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Anzeiger für die Stadt Julda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.

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Mittwoch, 10. Juni 1931.

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Mkg. 58.

Ilr. 131

r Erdbeben.

Seit Menschengedenken sind, so heißt es in den Zeitungsnachrichten, auf der britannischen Insel nicht mehr Erderschütterungen von solcher Heftig­keil verspürt worden, wie sie am Sonntag für den Bruchteil von Sekunden verzeichnet worden sind. $er Bevölkerung hatte sich eine ungeheure Angst bemächtigt, und das ist gewiß begreiflich, wenn auch glücklicherweise Menschen nicht zu Schaden gekommen sind.

Das geschah um die gleiche Zeit, da kn Chequers, dem Wochenendsitz des englischen Premierministers, der deutsche Reichskanzler seinem britischen Kol­legen die Verhältnisse in unserem Lande vortrug. Wir wollen keine symbolischen Verknüpsungen Her­stellen, wir wollen nicht behaupten, der Erdstoß, der das britische Land erschütterte, sei ein Finger­zeig des Himmels gewesen, der den britischen Ministern haben deutlich machen wollen, wie leicht Frieden, Glück und Wohlstand erschüttert werden. Aber wir dürfen doch darauf aufmerksam machen, daß um dieses Erdstoßes willen, der niemand tötete und dessen materielle Schäden in wenigen Wochen behoben sein werden, die ganze große Insel in schreckliche Aufregung geriet, während zu gleicher Zeit der jäh drohende Zusammenbruch eines stammverwandten Volkes von 60 Millio­nen nicht einen so starken Eindruck hervorzurufen vermag.

Das sei kein Vorwurf gegen England, es sei nur eine Feststellung, die alle Völker angeht. Es wird heute mit Kriegsgedanken gespielt, als hätte die Welt niemals das Völkermorden von 1914 bis 1918 erlebt. Damals ging ein endloses Weinen und Jammern der daheimgelassenen Frauen, und Mütter durch die ganze Welt, von dem unaus­sprechlichen Elend der Kriegsteilnehmer selbst gar nicht zu reden. Heute indessen malen sich in man­chen Köpfen die Dinge schon wieder ganz tptnan- tisch. Wir wollen gewiß niemanden der bewuß­ten Kriegshetze beschuldigen. Aber der engstirnige Egoismus mancher Staaten ist sicher kein Weg­bereiter für den ewigen Frieden . Man hat bei den Unterredungen in Chequers, wie es in der ge-' meinsamen Verlautbarung der beteiligten Regie­rungen Heißt, die Abrüstungsfrage nicht besonders behaudeft, sondern sie nur gestreift, aber es kommt in der gleichen Stunde, in der die deutsch-englische!' Ueberlegungen stattfanden, ein Aufruf aus ; Amerika, der sehr genau das Verhältnis der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verkrisung der Weit zu dem nicht eingelösten Abrüstungsverspreche >. der Siegermächte untersucht und daran entschei­dende Folgerungen knüpft.

Der Eindruck, den die neue Notverordnung n der ganzen Welt und nicht zuletzt in Amerika ge­macht hat, wird die Zusammenhänge noch fester knüpfen. Diejenigen, die in Deutschland in den neuen Bestimmungen nur den schweren Druck auf die Masse erkennen, können aus amerikanischen Pressemeldungen ersehen, daß man drüben tiefer blickt und den mit der Notverordnung herausge­gebenen Aufruf der Reichsregierung in der Tat als einen Appell an das Weltgewissen auffaßt, dem sich niemand so leicht entziehen kann. Diese Notverordnung hat in Amerika wirklich wie ein Erdstoß die Politiker aufgerüttelt. Man hat ein­gesehen, daß eine solche Auspressung der Be­völkerung eine Regierung sich nur dann erlauben harf, wenn der Zusammenbruch der Wirtschaft nicht mehr weit ist. Das läßt die Amerikaner, aber auch die anderen Völker aufhorchen. Denn es ist ja nicht so, als ob es die anderen nicht berührte, wenn einer der größten Industriestaaten der Welt, wenn eines der höchst zivilisiertesten Völker, wenn eine Nation mit einer gewaltigen Vergangenheit, wenn ein Stamm mit den gescheitesten Köpfen zu­sammenbricht. Wir malen hier nicht zu schwarz. Wer optimistischer sieht, mag es tun, aber wir fürchten, daß er sich dabei verrechnet. Diese Not­verordnung, die uns neue persönliche Opfer von drückender Schwere auferlegt, leitet eine Erschütte­rung der Gewissen ein, wenn nicht der Moral, so wenigstens der kaufmännischen Vernunft. Oder wird sie, wie der Erdstoß in England, in wenigen Tagen vergessen sein?

Die Unterredungen in Chequers haben sich selbst­verständlich vorwiegend in'diesen Gedankengängen bewegt. Die Darlegungen des Kanzlers haben auf die britischen Minister Eindruck gemacht. Gerade weil Dr. Brüning kein Schönredner, kein Schwa­droneur, kein Wortemacher ist, gerade weil er als ein Mann der Wortkargheit gilt, darum haben seine Mitteilungen auf Mac Donald und Hender­son sehr stark gewirkt. Es ist eine parteipolitische und geradezu gemeingefährliche Verlogenheit, wenn ein Blatt Hugenbergs am Sonntag abend das Facit dieser Besprechungen mit der lakonischen Ueberschrift zieht: Chequers ergebnislos beendet. Das kann nur schreiben, wenn hämische Mißgunst die Feder führt. Chequers kann nicht ergebnislos sein, und es ist es nicht, denn die Erkenntnis, daß die Staaten Europas und der Welt Zusammen­arbeiten müssen, um die Weltkrise zu beheben, und die gegenseitige Zusage, daß England und Deutsch­land alles tun wollen, um dieses Zusammenarbei­ten der Völker herbeizuführen, ist ein Ergebnis, wie es größer während eines freundschaftlichen Wochenendes zwischen den Führern von zwei Na­tionen, die vier Jahre lang gegeneinander ge­kämpft haben, nicht erzielt werden konnte. Es war wahrscheinlich ein Meisterstück staatsmännischer Üeberlegung, daß der deutsche Kanzler die Not­verordnung mit ihrer durch die Umstände gefor­derten brutalen Härte in dem gleichen Augenblick herauskommen ließ, in dem er Gelegenheit hatte, d>e schwere Gefahr, in der Deutschland sich befin­det, auch mündlich den Staatsmännern des briti­schen Weltreiches zu erläutern. Diese Bestimmung und die mündlichen Ausführungen des Kanzlers sind wie ein Erdstoß aufwühlend und umstürzend in das schlafende Gewissen der Welt hinein- Sefahren.

Wir geben uns keinem rosigen Optimismus hin. Wir glauben nicht mehr an die Menschlichkeiten

in der internationalen Politik, aber toir glauben daran, daß die Völker leben wollen und daß demokratische Staaten, wie England und Amerika, sich einmal und wahrscheinlich in absehbarer Zeit

Was wird mit der Notverordnung?

Kem Rachgeben der Regierung gegenüber den Forderungen der Parteien. Eine Reichstags-Einberufung würde die reparationspolitische Aktion der Regierung gefährden.

CNB. Berlin, 9. Juni. (Eig. Meld.) In po­litischen Kreisen beschäftigt man sich lebhaft mit der Frage, welche Stellung der Reichskanzler gegenüber den Wünschen nach einer Ab­änderung der Notverordnung ein­nehmen wird, die von verschiedenen parlamenta­rischen Seiten laut geworden sind. Soweit wir unterrichtet sind, ist aber nicht damit zu rechnen, daß Kanzler und Kabinett solchen Forderungen nachgeben werden. Das hat seinen Grund vor allem darin, daß ein Entgegenkommen an die Parteien insofern den Bestand der ganzen Notverordnung gefährden kann, als niemand weiß, wo die Aenderungen aufhören sollen. Nach der Auffassung, die in der Regierung nahestehenden Kreisen herrscht, würde ein Nachgeben die Reichsregierung auf eine recht abschüssige Bahn führen. . Dazu kommt noch, daß die Forderungen der Sozialdemokratie und die des rechten Flügels der Regierungskoalition nicht nur auseinandergehen, sondern sich gegen­seitig widersprechen, sodaß also praktisch kaum ein Weg zu einer Verständigung über die Abänderung gegeben fein würde. Unter solchen Umständen hält man es für richtiger, die Notver­ordnung so zu lassen, wie sie nun einmal aus- fteht. Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Reichsregierung die Absicht hat, die vielkritisierte Kris en st euer nur solange zu erheben, wie unbedingt notwendig ist. Die Kritik an der Notverordnung dürfe nun nicht dazu führen, daß die Re­gierung in der Campagne um die Re- vision der Tributlast gehindert werde. Der Kanzler wird bei den Besprechungen, die er nach» seiner Rückkehr mit den Parteiführern haben wird, zweifellos mit allem Nachdruck auf diese in diesem Sinne einwirken. Nachdem sich das Kabi­nett voraussichtlich am Donnerstag mit der Si­tuation befaßt haben wird, wird er am Freitag nach Neudeck zum Reichspräsidenten rufen, um Bericht zu erstatten und dann werden sch in die nächste Woche hinein diese Bespre­uungen mit den Parteiführern anschließen, soweit rächt schon am Donnerstag eine Reihe von Auf- kiärungen an sie gegeben worden sind. Auch in den Kreisen der Reichsregierung ist man sich durchaus bewußt, daß der nächste Schritt auf dem Wege zur Revision der Reparationslast nicht in irgendwelchen platonischen Erklärungen bestehen kann, daß die Reichsregierung vielmehr mit ga n z bestimmten Vorschlägen und Forde­rungen herauskommen muß. Es ist anzu­nehmen, daß der Reichskanzler den Parteiführern crtlärt, daß er für die notwendigenVorbereitungen etwa 3 Wochen braucht, daß aber noch Ende dieses oder Anfang nächsten Monats entscheidend ee Schritte unternom­men werden. Von dieser Ankündigung wird die nächste politische Entwicklung beherrscht sein. Nach Auffassung gutunterrichteter Kreise werden die Parteien, auf die es jetzt in erster Linie an­kommt, sich der Argumentation des Kanzlers kaum entziehen. Das würde also bedeuten, daß die Gefahr einer Reichstagseinbe­rufung nicht sehr akut ist.

*

Nichts erhellt deutlicher den furchtbaren Ernst der politischen Lag«, wie der stürmische Protest, der in den Kritiken aus allen Parteilagern und auch aus allen Berufsorganisationen zum Aus­druck kommt. Wohl ist die Kritik von verschieden

gelagerten Motiven getragen. Aber insgesamt wird erklärt, daß mit diesen Maßnahmen der neuen Notverordnung die Reichsregierung den l e tz t e n Versuch gemacht haben muß, um mit eigenen Kräften akute Gefahren zu bannen. Man bewundert den Mut des Reichskabinetts, mit dem es diesen gigantischen Kampf um die Rettung und Befreiung des Volkes und Staates führt. Und neben aller Kritik klingt ein großes Maß Ver­trauen zu dieser Führung hindurch, daß sie diese tatsächlich grausam empfundenen Schritte unter­nimmt, um den Tag der endlichen Befrei­ung herbeizuführen.

Große, ja größte Anforderungen an die Opfer- bereitfchaft, den befreienden Tatwillen des deut­schen Volkes, noch mehr aber der politischen Par­teien sind jetzt gestellt. Ueber eine entscheidende Frage diskutiert die deutsche und die Weltöffent­lichkeit: wie wird sich der Reichstag der neuen Notverordnung gegenüber ein- stellen?

Auch hier geben uns vielleicht die bisher bekannt gewordenen Kritiken schon hinreichend Aufschluß. Wir suchen nämlich vergebens in allen Kritiken das Aufzeigenanderer Möglichkeit« n, anderer gangbarerer Wege, die zu dem gleichen Ziele führen könnten. Aber darauf kommt es eben entscheidend an. Die Reichsregierung wird dank-

Reichskanzler Brüning und Reichsaußenmi- nffter Dr. C u r t i u s sind am Dienstagvormittag um 8.15 Uhr von London nach Southamp­ton abgereistt, von wo sie auf derEuropa" die Rückfahrt nach Deutschland antreten.

Beide werden voraussichtlich am Donnerstag dem Kabinett über ihre Reise Bericht erstatten.

Schlechtes Wetter verzögert die Abreise.

wtb. Southampton, 9. Juni. (Eig. Meld.). Die Europa, mit der Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsminister Dr. Curtius nach Deutschland zu­rückkehren, ist durch Nebel im Kanal aufgehalten worden und wird voraussichtlich erst zwischen 13 und 14 Uhr auf der Reede von Cowes eintreffen, sodaß dann erst die deutschen Minister sich an Bord begeben können.

Abschiedslelegramme Brünings und Curtius.

wtb. Southampton, 9. Juni. (Eig. Meld.). Reichskanzler Brüning hat an den britischen Pre­mierminister Macdonald folgendes Telegramm gesandt:.

Mein lieber Premierminister!

Beim Verlassen des englischen Bodens möchte ich Ihnen nochmals sehr aufrichtig für die liebens­würdige Gastfreundschaft danken, die

Dr. Curtius und mir selbst während unseres Be­suches in Chequers zuteil geworden ist. Sie dür­fen versichert sein, daß wir uns der angenehmen Tage, die wir in Ihrem schönen Lande zugebracht haben, und des warmen Empfanges, der uns von der britischen Regierung und dem britischen Volke bereitet worden ist, stets sehr dankbar erinnern

bar sein für jeden brauchbaren Vorschlag, welcher ihre innen- und außenpolitischen Aktionen zu för­dern und zu erleichtern vermag. Sie will Kritik an der Notverordnung. Sie darf jedoch verlan­gen, daß diese Kritik sachlich bleibt und für das Reichskabinett Handhaben bietet, um sowohl Verbesserungen vorzunehmen, als auch beschlossene Maßnahmen erträglicher zu gestalten.

Daß bereits Anträge zur sofortigen Einbe­rufung des Reichstages vorliegen, ist weni­ger bedeutungsvoll wie die Beantwortung der Frage, was die Antragsteller von einer frühzeiti­gen Einberufung des Reichstages erwarten, welche Begründung sie ihren Anträgen geben. Wir vermissen darüber jedwede Erklärung.

Nach wie vor vertreten wir den Standpunkt, daß eine vorzeitige Einberufung des Reichstags größte Gefahren schaffen müßte. Wir wollen ja mit der neuen Notverordnung die a u ß e n p o l i t r sch e Befrerungsaktion einleiten, wir wollen die schwersten Krisen der Jetztzeit überwinden und uns ausben kommenden Winter vorbereiten. Das würde mit einem Schlage zunichte werden, wenn wieder die leidenschaftlichen Kämpfe im Reichstag begännen, wenn man sich nicht über das aus­einandersetzte, worum es in der Tat allein geht, um die Beseitigung des Defizits, die Gesundung der Wirtschaft, die Linderung der Arbeitslosennot, die Befreiung Deutschlands von unerträglichen Zahlungsverpflichtungen. Wir sollten doch froh sein, daß jetzt, wie es das Volk schon seit Jahren verlangte, gehandelt wird, mit klarem Ziel und festem Wollen. Käme wieder das Paktieren und Verhandeln, würden sich die Krisen verschärfen, di« Unruhen vermehren, die Situation würde chaotisch werden. Nicht ausgeschaltet soll bet Reichstag werden. Nein er soll mitentscheiden, aber zur geeigneten Zeit.

Reichsaußenminister Dr. Curtius hat an Staats­sekretär Henderson nachstehendes Telegramm gesandt: t

Mein lieber Staatssekretär!

Wollen Sie bitte meinen aufrichtigen Dank ent­gegennehmen für die schöne Gastfreundschaft, die Sie mir während meines Besuches in England erwie­sen haben. Ich habe mich sehr gefreut, Gelegen­heit zu haben, mit Ihnen in Ihrem eigenen Lande zusammenzutreffen, u.nb ich empfinde lebhafte Dankbarkeit für die angenehmen Tage, die ich in England verbracht habe. Mit der Versicherung mei­ner aufrichtigen Ergebenheit

Dr. Curtius.

Gegenbesuch der englischen Minister.

wtb. London, 8. Juni. (Eig. Meld.) Die deutschen Minister haben bei ihrem englischen Be­such ihre englischen Gastgeber zu einem Gegen­besuch nach Berlin eingeladen. Macdonald und Henderson haben diese Einladung mit Dank angenommen. Der Zetpunkt und die Ein­zelheiten des Besuches der englischen Minister wer­den demnächst festgesetzt werden.

' *

wtb. London, 8. Juni. (Eig. Meld.) Staats­sekretär Henderson empfing gestern, wie Times berichtet, den französischen und italie. nischen Botschafter, die er über den wesentlichen Inhalt der Besprechungen von Che­quers in Kenntnis fetzte.

Ehrungen der deutschen Gäste.

Am Montag fanden in London zu Ehren der deutschen Minister verschiedene gesellschaftliche Ver­anstaltungen statt. Die Anglo-GeRrman Associa­tion gab zu Ehren der deutschen Gäste ein Früh­stück. Zur Rechten des Kanzlers saß der Vorsit­zende der Vereinigung, der vormalige Vizekönig von Indien, Lord Reading, zur linken Schatzkanz­ler Snowden. Lord Reading brachte einen sehr beifällig aufgenommenen Trinkspruch auf die bei­den deutschen Staatsmänner aus, in dem er die schwere Verantwortung, die auf Dr. Brüning lastet, würdigte.

Reichskanzler Brüning betonte in feiner Antwort, daß enge und freundschaftliche Beziehun­gen zwischen Großbritannien und Deutschland ein unbedingt wesentlicher Faktor in europäischen An­gelegenheiten seien. Mit der größten Genugtu­ung und aufrichtiger Hoffnung für die Zukunft könne er sagen, daß die beiden Länder ständig im­mer näher aneinander rücken.

Der Empfang des Royal Institute of Interna­tional Asfairs zu Ehren des Reichskanzlers und des Reichsaußenministers, der am Montag im Chatham House veranstaltet wurde, gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Sympa­thie für die deutschen Minister. Unter den Teil­nehmern befanden sich zahlreiche prominente Män­ner und Frauen des englischen öffentlichen Lebens. Anwesend waren u. a. Lord d'Abernon, Sir Ro­bert Dansittart, Sir Abe Bailey, viele führende englische und ausländische Pressevertreter und Par­lamentsmitglieder, außerdem die Mitglieder der deutschen Botschaft in London, darunter Botschafts­rat Graf Bernstorff und Gesandtschaftsrat Fürst Bismarck. Der Vorsitzende des Institutes Sir Neill Malcolm begrüßte die deutschen Minister, die in Begleitung des deutschen Botschafters Freiherrn v. Neurath eintrafen.

Reichskanzler Brüning erwiderte in einer kurzen Rede, die lebhafte Beifallskundgebungen auslöste.

Seinen gesellschaftlichen Höhepunkt und Abschluß erreichte der Besuch des deutschen

Aus den Londoner Tagen der deutschen Minister.

Die Rückfahrt von Chequers nach London.

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y

Die deutschen Minister werden von den Straßenpassanten lebhaft begrüßt.

zu Taten aufraffen werden, um das Ende des Deutschen Reiches zu verhindern, das auch sie selbst in das wirtschaftliche Chaos hereinziehen würde. -

Die

Minister verlassen England

werden. Seien Sie, mein lieber Premierminister, meiner aufrichtigen Ergebenheit versichert.

Dr. Brüning.