er
Die katholischen Zungmanner in Trier
1»
'■
*»
I
NILS
folge und die Wettkampfübungen (3-Kampf) erfolgt in Kürze.
Etwas mürrisch saß ich in der unschönen und nüchternen Redaktionsstube. Draußen war ein wundervoller Sommerabend, im Zimmer war es dagegen drückend schwül. Die Arbeit wollte deshalb nicht recht vorangehen. Da fällt beim Durchstöbern der Zeitung der Blick zusällig auf die Ankündigung des Jungmänner-Verbanües, daß heute abend die E r ö f f n u n g s f e i e r d e r Trierer Reichstagung durch Rundfunk übertragen wird. Schnell find die Hörer an die Ohren geklemmt. Irgend eine Jazzkapelle spielt. Schon kurz darauf heißt es: Achtung! Achtung! usw. Einige Minuten Stille. Dann setzt ein Orchester mit einer Ouvertüre ein. An dem Ton des Beifallklatschens merkt man, daß der Saal in Trier voll bis zum letzten Platz ist.
Rach einem Prolog dringt eine junge Stimme zu mir.- Es ist Diözesanleiter Berens-Trier, der die Begrüßungsworte spricht. Er erinnert daran, daß das Christuszeichen in keiner deutschen Stadt älteres Heimatrecht hat als in Trier. Das Zeichen, das wir auf unserer Brust tragen, finden wir auf den Trierer Grabinschriften des 3. und 4. Jahrhunderts. Als St. Bonifatius zu seinem großen Werk auszog, gab es in Trier schon seit sechshundert Jahren katholische deutsche Jungmänner. In Trier besteht
sere eigenen Ideen und unseren eigenen Wlllen, dafür gilt es in der Oefsentlichkeit einzutreten.
Der Gesellentag in Flieden soll Zeugnis davon ablegen, daß wir auch dazu bereit sind. Heute darf er, wo der Radikalismus immer stärker in den Vordergrund tritt, auf unserer Seite kein feiges Verstecken mehr geben.
Um den Nachfolger unseres großen Führers Adols Kolping geschart, wollen wir uns in diesen beiden Tagen neue Kraft und neuen Mut für unsere weitere Arbeit holen. Im Zeichen unseres K. Bammers wollen wir durch unser Auftreten in Aufmarsch und Lied und m
gen Wettkämpfe, in denen zum Teil sehr gute Leistungen gezeigt wurden. Pfingstsamstag abend sanden in den Aachener Sälen die Degrüßungsabende der Landesver- bände statt. Hessen-Nassau war mit Mecklenburg vereinigt. Darbietungen in Lied und Wort seitens beider Landesverbände stellten bald die Verbindung her. Dazwischen schmetterte die Schülerkapelle ihre lustigen Weisen. Ein Stammesbruder aus Riga überbrachte die Grüße aus seiner Heimat und erzählte von der Unterdrückung und Not, welche die dort beheimateten Deutschen ihresDeutschtums wegen erdulden müssen, von dem Kampf um die letzten deutschen Kirchen in Riga, in denen man mit Gewalt die deutsche Sprache verschwinden lassen will. Mit dem „Schlüchterner Lied" (Sein schöner Land . . .) schloß die Veranstaltung, die nur zu schnell vorübergegangen war.
Reges Leben setzte in den frühen Morgenstunden des Sonntag ein. Ueberall sah man die Grupppen oder Landesverbände mit den Kapellen zu den im Freien abgehaltenen Gottesdiensten ziehen. Lieder echter, deutscher Glaubenstreue klangen aus tausend jungen Kehlen, aus tausend jungen Herzen stiegen auch die Gebete für fernes, bedrängtes Deutschtum, für die um ihre Kultur, um Volkstum und Glauben kämpfende auslandsdeutsche Jugend zum Himmel. Gegen elf Uhr sammelten sich am Marktplatz die Landesverbandsbanner zu der großen Rheinlandkundgebung im Kaisersaal des Rai- Hauses, während die Wimpel zur Rheinlandstunde im Konzerthaus zogen. Ich hatte das Glück, in dem Gedränge mi tin das Rathaus hineinzuschlüpfen, und unter den vielen feierlichen Augenblicken der Aachener V. D. A.- Tagung war für mich die Rheinlandkundgebung vielleicht die erhebendste. Was Millionen durch den Lautsprecher in gebannter Aufmerksamkeit vernahmen, durften wir mit erhobenem Herzen miterleben. Zu hunderten schickten herrliche Wimpel die frohe Buntheit ihrer Farben über die festliche Menge, an den schweren Säulen glommen aus kunstvollem Gerank die hellen Lampen, und draußen auf der Treppe standen im Stahlgewand der Rüstung die ehernen Wächter des Kastells mit blitzenden Hellebarden . Mit der Ouvertüre „Juventuti patriae" begann die Feierstunde. Sodann brachte der Oberpräsident der Rheinlande, Dr. Fuchs, das Treuegelöbnis der rheinischen Bevölkerung zum Ausdruck: „Niemals wird unser Rheinland, wird unser in großer und schwerer Zeit erprobtes und bewährtes rheinisches Volk sich von irgendeinem anderen deutschen Stamm in der Liebe und Treue zur Mutter, zum großen deutschen Vaterland, übertreffen lassen". Mit eindringlichen Worten erinnerte er daran, daß das rheinijche Volk in den letzten Jahren ein
Wir Bauern.
Wir Bauern dulden keinen Spott an unfern Herrn und Helfer Gott! Was wären wir wohl ohne ihn? Eine Ehefchaft ohne Gatten, ein Bienenstock ohne Königin, ein Baum ohne Frucht und Schatten. Wir brauchen ihn wie's lötig Gold. Der Bettler und der Eigenhold kann nur „Vergelts Gott!" jagen; dem Blinden scheinet hell sein Licht; er ist's, der mit dem Kranken spricht; er hört der Stummen Klagen.
Er warf die Lerche in die Luft, er gab der Blume Farbe und Duft er gab dem Korn die Halmende Kraft, dem Apfel allen süßen Saft, dem Bauern Macht und Leidenschaft zum Werk, dem menschenguten; er hat die Ewigkeit verliehn; wir alle müßten ohne ihn am Acker Zeit verbluten.
Richard B i l l i n g e r.
leuchtendes Beispiel stillen und zähen Opferns und Duldens gegeben hat, um dafür im vergangenen Jahr die Befreiung von fremder Bedrückung als den herrlichsten Lohn zu erhalten.
In der 2. Rede entbot der Aachener Oberbürgermeister Dr. Rombach den Willkommensgruß. Er sprach in feinem historischen Bericht besonders über das Schicksal Aachens und seines Rathauses im Ringen um Aachen und die deutsche Westmark und im Abwehrkampf gegen die rheinische Republik der Separatisten.
Dann ergriff Ka p t tul a r k a n o n i ku s Stein- wen der das Wort. Mit der leidenschaftlichen Gefühlsstärke des Süddeutschen überbrachte er den Gruß der österreichischen Heimat. Mit innerer Bewegung erfuhren wir vom Redner, mit welcher Teilnahme Oesterreichs Bevölkerung das rheinische Freiheits-Tedeum in der denkwürdigen Mitternachtsstunde erlebt hat. Wohl jedem wurde für künftige Taten das zum festen Vorsatz, was der Redner als Parole für alle Zukunftsarbeit zur Sicherung deutschen Volkstums ausgab: „Wir wollen und müssen in gefahrdrohender Gegenwart die modernen Paladine deutscher Einheit fein. Was ein hartes Schicksal der deutschen Nation durch Jahrhunderte versagte, soll zukunftsfrohe Tat sein, geboren aus der höchsten Not des Volkes: Niemals mehr wird ein deutscher Stamm, ein deutsches Land einen anderen Weg gehenals den gemeinsamen Weg deutschen Schicksals, gewiesen vom einheitlichen Lebenswillen der Nation!" Weiter wird ihm auch jeder darin zugestimmt haben, „daß Europa sterben muß. wenn es nicht zugeben will, daß das deutsche Volk lebe". Mit ergreifenden Worten gedachte der Redner der Deutsch-Tiroler und schloß mit dem Gelöbnis: „ . . . wir bekennen uns angesichts der Zeugen aller deutschen Stämme zur großen Ostmarkenaufgabe, daß nicht ein Ast mehr vomAuslands- deutfchtum obfterbe!" Selten fand wohl ein Gelöbnis stürmischere Begeisterung und größere Ergriffenheit. Mit dem Deutschlandlied, das brausend hinunterklang nach dem Aachener Marktplatz schloß die erhabene Feierstunde.
Abends versammelten sich alle Gruppen zu der großen 2lbenbf eiet im Waldstadion, bei der die neuen Wimpel geweiht wurden. Dann ordneten sich die Gruppen zum großen F a ck e l z u g, der sich gleich einer feuri- gen Schlange vom Waldstadion zurück nach der alten Kaiserpfalz zog. Lange währte es, bis der Zug an den Zehntausenden, die die Waldwege säumten, vorbei war.
Am Pfingstmontag ging eine Abordnung unserer Gruppe zur Gefallenenehrung am Ehren- fried Hof, während ich einen Vortrag eines amerikani- jchen Gastes über „Sieb en Iahr e B. D. A.-Atbeit
Fuldaer Jugend.
Trotz schwerster Notzeit folgt auch heute noch unsere Jugend dem Rus ihrer Führer. Wer sehen will, muß er- kennen, wie überall junge Menschen im Körper- und Geistestraining sich durchsetzen allen Schwierigkeiten zum Trotz. Sicherlich eine laute Mahnung an die Männer, * die verantwortlich mit den wirtschaftlichen, politischen Problemen unserer Tage ringen um das Schicksal einer jungen, hoffenden Generation!
Wo ist die Fuldaer Jugend? Die Kerntruppe ist die' Dereinsjugend. Sie hat ein Programm, das Verzicht und Leistung fordert von Einzelnen, Nutzen und Erfolg verspricht aus der Gemeinschaft. Wohl gibt es auch einen „Sommerschlaf" für Heimabende, Fortbildung, Singen und Spiel, selbst für die sonst sehr begehrten Turnhallen. Dennoch regen sich allenthalben wertvolle Kräfte. Hier zieht eine Jungschar im Fahrtenhemd zum Wochenend. Jugend will wandern! Dort entdecken Jünglinge körperliche Fähigkeiten, die entwickelt werden müssen. In wöchentlichem Training rüsten sie zum Wettstreit. Ist es nicht des Schweißes unter Brüdern wert, um die Vereinsmeisterschaft im Sauf, im Sprung, im Wurf zu kämpfen? Die Fuhballwettkämpfe hat Frau Sonne so ziemlich „gesperrt". Nun gilt's dem ganzen Körper, daß kein Glied „rostet"! Turn- und Sportfeste stehen bevor, von der „Jugendkraft" Zeugnis zu geben. Mehr als
„HHt reifen üb er's grüne Land."
Lieder zum Fuldaer Iugendfest am 30. Aug. 1931.
1. Wer recht in Freuden wandern will (2ftg., 3 Str. (Tandaradei).
2 Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder. (Kanon, Spielmann).
3. Wenn die Nachtigallen schlagen. (Tandaradei).
4. Sitzt a klan's Vogel im Tannenwald. (Spielmann).
5. Luget vom Berg und vom Tal. (Singeschiff und Tandaradei).
Die Lieder müssen in den Gruppen geübt werden (Text aus».) Leitung des gemeinsamen Singens: Frl. Stadtjugertdpflegerin Fuhrman n, Herr B o e k e n, Turngemeinde. Musik: Oberprimaner Görge, Konvikt. Näheres ist bei denselben zu erfahren.
Bekanntgabe der Festfolge in den anderen Abteilungen, sowie der Dreikampfübungen im Irrgarten (Reichsjugendwettkämpfe) erfolgt in der Zeitung.
Taube!, Stadtjugendpfleger.
Es geht um das Deutsche Reich"
GeseNentag in Flieden
am 4. und 5. Juli.
An alle Vereine und Kolpingsbrüder der Diözese ergeht der Ruf, sich recht zahlreich an diesen beiden Tagen im „Königreich" einzufinden.
Unser Generalpräses Msgr. Theodor Hürth, Köln wird „persönlich" anwesend sein. •
Wir Kolpingssöhne haben in dieser schweren Zeit unsere besonderen Aufgaben, dafür gilt es einzutreten und diese zu verteidigen. Das Vaterland braucht ganze Männer, die bereit sind, ihr Letztes herzugeben, wenn es sein muß. Wir wollen nicht verzagen und abseits stehen, sondern zufassen und unser Land aus Not und Wirrnis herausiühren. Wir sehen Gegner ringsherum, die behaupten, das Allhellmittel zu besitzen. Wir haben un-
Denkt an die Ausländsdeutschen.
Fuldaer Oberrealschüler auf der Tagung des „Vereins für das Deutschtum im Ausland" in Aachen.
Ein Oberrealschüler berichtet von seinen Er. lebnissen auf der diesjährigen V. D. A.-Tagung in Aachen.
Es war ein freudiger Augenblick, als wir im Gießener Bahnhof standen und der Sonderzug aus Kassel heranrollte. Hinüber und herüber schallten freudige „Heil"- Ruse, die schließlich von den schneidigen Melodien der Kapelle unterdrückt wurden. Bald ging die Fahrt weiter, über Troisdorf, Köln ohne längeren Aufenthalt dem freien deutschen Westen zu. Am späten Nachmittag des 22. Mai kamen mir in Aachen an. Die Stadt hatte bereits das Festtagsgewand angelegt: Orange-schwarz, die Stadtfarben, grün-weiß, die des Rheinlandes, und das Blau des V. D. A. bildeten mit den Hoheitsfarben des Reiches ein buntes Durcheinander.
Unter den Klängen der Kapellen — im Landesverband Hefsen-Nassau-Waldeck, zu dem wir gehören, waren es zwei — zogen mir nach den Quartieren. Pfingstsamstag, -Sonntag und -Montag galten, soweit sie nicht durch die Veranstaltungen ausgefüllt waren, der Besichtigung der Stadt und ihrer näheren Umgebung. Aachen ist eine sehr schön gelegene, moderne, mittlere Großstadt, gleichzeitig Rheumabad, von etwa 150 000 Einwohnern. Nur noch verhältnismäßig weniges zeugt von seiner großen Vergangenheit als Kaiser- und Krönungsstadt. Das altersgraue Rathaus, das seit säst 600 Jahren im Sturm eines wechseloollen Ringens um das Deutschtum des Aachener Gaues steht, erhebt sich auf den Grundmauern einer Königsburg, die Karl der Große dort in feiner Lieblingspfalz errichten ließ. Es enthält den prächtigen Kaisersaal, die Krönungsstätte so mancher deutscher Kaiser, mit den Fresken Alfred Rethels, sowie die Schatzkammer, in der Kleinodien des heiligen römischen Reiches deutscher Nation — Krone, Zepter, Reichsapfel usw. — aufbewahrt und gezeigt werden. Das Münster geht in feinen ersten Anfängen auf die Pfalzkapelle Karls des Großen zurück. Der Krönungsstuhl ist dort neben zahlreichen Erinnerungen an die an dieser Stelle bestatteten Kaiser Karl d. Gr. und Otto III. und an die dort gekrönten deutschen Könige des Mittelalters zu sehen Die zahlreichen Museen, besonders das Suermondt Mu- jeunt, wurden ebenfalls besucht.
Der Reigen der Veranstaltungen war so reichhaltig und vielseitig, daß es dem Einzelnen unmöglich war sie alle wahrzunehmen. Die V. D. A.-Iugend traf sich schon früh am Pfingstsamstag zu der Sportveranstal-
3efjt wird beraten, wie's weitergehen soll.
Die schönen Tage der Sonnenwende locken In allen deutschen Gauen Taufende und Abertausende von jungen Wanderern hinaus in die freie Statur. Fern von den großen Straßen durchwandern sie die Berge und Wälder, und oftmals heißt es genau auf paffen und überlegen, rote man rechtzeitig das gesteckte Ziel erreichen kann. ________ ____________—
der älteste Verein im Verband, 314 Jahre ist er alt. Brausender Beifall unterbricht ihn, als er fort- fährt: „Trier ist die äußerste Grenzstadt im Westen des Reiches. Nirgendwo in deutschen Landen hat man so für das Reich gelitten, wie bei uns. Unser Dom trägt die Spuren feindlicher Fliegerangriffe. Auf unserem Rathaus hat man Flaggen hissen wollen, die nicht deutsche waren Wir haben sie heruntergeholt. Trier ift eine deutsehe Stadt geblieben. Deutsche Brüder, liebe Bundesbrüder. Hier in Trier seit Ihr am rechten Platze u n- seremReichsgedanken Ausdruck zu verleihen.
Es lebe unser Jugendreich!
Es wachse in uns das Gottesreich.
Es stehe stolz und geachtet rote tn alter Zeit bas deutsche Reich!
Die Sturmscharen sangen das Lied, dessen packende Schluhstrophe heißt:
„Du Volk aus der tiefe. Du Volk in der Nacht, Vergiß nicht das Feuer, Bleib auf der Wacht!" Stürmische Hellrufe künden an, daß der Führer, Ge- neralpräses Walker, vor die Versammlung getreten i Nicht nur wir tausend Menschen sind hier versammelt. Bei uns stehen im Geiste und mit uns Horen mit Ohr und-Herz hunderttausende deutscher Jun- gen und Jungmänner in allen Gauen. Ja über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus spreche ich zu unseren Brüdern nach Oesterreich, mit denen wir in dieser Stunde durch die Wellen des Funks verbunden sind. Wir sind eins mit euch allen und darum bitte ich alle die Tausend, die hier im Saale versammelt sind, aufzustehen und das Treuheil des Jungmännerverbandes als Gruß zu rufen: Unseren Brüdern im Reich ein herzliches Treuheil!
Das Arbeitsprogramm der Reichstagung wird ange- fünbigt: Ausgaben ber inneren Formung, der Gesetz- aebung, ber zeitbedingten Maßnahmen, für bte 3 ung- schar, das sind die Schulentlassenen in 1500 Groppen, ür bieJungenschaft,sür die I un g m a nnsch a f mit je 200 000. Im Jungmänner verb and steht die In- buftriejugenb und die Handwerkerjugend mit 268 000, tue Landjugend mit 61000, die Kaufmannsjugend und An- qefteUten mit 43 000, Studenten und höhere Schuler mit 21 000. Ein weiterer Querschnitt des Verbandes zeigt die Gliederung in Sturmschar als junge Bewegung, bte DIK als bie Sportorganisation, bie Pfandfmderschaft St. Georg, die Zweckabteilungen, Schachbund usw. 16 Ar- beitstreife in dieser Tagung befassen sich mit den Zukunftsaufgaben. . .
lieber das Jugendreich hinaus schauen wir em an. beres Reich: Es geht uns um jenes größere Retch, m bem wir geboren sink», in bem und für bas wir leben: bem wir in dieser Stunbe großer Not und Gefahr erst recht verbunden sind,
um das Deutsche Reich.
Es geht uns darum, daß bas Reich Gottes in diesem unserem Volke und Vaterland immer mehr zu uns komme und es zu einem Reich ber Wahrheit unb der Liebe, ber Freiheit und des Friedens, der Wohlfahrt und der Kraft in U. S. A." anhörte. Der Sieber betonte vor allem, daß bie Meinung, bie deutschen Auswanderer nach U. 6. 21. gingen ihrem Volkstum verloren, vollständig irrtum- lich fei. Er erzählt von ber gewaltigen Arbeit ,bie bort ber V. D. 21. geleistet hat, unb bie sich befonbers in ber Tätigkeit ber Steubengefellfchaft unb der Quäler in Deutschland auswirkt.
Einen glanzvollen Abschluß erreichte die Tagung am Mittag in bem schier endlosen Fe stzu g, bem „Aufmarsch der Zwanzigtausend". Von der Maas bis an bie Memel, von ber Etsch bis an den Belt war deutsches Volkstum vertreten. Wer solches nicht mit eigenen Augen gesehen hat, ber kann sich kaum eine Vorstellung baoon machen. Fast 2 Stunden dauerte es, bis dieser Festzug mit Fußvolk, Reiterei, Wagen und Rädern vorüber war. Gewaltig wie das äußere Bild mit feiner malerischen Buntheit der Trachten und seinem Wald flatternder Fah» nen unb Wimpel war ber Herzschlag ber Begeisterung, ber Zehntausenbe Menschen burchzuckte.
Am nächsten Morgen fuhren wir durch unübersehbare, düstere Eifelwälder hinaus nach Monschau. Dies ist ein in tiefem Talkessel wunderbar gelegenes historisches Eifelstädtchen, überragt von ber alten, großen Burgruine, in ber jetzt eine Jugendherberge untergebracht ist. Dort und in den Winkeln des alten Städtchens tummeln wir uns einen ganzen Tag, um gegen Abend wieder nach Aachen zurückzufahren. Die frohen „Heil"-Rufe der V. D. A.-Iugend waren aber dort verstummt, bas bunte Treiben hatte aufgehört, bie Stabt schien sich ausruhen zu wollen von bem Leben ber letzten Tage. Sie waren zum größten Teil wieder abgereift, bie Kämpfer für beut- sches Kulturrecht, zurück in alle Richtungen bes deutschen Lebensraumes, die Aachener Parolen mit sich tragend, um im Sinne Steinroenbers moderne Paladine deutscher Einheit zu fein.
Donnerstagmorgen traf sich unser Landesverband noch einmal, diesmal in Koblenz, zu einer gemeinsamen Dampferfahrt. Unsere Gruppe hatte am Vortage auch bie ehrwürbige Kaiserstadt verlassen und mar nach kurzem Aufenthalt in Köln, währenddessen sie den Dom besichtigte, gegen Abend in Koblenz eingetroffen.
Nach ber Rheinfahrt nach Aßmannshausen-Nieder» wald-Rübesheim unb zurück nach Koblenz traf sich abenbs bas junge Volk zum letzten Mal, um bei Sang unb Tanz luftig zu fein.
Freitagmorgen statteten wir ber „Feste" Ehrenbreit- ftein, von ber nun wieder bie deutschen Farben wehen, noch einen Besuch ab. Voll bes Dankes für bas, was wir sehen und miterleben durften und erfüllt von dem Vorsatz, für die Sache bes 23. D. 21. zu werben, traten die bann die Heimfahrt an. Walter Buß.
unserer Haltung zeigen, daß wir unsere Jbeen auch praktisch im Leben bes Volkes verwirklichen wollen. Eine Kraft muß vom Gesettenoerein ausgehen und die Menschen, die an uns vorübergehen, wüsten diese Kraft spüren und innerlich davon gepackt werden.
Deshalb
Kolpingssöhne vor die Front!
In diesem Sinne auf zum Gesellentag nach Flieden, Treu, Kolping! Euer 1
Diözesansenior Ksiensik. j
fahrräder ?
ein opel-markenrad, kostet bei faulstich achtzig mark.
karlstrasse 26.
seither dürften die „Allen" auch mal dabei sein, um „Jugend von heute" zu sehen. Aber auch die Jungen, die „Passiven" sollten sich zu stark und zu gut fühlen, um nur Zaungäste zu fein, bie immer lästig wirken.
Wenn man am Kalvarienberg, wo wir unser Johan- nisfeuer abbrannten, seit heißen Wochen int Geistestraining steht, so zeigt es, daß Fuldaer Jugend, von der Picke auf im Verein etwas gelernt, auch zu großen Lei- ftungen fähig ist und sich hören und sehen lassen kann. Beim hessischen Jugendtreffen in Schlüchtern 1929 haben gerade unsere Fuldaer Jungen mit ihrem Spiel Taufen- den Freude bereitet. Auch die heimgekehrten Sieger vom Feldbergturnfest betrachten wir stolz als bte unfrigen, bie auf Fuldas grünem Rasen trainierten von Jugend auf!
Fuldas Jugend, ohne Unterschied, will in diesem Sommer sich ihr Fest gestalten. Der 3 0. 21 uguft soll ein Tag der Jugend werden zur Freude aller, die zu ihr hinkommen. Führer und Führerinnen bitte ich, bie Vorbereitungen noch vor den Sommerferien in der besprochenen Weise zu treffen. Näheres über die Fest-
WWW
W
W
WWW
WWW
V**UrW i