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NILS

30. Juli

Beilage zur Auldaer Aeilung

irr. 173

die Aufgabe,

den

all-

Dr. C.

aber sie lehnte es ab. Darauf habe ich ihr, ohne ein Wort

.Das

zu sagen, das Stück auf ihren Teller gelegt.

auch der Ka­non Kinder-

und man

bischöfliche Erlaß dieLeitsätze und Weisungen" drücklich alskeine bloßen Ratschläge", sondern Gewissensbelehrungen" bezeichnet Hot, nicht an diese Leitsätze halten würden.

Erfreulicherweise breitet sich, wenn auch ga n z

den sind. In den letzten Jahren hat sich tholische Frauenbund um die Einrichtung lesestuben bemüht.

Die Kinderlesestuben haben zunächst

aus- als sich

Einkochkunst nichts nützt, wenn ein scharfer Duft Geschmack der Früchte beeinträchtigt.

Sehr wichtig sind die K o ch z e i t e n, für Obst- Gemüsearten verschieden. Beim Einwecken braucht

führen.

(AusFrauenturnen" Nr. 9 1931.)

Alle Zweifel über die katholische Haltung in diesen Fragen müssen jetzt schwinden, nachdem die Bischöfe so deutlich gesprochen haben. Es hieße wirklich, sich ernst­lich gegen die kirchliche von Gott gesetzte Autorität ver­sündigen, wenn jetzt noch Katholiken, nachdem der Erz­

für ein Halbliterglas Stachelbeeren 15 Minuten, die gleiche Zeit für dieselbe Menge Pflaumen. Johannis­beeren 20 Minuten, Reineclauden und Mirabellen je 20 Minuten, Himbeeren 15 Minuten. Längere Kochzeit haben die Gemüsesorten: Ein Halbliterglas Spargel eine Stunde 40 Minuten, Karotten 1% Stunden, grüne Erb­sen eine Stunde 15 Minuten, Pilze eine Stunde.

Es empfiehlt sich, kleine Gläser zu verwenden, da der Inhalt nach dem Oeffnen des Glases auch verbraucht werden muß. In größeren Familien lieber zwei kleine Gläser aufmachen, als von einem großen Gefäß einen Teil zu verwahren suchen. Daß beim Einlegen die Früchte nicht mit den Händen berührt werden dürfen, soll erwähnt werden. Durch die Wärme der Hand sind die Früchte schon bis zu einem gewissen Prozentsatz dem Verderben ausgesetzt.

den Kindern den Weg zu wertvollem Schrifttum zu zei­gen. Darüber hinaus bieten sie aber auch die Möglich­keit, Kinder der Straße zu entziehen, sie geistig zu bilden und zu fördern. Der Besuch ist freiwillig. Meist sind die Lesestuben täglich für einige Stunden geöff­net. Die Kinderlesestube kann auch zum Ausgangs­punkt einer weitergefaßten, erzieherischen Arbeit am Kinde werden. Sie kann mithelfen, das Kind im Geiste unseres katholischen Erziehungsideals zu erziehen. Kin­derlesestuben können den Sinn für Heimgestaltung wecken. Vielfach bedeuten sie die Stätte, an dem selbst die Kinder auch die Liebe und Lebensäußerungen der Pfarrgemeinde erleben und verspüren.

lieber die praktische Gestaltung einer Kinderlesestube gibt die soeben von derKatholischen Reichsarbeitsge­meinschaft Kinderwohl" (Verlag der Katholischen Schul- organisation), Düsseldorf, Reichsstr. 20, herausgebrachte Flugschrift:Die Kinderlesestube" (Preis 0.30 RM.) Auf­schluß. Aus der praktischen Erfahrung einer Jahres­arbeit gibt Lehrer M. Meurer darin Winke zum Auf- und Ausbau einer Kinderlesestube. Alle, die sich mit der Frage beschäftigen, alle Pfarreien, die der Jugend ein solches Heim schaffen wollen, werden aus dieser Schrift die Erkenntnis schöpfen, daß in der Kinderlesestube, die ohne allzu große Kosten und Schwierigkeiten eingerichtet werden kann, doch ein sehr dankbar aufgenommener

2. Allgemein gültige Vorschriften über die Badeklei­dung.

3. Ueberall organisierte strenge Aufsicht.

4. Verbot einer Verbindung von Bade­betrieb und Restaurationsbetrieb.

5. Verbot des Verlassens des Badestrandes in Bade­kleidung.

6. Trennung der Geschlechter.

Es ist Sache der Katholiken und besonders der ka­tholischen Frauen und Mädchen, sich restlos hinter diese Forderungen zu stellen. Die katholischen Frauen und Mädchen bilden namentlich in Fragen der öffentlichen Sittlichkeit eine gewaltige Macht, wie auch von unseren Gegnern nicht übersehen werden kann. In den Ge­meinschaftsbädern u. wilden Strandbädern sind Frauen- reinhest und vor allem die christliche Ehe den größten Gefahren ausgesetzt. Die christliche Frau sollte daher gerade in dieser Frage mutig vorangehen und sich in echter Mütterlichkeit als Lenkerin und Leiterin übel beratener männlicher Wünsche zeigen. Die katholischen weiblichen Vereine haben es oft in der Hand, durch tat­kräftiges, konsequentes Vorgehen unter bestimmten Ver­hältnissen in Gemeinden und in größeren Bezirken ka­tholische Grundsätze durchzusetzen.

Echt weibliches Empsinden mögen die Leitsterne sein, die uns in Verbindung mit der opferfreudigen Gerad­heit und dem Bekennermut katholischer Männer auch in der Gesundung des öffentlichen Badewesens zum Ziele

mählich, ein Umschwung der öffentlichen Meinung über das Bade wesen vor. Mit ausdrücklicher, wieder­holter Förderung seiner Eminenz des Herrn Kardinals von Köln hat sich der Ausschuß zur Bekämpfung der Ba­deunsitten im Volkswartbund Köln gebildet. Der Aus­schuß sieht seine Hauptaufgabe in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Presse, durch örtliche Versammlungen, durch Unterausschüsse in einzelnen Ufer« pfarreien, durch die Eingaben an die Behörden und Par­lamente. Schon ist viel erreicht; schon haben mehrere Bäder sich auf Trennung der Geschlechter umgestellt, an­dere werden nachfolgen. Die Behörden geben Bestim­mungen heraus, die die schlimmsten Auswüchse beseitigen sollen. Um Klarheit zu schaffen, hat der Ausschuß fol­gende Mindestforderungen zusammengestellt, die auch als Entschließungen größerer Volksversammlungen den Behörden zugeleitet worden sind:

1. Aufhebung der sogenannten wilden Bäder, soweit dadurch am Baden unbeteiligte Dritte berührt werden und öffentliche Aufsicht nicht gewährleistet werden kann.

Treffpunkt für unsere katholische Kinderarbeit und ein wertvoller Stützpunkt für unsere Kinderwelt gegeben ist. Wer weitere Anregung ober Einzelberatung bei der Anlage und Einrichtung einer Kinderlesestube wünscht, wende sich an die Zentralstelle der Katholischen Schul­organisation Deutschlands, Düsseldorf, oder an den Bor- romäusverein in Bonn.

Sie Stellung der kakhollschen Frauenwelt

zu den modernen vadestagen

d ü r fn i f f e herauszuwirtschaften, Geld, das überall in Deutschland unter der BezeichnungSchmuhgroschen" bekannt ist.

Mag sein, daß viele Männer für die kleineren Be­dürfnisse der Frau, seien es nun Toilettengegenstände oder notwendige kleinere Ausgaben für Kleidung, für den Friseur usw. nicht gern Geld hergeben. Das sollte jedoch noch keine Veranlassung sein zu einem Verfahren, das in einem wirklich ordentlich geführten Haushalt keinerlei Berechtigung haben darf. In vielen Familien ist es schon wegen dieserSchmuhgroschen" zu Zank und Streit gekommen, umsomehr, als sich auf die Dauer doch nicht alles vor dem Mann verheimlichen läßt. Und ist erst einmal das erste Mißtrauen vor­handen, dann wird cs immer wieder zu Reibereien kom­men, die dem Frieden der Familie durchaus nicht för­derlich sind.

Kein Ehemann wird etwas dagegen haben, wenn ihm seine Frau erklärt:Ich habe durch sparsame, praktische Haushaltsführung ein paar Mark erspart und möchte die­ses Geld nun auf irgend eine nutzbringende Art für meine persönlichen Bedürfnisse verbrauchen." Das ist offen und ehrlich gehandelt und Mißstimmungen können bei diesem Verfahren einfach nicht auftreten.

Viel schlimmer wird die Sache aber, wenn der Schmuhgroschen" auf Kosten der Familie erworben wird, d. h. wenn die Hausfrau an der Ernährung spart, wenn sie nicht richtig kocht, schlechte Lebens­mittel einkauft usw., um dann das auf diese Weise er­sparte Geld vielleicht in Leckereien, in Kinobesuche usw. anzulegen. Wenn eine solche Frau von ihrem Mann härter angefaßt wird, dann hat sie es verdient. Man merke sich aber ein für allemal: Finger weg vom ersten Schmuhgroschen", er ist ein Zankapfel, der immer wieder zu neuen Streitigkeiten führt.

Das Nötigen bei Tisch.

Dor Pros. Dr. Ludwig G u r l i t t-München.

Wenn ich mir eine kleine Gesellschaft von lieben Gästen zu Tisch lud, sorgte ich natürlich für gute Be­köstigung, Trank und Rauchwaren. So lange ich Jung­geselle ober Witwer war, eröffnete ich die Tischunter­haltung mit folgender Ansprache:Meine sehr verehrten lieben Gäste! Alles, was hier auf dem Tische aufgetra­gen wird, hat die Bestimmung von uns gemeinsam ver­zehrt zu werden. Ich bitte Sie, die Schüsseln munter kreisen zu lassen und die geleerten Weinflaschen zu er- ganzen. Ersatz steht auf der Kredenz nebenan. Ich bitte Sie auch, gehörig zuzugreifen, falls es Ihnen schmeckt. Genötigt wird nicht! Wer deshalb aus Bescheidenheit nicht zugreift, wird durch Schaden klug werden und bei nächster Gelegenheit das Versäumte nachholen. Sind die Herren mit diesem Programm einverstanden? Gut, so werde ich das Signal zum Sup- pen-Auftragen geben."

Auf diese Weise gewannen wir ungestörte Zeit zum Plaudern und Scherzen neben dem Essen und Trinken.

Das änderte sich sofort, als ich in den heiligen Stand der Ehe eintrat. Ich war zweimal verheiratet. Beide Frauen stammten aus den sogenannten besten Kreisen, hatten die sorgsamste häusliche Erziehung genossen und wußten vor allem, wie man sich bei Tisch zu benehmen hat. Meine erste Frau war aus Wien und brachte von dort die gesellige Anmut der Oesterreicherinnen mit. Meine zweite Frau beherrschte als gute Bremerin ngtür».

darfst Du doch nicht, eine Dame, d. h. eine richtige Dame, muß das beleidigen."Dann waren die hundert, die ich so bedient habe, keine richtigen Damen, denn sie haben mir alle mit liebenswürdigem Lächeln gedankt."

Je lässiger ich im Anbieten wurde, um so mehr stei­gerten meine Frauen ihren Eifer. Ein Gespräch kam überhaupt nicht mehr zu stände. Da sann ich auf eine List. Schon als Knabe habe ich mich geärgert, wenn mein Vater, der ein vortrefflicher Erzähler war, durch das ununterbrochene Nötigen meiner Mutter nicht zu Gehör kommen konnte. Ich erzählte daher, wenn an mei­nem Tische das gleiche Unheil anhub, mit erheuchelter Harmlosigkeit eine Jugenderinnerung entsprechenden In­haltes, einen Dialog meiner lieben Eltern:

Als ich mit meinem lieben Freunde Friedrich Hebbel im Jahre: . . . Aber bitte, Herr Dr. van Kämpen, neh- men Sie doch etwas Markklöhchen in die Suppe! Doch nicht bloß zwei, nein, nein, nein, greifen Sie doch ordent­lich zu, Herr Doktor! . . . Als ich mit meinem Freunde Friedrich Hebbel, dem großen Dichter, im Jahre 1847 in Rom ... Sic haben ja gar keine Kartoffeln genommen, Herr Schulz, auch die Tunke hoben Sie vorübergehen lassen. Kinder, reicht mal Herrn Doktor die Tunke hin, das Fleisch ist sonst so trocken. Aber bitte, schöpfen Sie doch tiefer, unten liegen Steinpilze. Und nehmen Sie noch gleich ein Stückchen Braten hinzu! . . . Als ich, wie gesagt, mit meinem lieben Freunde Friedrich Hebbel im Jahre 1847 in < Aber was sehe ich, Herr Sommer«

lief; die gesellschaftlichen Formen bis zur erschreckenden Meisterschaft. Da ich dagegen in meiner Unkultur nicht aufkommen konnte, gab ich als friedliebender und beschei­dener Ehegatte in allen Dingen gesellschaftlicher Wohl­anständigkeit gehorsam nach.

Auch das Nötigen Überließ ich zunächst meinen Frauen. Aber sie machten von diesem Recht einen überschweng­lichen Gebrauch. Eine vernünftige Unterhaltung wurde dadurch unmöglich. Herr Oberstudienrat Edelkropf hatte eben eine sehr reichliche Portion Gänsebrust mit behag­lichem Schmatzen erledigt, dazu einen gehäuften Teller Makkaroni und drei Löffel Bratäpfel, als ihm meine Frau nun ja, er war unser Renommiergast eine zweite Fuhre Gänsebraten anbot. Anbot? Nein, auf­drängte, ihn geradezu anbettelte:Aber bitte, Herr Ober- studienrat, so nehmen Sie doch! Schmeckt es Ihnen denn nicht? Erlauben Sie, daß ich Ihnen noch ein Stückchen vorlege!" Der würdige Herr »ychrte mit Händen und Füßen ab, und ich glaubte ihm gerne, daß er in seinem geräumigen Magen nicht die kleinste Nische mehr frei hatte. Zudem dachte ich mir:Kall schmeckt Gänsebra­ten auch gut." Nun wurde 'noch Torte aufgetragen. In­zwischen war Herr Edelkropf wieder aufnahmefähig ge­worden, bediente sich mit einem Quadranten der dicken Nußtorte, die ein Rosenzweig mit bunten Blättern und Blüten aus eingemachten Früchten auf weißem Zucker­guß und ein zackiger weißer Kranz aus gleichem Stoffe schmückte. Nach Verschwinden der Gäste fragte mich meine Frau vorwurfsvoll, weshalb ich meiner Nachbarin nicht ein zweites Stück Kuchen angeboten hätte« «Ich tat es,

Die arme Familie

Still Kinder! Halt' nur noch ein Weilchen Ruh, Papa kommt gleich nach Haus mtt guten Dingen. O, Muttergottes, sieh mein Händeringen!

Hilf mir! Was Mütter leiden, weißt auch du. Nein, arme Würmer, weint nicht immerzu, Der Jammer wird mich in die Grube bringen. Papa hott Brot, bann könnt ihr luftig springen, und eßt euch satt und macht die Augen zu.

Ach wenn ihr wüßtet, wie euch Mutter liebt!

Wie, Peter? Macht die Finsternis dir Schrecken? 's ist ja kein Del im Haus, daß Gott erbarm! Liefet, du weinst sag, was es wieder gibt! Frierst Kind? Was mußt du auch im Winkel stecken? komm her auf Mutters Schoß, da wirst du warm.

G. G. Belli.

kinderlefestuben.

Der Gedanke, für Kinder besondere Lesestätten zu schaffen, ist erst im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhun­derts von England und Amerika nach Deutschland ge­kommen und verwirklicht worden. Zur Zeit besitzen wir in Deutschland ungefähr 100 Kinderlese st üben, die teilweise auch an die bestehenden Borromäusbiblio- theken und die freienKinderlesestuben" des Karitasver­bandes angegliedert ober in Schulen untergebracht wor­

Watum mir das Einkochen immer gelingt.

Von Hebda V i s ch e r-Dernburg.

Die Freube am Einkochen kennt jebe gute Haus­frau. Den Schmerz um ben Verlust von Mühe, Zeit unb Gelb braucht keine mehr zu empfinden, sofern sie einige kleine Ratschläge befolgt, vorausgesetzt, daß sie sie zu ihren eigenen Erfahrungen zufügt.

Billige Früchte

sind teure Früchte. Rur bas beste Obst, ganz ohne Schäden, nur feste Früchte, die wohl reif sein sollen, aber niemals überreif sein dürfen. Wirklich, lieber ein Glas weniger in den Schrank bringen, aber nur bas beste Obst kaufen. Das Gleiche gilt vorn Gemüse.

Gläser unb Gummiringe

müssen unbeschädigt fein. Ist von dem Deckel auch nur ein kleiner Splitter losgeplatzt, so kann der Inhalt des Glases nicht mehr keimfrei bleiben, sondern er ver­dirbt durch den Zutritt der Luft. Das müßte sich jede Hausfrau klar machen, dann würde sie Verluste nicht zu beklagen haben. Nur bas keimfreie Obst und nur das keimfreie Gemüse sind in der Sage, den Winker zu überdauern. Sind die Gummiringe hart geworden, so sollten sie folgender Behandlung unterzogen werden: Zu­erst wird eine Lösung aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Salmiakgeist hergestellt. Dann kommen die Ringe für die Dauer von 10 bis 20 Minuten hinein. Ver­lassen sie das Bad, so sind sie jung, elastisch und schön, wie im neuen Zustand und für den Gebrauch vollkom­men einwandfrei wieder zu verwerten. Auch Gummi­stöpsel lassen sich auf die gleiche Weise wieder in ihren gebrauchsfähigen Zustand versetzen.

Soll ein Kork für die Flasche passend gemacht wer­den, so schneide die geschickte Hand einen Keil heraus, damit er sich alsdann in den Flaschenhals gut einfügen kann. Ihn von außen her zu schälen, ist falsch, weil er die Flasche dann nicht mehr richtig verschließen wird.

Einkochgläser müssen völlig geruchlos fein. Hat die Hausfrau irgend eine Flüssigkeit hineingetan, die einen starken Duft hinterläßt, so verabreiche sie dem Glase einen Guß aus schwarzem Senfmehl und lauwar­mem Wasser. Die Lösung braucht eine Viertelstunde in dem Einkochgesäß, bann wirb sie ausgegossen, bas Glas nachgespült und der Geruch ist für immer verschwunden. Nie sollte die Hausfrau die kleine Mühe scheuen, da die

zienrat. Sie haben ja gar kein Gemüse genommen. Mö­gen Sie denn keinen Wirsingkohl? Es sind Kastanien darin, und wenn Sie ordentlich Tunke dazu nehmen, schmeckt es vorzüglich in Rom bei Nacht auf dem Korso auf und ab ging, da entwickelte er mir . . . Herr Hol» gärtner, ich sehe, daß Sie schon lange Zeit einen leeren Teller haben. Ihnen ist doch nicht unwohl? Haben Sie denn gar keinen Appetit, es wird gleich Milchreis kom» men. Vielleicht sagt Ihnen der mehr zu ... Da ent» wickelte mir mein Freund Hebbel in erschütternder Weise [eine Ansichten über ... So, Herr Hosgärtner, hier ist bi« Milchspeise. Bitte, bedienen Sie sich!"

Aber, Louis, so erzähl doch weiter! "

Da hob mein Vater mit dem Ausdruck der Verzweif­lung die Schultern und sagte mit rührender Bescheiden­heit:Es geht ja nicht."

Diese Geschichte begann ich an meinem Tische zu er­zählen, sobald die verwünschte Nötigerei wieder einsetzte, und empfahl sie meinen Freunden für ihren Hausbedarf. Einer von ihnen, «in feiner Frauenkenner, fand die Ge- fchichte zwar luftig, fragte aber:Die Hauptsache, hat» denn bei Ihnen was genützt?"

Ja, freilich, meine Frauen haben sich jedesmal schau­derhaft geärgert."

Nein, ich meine, ob sie die verwünschte Nöiigerei nm> auch unterlassen haben."

Nein. Du weißt doch, lieber Freund, sie sind aus feer krummen Rippe gemacht, Du wirst sie nicht gerat* ziehen,"

Das Schmerzenskind der Hausfrau:

die herrenkleidung.

Welche Hausfrau hat nicht schon über die Instandhal­tung und Ausbesserung der Kleider des Herrn Gemahls und der erwachsenen Söhne geseufzt, wenn die Bügel­falten in ben Hosen garnicht halten wollten ober wenn er" beim Anziehen behauptete,es fehlt schon wieder ein Knopf an der Hose, den du nicht angenäht hast"!

Dabei ist auch die Instandhaltung der Herrenkleidung garnicht so schwer, wenn man sich einmal der Mühe un­terzieht, einen Anzug genauer anzuschauen, um das Vielerlei der Knöpfe festzustellen, die alle da sein müssen, wenn der Anzug seine schöne Form behalten unb vor allem richtigsitzen" soll. Aber mit dem Knöpfe-An- nähen allein ist es nicht getan, ein Herrenanzug ist ein weit komplizierteres Kleidungsstück wie ein Damenkleid, bas man in der Regel einfach aufbügelt, allenfalls auch einmal wascht oder reinigen läßt unb bas dann meist wieder wie neu aussicht. Beim Herrenanzug ist das nicht ganz so einfach.

Vor allem gewöhne man feine Herren einerlei ob Vater ober Söhne daran, selbst dafür zu sorgen, daß Anzüge und Mäntel ihre Form behalten, was am besten dadurch zu erreichen ist, daß man Jaketts und Mäntel nicht einfach auf einen Kleiderhaken hängt. Der breite Kleiderbügel muh allein als das richtige Hilfsmittel zum Aufhängen der Herrenkleider angefefjen werden, einerlei ob es sich um eine längere Aufbewahrung im Kleider- schrank ober nur um ein vorübergehendes Ausziehen während der Mittagspause usw. handelt. Auch die Weste verlangt nach dem Kleiderbügel, während die Hose sorg­fältig in die Bügelfalte gelegt werden muß, damit diese möglichst lang in ihrer ursprünglichen Form bleiben. Mit dem Aufbügeln der Herrenanzüge warte man so­lange bis es wirklich nötig ist, denn es ist klar, baß gute Wollstoffe durch Behandlung mit Dampf nicht besser werden.

Unb damit kommen wir überhaupt zum A u s bü­gel n, das im Haushalt recht gut durchzuführen ist, wenn sich die Hausfrau nur ein wenig geschickt anzu­stellen weiß. Eie kann bann viel Geld sparen, bas sonst der Flickschneider bekommen müßte. Grundregel ist vor allem, baß Herrenstoffe nie direkt aufgebügelt werden dürfen, d. h. vor dem Bügeln ist stets ein reichlich feuch­tes Tuch auf das betr. Kleidungsstück zu legen. Man beginnt mit ben Beinkleidern, die nach sorgfältiger Rei­nigung man klopft sie zuerst, bann entfernt man die Flecken mit einem guten, nicht ätzenden Fleckenwasser in die alten Brüche gelegt werden müssen. Ein feuchtes Tuch darüber unb bas Bügeln kann beginnen, wozu mau sich zweckmäßigerweife eines ziemlich schweren Eisens be­dient, das genügend heiß fein muß. Es wird im allge­meinen ohne besonderen Druck gebügelt, nur die Falten des Beinkleides verlangen einen stärkeren Druck. Man bügelt von oben nach unten, b. h. die obere Partie der Hofe kommt zuerst dran. Rock unb Weste werben über einen Bügelklotz, ben sich die praktische Hausfrau selbst Herstellen kann, ebenfalls mit dem feuchten Tuch wieder in Form gebracht, wobei man besonders auf die Revers und den Kragen zu achten hat, die nicht außer Form kommen dürfen, wenn die gute Paßform des Anzug.s erhalten bleiben soll. Nach dem Bügeln wirb der An­zug ober Mantel mit einer nicht zu scharfen Bürste nach­gebürstet.

DerSchmuhgroschen-.

Ausgaben, von denen der Mann nichts wissen bars. Soll sie die Frau machen?

Aufgabe einer geregelten Haushaltsführung ist es, daß über die notwendigen Ausgaben genau Buch geführt wird, um jederzeit Nachweisen zu können, wo das Geld geblieben ist. Mit dieser häuslichen Buchführung hapert es nun aber bei vielen Frauen, da sic der Auffassung sind, die Eintragungen in das Haushaltsbuch seien eine überflüssige Sache. Andere Hausfrauen aber nehmen es mit der Buchführung nicht so genau, um vielleicht aus dem Haushattungsgeld einige Mark für eigene B e-

Warum und Weil in der Küche.

Alles ist so einfach, scheint so einfach, aber wenn man fragt, warum etwas s o ist und nicht anders, zucken die Leute die Achseln unb meinen: Das ist eben so. Wir fragen hierWarum?" und bleiben auch bas Weil" nicht schuldig. Macht Ihnen das wohl Spaß?

Was wissen Sie von der Kartoffel?

Warum haben einige Kartoffeln grüne Flecken?

Weil sie in der Sonne ober nicht tief genug unter der Erbe lagen. Unter ber Einwirkung ber Sonnen­strahlen bildet sich unter der Schale ber Kartoffeln ein grüner Farbstoff, ber bitter schmeckt und weg- geschnitten werden muß.

Warum dürfen Kartoffeln nicht kalt lagern?

Weil sich bei niedriger Temperatur die Stärke in Zucker verwandelt und die Kartosfel einen süßen Geschmack bekommt.

Warum kann auch eine süße Kartoffel gegessen wer. den?

Weil sie sich, wenn man sie in einen roarmert Raum bringt, wieder entzückert.

Warum verhindert man durch öfteres Umlagern das Keimen des Kartoffelvorrates?

Weil beim Keimen Stärke und Feuchtigkeit verloren gehen und sich der Nährwert ber Kartoffeln Der- mindert.

Warum eignen sich Frühkartoffeln unb ganz alte nicht so gut zum Kochen?

Weil sie viel Eiweiß und Zucker, aber wenig Starke enthalten und die Kartoffeln gerade durch bt« Stärke beim Kochen mehlig werden.

Warum soll man Kartoffeln nicht zu dick schälen?

Weil die wertvollsten Nährstoffe der Kartoffel, Eiweiß und die mineralischen Salze, unmittelbar unter der Schale liegen. Entfernt man sie mit der Schale, so ist es, als ob man von jeder Mark, die man für die Kartoffeln ausgegeben hat, zwanzig Pfen­nig wegwirft.

Warum soll man durch einen Fmgerbruck unb nicht mit ber Gabel feststellen, ob bie Kartoffeln welch

Weil das Hineinstechen mit der Gabel die Schale der Kartoffel verletzt, ber Dampf frühzeitig entweicht und bas Garwerden verzögert wird.

Warum foll man die Kartoffel nach dem Ab gießen aufdecken?

Weil durch die beim Kochen entstandene Hitze das Waffer in den Kartoffeln verdampft und dieser Dampf aus einem zugedeckten Topf nicht entweichen kann. Die Kartoffeln bleiben naß, statt trocken zu werben.

Warum soll man die Kartoffeln nie mit stärkehalti­gen Nahrungsmitteln, Reis oder Nudeln, zusam» men essen? ,

Weil der Hauptnährstoft der Kartoffel Starke ist.

Warum sind Butter, Rahm oder Soße erforderlich, um Kartoffeln erst recht schmackhaft zu machen?

Weil von allen Nährstoffen in der Kartoffel am we. nigsten Fett enthalten ist._______________