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Das grötzke Krankenhaus der Wett serkiggestellt.

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gen, Schutz für die Auslagen der Juwelierläden, bei Po. lizei- und Militäroutos, die während Unruhen eingesetzt werden, usw.

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ebenfalls eine kommunistische Ansammlung von der Poli­zei zerstreut. An verschiedenen anderen Stellen, nament-

Von den Bausparkassen.

== Die Bausparkasse Thuringia A. G. in Eisenach (Ursprung 1926) hat in ihrer Aufsichtsratssitzung Mitte Juli im Beisein eines Eisenacher Notars ihren Bau­sparern wieder eine halbe Million RM. zur Verfügung gestellt. Damit hat diese Bausparkasse innerhalb 6 Mo­naten insgesamt 1.3 Millionen RM. als Darlehen zu- geteilt. Gleichzeitig wurde über die günstige Entwick­lung der Bausparkasse dem Aufsichtsrat Bericht erstat­tet und dabei besonders hervorgehoben, daß die Kasse in den letzten Monaten durchschnittlich einen Zuwachs von 1000 bis 1100 neuen Sparern pro Monat zu ver­zeichnen hat. Die Thuringia A.-G. unterhält auch in die erste Hälfte des August erfolgen kann.

Die tausendjährige Burg Lenzen bei Wittenberge

sollte vor dem Amtsgericht Lenzen versteigert werden. Als einziges Gebot gab die Genoffen­schaftsbank in Lenzen, der die Burg Hypothekar verschuldet ist, 2 000 Mark ab. Die Taxe betrug 400 000 Mark, so daß der Zuschlag ausgesetzt wurde.

Scialoja. der Vertreter Italiens,

bei den Verhandlungen des Haager Schiedsge­richts um die Zollunion, hielt eine außerordent­lich scharfe Rede, in der er betonte, daß Italien den Streifall nicht als juristisches, sondern als politisches Problem sähe.

(Französische Karikatur.)

Genossenschaftswesen.

— Zunehmende Fortschritte der genossenschafilichen Eierverwertung. Die genossenschaftliche Eierverwertung deren planmäßige Organisation zum Absatz des „Deut­schen Frischeies" erst Ende 1928 begonnen erroben konnte, hatte im Jahre 1929 eine Gesamterfassung von 80 Mil­lionen Stück zu verzeichnen. Bereits im Jahre 1930 konnten die Anlieferungen sehr erheblich gesteigert wer­den, sodaß ein Gesamtabsatz von rund 2 5 0 Millio­nen Stück erreicht wurde. Im laufenden Jahre hat sich diese ansteigende Tendenz in sehr erhbelichem Maße verstärkt. War es doch möglich, schon in den Monaten Januar bis Juni durch die 17 dem Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiff­eisen angeschlossenen Eierabsatzzentralen insgesamt 330 Mill. Stück Eier zu erfassen. Die Absatzziffer des gan­zen Vorjahres ist also schon im ersten Halbjahr 1931 sehr erheblich überboten worden — eine Entwicklung, die als ein sehr erfreulicher Fortschritt auf dem Gebiete der land­wirtschaftlichen Absatzorganisation bezeichnet werden muß.

lief) an der Konstabler Wache und in der Altstadt, mußte die Polizei ebenfalls wiederholt einschreiten. Erst in den späten Abendstunden war die Ruhe vollständig wieder­hergestellt.

— Nächtliche Schlägerei in der Altstadt. In einer Wirtschaft in Fahrgasse kam es in später Nachtstunde zu einer Prügelei unter den Gästen, die sich auf der Straße fortsetzte. Hierbei schoß einer der Teilnehmer einem sei­ner Gegner eine Revolverkugel in den linken Oberschenkel. Fünf Personen wurden festgenom­men, darunter ein seit langer Zeit gesuchter schwerer Einbrecher. ____________

Eine 1000 jährige Burg unter dem Hammer.

Gebot 2000 Mark.

kursverwalter der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei Bremen hat verfügt, daß sämtlichen langfristig angestelltcn Arbeitnehmern der hiesigen Kammgarnspinnerei unter Einhal­tung der gesetzlichen Kündigungsfrist gekündigt wird. Dadurch wenden etwa lOÖAngestellte arbeitslos. Eine entsprechen,de Maßnahme ist für die Arbeiter der hiesigen Spinnerei zu er­warten, wenn die vorhandenen Auftragsbestände aufgearbeitet seien und keine Mittel für die Fort­führung des Betriebes geschafft werden können. Damit ist die von Eisenach mit Spannung erwar­tete Stellungnahme des Konkursverwalters in ei­nem leider bedrohlichen Sinne ausgefallen.

— Zella (Rhön). (Ein Teil ber Siebes« beute vom Zellaer Kirchenraub ge­funden) Beim Kornmähen auf der Zel­laer Flur wurde in diesen Tagen ein sehr interessanter Fund gemacht. Die Ernteleute fan­den einen Teil der Altargeräte, die vor einigen Wochen aus der Zellaer Kirche gestohlen worden waren. Gefunden wurden die Monstranz, ein Kivchengerät von hohem künstlerischem Wert, und ein Speisekelch ohne Deckel. Die Monstranz ist lei­der stark beschädigt, man hofft aber, daß es der Kunst eines Goldschmiedes gelingen wird, sie wie­der herzustellen. Vielleicht bekommt die Polizei durch diesen Fund nun neue Fingerzeige, um die Diebe zu stellen.

Liebesdrama in Hanau.

Der Braut die kehle durchschnitten. — Der Täter kommt schwer verlehk ins Krankenhaus.

— Hanau. In der Wohnung feiner Eltern fand man den 26jährigen Ludw. Baum und feine 19jährige Braut Betty K r e m m e l b e i n in ihrem Blut schwim­mend vor. Als die Mutter des Baum Samstag früh ihren Sohn zur gewohnten Zeit um 6 Uhr wecken wollte, fand sie die Tür von innen verschlossen und das Schlüsselloch verstopft. Sie rief ihren Mann herbei, der die Tür aus den Angeln hob. Im Bett lag die 19jährige Braut ihres Sohnes mit durchschnittener Kehle und auf- geschnittenen Pulsadern tot in. einer großen Blutlache. In halb kniender Stellung mit dem Gesicht ins Bettkissen gedrückt lag der Sohn mit schweren Schnittverletzungen am Halse neben der Leiche des Mädchens. Auf dem Bett lag das zur Tat benutzte Rasiermesser, während abseits eine leere Kognakflasche stand. Die Gaslampe war abgeschraubt, so daß das Gas entströmte. Mög­licherweise hat das Paar versucht, sich erst durch Gas zu vergiften und dann zum Rasiermesser gegriffen. Baum wurde ins Landeskrankenhaus gebracht. Unmittelbare Lebensgefahr soll bei ihm nicht bestehen. Das Motiv der Tat konnte noch nicht einwandfrei festgestellt wer­den, dürfte aber in einer Krankheit des Baum zu suchen sein. Er wird als ordentlicher, braver Arbei­ter geschildert, auch das Mädchen genoß den besten Ruf.

Versuchte Industriespionage.

— Hanau. Vom Schöffengericht Hanau war der 18 Jahre alte Kaufmann Marius Armbruster aus Mailand wegen versuchter Industriespionage zu 1000 RM. Geldstrafe verurteilt worden. Staatsanwalt und Angeklagter hatten Berufung eingelegt, die jetzt von der Großen Strafkammer verworfen wurde, wobei be­tont wurde, daß der Angeklagte die deutschen bezw. Hanauer Arbeiter falsch eingeschätzt, hatte. Der junge Italiener, dessen Vater aus Baden stammt, hatte von der Firma Abramo Colbo in Mailand den Auftrag er­halten, in Hanau Arbeiter anzuwerben für die Her­stellung ihrer Platin-Spinndüsen, die für die Kunstseide- fabrikation benötigt werden. Gleichzeitig hatte der junge Mann aber auch versucht, die Herstellungsweise der Spinndüsen bei der Firma Heraeus zu erfahren. Die Firma Heraeus in Hanau hatte sich dadurch überlegen gezeigt, daß es ihr gelungen war, unter Verwendung selbst fabrizierter Bohrmaschinen das fehlerfreie Bohren der feinen Löcher in die Spinndüsen zu erzielen und sich dadurch große Erfolge auf dem Weltmärkte ge­sichert. Das Vorhaben des jungen Mannes war in Hanau bald bemerkt worden. Man stellte ihm eine Falle und feine Festnahme erfolgte. An dem gesunden Sinn der Arbeiter war sein Vorhaben gescheitert.

Ab 1. August Schienenauiobus.

— Kassel. Der Personenverkehr zwischen Gudensberg und Grifte wird durch ein neuzeit­liches Verkehrsmittel durchgeführt. Bekanntlich hatte die Kleinbahnverwaltung Grifte-Gudensberg vor einiger Zeit an dem von der Firma Henschel u. Sohn herausge­brachten Schienenomnibus Interesse bekundet und damit auch Probefahrten durchgefllhrt. Nunmehr führt die Ver­waltung ab 1. August den Verkehr zwischen Gudensberg nd Grifte, der bisher mit Straßenomnibussen bewältigt ''Nde, mit dem Schienenomnibus durch.

Technik und Verkehr.

Panzerglas heißt die wichtige Erfindung eines britanten in Köln. Das Panzerglas besteht aus

kommunalpolMfches.

— Magdeburg zahlt Gehälter nur für 8 Tage. Der städtische Pressedienst teilt mit, daß sich die Stadt Magde­burg mit Rücksicht auf die völlig ungeklärte Finanzlage

aufeinanderliegenden Glasscheiben, die durch eine beson­dere Masse verbunden sind, dabei aber bis zu 20 mm. Stärke völlig klar und durchsichtig bleiben. Schieß­oersuche haben gezeigt, daß das Glas schußficher ist, denn die Geschosse bleiben in dieser Panzerscheibe stek- ken. Hieraus ergeben sich die mannigfachsten Verwen­dungsmöglichkeiten: Abdeckung gefährdeter Schalter­und Kassenräume in Banken und Verkehrsunternehmun-

der Städte und Kommunalverwaltungen veranlaßt ge­sehen habe, entgegen der ursprünglich für den Zeitraum von 14 Tagen beabsichtigten Auszahlung zunächst die Gehälter und Löhne nur für a ch t Tage zu zahlen. Zur Zeit fei die Stadt noch nicht in der Lage, zu übersehen, wann die restliche Gehaltszahlung die restliche Gehaltszahlung für die erste Hälfte August erfolgen kann.

Bäder und Kurorte.

— Bad Salzschlirf. Bis zum 2. August waren hier 2488 Kurgäste angemeldet.

Tagungen.

— Der Deutsche krankenkassentag abgesagt. Der Gesamtoorstand des Hauptverbandes deutscher Krankenkassen hat beschlossen, den für den 16. d. M. nach Mainz einberufenen 35. Deutschen Krankenkassen­tag mit Rücksicht auf die gegenwärtige Wirtschaftslage nicht stattfinden zu lassen. Die für den 15. d. M. ein- berufene Vertreterversammlung wird dagegen mit er­weiterter Tagesordnung am 15. und 16. d. M. statt­finden.

Frankfurter Oper.

An allen lagen bis zum 9. August: Gastspiel der Berliner Rotterbühnen: De.r Soldat der Marie. Ope­rette in drei Akten von Leo Ascher.

Aus Oberhessen.

— Marburg. Samstag nachmittag gegen 6 Uhr wurde Geheimer Konsistorialrat Professor D. Bornhäuser beim Uederschreiten des Wilhelmsplatzes von einem vor- llberfahrenden Auto zu Boden geworfen. Er trug eine klaffende Wunde am Hinterkopf davon, so daß man ihn mittels Autos in feine Wohnung bringen mußte.

= Marburg. Der Pächter der hiesigen Stadtsäle will feine Gaststätte, die auch den größten Saal der Stadt umfaßt, während der Unioerfitätsferien vom 15. August bis 1. Oktober d. I. schließen. Man führt als Grund Unrentabilität durch Rückgang der Festlichkeiten infolge ser schlechten Wirtschaftslage an.

Oer älteste nassauische Markt.

— Heftrich i. T. Am Donnerstag nach Jakobi, also am 25. Juli, fand auf der 2111 e b u. r g der sogenannte Jakobimarkt statt. Noch immer bewahrt der Markt seine Anziehungskraft und lockt tausende von B e s u ch e rn aus dem Nassauer Lande auf den schönen weithin sicht­baren Marktplatz. Die Alteburger Märkte sind die äl­testen in Nassau und führen ihren Ursprung auf die Rö­merzeit zurück. Auf der „Alteburg", einer einst ger­manischen Befestigung, der ein römisches Kastell folgte, entwickelte sich bereits früh ein sehr starker Grenz- und Tauschoerkehr zwischen den Urbewohnern und den römi­schen Soldaten. Der Tauschverkehr aber hielt an, als die Römer vertrieben wurden und die Germanen wieder in den Besitz der Alteburg gelangten. Es entwickelte sich ein Markt, der schon vor einem Jahrtausend von Han­delsleuten zwischen Rhein und Lahn und Main besucht wurde. Die Alteburg wurde so wohl der wichtigste Marktort des Gebietes. Später wurde auf der Höhe ein dem hl. Kilian geweihtes Kirchlein errichtet. Das Gottes, haus zerfiel, die Märkte behielten ihre Bedeutung durch die gii cht der Jahrhunderte bei. Und trotz aller neuzeit­lichen Verkehrsmittel und Errungenschaften haben gerade die drei Alteburger Märkte — zu Pfingsten, Jakobi und Bartholomäi, ihren prächtigen ländlichen Charakter be­wahrt. Sie sind volkstümlich, malerisch im Aufbau und für jeden Volksfreund eines Besuches wert. Auch am letzten Donnerstag war der Markt überaus stark besucht, aber auch lebhaft mit allen Viehgatttygen beschickt.

Auf der Ferienreife verunglückt.

. Dom Gegenzug geköpft.

— Koblenz. Ein Werkmeister, der sich mit seiner Frau und feinem Kind auf einer Ferienfahrt befand, lehnte sich kurz vor St. Goar weit aus dem Abteilfenster hinaus. Er muß dabei wohl das Herannahen eines ent­gegenkommenden Personenzuges überhört haben, denn er machte keine Anstalten, vom Fenster fortzugehen, Furcht­bares Entsetzen erfaßte plötzlich die Frau des Mannes und noch zwei weitere Mitreisende, als der Körper des Werkmeisters ohne Kopf leblos ins Abteil zurückfiel. Dem Manne war durch die Windschutzscheibe der Lokomotive des Gegenzuges der Kopf vom Rumpfe getrennt worden. Auf dem Bahnhof St. Goar wurde sofort für die Fortschaffung der Leiche des Enthaupteten, dessen Kopf man später auf der Lo­komotive des Gegenzuges vorfand, Sorge getragen. Die Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft ist im Gange.

Freistaat Hessen.

Die Finanznot der kleinen Städte.

= Büdingen. Der Mindereingang an Steuern, Holz­geldern, Pachten usw. macht sich für die Finanzgebah- rung besonders der kleinen Landstädte katastrophal be­merkbar. In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde mitgeteilt, daß die Stadtkasse den an sie gegen­wärtig gestellten größeren Verpflichtungen — u. a. Kosten für die Unterbringung von Geisteskranken 4000 RM., Zuschuß zum Büdinger Wolsgang-Ernst-Gymna- fium etwa 8000 RM., Beiträge zur Fürsorgekasse mit etwa 2500 RM. — infolge Manges an Mitteln nicht nachkommen könne. Die Regelung dieser Angelegen­heiten mußte zu einem Zeitpunkt vertagt werden, an dem größere Einnahmen in Aussicht stehen.

— Offenbad). In den Abendstunden des Samstag kam es hier in der Innenstadt zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Kommunisten. Einige Handzetteloer- teiler hatten Schriften aufreizenden Inhalts verbreitet, die nicht der Polizei oorgelegt worden waren. Das her­beigerufene Ueberfallkommando nahm einige Verhaftun­gen vor. Andere Beteiligte flüchteten in die Seiten­straßen. Einer der Beteiligten wurde sofort dem Schnell­richter vorgeführt. Er erhielt wegen verbotswidriger Flu^ettelverteilung 14 Tage Haft.

Warum bestraft man diese Leute so milde?

— Mainz. Samstag nachmittag wurde der 35jäh- rige ehemalige Bankdirektor Georg Hoffmann aus Wiesbaden, der in den Jahren 1928-29 der Getreide- und Kreditbank A. G. in Mainz 1% Millionen Mark durch unerlaubte und verfehlte Spekulationen verun­treute und dadurch die Bank zurLiquidation gebracht hat, von dem hiesigen Bezirksschöffengericht nach vierwöchiger Verhandlung zu 214 Jahren Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe verurtreilt. Drei Monate der neunmonatigen Untersuchungshaft werden auf die Strafe angerechnet. Der Angeklagte nahm die Strafe nicht an. Der Staats­anwalt hatte bekanntlich 2/4 Jahre Gefängnis und der Verteidiger Freisprechung beantragt.

Neues aus Frankfurt.

— Zusammenbruch einer Bausparkasse. Die Deutsche Evangelische Heimstätten-Gesellschaft in Berlin, die vor einigen Wochen zusammengebrochen ist, hat leider auch in Frankfurt zahlreiche Leidtragende hinterlassen. Täglich melden sich bei der Kriminalpoli­zei Leute, die durch den Zusammenbruch dieser Bau­sparkasse geschädigt sein wollen.

— Die Selbstmord-Epidemie. Samstag früh wurde an der Niederräder Schleuse die Leiche eines Maurers gelänöet. Es liegt Selbstmord vor. — In der Raiff- eisenstraße verübte eine 62jährige Ehefrau Selbstmord durch Vergiftung mit Leuchtgas. Ebenso verübte in der Mainzer Landstraße eine 38jährige Ehefrau Selbstmord.

— Zwei Tote durch Benzinexplosion. Vor mehreren Tagen waren in der Wohnung des bekannten Automo­bilhändlers Wilhelm Glöckner mehrere Frauen in der Waschküche mti der Wäsche beschäftigt. Dabei versuchte die 24jährige Tochter Erna zur Reinigung eines Kleides etwas Benzin zu verwenden und benutzte dazu ein grö­ßeres mit diesem Brennstoff gefülltes Gefäß. Durch die auffteigenben Dämpfe erfolgte eine Explosion, die derart heftig war, daß nicht nur Fräulein Glöckner, sondern auch die bei der Wäsche tätige Frau Viktoria Vogt aus der Idsteiner Straße schwer verbrannt wurden. Die Frauen kamen sofort in ein Krankenhaus, wo sie jetzt, Fräulein Glöckner am Freitag, Frau Vogt in der Nacht zum Sonntag, ihren qualvollen Leiden erlegen sind. Fräulein Glöckner ist durch seine kühnen Automobilfahr­ten, bei denen es vielfach als Siegerin aus dem Wett- steit hervorging, in deutschen Automobllkreisen weithin bekannt gewesen. Erst noch im Frühling 1931 führte das junge Mädchen die große 10 000 Kilometer-Fahrt durch ganz Süddeutschland erfolgreich als Siegerin durch. Sein tragischer Tod wird in allen Sportkreisen tief bedauert.

— Große Invasion von Falschgeld. Aus einer Falsch- münzerwerkstätte, die in der Nähe der Stadt belegen sein muß, werden feit etlichen Tagen erhebliche Mengen fal­scher Fünfmark st ücke in den Verkehr gebracht. Zu­gleich aber wird auch aus Hanau gemeldet, daß auch dort zahllose Fünsmarkstücke täglich angehalten werden. Die „Hanauer Münzen" sind stark silberhaltig und klingen beim Ausschlagen hell. Die zweite Sorte hat einen dicken Messingkern, wodurch die Stücke ein gelbliches Aussehen haben. Beide Arten sind geprägt und stammen wahr­scheinlich aus der gleichen Werkstätte. Im Durchschnitt wurden dem Polizeipräsidium in den letzten Tagen täglich 12—15 Stück zugeleitet. Besonders stark ist die Veraus­gabung der Falschstücke auf der Straßenbahn. — Auch falsche Zweimarkstücke tauchen neuerdings wieder in ver­mehrtem Maße auf.

— Unruhiges Wochenende. Der Samstag stand in Frankfurt im Zeichen der kommunistischen Antikriegs­propaganda und einer nationalsozialistischen Kundge­bung für den Volksentscheid. Während letztere ruhig verlief, hatte die Polizei gegenüber den Kommunisten mehrmals Anlaß zum Einschreiten, da diese immer wie­der versuchten, Massenumzüge zu veranstalten. Bei dem Versuch, in der Kaiserstraße einen Zug zu bilden, wur-

Fuldaer Land und Aachbargeblet I ^Aeisa M llmgebsng

— Künzell (Kr. Fulda). Nachdem sich in den letzten I den neun Personen verhaftet. In der Bergerstraße wurde m e N b r uch s " de r o'Vb'ro o I lef De/ Kon Tagen die Witterung wieder sommerlich gestaltet hat, haben auch die R o s e n - G r oß k u 11 u r e n bei Künzell wieder ein sommerliches Kleid angelegt. Die Anlagen, die durch den Hagel schwer gelitten hatten, stehen jetzt wieder in voller Blüte und sind auch in diesem Jahre wieder ein Anziehungspunkt für viele Blumenfreunde.

Die „Medizinische Sfabf” in New Dort,

em riesiger Komplex von Krankenhäusern, medizinischen Forschungsinstituten un8 Laboratorien, ist jetzt fertiggestellt worden. Das Gelände, das dieses Stadtviertel der Kranken einnimmt. umfaßte jru» her 3 große Häuserblocks. ,> , 1 *

Bullridi-Salz für Bullrkh-Brause

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