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Meisterung der Maschinenwelk. | tetzle llachrichlen der Zuldaer Seitunq
Sinn Sckwanf-Tcleian. _ .
Don F. H. Schwank-Telefan.
polnisch-russischer Grenz,wischenfall.
Wie
Wes OriginoM von der llrleilsverlündlgung Im Haag
Zufammenarbeii zwischen Großhandel und Lanken
wtb. Berlin. 8. Sept. (Eig Melde,.). Aufgrund einer in diesen Tagen stattgehäbten Besprechung zwischen dem Reichsverband des deutschen Groß- und Ueberseehandelg und dem Zentralverband des deutschen Bank- und Bankierge- werbes, an der Vertreter von Großbanken und Privatfirmen lowie führende Persönlichkeiten des deutschen Großhandels, insbesondere auch aus Hamburg teilnehmen, ist eine kleine Kommission von Vertretern beider Verbände eingesetzt worden, deren Aufgabe es sein soll, sich in größeren Zeit- abstanden über grundsätzliche Fragen der Kreditbeziehungen zwischen Großhandel und Bankgewerbe auszusprechen, um die Zusammenarbeit beider Berufe in der gegenwärtigen Zeit möglichst eng und für die Gesamtwirtschaft fruchtbringend zu gestalten.
Die Verkündung des Spruchs durch den Präsidenten Adalschi (Japan).
Daneben rechts Kellog (Amerika).
8ö°n, 15 Stimmen hat das Haager Schiedsgericht den Zollunionsplan Deutschland-Oesterreich abgelehnt, nachdem schon wenige Tage zuvor die deutsche Delegation in Genf auf das Abkom- men Verzicht geleistet hatte.
* Kinderreiche Familien in Italien werden geadelt. Nach einer Meldung der „Tribuna" wurde der Bäckermeister Luiai Sverandini in Rom mit seiner Familie in den Adelstand erhoben, und zwar wegen seines Kinderreichtums. Sperandini ist Vater von 8 Kindern. Die Ehrung ist jedenfalls für M'fffolini sehr billig.
* Drei Tote bei Kommunisten-Demonstralionen in Bulgarien. In drei bulgarischen Dörfern kam es am Sonntag zu blutigen Zusammenstößen zwischen kommunistischen Manifestanten und Polizei, die von Truppenabteilungen unterstützt wurde. Dabei gab es in einem Dorfe zwei Tote und drei Verletzte, in einem anderen einen Toten. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Die bulgarischen Kommunisten haben — wie zu diesen Zwischenfällen noch berichtet wird —, ihre Agitation zur Durchführung von Demonstrationen nunmehr aus den Städten auf di« Dörfer verlegt.
Berliner Dienstags-Börse.
weitere kräftige Befestigung. — Bankaktien schwächer.
wtb. Berlin, 8. Sept. ((Eig. Meld.) Nachdem es an der gestrigen Frankfurter Abendbörse und auch noch im heutigen Vormittagsverkehr den Anschein hatte, als ob in Aktienwerten eher Angebot bestände, stellte sich schon vor Festsetzung der ersten Kurse eine kräftige Befestigung heraus. Die Anlage suchenden flüssigen Gelder scheinen auch weiterhin nicht unerheblich zu sein und besonders seitens der Depositenkassenkundschaft machte sich anhaltende Nachfrage nach hochverzinslichen Goldpfandbriefen und Jndustrieaktien, die man für gut und billig hält, bemerkbar. An Anregungen fehlte es für heute eigentlich so gut wie ganz und die Momente aus der Wirtschaft, die Vorlagen, waren sogar eher als ungünstig anzusprechen. Die bekannt werdende Zahlungseinstellung des Berliner Bankgeschäftes Burchardt, Hal- singer u. Co. blieb ohne Einfluß auf die Tendenz, dürfte auch für die Börse unbedeutend sein. Umlaufende Gerüchte wollten von einer dicht bevorstehenden Ermäßigung der Hauszinssteuer um 12% Proz. und einer Her- aufsetzung der Umsatzsteuer auf 1% Proz. wissen. Das
kleinen Zwerggsbieter denkt bei sich selbst: Die Stellung wird gehalten.
So etwas denken nun gewiß die Hunde nicht. Wer in ihren Handlungen neigen auch sie dazu, das beizubehalten, was einstmals sinnvoll war und jetzt töricht erscheint. Sie sind noch viel konservativer als die best- gestellten Menschen. Da sie in unserem Sinn nicht denken können, so kommen sie auch nicht auf den Gedanken, ihre Gewohnheiten den neuen Lebensbedingungen anzupassen, die ihnen Menschen aufzwingen. Was die Jahrtausende in die Tiere hineingearbeitet haben, kann auch nur durch Jahrtausende wieder aus ihnen heraus gebracht werden. Und wir Menschen sind stolz darauf, daß wir vielleicht nur Jahrhunderte zur Verwirklichung dessen «-nötigen, was der theortische Der- stand eines einzelnen im Augenblick erkennen kann Die Tiere sind eben Aeußerungen der Natur, die in unfaß- lichen Zeiten denkt. Somit werden die Hunde niemals eine Revolution machen, wenn sie sich auch noch so viel beißen.
Das Zusammenleben von Mensch und Hund wird besonders dadurch gekennzeichnet, daß der Mensch stärker als der Hund ist. Der Hund muh betteln, und der Bettler gibt sich mit Knochen zuftieden. Somit gewöhnt er sich daran, Knochen zu zerbeißen. Alles, was Gewöhn- heit ist, wird lieb und teuer. Jetzt macht es den Hunden geradezu ein Vergnügen, die Knochen zu bearbeiten. Selbst wenn sie besseres und schöner hergerichtetes Essen bekommen, bewahren sie dem Knochen die Treue. Die alte Lieb« rostet nicht, wenn sie auch sinnlos wird. Demütig umschnuppern sie ihren Herrn, wenn dieser seine Körpermaschine mit neuem Heizmaterial beschickt. Und die Hundedemut erweckt eine besondere Befriedigung in dem Herrn, der von Machtgier beseflen ist. „Du darfst nur auf mich hören. Ich bin dein Herr. Ich habe die Hundemarke bezahlt."
Der Hund, der sich selbst überlasten bleibt, schläft ü-l. Er kann nicht auf den Gedanken kommen, sich ortziwilben. Er ist nur ein Stück Natur und hn Unbewußten zufrieden. Ehe er sich aber niederlegt, dreht er sich verschiedene Male im Kreise herum. Er braucht kein steppengras mehr niederzutreten, um sich ein mol- Itges Lager herzurichten. Da aber die Altvordern dieses haben tun muffen, so tut er es immer noch. Und er
Beginn der Sonbetfagung des britischen Parlaments.
wtb. Conbon, 8. Sept. (Eig. Meldg.). Die Sondertagung des Parlaments, vielleicht bi# wichtigste feit dem Krieg«, beginnt heute. Das Unterhaus tritt um 2.45 Uhr, das Oberhaus um 4.15 Uhr nachmittags zusammen.
Schriftleiter: Dr. phil. Johannes Kram er.
Der Bürokratismus der Hunde.
Von Otto Seiberte« Braunschweig.
So etwas gibt es auch? Aber gewiß! Wir Menschen sollen nur nicht allzu stolz sein.
Wir verstehen unter Bürokratismus die Herrschaft von Formalitäten. Einrichtungen, die unter gewissen Be- bmgungen sinnvoll sind, werden selbstherrlich und ersticken das lebendige Leben. Einfache Dinge wachsen sich zu umständlichen Staatsaktionen aus. Der schreiende Widerspruch zwischen der Geringfügigkeit des Gegen- standes und der aufgewendeten Arbeitskraft wirkt lächer- sich ober empörend. Schließlich werden so viel Um- stände gemacht, daß das einfache Ziel überhaupt nicht mehr erreicht wird. Der Apparat arbeitet nur noch seiner selbst wegen. Jeder von denen, die in dem In- stanzenzuge stehen, wacht eifersüchtig über die Daseinsberechtigung. Der Trieb nach Geltungsbedürfnis steht als bedrohliche Macht hinter dem Bürokratismus. Somit fft seine Lebenskraft von langer Dauer« Jeder der
* Englisch« Arbeiterpartei sagt sich von Minister Thomas los. Aus London wird gemeldet: Nach dreistündiger privater Aussprache mit Minister Thomas hat der Generalrat der Arbeiter-Partei von Derby dem Minister die Billigung feiner Kandidatur entzogen. In der diesbezüglichen Entschließung heißt es: Die Mitgliedschaft an der National- regieruna fei, unvereinbar mit der Mitgliedschaft bei der Arbeiterpartei. In seiner Erwiderung be. merkte Thomas: Die Zeit wird zeigen, wer' von uns im Recht ist Ich bin der Ansicht, daß meine Aktion die Arbeiterschaft vor dem Ruin gerettet yat.
* Denn im Mrkshaus Politik getrieben wirb. Zn einer Essener Gastwirtschaft kam es zwischen Rechtsradikalen und politischen Gegnern zu einem Wortgefecht. Die Ausein- amderfetzung spitzte sich derart zu. daß der Wirt die Gäste aus dem Lokal weisen mußte. Vor der Tür der Gastwirtschaft kam es zu einer Schlägerei, bei der der 29 Jahre alte Schlosser Quandt so schwer verletzt wurde, daß er hn Krankenhaus starb. Zwei Personen wur- den s ch w e r verletzt. Bisher wurden drei Personen festgenommen.
_. = Französische Bergwerkserwerbungen in England französisches Syndikat, das über den Ankauf von fünf Kohlenbergwerken in Wales verhandelte, hat wie aus Swansea berichtet wird, drei Kohlenbera- r!J?’or?en. Die Verhandlungen über die beiden restlichen Kohlenbergwerke werden fortgesetzt.
wird es gewiß auch noch tun, wenn die englischen Richter keine Perücken mehr tragen.
Die Welt fft böse und voll von Feindschaft. Auch eine Hundeeinheit gibt es noch nicht. Hunger und Liebe bedingen ihre Kämpfe, und es ist geradezu beängstigend, wie ähnlich wir stolze Menschen den übrigen Geschöpfen finb. Die Menschen vernebeln chre Kriegsschiffe unb Schlachtreihen, um sich dem Anblick der Feinde zu entziehen. Soweit haben es die Hunde nicht gebracht: aber fte verscharren ihren Kot, um ihre Spuren zu verwischen. Dieses hat sich scheinbar so gut bewährt, daß sie es auch noch auf dem harten Straßenpflaster versuchen. Wenn chnen ihre Absicht auch nicht mehr gelingt, so kürzen sie sich wenigstens ihre Nägel dabei.
Der Hund ist schnellfüßig und sagt die Beute Daher laufen sie hinter allem her, was sich schnell bewegt. Da- vi geraten sie in Lebensgefahr, und von den Radfahrern erhalten sie statt eines Leckerbissens einen Tritt in die Schnauze. Aber sie lassen sich nicht irre machen. Die Tradition ist ihnen heilig.
Wie der Mensch ist der Hund ein geselliges "Wesen. Wenn die Tier; sich auf den ausgedehnten weiten Steppen zu weit voneinander entfernt hatten, so riefen sie sich durch lautes Gebell wieder zusammen. Einer antwortete dem anderen. Auch diese Sitten behalten sie immer noch bei. Wenn einer sich im Zimmer befindet und hört, daß aitf der Straße eine Hundeschlacht im ®“nge fft, so läßt er kräftig seine Stimme erschallen. Er kann auf keinen Fall sich an der Regelung der Hunbebelange beteiligen. Auch können die Kämpfenden mcht zu ihm hinkommen. Sie hören ihn wohl gar nicht. ™ Kleinliche Nützlichkeitserwägungen stellt
*5 ",d,Lan; Der heroische Feldherr fragt auch nicht, ob es überhaupt noch Zweck hat, eine unhaltbar gewordene Stellung zu halten. 8
D°v $cus und Hof weiß der Hund, 5 ? bXr Umzäunung ist, von ihm vertei- b^t »erben mufc. So erregt denn auch der Hund, der sich dem Gitter nähert, feine Kampfeslust. Schließlich rafen be.be mit wütendem Gekläff an dem Gitter hin und ^.Treffen sie sich dann auf der Straße in offener Feldschlacht, so denkt man voller Schrecken: „Jetzt werden ;e sich auffressen!" Aber weit gefehlt! Sie beschnüffeln sich freundschaftlich, mie es die Hundeumgangsformen
verlangen. — Fällt die Grenze, io fehlt die Wut So unvernünftig benehmen sich die Hunde. Es ist nur gut, daß wir Menschen mit unserem wunberbaren Der- stanbe ausgerüstet sind. Da kann so etwas nicht vorkommen. Oder doch?
wtb. Warschau, 8. Sept. (Eig. Meldg.) "Kurier Poranny" aus Wilna meldet, soll in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag an der pol- nifch-sowjetrussischen Grenze im Bezirk Dolhynow eine polnische Grenzwache von etwa einem D u tz e n d s o w j e t r us s s i s ch e n G r e n,- Wächtern überfall en worden fein. Zwei polnische Grenzsoldaten seien gefangen und au russisches Gebiet verschleppt worden. Als polnische Soldaten herbeieilten, seien sie von den Russen mit Revolverschüssen empfangen worden, sodaß die Befreiung der beiden Polen nicht habe gelingen können. Eine Zusammenkunft zwischen Vertretern der polnischen und sowjetrussischen Behörden sei festgesetzt worden, um diesen Zwischenfall zu klären.
Eine Lederschau in Offenbach.
Sas Deutsche Lebermuseum Offenbach a. M. eröffnete anläßlich feiner diesjährigen Senatssitzung eine „»Künstlerisch gestaltetes Leber aller ^Er unb Zeiten, m welcher er seine erstaunlich umfangreichen Erwerbungen seit der Sommer 1928 geschlossen Jubiläumsausstellung zeigt. Die Schau füllt die , , lIJJ,rrle. ®es E/l>8eschoffes bes Museumsgebäubes unb umfaßt eine große Fülle schöner, bekorativer Arbeiten in Seber ber mannigfachsten Art. Ein großer, festlicher Raum ist den Leberarbeiten Ostasiens gemibmet. Die ^"«5 -Unb &le Decke werben von beleuchteten, riesigen, ÖUrt?u^e!5au* * gefertigten Schattenbilbern aus dem sia- mefif$en Sagenkreis unb von reich bemalten Schatten- spielfiguren aus Java, Bali, Aegypten unb China ge- bubet. Unter ben afrikanischen Leberarbeiten verraten vor allem die Werke ber Manbingo- unb Haussastämme em bobes kunstgewerbliches Können. Außerorbentlich reich smb die neuen Erwerbungen bes Museums an Schuhwerk aller Lanbstriche unb ber verschiebensten Jahr- hunderte wohlgeeignet, ber deutschen Schuhindustrie die mannigfaltigsten Anregungen zu geben. Vor allem er-
S’™ Uber ben großen Besitz bes Museums an alt- agyptischen unb koptischen Schuhen unb Sanbalen unb an sonstigen Leberarbeiten gleicher Herkunft. Wir sehen zarte feinfarbige mit figuralen Reliefs, Sanbalen aus
Dynastie (1555-1335), ber Zeit bes Königs Arne- nopfits, Thutmosis unb Tutenchamon, Schuhe unb Gürtel ber 17 Dynastie um 1500 v. Chr.. Ihr zartes Rosaleber ™ Selben unb grünen pfaufeberartigen Leberauflagen bat firf) 3% Taufenb Jahre hinburch erhalten. Ein be- fonbers farbenprächtiges Bilb bietet ein Saal mit einer umfangreichen Sammlung reich verzierter ungarischer Sebergemanber. Enblich finb neben ben vielen sonstigen o 3,u erwähnen eine große Folge mittelalterlicher Leberschnittarbeiten von großer Schönheit: Futterale, Ur- kunbenrollen, Schachteln, Religuienkasten, Minnekästchen «hÄm? bekannte wertvolle Kästchen ber schlafenden Jtttteriiajtett aus ber Sigmaringer Sammlung.
Bunte Zeitung.
. =n Di.e Batterie bei den Chinesen ist wie alles in bi-= fem ^°nde dem bei uns üblichen Verfahren gerabe ent- gegengefeöt. , Zunächst ist SBebingung, daß jeber Spieler persönlich bei der Ziehung anwesend ist, denn die Lose werden nicht von Waisenknaben ober wie jetzt bei uns von Notaren gezogen, sondern jeder muß sie selbst ziehen. £>ie „Lose bestehen ferner nicht aus fortlaufenden Num- m«n, fonbern aus zehn auf einmal ober auch bas Viel- fadje baDon, unb endlich muß man, das ist eigentlich das wichtigste, ferne Lose selbst Herstellen! An ben Spieltagen gebt man tn bas Ziehungslokal: hier erhält man sogleich bXhinmei6®n 3uettetZ- auf ben man die zehn Zeichen in
.Kombination mit schwarzer Tusche aufmalt. Der „Präsident- sitzt mit vier Gehilfen an einem Tisch ra ™ltm bes 9taumes' i" einer Ecke sitzt ein weiterer D°r dem Präsidenten steht ein rundes Gefäß, aus btefem zieht ber Spieler zehn Papierstücke unb gibt fte bem Gehilfen in der Ecke, der die einzelnen Zeichen laut Dorheft. Die übrigen Gehilfen vergleichen die Korn- bmationen mit jenen auf dem vom Spieler selbst herge- stellten Lose unb markieren die übereinftimmenben mit roter Tusche. Die Gewinne, die sofort in bar ausgezahlt roerben, richten sich nach der Zahl ber übereinftimmenben Kombinationen. Stimmen weniger als fünf Überein, so bat man den Einsatz — für ein Los nur etwa 50 Pfg — Floren, stimmen fünf überein, so erhält man eine Mark: « Ä übereinftimmenben Zeichen 9 Mark, bei sieben
i f°9°r 460 Mark. Die Chancen finb also nubt groß, aber eben auch bie Einlagen nicht, und so kommt es daß d,e Sohne des Himmels mit Leidenschaft bem Glücksspiel zugetan finb. Reiche Leute setzen ost Hun- berte von Mark ein, aber auch in China läßt sich bas Gluck nicht erzwingen.
Geschäft bewegte sich im allgemeinen in ruhigen Bahnen, war auch am Psanbbriefmarkt nicht so groß wie gestern' zumal bas Auslanb verhältnismäßig wenig beteiligt zu fein schien. Die vorwiegenden Auslandsmeldungen lauteten weiter schwächer, nur in Zürich setzte sich, wie hier bekannt wird, auf-Intervention eine Erholung durch.
Die Festigkeit der Mehrzahl der Jndustrieaktien. von denen Papiere wie AEG.. Farben, Chode. Westeregeln Waldhos, Rheinbraun, RWE Ilse und Siemens 4—7 Prozent gewinnen konnten, drückte zwar der heutigen Börse ihren Stempel auf, konnte aber nicht darüber hin- 3 wegtauschen, daß Bankaktien mit Ausnahme der Reichsbankanteile wieder 2—3 Prozent schwächer lagen. Sei® ber Berliner Handelsgesellschaft unb ber Abca mußte fo-- gar wieder eine öOprozentige Repartierung der Abnahme • vorgenommen werden. Sonst sind noch Mansfelder, ' atu, Allgemeine Lokal- unb Kraft, Berger, Deutsche Nordsee-Hochseefischerei, Sübb. Zucker Schubert und
Salzer Brown Booeri als schwächer zu nennen. Von ausländem erschienen Mexikaner mit--Zeichen,
morgen sollen sie zur Notiz kommen. Am Pfanbbrief- markt werden im allgemeinen nicht so große Kurssteigerungen wie gestern rrroartet. Die Anlage setzte sich :r l,. Auch Industneobligationen waren heute eher gefragt, Stadteanleihen jedoch ziemlich gedrückt. Außer- dem bestanl) heute erstmalig Interesse für Reichs'chuld- buchforderungen in spaten Fälligkeiten. Der Deoisen- ^rktlag sehr ruhig. Spanien leicht befestigt. Die Gelbsatze erfuhren ferne Veränderungen.
Maschinenwelt und Menschentum, diese Problemstellung umreißt eine der wichtigsten und schwersten Fragen. der Gegenwart. Um ihre Lösung mühen sich seit Jahren die besten Köpfe, ohne ein bisher brauchbares Resultat erzielt zu haben. Dennoch heischt die Frage von Tag zu Tag dringender ihre Lösung, da die Maschine von Woche S Woche an Bedeutung zunimmt, stets den Menen, der sie schuf, weiter in den Hintergrund drängt, bis die Maschine Allherrscherin werden wird, damit das Ende unserer. Gegenwartskultur kennzeichnend.
Ich schrieb einmal an dieser Stelle: „Gottesferne entstand, da man das Kreuz durch die Maschine ersetzte". Das Problem der Meisterung der Maschinenwelt muß zugleich ein Problem der Verchristlichung der Gegenwart sein, wenn man der Lösung des Fragenkomplexes wirklich näher kommen will.
So mag dieser Artikel sich mit einem Buche auseinander setzen, das vor kurzem im Verlag Paul List, Leipzig, erschien: Theodor Lüddecke, Meisterung der Maschinenwelt, 1. Band Menschentum und Möglichkeit. (Preis Ln. Rm. 10.-).
Das auf drei Bände berechnete Werk bringt eine tiefgehende Kritik der heutigen Wirtschaftslage, vor allem eine Kritik der bestehenden natio- nalökonomifchen Systeme. Das Wesen einer modernen. zeitnahen Volkswirtschaftslehre wird klargelegt und bewiesen, daß aus den alten Lehren der alten Nationalökonomen für die Gegenwart nicht viel Verwendbarens zu holen ist, daß also eine neue Wirtschaftslehre begründet werden muß, soll sie den Anforderungen der Gegenwart gerecht werden. Eine Dreiteilung legt Lüddecke feinem Werk zugrunde: Kennzeichnung der allgemeinen Lage (historische Situation), Situa- tionserfassung und endlich Situationsmeisterung. Der erste Band klärt die gegenwärtige Lage und sagt bereits einiges über die Situationserfassung. Man folgt zustimmend den grundlegenden Ausführungen des Verfassers über Sozialismus und Bolschewismus. Lüddecke beweist klar und eindeutig die Snnlosigkeit des marxistischen Systems für die Gegenwart, da sich heute alle Grundbedingungen für die marxistischen Lehren geändert haben. Auch von dem im Marxismus wurzelnden Bolschewismus wird demnach wirtschaftlich nichts I Besseres, geschweige Endgültiges zu erwarten I sein. Man vermißt ober schon hier tiefere Beweg- I gründe und Argumente, als die rein wirtschaft!?- I chen, die Lüddecke in Treffen führt. Man denkt bei dem zur Debatte stehenden Problem doch zwangs- I läufig an das Menschentum, an die Menschen, die erst die Wirtschaft schaffen und ausmachen, die den Produktionsprozeß ausführen, das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot regeln, die Weltwirtschaft als solche lebendig machen und erhalten. Diese Menschen müssen in ihrer „historischen Situation" erfaßt und verändert werden, will man eine Aenderung des ganzen Systems anstreben. Mit rein äußerlichen, theoretischen Mitteln ist höchstens halbe Arbeit getan. Auf diese Seite der Fragestellung geht der Verfasser aber nur wenig ein, I
i und wo er tiefer schürfen will, da erregt er sofort Öen Widersprich des positiven Christen. So sind beispielsweise die Meinungen über die Ausgaben der Religionen vollkommen abwegig, seine Stellung $ur katholischen Kirche höchst eigenartig, ferne Vorwürfe dem Zentrum gegenüber unklar und ungerecht. Die Kirche könne heute ihre Aufgabe nur lösen, wenn sie mit dem Staat ginge so lautet eine der irrigen Ansichten Lüddeckes. Man steht aus diesen Deutungen, wie auch aus feinen Einstellungen literarischen und allgemein kulturel- len Dingen gegenüber zu klar die Vormachtstellung Oswald Spenglers auf das Lüddeckesche Denken. Unter Spenglers Einfluß steht das ganze Buch, Spenglers Hauptwerk, „Der Untergang des Abendlandes", ist au«aede»tet, nickt aber immer im positiven, allgemein kulturellen Sinne Wesentlich irrig ist auch die Ansicht des Verfassers über die Literatur und ihre Aufgabe in der Zeit. .Literatur muß Nebenzweck, die praktische Zielidee Hauptzweck sein". Dies bedeutet, in die Praris übertragen, schließlich nichts mehr und nichts weniger als das Ende der Dichtung. Dieser Standpunkt ist zu sehr den Zwecken eines Wirtschaftssystems untergeordnet, daß er als kulturelle Lö- funa irgend welches Interesse, noch weniger irgend welche Bedeutung in geistiger Beziehung beanspruchen könnte. Es bleibt a^umarten," wie die beiden folgenden Bände die Meisterung der Ma- lchinenwelt zu klären versuchen. Es kommt unglaublich viel Anregung von Lüddeckes Werk, das steht ohne Fraas fest. Mag es auch Widerspruch erregen. Hauptsache, w-nn es ihm gelingt den Fragenkomplex, der im Mittelpunkt der Beachtung beute stehen muß, zur weiteren Lösung anzuregen Dann bat das Buch seine Aufgabe, wenn auch in- I direkt, erfüllt.
Ich will in diesem Zusammenhänge kurz auf ein anderes Werk Hinweisen, daß all diese Fragen, wenn auch in engerer, speziellerer Umgrenzung I behandelt: Anton Morlitscheck. Soziale's Christen tu m (1931). Verlag Kösel u. Pustet. Preis Ln. Rm. 6.—). Hier wird die positive Lösung aus I allen sozialen Wirren klaraelegt, indem das wahr-
Aleine Seele.
Von Stefan M u s i u s.
Herr, wie ein Blätterwald ist meine Seele — Du bist ber Sturm unb lehrst sie rauschen.
Wie eine Walke
will sie sich ins Ungemess'ne brauschen — boch bu bist Form unb gibst ihr bie Gestalt.
Gleich einem Tropfen Wasser blinkt sie leer unb kalt, — ben Du m„ , . ..„.oben Silbern füllst. Wie eine Flocke Schnee hat meine Seele, Herr, aus bem Himmel sich verirrt.
Wenn Du einmal, Herr, meiner mübe bist, so weiß ich nicht, was bann aus meiner Seele wirb---
Neues in kürze.
Die Schnecf o ppe (höchste Erhebung bes Riesen- Ffflrnh5')! 1600 riTOete^ batte Montag früh bei minus 1 Grab den ersten Schneefa11 in diesem Herbst.
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3n einer Solfsfrfnife in Lübeck, in ber Berenb- Schroeder-Schule, ist ein T e i l s ch u l st r e i f ausgebro-
Der Schulstreif ist auf fommunistische Propaganda gurucrzusuyren.
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Der deutsche Schwimmer Fischer, ber am Montag von ber französischen Küste zur Durchquerung des Kanals abgeschwommen war, hat seinen Versuch am Montag abenb wegen ber Kälte bes Wassers aufqeqeben zurückgefeh^°rd bes begleitenden Bootes nach Calais
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,. ®onnta9 jst -n der Nähe ber südfranzösischen Ort- fdjaft !Kar3oIIe-!Bepre ein Waldbrand aus-
Das Feuer tonnte bis zum Einbruch ber Jlacbt trotz ber Bemühungen ber von Marseille herbei- geeilten Feuerwehr noch nicht gelöscht werden.
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Beim Autorennen um ben Großen Preis von Argentinien würben in Buenos Aires zwei Zuletzt" Uer getötet unb ein Rennfahrer schwer ver-