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Wer viel Geld zur 33er*

vielseitig, daß jeder Geschmack auch bei beschränkten

und Nutzen daraus zu an dem Wiederaufbau kommt es nicht schwer verzichten, was andere zu sehr belastet. Der

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ziehen. Dem Sparsamen, den» seiner Finanzen gelegen ist, an, da und dort aus etwas zu genießen, den Geldbeutel aber Gedanke, man spart das Geld,

Geldmitteln befriedigt werden kann. Ob man sich em Sommerkleid von der Konfektion zulegt oder man die verehrte Hausschnetderin bemüht, hängt den Neigungen der einzelnen Frau ab, beides glückliche Lösungen versprechen, wenn Geschmack Schick sich paaren.

Schick muß das Sommerkleid allerdings fein, leichten Stoffe verlangen eine flotte, man möchte

hätte so leicht geben können, wenn man. nur ein nig sparsamer gewesen wäre.

Raffe dich auf! Schaffe Schutt und Trümmer ner wirtschaftlichen Verhältnisse bet Seite, gehe Lust und Mut an den Wiederaufbau. Sparsinn Fleiß schaffen es rascher als du glaubst. Sparen Einteilen mutzte noch niemand bereuen, wohl aber Verschwendung.

Die bald nicht aus,

kostet die für eine Mahlzeit Benötigte Menge ■hfufei^e für ein Kind bis zum 6 Monat. Esst auch das Beste

nur in den seltensten Fällen; für ihn steht in der Regel nur Milch zur Verfügung, die bereits von ihrer Ge­winnung bis zum Verbraucher einen weiten Weg zurück­gelegt hat, einen Weg, der sich jeder Ueberwachung und Beaufsichtigung durch den Verbraucher vollkommen ent­zieht. Alle Fragen der städtischen Milchhygiene und staatlichen Ueberwachung tauchen hier auf; ihre Er­örterung ist zunächst Sache von Fachleuten. Aber jeder Städter kann von der ihm angebotenen Milch immer­hin eine Reihe von Qualitäten fordern, die er kennen soll. Die Milch muß unverfälscht sein, und vor allem darf sie keine Verunreinigungen enthalten. Wer in einer gelieferten Milch Schmutzpartikelchen findet, weise sie zurück. Man erkennt sie gut in einem Bodensatz nach längerem Stehen. Wo Milch aus einer guten Molkerei zu erhalten, ist dazu nur zu raten; die Milch wird hier im großen regelmäßig kontrolliert, gereinigt und ein­wandfrei gelagert; man hat also eine erheblich bessere Gewähr, ein einwandfreies Naturprodukt zu erhalten, als bei einer im freien Straßenhandel angebotenen Milch.

Von mancher Seite wird geglaubt, daß Kondensmilch eine ganz besonders gute Kindermilch darstelle. Das trifft schon deshalb nicht zu, weil gerade in dieser Milch die Vitamine zumeist zerstört sind, was sie als Säuglings­nahrung wenig begehrenswert macht. Dort, wo eine einwandfreie Marktmilch nicht zur Verfügung steht, kann dagegen Trockenmilch in Form des „Milchschnees", eines ganz feinen, sich in kaltem Wasser vollkommen lösenden Pulvers, sehr gut verwendet werden. Diese Milch ist nach einem besonderen Verfahren ohne Erhitzung getrock­net und liefert nach der Auflösung eine auch geschmacklich vorzügliche Milch, die, monatelang gegeben, zu keinerlei Schädigung des Kindes führt.

Noch ein paar Worte über die Ziegenmilcher- nährung, die sich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Sie hat den Nachteil, daß sie bei manchen Kindern zu schwerer Blutarmut führt, kann also ebenfalls nur als Ersatznahrung in Frage kommen, wo gute Kuhmilch schwer zu beschaffen ist oder wirtschaftliche Gründe maß­gebend sind. Doch ist bann zu empfehlen, auf ein begin­nendes Blaßwerden des Kindes zu achten, oder besser das Kind unter Beobachtun des Hausarztes ober ber Säug­lingsberatungsstelle zu halten.

um es für Notwendigeres anzulegen, bietet auch einen Genuß, oft einen größeren als das Bergnügen selbst.

Dies „in den Tag hinein leben" steht auf schwankem Grund. Ost kommt Krankheit ober sonst ein Unheil über die Familie, es werden unabwendbare Ansprüche an die geleerte Kasse gestellt. Da gehen auf einmal erst die Augen auf. Warum hat man nicht früher daran gedacht, daß so etwas kommen könnte. Vielleicht hätte man einige Sparpfennige schaffen können, bann wäre jetzt Hilfe in der Not, so aber . . . Die Reue kommt zu spät. Um hohe Zinsen und mit großer Demütigung muß man von anderen erbitten, was man sich selbst

hört nur dem Augenblick, ist dauernd. Es gibt ein behrung, und es gibt auch sagung". Uns allen wäre es

heißt die große Mode dieses Sommers und zwar vor allem für großblumige Stoffe, die aber mit einer ge­wissen Vorsicht gekauft werden sollten, denn sie kom­men nur für große, stattliche Figuren in Frage, während die Frauen, die zierlicher gewachsen ftnb, sich besser an die ungemusterten Stoffe halten sollten. Chiffon wird meist zu Kleidern verarbeitet, die als besonder»» Ausputz das Jäckchen oder ein Cape haben, jedoch auch

diese möglichst wenig anliegend, fließend, weich und leicht rote das Material, aus dem sie gearbeitet sind.

Sehr beliebt als Grundmaterial ist auch der Sei­denrips, den man in vielen Farben bekommt, darunter als Modefarbe vor allem gelb, das jedoch mit einiger Vorsicht gekauft werden sollte, da es nicht jeder Dame zu Gesicht steht. Bleu, rosa, tarmin, braun in seinen verschiedenen Abstufungen, viele Pastelltöne und Zwi­schenfarben stehen zur Verfügung, auch Seidenripse mit Blumenmustern sind bei vielen Damen äußerst beliebt. Seidenripskleiber werben nicht ganz so verschwenderisch gearbeitet wie solche aus Chiffon. Runde und viereckige Halsausschnitte sind gleich beliebt. Die Bluse, meist kurztaillig gearbeitet, wird durch Längs- oder auch Bo­genschnitte aufgeteilt, den Rock versieht man mit Falten, als Ausputz ein leichter Lebergürtel oder ein Seidenband das in kühner, phantastischer Schleife feinen Abschluß findet.

Sehr seine Wirkungen lassen sich auch durch die Ver­arbeitung von Musselin« erzielen, der in diesem Jahre wieder modern geworden ist und dabei den Vorzug hat, sehr billig zu sein. Auch hier kann die Phantasie sich bet der Kleidgestaltung voll und ganz auswirken. Die Bluse wird geschickt in modernen, ost bizarren Formen aufgeteilt, man verbindet die einzelnen Teile oft durch Handstickerei, während ber Rock glatt oder auch mit ge»

die innere Beruhigung „Sparen" ohne Eni- einen Genuß der „Ent* segensvoll, beides kennen

geneinandergekehrten Faltengruppen verarbeitet wird. Knöpfe und Bänder aller Art werden zum Ausputz ge» nommen, eine große Rolle spielt auch bei Musseline da, Unterkleid, das bei Hellen Stoffen möglichst von dunk­lerer Farbe fein soll, um so den amüsanten und lebhaf­ten Kontrast herzustellen.

Krepp und Kreppsatin als Grundmaterial für Nach­mittagskleider erfreuen sich weiter großer Beliebtheit bei den Damen, auch ein Zusammenverarbeiten all dieser Stoffe in buntem Wechsel sieht hübsch aus. Man kann bei den diesjährigen Hochsommerkleidern mehr wie 'N den Vorjahren der Phantasie die Zügel schießen lassen. Frau Mode beliebt sich in diesem Jahre so grotesk rote möglich zu geben, sie holt auch ihren Schmuck aus allem möglichen modischen Kleinkram, dort wo sie ihn be­kommt. Noch nie sind soviel verschiedenartige Dinge an den Sommerkleidern verarbeitet worden. Knöpfe glänzend und matt, Holzknöpfe mit Stoff überzogen, Perlen, Korallen, exotische Muscheln, Kragen aus Seide, Voile, Seinen und allem möglichen anderen Material, Spitzen und Tüll, bestickte Seide und selbst Samt, Schleifen, Rüschen und Bänder, ja sogar Blumen ver- wendet man mit Geschmack und Geschick. An Auswahl ist also kein Mangel, meine Damen, greifen Sie zu und wählen Sie das Beste.

Es gab eine noch nicht allzu ferne Zeit ber lieber* schätzung unseres Könnens, eine Zeit, da man glaubte, eine nicht arteigne Milch burch entsprechende Proze­duren ber Muttermilch so auszugleichen, daß sie biese ersetzen könne, und man wähnte einer Mutter bas Stil­len mit gutem Gewissen „ersparen" zu können. Don biesem Irrtum sind wir längst zurückgekommen, unb eine ausgebetjnte Stillpropaganba ist eine der wichtigsten Aufgaben jeder Säuglingsfürsorge geworben. Es gibt bis heute keinen „Ersatz ber Mutter­milch" — man merke sich bas ganz besonders, und wo man ihn angeboten findet, handelt es sich um unlautere Reklame, die man nicht unterstützen darf. Es gibt zahlreiche einwandfreie künstliche Nahrungen und Nähr­gemische; man betrachte sie als das, was sie sind, aber nicht als Muttermilchersatz.

Heber die Stilltechnik im einzelnen hier zu spre­chen, würde zu weit führen; man lasse sich da durch den Hausarzt, den Fürsorge- und Kinderarzt beraten. Man wird dort auch alles Nötige über Hygiene des Stillens erfahren. Wie in ber ganzen Säuglingspflege ist aber — das mag besonders erwähnt sein — auch hier die größtmögliche Reinlichkeit geradezu selbstverständlich. Die Dauer ber Ernährung an der Brust richtet sich nach dem einzelnen Fall; man stille, wenn irgend möglich, wenigstens die ersten Monate, etwa bis zum vierten; wer länger stillen kann, tut nur gut. Man gehe lang­sam zur künstlichen Ernährung über unb wähle fiy bie Abstillung, wenn irgenb möglich, nicht gerade die heißen Monate des Sommers.

Mit der Abstillung treten bann an die Mutter ganz neue Fragen heran. Welche Nahrung soll gegeben wer­ben? Woher soll bie Milch bezogen werden? Denn bas ganze erste Lebensjahr hindurch bildet Milch ja immer­hin noch bas Hauptnahrungsmittel, dem sich in der Re­gel andere nur zugesellen. Wer Gelegenheit hat, seine Kindermilch unmütelbar aus einem ihm als einwand­frei bekannten Stall zu beziehen, für den lösen sich manche Fragen sehr leicht. Aber der Städter kann das

Ernährung und Pflege sind die beiden Kernprobleme, um die sich fast alle Fragen der Aufzucht von Säug­lingen gruppieren. Beide stehen in so engen Beziehun­gen, daß ein erwünschter Erfolg nur dort zu erwarten ist, wo beide sich bestmöglich ergänzen. Dps Neugebo­rene tritt mit der Geburt ganz plötzlich in eine anders geartete Umwelt, anders geartet als die bisherige war; und diese bringt mit ihren verschiedensten Einwirkungen für den Organismus eine ganze Reihe neuer Aufgaben und Anforderungen, die bewältigt werden müssen und die zunächst eine ganz erhebliche Leistung für den Orga­nismus barstellen.

Zu diesen neuen Forderungen gehört die Deckung des Nahrungsbedarss durch eigene Arbeit ber Ver­bauungsapparate. Währenb bisher die Nahrungsstoffe sozusagen fertig zubereitet aus dem mütterlichen Blute bezogen werben konnten, muß nunmehr ein zugeführtes .Nährgemisch" erst burch Verbauung für den Körper verwertbar gemacht werden. In diesem Stadium gibt es naturgemäß nur eine ideale Nahrung, die Milch der Mutterbrust. Sie ist die bis in feinste Einzelheiten von ber Natur für das Kind angepaßte Nahrungszuberei­tung. Mag man über bie Leistung künstlicher, d. h. also „unnatürlicher" Ernährung in spateren Lebens- Monaten denken wie man will, für bie ersten Lebens­wochen stellt jebe Nahrung ein Risiko bar, bas nur unter ganz besonderen Umständen eingegangen werden darf. Man kann dieses Risiko verringern, beseitigen kann man es nie. Mit anderen Worten: von keiner künstlichen Nahrung läßt sich in den ersten Lebenswochen mit Btt stimmtheit sagen, ob sie nicht zu einer Schädigung für das Kind führt. Anderseits gibt es keine an sich schlechte Muttermilch, um ein heute noch immer verbreitetes Vorurteil gleich vorwegzunehmen und wer glaubt, durch „Untersuchenlassen" von Muttermilch eine besondere Vorsicht zu üben, der ist erst vollständig im Irrtum, die chemische Untersuchung einer einzelnen Michprobe ist durchaus betontes. Ausnahmefälle kom­men natürlich vor; sie bleiben aber Sache des Arztes.

holen könnte. Sicher ist aber das eine, daß einmal bei jedem von uns das Alter anklopft und unserer Hand den 33erdienst entwindet und daß es dann besonders hart empfunden werden muß, wenn die Vergangenheit dieser Zeit nicht oorsorgend gedacht hat. Im Alter aus die Gnade anderer angewiesen zu sein, weil man sich im Leben nichts ersparte, das ist ein furchtbar bitteres Be­zahlen für verlebtes Genießen. Gesetzt aber, es käme so, wie du denkst, gibt dir dann ber Gedanke, daß du deine Pflicht getan, keinen Trost? Es ist etwas Großes, mit Befriedigung auf die Vergangenheit zurück- blicken zu können, und Befriedigung gibt nicht Genuß, sondern Pflichterfüllung. Genußsucht ist jedoch von treuer Pflichterfüllung ausgeschlossen.

Es liegt auch im Sparen ein Genuß. Oder glaubst du nicht, daß der Gedanke, einen Notpfennig beiseite zu haben, große innere Beruhigung gibt? Der Genuß ge-

Bei ber Zubereitung ber Milch empfiehlt es sich, für den Säugling Rohmilch wegen ber damit ver- bunbenen Infektionsgefahr im allgemeinen zu vermei» ben. Anderseits verliert Milch burch zu langes Kochen eine Reihe von Stoffen, bie für den Körper wichtig und von ihm selbst nicht herstellbar sind. Man hat diese Stosse als „Ergänzungsnährstoffe" oder Vitamine bezeichnet. Nun muß allerdings gesagt werden, daß man bie Bedeu­tung ber Vitamine zumal für ben Säugling vielfach er­heblich überschätzt hat, unb baß ihrem Fehlen in der Nah­rung eine ganze Anzahl von Krankheiten zur Last gelegt wurde, wofür der exakte Beweis noch aussteht. Immer­hin kennen wir einige sichere „Avitaminosen", das sind Mangelkrankheiten, die burch das Fehlen solcher Stoffe in ber Nahrung entstehen, unb wir werben solchen Krank­heiten vorbeugen müssen. Nicht etwa durch Verabfolgung „vitaminreichen Tabletten unb Extrakte", auf die wir voll­ständig verzichten können, sondern durch Zufuhr von Vitaminen in ber natürlichen Form. Wir werden bie Milch nur ganz kurz aufkochen, um die Stoffe in ihr nicht zu zerstören. Allerdings hat die Milch in Großstädten vielfach bereits einen kurzen, diese Stoffe nicht schädigen­den Erhitzungsprozeß durchgemacht, bas sogenannte Pasteurisieren, das aus gesundheitlichen Gründen vor allem zum Zwecke der Entkeimung ber Milch durchaus notwendig und wünschenswert ist. Diese bereits pasteu­risierte Milch soll dann im Haushalt nicht mehr gekocht werden; man hole sich also bei seinem Milchhändler Auf­schluß über eine etwa schon vorangegangene Pasteurisie­rung.

Weiterhin aber geben w'.r dem Kinde frühzeitig andre Stoffe als Seite ft. Ihre Menge braucht zunächst nicht groß zu fein, es genügen einige Löffel am Tage. Solche Stoffe sind vo allem rohe Fruchtfäfte (Zitronen-, Apfelsinen-, Tomatensaft), auch Früchte, wie Bananen, geschabter Apfel, dann verschiedene auch sonst int Haushalt gekochte Gemüse, wie Spinat, Mangold, Ka­rotten und Möhren, Kochsalat u. a., etwas rohes Eigelb u. bgl. Dadurch wird der tägliche Speisezettel für den Säugling etwas reichhaltiger, und wir gewöhnen bas Kinb früh an ben Geschmack anberer Nahrung, was im späteren Atter oft viel schwerer fällt. Wir geben, wie gesagt, zunächst etwa vom vierten ober fünften Lebens­monat an nur wenig unb steigern bann etm um bie

Kein Tag vergeht, der nicht irgendwelche häuslichen Unfälle mit sich bringt. Nun macht der Arzt leider gar zu ost die Beobachtung, daß sich Hausfrauen beim Ein­tritt eines Unfalles nicht zu helfen wissen unb daß viel kostbare Zeit verftreicht, bie für den vom Unfall Be­troffenen nutzbringend angewendet werden könnte. Nach- stehend soll ber Versuch gemacht werden, bei einigen all­täglichen Hausunfällen die ersten Hilfsmaßnahmen auf­zuzeigen, die jedoch nie davon abhalten sollten, möglichst rasch den Arzt als sachverständigen Helfer herbeizuholen.

Verbrennungen

kommen sehr oft vor. Handelt es sich um kleinere Wun­den, genügt eine gute Brandsalbe, die dick aufgetragen wird und immer im Haus vorhanden sein soll. Steht dagegen ein Mensch in Flammen, so müssen schleunigst Decken herbeigeschafft werden, um sie zu ersticken, wo­bei man die verletzte Person am besten auf den Boden legt. Die bann noch etwas glimmenden Kleider wer­den mit Waffer abgelöscht. Der Arzt fft schnellstens herbeizuholen.

Das kranke Kind.

Don Dr. med. et phil. Tren diel.

Die meisten Mütter sind ohne weiteres imstande, ihr gesundes Kind zu pflegen. Wie soll aber die Pflege des kranken Kindes, die ganz andere Anforderungen stellt, durchgeführt werden? Es ist durchaus nicht nötig, und häufig auch nicht möglich, eine gelernte Kranken­schwester zur Pflege heranzuziehen. Die Mutter muß vielfach die Pflege ihres kranken Kindes selbst überneh- men, sie muß daher imstande sein, die ärztlichen An- ordnungen richtig auszuführen.

Bei jeder Erkrankung sollte schon, ehe der Arzt ge­rufen wird, die Temperatur gemessen und ausgeschrie­ben werden. Das Fiebermessen ist immer im After des Kindes bei eingefettetem Thermometer auszuführen. Auch das Pulsfühlen bietet bei einiger Hebung keine Schwierigkeiten. Man sucht an der Innenseite des lin-

Den langen Weg....

' Von Rosa Hamacher- Boppard.

Den langen, bangen Weg gehst du allein! Doch wird das Kreuz, das auf ber Schuster liegt, Stets beinen Kräften angemessen fein — jtur wer ben Mut verliert, ist schon besiegt. Der eine rät bir rechts, ber links zu gehn: Du hast bie Wahl! Frisch zu unb bleib nicht stehn;

So war es, ist's und wird's in Zukunft fein, Den langen, bangen Weg gehst du allein! Wenn es bir glückt, so ist man flink zur Stell', Sagt: „Sieh, das hast du recht gemacht und gut!" Doch gehst du fehl, verurteilt man dich schnell, Nimmt bir zum Weiterschreiten jeden Mut: Sieh weder rechs noch links, nur aufwärts schau! lu deine Pflicht getreu! Auf Gott vertrau! Unsichtbar wird ein Engel bei dir sein, Wenn du den bangen Weg gehst ganz allein.

Das Sommerkleid stellt sich vor.

Leicht unb duslig heißt die Parole.

Don Paula Rezniscek-Wien.

Das sommerliche Kleid, bas man an recht warmen Tagen trägt, hat einen großen, unschätzbaren Vorzug, nämlich den der Billigkeit; denn die Stoffe, aus denen diese hübschen Nichtigkeiten angefertigt werden, sind in

jeder Preislage zu haben.

fügung hat, kauft natürlich die moderneren Neuschöp­fungen, wem nur ein paar Mark in ber Tasche klim­pern, ber braucht deshalb noch lange nicht zu resignie­ren. Die Auswahl ist wirklich groß und so unenWüf)

Verbrühungen

behandelt man bis zum Eintreffen des Arztes mit Del- auffchlägen aus Watte. Jedes bessere Del, Salatöl, Ri­zinus usw. ist dazu verwendbar.

Gasvergiftungen

sind ebenfalls ein nicht eben seltener häuslicher Unfall. Dor allem wird man hier für frische Luftzufuhr sor­gen müssen, also Doffnen der Fenster und Türen. Die von ber Gasvergiftung betroffene Person wird mög­lichst rasch in ein anderes Zimmer gebracht, auf ein Bett oder auch auf ben Boden gelegt unb sofort mit ber künst­lichen Atmung begonnen, die am besten durch Heben ber Arme über den Kopf und die entsprechende Rückwärts­bewegung dazu ausgeführt wird. Die künstliche Atmung soll langsam und gleichmäßig durchgeführt werden, nicht hastig und überstürzt, da dann ihre Wirkung eine viel intensivere fft. Habm die künstlichen Atembewegungen Erfolg gehabt, was man an der allmählich wiederkeh­renden Rötung der Haut erkennt, dann legt man dem Kranken nasse Tücher auf den Kopf, während ber Arzt in ber Regel ein inneres Mittel verschreiben wirb, um bie Giftwirkung abzuschwächen. Selbstverständlich wirb man auch ber Ursache ber Gasvergiftung nachzugehen

Sollen wir sparen?

Plauderei von Dina Ernstberger -Neunkirchen.

$ieber sparen, bamit nochmal alles taput geht, als ob man in der Inflation nicht furchtbar traurige Er­fahrungen gemacht hätte! Was half da alles sparen vnd entbehren! Die Ersparniffe eines arbeitsamen Le­hms wurden vom Sturm der Zett hinweggefegt, wie Spreu im Wind. War es da nicktt bumm. daß man zeitlebens arbeitete und entbehrte? Hatte man genossen statt gespart, bann wäre es doch dem Körper zu gut ge­kommen. So hatte man nichts, rein garnichts von all ben Arbeiten und Entbehrungen. Man würde ja schließlich wieder ganz gern sparen, wenn man bie Si­cherheit hätte, daß es einem erhalten bleibt. Aber wer weiß es benn, ob nicht über kurz oder lang wieder solch ein Sturm Deutschland durchbraust und alles Errungene vernichtet. Man will lieber nicht sparen, so bleibt ei­nem wenigstens Sorge unb Aerger erspart.

Meine Liebe, solche Reden sind leere Ausflüchte. Du willst nicht sparen, weil dir bi es unbequem ist, weil du bas Genießen behaglicher findest als sparen, weil du eben nicht entbehren willst. Den Sturm, der deine Er­sparnisse wieder hinwegfegen könnte, brauchst du nicht zu, fürchten; so ein Orkan, der wie eine Flutwelle alles nieberreißend über ein Volk hinwegbraust, kehrt nicht alle zehn Jahre wieder.

Fändest du das klug getan, wenn deine Nachbarn, nachdem ein Blitzschlag seinen Besitz zerstört, das Haus einfach in Schutt und Trümmern liegen ließe und nicht mehr daran dächte, sich wieder ein neues Heim zu schaf­fen, nur eben weil er fürchtet, es könnte ein neuer Blitz­strahl wieder alles zerstören. Genau so ist es, wenn du jetzt sagst: Ich will nicht mehr sparen, weil ich ein zwei­tesmal darum kommen könnte. Wenn du Kinder host, dann kommt dir gar nicht das Recht zu, zu sagen: Ick) will nicht sparen! Für solche ist Sparen unabhängig vom Willen, roeft es da Pflicht fft. Du mußt, wenn bu nicht gewissenlos an deinen Kindern handeln willst. Für dich ist verschwenderisches Gelbausgeben nicht nur verächtlich sondern auch Sünde.

Wer wärst bu benn, wenn deine Eltern und Groß­eltern auch so gedacht hätten? Ihre Sparsamkeit hat bir deinen Besitz geschaffen, bich zu dem gemacht, was du bist. Auch unsere Urahnen mußten sich vernichtenden Lebensstürmen beugen; auch ihnen wurde niedergeris* sen, was sie sich mühselig aufgebaut; — Hungerjahre, Krieg, Aufstände — sie haben all das auch gekostet und oft genug verheerten noch dazu, feindliche Horden ihren Besitz. Hätten sie auch so gedacht, wie du, was wäre bann aus uns und unserem Vaterland geworden. Gu­ter Wille und fleißige Hände und sparsame Gesinnung können vieles schaffen. Ich gebe zu, daß für die große Menge bas Wort „Genuß" mehr Anziehungskraft hat, wie bas entsagungsreiche „Sparen". Gar gern hört bas Ohr auf den flüsternden Zweifel: „Vielleicht ist ein zwei­tesmal alles taput, was du jetzt sparst." Sein kann alles, — wer kann heute behaupten, daß er morgen noch lebt? — Wer es ist dumm, mit Unwahrscheinlichem zu rechnen und höchst unwahrscheinlich ist es, daß sich so eine finanzielle Katastrophe in diesem Ausmaß bald wieder-

fagen verschwenderische Verarbeitung. Man darf sparen wollen, sonst sieht das Sommerkleid nichts zumal man auf Aufputz oft ganz verzichtet. Chiffon

haben, um sie sofort abzustellen. Ueberhaupt muß vor dem oft recht leichffinnigen Umgang mit Gas immer wieder gewarnt werden.

Schnittverlehungen

werden, soweit es sich um kleinere Wunden handelt, sau­ber ausgewaschen bezw. mit einem Desinfektionsmittel Karbolwasser, Essigsaurer Tonerde usw., die in keinem Haushalt fehlen dürfen, behandelt, mit einer sauberen Mullbinde verbunden, damit sie möglichst rasch abhei­len. Handelt es sich um größere, stark unb plötzlich ein- tretende Blutungen, so heißt es das verletzte Glied mög- lichst rasch abbinden. Man nimmt dazu ein Handtuch- das fest zusammengezogen wird, so daß das betreffende Glied keine Blutzusuhr mehr erhält. Gut ist es für solche Fälle eine Binde aus Gummi im Haus zu haben, die weit roirtfamer bie Blutzufuhr hemmt wie das als Notbehelf genommene Handtuch. Bei starken Blutun­gen muh ber Arzt schnellstens herbeigeholt werden.

Lrstickungscmsälle

verlangen als erste Maßnahme eine Feststellung der Ur­sachen. Handelt es sich um eine Abschließung der Luft­röhre durch einen Fremdkörper, etwa verschluckte Knöpfe, Geldstücke usw. bei Kindern, dann bleibt nichts anderes übrig als mit dem rasch gesäuberten Finger den Fremdkörper herauszuholen, ev. unter Zuhilfenahme eines Löffels. Starkes Schütteln des Patienten, Klopsen aus ben Rücken usw., unterstützt bie Arbeit des Heisers. - Bei Erstickungsanfällen muß sehr rasch gehandelt wer­den, sonst ist es leicht zu spät.

Das mutz bie Frau von ber ersten Hilfeleistung misten?

Von Dr. F. Moser- Berlin.

Säuglingsernührung und Säuglingspflege

Von Privatdozent Dr. de Rudder, Oberarzt der Univ, ^mderklinik in Würzburg.