vor allem das kirchliche Leben mit seinem Gebet und Sakramenten­empfang, die religiösen Wochen und geschlossenen Exer­zitien mit ihren Gnaden und Erleuchtungen. Dem wol­len auch bienen die rein körperlichen Hebungen mit ihrer Disziplin und Selbstbeherrschung wie Turnen, Wandern, Sport und Spiel. Die ganze kathol. Persönlichkeit, die Leib und Seele umfaßt, soll gefestigt werden.

Doch der Gesamtverband wie der Einzeloerein will nicht bloß feine eigenen Mitglieder zu kathol. Persönlich­keiten bilden, sondern auch Einfluß auf die O«f- fentlichkeit gewinnen und die kathol. Grundsätze im gesamten öffentlichen und politischen Leben zur Geltung bringen helfen, in der Presse, im Bergnügungswesen, in Film und Theater.

Darum legt der Verband auch so großen Wert auf bi« Führerbildung. Durch diese Führer wie durch jedes Vereinsmitglied soll die gesamt« Psarrjugend be­einflußt werden, auch di«, welche dem Verbände fern steht. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren weitver­zweigten Wirtschaft«- und Gesellschaftsformen und der raffinierten Gottlofenpropaganda ist dieses Führersystem von der größten Bedeutung. Diese Führer wohnen mit den anderen jungen Leuten zusammen, treffen sich auf der Arbeitsstätte, weilen mit einander in den Vergnü­gungsstätten und auf dem Tanzboden und schreiten zu­sammen zur Wahlurne. Auf hunderterlei Weise kann die Beeinflussung der Psarrjugend durch gute, tüchtige Füh­rer und Vereinsmitglieder geschehen. Auf diese jungen

Jugend und Musik.

Im Leben der heutigen Jugend nimmt zweifellos die bedeutendste Stellung der Sport ein. Es ist gut 0; Körperbeherrschung und Körperstählung braucht das Heranwachsende Geschlecht in besonderem Maße. Leider ist aber die Gefahr nicht zu verkennen, die sich aus einer Ueberschätzung des rein Sportlichen ergibt. Wie Dr. Sonnenschein einmal sagte, darf der Sport nicht zur Sekte werden, die Muskeln allein schaf- en e» nicht. Körperkultur darf die Pflege der geistigen Güter nicht ausschließen. Dieser Forderung kommt ein Erlaß entgegen, den der Preußische Minister für Wissen-

Apostel kann man das Wort der Schrift anwendent „ihr seid das Salz der Erde".

So ist also Vereinsarbeit im kathol. Jungmännerver­band Arbeit im Sinne der Katholischen Aktion, Mitarbeit der Laien an den Aufgaben des Episkopates und des Klerus. AuchderDiözesantäg, beramll., 12. undl 3. September st attfindet, willindie- fern Sinne werben und wirken. Darum, kathol. Jungmannschaft! Auf zum Diöze- fantag nach Fulda!

Der gerade Weg.

Da mag die moderne Welt spötteln und höhnen, wir sind katholische Jugend nach außen und innen und wissen als solche unsere große Aufgabe ganz zu erfül­len. Wir wollen fein männlich-fromm, keine „Betschwe- ftem", nein, ganze Katholiken, und zeigen, daß wir, in eine große Aufgabe hineingestellt, diese ganz erfüllen können.

Ein ideales Beispiel dafür gibt uns unser Reichs­kanzler Brüning, der in zielbewußter Arbeit an dem Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes ar­beitet. Da mögen die Gegner in unverantwortlicher De­magogie Lügen verbreiten, wir stehen treu zu unserem Kanzler und glauben mit ihm an eine bessere Zukunft Deutschlands.

So soll jeder Großes leisten an der Stelle, an der er steht, und sein ein Musterbeispiel der Pflichterfüllung. Dann werden mir auch noch in der heutigen modernen Zeit, dem immer fortschreitenden Zeitalter der Technik, zeigen, daß es noch eine katholische Jugend gibt, die sich wie ehedem, ganz einsetzt für ihre hohen Sbeale. H. L

(Aus „Die Wacht" Nr. 7 1931).

schäft, Kunst und Volksbildung gemeinsam mit dem Minister für Volkswohlfahrt unter dem 9. März 1931 herausgegeben hat. Er tritt mit solcher Wärme für eine Förderung der aus der Jugendbewe». gung hervorgegangenen Iugendmufik- pflege ein, daß es wünschenwert erscheint, chn außer den amtlichen Stellen auch weiteren Kreisen zur Kenntnis zu bringen.

,Diese Musikbewegung kann die Jugend vor Ver­rohung und Verflachung bewahren. Sie bietet ein Ge­gengewicht gegen Uebertrcibung de« Interesses für sport- liche Ereignisse. Auch die Verbreitung der mechani - f e n Musik Übertragung, die allzuhäufig dem ge-

Willkommen!

Wenn die Jugend marschiert, dann wird die Hoffnung lebendig; und wo Iungmänner um das Kreuzesbanner geschart marschieren, da leuchtet ein Licht weithin. Willkommen darum, Ihr katholischen Jungmänner aus der Diözese zu Eurem Diözesantag in Fulda! Ihr dürft Euch glücklich schätzen, daß Ihr in schwerer und bewegter Zeit in guter Führung und auf festem Boden steht. Gegen den Geist des Zweifels und des Haders unserer Tage tretet Ihr an mit Eurem Glauben an die göttliche Vorsehung und ihre Gerechtigkeit und mit einem kraftvollen Willen zu aufbauender Arbeit für Heimat und Vaterland. In Nürnberg sah ich die begeisterten Scharen katholischer Jugend durch die Straßen der Großstadt ziehen; im Riesenstadion sammelten sich die Gruppen, einem Heerlager vergleichbar, Streiter Christi, um aus dem Munde des Oberhirten die Parole zum Kampfe für das Gute entgegenzunehmen. Ihr wollt es den bayerischen Kameraden gleichtun und am Grabe des Apostels der Deutschen Heerschau halten und geistige Kraft sammeln. Darin liegt Eure große Aufgabe, daß Ihr über die Not und Zerrissenheit der Gegenwart hinweg das Gesetz der Liebe und des Opfers in Euren Herzen auf­richtet und Eure Tagesarbeit hiernach gestaltet. So werdet ihr Wegbereiter einer besseren Zukunft sein. In diesem Sinne rufe ich Euch von Herzen zu: Willkommen in Fulda!

Dt. 1pean$ Danzebrirrk,

Obetbiitgetmeiffee bet Stadt fulba, KommunaUandragsabgeotdnetet.

banfenfofen passiven Musikgenießen Vorschub leistet, finbet hier eine wesentliche Ergänzung im Sinne aktiven Musizierens. Aus eigener Kraft stellt sich bie Jugenb mit ihren Musikbestrebungen diesen vielfachen Gefahren entgegen. Es ist begreiflich, daß die Musizierformen der älteren Generation ihr dabei nicht zum Vorbild dienen können, daß sie neue Wege zu gehen, eigene musikalische Gestaltungen und Formungen zu schaffen sucht."

Damit ist ein wesentlicher Schlußstein gesetzt unter bas in einer Reihe von Erlassen vorliegende musikpädago­gische Reformwerk des Kultusministeriums. Es begann mit dem Erlaß über die Reform des Musikunterrichtes an höheren Lehranstalten vom 14. 4. 1924. Darauf folg­ten am 1. 12. 25 Bestimmungen über den Musikunter­richt an Mittelschulen, am 26. 3. 27 die Richtlinien für die Volksschulen und im Dezember 1927 bie Richtlinien für die Äinbergärtnerinnenfeminare. Auch bas Chor- gesangswesen wurde mit zwei Erlassen vom 11. 4. 21 und 23. 8. 24 bedacht und der Prioatmusikunterricht durch den Erlaß vom 2. 5. 25 auf eine ganz neue Basis gestellt.

Bis vor kurzem noch war die Jugendmufik» beroegung ein Zweig der Musikpflege, der von vielen verkannt wurde und dem bie Anerkennung namentlich führender Kreise oft versagt blieb. Umsomehr darf man sich freuen, daß von der höchsten amtlichen Stelle, die sich bisher nur die Betreuung des offiziellen Unterrichts­wesens zur Aufgabe machte, jetzt auch der aus dem Boden der Jugendbewegung entfproffenen Mustkanschau» ung Beachtung geschenkt wird. Die Mitwirkung des Wohlfahrtsministeriums läßt den Schluß zu, daß man auch bei dieser Behörde den Wert der Musikpflege als unentbehrliches Hilfsmittel für die Förderung des öffent­lichen Wohles erkannt hat.

Im einzelnen empfiehlt der Erlaß den nachgeordneten Stellen „zunächst die regelmäßige Abhaltung von Mus füt Lehrgängen, Schulungs-Tagungen, Singwoch en, offene Singstunden, kurz, all« Veranstaltungen, die mit der Jugendmusikbewegung und in weiterem Maß« mit dem Volks- und Schulmusik­leben überhaupt im Zusammenhang stehen. Diese Ta­gungen, Lehrgänge und Singwochen sind im engsten Ein­verständnis mit geeigneten Führern der Bewegung ein­zurichten . Neben diesen Kursen ist bie Unterstützung und Förderung schon bestehender, sowie die Hilfe bei der Einrichtung neuer Volks- und Jugendmustkschulen und Singfchulen dringend geboten. Es kommt bei dieser Be­mühung vor allem darauf an, daß bie einzelnen Maß­nahmen nicht einfach von einer Stelle aus angeorbnet werden, sondern in Verbindung mit maßgebenden Stel­len beraten und so genau durchdacht werden, daß alle Veranstaltungen dem großen gemeinschaftlichen Plan der Volks- und Jugendmusikbewegung dienen." Als maß­gebende Stelle bezeichnet der Erlaß in erster Linie die Staatliche Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin-Charlottenburg mit ihrem Seminar für Volks- unb Jugendmusikpflege, die staatliche Hochschule für Musik in Köln und das Musikheim in Frankfurt a. b. O.

Das der Staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin-Charlottenburg ungegliederte Se­minar für Volks- und Jugendmusikpflege, dessen Leiter der bekannte Musikpädagoge Profesior Fritz Jöde ist. nennt den Erlaß „die Stelle, bie über Ausgaben und Pläne, sowie über die Bestrebungen der verschiedenen Unternehmungen am besten Ausschluß geben kann. Sie ist am ehesten dazu geeignet, in gegenseitiger Hilfe den ganzen Aufgabenkreis in bezug auf Lehrgänge, Ta­gungen, Austausch von Erfahrungen über Jugendmusik- pflege zu übersehen."

In der heutigen Zeit schwerster Not und Bedrängnis ergibt sich für die Führer und Freunde des Volkes bie besondere Pflicht, die im Volke schlummernden sittlichen Kräfte, die leicht von den materiellen Sorgen erstickt werden, zu neuem Leben erwachen zu lassen. Der vor­stehend besprochene Erlaß bietet von der behördlichen Seite au« die Hand dazu. Er ist daher lebhaft zu be­grüßen.

Tagessprüche.

— Ob du wachest ober ruhest, denke stets, daß du dir selbst nicht lebest: was du küssest oder tuest, nie vergiß, daß du ein Beispiel gebest. (Rückert.)

— Ein güt’ger Herr tut feine Pforten auf für alle Gäste, keinen schließt er aus; frei, wie da« Firmament die Welt umspannt, so mutz bie Gnade Freund und Feind umschließen: es schickt die Sonne ihre Strahlen gleich nach allen Räume nber Unendlichkeit. (Schiller.)

Amtliches (Sau-Organ der Bezirke Fulda-Hünfeld, Mnzig-Zoffa, Hessen-Kassel, hohe Rhön und vorder-Rhön.

Deutsche Zugendkraft uud der Diözesautag

Von (Baupräfes Dornkaplan B i l z-Fulda.

Die Deutsche Jugendkraft der Diözese nimmt an dem Diözesantag der Jungmännervereine besonderen Anteil. Sie ist einst vor 11 Jahren von dem großen GeneralprÜ- fes des Kathol. Jungmännerverbanbe« ins Leben ge­rufen worden, dem verstorbenen Prälaten M o st e r t«. Sein Verdienst und bas seine« Nachfolgers ist es, daß dieser katholisch« Sportverband heut« so stark und so groß basteht. Die Deutsche Jugendkraft ist dem Jungmün- neroerbanb mit feiner Zentrale in Düsseldorf angeschlossen und unterstellt, so daß bie Verbandgleitung in Düsseldorf gleichzeitig auch die höchste Instanz der Deutschen Jugend- traft ist. Obwohl die Deutsche Jugendkraft alle katholi- scheu Sportler in ihren Reihen hat, seien es Jungmänner, Gesellen, Kaufleute ober Arbeiter, rekrutieren sich doch bie meisten Mitglieder ob der Stärke des Jungmännerver- banbes aus Jungmännern des Düsseldorfer Verbandes. So ist die Deutsche Jugendkraft von Geburt an und durch die Zeitentwicklung in besonderer Weise verwachsen mit dem Katholischen Jungmännerverband in Düsseldorf.

Schon au« diesem Grunde nehmen wir als Jugend- fraftler an den Veranstaltungen dieses Verbandes und somit auch an dem Diözesantag dieser Woche besonderen Anteil. Als Führer der Deutschen Jugendkraft in der Diözese rufen wir deshalb allen Jugendkrastlern ein herz­liche» Willkommen zu und verbinden damit die Bitte um rege Teilnahme. Die Jugendkraftler. bie nicht dem Jungmännerverband eingegliedert sind, mögen we­nigstens an den äußeren Veranstaltungen, wie Fackel- z u g am Samstag Abend und Festzug am Sonntag Nachmittag teilnehmen, ebenso an dem Arbeitskreis der Deutschen Jugendkraft am Samstag nachmittag. Das fordert bU Dankbarkeit und bas 1

Interesse an der Weitergestaltung unserer katholischen Sportbewegung. Wie das Programm schon besagt, kom- men wichtige Besprechungen und Entschließungen auch für bie Deutsche Jugendkraft zur Erledigung. Helft also alle mit durch euer Erscheinen und Wort, unsere Katho­lische Jugendkraftsache durch den Diözesantag weiter zu stärken und zu fördern! Möge diese Tagung werden ein Vorwärts Innerer Erstarkung und äußeren Fortschrittes für unsere Deutsche Jugendkraft!

Noch ein zweiter Grund verpflichtet uns Jugendkraft- ler. Der Diözesantag steht unter dem Motto: Das Ju- gendreich der Gotteskinder. Steht nicht be­sonders der Sportler in Gefahr, feine Seele an den Sport zu verlieren, rein den Sport für das Wichtige und Not­wendige zu halten? Das ist die große Sünde unserer Zeit, unter der auch der Jugendkraftler leidet, daß sie di« Seele vergißt, daß sie das „Ich" in den Vordergrund stellt, daß sie den Körper und seine Bedürfnisse allein kennt. Paulus Worte müssen auch uns heute gelten: „Mö­get Ihr essen, möget Ihr trinken---wozu sollt

Ihr es tun?" Fügen wir hinzu: Möget ihr spielen, tur­nen, wandern, — alles tut zur Ehre Gottes! Dieser Geist muß auch den Jugendkraftler beherrschen und durchbrin­gen, wenn er ein echter Jugendkraftler, ein anständiger Sportler und vor allem ein ganzer Iungmann sein will.

Wir Jugonbkraftler werden uns am Samstag abend bei der religiösen Feier in der Gruft des hl. Bonifatius an eine ähnliche Feier an dieser Stelle zurückerinnern. Es war im Dezember des Jah­res 1921 anläßlich der dritten Reichsoerbandsausschuß- sitzung der Deutschen Jugendkraft in Fulda, als die kleine Krypta gefüllt war von Jugendkrastlern, an ihrer Spitze der damalige hochwürdige Herr Diözesanpräses Domde­chant Prof. Dr. L«i m b a ch und der verstorbene Gene- ralpräse« Mosterts. Symbolisch dargestellt, hebt der große Apostelfürst Bonifatius den Sargdeckel empor, ob wir

ihm treu geblieben! Möge bie Deutsche Jugendkraft stets treu und fest ihr Banner tragen: Exceisior — Zur Höhe!

Jugendkraft Heil!

Zur neuen Autzballfaison.

Unser Spiel ist «in Spiel, ohne Zweifel. Auf bas „Wie" aber kommt es an. Fußball nur bes Fußballs wegen lehnen wir ab. Als Spiel zu unserer Freude und Ertüchtigung, zur Förderung unserer Ausdauer und Entschlossenheit ist es uns willkommen, wenn es von der Bruderliebe beherrscht ist und wir im Sinne unseres Verbandsgrundgesetzes spielen. Spielt so, daß Christus jeder Zeit euren Spielen mit Freude beiwohnen könnte. Wenn ihr so spielt, bann tretet ihr nicht mutwillig unb hakt nicht. Dann entschuldigt ihr euch und helft dem Gegner, wenn ihr ihn auch ungewollt gelegt habt. Dann seht ihr im Gegner nicht den Feind, sondern den Bruder, der auch Freude am Spiel hat, dessen Gesund­heit gleich deiner heilig ist. Dann schreit ihr eure eige­nen Kameraden nicht an, wenn sie Fehler machen, denn Irren ist menschlich. Dann achtet ihr die Entschuldigun­gen des SchR und unterwerft euch, auch wenn ihr an­derer Meinung seid: es fällt kein Meister vom Himmel; nur euer Spielführer f)at bas Recht zu Anfragen. Dann könnt ihr eine Niederlage ertragen und dem Gegner zu feinem Siege bie Hanb reichen. Dann könnt ihr auch siegen, ohne ihn mit Gelagen zu feiern.

Ihr merkt selbst, der Beispiele ließen sich noch mehr anführen; diese mögen genügen. Ihr wißt, woraus wir hinauswollen. Der Gedanke an Christus auf dem Spiel­platz ist gar nicht so absurd, wie es euch scheinen mag, war doch auch er jung wie ihr und spielte in den Gassen von Nazareth mit seinen Altersgenossen. Erleichtert uns die Arbeit. Wir wollen euch gewiß nicht übel, son­dern immer euer Bestes. Allerdings müssen wir die restlose Erfüllung eurer Derbandspflichten von euch fordern. Die Derbgnds- unb Kreisspielordnung, das

Sofortprogramm und die neuesten DJK.-Regeln (sofort beschaffen) sind für unsere Arbeit richtungweisend.

Wir verlangen nicht« Unmögliches von euch. Beweist durch die Tat — Worte nützen uns nichts — daß ihr wirkfich von der Derbandsidee erfüllt und keine Mitläufer seid. Und nun, frisch auf zur lat!! Wir hoffen unb wünschen, daß alle helfen wollen, die Spiel-Serien schön zu gestalten. Macht euch unsere Forderungen zu eigen, weil sie notwendig find. Keine Halbheiten, keine Lau­heiten aufkommen lassen. Sei dganz« Kerle, die restlos unb ohne alle Einschränkungen ben Bestimmungen ge­recht werden. Und bann' spielt und kämpft. Aber kämpft ritterlich!

Auf ein Wort, Schiedsrichter!

Du bist sehr wichtig und vorläufig unentbehrlich für einen vornehmen Spielbetrieb. Deshalb darfst du aber noch nicht unbescheiden werden. Deine Lücken unb Mängel kennst du ja selbst am besten. In ein unb zwei Kursen wird keiner Meister. Suche deine Schwä­chen zu mindern und zu beseitigen. Beschäftige dich da­her wöchentlich regelmäßig mit dem Regelwerk unb sei­nen Auslegungen. Bestelle sofort die neueste Ausgabe der DJK.-Fußballregel (30 Ps.), die die neuesten Er­gänzungen enthalten: So gibt es bei falschem Einwurf keinen Freistoß, sondern Wiederholung durch die Gegen­partei: der Torwart darf setzt 4 Schritte laufen; beim Elfmeter darf er sich jetzt bewegen. Du mußt also schon diese neue Ausgabe besitzen, die Ausgaben anderer Ver­bände enthalten diese Aenderung noch nicht. Außerdem besorge dir die Kreis-Svielordnung (20 Pf.) unb das Sofortprogramm, da sie grundlegend für unseren Spiel­betrieb sind. Laufe beim Spiel mit. Trage Sportklei­dung, sie erleichtert bas Laufen. Auch bu bist verpflich­tet, bas Verbandsabzeichen zu tragen. Lasse die Mann­schaften vor dem Spiel in zwei Gliedern einander gegen­über antreten und prüfe bie Pässe. Auch nach bem Spiel sollen bie Gegner antreten unb sich burch Ruf verab­schieden. Fordere stets Platzordner. Der Platzverein ist zur Gestellung verpflichtet. Werf« den Spielbericht, der auch alle Unregelmäßigkeiten und Bestrafungen enthalten muß, noch abends in den Postkasten, damit er möglichst Montags eintrifft. Briefmarke und Umschlag stellt der Platzoerein. Wir können hier nicht alle Pffichten auf-

Den Znkeressen der jugenb dient

unsere wöchentliche Beilage

„Das Llall der jugenUt*

Freunde, werbt für die „Fuldaer Zeitung!**

zeigen. Die Regeln und Ordnungen weisen den Weg. Greife stramm durch, keine unverdiente Weichheit auf­kommen lassen. Wir stehen immer hinter dir. Bist du verhindert, ein Spiel zu leiten, so gib dem Obmann früh­zeitig Nachricht. Und nun setzt eure ganze Kraft, eure