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FuldaerZertung

Anzeiger für die Stabt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk.

rlr. 188

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilogen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter'. Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrist- ::: leitung 3153, Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152. :::

Dienstag, 18. August 1931.

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Zahl,. 58.

Der Besuch der pariser.

. Mit Rücksicht auf den schlechten Gesundheitszu­stand Briands hat Laval den für Aug. in Aus­sicht genommenen Besuch in Berlin auf Septem- ber oder Oktober verschoben. Er hat in einem Telephongespräch von 20 Minuten Dauer Herrn Brüning davon in Kenntnis gesetzt. Daß dieser Gegenbesuch der ftanzös. Minister um min­destens einen Monat hinausgeschoben worden ist, kann man bedauern. Denn die Behauptung, es seien dabei politischeDruckmittelim Spiel, wird nicht auszurotten sein. Und in der Tat hat ja eine voreilige französische Zeitungsnotiz die Gefahr solcher Mißverständnisse heraufbeschworen. Aber wenn nun schon offiziell und in herzlichster Formu­lierung, ja geradezu unter Berufung auf unser menschliches Gefühl erklärt wird, der ein­zige Grund der Vertagung sei Briands etwas wackelige Gesundheit, dann wird man sich dabei zu­frieden geben müssen. Briand ist ein alter Herr und sein Ministerpräsident Laval ein noch recht junger Mann. Dieser ist der Schüler des Alten, und wenn Laval ehrgeizig ist, dann ist er gleich­zeitig auch klug genug, sich die bewährte Kraft Briands noch recht lange erhalten zu wollen. Zu­dem spielt es, wenn eben jene Zeitungsmeldung falsch war, keine Rolle, ob die Berliner Besprechun­gen jetzt oder in vier Wochen stattsinden. Es ist nämlich leider so, daß wir eine Verständigung mit all den von ihr erhofften Folgen auch im Sep­tember und Oktober noch dringend nötig haben werden. Das kommt nur auf den beidersei­tigen guten Willen an.

Diesmal darf Laval für sich in Anspruch neh­men, diesen guten Willen durch eine menschliche Geste bewiesen zu haben. Wenn Brüning am 23. Juni im Rundfunk offen sagte, was er denkt und was er von den Franzosen wünscht, dann ging Laval am Freitag noch einen Schritt weiter, indem er von seinem Pariser Ministerium aus den deut­schen Reichskanzler in Berlin in der Wilhelmstraße telephonisch anrief. An sich eine höchst ein­fache Sache. Jeder Kaufmann, ja man kann schon sagen, jeder Beamte, macht es so. Das Telephon ist ein alltägliches Verständigungsmittel, und wenn man irgendwo eingeladen ist und muß absagen, dann ruft man an und setzt dem Gastgeber die Gründe auseinander- Das ist menschlich, aber es war bisher n i cht politisch Staatsmänner ver­kehrten miteinander durch Noten, durch Ge­sandtschaften, möglicherweise sogar durch fremde Mächte. Laval, dem man eine ungewöhnliche Le­bendigkeit und Aufgeschlossenheit nachrühmt und dem nichts ferner liegen soll, als Verkalkung und Verknorpelung, bleibt auch als Politiker ein Mensch. Es liegt ihm daran, Brüning durch die Verschiebung des Gegenbesuchs nicht zu verstimmen, und darum läßt er sich mit ihm telephonisch ver­binden und erzählt ihm in 20 Minuten langer Un­terhaltung, daß der alte Briand sich noch etwas schonen und die Reise nach Berlin daher zunächst unterbleiben muß. Wie wärs nun, wenn die Her­ren hüben und drüben etwas häufiger von der nütz­lichen Erfindung des Fernsprechers Gebrauch ma­chen würden? Der Sinn dieses Instruments ist doch Zeit zu sparen. Gerade jetzt wieder ist die Zeit alles. Wir haben es bitter erlebt, als die Franzosen vor einigen Wochen sich mit den Amerikanern we­gen des Hooverschen Vorschlages nicht einigen konn­ten. Wir wären bald über dem Berg, wenn gewisse Maßnahmen mit sofortiger Wirkung durchgeführt werden könnten. Und vieles würde besser und ein­facher sein, wenn, sobald Schwierigkeiten und vor allem Mißverständnisse auftauchen, der Hörer in die Hand genommen und um Aufklärung gebeten würde. Mancher scheut sich zu telephonieren, weil er zu stören befürchtet. Diese Hemmung müßten die Staatsmänner überwinden. Wir hoffen, daß es künftig auch eine Leitung von Berlin nach Paris geben wird. Ein Gespräch mit Voranmeldung wird sich immer ermöglichen lassen.

* Besprechung des Verkehrsministers v. (Buetarb mit den Cänbernoertrefern. Reichsverkehrs­minister von Guerard hatte eine Besprechung mit Vertretern der deutschen Länder über den Ent­wurf eines Gesetzes betreffend den Ue • verland verkehr mit Kraftfahrzeu­gen und über den Bahnspeditionsver­trag. Rach eingehendem Vortrag des Reichs­verkehrsministers, der von Generaldirektor Dr. Dorpmüller durch Ausführungen über die Lage der Deutschen Reichsbahngesellschaft ergänzt wurde, fand über die Vorlage eine nähere Aus­sprache statt, die mancherlei Anregungen brachte. Gemäß dem geäußerten Wunsche wird der Mini­ster das Ergebnis der Besprechung nachprüfen.

* Der Braunschweigische Landtag auf 15. Sep­tember einberufen. Der Aeltestenrat des Braun­schweiger Landtags beschloß, den Landtag den 15. September einzuberufen. Auf der Tagesordnung wird als erster Punkt die Wahl eines Nach­folgers für den zurückgetretenen Minister Dr. Franzen stehen. Wegen des Nachfolgers ist nichts entschieden. Ein vielfach in der Preüe erörterter E in-M iniste rv or- schlag hat kaum Aussicht auf Annahme durch den Landtag. Mit dem Beschluß zur Einberufung auf den 15. September lehnte der Landtag auch eine Stellungnahme zu dem k o m m u n i st i sch en Volksbegehren auf Auflösung «des Land­tags ab, da eine solche Stellungnahme bis zum 9. August hätte erfolgen müssen. Das weitere in dieser Angelegenheit, die Veranlassung des Volksentscheids, ist Sache der Regierung.

* Bürgermeister Walker am Gefallenenehren­mal. Der Bürgermeister von New Port, Walker, der bekanntlich der Stadt Berlin einen Besuch abstattete, hat an der Gedächtnisstätte für die Gefallenen des Weltkrieges, der ehemaligen

Neuen Wache unter den Linden, einen Kranz niedergelegt. Der Kranz aus blauen Hor­tensien und Lorbeer trug eine Schleife in den Farben des Reiches und der Vereinigten Staaten. Nach dem Verlassen der Halle sprach Bürgermei­ster Walker vor der Tonfilmapparatur' einige Worte über seine Auffassung von der Gedächt­nisstätte als Symbol des Friedens und von der Verständigung der Völker als das Ziel aller Politik.

Nach dem Hoover-Iahr.

Revision des Versailler Vertrags? — Amerikanische Meinungen über die Wiederaufnahme der deut­schen Zahlungen.

Aus Washington wird gemeldet: Die Frage, was geschehen werde, wenn das Hoover- Jahr abgelaufen sei, wird in amerikanischen po­litischen und finanziellen Kreisen lebhaft erörtert. Die „Associated Preß" verbreitet eine Meldung der „New Parker Evening Post", derzufolge in maß­gebenden Wallstreet-Kreisen die Ansicht herrsche, daß die Welt niemals zu der Basis zurückkehren werde, die vor dem Vorschlag Hoovers einen Zah­lungsaufschub der bestehenden Kriegsschulden zu gewähren, bestand. Persönlichkeiten, die kürzlich aus Europa zurückkehrten, hätten erklärt, dies fei eine in allen großen Hauptstädte anerkannte Tat­sache. Diese Persönlichkeiten seien der Ansicht, daß, wer etwa vermute, Deutschland könnte oder würde in eine Rückkehr zu der alten Zahlungs­basis einwilligen, die Sachlage nicht genau ge­prüft habe. Sie seien weiter der Ueberzeugung, daß sich Deutschland, falls es die Zahlungen auf der vorherigen Grundlage wiederaufnehme,, in einer schlimmeren Lage befinden würde, als vor

dem Moratorium, da es bann auch noch die hin- zukommende Last der auf geschobenen Zahlungen zu tragen Hütte. Nach Ansicht dieser Kenner der Sachlage werde Deutschland wahrscheinlich um eine Re Vision des Versailler Vertra­ges nachsuchen, und es werde angenommen, daß diese Revision wahrscheinlich zur Sprache gebracht werden würde, bevor das Moratoriums­jahr abgelaufen fei.

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Der amerikanische Staatssekretär S t i m s o n, der zur Zeit in Schottland weilt, hat in einem Telegramm das Gerücht, wonach er mit Premier­minister Macdonald die Frage der Kriegsschulden und der Reparationen erörtert habe, für unrich- t i g erklärt. ■

Der Woldemaras-Prozetz.

wtb. fiorono, 17. Aug. (Eig. Meldg.). Der Hochverratsprozeß gegen den früherä li­tauischen Diktator Woldemaras und 22 feiner An­hänger begann heute vormittag vord em Kownoer Kriegsgericht unter Ausschluß der OeffeNtlichketi und der Presse, Na chAufruf und Feststellung der Anklagen und Zeugen wurde von zwei Vertei­digern der Antrag auf Vertagung gestellt, da zwei wichtige Zeugen nicht erschienen sind. Dieser An­trag wurde abgelehnt, lieber einen anderen An­trag des Offizialverteidigers von Woldemaras, den Prozeß aus formal-juristischen Gründen zu vertagen, wird später beraten werden. Zur Zeit ist man mir der Verlesung des umfangreichen An­klageaktes beschäftigt. In den gestrigen. späten Abendstunden erfolgten verschiedene Haussuchun­gen bei einigen als Anhänger Woldamaras be­kannten Personen. Insgesamt sollen 12 Verhaf­tungen erfolgt sein.

Nsenbahn-Kalaslrophe in Steiermark.

D-Zug Rom—Wien raff in voller Fahrt auf einen Gükerzug. Lokomotive stürzt in die Mur. —12 Tote. — Angefähr 50 Ver­letzte. — Schuldfrage noch ungeklärt. — Fahrdienstleiter verhaftet.

Der sogenannte Römerschnellzug ist bei Göß in der Nähe von Soeben (Steiermark) in einer Kurve auf einen Güterzug aufge­fahren. Da der , D-Zug Rom-Wien mit voller Geschwindigkeit in den vor ihm fahrenden Güter­zug hineinfuhr, war die Wucht des Zusammen­stoßes so groß, daß sich der Post- und der Ge­päckwagen des D-Zuges in den ersten Personenwagen hine insch ob en. Die Lokomotive stürzte über eine drei Meter hohe steile Böschung in die an der Unglücksstätte vorüberfließende M u r. Wie durch ein Wunder blieben der Lokomotivführer und der Heizer dabei fast unverletzt. Der Bremser des letzten Wagens des Eüterzuges konnte sich durch Abspringen im letzten Augenblick retten.

Nach den bisherigen Feststellungen wurden 12 Personen getötet und vier lebensge­fährlich verletzt. Sechs weitere Personen wurden schwer verletzt, 30—40 mehr oder minder leicht. Unter den Toten und Schwerver­letzten befinden sich keine Reichsdeutschen. Es handelt sich zum größten Teil um Oester- reicher und Ungarn. Die Frage des Verschuldens ist noch nicht geklärt. Die beiden Fahrdienstleiter der Stationen Göß und Hinterberg, zwischen denen sich das Unglück ereig­nete, beschuldigen sich gegenseitig, das Signal auf freie Fahrt gestellt zu haben, während der Güter­zug noch auf der Strecke war. Beide wurden wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet und dem Gericht übergeben. Die Aufräumungsarbeiten an der Unfallstelle dauern zur Stunde noch an. Der Verkehrt st unterbrochen, da die Schienen­anlage in einer Ausdehnung von ungefähr 20

Meter zerstört ist. Man hofft, bis heute Witter- nacht den normalen Verkehr wieder aufnehmen zu können. In der Zwischenzeit wird die Verbin­dung durch Autobusse aufrecht erhalten. In dem verunglückten Zuge. befand, sich auch ein Wagen mit Kindern, die von einer Ferienkolonie nach Wien zurückfuhren. Die Kinder blieben unverletzt und sind bereits in Wien eingetroffen. Der Mate­rialschaden ist sehr groß. An der Unfallstelle spiel­ten sich fürchterliche Szenen ab. Zum Glück fuhr in dem Zuge als Reisender ein Wiener Chirurg mit. der an Ort und Stelle den Schwerverletzten erste. Hilfe leistete und sie durch Rettungsabtei­lungen der Umgegend in die nächsten Spitäler bringen ließ. Im Befinden des größten Teils der bei dem Eisenbahnunglück verletzten Fahrgäste ist eine Besserung eingetreten.

Wieder ein D-Zug-Anschlag.

Versuchter Eisenbahnattentat in der Oberpfalz. Unbekannte Täter legten Schwellen auf die Schie­nen. — Offenbar sollten die auf der Strecke Regensburg-Hof verkehrenden Nachtschnellznze znm Entgleisen gebracht werden.

wtb. Weiden (Oberpfalz), 17. August. (Eigene Meldung.) Auf die beiden Gleise der Eisenbahn- brücke zwischen Wernberg und Luhe auf der Strecke Regensburg-Hof haben bisher nicht ermittelte Ver­brecher in der Nacht Schwellen gelegt, um die dort verkehrenden stark besetzten Nachtschnellzüge zum Entgleisen zu bringen. Ein die Stelle passierender Eilgüterzug zertrümmerte eine Schwelle und schob eine andere zur Seite. Der Lokomotivführer er­

Sie Kinder von Dietramszell begrüben den BeldjsptäflDenlen.

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Für ein paar kurze Urlaubswochen ist der Reichspräsident jetzt auf dem bayrischen Gut Dietramszell eingetroffen. Die Kinder des Ortes begrüßten den Reichspräsidenten, dem sie seit Jahren eine große Liebe entgegenbringen, aufs herzlichste. : j • > ..■■■■■

stattete Meldung, worauf die Sttecke abgesucht wurde. Dabei wurde auf dem Eegengleis ebenfalls eine Schwelle gefunden. Die Verbrecher beabsich­tigten zweifellos den Absturz des Zuges über die Brücke herbeizuführen. Die Behörden fahnden auf die Täter.

Ein Eisenbahnattentat in Irland.

Banden bewaffneter Männer hielten einen Güterzug bet Richhill in der irischen Grafschaft Armagh an, nachdem sie zuvor einen Teil der Gleise abgerissen hatten. Dann zwangen sie Lokomotivführer und Heizer unter Drohungen, die Lokomotive des Zuges abzukoppeln und in die Gleislücke zu fahren, wo sie umstürzte und den Eisenbahndamm verspertte.

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Ein weiteres Eisenbahnunglück er­eignete sich i n Wi 11 l i ch (Rheinland). Ein den Wittlicher Bahnhof verlassender Personenzug fuhr auf einen leeren Wagenpark, der sich aus noch unbekannter Ursache von dem Neben­gleis auf das Hauptgleis verschoben hatte. Zwei Wagen des Wagenparks und die Lokomotive des Personenzugs entgleisten. Personen wurden nicht verletzt, doch ist der Sachschaden bedeutend. Das Gleis der Strecke Wittlich-Wengerohr war längere Zeit gesperrt.

* Keine Kürzung der Beamlengehälker. Die von verschiedenen Blättern ausgestellte Behauptung, es seien neue Kürzungen der Beamtengehälter ge­plant, werden vom Reichsfinanzministerium mit aller Entschiedenheit dementiert. Im Reichsfinanz­ministerium ist nicht das geringste von derartigen Plänen bekannt.

* keine Verzichtaufforderung an die Großpen­sionäre. Durch die Presse geht eine Meldung, in der davon die Rede ist, daß die Großpensionäre in eingeschriebenen Briefen vom Reichsfinanzministe­rium aufgefordert worden seien, auf einen Teil ih­rer Pension zu verzichten. Auf diese Briefe sollen bisher nur zwei Generale (v. Deimling und v. Schönaich) geantwortet haben. Aus Kreisen des Reichsfinanzministeriums erfahren wir dazu, daß bas Reichsfinanzministerium weder gewöhnliche noch eingeschriebene Briefe verschickt hat. Somit entfallen auch alle in der Presse aufgestellten Kom- binationen über Rückgabe der Briefe bezw. Be­schwerden beim Reichspräsidenten. Ebenso sind auch keine Erklärungen der Generale n. Deimling und von Schönaich eingegangen. Aus Äuße­rungen des A r b e i t s rninisteriums geht hervor, daß die Zahl der Empfänger von Pen- f i o n e n über 12 000 Mk. durch Tod immer ge­ringer wird und nur noch etwas über 100 beträgt.

„Graf Zeppelin" im Ruhrgebiet

Landung im Essener Flughafen.

. „Graf Zeppelin", der Sonntag mittag eine Viertelstunde über Amst erdam kreuzte, landete Sonntag abend gegen 19 Uhr auf dem Flug­platz Essen-Mülheim, wo er von einer riefiaen Menschenmenge begrüßte wurde. Die Landung ging glatt vonstatten. Oberbürgermei­ster Dr." Bracht begrüßte den Leiter des Luftschif­fes Kapitän Lehmann. Nach Uebernahme der Post und Passagieren startete das Luftschiff nach einer halben Stunde zum Weiterfluge nach Fried­richshafen.

Das Luftschist „G r a f Z e p p e l i n" ist Mon­tag kurz nach 8 Uhr von seiner zweistündigen Bo- denseerundfahrt zurückgekehrt und glatt ge­landet. Der Start zur Englandfahrt ist auf Dienstag vormittag 6 Uhr vorgesehen. Das Luftschiff wird in den Abendstunden des Dienstag in London eintreffen.

Segelflugzeug in die Zuschauer.

Unfall bei einem Schaufliegen in Amerika. — Elf Verletzte.

wtb. Philadelphia, 17. Aug. Bei einem Schaufliegen in einer kleinen Stabt in Pennsylvanien stürzte ein Segelflugzeug in bie Zuschauermenge von mehreren 1000 Personen. Hierbei würbe nl 1 Personen verletzt. Der Pilot, ber ebenfalls Verletzungen erlitt, mürbe verhaftet, ba ihm grobe Fahrlässigkeit vorge­worfen wird.

Eine Todesfahrt.

Ein mit französischen Schlachkfeldbesuchern besetzter Omnibus stürzt einen Abhang hinab. — Sechs lote, zwölf Verletzte.

Ein Verein französischer Musiker, der Maria Himmelfahrt mit einem Omnibus eine Fahrt nach dem Beinhaus von Douaumont und den Schlacht­feldern von Verdun unternommen hatte, routbe auf der Heimfahrt von einem schweren Unfall be­troffen. Bei der Ortschaft Void wurde der Omni­bus von einem anderen Kraftwagen, der ihn über­holen wollte, gestreift und stürzte einen Abhang hinab. Sechs Personen kamen ums Le­ben, zwölf wurden verletzt.

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Im Ganzen kamen am Tage Maria Himmel­fahrt in Frankreich 15 Personen durch Autounfälle ums Geben.

Motorboot im Sturm gekentert.

Vootsunglück auf dem Zürichersee. — Sieben Insassen ertrunken.

wtb. Zürich, 17. Äug. (Eig. Meld.). Aus dem Zürich-See ereignete sich bei Küsnacht heute ein schweres Motorboot-Unglück, das 7 lote forderte. Ein Arbeiter-Radfahrer-Verein war mit mehreren Motorbooten auf den See hinausgefah- ren. Bei dem hohen Wellengang füllte sich ein Boot mit Wasser und schlug um. 7 Personen er­tranken, während 4 gerettet werden konnten^