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Zahrg. 58.

Samstag, 30. Mai 1931.

uldaerZertung

Anzeiger für die Stadt Julda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.______

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für eine Ermäßigung des Beitrags, der fetzt 61/* v. H. beträgt, auf 4% o. Sj. vorzunehmen. Man rech­net damit, daß die Durchführung dieses Planes, die eine alte Forderung der Gewerkschaften verwirk­lichen würde, einen Ueberschuß liefern könnte, der dann für die Krisen-Fürsorge Verwendung finden soll.

Wie die Krisen- und Wohlfahrts-Fürsorge schließlich gestaltet werden soll, ist noch gänzlich offen. Die Vorschläge der Brauns-Kommission, die ihre Beratungen über diese Fragen abgeschlossen hat, werden dafür gewisse Richtlinien geben. Si­cher ist, daß das Reich in irgend einer Form den Gemeinden einen wesentlichen Teil der Wohlfahrts­lasten abnehmen will. *

vdz. Berlin, 29. Mai. (Eig. Meld.) Wie das Nachrichtenbüro des V.D.Z. meldet, empfängt Reichskanzler Dr. Brüning heute abend nochmals einen Bertreter der sozialdemokratischen Reichs­tagsfraktion, und zwar den Abgeordneten Dr. Hertz. Dr. Hertz wird dem Kanzler den Wunsch der Sozialdemokraten vortragen» näher über die jetzt in den Grundzügen feststehende neue Notver­ordnung unterrichtet zu werden, damit die SPD. aus dem Leipziger Parteitag einen genaue­ren Heberblick über die Pläne der Reichsregierung hat, um ihre Stellungnahme dazu einrrchten zu können.

a . *

C. N.B. Berlin, 29. Mai. (Eig. Meld.) Dio Reichstagsfraktion der Deutschen Dolkspartei ist von ihrem Vorsitzendem für kommenden Montag zu einer Aussprache über die politische Lage ein- derusey worden.

Da es schon zu spät gewesen sei, um noch nach menschlichen Behausungen zu- kommen, hätten er und sein Begleiter die Nacht in der Gorchel ver­bracht.' ‘ ....... ’ '

--Gegen 15 Uhr trafen die Höchenflieger in Ochergurgl ein. Piccard und sein Begleiter Kipfer sind wohl sehr müde, sonst aber wohlauf. Der Ballon ist wohlbehalten. Die Forschungsfahrt hat reichhaltiges Forschungsergeb- n i s gezeitigt. Professor Piccard erzählt, daß der gestrige Tag für die Beobachtungen äußerst gün­stig gewesen sei. Er bleibt vorläufig in Gurgl. Der Ballon wird abmontiert und dann zu Tal gebracht. Von Innsbruck aus sind hochalpine Mannschaften der Bundeswehr auf Lastkraftwagen unterwegs» um bei der Abmontierung behilflich zu sein. ,

, Rach einer weiteren Meldung erfolgte die Lan­dung Piccards zwischen zwei Eisabrissen des Ober, gurgler-Ferner auf einer Schneefläche von etwa 2 500 Meter Länge und war so hart, daß die Gondel sehr erschüttert wurde. Die Instru­

Mcards geglükkler Slralospharenslug.

Einzelheiten über die Landung. — Die Ballonfahrer frisch und gefund. — 16 Stunden in der Stratosphäre. — Reichhaltiges Forschungsergebnis. — Glückwünsche für den mutigen Forscher.

Unsere gestrige Meldung über die Landung des Ballons Professor Piccards an der Südfront der OetztalerAlpen am Großen Gurgl- Ferner hat sch bestätigt. Der Ballon ging am Mittwoch abend um 22 Uhr auf einem Eis- gletscher nieder. Die Nacht verbrachten Piccard und fein Begleiter noch in der Gondel. Am an­dern Morgen begaben sie sich zu Tal nach Gurgl. Unterwegs trafen die beiden Forscher frisch und wohlbehalten mit der abgefandten Rettungsaktion zusammen.

Professor Piccard erzählte, daß er e i n e H ö h e bis zu 16000 Meter «rreicht habe. Es fei eine herrliche Alpenfahrt gewesen. Im allge­meinen habe er den Ballon stets in der Gewalt gehabt. Der Auftrieb des Ballons sei tagsüber so groß gewesen, daß er, Piccard, erst in der Nacht zur Landung habe schreiten können. Für das Landungsmanöver habe er keine besondere Wahl gehabt. Er habe ein Eisfeld gesehen und dies noch als den besten Landungsplatz erachtet. Die Lan­dung sei glatt vonstätten gegangen.

Ne Notverordnung vor dem Relchskablneü.

Eine Rrisen-Steuer?

Achtet die Grenze!

ERB. kehl, 29. Mai. (Eig. Meld.). Ueber der Stadt Kehl erschienen gestern vormittag gegen 10 Uhr zahlreiche französische Mili­tärflugzeuge. Sie gehörten einem aus etwa 40 Flugzeugen bestehenden Geschwader an, das militärische Hebungen veranstaltete. Etwa 25 der an diesen Hebungen beteiligten Flugzeuge über­flogen den Rhein und setzten ihre Hebungen über der Stadt Kehl fort. Einzelne Flugzeuge flogm sogar bis nach den 5—6 Kilometer entfernten ^rten r'uenbei • und Keuk. Nach etwa 10 Minu­ten kehrten die Flugzeuge über die Grenze zurück

ist dies seit dem Spätjahr 1930 wieder der ernc -all dab Militärflugzeuge die Grenze

bei Kehl überflogen haben.

C. N.B. Berlin, 29. Mai. (Eig. Meld.) Das Reichskabinett ist heute vormittag um 11 Uhr zu der Sitzung zusammengetreten, in der es sich zum ersten Male mit den Vorschlägen beschäftigt, die der aus Kanzler, Rciichsfmanz- und Reichsarbeits- oiinister bestehende Kabinettsausschuß für hie neue Notverordnung gemacht hat. Es ist nicht damit zu rechnen, daß die Beratungen schon heute zu Ende geführt werden können. Dazu ist die ganze Materie viel zu schwierig. Man wird viel­mehr damit rechnen müssen, daß das Kabinett 1 mährend der nächsten Tage bis zur Reise des Kanzlers und des Außenministers nach London poch mehrere Sitzungen abhalten muß, ehe die Notverordnung erscheint.

*

Die Umrisse des geplanten Sanier ungspro- mMuns sind schon erkennbar. Sicher scheint zu­nächst, daß die Regierung von der Sparermächti- aung energisch Gebrauch machen wird. Alle Etats tollen erhebliche A b st r i ch e erfahren, deren Ge- samthöhe zwischen 200 und 300 Millionen liegen wird. Don dem Etat der Wehrmacht sollen etwa 50 Millionen eingespart und von dem Etat des Reichsarbeitsministeriums etwa 70 Millionen abgestrichen werden. Wieweit eine Entlastung der Persomalausgaben möglich ist, wird von der Stellung des Reichskabinetts zu einer Kürzung der BeEtengehälter abhängen.

Der Hauptwiderstand der Beamten richtet sich gegen eine einseitige Sand erb elastung. Es ist denn auch geplant, neben der Gehaltskürzung der Beamten eine entsprechende Heran- ziehu ng der F estb es old et en und der festen Einkommen aus Bermögenswerren in Form einer „Krisenst euer" vorzunehmen.

Der ReichsfinanZminister hat in der Dergangen- Heit davon gesprochen^ daß er sich als letzte Reserve sür außergewöhnliche Fälle eine Er­höhung der Umsatzsteuer affenhalten müssen. Der ganze Ernst der Lage ist daraus ersichtlich, daß dieser Fall eingetreten ist. Eine Erhöhung der Umsatzsteuer wird jetzt ernsthaft erwogen. Es ist auch Nicht ausgeschlossen, daß darüber hinaus eine Sonderbelastung auf einzelne Konsumgüter — man spricht von einer Verdoppelung der Zuckersteuer und von einer Wiedereinführung der Salzsteuer — gelegt wird.

Zur Sanierung der A r b e it s l o se n - B e r - sicherung sind Ersparnisse durch Aenderung-der Leistungen fjir die S a i s o n a r b e i t e r und durch Verlängerung der Anwar tszeit geplant. Fer­ner wird erwogen, die Dersicherungspflicht auf die Einkommen über 8400 Mark auszudehnen und da-

06ergurgl mit Blick auf den Großen ©utgl-Jernr

Augsburg

Landsberg

'emote

KOCHEL-SEE -

X Landungsstelle

Karle des Kreuz- und Querflugs von Augsburg bis znm Gurgl-Glelfcher.

Ausflüglerauko verunglückt.

6 Insasse« lebensgefährlich verletzt.

wtb. München, 29. Mai. (Eig. Meld.) Ein Auw mit mehreren Fremden, die von einem Aus­flug aus dem Isartal nach München zurückkchren wollten, stürzte in einer scharfen Kurve beim Bergmannkalleg in Pullach um. 6 Perso­nen erlitten hierbei S ch ä d e l b r ü ch e und wur­den in lebensgefährlichem Zustande ins Kranken­haus gebracht. Der Wagen wurde zertrümmert.

Rom und der Nationalismus.

Die Woche bis zum Pfingstsonntag einschließ­lich sind Tag für Tag hochbedeutsame Dokumente im päpstlichen Tagesorgan, dem „Osservatore Ro­mano", erschienen, auf die man im einzelnen noch öfter zurückkommen muß. Dis brennenden.Zeit­fragen: Nationalsozialismus, Faschismus, Kirche unb Zentrumspartei. Kirche und Sozialismus, und ähnliches erhalten dadurch eine eindeutige Be­leuchtung, an der in Zukunft niemand vorbei» kommt.

Um mit dem Bedeutendsten zu beginnen: am Pfingstsonntag wurde in einer großen Sonder­nummer des „Osservatore Romano" zunächst der lateinische, bann der italienische Text der neuen sozialen Enzyklika „Zur Wiederherstellung der so­zialen Ordnung nach dem evangelischen Gesetz" veröffentlicht. Der Papst kündigte schon an, daß die Enzyklika, die aus Anlaß der Jubelfeier von „Rerum novarum" herausgegeben wurde, mit den Worten „Quadragesimo anno" beginnt. Wir be» lchästigten uns bereits in einem Vorbericht damit, kommen aber noch eingehend darauf zurück.

In einem großen Berliner Bericht wird am 20. Mai (Nr. 116) die Deutsche Zentrumspartei, die unter ihrer Führung stehende Reichsregierung, die Katholische Aktion in Deutschland und über­haupt jede verantwortungsvolle katholische Arbeit gegen den Anwurf der „Tribuna" in Rom unb der deutschen Rechtspresse in Schutz genommen, nicht genügend gegen das Sinken der öffentlichen Moral wirksam zu sein. Der Bevölkeri' rsrück- gang Berlins könne weder den Katholiken idirekt noch direkt in die Schuhe geschoben werden. Im Gegenteil sei der Geburtenanteil der Katholiken in Preußen und in Berlin prozentual höher als der der Protestanten.

„Das Zentrum könne nur auf die Unterstützung jener kleinen Gruppen protestantischer Abgeordne­ter rechnen, die gerade aus moralischen Erwägun­gen heraus nicht mehr der Deutschnationalen Par­tei angehören, die sich rühmt, allein die Religion und die guten Sitten zu verteidigen!"

Alles dies und das folgende sperrt der „Ofser- vatore":

„Tatsächlich begünstigen die Blätter Hugen- bergs, des Parteioberhauptes, sei es int litera­rischen Teil oder im Anzeigenteil die offene Zügel­losigkeit. Daher ist es nicht verwunderlich, daß am 4. Mai ein Abgeordneter dieser Partei an der Eingabe der Katholischen Aktion im Landtag höh­nische Kritik geübt hat. Diese Tatsache zeigt aufs Neue, daß von der Seite dieser Partei nichts zu hoffen ist für einen wirksamen Feldzug gegen bie Unfittlid)feit, ber allein eine wirksame Unterstützung im Zentrum unb in ber Baye­rischen Volkspartei findet."

Am 22. Mai bringt ber „Osservatore Romano" eine eigne Redaktionsarbeit an ber Hand des nationalsozialistischen Quellenmaterials über den deutschen Nationalsozialismus, dessen Grundzüge zunächst in ber „Civilta Cattolica" ver­öffentlicht waren. Das Selbstzeugnis ber National, sozialismns wirkt im katholischen Urteil natürlich vernichtend. Da braucht der „Osservatore" nicht viel Worte zu verlieren, sondern nur an die bi­schöflichen Warnungen zu erinnern.

Endlich ziehen sich durch mehrere Tage Doku­mente schwerer Verfolgungen der italienischen ka­tholischen Aktionen durch faschistische Organisatio­nen hin. Der Hl. Vater selber protestierte so feier­lich und positiv belegt, wie nie zuvor. Der aus­führliche Bericht findet sich M Nr. 117 vom 21. Mai. Alles das verdient eingehendere Beachtung in größerem Zusammenhang. Diesmal handelt es sich namentlich um eine faschistische Störungs­aktion gegen den katholischen Universitätsverband. Es zeigt sich erneut, daß man von leitender faschi­stischer Seite dem Papst beschwichtigende Erklä­rungen gegeben hat, nach denen die Zugehörigkeit zum katholischen akademischen Verband sich wohl mit der Mitgliedschaft im faschistischen Studenten­verband vertrage. Praktisch aber ist durch Schi­kane und Terror ein erträgliches Auskommen nicht nur nicht ermöglicht, sondern vielfach die Arbeit ber Katholiken direkt vernichtet worden. In den Nummern vom 22. und 23. Mai werden dazu nun nüchterne Tatsachen, die umso erschütternder wir­ken, als Belege beigebracht.

. Die nationalsozialistische Presse hat behauptet, wir trieben mit dem vatikanischen Organ eine Art Ballspiel: wir würfen uns gegenseitig die Bälle zu. Als Beweis führte sie unser Referat über Ber­liner Korrespondenzen zur nationalsozialistischen Frage und ähnliches im „Osservatore Romano" an. Vielleicht, daß dieser billige Vorwurf nun er­neut austaucht. Dabei ist es doch eine durchaus unmißverständliche, eindeutige Sprache des „Osser- oatore", wenn dieser Berliner Korrespondenzen von so beträchtlichem Umfanq Raum gibt und sie durch Sperrungen unterstreicht. Jedenfalls hat diese Woche bewiesen, wie man den Nationalsozialismus im Vatikan beurteilt, eine willkommene Illustra­tion zu Görings „Papstaudienz".

Besserung der Lage in Rom.

Der Vertreter der „K. V." in Rom hatte eine Unterredung mit verschiedenen Persönlichkeiten des Vatikans und ber Katholischen Aktion, die eine Besserung der Lage feftftellten, nach­dem die Staatsbehörden die Gewähr dafür über­nommen haben, daß gegen weitere Aus­schreitungen gegenüber Einrichtungen der Katholischen Aktion und deren Vereinsmitglieder energisch eingeschritten werde.

Der „Osservatore Romano" bringt ein Dementi gegen die törichten Behauptungen des „Popoli bi Roma", wonach der Titularerzbifchof P i z z a r d o den Posten des Kardinalstaatssekretärs erstrebe.

* Deutsch-polnisches Fischerei - Abkommen. In Warschau wurden zwischen dem deutschen Gesandten van Moltke unb dem Unterstaatssekretär im pol­nischen Außenministerium Oberst Beck die Rati- fikatiansurkunben des am 10. September 1927 in Berlin unterzeichneten deutsch-polnischen Fijchereiabkommens ausgetauscht.

Einzelheiten des Flugs.

wtb. Augsburg, 29. Mai. (Eig. Meld.) Dem Sonderberichterstatter ber „Neuen Augsburger Zeitung" gab Prof. Piccard in Obergurgl fol­gende Erklärungen: „Sie werden es kaum glau­ben, daß wir in 25 Minuten bereits 15000 Meter hoch geflogen sind. Dieser rasche Aufstieg war natürlich insofern sehr un-

mente wurden z e r s ch l a g en und d i e K l e i- ber der be iden Ballonfahrer zer­rissen. Die Hose Dr. Kipsers hat sehr gelitten und ist als historisches Stück photographiert wor­den.

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angenehm, als der Ballon sehr heftigen Erschüt­terungen ausgefetzt war, hauptsächlich aber deshalb, weil wir kein« Zeit hatten, unsere Messungen in den verschiedenen Höhen vorzunehmen. Diese Mes­sungen lassen sich in der Stratosphäre insofern bes- s« durchführen, als es hier keine Luft mehr gibt, die die Höhenstrahlung absorbiert. Neben diesem eigentlichen Zweck des Fluges sollten wir aber noch den Nachweis erbringen, daß es gründ- faßlich möglich ist, in einer verschlos­senen Kabine in die Stratosphäre vorzudringen. Dieser Nachweis ist vor al­lem wichtig für die Luftschiffahrt, weil ihre Maschinen in der Stratosphäre größere Strecken in kürzerer Zeit zurücklegen können als in der Atmosphäre."

Die größte Ueberraschung bereitete, wie der Sonderberichterstatter der „Neuen Augsburger Zeitung" noch schreibt, Prof. Piccard mit der Mit­teilung, daß er bis 8 Uhr abends auf ei- ner Höhe von 15000 Meter sich ge­halten hat. Freilich wurde diese Flughöhe nicht freiwillig gehalten. Das Gasven- til funktionierte nicht und die beiden Piloten waren nicht in der Lage, Gas abzublalen, wodurch ein Fallen des Ballons eingetreten märe. „Wir waren also rund 16 Stunden in der Stratosphäre. Unser Sauerstost ging uns zur Neige, als wir — es war inzwi­schen 8 Uhr abends geworden — plötzlich zu sin­ken begannen, wohin, war uns gleichgültig. Es war ein großes Glück, daß wir in den Alpen nie­dergegangen find, weil das Niedergehen im Flach­lande sturzartige Folgen hätten annehmen kön­nen."

Heber die weiteren Absichten Prof. Piccards ist zu sagen, daß er beabsichtigt, die Gondel vor­läufig auf dem Gletschereis zu lassen.

Dorbereifungen für den Vallon-Abfransporf.

wtb. Obergurgl, 29. Mai. (Eig. Meld.) Wäh­rend Prof. Piccard heute in Gurgl ausruht, be­reiten Dr. Kipfer und Hniverfitätsprosessor Dr. Wagner aus Innsbruck als Ballonfachverständrger mit Hilfe der durch die Tiroler Landesregierung zur Verfügung gestellten Militärabteilung den Abtransport des Ballons vor, der am Samstag durch die Fa. Riedinger in Augsburg, der Her­stellerin des Ballons, erfolgen wird. Das Wetter ist wieder besser geworden. Allenthalben macht sich größtes Interesse des Auslandes an den Vor­gängen bemerkbar.

Glückwünsche.

wtb. Augsburg, 29. Mai. (Eig. Meld.) Die Stadt Augsburg hat anläßlich des Erfolges Piccards das Rathaus festlich geflaggt und an Prof. Piccard folgendes Telegramm gesandt: „Dem kühnen Eroberer des Luftraumes und sei­nem treuen Begleiter sendet die herzlichsten Glück­wünsche Mm guten Gelingen sowie zur glück­lichen Landung die Startstädt.

Auch der bayerische Ministerpräsi­dent sandte Glückwünsche.

wtb. Brüssel, 29. Mai. (Eig. Meld.) Der K ö - nig der Belgier hat an Prof. Piccard und seinen Mitarbeiter nach Obergurgl ein herzliches Glückwunschtelegramm zum glücklichen Ausgang ber kühnen wissenschaftlichen Expedition gesandt.