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Handel und Wirtschaft.

Heute Diskont-Senkung.

wahrscheinlich von 10 auf S Proz.

Der Zentralausschuß der Reichsbank ist für Dienstag, den 1. September, nachmittags 16 Uhr eipberufen. Wie WTB-Handelsdienst dazu erfährt, erwartet man in Bankkreisen eine Ermäßigung des Diskonts auf 8 Prozent und des Lombarü- [a8es auf 10 Prozent.

Diskontherabsetzung in Danzig.

wtb. Danzig, 1. Sept. (Eig. Meld.) Die Bank von Danzig hat ab heute ihren Diskontsatz von 7 auf 6 Proz. und ihren Lombardsatz von 8 auf 7 Proz. herabgesetzt.

Devisen über 1000 M. ausgerufen.

Drille Verordnung zur Durchführung der Devisen- bewirischaslung.

Nach der in Nr. 201 des Deutschen Reichsanzeigers veröffentlichten Durchführungsverordnung des Reichs- präfidenten zur Devisenbewirtschaftung vom 29. August 1931 werden sämtliche Devisenbestände im Nennwert von über 1000 RM. aufgerufen, .bie durch den Aufruf in der ersten Durchführungsverord­nung zur Kapitalfluchtoerordnung vom 21. Juli 1931 -nicht erfaßt worden sind. Für die durch die zuletzt ge­nannte Verordnung bereits erfaßt gewesenen Anmelde­pflichtigen, soweit sie ihren Verpflichtungen nachgekom­men sind, gilt der neue Aufruf nur für ihre B e st ä n d e an Gold (außer Kurs gesetzte Goldmünzen, Feingold oder legiertes Gold roh oder Halbfabrikate) und für solche ausländische Wertpapiere, die nach dem 12. Juli 1931 erworben worden sind.

Zur Ablieferung ist jeder verpflichtet, der Devisen im Werte von mehr als 1000 Rm. besitzt, und zwar

1. Ausländische Zahlungsmittel (z. B. ausländische Banknoten, Goldmünzen, Schecks, Wechsel usw.)

2. Forderungen in ausländischer Wäh­rung (z. B. sämtliche Bankguthaben in ausländischer Währung bei in- und ausländischen Banken oder son­stige Forderungen in ausländischer Währung, die in den nächsten 3 Monaten fällig werden.

3. Ausländische Wertpapiere, sofern sie nach dem 12. Juli 1931 erworben sind und schließlich

4. Gold (außer den vorerwähnten ausländischen Goldmünzen alle außer Kurs gesetzten Goldmünzen, Feingold und legiertes Gold —sowie Rohgold und Alt- fabrikate nicht dagegen Schmucksachen.

Anmelde st eilen sind wie bisher die örtlich zu­ständigen Reichsbankanstalten und die mit der Befugnis von An- und Verkauf von ausländischen Zahlungsmitteln ausgestatteten Kreditinstitute. Stichtag für die Freigrenze ist der 29. August 1931. Die Änmeldu ng. der Werte hat bis zum 5. September 193 1 zu erfolgen. Wer nachweisen kann, daß er der Werte zu volkswirtschaftlich gerechtfertigten Zwecken bedarf, hat die Entscheidung der Reichsbank oder eines von ihr ermäch­tigten Kreditinstitutes anzurufen.

Die wi ch t i g st e Neuerung an der Verordnung ist die Herabsetzung der Freigrenze des § 11 der Deoifenibewirtschaftungsoerordnung von 20000 auf 1000 Rm. sowie die Einbezichung der nach dem 12 Juli erworbenen Wertpapiere.

*

Die Ausfüllung irgend welcher Formulare ist bei der Ablieferung nicht erforderlich, vielmehr erfolgt die Abfer- tigung der Einreicher Zug um Zug. Lediglich dann, wenn ein Ablieferungspflichtiger die Entscheidung der Reichs­bahn anruft, ihm die Devisen zu volkswirtschaftlich ge­rechtfertigten Zwecken zu überlassen, sind die bei den Banken erhältlichen Vordrucke zu benutzen.

Für die bis zum 5. September 1931 zu erstattende Anzeige des die Freigrenze von 1000 Reichsmark übersteigenden Besitzes an ausländischen Zahlungsmitteln, Forde- run g en in ausländischer Währung, ausländischen Wertpapieren und feinem oder legiertem Golde (roh oder gemünzt) sowie außer Kurs gesetzte Goldmün­zen sind rote Vordrucke vorgesehen, die von der Reichsbank und allen Kreditinstituten kostenlos abgegeben werden.

Wer seinen Verpflichtungen zur Ablieferung nicht nachkommt, wird streng bestraft. Auskunft er­teilen die Reichsbankanstalten und die übrigen Banken.

Die Sparkassen im InN.

Rückgang der Spareinlagen um 268 Mll. RM.

Das mit Spannung erwartete Ergebnis der deutschen Sparkassen-Statistik für den Krisenmonat Juli liegt jetzt vor. Ende Juli beliefen sich die Sparkasseneinlagen bei den deutschen Sparkassen auf 10.81 Milliarden RM. ge­gen 11.07 Milliarden RM. Ende Juni. Der Berichts-

Anfere

Marktberichte

sind für Erzeuger, Händler, Verbraucher deshalb fo besonders wertvoll und nnei^ehbar, weil sie infolge erstklassiger Aebermittlung

die denkbar schnellsten sind.

monat weist.mithin eine Abnahme um 267.62 Mill. RM. gegenüber einer Abnahme um 152.18 Mill. RM. im Juni auf.

Im einzelnen betrugen die Einzahlungen insgesamt 434.54 (Juni 529.82), davon aus Aufwertung 5.18 (6.84) und aus Zinsgutschriften 10.18 (7.82) Mill. RM. und die Auszahlungen 702.16 (682) Mill. RM.

Die Scheck-, Giro-, Kontokorrent- und Depositenein­lagen stellten sich Ende Juli auf 1270.13 Mill. RM. ge­gen 1355.78 Mill. RM. Ende Juni.

Die Statistik der Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen im Juli ergibt einen Rückgang von rd. 268 Mill. RM. gleich 2.4 Prozent des Bestandes zu Beginn des Berichtsmonats. Der Rückgang geht vor allem auf verringerte Einzahlungen zurück (419 gegen 515 im Vormonat und 626 Mill. RM. im Juli 1930), weniger auf die Steigerung der Auszahlun­gen, die sich zwar auf dem erhöhten Niveau des Vor­monats halten (702 gegen 682 im Juni und 535 Mill. RM. im Juli 1930), aber nicht wesentlich gestiegen sind. Bemerkenswert ist vor allem, daß trotz der Verttauens- trife erhebliche Einzahlungen vorgenommen wurden. Im Juni und Juli gingen die Einlagen um insgesamt nur 420 Mill. RM. zurück.

Leipziger Herbstmesse.

verhälknismäßig lebhafter verkehr an den ersten beiden Messetagen. — lleberraschend gutes Geschäft aus der Möbelmesse.

Wie zu erwarten war, hat der eigentliche Zustrom der Mefsebesucher erst Sonntagfrüh eingesetzt, da jeder an Aufenthaltskosten in Leipzig zu sparen sucht. Das geschäftliche Interesse der Kundschaft konzentriert sich auf absatzfähige preiswerte Gebrauchs­ware. Dagegen wird alles, was unter den Begriff von entbehrlichem Luxus fällt, kaum beachtet. In allen Branchen von Gebrauchswaren hat sich dage­gen schon in den Morgenstunden des Sonntags ein ver- hältnismäßig lebhafter Verkehr entwickelt. Auf der Textilm esse sind die Aussteller, die gute und preis­werte Neuheiten gebracht haben, mit den erteilten Aufträgen teilweise recht zufrieden. Auch Stapelware wird bestellt. Noch mehr trifft das für die Möbelmeffe zu, wo sich ein ziemlich flottes Ge­schäft entwickelt hat. Sonst diente der Eröffnungstag der Messe wie stets der Orientierung der Kundschaft. Das Ausland fragt in allen Branchen vorzugsweise nach Neuheiten.

Großes Interesse herrscht in den Hallen der Bau­rn e s s e und der maschinellen Kleinindustrie für alle praktischen und preiswerten Neuerungen. Auch hier war der Besuch recht lebhaft. Das Ausland fragte in allen Branchen vorzugsweise nach Neuheiten, und Fa­brikanten, die solche bieten können, haben mit Bestellung zu rechnen.

Auch am Montag hielt der Verkehr in allen Messe­häusern der Altstadt und auf dem technischen Gelände am Völkerschlachtsdenkmal gut an. Das in allen Branchen, besonders an praktischen Neuheiten interessierte Aus­land beginnt nach einer allgemeinen Orientierung am Sonntag jetzt mit seinen Bestellungen, die im wesentlichen befser ausfallen, als erwartet wurde. Auf der Textilmefse hält das Interesse für Herbst- und Winterwaren an. Schwächer ist der Ge- fchäftsgang in der Porzellanindustrie und in der kerami­schen Branche, wenn auch praktische und gefällige Neuhei­ten Interesse finden. Die Glasindustrie erklärt sich vom Eingang der Bestellungen befriedigt. Das Geschäft in der Spielwarenindustrie konzentriert sich ausschließlich auf preiswerte Neuheiten und bereits gut eingeführte gangbare Muster.

Die von etwa 300 Ausstellern beschickte Möbel­messe hatte auch am Montag ein ausgezeichne- tes Geschäft, das die Erwartungen erheblich über­traf. Der Grund für diese außerordentlich starke Nach­frage ist darin zu suchen, daß die Lager der Detailisten infolge der umfangreichen Möbelkäufe weitere Kreise des Publikums in den Tagen der Bankenkrise geräumt sind und wieder auf gefüllt werben müssen.

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Der Reklameaufbau für Spaniens Olivenöl auf dem Marktplatz in Leipzig.

1065 Konkurse im August.

wtb. Berlin, 1. Sept. (Eig. Meld.) Nach Mitteilung des statitistischen Reichsamts wurden im August 1931 durch den Reichsanzeiger 1065 neue Konkurse, — ohne bie wegen Massemangel abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 607 eröffnete Ver­gleichsverfahren bekanntgegeben. Die entfpre- chenben Zahlen für Juli 1931 stellten sich auf 1013 bezw. 657.

= Stillegung der Lanz-Werke, Mannheim. Von der Verwaltung wird mitgeteilt: Die beim Landeskommif- fär beantragte zeitweise Stillegung des Betriebes der Heinrich Lanz A.-G. wird infolge der Absatzstockung früher erfolgen müssen. Es ist erneut Antrag beim Can» bestommiffär gestellt, die Stillegung bereits a b 2 6. September zur Durchführung zu bringen.

Aus dem Karstadt-Konzern.

Relattv befriebigenbe Ilmfatzenlivicklung. — Die Be­mühungen zur Abbeckung der hohen Bankschulden.

Wie der „Hamburger Anzeiger" von der Verwal­tung der Rudolf Karstadt A. G. hört, ist die Umsatzent- wicklung in den letzten Monaten ähnlich wie bei den anderen Warenhäusern o-"-te'üen. Sie ist unter Be­rücksichtigung der jetzigen Verhältnisse befriedigend. Die Rudolf Karstadt AG. ist nach dem genannten'Blatt S Zeit lebhaft bemüht, die Voraussetzungen für eine tere Konsolidierung der auch heute noch mit fast unverändert 75 M i l l. Rm. Bankschulden belasteten Bilanz zu schaffen. Zu diesen Bemühungen gehört vor allem eine Verkleinerung des Lagers und ein Abbau der Warenkreditoren, um den Lagerumschlag zu beschleunigen und die Skonti im Lieferantenkredit aus­zunützen. Diese Bemühungen sind bereits von Erfolg begleitet gewesen. Die Warenkreditoren betragen nur noch rund 21 Mill. Rm. gegen 32.6 Mill. Rm. am 31. Januar 1931. Die äßarenfieftänbe der Warenhäuser aus» schließlich der Zentrallager und der Fabriklager werden gegenwärtig auf 50 Mill. Rm. beziffert gegen 75 Mill. Rm. zur gleichen Zeit des Doriahres. Die V e r k l e i n e- rung der Läger und Warenkreditoren ist nur zum geringsten Teil auf die fortgeschrittene Preis­senkung zurückzuführen. Der Abbau unrentabler Betriebe ist fortgesetzt worden. Einige Konfektions­betriebe und eine Konservenfabrik in Braunschweig mür­ben stillgelegt. Eine Strumpffabrik ist nicht eröffnet worden.

Zur Frage der Vaumarkl-Velebung.

Lin Bauprogramm der Stabt Berlin? — 75 000 Arbeiter sollen dadurch Beschäftigung finden.

Don einem ernsten Projekt, bas eine Wfedernnkur- belung der Wirtschaft verspreche, weiß die Berliner „Montagspost" zu berichten. Cs soll nämlich -bie Ber­liner Bauwirtschaft in Gang gebracht werden, wodurch die Einstellung von 75 000 zur Zeit erwerbslosen Bauarbeitern ermöglicht würde. Das Projekt, das von Stadtbaurat Martin Wa gner stamme und das Oberbürgermeister S a h m einzelnen Magistratsmitgliedern bereits zur Begutachtung überreicht habe, sieht — dem genannten Blatt zufolge — u. a. folgende Maßnahmen der Stadt vor: Eine der bereits bestehenden städtischen Baugesellschaften soll unter der Leitung eines Bau komm issnrs ganz auf bie Parzellierung und Bebauung städtischen Vorstadtbodens umaestellt werden. Die Gesell­schaft arbeitet Kleinwohnhäuser aus, die industriell in Serien hergestellt werden und bei deren Anfertigung und Ausstellung in erster Linie arbeitslose Facharbeiter und Hilfsarbeiter beschäftigt werden sollen. Bei der städtischen Sparkasse wird sofort eine Bausparkasse ge­bildet. Grund und Boden wird an die Siedler solange billig in Pacht gegeben, bis der Kaufpreis durch Til­gungsraten beglichw Ist: Besonderes Augenmerk wendet das Bauprogramm der Reparaturbedürftigkeit vieler Berliner Häuser zu. Das Bauprogramm' regt einen Reparaturzwang an. wodurch allein reichlich 20 000 Bauarbeiter Beschäftigung finden würden. Das Baukapital für dieses Notstandprogramm soll nach dem Projekt des Stadtbaurates folgenden Quellen ent­nommen werden: Mittel aus der Erwerbslosen- und Wohlfahrtsunterstützung: Kündigung von Hauszins- steuerhypoikheken bei solchen Hausbesitzern, bei denen die Voraussetzung einer Bewilligung nicht mehr zutref­fen: Erhöhung des Zinssatzes der Hauszinssteuerhypo- theken bei allen Wohnbauten, die auf der Grundlage einer Miete von 9 Rm. pro gm finanziert worden sind bis zu einem Mietsatz von neun bis 10 Rm. pro gm; dem Eigenkapital von Baulustigen und dem Cigenkapital von Bauunternehmern. Das Bauprogramm verlangt Einsetzung eines Baukommissars, der freier, unbüro­kratisch, schnell und Meckmäßig handeln könne.

(Eine Eingabe der Bauwirtschaslsverbände an die Reich«, regierung.

In einer von den gesamten Verbänden der deutschen Bauwirtschaft gemeinsam an die Reichsregierung gerich­teten Eingabe wird die gegenwärtige amtliche Bau­politik als gefährlich und schädlich bezeichnet, umso­mehr als im Gegensatz zu den anderen Produktionsgüter­industrien, die seit de mJahre 1929 um etwa 26,3 Proz. zurückgegangen sind, die Berbrauchsgüterindustrien um etwa 13,8 Proz. bei der Bauwirtschaft der Rückgang etwa 55—60 Proz. beträgt. Sie stellt daher eine Anzahl Maßnahmen auf, von denen sich die Verbände eine Besserung der Lage versprechen, so z. B. die volle Durchführung des amtlichen Wohnungs­bauprogramms des Jahres 1931, die beschleunigte Auf­hebung der Zwangswirtschaft im Wohnungsbau unter Abkürzung der Fristen der Notverordnung vom 1. De­zember 1930 und die Unterbindung aller Bestrebungen öffentlicher Stellen, unter Ausschaltung der Unternehmer und der Angehörigen freier Berufe in eigener Regie Bauten auszuführen.

Letzte Nachrichten.

Der Besuch der Länderminister beim Reichskanzler.

cnb. Berlin, 1. September. (Eig. Meld.) Der Reichskanzler empfing heute eine Anzahl von Finanzministern der Länder. Erschienen waren die Finanzminister von Thüringen, Oldenburg, Meck­lenburg-Schwerin und Braunschweig.

Am Freitag Entscheidung über Reichstags- ' Einberufung. i

vdz. Berlin, 1. September. (Eig. Meld.) Prä­sident Lobe hat den Aeltestenrat des Reichstags für Freitag nachmittag 16 Uhr zu einer Sit­zung einberufen, in der über den kommunistischen Antrag auf Einberufung des Reichstags entschieden werden soll. — Die Reichstagsfraktion der Deut­schen Staatspartei hält am Donnerstag eine Sitzung ab. Auf der Tagesordnung steht die Be­sprechung der politischen Lage.

M-BooMlnglütf.

Zusammenstoß eines amerikanischen ll.Boofs im Panamakanal. — Drei Mann ertrunken.

15 000 Wund Dynamit an Bord!

wtb. Rewyork. 1. Sept. (Eig. Meldg.). Da» amerikanische Unterseeboot S 12 hatte im Panama­kanal einen Zusammenstoß, bei dem drei Mann der Besatzung über Bord gingen. Obwohl Hilfe sofort zur Stelle war, konnten die Verwundeten nicht geborgen werden. Das Schiff soll eine La­dung von 15 000 Pfund Dynamit mit sich ge­führt haben. Eine Explosion ist glücklicherweise nicht erfolgt.

* Leutnant Wendt von Gollnow abtransporklerk. Oberleutnant Wendt, der sich ohne Erlaubnis aus der Strafanstalt Gollnow entfernt hatte, ist zur weiteren Verbüßung seiner Festungsstrafe nach Groß-Strelitz in Schlesien abtransportiert worden.

Pro-ukkenmärkke.

— (frankfurter Getreidebörse vom 31. August. Sie Tendenz an der heutigen Getreidebörse war nach­gebend. In Weizen und Hafer werden abfallende Qualitäten zu entsprechend billigeren Preisen angeboten. Es notierten: Weizen neue Ernte 237,50—238,50, Rog­gen dto. 212.50, Sommergerste 180, Hafer neue Ernte 175—180, Weizenmehl südd. 39,50—40,25, dto. Sonder- mahlung 35,50—36,25, dto. niederrhein. alte Mahlung 39,75—40, dto. Sondermahlung 35,60—36. Roggenmehl 60 Proz. 29,50—31, Weizenkleie 10, Roggenkleie 9,75, Erbsen 32—37, Linsen 25—65, Heu 4.—, Weizen- und Roggenstroh 3.—, dto. gebündelt 2,75—3.—, Treber 10.50 bis 11.

Märkte.

Borbericht des Berliner Schlachtviehmarktes.

— Berlin, 1. Sept. (Eig. Meld.). Es wurden be­zahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Rinder 14—47, Kälber 37—60, Schafe 24—42. Schweine Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 56—58, vollst. Schweine von 240—300 Pfd. Lebendgewicht 56—57, vollst. Schw. von 200—240 Pfd. Lebendgew. 54—56, vollst. Schweine von 160—200 Pfd. Lebendgew. 50—54, vollst. Schweine von 120—160 Pfd. Lebendaew. 46—49, Sauen 48 bis 51. Aufgetrieben waren: Rinder 1563, Kälber 2230, Schafe 3669." Schweine 12366. Marktverlauf: Bei Rin­dern und Schafen ruhig, bei Kälbern und Schweinen ziemlich glatt.

Von den Bausparkassen.

Schuh der Bausparer gegen unsolide Bausparkassen.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst der Antwort des preußischen Ministers für Handel und Gewerbe auf eine Kleine Anfrage über den Schutz der Bausparer ge­gen unso"de Bausparkassen entnimmt, ist zur Zeit, nachdem kas Gesetz über Depot- und Depositengeschäfte vom 26. ,;nni 1925 am 31. Dezember 1929 außer Kraft getreten ist, ein Einschreiten nur aufgrund strafbarer Handlungen möglich. Die Bauspar­kassen werden jedoch ab 1. Dttob er 1931 der Be­aufsichtigung unter Mitwirkung des preußischen Ministers für Handel und Gewerbe unterstellt werden, um eine Gewähr für ein zweckentsprechendes Geschäftsge- bahren zu schaffen.

= Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 26. August berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 110,0 gegenüber der Vorwoche um 0,7 v. H. gesunken. An diesem Rückgang sind die Indexziffern für alle Hauptgruppen beteiligt. Agrarstoffe 103.6 (minus 1.5 v. H.), Kolonial- waren 94.6 (minus 0.9 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 101.1 (minus 0.2 o. H.), industrielle Fertig­waren 135.4 (minus 0.2 v. H.).

Wieder Inbetriebnahme der Petroleumgrube« In Osttexas. Wie Reuter aus Austin (Texas) meldet, wer­den die für 2 Wochen stillgelegten Petroleumgruben in Osttexas am Mittwoch unter bestimmten noch nicht vor­her definierten Voraussetzungen wieder eröffnet wer­den.

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