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Gegen den Krieg!

Die Stimme der internationalen Kriegs-Opfer.

von

zu

Bilder vom Tage

Länder. 1

seit 3. 8. 4-16,0° C

■fcU

Prof. Dr. Ernst Rabel

8. 4-27,0° C

8. 4-32,0° C

das sind

am 3.

am 3.

Niederschlag a 3.8.81L morg. — 4. 8.8 U. morg. 12,0 mm Relative Feuchtigkeit der Lust am 4. 8. mitt. 12 Uhr 70,0 %

schenlandungen vornehmen. Von Miami werde der Flug nach Newyork fortgesetzt werden.

gigften gehören. Das sind die Kartelle, und ist die Kartellpreisbildung. Auch heute noch die Kartellpreise 311 Höch.

Ein« verständnisvolle Zusammenarbeit

Regierung, Reichsbank und Oeffentlichkeit wird den neuen Weg, den ine Reichsbank beschritten hat, zu einem Weg aus der Krise machen können.

Der Reichsbank ist Zielsicherheit zu wünschen, der Reick^regierung auch weiterhin die starke Hand, der Oeffentlichkeit aber Vernunft und ruhig Mut! _______________

den d er Gleichheit aller

Höchste Temperatur im Schatten Höchste Temperatur in der Sonne

Niedrigste Temperatur

Aus Magdeburg wird gemeldet: Als Gast des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold sprach am Montag abend auf einer großen Frie­denskundgebung das Vorstandsmitglied der größten französischen Kriegs­teilnehmerorganisation, der katho­lische Priester Abb^Vernard Secret, in deutscher Sprache über die internationale Kriegs­teilnehmeraktion für den Frieden. Wie er aus­führte, seien alle die Kriegsteilnehmer Frank­reichs, die in der etwa 3 Millionen umfassenden Confederation der fünf Kriegsteilnehmerverbände zusammengeschlossen seien, für einen Frie -

Jn Prag haben die Kriegs-Opfer aus allen Ländern eine Tagung abgehalten und abschlie­ßend eine Entschließung gefaßt, in de^u. a. fest- gestellt wird, daß auf den Erfolg der internatio­nalen Anstrengungen zugunsten der Befestigung des Friedens und der Wohlfahrt der Völker ein schwerer Rückschlag gefolgt sei, der sich in einer Verschärfung des gegenseitigen Mißtrauens, in wachsenden finanziellen Schwierigkeiten und vor allem in einer schweren Wirtschaftskrise aus­drücke, die die Völker Mittel- und Osteuropas in Entbehrung, Rot und Elend gestürzt habe.

Die Lage Deutschlands insbesondere habe sich in der letzten Zeit so katastrophal zugespitzt, daß aus ihr eine schwere unmittelbare G e- fahr für ganz Europa, überhaupt das Le­ben der ganezn Demokratie, erwachse. Zur Be­kämpfung der Wirtschaftskrise als der haupt­sächlichsten Quelle der Schwierigkeiten, sei eine umfassende und durchgreifende Kreditaktion unverzüglich erforderlich, durch die Deutschland die zur Verhütung einer Finanz- und Wirtschafts­katastrophe erforderlichen Kredite erhält, deren Gewährung lediglich dadurch erleichtert werden sollte, daß Deutschland durch Akte der Freiwillig­keit Kreditgeber davon überzeugt, daß die gewährten Mittel ausschließlich dem wirt­schaftlichen und sozialen Wiederaufbau, dem Frieden und der Erstarkung der Demokratie dienstbar gemacht werden.

Gleichzeitig sei die für die Agrarvölker Osteuropas (deren Kaufkraft gegenwärtig er­heblich geschwächt ist) ins Auge gefaßte Hilfs­aktion energisch zu betreiben und mit größter Beschleunigung praktischen Ergebnisien zuzufüh­ren. Im Zuge dieses Sanierungsprogramms er­scheine eine Prüfung der Möglichkeiten angebracht, die internationale Kriegsschuldenlast auf die Wiedergutmachung der Personen- und Sach­schäden zu beschränken. Es sei unerläßlich, daß die Staaten, ob sie dem Völkerbund nun an­gehören oder nicht, durch eine kraftvolle Bemü­hung zur Verständigung den Erfolg der ersten allgemeinen Abrüstungskonferenz sicher­stellen, die für 1932 nach Genf einberufen ist. Das Verbot zur Anwendung der Mittel des chemi­schen und bakteriologischen Krieges müsse ver­stärkt, die Luftflotten abgeschafft und alsdann das zivile Flugwesen internatio­nalisiert oder unter die Kontrolle des Völ­kerbundes gestellt werden. Schließlich müsse eine internationale Kontrolle geschaffen werden, deren Zweck es sei, an Ort und Stelle die loyale Er­füllung der übernommenen Verpflichtungen zu prüfen und so den Weg zu einem pro­gressiven Verschwinden der natio­nalen Rüstungen zu ebnen. Wenn die Konferenz im Jahre 1932 zu einem Mißerfolg führen oder feine bemerkenswerten ober unmit­telbaren Ergebnisse zeitigen sollte, so hätten die Kriegsteilnehmer, denen alle Regierun­gen die Versicherungen gegeben hatten, daß sie in den Kampf gezogen sind, um den Krieg z u töten, das Recht, den künftigen Generatio-

Anslösung des llebecweisungs-vecbandes

wtb. Berlin, 4. Aug. (Gig. Meld.) Der Ausschuß des Ueberweifungsverbandes Berlin hat heute beschlos­sen, nach Durchführung der Dienstagabrechnung die Ueberweisungstätigkeit innerhalb des Verbandes einzu­stellen, da von Mittwoch, 5. August, ab der normale Bankverkehr wieder eintritt.

Auto vom Zug überfahren.

Acht Insassen getötet, ein Schwerverletzter.

Ein Kraftwagen mit acht Fahrgästen wurde auf einem Bahnübergang in der Nähe von T 0 r t 0 n a (Oberitalien) von einem Schnellzug erfaßt und zertrüm­mert. Die Mitfahrenden, sämtlich Frauen, wurden ge­tötet, nur der Chauffeur kam mit dem Leben davon; er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Drei Opfer des Blitzes.

Nordwestlich von Häselgehr im Lechtal schlug der Blitz in eine Hütte ein. Hierbei wurden drei Bauern getötet, zwei Personen verletzt bezw. betäubt. Eine Rtt tungsexpedition brachte die Genannten zu Tal.

* Einbrecher stehlen den Sparstrumpf einer Greisin. Eine hochbetagte Witwe in Kaisers­lautern hatte ihre Ersparnisse von 1200 Mk. auf Anraten von Verwandten zu Hause im Spar­strumpf liegen lassen. Das ganze Geld wurde nun von Einbrechern gestohlen.

* Schlimmes Ende einer Schwarzfahrt. In der Nacht zum Sonntag unternahmen der 20 Jahre alte Elektriker Friedrich Kraus und der 19 Jahre aste Schlosser Karl Daunderer aus Kaisers -

Xempetatat- und Barometerstand in Fulda.

Mtgeteilt von Diplom-Optiker Sauerborn.

Erzberg er-Gedenkfeiern.

Am 26. August werden es zehn Jahre, seit Mathias Erzberger von nationalistischen Meu­chelmördern im badischen Schwarzwald er­mordet wurde. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Berliner Zentrumspartei eine würdige Erin­nerungsfeier. Auch der Deutsche Republikanische Reichsbund wird gemeinsam mit den Berliner Windthorstverbänden eine Erzberger-Gedächtnis- feier abhallen. Das Reichbanner Schwarz-Rot- Gold wird ebenfalls des Tages gedenken. Na­türlich wird Erzberger auch jetzt noch, zehn Jahre nach feinem Tod, von denen, die ihn tödlich ge­haßt haben, in den rohesten Worten geschmäht. Die deutschen Katholiken wissen, daß Erzberger der Mann war. der in dem Augenblick, als alle selbst­bewußten Voraussagen der bisherigen Führer und die strategische Stellung der OHL. hoffnungslos zusammenbrachen, sich opferte und den schwe­ren Gang zum siegreichen Feind ging. Er hat, im Interesse des aufs äußerte bedrohten deutschen Volkes, das auf sich genommen, was eigentlich den andern, die heute wieder große Töne reden, zugefallen wäre. Durch feine Finanzreform hat er später auch das starke Band um Deutschland geschlungen, das den Auseinanderfall des Reiches bis heute trotz aller drohenden Gefahren verhin­dert hat. Seine süddeutschen Landsleute haben eine Gedächtnis-Kavelle gebaut, in der sie für ihn, der ein treuer Sohn der katholischen Kirche war, ausgezeichnet durch viele Huldbeweise des Heiligen Vaters, eifrig beten.

Höllenmaschine im D-Zug.

Domben-Explosion im Expreß München—Belgrad. Drei Toke.

Nach Belgrader Meldungen wurden bei der Einfahrt in die Station Zimony-Neu stabt in bem bireften Wagen München—Belgrab in­folge einer Explosion drei Personen ge­tötet und mehrere schwer verletzt. Einer der Schwerverletzten ringt mit bem Tobe. Das jugoslawische Verkehrsministerium hat an- geordnet, daß zur Vermeidung ähnlicher An­schläge in Zukunft die direkten Wagen an der Grenze abgekoppelt und der Verkehr durch jugo­slawische Wagen durchgeführt wird.

Die Explosion verursachte auch in den beiden Nachbarwagen schwere Schäden. Nicht nur die Sitze, sondern auch die Seitenwände wurden zer­stört Es entftanb eine furchtbare Panik. Auch die unverletzt gebliebenen Reisenden flüchteten, wobei mehrere in dem Tumult leichte Verletzun­gen erlftten. Diei drei H öllenmaschine.n hatte man unter den Wagenfitzen ver­borgen. Das Attentat ist das schwerste der in den letzten Monaten verübten Anschläge.

Heuer kommunistischer Bahnfrevel gegen einen rumänischen Eisenbahnzug.

Wie der „Pester Lloyd" aus Bukarest er­führt, ist abermals ein von kommunistischer Seite geplanter frevelhafter Anschlag auf einen Eisen bahnzug vereitelt worden. In Siebenbürgen, in der Nähe der Station Marosvasarhely, entdeckte ein Bahnwärter, daß die Gleise vom Bahnkörper in einer Länge von 50 Meter entfernt und in den parallel laufenden Graden geworfen worden waren. Die Erhebungen ergaben, daß bas Atten­tat von Kommunisten gegen den Schnell­zug Sutarest—G alatz geplant war. 30 Personen wurden verhaftet, unter ihnen auch bcr Führer bes Schnellzuges Bukarest—Czernowitz. Dieses Attentat gehört zu ber Serie von Anschlä­gen, die im Zusammenhang mit dem roten 1. August in den letzten Tagen verübt worden wa­ren. _______

—. Erhöhung bes tschechoslowakischen Diskontsatzes. (Eig. Meld.) Die tschechoslowakische Nationalbank hat ihren Diskontsatz mit Wirkung von Mittwoch von 4 auf 5 Prozent erhöht.

lautern mit einem Motorrad, das sie vor einer Wirtschaft Wegnahmen, eine Schwarzfahrt. Kraus verlor in ber Donnersbergstraße die Herrschaft über das Rad, stürzte und zog sich einen schweren Schädelbruch zu. Der als Sozius fahrende Daun­derer erlitt geringfügige Hautabschürfungen und Prellungen. Kraus wurde ins Krankenhaus ein­geliefert.

nen den Vertrauensbruch vor Augen führen, den man an ihnen vollzogen habe.

Vom Ruhm des Friedens!

von Ber Universität Berlin wurde zum Mitglied 6er permanenten Schiebsgerichtskommission in Genf neben bem ehemaligen englischen Botschafter Lord Crewe und bem ehemaligen holländischen Ministerpräsidenten Colijn ernannt.

Regen aus blauem Himmel.

Der „Blitz aus blauem Himmel" ist eine bekannte Erscheinung. Die Gewitter ziehen zuweilen so schnell, daß es über einem Ort zur elektrischen Entladung kommt, ehe Unaufmerksame dessen gewahr werden. Im eigentlichen Sinne aber kann ein Blitz natürlich nie aus blauem Himmel kommen. Anders dagegen verhält es sich mit dem Regen. Es ist möglich, daß ganz leichte Schleierwolken, die man kaum sieht, Regen fallen las­sen, besonders wird man dies im Frühling bemerken. Aber auch eine andere Erklärung gibt es. In den ver­schiedenen Luftschichten herrschen nicht immer die glei­chen Windrichtungen und Windstärken. Angenommen, in größerer Höhe befinde sich eine Regenwolke, und darunter brause in einer anderen Luftschicht ein starker Wind daher, bann wird dieser Wind den Regen auf­fangen und wird ihn mitreißen. Der Regen fällt dann also nicht horizontal aus der Wolke auf die darunter liegende Gegend, sondern er wird weitergetragen und gelangt erst in einer Gegend zum Fall, über ber die Regenwolke nicht steht und über der vielleicht blauer Himmel zu bemerken ist. Meist wird der Himmel dann allerdings durch einen leichten Nebel verschleiert werden, der eben von den Regentropfen herrührt. Aus dem­selben Grunde kann es umgekehrt vorkommen, daß eine dunkle unverkennbare Regenwolke über einer Gegend steht, während doch kein Tropfen Regen auf das dar­unter liegende Land fällt. Der Wind vertreibe den Regen, bemerken dann die Leute oft nicht ganz unrichtig. Diese Vertreibung des Regens kann bis auf mehrere Kilometer Entfernung erfolgen. Ja, durch starken Sturm kann der Regen bis zum Niederfall förmlich zerrieben werden, so daß er beim Fall kaum noch als Regen, fe­dern nur als ein „Stäubchen" empfunden wird.

Sigatteffettfabrif eingeäfdjetf.

Durch Großfeuer würbe in Saloniki die Zigarettenfabrik Arditti, die für 83 000 Pfund Sterling 'versichert war, zerstört. In der zer­störten Fabrik befanden sich Steuerbanderolen im Wette von 600000 Drachmen.

Ein Seesteg in Flammen.

wtb. Cardiff, 4. Aug. (Eig. Meld.) Gestern abend wurden in Penarth der 200 Meter lange Seesteg und die auf ihm errichtete Tanzhalle durch Feuer völlig zerstört. Die bei Ausbruch des Bran­des auf der Brücke sich aufhaltenden 800 Perso­nen konnten in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden wird auf 20 000 Pfund Sterling ge­schätzt. _____

Geheimrat Pros. Emil Warburg.

<er Senior der deutschen Experimentalphysiker, ist in Berlin im Alter von 85 Jahren gestorben. Als Forscher und als Lehrer gleichbedeutend, hat War­burg an verschiedenen deutschen Universitäten ge­wirkt und wurde 1905 Präsident der physikalisch­technischen Reichsanftalt. Warburg war Mitglied der Preußischen Akademie der Wy,enichasten,

Tagungen.

S. Slenographenlag bet Schule stolze-Schrey.

Nachdem auf dem 9. Stenographentag ber Schule Stolze-Schrey in Breslau ber Samstag rein ge­schäftlichen Sitzungen gewidmet war, wurde am Sonn­tag vormittag die Festversammlung im Konzerthaus ab= gehalten, an die Vertreter ber Stabt Breslau, ber Uni­versität und ber Technischen Hochschule Begrüßungs­worte richteten. Sobann hielt Oberstudienrat a. 2 Professor Dr. Morgenstern-Berlin einen Vortrag über bas Thema „Kurzschrift und Kultur". — Beim Wett- schreiben wurde eine Höchstleistung von 440 Silben in ber Minute erzielt, und zwar von Fräulein Schließmann (Osnabrück). In den Fremdsprachen wür­ben erzielt: in Esperanto 100 Silben, Italienisch 140 Silben, Polnisch 220 Silben, Lateinisch 160 Silben usw — Die Tagung schloß am Sonntag mit einem Festabend bei dem die Preisverteilung vorgenommen wurde.

* Drei Mitglieder der Wegener-Expedition zu- rückgekehrt. Drei Mitglieder der Wegener-Expedi­tion, Dr. W. Kopp, Dr. Peters und Ingenieur Ernsting, trafen am Montag mit dem Motorschiff „Dronning Alexandrine" aus Island in Kopen­hagen ein. Sie waren mit dem Dampfer „Gertrud Rask" von Scoresbysund auf Grönland nach Island gebracht worden.

Diese. Kriegsteilnehmer seien auch für die Ab­rüstung. Sie wüßten allerdings, daß es keine materielle Abrüstung gebe ohne eine vorhergehende moralische Abrü­st u n g. Wie denke sich der einfache Mann aus dem Volke, der Rentner, der Ar­beiter in Frankreich die jetzige Sage? Alle Kriegsteilnehmer und das ganze Volk seien bereit zur Verständigung, zur Mit­arbeit für einen Frieden auf einer internationalen Basis des Vertrauens, das bewiesen werde durch Taten. Wir wollen der deutschen Republik helfen, sagte Secret. Mit Dettrauen helfen wir-, ohne Vertrauen — und das sage ich ganz offen — geben wir keinen Pfennig Geld. Wir geben keinen Pfennig für d i e Nationalisten. Der einfache Mann, der Rentner in Frankreich würde gern sein Geld bergeben zur Hilfe für die deutschen Republikaner, für eine wahre deutsche Republik, aber nicht für eine Scheinrepublik. Nichts wolle er geben einem Hugenberg, einem Hitler, einem Schacht oder Seldte. Wie stehen nun die Franwsen mit dem Herzen zu den Verträgen? Wir meinen und haben es sehr oft gesagt, daß die Vetträae loyale Innehaltung verlangen. Aber wir meinen auch, daß d i e Vertrage nicht ewig sind. Wir wol­len die Verträge nicht durch einen Krieg ändern, sondern durch friedliche Mittel, durch den Völkerbund. Zum Schluß zählte Abbo Secret die Mittel der französischen Kriegsteilneh­mer zur Erreichung ihrer Ziele auf. Es feien die Presse, die persönlichen Beziehungen, eine Friedenskasse und endlich die Erziehung der Jugend. Vor allem wolle man einen neuen Pressedienst für die Kriegsteilnehmer schaffen, da­mit das Reichsbanner über die französischen Ka­meraden, die französischen Kameraden etwas über das Reichsbanner lesen könnten. Im Herzen der Jugend müsse ein neuer Geist erzogen werden. Der Ruhm des Krieges müsse verschwinden. Wir wollen nur mehr reden vom Ruhme des Friedens, vom Ruhme der Völker­wohlfahrt, vom Ruhme der Bruder­liebe. /

Die Versammlungsteilnehmer dankten Secret mit stürmischem Beifall.

Chinesische Stabt unter Wasser

Hunderte von Menschen ertrunken.

Aus H a n k a u wird gemeldet: Nachdem der Dangtse bereits seit einigen Tagen infolge der star­ken Regenfälle über die Ufer getreten war und auch das Wasser der Seen in der Nähe der Stadt stieg, barst plötzlich der Schutzdamm gegen die Seen, und eine ungeheure Wassermenge ergoß sich in die Stadt, die in ganz kurzer Zeit bis-zu fast einem? viertel Meter Höhe überschwemmt wurde. Hun­derte von Einwohnern der dicht bevöl­kerten Armenviertel, die von der Flut überrascht wurden, ertranken. Die Truppen arbeiten an der Errichtung von provisorischen Staudämmen, um die Ueberschwemmung einzuschränken. Sehr ernst ist die Frage der Lebensmittelversorgung der Stadt, die vollkommen von der Umwelt abgesperrt ist und nur über geringe Lebepsmitteloorräte ver­fügt-

Alugzeug-Anfälle.

Absturz eines tschechoslowakischen Militär­flugzeuges.

Ein Flugzeug des 2. tschechischen Fliegerregi- ments, das Montag nachmittag einen Uebungsflug in Zusammenarbeit mit dem Kavallerieregiment in Göding durchführen sollte, stürzte bei Großparlo- witz in einer Höhe von etwa 40 Meter ab und ver­brannte. Die beiden Flieger fanden dabei den Tod.

Flugzeug stürzt in die Zuschauermenge.

Bei einer Flugzeugveranstaltung in Dover- court (England) stürzte ein Flugzeug in die Zu­schauermenge. Die beiden Flieger wurden schwer, drei Zuschauer leichter verletzt.

* Die Nordpolfahrt der „Nautilus". Milkins wird die Weiterfahrt mit dem Unterseeboot „Naulius" von Bergen am Dienstag antreten. Bei einem Frühstück erklärte Wilkins, er hoffe in diesem Jahre die Nordpol­expedition durchführen zu können.

, * Weiterflug des „Do X von Rio de Janeiro nach Miami. Der Vertreter der Dornier-Werke gab bekannt, daß das Flugschiff „Do X" am Dienstag zum Flug von Rio de Janeiro nach Miami starten werde. Man hoffe, in neun Tagen Miami zu erreichen. „Do X" werde unterwegs voraussichtlich in Bahia, Natal, Para, Per- ngmbuco, Port of Spam, St. Johns und San Juan Zwi-

Mißverflanden. „Grüß Gott, Herr Schultz. Was machen Ihre Eltern?" — „Danke schön. Sie leben wie die Tauben." — „Was? Nach fünfzig Jahren noch so verliebt?" — „Wer spricht von verliebt? Er ist schon ganz taub, und sie hört auch schon schwer." _ __A

* Reife bes Sultans von Marokko nach Paris. Der Sultan von Marokko Sidi Mohammed hat an Bord des Kreuzers „Eolbert" seine erste offi- 'zielle Reise nach Paris angetreten.

♦ Neue Kämpfe zwischen Eingeborenen in Natal. In Natal haben sich erneut blutige Kämpfe zwischen mehreren tausend Eingeborenen ereignet, bei- denen viele von ihnen getötet worden seien.

sich gerade mit der Restriktionsfrage beschäftigt bat, bezeugt ein Aufsatz ihres Vizepräsidenten Dreyse, der vor ungefähr einem Jahr die Re­striktionspolitik sehr eingehend beleuchtete und sie durchaus nicht bejahte.

Wir stehen nun an dem entscheidenden Wende­punkt, an dem die Reichsbank sich bereit erklärt hat, die angeforderten Kredite zu geben. Das bedeutet für unsere Wirtschaft eine Entlastung. Zum Schutze der Währung ist der Diskontsatz auf fünfzehn Pro­zent heraufgesetzt worden. Dies bedeutet also, daß tne Reichsbank demjenigen unbeschränkte Kre­bste gibt, der im Stande ist, dafür fünfzehn Proz. Zinsen zu zahlen. In dieser Zinshöhe wird also ein genügender Währungsschutz gesehen. Der neue Weg, den die Reichsbank geht, wird zwangsläuftg zu einer Erhöhung des Notenumlaufs führen, zwangsläufig auch zu einer Verminderung der Notendeckung. Das hat mit Inflation nichts zu tun.

Immerhin wird die Reichsbank aber gerade jetzt dem Währungsschutz die schärfste Aufmerksamkeit zuwenden müssen.

Bei Ingangsetzung des regulären Zahlungsver­kehrs wird sich zeigen, ob die Oeffentlichkeit geneigt ist, die Reichsbankleitung in ihrer neuen Politik verständnisvoll zu unterstützen. Diese Unterstützung kann nur darin bestehen, daß Geldabhebungen in einem wirklich nur notwendigen Maße vorgenom­men werden.

Die bestehenden Devisennotverordnungen ver­sperren ohnehin den Weg zum Erwerb von auslän- vischen Zahlungsmitteln. Unnotwendig abgehobene Gelder könnten also nur zu sogenannten Angst­käufen Verwendung finden. Solche Angstkäufe sind aber geeignet, das Preisniveau in die Höhe zu treiben, statt es zu senken.

Der hohe bestehende Diskontsatz gibt eine zwangsläufige Gewähr für Senkung des Preis­niveaus, wenn Angstkäufe nicht vorgenommen werden.

Die Regierung wird nicht umhin können, ge­rade jetzt der Preisbildung ein sehr scharfes Auge zuzuwenden, und auch hier, wenn es sein muß, entschieden einzuschreiten. Dieser Eingriff dürfte sich gegebenenfalls nicht nur auf die sogenann­ten lebenswichtigen Bedürfnisse erstrecken, sondern müßte der Erhaltung des gesamten Preisniveaus dienen.

Die Regierung muß ihre starke Hand jetzt auch ■ <m Institutionen beweisen, die nicht zu den gefü-

Letzte Nachrichten.

Verbot der nationalsozialistischen Bettung „Der Angriff".

wtb. Berlin, 4. 8. (Eig. Meld.) Der Polizei­präsident teilt mit: Die Tageszeitung „Der An­griff" ist mit sofortiger Wirkung auf die Dauer von drei Tagen verboten worden wegen Aufreizung der Oeffentlichkeit zu Gewalttätig- f eiten und damit zum Ungehorsam gegen Ge­setze, ferner wegen Beschimpfung der Polizei.

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Barometerstand

(auf Meereehih» reduziert)

Thermo­meterstand

3. 8. 6 Uhr abends

761,5 mm

4-20,0» C

4. 8. 8 Uhr morgens

762,5 mm

4-22,0» C

4. 8.12 Uhr mittags

764,5 mm

4-27,0» C