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1930
27,5
55,0
3,1
30,0
Die Landwirtschaft in Rußland
«Schluß.)
sowjetrussi-
Vilder vom Tage.
Begebenheiten aus aller Welt,
Der Schweizer Dtz. Charles Benziger,
«er
einen Geld-
Dr. Schürff,
Liccarda huch erhält den Goelheprels
1929
1931
15,5
50,0
33,5
80,0
dem Regierungsprogramm sollen im 1931 1105 Stationen mit einem Trak- von 692 000 Pferdekräften erreicht fein; 1931 soll die Zahl der Stationen auf der Traktorenpark auf 980 000 Pferde-
1,9
3,5
6,4
40,9
6,4
43,1
Nach Frühjahr torenpark bis Ende 1400 und
Eines der wirksamsten Mittel ist vielleicht 4>ie Errichtung besonderer Stationen für landwirtschaftliche Maschinen und Traktoren. Die Aufgabe dieser Stationen besteht darin, den zu ihrem Bezirk gehörigen Kollektivwirtschaften die Traktoren und sonstigen Maschinen und Geräte für die verschiedenen landwirtschaftlichen Arbeiten zu liefern, für deren Instandhaltung zu sorgen, ferner den Kollektivwirtschaften das notwendige landwirtschaftliche und technische Fachpersonal zur Verfügung zu stellen und sie bei der Aufstellung ihres Wirtschaftsplanes zu beraten und dessen Durchführung zu beaufsichtigen. Als Entschädigung für die Bereitstellung der Maschinen und Geräte erhalten die Stationen ein Viertel der Ernte. Die Kollektivwirtschaften sind verpflichtet, sich mit einem Betrage von 5 Rubeln je Hektar Anbaufläche an der Bildung des Kapitals der Stationen zu beteiligen. Sie haben ferner die gesamte Ernte nach Abzug der für den eigenen Bedarf erforderlichen Mengen zu den vom Staate festgesetzten Preisen an die Station abzuliesern.
der hot die
1,6
3,5
schen Landwirtschaft sieht also für 1931 eine sehr erhebliche Steigerung vor, die vor allem eine erhöhte Getreideproduktion zur Folge haben wird. Die Produktion der Staatsbetriebe wird nach dem Fünfjahrplan im Jahre 1931 über 50 Prozent der gesamten Eetreideproduktion ausmachen. In absoluten Ziffern bedeutet dies, dah von einer auf 978 Millionen Doppelzentner geschätzten Getreideernte im Jahre 1931 auf die Staats- und Kollektivbetriebe allein 500 Millionen Doppelzentner entfallen werden, und zwar 77 Millionen Doppelzentner auf die Staatsbetriebe und 423 Millionen Doppelzentner auf die Kollektivbetriebe. Somit werden nach den Berechnungen der Sowjetorgane diese beiden Arten von Betrieben rund 90 Millionen Doppelzentner mehr erzeugen als vor dem Kriege die Großgrundbesitzer und Großbauern zusammen. An Überschüssen über den eigenen Bedarf hinaus werden zur Verfügung stehen in den Staatsbetrieben 46 Millionen Doppelzentner = 60 Prozent ihrer Erzeugung, in den Kollektiv- wirWaften 127 Millionen Doppelzentner --- 30 Prozent ihrer Erzeugung und in den Einzelbetrieben 111 Millionen Doppelzentner -- 23 Prozent ihrer Erzeugung, so daß insgesamt 284 Millionen Doppelzentner auf den Markt kommen werden gegenüber 213 Millionen Doppelzentner vor dem Kriege.
Bei einem Vergleich der Ernten von 1930 und 1913 zeigt von den verschiedenen Getreidearten nur Gerste sowohl hinsichtlich der Anbaufläche wie der erzeugten Menge einen Rückgang gegenüber den Vorkriegszahlen, während Weizen, Roggen, Hafer und Mais erhebliche Steigerungen auf- weisen. In den letzten Jahren ist vor allem eine .starke Zunahme des Weizenanbaues und ein Rückgang des Roggenanbaues zu verzeichnen. Für die Zukunft ist eine weitere Steigerung der Weizenerzeugung zu erwarten, besonders infolge der wachsenden Bedeutung der „Getreidefabriken".
Als Kehrseite der Sozialisierung ist seit dem Jahre 1929 eine starke Abnahme der Viehbest ä n d e festzustellen. Im Jahre 1929 war bei Pferden und Schweinen der Bestand von 1916 ungefähr erreicht, bei Rindvieh und Schafen erheblich überschritten; im Jahre 1930 dagegen war der Pserdebestand um 10 Prozent, der Rindvieh-
1,9
3,8 der
Riecarda Huch, die bekannte deutsche Romanschrift- ftefierin, erhielt den Goethepreis,
Staatsbetriebe
Kollektivwirtschaften
Getreideertrag der sozialisierten Betriebe in Prozent des gesamten Eetreideertrages
Staatsbetriebe Kollektivwirtschaften
Der Plan zur Kollektivierung
Anschlag auf einen D-Zug.
1000 Mark Belohnung für die Ergreifung der Täler.
wtb. Hannover, 1. Juni. (Eig. Meld.) In der Nacht zum 1: Juni wurden zwischen den Bahnhöfen Oebisfelde und Forsfelde von unbekannten Tätern zwei eiserne Eggen und ein Hemmschuh auf die Gleise gelegt. Der D-Zug 6 schleifte diese Gegenstände eine Strecke mit, konnte aber nach Halten auf freier Strecke und Wegräumen der Hindernisse unbeschadet seine Fahrt fortsetzen. Die Reichsbahndirektion Hannover hat für die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 1000 RM. ausgesetzt.
Eine Aufwartefrau sprang vom 3. Stock fn ein bereitgehaltenes Tuch herunter, erlitt jedoch so schwere Verletzungen, daß sie bald darauf starb. Der durch das Feuer entstandene Schaden ist jehr beträchtlich.
Bekchsminister Treviranus über den „Heimatdienst-.
Auf der Jubelfeier des Ostbundes evangelischer Iungmännervereine in Berlin nahm Reichsminister Treviranus im Namen der Reichsregierung das Wort, um den Bund zu beglückwünschen. In längeren Ausführungen au. ßerte sich der Minister zu der Notlage der Ostprovinzen und weiter über die sich aus der Arbeitslosigkeit ergebenden Probleme. Für die allernächste Zukunft kündigte der Minister die Organisation eines H e i m a t d i e n st e an, der sich in der Hauptsache auf Menschen stützen müsse, die volklich und weltanschaulich so gebunden wären, daß sie den Lohn in der Tatsache der Arbeit für Volk und Vaterland und nicht im finanziellen Vorteil sähen. Besonders von der Jugend des evangelischen Deutschlands forderte der Redner tätigste Unterstützung der Bestrebungen der Reichsregierung.
— Die Erfindung der Milchbrölchen. Wie doch alles in der Welt feine Geschichte hat! Da sitzt man täglich am Frühstückstisch, erfreut sich am frisch gebrauten Kaisee und verzehrt dazu seine Milchbrötchen. Hat jemand ab-r einmal darüber nachgedacht, wer denn nun eigentlich b'e hübschen schmackhaften Dinger, die Milchbrötchen erfunden hat? Wohl schwerlich, und man wird überhaupt nicht denken, daß sie jemals „erfunden" wurden, sondern an, nehmen, daß sie nach und nach aus den Bedürfnissen der Zeit und der Menschen heraus entstanden sind. Das ist indes nicht der Fall. Sie wurden vielmehr im Jahre 1608 wirklich erfunden, und zwar von einer Kammeo irau am Hose Heinrichs IV. von Frankreich, die in Diensten der Königin Maria von Medici stand und da- her ihrem Gebäck auch den Namen „Königsbrötchen" gab. Selbst die Bäckerzunft kam lange Zeit nicht hinter das Geheimnis ihrer Herstellung und rief sogar den Schutz der Gerichte an. Das Parlament lieh die Bröt- chen „chemisch" untersuchen und verbot darauf die Anfertigung und den Verkauf als der Gesundheit nachteilig. Doch das Milchbrötchen siegte gegen alle Feinde. Später wurde es sogar Sitte, den Namen eines geliebten jungen Mädchens in die Brötchen einzeichnen zu lassen: aß dann das Mädchen davon, so bewirkte dies Gegenliebe — oder auch nicht. Heute gibt man seinem Liebchen wohl kaum noch ein Milchbrötchen zu essen, um bei ihm Gegenliebe zu erwecken.
Zahl der sozialisierten Betriebe in Prozent der Gesamtzahl der Betriebe
im gesamten Sowjetgebiet in den hauptsächlichsten Getreidebaugebieten
Erntefläche der sozialisierten Betriebe in Proz. der Gesamtfläche
Staatsbetriebe
Kollektivwirtschaften
Getreidefläche der sozialisierten Betriebe in Prozent der gesamten Getreidefläche
Jener in einer Nahrungsrnllkelfabrik.
Todessprung in ein Sprungtuch.
In dem Fabrik- und Verwaltungsgebäude der u, a. durch die Herstellung der Ovomalttne bekannten Nahrungsmittelfirma Wander A. G. in Bern brach aus unbekannter Ursache am Freitag kurz nach Mittag ein Brand aus, durch den in kürzester Frist der ganze Dachstuhl der Fabrik sowie eine Angestelltenwohnung zerstört wurden.
7,9
4p,2
* Mißlungener Raub üb erfüll auf _______ ____
briefträger. Ein dreisten Ueberfall erfolgte am Freitagvormittqg in Königsberg aus einen Geldbriefträger. Der Postbeamte befand sich auf
2,8
29,2
kräfte erhöht werden. Dazu kommt noch der bedeutende Maschinenbestand der Staatsbetriebe.
Bisher hat Rußland den größten Teil der Traktoren aus dem Auslande bezogen. Der Fünf- jahrplan sieht aber vor, daß die Sowjetindustrie imstande sein soll, im Jahre 1931 die Hälfte der Traktoren und neun Zehntel der sonstigen Maschinen und vom Jahre 1932 ab nahezu sämtliche Traktoren und Maschinen selbst herzustellen.
Die Verwendung künstlicher Düngemittel ist noch sehr gering. Die Erschließung der Phosphatlager von Kibinsk und der Kalilager von Solikamsk wird jedoch nach dem Fünfjahrplan in der nächsten Zeit eine starke Steigerung des Verbrauchs gerade derjenigen Düngemittel mit sich bringen, die bei der Zusammensetzung der Schwarzerde am notwendigsten und wirkungs- I vollsten sind.
lieber den Umfang und die Organisation der I sozialisierten Betriebe unterrichten die I folgenden Angaben:
Unter den Staatsbetrieben find am wichtigsten I die sogenannten „Getreidefabrik en", deren I Zahl sich gegenwärtig auf 175 beläuft; ihre Gesamtfläche beträgt 12 Millionen Hektar. Nach der Größe verteilen sich diese Getreidefabriken folgen» I dermaßen:
bis zu 30 000 Hektar 18 Betriebe 30 000 — 50 000 Hektar 29 Betriebe 50 000 — 75 000 Hektar 29 Betriebe 75000 — 100 000 Hektar 49 Betriebe 100000 — 150000 Hektar 36 Betriebe 150000 — 200000 Hektar 10 Betriebe über 200000 Hektar 4 Betriebe Nach dem von den Direktoren dieser Betriebe in einer Konferenz in Moskau Anfang Februar 1931 ausgestellten Plan sollen im Laufe dieses Jahres 5 Millionen Hettar angebaut werden; die davon an den Staat abzuliefernde Ernte wird auf 2,8 Millionen Doppelzentner geschätzt. Nach dem für die nächsten Jahre ausgestellten Programm fällen die Produktionskosten in 2—3 Jahren auf 2,40 Rubel für den Doppelzentner gesenkt werden.
Die Kollektivwirtschaften kommen in drei verschiedenen Formen vor. Am verbreitetsten ist diejenige, bei der das Land und ein Teil des toten Inventar und der Arbeitstiere Gemeineigentum ist, während das Haus mit dem dazu gehörigen Hof- und Gartenland, das Nutzvieh, Geflügel usw. Privateigentum des Bauern bleibt. Daneben hat sich auch eine andere Form, bei der außer dem Grund und Boden das gesamte tote und lebende Inventar wie auch die Wirtschaftsgebäude und Wirtschaftsvorräte Gemeineigentum find, in den letzten beiden Jahren ziemlich stark verbreitet, während die extremkommunistische Form, bei der die Einzelbetriebe gänzlich aufgelöst und auch die Wohnstätten in Gemeineigentum über- geführt sind, sich nur schwach entwickelt. Allen drei Formen ist gemeinsam, daß das Land als eine Einheit bewirtschaftet wird und alle Beteiligten zur Arbeit verpflichtet sind. Die Verteilung des Erttages erfolgt nach verschiedenen Grundsätzen, zum Beispiel nach dem Verhältnis der in die Gemeinschaft eingebrachten Fläche oder nach der geleisteten Arbeit oder nach der Zahl der von den Beteiligten zu unterhaltenden Familienmitglieder. Diese Frage der Verteilung der Arbeit I und des Erttages ist im allgemeinen der emp- I findlichste Punkt der ganzen Organisation, und I zu ihrer einheitlichen Regelung hat kürzlich die Zenttale der Kollettivwirtschasten Anweisungen erlassen, wonach die Akkordarbeit eingeführt wird und die Entlohnung einzig und allein nach der Zahl der Arbeitstage und der Att der geleisteten Arbeit zu bemessen ist.
Die Durchschnittsgröße der Kollektivwirtschaften ist in den hauptsächlichsten Getreidebaugebieten von 102 Hettar int Jahre 1928 und 153 Hettar im Jahre 1929 auf 1189 Hettar im Jahre 1930 gestiegen; im Durchschnitt der gesamten Sowjetunion betrug sie 1930 nur 477 Hettar.
Der Anteil der sozialisierten Betriebeander gesamten Landwirtschaft der Sowjetunion ergibt sich aus folgenden I Ziffern (für 1931 nach dem im Fünfjahrplän vorgesehenen Programm): ।
3,5
28,9
Justizminister des österreichischen Kabinetts, seine Demission eingereicht, da feine Partei, Großdeutschen, die Vorlage der Regierung über den Abbau der Beamtengehälter aufs schärfste bekämpft.
bisher Chef des Konsülardienstes beim Polittschen Departement in Bern, wurde im Völkerbundsrat in geheimer Sitzung zum Präsidenten der Danzi- Hafenkommission gewählt.
Lastkraftwagen verschwunden.
Er hatte eine Fracht im Werte von 300 000 Mk.
cnb. Berlin, 30. Mai. (Eig. Meld.) Nach dem Verbleib eines großen Lastkraftwagens mit wertvoller Ladung forscht augenblicklich die Kriminalpolizei. Es handelt sich um einen Mannesmann- Mulag-Lastkraftwagen mit dem Hamburger Kenn- zetchen H. H. 66 369. Der Wagen verließ am 21. Mar d. I. Fürth mit einer Ladung, die auis 80 Zentner Glas, 100 Zentner Wein und 20 Zentner verschiedener Stückgüter im Gesamtwert von 300 000 Mk. bestand. Am 23. M« ollte der Wagen in Berlin eintreffen und die Waren in Schöneberg abliefern. Am 26. Ma« erschien der Fahrer des Zuges und teilte mit, daß er mit dem Wagen Malheur gehabt und ihn m Reparatur gegeben habe. Er werde am nach- j ften Tage mit dem Wagen kommen. Der Fahrer hat sich nicht mehr sehen lassen und auch von dein Wagen ist noch keine Spur gefunden.
vier Streckenarbeiter getötet.
In der Nähe von Ostrowo (Posen) fuhr ein Personenzug in eine Gruppe von Streckenarbeitern. Vier Arbeiter wurden sofort getötet. Die Arbeiter wollten dem Ostrower Schnellzug ausweichen und bettaten das andere Gleis, ohne zu beachten, daß zu - gleicher Zeit ein Personenzug aus der Richtung Posen herannahte. ,
Die unhaltbaren Verträge.
Wir hatten schon öfters Gelegenheit gehabt, auf Auslandsstimmen hinzuweisen, in denen klar zum Ausdruck kam. Laß die sogenannten Friedensverträge sich als unhaltbar erweisen. Gerade in den englischen politischen Wochenschriften mehren sich solche Stimmen in der letzten Zeit bei den Erörterungen über das Reparalionsthema.
So sagt die „Weekend Review", daß das For- eign Office den persönlich bezaubernden Eigenschaften Briands und den Leidenschaften des Gat d'Orsay viel zu sehr nackigeben und es an dem Er- Jnnen von geeigneten Mitteln habe fehlen lasten, ie Deutschland eine wirkliche und moralische Erleichterung hätten bringen können.
Der „New Statesman" schreibt, daß die bisherige Behandlung Deutschlands die bittere Stimmung im deutschen Volke vollkommen rechtfertige. Der Völkerbund habe Deutschland nicht sein Recht zukommen lassen. Man müsse sich fragen, ob man nicht endlich aufhören sollte, sich immer wie- der auf den Versailler Vertrag als Heiligtum und gleichzeitig als Dauerschraube Ju berufen. Man habe 12 Jahre lang Zeit ge- abt, um die Unhaltbarkeit dieses Vertrages ein» zusehen.
Wir wollen hoffen, daß die englische Regierung diesen Stimmen die erforderliche Beachtung schenkt uni) sich alsbald zu einer Aenderung ihrer Politik gegenüber Deutschland entschließt, wofür in Che- quers beste Gelegenheit sein wird, diesen Willen deutlich und klar zu erkennen zu geben.
seinem Bestellgang in der Ziegelstraße vor dem Ellsabethen-Krankenhaus. Als sie den Geldbrief- ttäger erreicht hattem, durchschnitt einer der beiden blitzschnell dem Beamten den Trag- rtemen feiner Geldtasche. Dieser konnte aber die Geldtasche, in betr sich 9000 RM. befanden, sesthalten, so daß dar Raub mißlang. Die Täter ergriffen schleunigst die Flucht. Sie haben sich anscheinend vorher über den täglichen Dienstgang des Beamtem unterrichtet und gerade die wenig belebte Ziegelstraße als am geeignetsten für den Ueberfall gewählt.
Bluttat eines Tobsüchtigen.
Braut und Mutter erstochen.
Der 32jährige Otto Müller aus Neukölln, der sich in Begleitung seiner Mutter und seiner Braut auf der Fahrt nach der Nervenheilanstalt Buch befand, wo er ausgenommen werden wollte, bekam während der Fahtt in der Autodroschke einen Tobsuchtsanfall und stach auf seine beiden Begleiterinnen mit einem offenen Messer ein. Die Braut starb an den schweren Verletzungen, die Mutter ist in schwerster Lebensg efafjr. Müller, der sich ebenfalls durch Stiche verletzt hattg, wurde in die Jrrenabteilung des Staats- ttankenhauses überführt.
* Auf der Dienstreise vom Blitz erschlagen. Der Stadtverordnete Holzhaus aus Radevormwald, der als Mitglied der Wegebaukommission zusammen mit anderen Stadtverordneten eine Besichtigungsreise unternahm, wurde in der Nähe von Hahnenberg vom Blitz getroffen und sofort getötet. Zwet andere Stadtverordnete, die sich in feiner nächsten Nähe befanden, blieben unverletzt.
* Kollision eines deutschen Schulschiffes. Das Schulschiff „Großherzogin Elisabeth" des Deutschen Schulschiffvereins in Bremen hatte bei Darsserot eine Kollision mit dem rigaischen Dampfer „Evermore", wodurch das Schulschiff am Heck Beschädigungen oberhalb der Wasserlinie davon- trug. Aus diesem Grunde wttd die „Großherzogin Elisabeth" die Fahtt nach Riga aufgeben und Swinemünde anlaufen. An Bord ist alles wohl.
• Einsturzkatastvophe in Aegypten. Wie aus Kairo gemeldet wird, wurden fünf Arbeiter bei Arbeiten art einem Sandhügel in der Gegend von Luksor von herabstürzenden Sanbmaffmt begraben und getötet. Neun den Verunglückten zu Hilfe eilenbe Personen erlitten das gleiche Schicksal.
Arahews Spießgesellen.
Im Dresdener Uralzew-Prozeß kam der Hauptangeklagte am Freitag nochmals auf die Verwertung der Sicherheiten durch die Raiffeisenbank zurück. Er versuchte klar zu machen, daß die Bank noch Möglichkeiten einer guten Nutzung von den Unternehmungen Uralzews gehabt hätte, daß sie aber spätere Gelegenheiten verpaßte und seinen Besitz in Versteigerungen verschleuderte. Ferner wurde Rechts- anwalt. Dr. Steinmetz (Kassel) vernommen. Dr. Steinmetz ist mit Uralzew durch den Mitangeklagten Bedenk, einem ehemaligen Oberleutnant, bekannt geworden. Steinmetz verhalf Bedenk dazu, daß dieser sich nach der Flucht aus dem Gefängnis im Jahre 1929 lange Zeit der Polizei entziehen konnte. Steinmetz durfte sich dafür an den zum Teil sehr finsteren Geschäften des Bedenk beteiligen. Von Bedenk selbst erfuhr man, daß er in Berlm eine nationalsozialistische Gruppe leitete. Im übrigen bemühte sich Bedenk heftig um den Nachweis, daß er in der Reihe der Angeklagten der einzig anständige Mensch wäre — woraufhin der Vorsitzende aus den Akten feststellte, daß Bedenk verschiedentlich wegen Betrugs, Urkundenfälschung usw. vorbestraft ist.
bestand um 20 Prozent, der Schafbeftant, Prozent und der Schweinebestand um 3ßb«Ü!L*- geringer als 1929. 00
Hinsichtlich der zukünftige Ausfuhr»,- kichkeiten für Getreide ist zu berück L' ttgen, daß diese nicht nur von der Höhe Zeugung, sondern auch von der Entwickli,»! C Verbrauchs abhängen, der gegenwärtta i«9^5 3en geringer ist als vor dem Kriege I». k,9T schnitt der Jahre 1909-1913 wurden aus Ä" lanb damaligen Umfangs außer erheblichen M. gen Gerste, Roggen, Hafer und Mais 42 4 w onen Doppelzentner Weizen ausgeführt. Nach h ‘L’ Kriege fand nur nach den günstigen Ernten hl» 1925 und 1926 und besonders 1930 eine erbebt Ausfuhr statt. Von August 1930 bi§ ö März 1931 sind über die Häfen des Schwanen Meeres 21,8 Millionen Doppelzentner sme:, 2,3 Millionen Doppelzentner Roggen, 9,2 ffini.' nen Doppelzentner Gerste und 1,2 Millionen Dov° pelzentner Hafer ausgefühtt worden Für die" Beurteilung der etwa noch in diesem Wirtschaft-, fahre für die Ausfuhr verfügbaren Mengen ist wichtig, daß der Staat durch feine Aufnahme organifationen bereits mehr als 90 Prozent der in seinem Plane vorgesehenen Mengen übernom men hat. __________________
Fattbook-Anglück.
wtb. München, 1. Juni. (Eig. Meld.) Auf der Isar bei Icking wurde ein mit drei Personen besetztes Faltboot von dem starken Strubel eines Wehrs erfaßt und unter dieses durchgeriiien Alle drei Insassen, ein Mann und zwei Frauen, sanden den Tod.