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153198 179005 194010 219873 240914 253041
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Seine Herabsetzung der Dienskwohnungsmleken.
Deutsche Beamtenbund hatte, wie die hessische Lehrerfachpresse berichtet, den Reichsfinanzminister in einer Eingabe darauf hingewiesen, daß nach den Vorschriften der Reichsbesoldunasord- nung die Miete für die D i e n st wo hn u n - gen von Beamten den Betrag der den Beamten zustehenden gesetzlichen Wohnungsver- gutung nicht übersteigen dürfe und daß folgerichtig die Mieten für die Dienstwohnung um I denselben Hundertsatz gekürzt worden seien Die einzubebaltene Dienstwohnungsmiete dürfe also in keinem Falle höher sein als der durch zweimalige '^nozung verbliebene Teil des Wohnungsgeldzu- schusfes. Darauf erging seitens des Reichsfinanz. Ministeriums ablehnender Bescheid. Darin heißt es, daß nach den Gehaltskür,zungsverowdnungen die hohe der festgesetzten Mieten für Benützung von Dienstwohnungen durch die Minderungen des Wohnungsgeldzuschusses keine Veränderung er- fahre, die höchste Dienstwohnungsmiete bemess« sich vielmehr nach dem ungekürzten Wohnungsgeldzu- schuß. Dies sei notwendig, um eine gleichmäßige Behandlung der Beamtenschaft zu gewährleisten. Wurde die höchste Dienstwohnungsmiete nur aus dem gekürzten Wohnungsgeldzüfchuß berechnet werden, dann würde eine kleine Gruppe der Be- amtenschast von der allgemeinen Kürzung der Be» Zuge mit einem Teil derselben ausgenommen worden sein. Diese Gruppe hätte die Kürzung des Wohnungsgeldzuschusses auf die Reichskasse abge» walzt^ das wäre umsoweniger zu rechtfertigen, als die Dienstwohnungsinhaber an sich schon infolge der Wohnungsvergütuna gegenüber den Beamten bevorzugt feien, die Mietwohnungen innehaben.
liefert, daß sie eicht zu Fallen für kleine Sendungen werden. Als besonders gefähr- lich in dieser Beziehung erweisen sich die häutig zur Versendung vom Drucksachen benutzten offenen Briefumschläge, bei denen die Absender die am oberen Rand oder an der Seite vorhandene Klappe nach innen einschlagen. In den dadurch entstehenden Spalt verschieben sich unbemerkt Briefe, Postkarten usw., die dann in der Drucksache oft weite Irrfahrten machen und bei den Emmangern hinterher den Anschein erwecken als ob ihre verzögert« Zustellung durch die Post'ver- schuldet morden sei. Es muß eindringlichst davor gewarnt werden, die Klappe facher Umschläge nach innen einzuschlagen. Viel besser ist es die Klappe über die Rückseite des Umschlages'lose Überhängen zu lassen. Als recht zweckmäßig ha- ben sich die Umschläge bewährt, die an der Verschlußkappe einen zungenartigen Ansatz haben der m einen äußeren Schlitz des Umschlages gesteckt wird. Sie sicheren den Inhalt vor dem Herausfallen und verhindern das Einschieben anderer Sendungen; ihre möglichst ausgedehnte Verwen- im allgemeinen Interesse zu wünschen.
Verhältnismäßig häufig verschieben sich auch Briefe usw in Zeitungen, die unter Streifband verschickt werden.
Aus jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Rümmer in den beiden Abteilungen I und II
Im Gewinnrade verblieben: 2 500000, 2 Gewinne zu je 200000,
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®u wirfst mir vor, ich wolle mich nicht beugen! Kannst Du von einer Palme verlangen, sie solle sich zum Knieholz niederbeugen, und mit ihm wachsen? Kannst Du einen Adler in einen Käfig mit einem Reh sperren» Beide werden sie leiden, Art paßt nicht zu Art. Kannst Du einen Jäger, einen Seemann zusammenpferchen mit einem Grübler, einem Bücherwurm? Sie werden sich hassen, aufreiben, vernichten — um ihrer Andersheit willen. Bei allen wirst Du's verstehen, nicht wahr? Nur nicht bei Deiner Mutter und mir. Und wehe dem Muttertier in der Wildnis, das seine Brut in die Nester seines Feindes legt ... sie wird gnadenlos vernichtet! Wehe mir aber, wenn ich mein Kind, das mir gegeben ist, damit ich es nach bestem Wissen ins Leben leite, leichtfertig aus der Hand gebe.
Wahrhaftigkeit erzeugt Haß. Trotzdem will ich wahrhaftig fein. Und aus Wahrhaftigkeit sage ich Dir: niemals werde ich wieder den Fuß über die Schwelle Deiner Mutter setzen, wenn sie nicht wahrhaftig Mutter wird. Du aber und sie, ihr werdet mir immer willkommen sein, wenn ihr die Mutter, die Frau auch in mir anerkennt.
Gott behüte Dich, Hanns Herbert!
Deine Hedwig."
Langsam, ganz langsam faltete Hanns Herbert den Brief zusammen.
Er hörte nur das Nein . . .
Wie das bohrte und wühlte im Herzen! Und weil immer und immer wieder die Mutter in ihm auferstand unb das lichte Bild der Sehnsucht verdrängte, zerschlug
56 Gewinne zu 2000 M.
112231 119980 193483
9 verletzte bei einem Aulobusunfall.
= Bad Schmalbach. Ein aus dem Westerwald kommender Omnibus, der mit einer Reisegesellschaft von 23 Personen besetzt war, geriet in einer Kurve im Wispertal unterhalb der Kammerburg infolge scharfen Bremsens auf der nassen Straße ins Schleudern und stürzte um Von den Insassen wurden acht Personen leicht verletzt, während eine ältere Frau schwere Verletzungen davontrug. Die Sanitätskolonne von Lorch leistete die erste Hilfe und sorgte für den Abtransport der Verunglückten, er es mit rauher Hand und ließ esdunkel^ har^unb unerbittlich in sich werden.
Dann war es also zu Ende. Dann mochte sie haben, was sie wollte ...
„Was willst du nun tun, Hanns Herbert?" fragte am Nachmittag seine Mutter, als sie allein am Kaffeetisch saßen.
Hilde war ausgegangen um einzukaufen: sie kaufte so gern und hatte es sich erbettelt, für Minna diese Wege tun zu dürfen. Frau Else dachte daran, daß sie diese Bitte Hedwig abgeschlagen hatte.
„Das hat ja noch Zeit. Vielleicht — wenn das Kind geboren ist. Ich möchte mich nicht meiner Rechte an dem Kind begeben. Hedwig irrt sich, wenn sie meint, ich ließe es ihr."
„Da hast du recht!" nickte Frau Ese. „Eine Mutter, die dem Kind Vater, Heimat und Unterhalt raubt, ist nicht berechtigt, es zu erziehen.
Hanns Herbert schwieg dazu, aber Frau Else bohrte weiter.
„Lange hat es gedauert, bis du erkanntest, wohin der Weg dieser Frau führt." fuhr Frau Else fort. „Sie steht nicht mit beiden Füßen auf dem Boden; sie ist phantastisch und haltlos, eigensinnig und unerzogen. Wenn ich Hedwig und Hilde vergleiche! Sieh sie dir doch an, dieses liebe Geschöpfchen! Diese Zartheit der Mitempfindung, die Weichheit und doch die Frische in all ihren Bewegungen.
Mit der uneingeftandenen Scham des Mannes, der noch treu zu der Geliebten hält, wehrte er die Schwärmerei der Mutter ab.
Drämien zu je 6 zu je 25000, 24 °3u ft lOOÖÖ'' 54 "z/j/smo' 108 zu je 8000, 270 zu je 2000, 556 zu ie HX»' 876 zu je 600, 2518 zu je 400 M.
Ergebnisse der Sfaafsloftetie
Eelvinnauszug
5. «kaffe 37. Preußlsch-SLbbeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie
Schriftleiter: Dr. phil. Iohannes Kramer,
3000 11907 19402 88835
34140? 373100 192508 2202,0 ------
Aus Geisa und Umgebung.
- Vukklar. (Instandsetzung der Staats. straße bald beendet.) Die Staatsstraße Vacha-Sunna-Buttlar war schon seit Jahren in einem trostlosen Zustande, und die Kla. gen der Fuhrwerksbesitzer und Kraftwagenfahrer wollten nicht verstummen, da sich Schlagloch an Schlagloch reihte. Seit etwa 7 Wochen wird nun an der Wiederherstellung der verkehrsreichen Straße gearbeitet. Das größte Stück ist bereits fertiggestellt. Leider sind die Arbeiten durch den anhaltenden Regen stark beeinträchtigt worden, werden aber in einigen Wochen fertig gestellt sein. r., 7 d^ach. Das Wildererdrama, das sich im Frühjahr vor den Toren Eisenachs ereignete und bei dem zwei Menschenleben oer« nichts t und ein drittes in höchste Gefahr gebracht wurde, findet am Donnerstag vor dem Eisenacher Schwurgericht gerichtliche Sühne. Angeklagt ist der Arbeiter Wilhelm Fischer in Eisenach wegen Wild
dieberei und Mordversuchs. Er wurde am 20, t Prü vom Forster Saffrath in Gemeinschaft mit letnem 45iahrigen Bruder Bernhard und dem 30-
^^'ter Friedrich Müller im sogenannten Hltschhofer Dickicht beim „Grünen Jäger" unter verdächtigen Umständen angetroffen. In der Not- wehr streckte der Förster den Wilderer Fischer mit *e,™m Dienstrevolver nieder. Dasselbe Schicksal ereilte Muller, der nach dem Tod seines Genossen °.UJ ^sprang. Es entspann sich nun
ein Kampf zwischen dem Wilderer Wilhelm Fischer und dem Forster Saffrath, in dessen Verlauf letz- ^ durch -inen schweren Armschuß kampfunfähig wurde. Rur durch die Flucht konnte er sein Lebeck
26. Ziehungstag 8. (September 1931'
3n bet heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne M. gezogen
2 SeMnne ,» 10000 M. 230862
138341®“°™"'*“ 6000 aH- 18,27 51098 1 354781
106177 110397
149602 ------
„Hilde geht mich nichts an, Mutter."
grau Else ließ das Gespräch fallen. Sie wußte, es mar besser, nicht auf ihn einzureden.
, '~{ts "bsnds Hilde nach Hause kam, schwirrte sie mit beUem Gelachter zur Mutter, küßte sie und brachte ihr Blumen.
„Rosen? Kind, die sind doch sündhaft teuer!"
„Für dich ist nichts zu teuer, Tantchen!" lachte Hilde. „Kinder, ist das schön in eurer Stadt. So ein Leben — soviel hübsch angezogene Frauen und Mädchen — oviel vornehme Männer ... Ja, ja, Hanns Herbert, ich habe auch Augen im Kops, und ein gewisser Herr ]
Vetter, der bestangezogene Mann von der Welt, hat mir den Blick für die Vorzüge feines Geschlechts geschärft." Lachend über sein verlegenes Gesicht, kitzelte sie ihn mit ihren grauen Schweden an der Nase. „Ach, und die Lichtbilder an den Häusern... wie die kleinen Flämm- chen geheimnisvoll aufzucken und in wirbelndem Tanz hinauf- und hinunterklettern . . . man meint die Schrift 3u Babylon zu lesen: Mene, mene tekel . . . und nachher heißt es: Bade zu Hause — oder Amal tut wohl! — Haha
Sie nahm Hut und Mantel ab, um es hinauszu» tragen; aber Hanns Herbert kam ihr zuvor.
„Gib!"
Er ging mit den Sachen hinaus. Sofort huschte Hilde zu Frau Else.
„3<f) hab sie gesehn!"
„Wen, Kind?"
„Hanns Herberts Frau."
„Ach! Aber wie —"
. „Neugierig war ich. Schnüffelte ein bißchen die Kö- nigstraße hinunter und kroch das Haus bis zu der berühmten Witwe Speck hinauf. Gott behüte — ist das eine Bude. Keine Teppiche auf den Stufen, ein Geruch }um Ersticken! Und so gewöhnliche Leute wohnen dort!"
„Und du sahst sie?" «
„Ja, Ich hatte es nicht beabsichtigt — nur ansehen wallte ich mir die Gegend einmal. Gerade als ich auf ber Treppe umkehren will, kommt mir von unten eine Frau entgegen: sie. Ich erkannte sie sofort nach dem Bild tuf Hanns Herberts Schreibtisch. Sie sieht mager und häßlich aus — das Kind merkt man sofort. Ja, ja, ich hab Augen im Kopf, Tante! Sie schleppte sich nur so."
„Und? . . . Sagte sie etwas? Tat sie etwas?" „Nichts. Ging an mir vorüber und sah mich an. Sie kennt mich doch nicht. Ich stieg langsam die Treppe hin- unter, da zögerte sie einen Augenblick an ihrer Tür und sah mir nach, als wollte sie mich etwas fragen — strich sich über die Stirn, als fei ihr etwas eingefallen. Aber sie rührte sich nicht vom Fleck. Da ging ich."
Aufatmend lehnte sich Frau Else wieder in ihren Stuhl zurück; sie preßte die Hand aufs Herz.
(Fortsetzung folgt.)
Mit zitternden Händen öffnete Hanns Herbert den kleinen, unscheinbaren Brief. Er brachte Antwort auf fein Weihnachtsschreiben.
Ja, das war ihre feine und doch so feste, saubere «chnft, sauber wie Hedwig selber. . .
„Lieber Hanns Herbert!" las er. Ein (eifer Schauer durchrieselte ihn — er hörte seinen Namen von ihrer Stimme gesprochen, ihrer weichen, schwingenden Stimme . . . Noch tiefer beugte er sich über den Brief.
Dir Dank sagen für Deinen Weihnachtsgruß unb für bie Glückwünsche zum neuen Jahr. Ich gebe sie Dir von Herzen zurück.
Auf Deine anberen Wünsche und Hoffnungen kann ich Dir aber nur mtt einem unerbittlichen Nein antworten. Du hast recht; es sind jetzt Monate vergangen — hätte ich wirklich ein Unrecht getan, wäre es Zeit, es einzusehen. Immer war mir mein Gewissen für mein Leben die beste Richtschnur, und auch jetzt folge ich ihm, wenn mir auch mein Herz zerspringen will vor
, , 2e.ru.3“’elte Teil des Abends war fast ausschließlich närf ir u"t> 9^antenlefertf(f)en Demonstrationen An verblüffend sicher und rasche Lösung der
gestellten Aufgaben loste bei dem Publikum lauten Bei- fall aus. Den stärksten Eindruck machte das Buch- ex p e r i m e n t, bei dem Seni in feiner Abwesenheit von einigen auf dem Tische liegenden Büchern eines aus- ZAen, beliebige Seite aufschlagen, irgend einen W. °uf d-eser Sette lesen ließ und nachher mit dem Mittel der Telepathie und Gedankenübertragung nicht nur die versteckten Bücher sand, sondern auch die aufgeschlagene Seitenziffer und den Wortlaut des gelesenen Satzes erriet. '
ön ber heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
4 ©etoinne ,u 25000 M. 316632 374724
2 ®etoinne |u 10000 M. 264913
4 «etoinne ,u 5000 M. 190279 234995
’u 3000 M. 21590 65954 189582 222777 254313 299057 339826 358663 82
„30 Gewinn- ,u 2000 M. 2587 37322 53238 66804 219694 2325°7g 23986? 264N7 283257 28707V
370076 Ä 382068 322427 323883 337059
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253047 253725 272413 274683 282567 287188
2?§§77 300275 301893 302338 309025
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— (EHfabeHj-ßonjert der Chorvereinigung „DJinfribia“ im großen StabtfaaL Man schreibt uns: Wohl zu den bemerkenswertesten Clisabeth-Festfeiern anläßlich des TOOjafjrigen Todestages der hl. Elisabeth dürfte die Auf- des Oratoriums „D i e L e g e n d e d e r lk> e/ h" von Franz Liszt zählen, die am ssach'ten Sonntag, den 13. September 1931, im großen Stabtfaal ftattfinbet. In dieser Notzeit dürfte es als ein großes Wagnis angesehen werden, eine solche Ausführung, die neben großem Idealismus auch ganz bedeutende materielle Opfer fordert, zur Durchführung zu bringen. Man hofft auf das musikliebende Publikum, I oem man in dieser schweren Zeit einen erhebenden Abend zu bereiten gedenkt. Die Chorverinigung „Winfridia" hat alles daran gefetzt, um die Aufführung zu einer glanzvollen werden zu lassen. Die Solistenfrage glaubt man gut gelöst zu haben. Die Titelpartie (Elisabeth) wird Frau Suhl Rätter, Frankfurt a. M., singen. D-ese Sopransangerin ist, wie Frau Hedwig Rode- EngelHorn-Mannheim keine Fremde dem Ful- daer Konzertpublikum, sondern durch Mitwirkung bei verschiedenen Oratorien usw. bestens bekannt. Weniger bekannt dürste der Konzertsänger Herr Johannes W i l ly aus Frankfurt a. M. in Fulda fein. Aber es kann gefagt werden, daß diesem Künstler, der in dem Liszt- schen Oratorium die Baß-Bariton-Partien (Landgraf Ludwig usw.) singen wird, der beste Ruf vorausqeht. Herr Ioh. Willy sang im letzten Konzert-Winter (1930=31) m vielen Städten Deutschlands, u. a. in Düsseldorf, Duisburg, Frankfurt a. M., Köln, Koblenz, Nürnberg Regensburg, Wiesbaden, überall mit großem Erfolg. — Wie wir Horen, ist der Vorverkauf von Eintrittskarten in der Rheinhardtfchen Buchhandlung erfreulicherweise sehr rege. Für alle Konzertfreunde, die am Sonntag abend aus irgend einem Grunde verhindert find, bietet
Siebe und SehnsuchtUhUr,^ vUchmern urnDein^ Fernsein!
Ja, Hanns Herbert! Warum soll ich es leugnen? •j/ J*C,be 2id) nur um so inniger, um so heißer, seit ich Dich verloren habe. Ich hab' es von jeher gewußt, ich kann nur einmal lieben. Ich habe Dich mit meiner ganzen Kraft geliebt. Nun ist mir, als entfließe mir mein Leben mit Dir.
Aber über die große, heilige Siebe meines Lebens hinaus habe ich nun eine größere, heiligere Pflicht: Ich bin Mutter. Du hast mir die schönste Aufgabe des Weibes gegeben. Wehe mir, wenn ich nicht tue, was ich kann.
sich Gelegenheit, in der öffentlichen Hauptprobe am eamstag abend das herrliche Werk zu hören. Eintrittskarten zu dieser Hauptprobe werden zum Einheitspreise von 1 Mark und Schülerkarten zu 50 Pf. bereit gehalten. Textbücher sind in der Reinhardtschen Buchhandlung und an der Abendkasse erhältlich.
7 Die Theatergemeinde Fulda bittet uns darauf hin- zuweisen, daß die Einzeichnungsliste Freitag, den 11. September, nochmals im Stabtfaal aufliegt.
AebersinnNche Grenzgebiete.
Da» Gcdächlrpsphänomen Seni. — Telepathische und gedamenleserische Exprrirnenie im Bürgerofteituiaal. — (Ein tröstlicher Ausblick auf Deutschlands Zukunft. — 1933 und 1935 als bedeutsame Jahre?
§ür das zahlreiche Publikum, das gestern abend im gnifien »urgeroereiiK.fnal,ben durch hochinter-sfante Demonstrationen und Experimente unterstützten Vortrag
des belannten Exverimentalpsycholrgen E. Seni über s^uannten Grenzgebiete des Ueberstnnlichen lauschte, war der Abend em starkes Erlebnis. Im ersten Teil seines Vortrags nahm Seni zu den übersinnlichen Erschei- 2.u”?e" x'm °üffE'nen Stellung Er behandelte das Gebiet des Hellfehens, der Ahnungen, seelischen Fern- Ekungen usw., bekannte Phänomene, die nicht aus der -weit geschafft werden können und die ihre Erklärung in Eem sogenannten sechsten Sinn des Menschen finden. Besonders hoch entwickelt wurde diese Fähigkeit des Menschen von den indischen Yogis, deren Technik der Redner wahrend eines längeren Aufenthaltes in Indien studieren konnte. Im weiteren Verlauf feiner Ausführungen bekannte sich Seni als Anhänger der Astrologie, die aus der jeroetltgen Konstellation der Gestirne einen beftiminenöen Einfluß auf das Schicksal der Menschen und Staaten ableitet. Ferner behandelte er das Gebiet s*rM,rOmta/eLe (^ndlesekunst), die aus den Handlinien
Charakter und Lebensschicksal des Menschen zieht. Einen breiten Raum in dem Vortrag des Refe- renten nahmen feine Ausführungen über die Mög- lid)fett der Steigerung der geistigen Fä- i L?f e,l.Le susbefondere des Gedächtnisses, durch systematisches Training ein. Ein paar schwierige "-lah- lenefper,mente3eigten, daß er selbst die Leistungsfähig- kest seines Gehirns auf eine Hohe gebracht hat, die kaum noch zu steigern ist. In zwei bis drei Sekunden zog er Lm ^Itte ober siebte Wurzel aus einer beliebigen -oaf)l ober erhob in berfelben Zeit jede ihm zugerufene zweistellige Zahl in die dritte Potenz, sagte ganze Zah- ^schrieben waren und ein halbes Hundert Ziffern enthielten, auswendig her. Wahrend dieser Zahlenexperimente löste er gleichzeitig u°ch verschiedene Aufgaben anderer Art, z. B. das Festt stellen des Wochentags auf Grund eines beliebigen Da- MMS. °
390120 oööu^u ।
381f0®?^r2‘"45606073OT5j026252551822%6 Ä Ä! ^0999 71734 72395 73439 73683 75794 86149 30019 94842 99989 105511 114618 123892 -----*
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,. ®inc’? tröstlichen Abschluß des interessanten Abends bildete eine Andeutung über die Zukunft Deutsch- uds. Seni, der sich darauf berief, wiederholt kommende Ereignisse (z. B. das Schicksal des Zaren 9li= romus, das Ende der Regierung Kaiser Wilhelms, die Präsidentschaft Hindenburgs, die Reichstagswahlen im September usw.) bereits lange vor ihrem Eintreten vor- ausgefagt zu haben, war bezüglich der Zukunft Deutschlands durchaus zuversichtlich. Er verkündete, daß der -U5'nfer nicht so schwer würde, wie man vielfach an- nehme, daß im Oktober bereits eine Wendung zum Besten einsetze, daß dieser Weg nach oben auch in beif Monaten Dezember unb Januar weitergehe unb daß bas Frühjahr ben e n t f d> e i b e n b e n Umschwung zum Aufstieg bringe. Für das Jahr 1933 prophezeite Seni einen Krieg, an dem aber Deutschland unbeteiligt sei unb ber sich wahrscheinlich in Nordafrika abfpiele. Das Jahr 1 935 bringe bas Ende der Bolschow: stenherrschaft in Rußland. Bemerkt
noch, daß nach Sems Ueberzeugung ber gegenwärtige Kanzler bet ber Wendung des deutschen Schicksals zum Besseren eine entscheidende Rolle spielen wird.
Ob die tröstliche Prophezeiung Benis wirklich so rasch in Erfüllung gehen wird? Hoffen wollen wir es wenigstens! Ein gesunder Optimismus, der auf die Vorsehung des göttlichen Weltenlenkers nertraut und mäst überall nur bas Schwarze sieht, ist jebenfalls besser als ein lähmenber Pessimismus, ber sich heute breit Zu machen broht und bereits den Weltuntergang in nächster Nähe sieht. Was die Prophezeiung über den tommenben Krieg und über den Umsturz in Rußland anbetrifft, so wird man die Entwicklung der Dinge abwarten müssen. Qui vivra, verra. Das Publikum lauschte den Ausführungen des Vortragenden trotz ber mehr als breiftünbigen Dauer gefesselt bis zum Schlüsse unb war von betn Abend sehr befriedigt.
„136 Gewinn- ju 500 M. 2553 6267 6719 18061 A- 7M53 ®s° W? SS SS iS »‘ÄSM88- -6-^
Das kalte Nest.
Roman von Lisa Barthel-Winkler
32s _________
„Er hat nicht — er konnte wohl nicht —*
Lola stieß ihre zwei mächtigen Fäuste in bie Lust. „Schurke!"
„Richt doch, Fräulein Spillerich!" bat Hedwig, „ich bin selber schuld — Sie wissen, ich bin fortgegangen von daheim!"
«Elch, reden Sie keinen Mischmasch," knurrte Frau Speck. „Weswegen Sie weg sind, bet wissen wir janz fenau. Unb wenn ick ’ne Hanbgranate hätte — bie möcht ick schon mal 'nen bißken platzen lassen, wenn er und feine hochgeborene Mutter in de Nähe is."
2lber Hedwigs unglückliches Gesicht ließ die Freundinnen verstummen; und bald hob ein geheimnisvolles Geflüster an von merkwürdigen kleinen Dingen: Hemdchen und Jäckchen, Windelchen und Häubchen . . . und drei Köpfe beugten sich über ein neues Muster . . ,
Das kann heute nicht nur sozialpolitisch gefordert, Umbern auch sachlich begründet werden. Schon der ^chtige Jungarbeiter verfügt über nennenswerte Kenntnisse (von Arbeitsstoff, Arbeitsprozeß, Werkzeugen Maschinen usw.), sowie über bestimmte Fertigkeiten (z. B. der Hand und des Auges), die beide ein gewisses Maß pon geistiger Schulung bedeuten. Dazu erfordert sein Beruf bestimmte Eigenschaften menschlicher und ethischer Art (z B Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Arbeit, dau- ernde und genauest gerichtete Aufmerksamkeit). Diese dreifachen Qualitäten sind nun ausbaufähig. ®ie Kenntnisse z. B. nach der Seite der wissenschaftlichen Physik und Chemie, so daß um den Beruf herum ein wohlgeordneter Komplex von Kenntnissen naturwissenschaftlicher Art entsteht, der wieder nach der betriebe wie vollswirtschaft- Wn Seite oder zu rechtlichen und polittschen Einsichten entwickelt werden kann. Diese — allerdings i fremdsprachlose — Bildung kann sehr wohl univer- sitatsreif werden. So stellt heute schon der Gesetz- eu^uurf für die Ausbildung der Gewerbelehrer den Bolksschüler unter bestimmten Voraussetzungen dem Abiturienten gleich. Würde nun diefem Typ des beruflich gebildeten Menschen — wie totr ihn m Ebert oder Sst e g e r w a k d verkörpert sehen — allgemein dieselbe Berechtigung zugesprochen wie dem geistig gebildeten des höheren Schü- lers, so würde das Berechtigungswesen nicht nur ausgelockert, sondern auch bereichert und von dem größten Teil' unseres Volkes nicht mehr als „Unrechtswesen" empfunden werden.
Allerdings ein Stachel wird auch dann noch bleiben. Nicht alle Anwärter können zu den erstrebten Stellungen kommen. Das Ueberange- bot von Kräften wird so lange in solch beklagenswerter Höhe bleiben, als auf unserer zu engen Lebensbasis nicht alle hochgebildeten Kräfte unterzubringen sind. Daran ist dann aber nicht ein „Berechtigungsfimmel" schuld, sondern die Not unserer Wirtschaft.
Die kommunale Verschuldung in Hessen-Nassau.
Stn ersten Vierteljahr 1931 ist eine weitere Verlangsamung der kommunalen Verfchuldung in Hessen-Nassau eingetreten. Insgesamt beträgt die kommunale Verschuldung in Hessen-Nassau nach der letzten Statistik etrbag über 548 Millionen Mk.
Der tägliche Verkehrsunfall.
Gestern nachmittag gegen 12.30 Uhr ereignete |td) an der Straßenkreuzung Florengasse-Buseck- ftraße ein Zusammenstoß zwischen zwei auswärtigen Kraftfahrzeugen. Personen wurden dabei nicht verletzt. Es entstand einiger Materialschaden.
D'e Gesellenprüfung fiir bas Spengler- und 3n- slallationsgewerbe
findet Anfang Oktober statt. Meldungen mit den erforderlichen Unterlagen müssen bis spätestens 20. September an den Vorsitzenden des Gesellen- Prufungs-Ausschusses, Herrn Spenglermeister Io- leph Kalb, Petersbergerstraße 7, eingereicht [ein.
Wie Briefverluste entstehen.
Das Verschicken von Briefen und Postkarten in „-"/'achensendungen bildet fortgesetz die j Jr!0“* , ärgerlicher Vriefverschleppungen ' und Briefoerluste. Trotz ständiger unmittelbarer Einwirkungen der Postanstalten auf «die Absender werden viele Drucksachensendungen leider immer noch in mangelhafter Verpackung zur Post einge-
An unsere blonden Leserinnen! Wir weisen darauf hm, daß es jetzt ein neues Spezial-Shampoo für Blondinen kUbt: Schwarzkopf „Extra-Blond" mit Haarglanz und Schaumbrille. Es hellt nachgedunkeltes Blondhaar allmählich bis zu jeder gewünschtm Nuance auf und gtbt ihm so seinen ursprünglichen Blondton zurück Sie erhalten „Ertra-Blond" zu 30 Pfg. überall dort wo „Schwarzkopf-Extra" (hell und dunkey vorrätig ist. I Die richtige Packung erlernten Sie an dem roten Auf- druck „Extra-Blond". I
800 und 900 schulentlassene Knaben und Mädchen gegenüber.
So bleibt von den Vorwürfen gegen das Be- rechttgungswesen nur einer übrig: feine soziale
"9 e r.e ch i igkei t. Beruf ist an Besitz gefesselt.
durch die Einführung der Aufbauschulen, UbendchMnajten, Erwachsenenschulen allgemeiner und fachlicher Art sind heute auch dem Dolksschüler belfere Aufstiegsmöglichkeiten gegeben; mehr noch, jebermann kann ohne Besuch einer höheren Schule rsgrenje auf Grund eigener Vorbereitung
^itur machen. Doch das sind Ausnahmen. 1930 stammten erst 2 Prozent der Studenten aus Arbeiterfamilien. Hier stotzen wir auf die Wurzel des Uebels. Ministerialrat Prof. Dr. Ziertmann verlangte deshalb in einer höchst beachtlichen Rede vor der Hamburger Lehrerschaft, neben der geistigen Ausbildung auf höheren Schulen auch die b e - r u fkt'ch e Bildung des Arbeiters in das j Berechtigungswesen einzuordnen.
= Aamilien-Rachrichten. Zollassistent l. R. Robert Opperman, Blücherstraße 13, begeht am 11. Sep- tember in bemerkenswerter geistiger und körperlicher Frische fernen 7 5. Geburtstag. — Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern heute Lokomotivführer Alexander Hammer und Frau Therese, geb. Svieael. Zieherserweg 34. Herr Hammer ist durch seine Tätigkeit in der Segelflug-Abteilung des hiesigen Eisenbahn- -Lurn- und Sportvereins weiteren Kreisen bekannt ae< worden. ”
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