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Fuldaer Aettung (AmMches fitcisblaff.)

Mittwoch, den 9. September 1931

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Fulda, den 8 September 1931 Die Zukunft ber Sparkassen.

Wie wir hören, wird die P r eu ß i s ch t Staatsregierung auf Grund der Ermäch­tigung des Reichspräsidenten vom 24. August 1931 in den nächsten Tagen eine Notverordnung über die öffentlichen Sparkassen her­ausgeben. Der Sinn dieser Notverordnung ist der, die Lehren aus den Vorgängen im Monat Juli für die Praxis zu ziehen, und es ist daran gedacht, die Sparkassen, die bekanntlich heute keine selbständigen Rechtspersönlichkeiten sind, zu juri­stischen Personen zu machen und damit auch nach außen hin ihre Verselbständigung gegenüber den Garantieverbänden (Kreise und Gemeinden) zum Ausdruck zu bringen. Auch die Frage der Ge­währung von Krediten an die Kommunen wird einer Neuregelung unterzogen und zwar nach der Richtung hin, daß der Prozentsatz der Kredite, die an die Kommunen gegeben werden dürfen, wesentlich herabgesetzt wird. Auch ist damit zu rechnen, daß eine Einschränkung der bankmäßigen Sparkassengeschäfte erfolgen wiitz, mit dem Ziel, die Sparkassen ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich der Pflege des Kredites der klei­neren und mittelständlerischen Kreise, näher zu bringen. _______

Schulpersonen-Nachrichten.

Ernannt: zu Konrektoren: die Lehrer Heide in Kassel und Berndt in Harleshausen, Landkreis Kassel,- zu Hauptlehrern: die Lehrer Lüneburg in Eschenstruth, Landkr. Kassel, und Bangert in Rhoden, Kr. der Twiste; zur Kreisjugendpflegerin des Kreises Witzenhausen für die Zeit vom 1. Juli 1931 bis 31. März 1932; die Mädchenfortbildungs- schullehrerin Else May in Bad Sooden-Allendorf. Endgültig angestellt: der Lehrer Trost in Birken­bringhausen, Kr. Frankenberg; der Schulamts­bewerber Schoener in Niederelsungen, Kr. Wolf- hagen. Einstweilig angcftellt wurden: die Schul­amtsbewerber Eerlach in Weidenau und Wagner in Jossa, Landkr. Fulda. Versetzt: der Lehrer Schindler von Abtsroda-Sieblos, Kr. Gersfeld, nach Oberbimbach, Landkr. Fulda. In den Ruhe­stand versetzt: der Rektor Hoffmann in Kassel; der Konrektor Wambach in Niederzwehren, Land­kreis Kassel; die Lehrer Diestelmeier in Marburg a. d. Lahn, Storch in Herolz, Kr. Schlüchtern; die Lehrerin Kraus in Mittelkalbach, Landkr. Fulda. Gestorben: der Lehrer Knaufs in Kirchberg, Kreis Fritzlar.

Ein früher Herbst

folgt einem unfrohen, regnerischen Sommer. Viele Anzeichen sprechen dafür. Ein kleiner Windstoß ge­nügt, um die Straße mit welken Blättern zu be­decken, die resigniert an den Alleebäumen hingen. Die Luft geht regenfeucht und rauh. Schon hat sich die Kälte in den Häusern festgesetzt, und man be­kommt abends Sehnsucht nach einem behaglichen Wärme ausstrahlenden Kachelofen. Und wer mor­gens zur Arbeitsstätte eilt, darf Wollhandjchuhe nicht vergessen. Sonst friert er empfindlich an den Fingern, die einen Thermometer st a n d von + 2 @rab 6. wie heute morgen, noch nsiht ge­wöhnt sind. Die Lage wird besonders für diejeni­gen immer trostloser, die nicht mehr zu hoffen wa­gen, daß wir doch noch sonnige, farbenfrohe Herbst­tage bekommen und daß der Sommer wenigstens in Schönheit zu sterben versteht. Heute morgen 'chienen die Optimisten recht zu behalten. Heute mittag sieht der Himmel aber schon gar nicht mehr vertrauenerweckend aus. Wir müssen eben abwar­ten .. . .Die Welt wird auch dann noch nicht un­tergehen, wenn die Pessimisten recht behalten.

Reue Meister.

Vor der hiesigen Meisterprüfungskommission bestanden ihre Meisterprüfung die Schreiner: Richand Bott in Langenbieber und Adam Wen­zel in Rotterterode (Kr. Hersfeld).

Sf. Lkurmiusgemeinde.

Am vergangenen Sonntag feierte die Stur- miusgemeinde ihr diesjähriges Pfarreifest. Zuerst kam die Jugend zu ihrem Recht. Trotz der Ungunst der Witterung entfaltete sich am Sonntag nachmittag im kathol. Gesellenhaus ein munteres Treiben der Kinder. Die Räume hallten wieder oon dem frohen Lachen und Scherzen der Klei­nen. Bei Spiel und Musik vergingen rasch die Stunden und nur zu bald schlug die Stunde des Abschieds. Der Abend kam und rief vor allem di« Erwachsenen zur Feier. Zahlreich fanden sie sich ein, sodaß der große Saal des Gesellen­hauses bis auf den letzten Platz besetzt war. Ein reichhaltiges Programm sorgte hier für die not­wendige Unterhaltung. Im Mittelpunkte standen einige Theateraufführungen und Kouplets, die ge­eignet waren, die drückenden Alltagssorgen we­nigstens für einige Augenblicke zu vergessen. Um­rahmt waren diese Darbietungen von verschiede­nen Musikstücken und Gesangsoorträgen. Die Musik führte mit bekannter Meisterschaft die Stone ck'sche Kapelle aus, die sich auch diesmal in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. Die Lieder brachte mit besonderer Klangschönheit zum Vortrag jene Sängervereinigung, die bisher zu allen Festen der Gemeinde gesungen hat. Es ist di« Sängervereinigung 19 2 7. Zum Rahmen der Abendunterhaltun'g gehörte auch der Reigen, den die Jugendgruppe der Jungfrauen­kongregation in graziöser Weise tanzte. Reicher Beifall folgte allen Darbietungen. Er zeigte an, daß wohl alle Anwesende auf ihre Rechnung ka­

men. So war dieser Tag ein Tag der Freude. Möge er aber auch ein Tag des Segens gewesen sein, ein Tag, der die St. Sturmiusgemeinde noch mehr zu einer einigen Pfarrfamilie zusam­mengeschweißt hat!

Naturalleistungen in der öffentlichen Fürsorge.

Diese Frage steht augenblicklich im Mittelpunkt der Erwägungen der Reichsregierung. Angesichts der außerordentlichen Finanznot der Land- kreise und Gemeinden infolge der Er­werbslosigkeit müssen alle zur Sicherung des not­wendigen Lebensbedarfs der Hilfsbedürftigen ge­eigneten Wege beschritten werden. In diesem I Sinne hat der Landkreistag auch die Frage geprüft, I ob und in welchem Umfange G e l dl e i st u n g e n durch Naturalleistungen ersetzt werden kö n n e n. Einzelne Landkreise sind in dieser Richtung bereits mit Erfolg vorgegangen Erfolge konnten erzielt werden, weil diese Land­kreise ihre Maßnahmen völlig auf die vorhandenen

örtlichen Verhältnisse abgestellt haben. An dieser indvrduellen Behandlung des Problems muß an» g.Estthts des Fehlens eines für alle ländlichen Be- zirksfürsorgeverbände passenden Verfahrens unbe- dmgt festgehalten werden. Dazu nötigt auch die Verschiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Landesteilen und der Unterschied zwischen indu­striellen und ländlichen Gebieten. Vor einer zen­tralen Regelung oder der Ausübung eines Zwan­ges auf die Bezirksfürsorgeoerbände' muß dringend gewarnt werden. Die allgemein volkswirtschaft­lichen Bedenken können nur zurückgestellt und die aus der Kriegswirtschaft bekannten unerfreulichen Nebenerscheinungen nur vermieden werden, wenn es jedem einzelnen Bezirksfürsorgeverband ' über­lassen bleibt, ob, in welchem Umfange und au: welche Weise namentlich in ländlichen Gegenden Geldleistungen durch Naturalleistungen ersetzt wer­den. Für größere Gemeinden und in Jndustrie- gegenden empfiehlt sich die Einrichtung von Volks- speisungen in Anrechnung auf die Fiirsorgeunter-

Wirtschaftspolitische Sortierungen »et deutschen Beamtenschaft.

Der Deutsche Beamten bunb zur gegenwärtigen Wirtschaftslage.

Während sich bei den unvermeidlichen Ausein­andersetzungen über die Maßnahmen, die die heu­tige Wirtschaftslage fordert, hier und da Kleinlich­keit bemerkbar macht u. die Verteidigung vermeint­lich angegriffener Belange oft sehr ungeeignete Persönlichkeiten übernehmen, hat der Deutsche Beamtenbund positive Vorschläge zur gegen­wärtigen Lage gemacht, die sich wie folgt zufam- menfassen lassen:

Der Deutsche Beamtenbund hat zur gegenwärti- ?en Wirtschaftslage grundsätzliche Forderungen er» oben, deren Erfüllung er für notwendig erachtet, um die Gefahren zu bannen, die 'DoAksstaat und Wirtschaft in gleicher Weise be­drohen. Die der Oeffentlichkeit in diesen Tagen übergebenen programmatischen Gesichtspunkte gehen von der Tatsache aus,. daß die vordringlichste Aufgabe der deutschen Wirtschaftspolitik die L ö - sung der finanzpolitischen Probleme ist. Aus den von den Instanzen des Deutschen Beamtenbundes eingehend Beratenen Punkten seien folgende herausgehoben:

1. Kapitalmangel und unzureichende Kreditbasis zwingen zur Hereinnahme von langfristigen Auslandskrediten. Auf diesem Wege kann auch die notwendige Senkung des deutschen Zinsfußes erreicht werden. Di« Erkennung die­ser Notwendigkeit bedeutet Förderung des internationalen Vertrauens. Voraus­setzung hierfür wiederum ist eine positive Ein­st e klung z u einer internationalen P o - litik der Völkerverständigung.

2. Die Entwicklung der Zahlungsmittelkrisemit ihren Folgeerscheinungen verlangt Durchführung einer Bankenaufsicht und Aktienrechts­reform. Schädlicher Monopolherrschaft int Geld- uud Kreditwesen ist zu begegnen durch Förderung der öffentlichen Banken, Sparkassen und Kredit­genossenschaften.

3. Durchführung rücksichtsloser K o st e n h e r a b­setz u n g in der gesamten Privatwirtschaft ist auch Voraussetzung für eine Ausgabensenkung der öffentlichen Körperschaften. Die Preis st arre der gebundenen Wirtschaft (Monopol­preise) erschweren die Krisenüberwindung.

4. Subventionspolitik ist abzuleh­nen, da sie zu einer Erhöhung des Preis- und Kostenniveaus führt.

5. Eine Wirtschaftspolitik, die nur in Ein­kommenssenkungen Möglichkeiten einer Unkosten­herabsetzung sieht, führt zum Konsumrück­gang, zur Steigerung der Arbeitslosigkeit und verhindert so die notwendige Wiederbele­bung. Die Vernachlässigung des Zusammenhangs zwischen Einkommensgestaltung und Konsumfähig­keit zeigt sich auch in der Bau- (Wohnungs-) Wirt­schaft, bei der eine energische Kostenherabfetzung notwendig ist.

6. Die deutsche Beamtenschaft fordert eine ein­heitliche und finanzielle selbständige, d. h. von den öffentlichen Haushalten völlig losgelöste Arbeitslosenfürsorge, für die eigene Einnahmen, wie z. B. die Umsatzsteuer, vorzusehen sind.

7. Eine notwendige staatspolitische Ergänzung der Krisenmaßnahmen sieht die deutsche Beamten- chaft in der Durchführung einer Reichsreform inb der damit verbundenen Reorganisation ber Verwaltung in Reich, Ländern und Gemeinden.

8. Erneut betont der Deutsche Beamtenbund die Notwendigkeit einer Probuktionspoli- tik, die eine Schwächung der Kaufkraft des Binnenmarktes verhütet und demgemäß in erster Linie di« Preis- und Kostenfrage behandelt, ins­besondere das in der deurschen Wirtschaft zu beob­achtende gebundene Preissystem auf allen Gebieten endlich auflöft. Kosten, die durch Ueberkapazität, Kapitalfehlleitung und pro­tektionistische Wirtschaftsmaßnahmen entstanden ind, müssen im Interesse einer Preissenkung riick- ichtslos abgeschrieben werden.

9. Auch für die A g r a r p o l i t i k ist die Pro - duktionskostensenkung — nicht die Hoch- Haltung der Nominal-Preise — erstes Erfordernis einer Rentabilität, insbesondere der bäuerlichen Landwirtschaft, wie auch im Interesse einer Ver­meidung weiterer Verbrauchsbelastungen. —

Die Forderungen des Deutschen Beamtenbundes zur gegenwärtigen Wirtschaftslage betonen schließ­lich die Notwendigkeit einer aktiven Wirt- chaftspolitik, die alle Hemmnisse eines g e - unben Wettbewerbs zu beseitigen geeignet ist. Die derzeitige kapitalistische Wirtschaftsent­wicklung hat gezeigt, daß unmittelbare staatliche

Beeinflussungen des wirtschaftlichen Geschehens mehr denn je notwendig sind, um den gestörten Zusammenhang zwischen allen Produktionsfaktoren sowie die Funktion des wirtschaftlichen Austausch­prozesses wiederherzustellen. Die Voraussetzungen der Durchführbarkeit einer planmäßigen Wirt­schaftspolitik sind durchaus gegeben. Ohne Rück­sicht auf irgendein kapitalistisches Dogma muß die Reichsregierung den Mut aufbringen zu allen Maßnahmen, die geeignet sind, die gegenwärtige Krisis wirksam zu bekämpfen, indem Arbeitsmög- kichkeiten dadurch geschaffen werden, daß man wirtschaftliche Bedürfnisse befriedigt.

Die Besoldungs-Neuregelung der fiommunulbeumten.

Wie wir erfahren, ist die preußische Notver­ordnung über die Gehälter der Beamten in den nächsten Tagen zu erwarten. Sie wird sich ent­gegen früherer Meldungen darauf beschränken, Richtlinien für die Besoldung der lei­tenden Kommunalbeamten aufzustel­len; dagegen wird sie sich zunächst mit den Besol­dungen der mittleren und unteren Kom­munalbeamten nicht befassen. Es ist noch nicht geklärt, ob die preußische Regierung in einer spä­teren Notverordnung auch diese Frage in Angriff nehmen wird. Das wird davon abhängig sein, wie weit Erwägungen, die int Reichsfinanzministerium schweben, zum Abschluß kommen. Dort ist nämlich beabsichtigt, Hilfsaktionen für notleidende Gemein­den davon abhängig zu machen, daß sie die Besol­dung und die Zahl ihrer Beamten und Ange­stellten nach einem vom Reichsfinanzministerium aufzustellenden Normalplan einrichten. Nur die Gemeinden würden dann in die Sonderhilfs­aktion fallen, welche ihre Personalpolitik nach diesenVorschriften des Reichsfinanz- ministeriums einrichten.

Sluöienaffeffoten unö Aotmatznahmen.

Der Vorstand der preußischen Studienassessoren trat am Sonntag angesichts der drohenden Entlas- füngen zu einer Sitzung zusammen, um über Ab­hilfemaßnahmen zu beraten. Man einigte sich darauf, bei den Behörden dahin vorstellig zu wer­den, daß verheiratete Studienrätin­nen, deren Männer selbst im Verdienst stehen, beurlaubt werden und dafür Assessoren eintre­ten sollen. Ferner sollen die Studienräte, die an Polizei- und Heeresschulen unterrichten, diese Stunden auf ihre Pflicht stunden ange­rechnet und für die überschießenden Stunden Asses­soren eingestellt werden. Oberschullehrer sollen da, wo sie wissenschaftliche Stunden geben, ebenso wie Turn- und Zeichenlehrer durch Studienassessoren ersetzt werden.

Endlich ist der Gedanke eines Standesnot- opfers erwogen worden. Festangestellte Stu­dienräte sollen einen bestimmten Hundertsatz ihres Steiiersolls einem Fonds zuführen, der bei der Be­hörde gebildet wird, und aus dem die beschäfti­gungslosen Studienassessoren Unterstützungen emp­fangen sollen. Endlich soll mit den Behörden Füh­lung genommen werden, ob vielleicht eine g e r t nge Kopfsteuer der Schüler erhoben werden könnte.

Es ist durchaus zu begrüßen, daß die Assessoren sich gegen d i e verheirateten Studien­rätinnen erklären. Es ist wirklich unverständ­lich, daß es so etwas in dieser Zeit der Not noch gibt. Das ist eine Gefährdung des Familien- gedankens schlimmster Art. Keinerlei stichhal­tige Rechtfertigung gibt es für die verheiratete Studienrätin. Ebensowenig aber auch für verhei- ratete Beamtinne n anderer Art. Auch der Vorschlag über die Beseitigung der Beschäfti­gung von Studienräten an Heerasfachschulen usw. muß allgemeine Zustimmung finden. Hoffentlich werden diese Maßnahmen jetzt schleu­nigst durchgesührt, um den Studienassessoren zu Helsen, ohne daß auf die notwendigen Ersparnisse verzichtet zu werden braucht.

Preußen will 150 bis 200 Millionen einsparen

Das finanzielle Erträgnis der von der preußi- chen Staatsregierung für Preußen und seine Ge­meinden in Aussicht genommenen Sparmaßnah­men wird, dem „Vorwärts" zufolge, auf 150 bis 200 Millionen Mark beziffert. Davon entfällt auf die Volksschulen bezw. ihre Lehrer durch Kür­zung der Stellenzulagen ein Betrag von rund 40 Millionen Mark.

stützungen unter weitgehender Zusammenarbeit mit der freien Wohlfahrtspflege.

vekehrsunfälle.

Gestern mittag gegen 12 Uhr stießen an der Ecke Leipzigerstraße-Kurfürstenstraße ein auswär­tiger Personenkraftwagen mit einem Radfahrer zusammen. Der Unfall ist auf Unachtsamkeit des Radfahrers zurückzuführen der Quetschungen am rechten Oberarm erlitt. Das Rad wunde beschä­digt. — Nachmittags kurz vor 4 Uhr ereignete sich in der Marktstraße vor dem Kaufhaus Schmitt abermals ein Zusammenstoß zwischen einem aus­wärtigen Personenkraftwagen und einem Radfah­rer. Der Radfahrer wurde vom Rad geworfen und erlitt leichte Hautabschürfungen. Das Rad wurde zertrümmert.

Ansitten beim Obstessen.

Auf die gesundheitliche Bedeutung des V7M- genusses für jung und alt braucht wohl nicht mehr besonders hingewiesen zu werden. Es haben sich indessen vielfach beim Obstessen Unsitten einge­bürgert, die den gesundheitlichen Wert des Obst» genusses leicht in Frage stellen und statt Nutzen körperlichen Schaden stiften können. Viele Men­schen, besonders Kinder, beißen in jede Birne oder Pflaume, in jeden Apfel oder Pfirsich einfach hinein, unbekümmert um die Herkunft dieses Obstes. Lang ist oft der Weg vom Baum bis in ben Mund des Verzehrers. Durch unzählige Hände, nicht immer^saubere, geht solches Obst; Straften« staub und Schmutz, Fliegen und Bakterien aller Art haben sich auf ben Früchten niedergelassen. Arglos schluckt alles dies derjenige herunter, der eben einfach in das Obst hineinbeiftt. Wer darf sich bann wundern, wenn er von Leibschmerzen oder Durchfall, vielleicht sogar von einer ernsteren Krankheit, wie Typhus, Ruhr ober dergleichen heimgesucht wirb? Darum wasche oder schäle man Obst stets vor dem Genuß. Die Schal« darf man indessen nicht achtlos weg­werfen. Durch diese weitverbreitete Unsitte ist schon mancher zu Fall gekommen und hat sich dabei Arm

Silber vom Tage.

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Franz Honold,

der badische Gesandte bei der Reichsregierung in Berlin, wird am 1. Oktober dieses Jahres sein Amt niederlegen und in den Ruhestand treten.

Robert Andrews Millikan, der berühmte amerikanische Physiker, Nobelpreis­träger von 1923, hat von Amerika aus die ließet« fahrt nach Deutschland angetreten, wo er in Berlin Prof. Einstein besuchen will. Millikan ist Leitet des Pasadena-Jnstituts und beschäftigt sich vorwie­gend mit den Problemen der Elektronen und der kurzwelligen Strahlen.

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General Saquemat,

der bekannte französische Weltkriegs-Heerführer und Oberbefehlshaber der Rheinarmee in Mainz in der letzten Besatzungszeit, wurde bei den französischen Gebirgsmanövern vom Blitz getroffen und erlag kurze Zell darauf seinen schweren Verletzungen.

ZÄlIwo die ‘Zeit’ voILWutU/<1it ist^ bleibt unerschüttert das Gelöbnis:

Treue doch nur der Einen“ der Cigarette

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