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HERZ-NERVEN­GELENKLEIDEN LÄHMUNGEN RHEUMA, ISCHIAS FRAUENLEIDEN

und ihre Ueberwindung sprach. Er wandte sich gegen den Aberglauben an die Markkgesehe

gegen den Aberglauben an die Macht.

PAUSCHAL­KUREN

FÜR DEN BEDÜRFTIGEN MITTELSTAN D

Methoden einen Ueberblick über die gesamten Aufgaben der Kongregation im Licht« bet Forderungen der heuti­gen Zeit. Qn der sich anschließenden Aussprach« wurde stark die Frage der Gruppenarbeit in den Vordergrund gestellt. Leider konnte infolge der kurzen Zeit die Frage nicht eingehender behandelt werden. Es wird die Aus­gabe der nächsten Vorständekonferenz sein müssen.

Al, Bezirkspräsektin des Dekanates Hünfeld wurde Frl. Maria Rathmann gewählt, Hünfeld, Haupt­straße.

Es war für den Diözesanpräses eine große Freude,

Herrn P. Heinrich Fromm au, dem Oblatenkloster bei der Konferenz begrüßen zu können. P. Fromm, der durch seine Tätigkeit al, Lolksmissionar große Anerkennung gefunden und al, Spezialgebiet das Laienapostolat stu­dierte und organisierte und nach erprobter Arbeit seine Erfahrungen in 3 Merkchen zusammenfaßte („Priester im Laiengewande", Verlag der Johannesbundes) wird in Zukunft auch in den Marianifchen Jungfrauenkongrega­tionen Mitarbeiten. Wir dürfen stolz sein auf diese aus­gezeichnete Kraft. Möge er recht viel Mitarbeiten zum Segen unserer Jugend im Fuldaer Land!

den, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Daraus kommen auch die Schwierigkeiten beim Preis­abbau, weil die fixen Kosten zu groß sind, so daß als einziger Ausweg nur der Lohnabbau möglich scheint.

Die Unfreiheit de» Unternehmers und des Arbeiter» steht am Ende de» kapitalistischen System», da» die | Freiheit cm den Anfang gestellt hat.

Eingehend befaßte sich P. Gundlach mit den Auf« gaben einer zielklaren Wirtschaftspolitik« deren Fehlen er für die letzten Jahrzehnte bedauerte. Er forderte wirkliche Volkswirtschaft für die Lebens-

Sommerseele.

Bächlein, das im Grunde springt, Blumen, bunt in allen Auen, Weiße Wolken hoch im Blauen Meine Sommerseele singt,

Ihre Schwingen spannt sie weit, höher als im Vogelfluge, Mit dem weißen Wolkenzüge Schwebend über Raum und Zeit.

Wunderbare heilige Ruh Will mich alle Wege tragen Führt mich ohne Flügelschlagen hoher Sonnenferne zu . ..

Margarete Windhorst.

stet» mit den stärkeren Bajonetten ging. Wir müssen e» ablehnen, wenn extreme Pazifisten von unserem Volk verlangen, daß es für bis Verfehlungen aller Nationen das Kreuz auf sich nimmt und bas Gol- gatha ber Selbstzerknirschung und Selbsterniedrigung beschreitet.

Das deutsche Schicksal ist seit einem Jahrtausend seine

Lage zwischen den Slaven und Romanen.

Seit dem Verfall de» Karolingerreiche, leben Deutsch­land und Frankreich in ständiger gegenseitiger Anziehung und Abstoßung; immer 'hat da» eine Volk oben und da» andere unten gelegen. Nach der Logik der Geschichte wäre es jetzt an Deutschland, nach Rache zu rufen. Aber Deutschland sollte diesen Weg nicht gehen; es muh sich so etnstellen, daß es die Möglichkeit einer Verständigung mit Frankreich schafft, da ein neuer europäischer Konflikt bas Abendland an den Rand de» Abgrundes bringen wird. Im L> sten ist Polen unser Schicksal geworden. Dort hat man im „Friedens- vertrag" ein altes Kulturgebiet durch einen Korridor in zwei Teile geschnitten, ein wirtschaftliches Aussalltor wie Danzig isoliert, um Polen einen Zwangsausgang zum Meere zu schaffen, und schließlich hat man bas oberschlesische Industriegebiet gewaltsam zerschnitten. Die erdrückende Mehrheit des deutschen Vol­kes steht hinter den politischen Führern, die von recht» bis links eine Aenderung der heutigen O st grenzen verlangen. Doch glauben wir, daß wir den Konflikt nicht leichtfertig auf di« Spitze treiben dür­fen.

Unsere Stellung zum .bolschewistischen Rußland charakterisierte Dr. Hagemann dahin, daß wir uns nicht von den kapitalistischen Weststaaten als Sturmbock ge­gen Sowjetrußland vorschicken lassen dürfen. Dar würde uns noch mehr schwächen unb In noch größere Abhängigkeit vom Westen bringen. Im allgemeinen möchte man unseren Wirtschaftssührern aber zurusen: „Mehr Distanz zu Rußland."

Wir wünschen bett Anschluß Oesterreichs an Deutschland. Aber nicht mit Gewalt kann eine Lösung herbeigeführt werden. Wir bereiten vor und warten, bis das in hysterischer Angst vor uns lebende . Frankreich ruhiger geworden ist.

Im kommenden Jahre stehen wir im Kampf um die Abrüstung. Wir glauben an ein neues Europa und wollen dafür sorgen, daß wir nicht die Mitver­antwortung für die Ereignisse tragen, die 1914 über uns hereingebrochen sind.

In der Aussprache meldeten sich vor allen Dingen bie Vertreter der Grenzgebiete, aus Oberschlesien, aus Ostpreußen, aus Danzig unb dem Saargebiet- zu Wort und schilderten die Not, in der sie sich infolge des Versailler Friedensvertrages befinden. Durch di« Aus­sprache ging ein stark nationaler Ton. Doch wurde immer wieder betont, daß bie jungen Katholiken sich zu keinem Abenteuer fortreihen lassen wer­den unb daß „nationale" Demonstrationen, wie Stahlhelmtage usw., außenpolitisch nur von Nachteil sind.

Das Referat des zweiten Tages hielt Herr Ruratus Bertram Schmitt aus Rattern bei Breslau, der Her­ausgeber des „Westöstlichen Weg". Do» Thema lautete:

„Die geistige unb religiöse Lage des beulfchen Volkes, — ber weg bes Bolschewismus."

Er zeigte, wie der deutsche Mensch sich seit dem Au»-, gang bes Mittelalter» gewandelt habe- In ber Re­naissance wurde bie Trennung von Gott und Mensch eingeleitet. Eine Komplizierung erfuhr die geistige Sage bann mit dem Einbruch der Tech­nik. Der stolze, aber noch nicht ungläubige Mensch der Renaissance war ausgezogen zu Taten ewigen Fort­schritt», Da er als selbstzufriedener „Bourgeois" zu­rückkam, war unter dem Einfluß ber individualistischen Philosophie fein Ich sogar zum Gott gemor» den, zu dem er bewundernd aufschaute. Wie ein Herr­scher trat er an die Maschine heran, aber diese zwang bie Menschen zur kollektiven Arbeit der ewig gleichen

Vom 26. Mai bis 1. Juni hatten sich in Essen bie Führer ber Windthorstblinde im Deutschen Reich, zu dem auch das Sa a r g e b i e t und bie freie Stadt D an- z i g gehört, in Essen zu ihrer 9. Bundestagung ver­sammelt. Insbesondere aus den Grenzgebieten waren die Sunbesbrüber in großer Zahl erschienen. Allein aus dem Saargebiet hatten sich über hundert junge Katholi- ken eingefunden. Sie wollten durch diese starke Beteili­gung zeigen, daß sie fest zu ihren deutschen Brüdern hal­ten unb den Kampf um bie Freiheit bes Saargebietes bis zum glücklichen Ende burchführen wollen.

Die Tagung war deshalb von besonderer Bedeutung, weil die Windhorstbünde sich zum ersten Male nach dem Beginn des schweren, aber erfolgreichen Rin­gens mit bett Rechts- unb Linksrabikalen, bie auch in bie katholischen Gebiete einzudringen vermoch­ten, trafen. Es war notwendig, dem politischen Kampf, in den die katholische Jugend gestellt ist, ein klares Zielzu geben. Dieses Ziel findet man nicht in berau­schenden Reden und glänzenden Aufmärschen, sondern man muß es in harter geistiger Arbeit zu umreißen suchen. Der eigentlichen Reichstagung gingen deshalb drei Schulungstage voraus, an denen berufene Führer die Lage auf politischem, kulturellem unb wirt­schaftlichem Gebiete barlegten und an denen man ver­suchte, die richtigen Wege zur Behebung der deutschen und europäischen Not zu finden.

Der erste Tag galt der Besprechung unserer außen­politischen Lage. Das Referat hatte ber außenpolitische Schriftleiter der Germania, Dr. Walter Hagemann, der über bas Thema

„Deutschland im Rahmen der europäischen Völker"

sprach. Er bedauerte, daß in Deutschland ber politische Instinkt noch so wenig entwickelt sei und daß besonders auf dem Gebiete der Außenpolitik

bet politische Radikalismus die Bildung der notwen­digen einheitlichen Willensmeinung bedrohe.

Wir, die christliche deutsche Jugend, haben eine andere Vorstellung von der Zukunft und den Zielen deutscher Politik als der Kommunismus unb der Faszismu». Wir entscheiden uns statt für bas politische Abenteuer für den leidvolleren, aber gewisseren Weg zur deutschen Freiheit, den Weg der Verständigung unter den Völkern. Wir glauben nicht, daß der Vertrag von Versailles etwas Unabänderliches ist. Keiner der Friedensschlüße der Weltgeschichte hat bisher etwas Un­widerrufliches, Unabänderliche» geschaffen. Auch der Zwangsvertrag von Versailles konnte einem aufstreben­den Volke nicht alle Wege in die Zukunft verbauen, wie die Gegner planten, im Gegenteil, dem deutschen Volke wurden unfreiwillig neue Wege geöffnet und neue Aufgaben gestellt. Wenn wir diesen neuen Weg, der allein zur

neuen Ordnung In Europa unb damit zur Freiheit Deutschlands

führen kann, gehen wollen, müssen wir allerdings die alten Begriffe von Staat unb vom euro­päischen Zusammenleben umbenten. Wenn wir heute von den anderen Mächten, bie uns zur Ab­rüstung gezwungen Haden, ebenfalls

Abrüstung

fordern, so tun wir bas nicht nur deshalb, »eil wir selber abgerüstet haben, sondern weil wir die Rüstun­gen an sich für ein liebel und eine schwere Friedens­gefährdung halten. Wenn wir den Schutz der Min- berf) eiten verlangen, so nicht nur deshalb, weil ge­rade die deutschen Minderheiten in den anderen Staa­ten schwer bedrückt werden, sondern weil mir wissen, daß das Abendland nur bann bestehen bleiben wird, wenn ein neuer Geist nationaler unb kulturpolitischer Duldung zum Durchbruch kommt.

Wenn die christliche deutsche Generation diese neue Haltung vorbereiten will, dann kann sie es nur, wenn ihre

Friedensliebe mit beiden Füßen aus dieser Erde steht.

und nicht vergißt, daß bis in unsere Tage der Erfolg

Bewegung. Sie machte den stolzen, siegesbewußten Menschen zur Masse, zur Masse Mensch.

Schon vorher hatte der nationale Staatsgedanke eines Hegel bie unbedingte Vorherrschaft des Staates über den Einzelmenschen gefordert. Ent- sprechend konnte jetzt Lenin bie Verabsolutierung des Proletariats als das Endziel der Menschen hinstellen. (Nebenbei bemerkt ist der Sozialismus nicht» anderes, als bas proletarische Kind jener philosophischen Strö» mung, bie Gott unb Mensch ogneinanber trennte.)

Bi» jetzt wird der weltanschauliche Kommunismus nur von Wenigen konsequent und unentwegt durchge- führt. In der großen Mass e herrschen nach wie vor die Nachweben der liberalen bürgerlichen Zeit: Tren- nung der Lebensbereiche, theoretisches Christentum, das oft genug mit praktischem Heidentum - verbunden ist. kurzum, in den sozialistischen unb kommunistischen Mas- sen herrscht übelster Liberalismus, dem das zur Schau getragene revolutionäre Kleid um so übler ansteht.

Der Redner beschäftigte sich bann eingehend mit dem russischen Bolschewismus und seiner Stellung zur Religion. Während ber Bolschewismus im hohen Maße bie Errungenschaften des Kapitalismus für feine Zwecke benützt, ist sein Haß gegen die Religion so groß, daß er sie noch nicht einmal für di» Zwecke des Bolschewismus mlhbrauchft obwohl Lenin in der Religion nichts anderes al» eine Waffe des Kapitalismus steht. Dieser Hatz ist so dämo­nisch, daß man ihn rein rational gar nicht erklären kann.

Dem Kommunismus geht es ebenso, wie dem Chri­stentum um bie Umgestaltung bes ganzen Menschen und ber ganzen Erde. Er kennt nur einen Grundsatz: Alles was der Erhaltung ber Diks tatur des Proletariats dient, ist erlaubt, was sie schä­digt ist „Sünde". (Andere Strömungen, wie ber So­zialismus und der Nationalismus, kann man mit dem Kommunismus nicht vergleichen. Sie wollen nur Teil­bezirke des Lebens erfassen.) Der Redner zeigte zum Schluß, wie der Kommunismus, von innen her bedroht wird. Die weltanschauliche Gleichgültig» keit erfaßt auch in Rußland immer wei­tere Kreise. Das bedeutet aber ein Zurückfal» len in bie bürgerliche Welt, die man überwunden 3U haben glaubte. Seine Schluhworte waren eine Auf­forderung an die junge katholische Generation, in dem notwendigen Kampf gegen den Bolschewismus die Füh- rung zu übernehmen, damit feine Ueberwindung auS ber Kraft des christlichen Glaubens und nicht au, den Jniriguen ber kapitalistischen Staaten erfolgt. Wir müs­sen in dem Bolschewismus den großen Mahner u n f e r e r 3 e it sehen. Es ist ein neuer Sinn für die Ganzheit des Leben» im Werden. Nicht nur bei den Bolschewisten, sondern auch bei den erwachenden chnsk licken Menschen, ber sich zur Ganzheit des fie< ben» in Gott durchgerungen hat.

Die neue Zeit hat endlich wiedergefunden, was bie Menschheit seit der Renaissance in ihrem ungestümen Dorwärtsstürmen vergessen unb schließlich verloren hat, bie Ganzheit des Lebens, da» neue starke Bewußtsein der Gliedschaft am my st ischenLeibeChri st ft Erst in dieser Ordnung werden Armsein und Reichseitt einen neuen Sinn bekommen und wird bas im mo­dernen Menschen so starke Lebensgefühl erst zur glück­lichen sieghaften Vollendung bes gottgewollten Herr« schen» über die Erde fortschreiten.

In ber Aussprache, die wiederum den ganzen Rach« mittag ausfüCte, besprach man vor allen Dingen den praktischen Weg zur Bekämpfung de» deutschen Kom. munismus,

Einen Höhepunkt stellte der britte Schulung,tag bar, an dem Pater Gundlach, S. I., über

die deutsche Volks- und Wirlschofksnok

Marktgesetze, losgelöst vom bestimmten Willen Menschen, gibt es nicht. Die machtpolitischen Momente, die in das Wirtschaftsleben bineingetragen wurden, und bie das freie Spiel der Kräfte unterbinden, haben zu einer Entwicklung geführt, bie sich gegen bas Wesen der kapitalistischen Wirtschaft richtet. Aus dem Aber­glauben an die Macht fei eine Mechanisierung und Bürokratisierung der Wirtschaft entstan«

M Btiining für das deutsche Volk Von der windkhorst-Tagung in Essen.

Neue Wege.

Vorständekonferenz der Zungfrauenkongregalionen der Dekanate Eiterfeld und Hünfeld.

> Das Jungfrauentreffen in Mark ach unb in Kirch- hasel hat alle Teilnehmer zu treuer Kongregations­arbeit aufgerufen. Solche läge haben ihre Bedeutung. Wichtiger ist aber die Schulung und Weiterführung der verantwortlichen Mitarbeiterinnen ber Kongregation. Man kann sie Helferinnen nennen oder auch Jung­führerinnen. Das Wort tuts nicht. Die Gesin­nung, die Eignung und die opfernde, sorgende Liebe sind entscheidend.

Es waren nicht von allen Kongregationen die Vor­stände vertreten. Grund: Vielleicht zu weite Entfernung. Muh trotzdem möglich fein. Vielleicht Arbeit auf dem Felde ober im Wald. Doch wohl nicht für alle Vorstands­mitglieder zutreffend. Ob das Fernbleiben der Ausdruck für eine verständliche Stimmung ist: Das war früher nicht. Da» brauchen wir auch heute nicht! Nun, man sollte doch erst zusehen, was da „neues los" ist, bevor man sein Fernbleiben beschließt.

Wir wollen es Führerinnenkonferenz nen­nen. In dem Wort liegen schon Fragen und Probleme, die des Nachdenkens wert sind. Zunächst die Aktivie- rung der Mäbchenkräfte im Dienste der Er­ziehung unb Führung ber weiblichen Ju­gend. Man denke an bie Worte von Herrn General­präses Kiens: „Wohl soll der Priester nach dem bekann­ten Apostelwort „allen alles sein", aber in vielen Fällen wird erst die Führerin, die selbst die Not unb bie Kämpfe der heutigen Mädchenwelt durchgekostet hat, die junge Seele vorbereiten und empfänglich machen müssen für die Vermittlung der göttlichen Gnade und Wahrheit durch den Priester. Hier kann sich bas „Priestertum der Frau" im Sinne des königlichen Priestertums des geheiligten Volkes ganz besonders segensvoll auswirken. Noch ein anderes Wort von Kiens sei angeführt: Wir sind als Priester allein nicht imstande, bie Probleme ber Frauen- seelsorge zu lösen. Wir müssen, soweit es möglich ist, be­sonders im Vereinsleben, Frauen und Jungfrauen mit apostolischer Gesinnung erfüllen unb im weiten Maße zur Mitarbeit heranziehen."

Ferner bie Frage ber Arbeitsteilung und Verteilung auf die Jung führ erinnen mit allen Problemen der Führerinnenschu­lung und Bildung, der Gruppenarbeit und Gruppen­führung. Natürlich kann eine Nachmittagskonferenz nicht alle Fragen aufrollen. Herr Diözesanpräses Wehner Kas­sel leitete die Konferenz im Auftrage bes Herrn Bezirks­präses Pfarrer Trageser, Marbach. Schon ber Auf­bau mit Sieb, Schriftleitung, An- und Aussprachen zeigte den Teilnehmerinnen, wie man einfach und stilvoll, le­bensnah unb voll Glaubensinnigkeit —- ohne religiöse Aufdringlichkeit — in ber Kongregation heute arbeiten soll.

Frl. M. Borucki, Kassel, gab zunächst Aufschluß über die Gemeinschaftsarbeit des Verbandes, ber Diözese und des Bezirk». Man sollte diese Arbeit „von oben her" mehr kennen und anerkennen, dann würde man sich auch freudig zu ihr bekennen. Diejenigen, die immer nur allein ihre Wege gehen wollen, um 10 Pfennig Beitrag im Jahr zu sparen, handeln nicht sehr großzügig. Wo mit Einsatz der vollen Menschenkraft an der Weiter- unb Höherführung unserer Kongregation gearbeitet wirb, wie es der junge Diözesanverband anstrebt, sollte man nicht immer fürchten, das Opfer einer leiftungsunfähigen Or­ganisation zu werden. Es ist den Äongreganiftinnen ohne viele Gründe begreiflich zu machen, baß heute bie katho­lische Jugend mit der Psarrgemeinbe nicht umschlossen ist, daß ihke Ausgaben weiter barüber hinausgehen, unb daß treue Gemeinschaftsarbeit vorwärts Hilst, Gerne wird gerecht empfindende Jugend diese notwendige Ge­meinschaftsarbeit auch finanziell möglich machen. Nur eines wird sie nicht billigen, daß einige Kongreganistin- nen ihren Beitrag zahlen, während die anderen Sonder­wege gehen. Das ist unschwesterlich, wirkt störend unb hemmend. Schluß damit! Gehen wir gemeinsam an die Arbeit. Unb keine schließe sich aus.

Diözesanpräses Wehner wandte sich ber Kleinarbeit ber Kongregation zu, gab im Anschluß an bie Berichte ber Präfektinnen über die Kongregationsarbeit und ihrs

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Dom Iungmännerverband.

25 Zahee Iungmännerverein Neuhof.

Sie Veranstaltungen des Neuhöfer Jungmännerver- eins anläßlich ber Feier seines 2djährigen Bestehens sind nun Geschichte; ber Chronist hat sie pflichtgemäß festzu­halten.

Am Pfingstsonntag nachmittag und Pfingstmontag vormittag Führertagung unb zugleich amtliche Bor- ftänbefonferenj für den Bezirk Fulda- Land im Iungmännerverband unter der Leitung bes Diözesanpräses. Von 30 Vereinen waren Vertreter ent- sandt. Eingehend wurden die Ausgaben in Bezirk unb Verein in einer wirklich fruchtbaren, ergebnisreichen Aus­sprache besprochen. Am Sonntag Abend bei einbrechen­der Dunkelheit Marienfeier an der feenhaft er­leuchteten Grotte. Rund 1000 Einwohner des Dorfe» hatten sich dort mit den Jungen vor dem Bilde ihrer Ver- banbsmutter und Königin versammelt. Mit Siebe unb Wärme sprach H. H. Kuratu» Fülle r-Mittelkalbach zu den Jungen über ihren Kampf für das heilige Land be» Glaubens und ber Reinheit und Unschuld, immer wieder auf Maria als Vorbild und Führerin hinweisend. Die eindrucksvolle Feier dürfte so schnell nicht vergessen wer­den; ihre nachhaltige Wirkung wird für so manchen noch

einmal in dem Gewühl bes Leben» eine haltende Stütze fein. Der Montagmorgen sah den Verein und die auswärtigen Freunde geschlossen am Tisch de» Herrn.

Am Nachmittag war bann zunächst in ber Pfarrkirche bie Weihe des neuen Danners durch den Diö­zesanpräses, H. H. Kuratus K i n d-Morborn. „Sinn unb Aufgaben unserer Jungmännerbewegung im Lichte bes Pfingstfestes" war bas Thema feiner begeisternden Worte. Etwa» vom Feuer des göttlichen Geistes ergriff bie Jungen; siegesfroh und siegesbewußt sprachen sie ihr „Fuldaer Bekenntnis". Anschließend der Fest­zug durch die Straßen des Dorfes. So war es recht! Bei aller Betonung ber Innerlichkeit und einer zielkla­ren Arbeit auf sie hin geht es doch nicht an, bie Straße dem Gegner ober dem spießbür­gerlichen „Neutralen" zu überlassen. An. nähernd 400 Jungen von nah unb fern beteiligten sich: manche Vereine waren recht stark vertreten, so Großen­lüder, Bad Orb und Somborn. Eine imposante Kund­gebung katholischer Jugend. Neuhofs Bevölkerung stand Spalier. Die Festfeier am Festplatz, in den Gärten ber Gastwirtschaft Möller, fand ihren ersten Höhepunkt in ber sinnvollen Ehrung bes Vereinepräfekten aus ber Grünbungszeit, be» jetzigen Herrn Bürgermeister» Heil, burch Ueberreichung eine» Bildes des verstorbenen ersten Generalpräfe, Wosterts und ber Christusnadel be» Der-

bandes; der gegenwärtige Präses fand hierzu die tref­fenden Worte. Herwigs inhaltreiche» unb erhabene» „Mitsommerspiel" ließ bann gleichsam als zweiter Höhe­punkt den Jungen noch einmal ihre Aufgabe unb Ver­antwortung im Kampf um öa» Reich Gotte» unb bas Jugenbreich ber Kinder Gottes in dem Gegenüber von Rübezahl-Wassermann unb ber Mutter Gottes unb Chri­stophorus erkennen und schauen, unb e» gab den Eltern unb den recht zahlreich erschienenen Freunden ber Be­wegung eine fest umriffene szenerische Darstellung ihres Wollen» in dichterisch vollendeter Gestaltung und finnge- Mäher Formung. Mit einem lebhaft aufgegriffenen „Treu Heil" für ba« Deutsche Volk unb fein Wohl­ergehen schloß H. H. Kuratu» Kind bie erhebende Feier unb die Jubelfeier. — Soweit ber Chronist, einfach unb nüchtern.

Doch, wer im Leben mitten drinnen steht und seine Strömungen kennt unb sich ständig um seine Neuordnung fnitmüht, ber macht sich seine Gedanken; froh ist er und beglückt, unb so manchem Skeptiker und Pessimisten möchte er wünschen, auch nur stiller, beobachtender Teil- nehmer der Verhandlungen unb Veranstaltungen gewesen zu sein. Er wäre geheilt worden schon allein durch den sittlichen Ernst unb bie innere Kraft dieser jungen Chri­stenschar, durch die Gottbegeisterung und die Hingabe unb Ausdauer, mit ber und in ber sie um bie Erkenntnis ber

ihr durch die inner-seelische Zeit gestellten Ausgaben ringt Es ist bestimmt nicht zuviel gesagt: hier wächst eine Ju» genb heran, in der und mit der da» Reich Gottes in unK unb um uns begrünbet unb sest gegründet werden kann; eine Jugend, die fast mit Fingerspitzengefühl (pürt: in den großen Kämpfen der Zeit haben wir nicht» mehr zu verlieren, wohl aber eine verlorengegangene Welt zurückzugewin­nen; eine Jugend, die erkannt hat: roae der Menschheit in dieser Wende ber Zeiten nottut, das ist ber innere^ der religiöse Mensch. So will sie werden. Da­durch ist sie unsere Hoffnung! Gott, ber Herr, segne sie und ihr Wollen unb Streben!

Wir aber, Freunbe, wir wollen nicht ruhen und nicht rasten; wir wollen ernst machen mit dem, war wir zu­sammen mit unseren Führern erarbeitet haben. Worts sind leere Hülsen; Taten allein bringen uns vorwärts. In aller Demut ringen wir um uns unb mit uns, daß wir bas immer mehr werden, was uns so herrlich vor bie Seele gestellt wurde: Träger bes göttlichenGeistes unb echte Marienkinber, unb dadurch brauchbare Werkzeugs in ber Hand unseres Gottes. Drum auf, an bie Arbeit mutig unb froh! »nd.

——— J