Mrg. 58.
Freitag, 26. Iuni 1931.
Ilr. 145
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FuldaerZertung
Anzeiger für die Stadt Julda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.
Jetzt start bleiben!
Jetzt stark bleiben! So muß man der Reichsregierung zurufen angesichts merkwürdiger Dinge, die wir in' diesen Tagen auf wirtschaftlichem Gebiete beobachten konnten. Die Verkündung des Hoover-Planes hat nämlich ein ganzes Heer von Interessenten und Agenten aufgewirbelt, die nun mit Wünschen und Forderungen, teilweise weitgehendster Art, das Reichskabinett bombardieren. Vor der Fülle der Depeschen, der Eingaben und der Denkschriften aus den verschiedenartigsten Kreisen, auch aus denen, die nur in sehr loser oder vielfach überhaupt keiner Beziehung zur eigentlichen Wirtschaft stehen, kann sich das Reichs- kabinett schon gar nicht mehr retten. Da werden Vorschläge gemclcht, wie die 1500 Millionen, die nach dem Hoover-Plan für das kommende Jahr an Reparationsschulden nicht ausbezahlt zu werden brauchen, für diesen und jenen Zweck verwandt werden sollen, da werden Bitten um Subventionen und Beihilfen aller Art gestellt, und ein ganz außerordentlich großer Teil dieser Wünsche bezieht sich auf steuerliche und sonstige Aende- rungen, aus Aufhebung der Notverordnung, oder auf eine grundlegende, den finanziellen und wirtschaftlichen Effekt dieser Verordnung geradezu gefährdende Umgestaltung.
Die Reichsregierung, die sich in einem besonderen Kabinettsrat mit diesen Dingen schon befaßte, ist erfreulicherweise einmütig zu der Auffassung gekommen, gegenüber solchen A n- stürmen stark zu bleiben und unter keinen Umständen irgend eine Maßnahme zuzulassen, durch die das Werk der grundlegenden Sanrerung der öffentlichen Finanz- wrrtschaft gefährdet werden könnte. Diesen Entschluß der Reichsregierung hat auch noch der Reichskanzler in seiner Rundfunkrede, die er aus spontanen persönlichen Entschluß hin unmittelbar nach der Kabinettssitzung am Dienstag nacht hielt, in nicht mißzuverstehender Weise bekräftigt.
Die eben geschilderten Vorgänge zeigen aber, daß man in werten Kreisen, und merkwürdigerweise auch in wirtschaftlich sachverständigen Gruppen, den Sinn der Hoover'schen Aktton und der daraus für Deutschland sich ergebenden Folgen vollkommen mißversteht. Was durch die aus dieser Aktion für Deutschland sreiwerdenden Gelder in Reserve gestellt wird, kann und darf einzig und allein zur Konsolidierung der durch die Entwicklung der letzten Monate und insbesondere der letzten Wochen in vollkommene Unordnung geratenen öffentlichen Flncmzwirtschaft verwandt werden, und das Ziel der Reichsregierung, Gesundung der Finanzen und der Wirtschaft durch Anspannung aller Kräfte, insbesondere aber auch durch die entschlossene Fortsetzung einer energischen Sparpolitik, bleibt unverändert. Darauf muß man sich im ganzen Volke einstellen. Bedrängungen der Regierung, voy diesem Wege abzugeben, werden und müssen absolut erfolglos bleiben.
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Bei der Hundertjahrfeier der Düsseldorfer In- bustrie- und Handelskammer hielt der Vorsitzende des Reichsverbandes der deutschen Industrie, Geheimrat D u is berg, eine sehr beachtenswerte Rede über die Aufgaben der Wirtschaft in der heutigen Zeit und ihre Pflichten dem Staate und Volke gegenüber. Er erklärte u. a.: „Wirmüssen das feste Vertrauen zu einem Mann haben, der u,ns aus . dieser Krise herausführeu wird. Der Kanzler des Deutschen Reiches, Dr. Brüning, hat in der Führung der Innenpolitik ebenso wie 6et seinen außenpolitischen Verhandlungen bewiesen, daß er gewillt ist, das deutsche Volk aus der gegenwärtigen Notlage herauszuführen und von den Fesseln, die seine Lebenskraft abschnüren, zu befreien. Wie ich schon wiederholt betont habe, ist die e rste V orau ssetzun g für erfolgreiche Verhandlungen in der Reparatronsfrage, die in allernächster Zeit kommen müssen, die Ordnung unserer frnanz- und wirtschaftspolitischen Verhältnisse. Diese Ordnung muß auch dann erreicht werden, wenn dies nur unter großen gewaltigen Opfern aller Kreise des Volkes möglich ist. Fortwährend ruft das deutsche- Volk nach einem Führer, der es aus seiner unerträglichen Lage befreit. Kommt nun ein Mann wie Brüning, der bewiesen hat, daß er keine Hemmungen hat
und der gesonnen ist, den Geist der Frontgene- ration in friedlicher Befreiungsarbeit einzusetzen und zu verwirklichen, so muß diesem Mann auch unbedingt Folge geleistet werden."
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Das Präsidium der Kölner Jndustrie- und Handelskammer hat an Reichskanzler Dr. Brüning ein Telegramm gerichtet, in welchem es u. a. heißt, die Handelskammer sei mit dem Reichskanzler dem Präsidenten von Nordamerika äußerst dankbar, daß er einsichtsvoll und rücksichtsvoll und sicherlich aus tiefem Verständnis für die deutschen Bedürfnisse der Welt einen Vorschlag gemacht habe, der hoffentlich einstimmige
Wie der Pariser Korrespondent des WTB. erfährt, ist im Verlaufe des Ministerrates am Mittwoch über die Anregung einer offiziellen Zusammenkunft des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. C u r t i u s mit dem französischen Ministerpräsidenten Laval und dem französischen Außenminister B r i an d besprochen worden. Der Vorschlag habe eine günstige Aufnahme gefunden und werde demnächst praktische Gestalt annehmen, die noch präzisiert werde.
Diese Nachricht wird durch folgende offenbar offiziöse Meldung der Havasagentur bestätigt:
In den politischen Kreisen hat man die in der Rundfunkrede des Reichskanzlers Dr. Brüning enthaltene Anregung einer offiziellen Begegnung zwischen den Regierungschefs und den Außenministern beider Länder besprochen. Diese Eventualität ist wahrscheinlich auch im Verlaufe des Mittwochvormittag abgehaltenen Ministerrates ins Auge gefaßt worden. Die Anregung des Reichskanzlers wird, wenn sie präzisiert werden sollte, keine ungünstige Aufnahme auf französischer Seite finden.
Wenn von französischer Seite nähere Präzisierungen zu dem Vorschlag des Kanzlers gewünscht werden, so weiß man in Berliner politischen Kreisen nicht recht, was damit gemeint ist. Der Kanzler hat eindeutig gesprochen, und es wäre nun eigentlich Sache der Franzosen, darauf eine Einladung ergehen zu lassen. Ein genaueres Urteil muh aber vorbehalten bleiben, bis Botschafter von Hoesch, der bekanntlich wieder auf seinen Posten zurückgekehrt ist,. über die Meinung Briands be? richtet hat. Eine solche Mitteilung wird für Donnerstag in Berlin, erwartet..
Der Widerhall in der Pariser Presse. .
wtb. Paris, 25. Juni. (Eig. Meld.).' Die Rundfunkrede des Reichskanzlers Dr. Brüning findet in der heutigen Morgenpresse allgemeine Beachtung. Matin stellt fest, daß sie hervorragend sei und daß Briand sich hierüber am Mittwoch des längeren mit Botschafter von Hoesch ausgesprochen habe. — Die Rechtspresse übt zum Teil Zurückhaltung.
Das Echo in Deutschland.
Die Berliner Abendblätter vom Mittwoch kommentieren fast alle in längeren Ausführungen die Rundfunkrede des Reichskanzlers, insbesondere seine Ausführungen über die deutsch-französische Verständigung. Die Blätter, die den Regierungsparteien nahestehen, begrüßen ausnahmslos den Vorschlag des Kanzlers, eine deutschfranzösische Zusammenkunft stattfinden zu lassen.
Die „Germania" glaubt, daß man den eindringlichen Appell, der aus dem Munde des führenden deutschen Staatsmannes komme, jenseits der Grenzen nicht ignorieren und nicht überhören könne. Man werde dies umso weniger können, als an der Aufrichtigkeit dessen, was Dr. Brüning zum Ausdruck gebracht habe, gar kein Zweifel ist.
Die „Voss. Ztg." ist der Ansicht, daß die Rede Früchte tragen werde, auch wenn ihre gute Wirkung nicht von heute auf morgen hervortrete.
Das „Berliner Tageblatt" spricht von dem „entscheidenden Schritt Hoovers". Das Blatt, das an anderer Stelle die Persönlichkeit des Reichskanz-
Annahme finden werde. Dem vom Reichskanzler im Rundfunk ausgesprochenen Appell an die Einsicht und Vorsicht "des deutschen Volkes folgen die berufenen Vertreter der Kölner Wirtschaft mit dem Gelöbnis, alles aufzuwenden, um zu helfen, in letzter Stunde die unserem Vaterlande drohende Gefahr zu beseitigen und alles aufzubieten, damit dis gesamte Lage noch vorsichtiger, noch kritischer beurteilt werde und daß die Bestrebungen des Kanzlers mit demjenigen Erfolg gekrönt werden, der ihm zur Beruhigung dienen werde und dem deutschen Volke zu seiner weiteren Existenz verhelfe.
lers mit den Worten „Hier i st einer, der von politischer Regie mehr versteht als die meisten, die sich bisher in Deutschland Regierende nannten" würdigt, sieht die wirklichen Scbwieri-"eiten in der Duldung des heimischen Chauvinismus. Das gelte für Deutschland wie für Frankreich.
Der „Lokalanzeiger", das Blatt Hugenbergs. gibt dem Kanzler zwar recht, wenn er sagt, „daß die Stabilisierung des europäischen Friedens erst an dem Tage gesichert erscheint, wo zwischen den beiden großen Nachbarvölkern das Vergangene seelisch überwunden ist und der- Blick sich gemeinsam der Zukunft und ihrer Gestaltung zuwendet. Aber wenn er glaube, daß dafür eine deutsch-französische Unterhaltung etwas Ersprießliches leisten könne, so scheine der Kanzler das Unvergleichbare zu vergleichen.
100 Millionen Dollar
C. N. B. Berlin, 25. Juni. (Erg. Meld.) Aus London liegen private Nachrichten vor, nach der die Bank von England, die Bank von Frankreich, die Federal Reserve Bank von New Work und die B. I. Z. der Reichsbank gemeinsam einen Kredit von 100 MiIl. Dollar zurUeber- brückung des Ultimo geben wollen. Man will auch wissen, daß die 4 kreditgebenden Banken zu gleichen Teilen beteiligt seien und daß der Kredit bis zum 16. Juli läuft. . .
Aus New Port ist aber heute vormittag noch eine Nachricht ein getroffen, der zufolge der Abschluß des Kredits von zuständiger Stelle dementiert wird mit dem Hinzusügen, daß die Verhandlungen weiter gingen. Eine ähnliche Auskunft erhalten wir von maßgebender und unterrichteter Berliner Stelle.
Nach unseren Informationen darf man annehmen, daß der Abschlußdes Kredites nahe bevor steht. Das würde bedeuten, daß alle Schwierigkeiten, die etwa zum Ultimo befürchtet werden könnten, als überwunden gelten könnten. Der Betrag von 100 MiIl. Dollar würde ausreichen, um auch den großen Anforderungen des Ultimo zu genügen.
Wie notwendig ein Kredit für die Reichsbank zur Ueberwindung des Ultimo ist, erhellt aus dem am Donnerstag veröffentlichten Reichsbankauswels, der zeigt, daß die gesetzlich vorgeschriebene 40prozentige M i n d e st d e ck u n g s- grenze für die verausgabten Noten infolge der starken Devisenabzüge der vergangenen Wochen erreicht ist.
Der französische Botschafter in Washington, T l a u d e l, überreichte am Mittwoch Staatssekretär S t i m f o n den Text der Antwort der französischen Regierung auf den Vorschlag Hoovers einer einjährigen Aussetzung der internationalen Schuldenzahlungen und der Reparationszahlungen.
Der Text der Antwort ist in der Sitzung des französischen Ministerrats am Mittwoch vormittag endgültig festgelegt und im Laufe des Nachmittags an den französischen Botschafter in Washington gekabelt worden.
Gleichzeitig wurde die französische Antwortnote dem amerikanischen Botschafter in Paris üher- reicht.
Ministerpräsident Laval erklärte nach Schluß der Sitzung, daß er vorläufig nicht in der Lage sei, irgendwelche Einzelheiten cv.g dem Inhalt der Note der Oeffentlichkeit preiszugeben. Die Veröffentlichung des Inhalts werde am Frei- t a g erfolgen.
In Berliner politischen Kreisen wurde die Situation auch am Mittwoch abend dahin beurteilt, daß sie erst weiter entwickelt werden wird, wenn die französische Antwort bekannt ist. Allerdings scheint schon jetzt ziemlich klar zu sein, was sie enthält. Frankreich ist offenbar bereit, einer Lösung zuzustimmen, die in ihrer finanziellen Auswirkung ungefähr dem entspricht, was Präsident Hoover will. Sie wird wahrscheinlich durchaus zugestehen, daß auch der Betrag der ungeschützten Annuitäten praktisch in Deutschland bleibt, indem er, ohne erst ins Ausland transferiert -u werden, gleich wieder als Anleihe für Deutschland hineingesteckt wird. Finanziell würde der Kernpunkt in der Tatsache liegen, daß die Anleihe zu verzinsen
Bayern gegen Anitarisierung.
Ein bayerischer Prokest gegen Zevtralisierungs- beftrebungen im Reich.
Reichskanzler Dr. Brüning wurde Mittwoch vormittag von dem Bischof von Speyer, Forstrat Escherich, Kommerzienrat Gregorius- Nürnberg und Stadtrat Adlhoch-Augsburg eine von 1 500 namhaften bayrischen Persönlichkeiten unterzeichnete Adresse übermittelt, in der die Besorgnis ungezählter Bayern, wie auch Angehöriger anderer süddeutscher Staaten wegen der im Reiche verschiedtlich auftretenden Unitarisierungstendenzen ausgesprochen wird. Es fei falsch, heißt es in der Adresse u. a., anzunehmen, daß die Länder absterbende Gebilde feien, an deren Weiterbestand nur kleine Kreise aus Egoismus und Beharrungsvermögen interessiert seien. Eine solche Voraussetzung wäre ebenso falsch wie die Annahme, daß Ministerpräsident Dr. Held in seinem Kampfe für Bayerns Eigenstaatlichkeit nur Teile des Volkes hinter sich hätte, die ihm parteipolitisch Gefolgschaft leisten. Zum Schluß wird der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß der Reichskanzler mit den Unterzeichnern der Adresse die Ansicht teile, daß kein Reich bestehen könne, wenn es dauernd die Rechte seiner Angehörigen mißachtet und verletze.
* Sozialdemokratischer Landrat zur Disposition gestellt. In einer Sitzung des preußischen Kabinetts wurde beschlossen, den Landrat des ßenneper Ruhrkreises, Hansmann, zur Disposition zu stellen. Wie die Berliner Presse hierzu mitteilt, ist dieser Beschluß auf Differenzen des Landrats mit dem Kreistag zurückzufubren. Hansmann ift Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion des Preußischen Landtages.
für die Reichsbank.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. Ium 1931 hat sich in der 3. Juniwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombard und Effekten um 299,1 Mill, auf 2589,3 MM. RM. erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 330,7 MM. auf 2349,8 Mill. RM. zugenommen, und die Lombardbestände um 18,2 Mikl. RM. auf 136,7 Mill. RM. abgenommen. Bestände an Reichsschatzwechseln„ die am Ende der Vorwoche 13,6 Mill. RM. betragen hatten, sind nicht vorhanden.
An Reichsbanknoten und Rent en - bankscheinen zusammen sind 174,5 Mill. R M. in die Kassen der Rei'chsbank z u r ü ck g e - stossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 162,6 Mill, auf 3726,0 Mist. RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 11,9 Mill, auf 378,7 Mill. RM. verringert. Unter Berücksichtigung, daß kn der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 0,8 Mist. RM. getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 49,2 Mill. RM. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 433,0 eine Zunahme um 109,4 Mill. RM.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 366,1 Mist. auf 1503,8 Mist. RM. v errnind ert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 354,4 Mist, auf 1411 Mill. RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 11,7 Mill, auf 92,6 Mist. RM. abgenommen.
Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 40,4 Proz. gegen 48,1 Proz. in der Vorwoche.
märe. Grundsätzlich ist der f r a n z ö s i sch e Vorschlag aber was ganz anderes als der Gedanke Hoovers. Der amerikanische Präsident will den Poung-Plan für ein Jahr außer Kraft setzen. Frankreich dagegen sucht zu unterstreichen, daß der Poung-Plan an sich keine Unterbrechung erleidet, die Zahlungen vielmehr weitergehen. In Berliner politischen Kreisen vertritt man den Standpunkt, daß es zunächst darauf ankommt, welche Stellung Präsident Hoover zu dem französischen Vorschlag einnehmen wird. Er wird zu prüfen haben, ob das in Paris ausgeklügelte Projekt mit feinen Ideen in Einklang zu bringen ist, ober ob es deren moralische Kraft in der praktischen Durchführung so beeinträchtigt, daß Amerika den französischen Vorschlag ablehnen muß. Da die amerikanische Regierung bereits zu verstehen gegeben hat. daß Abänderungswünsche nicht sehr freundlich ausgenommen werden würden, so kann man wohl annehmen, daß die französische Antwort so konziliant ausfällt, wie es mit dem von Paris vertretenen Standpunkt irgend vereinbar ist. Deutschland kann im Augenblick nicht viel tun, als den Ausgang des Zwiegesprächs abzu- marten.
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Zu der Note, die Ministerpräsident Laval Mittwoch nachmittag dem amerikanischen Botschafter Edge als Antwort auf den Vorschlag Hoovers überreichte, schreibt der „Temps":
Zweifellos behält diese Antwort die Rechte der Gläubigerstaaten Deutschlands, wie sie sich aus dem Poung-Plan ergeben, restlos vor und weist auf die Notwendigkeit hin, die Formel des Präsidenten der Vereinigten Staaten mit den
Die ganze Wett Hörle Brünings Rundfunkrede»
•ROM
Dr. Brüning hielt eine hochpolitische Rundfunkrede,
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tue auf alle deutschen Sender übernommen und von der ganzen Welt gehört wurde. Diese Rede, in der Brüning die Bereitwilligkeit Deutschlands zu einem d e u tsch - fr an - zö fisch en „Chequers" betonte, wird als ein großer Fortschritt IN der deutsch - französischen Verständigung angesehen.
Günstige Ausnahme derAnregung Brünings
Wird auf Chequers ein Paris folgen?
Die französische Antwort überreicht.
Nompromitz über die ungeschützten Zahlungen? — Bekanntgabe erst am Freitag.