Einzelbild herunterladen
 

Der Itarr im Osten

an Schlaflosigkeit leide.

.Heute

Panty und Perlen

Fünf Minuten Denksport

Kreuzworl-Räksel

Lorbeer, 21 Korken.

(Fortsetzung folgt.)

J

der moderne Weise ist ein auch Hersch Ostropoler, der ein Urenkel des berühmten Astropole, dessen herzersri-

ihn Be- mir ein«

75.

„Ach", jammerte Hersch, „ich nen Geschäft schon so viel Sorge, erst mit dem großen für Sorgen

Beim Rabbi beklagte er sich

lächelte sie so weltfern, daßMaria es verstand, wie die Mutter ihren Eintritt überhört hatte.

Ein wehes Erkennen zerrte an Marias Selbstbeherr« schung — mit einem dumpfen Stöhnen stürzte Mariq vor und umfing die Schultern der Mutter.

Langsam hob sich der alte Kopf. Die Oberstin schien nicht erstaunt, die Tochter zu sehen. Sie lächelte noch immer in derselben, weltentrückten Art; blickte zu Maria auf, strich nochmals über die leise erklingenden Glocken und sagte mit bedächtigem Nicken: „Siehst du, ich habe es ja gewußt — man muß nur immer rufen .. rufen. .* Ein wenig verlegen fügte sie hinzu: „Und da sie es ver­boten haben, die Kirchenglocken zu läuten, die doch sonst heute nacht die Menschen zueinander rufen —", die zit­terige Hand machte eine Bewegung, als wolle sie die klei­nen Glocken streicheln, „so habe ich eben deine Kinder­glocken geläutet. Und du siehst, sie haben doch gerufen —**

Nun stand sie auf, umfing die Tochter und führte sie seltsam feierlich zum gedeckten Tisch.

Maria war unfähig zu sprechen. Ein heißes Weh lag in ihrer Kehle und benahm ihr die Sprache. Pup­penhaft gehorsam setzte sie sich. Maschinenhaft be­wußtlos nahm ihr Blick alle die vielen kleinen Ver­änderungen des altbekannten Raumes in sich auf. Der weiche Teppich fehlte, die Bilder an der Wand waren durchlöchert und die Sessel mit einfachsten Mitteln von zertrümmernden Schlägen geheilt. — Die „Haussuchun- gen" der Bolschewiken hatten tiefe Spuren hinterlassenl — Jeder Teller des einfachen Services zeigte eine andere Zeichnung und statt der früheren, silbernen Bestecke lagen eiserne, mit grobgeschnitzten Holzstielen, auf dem alten Tischtuch.

Unterdessen war die Mutter mit kleinen Schritten um den Tisch herumgegangen und hatet sich Maria gegen­über niedergelassen. Zwischen ihnen stand der leere Stuhl des Vaters. Eisiges Grauen packte Maria, wenn sie die­sen Platz betrachtete, der für einen Toten bereitet war. Sie hatte die Leiche des Vaters nicht gesehen, doch schien es ihr plötzlich, als wenn er jeden Augenblick — durch dieselben Kinderglocken gerufen — in dies Zimmer treten könnte. Maria fühlte, daß sie sich vor dem toten Vater fürchtete, wie sie es nie, sogar als Kind nicht, vor dem Lebenden getan. Sie hätte aufspringen und fortlaufen mögen I

dem klang es zu fein für Kirchenglocken. Langsam schritt sie weiter. Immer deutlicher hing das feine Geläute in der frostig weittragenden Luft.

Nun sah Maria nicht mehr um sich — eine unbe­stimmte Erinnerung stieg in ihr auf und klang wieder in dem leisen Tönen. Vor ihr lag das Vaterhaus. Der Schnee bedeckte mitleidig die zermorschten und zerbroche­nen Staketen des Gartenzaunes und den abgebröckelten Bewurf des Häuschens. Schief hing das kleine Garten­tor in den Angeln. Maria mußte ziemlich tief in den lockeren Schnee treten, um zur Haustüre zu gelangen. Dort stutzte sie. Sorgsam waren die Stufen gekehrt, — die Türe wich ihrem Drucke; in dieser gesährlichen Zeit war sie unverschlossen!

Nochmals kehrte Maria einige Schritte zurück. Ganz nahe klang das Läuten. Ihr Blick suchte die niedere Front des Häuschens entlang. Nur hinter einem der Fenster schimmerte Licht. Es war das kleine Speise­zimmer, wie Maria wußte. Jetzt erst bemerkte sie, daß fast alle Scheiben zerbrochen und diese notdürftig mit Brettern und Pappendeckel verschlagen waren. So drang durch das zerbrochene Fenster des Speisezimmers, das innen nur eine schadhafte Gardine verdeckte, das seltsam kindliche, feine Klingen in den Frost der Christnachi hinaus.

Maria raffte sich auf und trat in das Haus. Der alt­bekannte Geruch schlug ihr entgegen, nur mischte sich darein ein feuchter Moderduft, wie er faulendem Holze eigen. Sie schritt sicher den kurzen Gang entlang und blieb vor der Türe zum Eßzimmer stehen, vor welcher ein schmaler, bleicher Lichtstreifen auf dem Boden des Gan­ges lag. Ganz deutlich hörte nun Maria das Läuten. Sachte drückte sie die Klinke nieder und trat behutsam ein.

Der Tisch war für drei Personen gedeckt. Vor dem großen Sessel des Vaters stand eine Schüssel mit Ku­chen. Mit dem Rücken zum Fenster, auf Marias klei­nem Kindersessel hockte die zusammengeschrumpfte Gestalt der Mutter. Vor ihr, auf dem kleinen Tische, an dem Maria als Kind an festlichen Tagen mitzuspeisen pflegte, stand das kleine Glockenspiel, das sie einmal — nun er­innerte sie sich — vom Vater zu Weihnachten bekom­men hatte. Mit ein wenig gekrümmten, zitternden Fin­gern hob die alte Frau den kleinen Klopfer und schlug immer wieder an die leise singenden Glocken, Dazu

einen schönen Kernspruch schreiben. Ms Fräulein Raabe den Brief vorgelesen, stimmte der greife Dichter nicht etwa in die Entrüstung der Umstehenden ein son­dern wehklagte nur: „Das kann ich ja nicht! Grete, Du mußt ihm schreiben, daß ich seinen Wunsch nicht erfül­len kann." Tatsächlich ober hat Raabe in den nächsten Tagen nicht eher Ruhe gelassen, als bis er eines der Blätter mit zitternder Hand beschrieben hatte — es war das Letzte, was er überhaupt zu Papier brachte.

Aus des Meisters Heimwelt pilgern wir mit ihm in fein geliebtes Stammlokal, der Herbftschen Wein­stube, wo er im Kreise der „Kleiderseller" manch iröh- liche und anregende Plauderweile zu verbringen pflegte. Als man hier eines Abends bei heulendem Unwetter in der warmen Ecke dem behaglichen Reiz von Gespenster­geschichten nachgab, stiftete auch Raabe zu allgemei­ner Gänsehaut ein gruseliges Selbsterlebnis aus seiner Magdeburger Buchhändlerzeit. Der Sohn feines Prin­zipals erschoß sich in stürmischer Nacht, und der Lehr­ling, der nach Altvorderenbrauch Tisch und Bett beim Lehrherrn genoß, wurde geweckt, den Toten aufs La­ger bringen zu helfen. Er wurde so erregt von dem schauerlichen Tun, daß er nicht im Haufe blieb, sondern den Rest der Nacht auf dem Sofa eines nachbarlichen Freundes durchschauderte. Am anderen Abend suchte er sich wenigstens durch einen tiefen Trunk gegen äng- stelnde Schlaflosigkeit zu wappnen. Als er darauf heimkehrend über den finsteren Flur tappte, fühlte er sich plötzlich gerade am Totenzimmer mit wilder Wucht vor die Brust gestoßen. Wie gelähmt stand er, nur ein Angstschrei gellte durchs Haus. Als man mit Licht her­zueilte, erwies sichs, daß eine Ratte, die sich auf einem Tische an den Resten des beiseitegeftellten Abendbrotes gütlich getan, den Aufscheuch er angesprungen hatte. Vier Wochen lang aber lag der Schreck dem Achtzehn­jährigen in den Gliedern.

Merkuri klammerte sich in tiefer Zerknirschung in Ge­danken an die Beteuerung des bärtigen Dorfpopen, den man im allgemeinen nur das „Fäßchen nannte, dieses feines Leibesumfanges wegen und weil er fo viel haus- gebrannten Schnaps vertrug. Dieser im allgemeinen nicht sehr heilige Mann hatte nun immer wieder be­teuert, daß man durch ein gutes Werk manche schlechte Taten auslöschen könne.

Maria wartete geduldig.

Merkuri warf ihr noch einen zweifelnden Blick zu, stieß die Luft heftig durch die bläuliche Nase,'verschloß sich mannhaft der Lockung von feinem Tabak und anderen guten Dingen und bat mit etwas zitternder Stimme: Wenn du mir Gutes tun willst — so besuch heute noch deine Mutter." Gleichsam erklärend fügte er hinzu: „Ich kann nicht sehen, wie alte Frau weint und wartet."

Maria zauderte. Schließlich nickte sie. Sie mußte sich dabei eingestehen, daß es weniger das Verlangen nach der Mutter war, auch nicht der Wunsch, dem Alten eine Freude zu bereiten. Maria fühlte, daß ihr jetzt das Alleinsein in diesem Raume unerträglich wäre. Ein we­nig gezwungen antwortete sie: „Gut, ich will zur Mut­ter gehen! Und dir, Alter, danke ich noch besonders."

Da lachte der Amtsdiener Merkuri beglückt, denn nun war fein Glaube an den sofortigen Erfolg guter Werke unerschütterlich gestärkt.

Maria schritt eilig zu dem eingebauten Waschtische, säuberte sich und brachte ihr Haar ein wenig in Ord­nung, nachdem sie das Licht wieder angedreht hatte. Wie sie nun so vor dem Spiegel stand, mußte sie lächeln. — Seit Monaten schon hatte sie nie darauf geachtet, ihrem Haare ein wenig weibliche Sorgfalt angedeihen zu lassen. Er hatte ihr genügt, wenn es, hart gesträhnt, zu soldatischem Scheitel gezwungen war.

Merkuri nahm unterdessen die Leuchter vom Bäum­chen, steckte sie fürsorglich in die Tasche — und tarn dann mit der Miene eines Verschwörers, das Bäumchen in der einen, feinen geschnitzten Engel in der anderen Hand haltend, aus Maria zu. Er flüsterte vertraulich: „Muß man verstecken!"

Maria wandte sich zu ihm um. Sie nahm den klei­nen Engel und steckte ihn in die Tasche, in der sonst der Revolver untergebracht war. Dann glitt ihr Blick über das Bäumchen in des Alten Hand. In plötzlicher Eingebung fragte sie schnell: „Hast du zu Hause noch Lichter?"

berf Goldrubeln angegeben. Und dafür tauchen die armen Teufel unermüdlich, ständig von Gefahren um­geben, in den selbst im Sommer kalten Gebirgswassern vom Morgen bis zum Abend, mit einer Handvoll Reis, Bohnen und ein paar Tropfen Vohnenöl als Nahrung.

Unsere Hoffnung, von den Chinesen etwas über die Möglichkeit weiteren Fortkommens zu hören, etwas über den Weg durch die Wildnis zu erfahren, erwies sich als trügerisch. Für sie war hier die Welt zu Ende, und sie erklärten, weiter als bis hierher könne man über­haupt nicht gehen. So blieb uns nichts übrig, als auf gut Glück den Weitermarsch anzutreten. Ehrfürchtig grinsend und fassungslos vor Erstaunen blickten die vier Burschen uns nach, als wir in der Nacht der Taiga verschwanden.

hab mit meinem klei- Was müssen die nur haben."

eines Tages, daß er

: von Joseph M. Selter.

stießen wir verschiedentlich an Wasserläufen auf alte, verfallene Zäune. Da sich die Bafchirsche, chrer Kampfohnmacht bewußt, während der Monate der Ge­weihbildung in die tiefsten Dickungen zurückzichen, fal­len der Geldgier der Jäger nur noch wenige Tiere zum Opfer. Infolgedessen steigen die Preise für Panty stän­dig, sodaß sich die Pantyjagd immer noch zu lohnen scheint.

Aus unserem Weiterritt fanden wir außergewöhnlich viele Fasane, auch Wachteln und Rebhühner. Ein merk­würdiges Tier ober fiel mir besonders auf. Ich faß ei­nes Abend mit der Angel am Ulache zwischen Weiden und Erlen versteckt. Die besonders schmackhafte Senat- Forelle hatte es uns angetan; schon wollte ich das An­gelzeug zusammenlegen, als ein plätscherndes Geräusch an Ufer mich aufhorchen ließ. Vorsichtig beugte ich mist zurück. Da sah ich zu meiner Ueberrafchung ein Tier, das uns noch nie begegnet war. Es sah wie eine Kreu­zung zwischen Waschbär und Hund aus. Es schien nach kleinen Fischen zu jagen, wandte sich aber nach einer Weile und verschwand im Walde. Später trafen wir noch weitere Artgenofsen dieses ntertoürWgen Tieres meist gegen Abend in der Taiga, wo diese Waschbär­hunde scheinbar nach Wurzeln oder Nüssen scharrten, aber auch auf Waldmäuse erfolgreich Jagd machten.

Ein interessantes Zusammentreffen fällt noch in diese Tage. Am Flußufer des Ulache stießen wir plötz­lich auf vier Chinesen, von denen zwei am Ufer in der prallen Sonne lagen, während die beiden anderen bis an die Brust im Wasser standen. Da wir nicht wußten, wen wir vor uns hatten, schlichen wir uns lautlos näher. Ein Cklenbusch deckte uns. Die beiden Chinesen am Ufer schienen zu schlafen. Mehr intereffierte uns aber das Treiben der beiden anderen. Der eine von ihnen hielt eine starke, lange Stange in den Händen, die er ins Wasser bis auf den Grund stieß. An diesem Stocke tauchte der zweite bann hinab, blieb eine Weile unten und brachte etwas mit herauf, das wir erst als Steine ansahen. Der Taucher warf es auf die Uferböschung. Dann tauchte er wieder, übernahm beim Wiederauftau- chen die Stange, sein Gehilfe tauchte unter und kam mit den rätselhaften Funden zurück.

Wir vermuteten zunächst, daß es sich um goldhaltiges Geftein handele. Erst als wir näher herankamen, er­kannten wir, daß die vermeinttichen Steine — Fluß- perlmufcheln waren.

Da traten wir aus dem Versteck. Die Söhne des Himmels erschraken bei unserem Anblick fast zu Tode. Ihr erstes war ein Fluchtversuch. Als wir sie indes lachend zurückriefen, kamen sie vorsichtig und zaghaft wieder. Später hörten wir, daß den Chinesen das Perl- ischen in den Flußläufen nicht gestattet ist, daß sie es aber trotzdem in abgelegenen, versteckten Wassern und tillen Seitenarmen ausüben. Die Ausbeute ist durch- veg sehr gering. Man rechnet mit einer Perle auf echzig Muscheln. Dabei ist sie in der Regel so winzig, daß sie kaum einen Wert darstellt. Nur die Hoffnung, einmal einen der großen, gutbezahlten Funde zu machen, die auch hier und da vorkommen, läßt die Perltaucher Weiterarbeiten. Der Jahresertrag zweier Leute aus diesem Geschäft schwankt natürlich je nach Glück und Er­trag. Er wird durchschnittlich mit drei- bis vierhun-

alter Narr. Das erlebte Narr im Osten. Er war Wunderrabbi Simfon von schendes Buch „Ich werde

Auflösungen aus der letzten Souulagsuummer.

Auflösung des Kreuzworträtsels.

In einer Nacht suchten Diebe seine Wohnung heim. Sie stöberten alles durch und fanden nichts. Seine Frau rüttelte ihn aus dem Schlafe: „Herfch, treib doch die Diebe fort."

„Still, still", wchrte Herfch aber ab. „Ist doch genug der Schande, daß sie nichts finden, soll ich mich auch noch öffentlich in der Schande zeigen?"

Herfch hatte oft Auftritte mit seiner Frau. Dann hielt sie ihm vor: „Herfch, als du um mich warbst, da wolltest du vor Liebe fast vergehen."

„Nun", antwortete Hersch, „bin ich denn um das Vergehen nicht hart genug bestraft worden?"

So ergab es sich denn, daß die gute Esther ihm ant­wortete: „Sollst froh fein, daß ich dich genommen habe. Wer hätte denn wohl fo einen häßlichen Menschen ge­heiratet?"

„Oh", antwortete Herfch: „Glaube mir aufs Wort, teure Esther. Ich war em schönes Kind. Kann ich dafür,

Der Anfang des Liedes lautet: In meinem Garten die Nelken mit ihrem Purpurstern ,,,

Auslösung des Rätsels.

Auster. — Aster.

Auflösung des Ausschall-Rälsels.

Ouellenwanderer.

daß eine Hexe mich mit einem häßlichen vertauscht

Weil mich für Hersch die höchste Weisheit im Ver­gessen lag, brachten den nicht ganz Nüchternen einst zwei Polizisten heim. „Sie sind doch aus einer anftän» digen Familie", meinte einer der Begleiter. „Sie ha« den wohl schlechte Gesellschaft gefunden?"

„Das trifft schon zu", antwortete Hersch mit einem bezeichnenden Seitenblick auf beide.

Einmal kam Herfch auf einer Reise nach Beerdyk- schew. Seufzend ging er durch die Straßen, stellte sich vor jedes Geschäft und stöhnte.

„Was seufzt du denn so?" fragten chn Vorüber­gehende.

Das Leben ist die Linie zwischen Weisheit und Narr­heit. Genien, die ihrer Zeit als Narren galten, hob eine spätere Zeit zum Olymp hinauf, und Weife, die ihrer Zeit nicht selten Beispiele geistiger Größe waren, tat die Zukunft mit einem Lächeln ab. Oft ist der alte Narr ein moderner Weiser, und '

Heiteres.

— Auch eine Ansicht. Lottchen wird zu einem Fuß. ballwettkampf mitgenommen. Sie schaut aufmerksam zu md erklärt schließlich: „Vati, wenn die sich noch weiter o zanken, bann machen die noch den schönen Ball ganz kaputt."

Gute Gelegenheit. A.: „Was machen Sie denn M an Ihren Bäumen herum?" B.: „Na ich mache Leim­ringe gegen bat Unjeziefer." „So. fo, wissen Sie, bann tonnen Su mir ooch gleich zwei Leimringe um die Hose machen!

1. Intrige, 2 Rubien, 3 Mausoleum, 4 Efendi, 5 Instinkt, 6 Elisabeth, 8 Manöver, 9 Georgine 10 Abfalom, 11 Redopp, 12 Trumeau, 13 Elmsfeuer, 14 Nachtrupp, 15 Donau, 16 Inventar, 17 Eukalyptus, 18 Nugget, 19 Eumenibe, 20 Lorbeer, 21 Korken.

Silben-RSkfel.

Aus den Silben: a, al, dein, brech, du, chei, chi, de, dou, e. e, ein, es, harn, in, kor, kra, la, lasch, li, ma, ment, mut, ni, ni, no, on, pi, pof, rin, rof, so, far, st, o, fpruch, sun, tarn, te, ti, tuf, u, Del, wa, wer, zenz, ind 17 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuch­taben, beide von oben nach unten gelesen, einen Spruch ergeben (ch = ein Buchstabe).

Die Wörter bedeuten: 1 Nutzpflanze, 2 Dichtung, 3 Bedeutender Opernkomponift, 4 Einwand, 5 Schellen­trommel, 6 Teil von Rumänien, 7 Likör, 8 Kirchliches Gnadenmittel, 9 Papstname, 10 Französ. Bühnendichter, 11 Römischer Kaiser, 12 Futterpflanze, 13 Militärische Begleitung, 14 Florentiner Staatsmann und Historiker, 15 Staatenbund, 16 Zwischenhandlung im Drama, 17 Nordischer Romandichter.

Die Wörter bedeuten von oben nach unten: 1 Ge­tränk, 2 Teil der Wohnung, 3 Abschiedsgruß, 4 Ver­zierung, 5 Lk. Nebenfluß des Rheins, 9 Lied des Alten Testaments, 10 Griechische Unterwelt, 11 Gezeit des Meeres, 13 Abscheu.

Von links nach rechts: 1 Nudelgericht, 6 Befehl, 7 Eingang, 8 Fluß in Afrika, 10 Flächenmaß (Abkürzung), 12 Religion, 14 Geliebte des Zeus, 15 Teil des Schiffes, 16 Stadt im Schweizer Kanton Solothurn, 17 Natur­erscheinung, 18 Gewandstreifen kathol. Priester.

Ausfchatt-Rätsel.

Von den Bade- und Strandorten: Baden-Baden, Bansin, Norderney, Borkum, Ems, Liebenstein, Kissim gen, Laufick, Reichenhall, Saßnitz, Elfter, Mergentheim, Karlsbad, Soden, Wörishofen, Flinsberg, Swinemünde, Binz, Marienbad und Homburg sind in dieser Reihen« folge je 1 bis 3 zusammenhängende Buchstaben heraus« zunehmen, um damit die Anfangszeile eines mobement Schlagers zusammenzustellen.

Wie heißt der Schlager?

Gericht halten" eine Fund­grube geistreichen Witzes ist. Davon hatte Herfch auch etwas weg. Der bekannte chassidische Schriftsteller Cha- firn Block hat die legendenhaften Geschichten und Streiche des östlichen Culenfpiegels gesammelt. So erzählt die Legende von Hersch Ostropoler:

Der Rabbi hatte überhaupt manches lustige Episöd- chen mit ihm. Poltert es da eines Tages auf des Rab­bis Treppe, und zu feinem Erstaunen sieht der den Herfch, der sich unten aufkrabbelt. Auf feine Frage, was paffiert fei, antwortet Hersch: „Rabbi, mein Pelz ist die Treppe hinabgefallen."

„Aber", wehrt der Rabbi ungläubig ab, „ein Pelz kann doch nicht solchen Spektakel machen."

„Nicht?" sagt der Hersch, „wenn ich doch drin stecke?"

Auch im Erteilen eines Rates war Hersch groß. Er landete eines Tages bet strengem Frost bei einem Freunde, der ihm Tee vorsetzte. Hersch sprach zum Freunde: „Gott möge dir eine Braut mit drei Vorzügen geben. Sie soll reich, schön und verrückt sein."

Erstaunt ob solchen Wunsches äußerte der Freundj „Aber warum soll sie denn verrückt sein?"

„Nun", erklärte Hersch, „wenn sie reich und schott ist und dich dennoch nimmt, dann muß sie wohl ver­rückt fein. Frigo. .

Schriftsteller a. D. bezeichnete, der Verwirklichung neuer ItterarifdKr Plane nicht mehr nachging, waren chm Zeit und Kraft vergönnt, die eingehenden Brieffachen ge­treulich zu erledigen. Pflegte doch Raabe jedem dieser Erlese eine Antwort zu schenken, sofern nicht krasse Selbstzucht oder gar grobe 'Unverschämtheit den Versaf- ser zum Schreiben bewogen hatten. Als ihm nun eines Zages der Postbote eine besonders große Zahl von schreiben ins Haus getragen hatte, äußerte Raabes Gattin: „Es fft ja gerade, als ob Du der Beichtvater von ganz Deutschland bist!" Und um die Weihnachtszeit im Jahre feines 75. Geburtstages — also ein volles Vierteljahr nach dem achten September — hörte fein Freund Fritz Hartmann bekennen: „Mit den dankemichbriefen bin ich nun glücklich durch. Bleiben also noch vierzig Bücher zu lesen, die als Angebinde gegangen sind, dann wären die Nachwehen meines Geburtstages endlich überstanden." Da fft es begreif­lich, daß Raabe die zeitsparende Ansichtskarte als die segensreichste Erfindung der Neuzeit pries. Ein Bei­spiel schier übereifriger Gewissenhaftigkeit in Beantwor­tung zugesandter Briefschaften teilt Dr. Robert Lange in seinem Bericht über seinen letzten Besuch bei Wilhelm Raabe — zehn Tage vor des Dichters Tode — mit. Kommt da während dieser Besuchsstunde ein dickes Post- ’afet ins Haus. Darin stellt sich ein langjähriger Raabeverehrer vor, der beabsichtigte, sich statt seiner bis. herigen schlecht gebundenen und arg zerlesenen Raabe- bücherei sämtliche Schriften des Dichters noch einmal an­zuschaffen und sie dauerhaft und geschmackvoll einbin. den zu lassen. Um aber dieser Raubebibliothek noch einen besonderen Wert zu verleihen, sollte jeder Band mit einem Autogramm des Dichters geschmückt werden. Zu diesem Zwecke hatte er vierzig Blätter feinstes Büttenpapier, mit Nummern versehen, beigefügt. Auf i^cs sollte Raabe feinen Namen und womöglich noch

Aus einer Ostsibirienfahri

5n den ersten Frühlingstagen trafen mein ®e- führte Jmquill und- ich Überraschend auf ein kleines Chinesendörfchen. Es lag an der Mündung des No- toche in den Ulache und hieß Notochousa. Bald erfuh­ren wir, daß dieses armselige Dörfchen zu den ältesten , Niederlassungen der Mausen (Ussuri-Chinesen) im Ge­biete des Sichota Alin überhaupt gehört. Hier führte der uralte Weg vorüber, der die wilde, entlegene Wela des Uffuri mit der St. Olgabucht verband, hier trafen sich in alter Zeit Fallensteller und Händler. Aber die Reichtümer der Taiga gingen zurück, die Jäger blieben aus, das Dörfchen sank in Vergessenheit. Es fristet em armseliges Dasein.

Ein paar Tage blieben wir in Notochousa, dann rit­ten wir den Ulache aufwärts der Ostküste zu. Der Früh­ling mit feinem kurzen, bestrickenden Zauber war ge­kommen, chinesische und koreanische Jäger streiften in der Taiga auf der Jagd nach Jsjubrhirschen. Um diese Zeit ist bas Geweih der Hirsche für die Chinesen am wertvollsten. Im Herbst wird das alte abgeworfen, im Zeitigen Frühjahr beginnt es, aufs neue durchzubrechen. Jetzt ist es weich, zart und durchblutet, noch „im Bast" und wird von den Chinesen, in deren Medizin es eine große Rolle spielt, hoch bezahlt. „Panty" heißt das Gewech in diesem Zustande. Der glückliche Schütze, der einen Jsjubrhirsch im Bast erlegt, kann damit rechnen, wenigstens dreihundert Goldrubel dafür zu erhalten. Wertvoller allerdings sind die noch durchbluteten Pan- tygeweche der gefleckten Hirsche, für die oft anderhalb- taufenb Goldrubel geboten werden.

Täglich trafen wir auf unserem Ritte Hirschfänger, Russen und Koreaner meist, während in den kleinen Siedlungen chinesische Pantykocher auf die Beute warte­ten. Das Abkochen der jungen Geweihe bis zum völli­gen Härten, bei dem die wirksamen Säfte nicht verloren gehen dürfen, ist eine große Kunst. Das Abkochen in dem heißen, gerade siedenden, aber nicht wallenden Teeabsud nimmt Wochen in Anspruch. Eine einzige Un­aufmerksamkeit — und das Geweih springt, reißt auf und wird fast wertlos.

In früheren Jahrzehnten fingen Chinesen und Ko­reaner die Hirsche oft zu Hunderten mit Hilfe von Fang­zäunen und Fallgruben. Heute ist der Bau der Fcmg- zäune, Lutewas genannt, glücklicherweise verboten; doch

Die Verwendung der hochwertigen Ruhrkohle ist für die Heizung der Beweis, daß das Beste immer das billigste ist- An Heizkrast von keiner anderen europäischen Kohle übertroffen, erlaubt ihre Verwendung, mit der geringsten Menge bei stets ausreichenderWärmelieserung auszukommen, sodaß wesentlich an den Heizungskosten gespart werden kann. Ein weiterer Votteil, den kein anderes Kohlenrevier auf- weisen kann, liegt in der Mannigfaltigkeit der im Ruhr- reoier geförderten Kohlenarten, sodaß für alle gebräuchlichen häuslichen Oefen, Eisen- oder Kachelöfen, Dauerbrenner amettkanischer oder irischer Bauart oder Küchenherde eine besonders geeignete Ruhrkohle verfeuert werden kann. Je nach den vorliegenden Verhältnissen wird die schnellbrennende Ruhr-Gasflamrnkohle, die überaus kräftig heizende Ruhr- Fettkohle, die saubere, völlig rauchlose Ruhr-Eßkohle oder für höhere Ansprüche Ruhr-Anthrazit verwendet. Daneben sind Ruhr-Steinkohlenbttketts und für Zentralheizungen Ruhr-Brechkoks von jeher geschätzte Brennstoffe.

an Schlaflosigkeit leide. „Heute nacht", sagte er, „bin ich an die fünfzig Male aufgewacht und kein einziges Mal wieder eingeschlafen."

Merkuri nickte erstaunt.

Eifrig befahl Maria: „Dann nimmst du es wieder unter deinen Rock, holst zu Hause Lichter und gehst damit ins Lazarett."

Der Alte wollte furchtsam abwehren, Maria ließ sich nicht beirren. Sie sagte bestimmt: „Du gehst damit ins Lazarett, dort hat heute ein kleiner, dicker Stabsarzt Nachtwache. Dem sagst du, daß dieses Bäumchen für den kriegsgefangenen Offizier ist, dem er heute die Kno­chensplitter aus der Wunde gezogen hat. Auf Zimmer sechzehn liegt er und heißt Bergmann. Merkst du dir das?"

Merkuri zitterte. „Und wenn man das Bäumchen entdeckt?"

Doch Maria war völlig von dem Gedanken erfüllt, dem Verwundeten eine, so unerwartete und — verbotene freudige Botschaft zu senden. Sie hatte das Gefühl, daß durch dieses kleine Bäumchen, vor dem sie in dieser Stunde gekniet, eine Brücke von ihr zu denen geschlagen würde, die mit solchen Augen in den Tod sahen, wie jener unbekannte Soldat und dieser — ihr plötzlich so vertraute — Offizier! Hastig riß sie ein Blatt von ihrem Notizblock, warf einige Zeilen darauf und übergab es Merkuri. „Hier hast du einen Passierschein! Wenn du den vorzeigst, wird dich niemand untersuchen. Dem Arzte aber sagst du einen Gruß von mir, und ich würde es verantworten."

Merkuri mußte sich fügen. Eine Beruhigung war es für ihn allerdings) daß er mit Maria zusammen aus dem Hause der Tscheka gehen durste.

An der zweiten Straßenkreuzung liefen ihre Wege auseinander. Nun schritt Maria allein durch den klin­gend klaren Frost der Winternacht. Feiner, weißer Schnee hatte noch am späten Abend die verödeten Stra­ffen mit einer gleichmäßigen, kristallenen Schicht bedeckt und Maria hatte das Gefühl, daß in dieser unendlich reinen Luft alle die Straßen und Plätze aus der ängst­lichen Geducktheit der schreckendurchwehten Gegenwarts­tage zur stillen Beschaulichkeit früherer Zeit zurückgefun­den hatten. Es war unberührtes Land, das sie betrat, und in der kleinen Gaffe, an deren Ende ihr Vaterhaus lag, drückten ihre Füße die erste Spur in die weiße Decke.

Maria blieb stehen. Es schien ihr, als käme- von ferne leiser Glockenklang. Sie schüttelte den Kopf. Un­denkbar! Jegliches Festgeläute war verboten! Außer­

12

18

10

15

■13

Lösung des Silbenräksels.

M

N

N

N

N