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Handel und Wirtschaft

Ihermo-

Barometerstand

'auf MeereshSdk reduzier» Meterstand

7

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fett 8. 7. 4-12,0° C

Konkurse und Versteigerungen

— Zwangsversteigerung Ionas und Goldbach in All- s. Am Mittwoch wurde dem Maurer Jos. Goldbach

Es

4416

Ab heute

Probeheft I

Warum einander nicht

Germane zu Germane,

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zu vermieten

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4-17,0° 4-15,0°

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Der neue Typ

— Auf den Philippinen wächst ein Baum, von dem die Eingeborenen behaupten, daß die gegen Osten ge­richteten Zweige ungiftig und die gegen Westen wachsen­den ungemein giftig seien.

755,0 mm

756,5 mm

757,5 mm

am 8.

wiedererkannt, nicht froh,

MUS. Am Mlttwoch wurse Dem lutuurer vjdiuuuoj in Minus der Zuschlag zu dem von ihm vor einigen Ta­gen abgegebenen Höchstgebot von 160Ö RM. erteilt. Es handelt sich um zwei in der Gemarkung Allmus gelegene Gärten, die zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft versteigert werden mußten.

Sielt. Ehepaar sucht eine beschlagnahmte 3 Zimmer- Wohnung. Dringlichkeit-!, schein vorhanden. Mansarde nicht ausgeschlossen. Offert, mit Breis ,1. 4347 an d. G.

— Die Indexziffer der Großhandelspreise im Monats­durchschnitt Juni 1931. Die vom Statistischen Reichsamt berechnete Großhandelsindexziffer stellt sich für den Mo­natsdurchschnitt Juni mit 112.3 um 0.9 v. S). niedriger als im Vormonat. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstosfe 107.3 (minus 1.7 v. H.), Kolonial­waren 95.1 (minus 0.4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 102.9 (minus 0.5 v. H.) und industrielle Fer­tigwaren 136.7 (minus 0.4 v. H.).

Und schloß unsere Jungens in Feindes Reihen?"

Schon 1912 erklärte der sozialistische Abgeord­nete Desträe, selbst Wallone, dem König, es gebe kein Belgien, „Belgien ist ein ziemlich künstlich zu­sammengesetztes Gebilde, aber keine Nation.

So hat denn der belgische Nationalfeiertag für uns Deutschs den Sinn, uns an die Bedeutung

1 großes v. 1kl. Zimmer (zum Bewohnen) zu ver­mieten. Florengasse 10.

= Rückläufiger Kupferpreis. Der Kupferpreis, der am 29. Juni auf 9,27% Dollarcent erhöht worden war, wurde am Mittwoch auf 8,27% Dollarcents wieder er­mäßigt.

Dee Hanauer Gummi-Abschlutz.

Verluststeigerung bei Deutsche Dunlop.

Die deutsche Tochtergesellschaft der Dunlop Rubber Eo., Ltd. in Birmingham, erzielte 1930 eine Bruttoein­nahme von 561597 (552 255) RM., denen Abschreibun­gen in Höhe von 1044.205 (1052 207) RM. gegenüber stehen. Einschließlich des Verlustvortrages aus dem Vor­jahre von 445 486 RM. ergibt sich somit ein Gesamtver­lust von 928 094 RM. In der Bilanz werden Debi­toren mit 4 451866 (8 201381) RM. und Waren mit

Kälbert beste Mast- und Saugkälber 50 bis 56, mittl. Mast- und Saugkälber 44—49, geringe Kälber 35—43.

Schafe: Mastlämmer und süng. Mastham­mel: Weidemast 40—45, mittl. Mastlämmer und ölt. gut genährt. Schafe 35—39.

Schweine: vollst. Schweine von 240—300 Pfd. Lebendgew. 41—44, vollst. Schweine von 200—^240 Pfd. Lebendstem. 42—45, vollst. Schweine von 160—200 Pfd. Lebendstem. 41—45, fleisch Schweine v. 120—160 Pfd. Lebendstem. 38 bis 41.

Auftrieb: Kälber 923, Schafe 184, Schweine 752.

Marktverlauf: Kälber und Schafe schlep­pend und ausverkauft. Schweine ruhig und ge­räumt.

Frankfurter Viehmarkt.

ND. Frankfurt, den 9. Juli. (Eig. Drahtber.) wurden bezahlt für 1 Zentner Lebendgewicht:

4 726 916 (6 308 758) RM. ausgewiesen. Die Anlage­konten weisen gegenüber dem Vorjahr wesentliche Ver­änderungen nicht aus. Andererseits werden Kreditoren mit.5 855 113 (9 081 579) RM. bei unv. 9 Mill. RM. A.-K. 650000 RM. Reservefonds und 641101 (553 970) RM. Delkrederekonto ausgewiesen.

Wie wird das Wetter?

Der europäische Tiefdruckwirbel hat sich weiter ver­tieft und liegt als kräftige Sturmzyklone mit seinem Kern über Südfchweden. An seiner Südseite strömt kühle Luft von Westen herein und weitere Tiefdruckaus­läufer verursachen noch zeitweise Regenschauer, unter­brochen von kürzeren Perioden mit Aufheiterung. Das Wetter bleibt unbeständig.

Witterungsaussichten für Freitag: Fortdauer des unbeständigen Wetters.

Temperatur- unv Varometerstanv in Fulda.

Mttgeteilt von Diplom-Opttker Sauerdorn.

Reichsbank-Ausweis.

wtb. Berlin, 9. Juli. (Eig. Meld.) Nach dem Aus- weis der Reichsbank vom 7. Juli 1931 hat sich in der ver­flossenen Bankwoche die gesamte Kapttalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombard und Effekten um 2 2 5,1 Mill, auf 2885,2 Mill. RM. ermäßigt. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 23,7 Mill, auf 2555,0 Mill. RM., die Lom­bardbestände um 130,7 Mill, aus 224,5 Mill. RM. und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 70,2 Mill, auf 3,4 Mill. RM. abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 201,6 Mill. RM. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 184,3 Mill, auf 4110,4 Mill. RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 17,3 Mill, auf 409,0 Mill. RM. verringert. Dementspre­chend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten- bänkscheinen auf 18,7 Mill. RM. erhöht. Die ftemden Gelder zeigen mit 342,8 Mill. RM. eine Abnahme um 55,2 Mill. RM.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 72,1 Mill, auf 1421,8 Mill. RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 71,4 Mill, auf 370,9 Mill. RM. zugenom­men.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 43,6 Proz. gegen 40,1 Proz. in der Vorwoche.

Niederschlag v.8.7. 8 ILmorg. — 9. 7.8U. morg. 5,00 mm Relative Feuchtigkeit der Lust am 8.7. mitt 12 Uhr 66,0 %

des Lexikons Gründlich und lebendig, zuverlässig und impulsiv Band 1 soeben erschienen

Verlag Herder, Freiburg Im Breisgau

Hundert Jahre Belgien.

Tatsachen zum belgischen Nationalfeiertag anläß­lich der 100. Wiederkehr der Thronbesteigung

Leopolds I. am 23. 3ult

Das Königreich Belgien ist eine Reoolutions- frucht und ein Produkt europäischer Angst. Ein Gebilde des Aufruhrs gegen Holland: . . Ge- missenssteiheit verletzt, Unterricht und Presse in Fesseln gezwängt. Petitionsrecht mißachtet, ein« bevorrechtete Sprache (die niederdeutsche!) gewalt­sam aufgezwungen, öffentliches Schwurgerichts­oerfahren nicht durchgeführt, drückende Steuern; kurz: Ganz Belgien wie eine eroberte Provinz, wie eine Kolonie behandelt!" Das waren die Vor­würfe und die Rechtfertigung der ersten belgischen Nationalversammlung, sich vor hundert Jahren von Holland loszusagen.

Bezeichnenderweise war die erste Fahne, die die Meuterer in Brüssel aufhängten, die stanzö- sische Trikolore. Wer weiß, ob Frankreich nicht damals schon den freigewordenen Staat sich ein­verleibt hätte, — die Wallonen forderten immer wieder den „Anschluß" — wäre nicht England auf dem Posten gewesen. Es wußte, was hier auf dem Spiele stand. In Deutschland hatte man nur Angst vor dem Ausruhr an sich, nicht anders wie Zar Nikolaus I.. der am liebsten zu den Waffen gegriffen und die Belgier zu Holland zurückge­zwungen hätte. „Um die Revolution zu bekämp­fen, welche näher und näher rückt, und schneller als man sich versieht, uns bedricht, uns selbst." So schrieb er an den Rand eines Berichts über die belgische Frage. Genau so erklärte sich auch Oesterreichs Metternich mit der Neubildung eines belgischen Königreichs nur einverstanden, um da­mit ,cher Ausbreitung des Jakobinismus eine Schranke zu setzen", und anderseits, um England bei der Stange der Reaktion zu halten. Nicht so ängstlich war Frankreich. Unter der Führung des immer noch agierenden Talleyrand wäre es mit Belgien am liebsten wie einem zweiten Polen um- aesprungen: „Wenn Frankreich, Preußen und Holland einig sind, so ist die Sache einfach", zwinkerte der alte Fuchs dem preußischen Vertre­ter zu, der nicht bedachte, was England sofort in Harnisch brachte: Frankreich hätte damit die Eng­land gegenüberliegende Kanalküste besetzt! Der Brite aber betrachtete die Schelde als Nebenbuh- I le rin der Themse, für ihn war und ist Antwerpen ein anderes Gibraltar, Malta, Cypern, Aden, wie I denn noch kurz vor seinem Tode Lord Kitchener I das Wort geprägt hat. die englische Grenze liege in der Linie Namur—Lüttich. Deshalb mußte sich England auch gegen den anderen Plan Frank­reichs wenden, einen französischen Prinzen, den zweiten Sohn König Louis Philipps, auf den neuen belgischen Thron zu bringen. Auch dann wäre Belgien nur eine Provinz Frankreichs ge­worden.

Wer kam also für die neue Königskrone tn Betracht? Die Belgier wehrten sich selbstverständ­lich gegen die Thronkandidatur des holländischen Hauses Nassau - Oranien. Es blieb kein anderer mehr übrig als der Mann, den man schon auf den damals gleichfalls neu eingerichteten Königsthron in Griechenland hatte setzen wollen: Leopold, Prinz von Sachsen-Coburg-Gotha. Anno 13 hatte er noch in den Freiheitskriegen tapfer gegen Frankreich gekämpft und in erster Ehe war er Ge­mahl dec englischen Thronerbin gewesen. Statt nach Athen kam er nun nach Brüssel.

Kein Wunder, daß er nach diesen „Vorgän­gen" sich alle Gedanken an ein Königtum von Gottesgnaden aus dem Kopfe schlagen, sondern mit der Rolle eines „konstitutionellen Muster­königs" zufrieden geben mußte. Wenn König Leopold dann auch nicht umhin konnte, in zweiter Ehe die Tochter seines französischen Kollegen zu heiraten, Talleyrand hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge — die Belgier werden sich entsetzt die Ohren zuhalten —: „Leopold sei ein armer Tropf und passe nicht zum König; die Bel­gier seien eine Herde feiger Vagabunden und nicht wert, unabhängig zu sein" (nachzulesen in einem Briefe Palmerstons vom 12. August 1831)!

Gleichwohl, Frankreich verstand es dennoch, in den folgenden Jahrzehnten dieses zwar kleinste, aber am dichtesten besiedelte Königreich immer zu sich herüber zu ziehen. Um so leichter, als Eng­land nun in Antwerpen eine andere Wirtschafts­macht zu spüren bekam: Deutschland, -dessen belgi­scher Durchfuhrhandel allein so groß war wie seine gesamte Ausfuhr nach Rußland! Man staune vor den Zahlen in dem Werke A. Schumachers über „Antwerpen, seine Weltstellung und Bedeu­tung für das deutsche Wirtschaftsleben"! Deshalb war es denn ganz in dem Sinne Englands, wenn die großen Weltausstellungen 1905 zu Lüttich, 1910 zu Brüssel und 1913 in Gent als französisch­belgische Verbrüderungsfeiern aufgezogen wur­den; Ehrenvorsitzende des „Comita d'Entente franco-belge" aber waren Poincarö und König Albert.

Und zwar mit einer deutlichen Spitz« gegen Deutschland, wenn sie sich für eine Kultur mit E gegen eine Kultur mit K begeisterten. Man zielte auf das germanische Vlamentum in den urdeut­schen (ehemals zum Deutschen Reiche gehörenden Herzoatiimern und Grafschaften) Brabant, Lim­burg, "Luxemburg, Namen (Namur), Hennegau, Flandern, Antwerpen und Mecheln, einst Teile des deutschen Herzogtums Lothringen, wie Lütsich des Erzstifts Köln. Erst die unglückselige Politik Kaiser Josephs II. hatte auch hier alles zerstört: Seine sog. Reformen, vor allem sein Plan, diese Gebiete an die Wittelsbacher gegen Bayern aus­zutauschen, führten die altdeutschen Länder „1790 als Vereinigte belgische Staaten" in das Fahrwas­ser der französischen Revolution. Damit beschwo­ren fit aber eine furchtbare Macht gegen sich her-

Fuldaer Viehmarkt.

Auf dem heutigen Viehmarkte waren 488 Stück Vieh aufgetrieben, darunter 20 Bullen, 46 Ochsen, 88 Stiere, 136 Kühe, 118 Rinder, 91 Kälber und 1 Pferd.

3m einzelnen bezahlte man für Bullen 170—250 RM., Ochsen 320-450 RM., Fahrstiere 250-300 RM, Jung- stiere 80—140 RM., frischmelkende Kühe 325—425 RM., ältere trächtige Kühe 200—275 RM., hochträchtige Rin­der 250—325 RM., Iungrinder 100—160 RM., Kälber je Pfund Lebendgewicht 38—42 Pfg.

Der Handel war gut, jedoch verblieb Ueberstand. Ge­sucht waren ftischmelkende Kühe und Jungvieh. Nur aus­nahmsweise gutes Vieh wurde über Notiz bezahlt.

Der nächste Viehmarkt findet am 30. Juli statt.

Bunte Zeitung

— Ein Riesensestessen. Eine große amerikanische Kesellschast, die auf der ganzen Welt in ihren Nieder­lassungen rund 12000 Angestellte beschäftigt, gab kürzlich für sämtliche Angestellte ein Festessen. In allen Haupt­städten haben sich die Angestellten zur selben Zett an den Tisch gesetzt, und überall wurden dieselben speisen aufgetragen. Zu gleicher Zeit hörten sie durch das Radio dieselben Ansprachen. Um dieses möglich zu machen, mußten sich die Angestellten in Amerika um 6.30 Uhr nachmittags zu Tisch setzen, die in England um 11.30 yhr abends und di« in Australien um 9 Uhr morgens.

__ Der Feuerschutz einer Großstadt hat in heutiger Zeit Dimensionen angenommen, von denen der Groß­städter selbst, noch weniger ein Provinzler, kaum eine Ahnung hat, Allerdings sind auch die Aufgaben der

der Vlamenfrage zu erinnern, damit wir hören auf die uns zugenifene Losung des vlämischen Freiheitskünders Rene de Clerq: „Wij zijn Ger­manen, qeen Latijnen, opene harten, zuiver bloed!" ‘ Dr. W. Fr.

8. 7. 6 Uhr abends

9. 7. 8 Uhr morgens

9. 7.12 Uhr mittags

Höchste Temperatur im Schatten

Höchste Temperatur in der Sonne Niedrigste Temperatur

Aus dem Reich des Landwirts.

— 40 741 landwirtschaftliche Genossenschaften. Nach der Statistik des Reichsverbandes der deutschen landwirt­schaftlichen Genossenschaften - Raiffeisen — roarcn am 1. Juli 1931 vorhanden: 121 Zentralgenossenschasten, 20 063 Spar- und Darlehnskassen, 4365 Bezugs- und Ab­satz-, 4856 Molkerei-, 499 Wehoerwertungs- 515 Eier- verwertunqs-, 315 Obst und Gemüseverwertungs-, 379 Winzer-, 5906 Elektrizität--, 881 Dresch-, 164 Maschinen-, 819 Viehzucht-, 277 Weide- und 1581 sonstige Genossen­schaften. Zusammen sind das 40 741 landwirtschastluhe Genossenschasten. Insgesamt hat der Monat Ium 61 Zu­gänge und 79 Auflösungen gebracht.

auf: Das Wallonentum. Vom ersten Tage des belgischen Staates an wurden die Vlamen auf al­len Gebieten des politischen wie kulturellen Le­bens zurückgedrückt, fa ausaeschieden. In dem ur­deutschen Land der Brüder van Eyck und Rubens, Mercators und Joost van den Vondel waren alle vier Universitäten französisch, so daß Björn Bjorn- son, der Sohn des großen norwegischen Dichters, einmal fragte, wie es möglich fei, daß „mitten m Europa ein Volk von vier Millionen Seelen lebte, mit seiner alten Kultur, seiner herrlichen Sprache, verurteilt, langsam gewürgt zu werden durch dr« Feinde seiner Rasse!" 1910 waren 54,05 Jßrojent dec belgischen Bevölkerung Dlamen, 1,1 Hoch­deutsche' und nur 44,85 Prozent Wallonen.

Wir Deutsche haben dem Daseinskampf der Vlamen bis auf den heutigen Tag noch nicht die gebührende Beachtung geschenkt. Rur deshalb konnte es der französisierten Regierung Belgiens gelingen, ein unwissendes, verhetztes Volk gegen uns in den Krieg zu treiben, so daß der vlämische Dichter R. Verhulst zu spat mit der schicksalhaften Frage klagte:

dich mit Jauchzen empfangen?

Wer machte unser Volk wieder dumm und blind,

fügung stehen.

enormes Geld. In

branddirektor, 7 Branddirektoren, 10 Sauräte, 3 Brandingenieure, 1

2 Brandinspektoren, 45 Oberbrandmeister, meister, 845 Oberseuerwehrmänrier und 672 männer. Die Gehälter hierfür beliefen sich 1929 auf 9 126 430 Mark, wozu noch 2 787 300 Mark für pen­sionierte Beamte und für Hinterbliebene von solchen zu rechnen sind. Für Geräte, Dienstgebäude ufw. wurden nahezu 4 Millionen Mark aufgewendet.

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Langestraße 3Z Telephon 25221.

— G.-V. der Westbank A.-G. Frankfurt a. M. — 6a- pitalherabsehung. Die G.-V. genehmigte den wieder divi­dendenlosen Abschluß für 1930 mit Vortrag von 136 567 RM. Gewinn. Die angekündigte Herabsetzung des Grund­kapitals von 5 Mill. RM. um 3 auf 2 Mill. RM. zur teilweisen pari-Zurückzahlung des Grundkapitals wurde einstimmig genehmigt. In Auswirkung des bisherigen Prinzipes, die Debitoren abzubauen und andererseits aufgenommene Kredite aus dem In- und Auslande mög­lichst zurückzuzahlen, ist eine starke Verflüssigung der Mit­tel eingetreten, die man anderweitig rentabler anwen­den könne. Mit der Transaktion sei auch eine jährliche Steuerersparnis von etwa 100 000 RM. zu erreichen. Kammerpräsident Dr. Kleefeld- Berlin führte noch aus, daß die Wirtschaft-- und Weltfinanzkrife mit ihrer Auswirkung in den nationalen Wirtschaften auch das In­stitut zur Anpassung an die Sage zwinge. Die ökonomi­schen Verhältnisse in der Welt müssen zu einer 21 e n b e» rung des Systems führen, wenn nicht der Geist wirklicher Solidarität unter den Völkern sich endlich praktisch durchsetzt. Dd- Hoover-Moratorium muß den Weg zu einer Schuldenrevision vorbereiten. Dazu ist nötig, daß die Weltproduktion durch Erhöhung des Niveaus der Preise, durch Senkung der Unkosten usw. angeregt wird. Nur auf diesem Wege liege die Lösung der Weltfrage der Arbeitslosigkeit. Wir sind vor allem im Hooverjahr vor die Aufgabe gestellt, bei aller sozialer Grundeinstellung einen Staatsaufwand und eine Volks­wirtschaft zu betreiben, wie sie den vorliegenden Kraft­quellen und den leider darniederliegenden Wohlstands- verhällnissen unseres Landes entspricht. In diesem Pro­blem liegen die nächsten speziellen und schweren Aufgaben der deutschen Aufbaupolitik.

Nochmals Nordwolle.

Greist das «eich ein? — Vas Prüfungsergebnis.

Nach den noch nicht amtlich bestätigten Meldungen verschiedener großer Blätter ist die Gruppe, die die Nord­deutsche Wollkämmerei mit einem neuen, verantwortlichen Kapital von 50 Mill. RM. ausftatten soll, das Deutsche Reich selbst, das ein Interesse daran habe, daß der Zusammenbruch des Konzerns mit feinen unabsehbaren Folgen für die deutsche Wollindustrie, für den deutschen Kredit und den Arbeitsmarkt verhindert werde.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß neben vielen inländischen auch eine ganze Reihe ausländischer Banken zu den Gläubigern des Konzerns zählen. Die Verpflichtungen betragen gegenüber 14 inländischen Ban­ken 116.4 Mill, (wovon 100 Mill. RM. ungesichert und 22 ausländ. Banken 41.7 Mill. RM. Außerdem hat die Neu­decker Spinnerei 29.5 Mill. RM. zu fordern. Die Waren­schulden belaufen sich auf 29.1 Mill., die Hypothekenschul­den auf 4.4 Mill, und diejenigen gegenüber Bremer Uebernehmern der erst noch zu schaffenden 30 Mill. Vor­ratsaktien auf 17 Mill. RM. So ergibt sich auf der Passivseite die ziemlich genaue Zahl von 238.1 Mill. RM. Diesen Schulden stehen auf der Aktivseite 138.8 Mill. RM. gegenüber, die sich aus 57 Mill, für Anlagen, 52.8 Mill, für Vorräte und 30 Mill. RM. für Debitoren zu­sammensetzen. , . c ,

Man betont, daß diese Zahlen das Ergebnis der sorg­fältig durchgeführten Prüfung seien und daß neue Ueberraschungen nicht mehr zu erwarten sind.

Berliner Donnerstags-Börse.

Schwach.

wtb. Berlin, 9. Juli. (Eig. Meld.) Die heutige Börse eröffnete bei großer Geschäftsstille zu 1—2 Proz. schwächeren Kursen. Nach wie vor herrscht starke Zurückhaltung, doch wurde die herauskommende Ware überall glatt ausgenommen. Die Abschwächung anläß­lich der Newyorker Börse und den anderen "Auslands­plätzen wirkte natürlich verstimmend. Der R e l ch s - bankausweis per 7. Juli, der von der Börse mit Spannung erwartet wurde, hat zwar eine Erhöhung des Devisenbestandes um 71 Mill, gebracht und die D e ck U ng hat sich von 40,1 auf 43,6 Proz. erhöht wah­ren Wechsel, Schecks und Lombard um 125 Mill, und Noten um 184 Mill, geringer sind. Die Börse konnte aber kein einheitliches Urteil über den Bericht faßen, weil man nicht weiß, in welcher Höhe der Bereitschaftskredit ausgenommen worden ist. Mit Interesse wurde die Nach­richt ausgenommen, daß Reichsbankpräsident Dr. Luther schon jetzt nach London gefahren ist, um über eine große langfristige Ausländsanleihe für die Reichsbank zu ver­handeln, doch wurde die Tendenz zunächst noch nicht we­sentlich davon beeinflußt. Man sprach ferner von den ausländischen Pressemitteilungen über diese geplante An­leihe, aber es verstimmte, daß der Widerhall der 500 Mill.-Bürgschast in der Auslandspresse geringer war als man erwartet hatte. Der Londoner Diskont, mit dessen Ermäßigung man feit Wochen gerechnet hatte, blieb auch heute unverändert. Schuüheis, Orenstein, Aschersleben, Salzdetfurth, R. W. E. und Reichsbank waren bis zu 4% Proz. abgeschwächt, während Svenska 8 Mk. ver­loren. N o r d w o 11 e wurden heute nicht mehr per Ter­min notiert, man erörterte aber weiter lebhaft diese An­gelegenheit, zumal gestrige Meldungen über eine Hilfs­aktion des Reiches dementiert wurden. Im Verlaufe konnten die Kurse 1—2 Proz. anziehen, da die Börse zu Deckungen schritt. Die Erholungen konnten sich spater nicht überall behaupten. Hugo Schneider wurden ver­spätet bei--Notiz 4 Proz. niedriger festgesetzt. Ber­

ger und Svenska erholten sich etwas stärker. Deutsche Anleihen, Ausländer und Reichsschuldbuchforderungen schwächten sich etwas ab, ebenfalls der Pfandbriesmarkt. Tagesgeld blieb unverändert, ebenfalls Monatsgeld. Am Devisenmarkt sprach man zu Beginn der Börse von eher vorliegendem Angebot, doch war der Dollar etwas fester. Die Nachfrage hat sich gestern weiter ver­ringert. Paris lag etwas leichter.

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