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uldaer Land und Aachdargediek

Kranke

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mer noch straflos sei imb nur der Tatbestand des trugs herangezogen werden könne.

Der Lulher-Bauverein zusammengebrochen.

ken, der nicht geheilt wurde, handelt es sich um einen bartflechteleidenden Landwirt in Groß-Zimmern, der 2 Mark bezahlte. Der Angeklagte will durch Umgang mit einem Posener Arzt sich die nötigen Kenntnisse ver­schafft haben. Als sein Spezialheilgebiet bezeichnet er Flechte, Rheuma und Jchtas. Der Heilbaum müsse eine Weide sein, aber er könne auch Flechten ohne eine Weide heilen. Immerhin müsse der Patient an die Kraft der Heilmethode glauben. Der Spruch sei die Hauptsache, denn die Krankheit müsse „besprochen" werden. Das Urteil lautete anstelle einer verwirkten Mägigen Ge­fängnisstrafe auf 200 M k. Gelöstrase. Der Tat-

Sreistag in Gersfeld.

Der Kreistag des Kreises Gersfeld tritt am Diens- 2 Juni, vormittags 10 Uhr im Sitzungszimmer der^Turnhalle Gersfeld zusammen.

[ $ie Tagesordnung lautet:

I .. «zahl der Mitglieder des Ausschusses zur Auswahl der Schöffen und Geschworenen für das Jahr 1931.

I 2) Wahl der Mitglieder des Schauamtes für die Waf- | * ferläufe III. Ordnung.

S1 Uebereignung der Flächen der an den Bezirksver- band am 1. 4. 1929 abgetretenen Landwege.

4) Aenderung der Satzungen der Kreissparkassen in ' Gersfeld, Hilders und Hettenhausen.

5) Jugendherbergen.

gi Geschäftsbericht für 1930 und Haushaltsvoranschlag L ' für das Rechnungsjahr 1931.

Aus der Thüringischen Rhön Aus Geisa und Umgebung.

Der Anttasverband lagt in Frankfurt a. 21t Eine bedeutsame Rede des Abtes von Stift Reuburg.

bestand der Betrugs fei als gegeben anzusehen. Es sei zu bedauern, daß in Deutschland die Kurpfuscherei

sene Verordnung wider Jazz-Kapellen ausgehoben wird. Ferner wurde ein Antrag der Sozialdemokraten ange­nommen, zu verhindern, daß Staatsämter durch rechts-- radikale Parteien zur Propaganda gegen den Staat be­nutzt werden. _________________

Dr. Fricks Andenken.

Don der Deutschen Bolkepartei wird den Zeitungen '.(geteilt: Die Erklärung, dit Dr. Frick vor einigen sagen gegen den volksparteilichen Abgeordneten Knit­tel abgegeben hat, geht nicht gegen das, war der Ab­geordnete Knittel in feiner Rede vom 4. Mai (82. S:t- ’.ung des Thüringer Landtages) tatsächlich gesagt hat, sondern gegen das, was die Nationalliberal» Eorrespon- denz bringt, um damit gegen den Abgeordneten Knittel ju polemisieren. Der Abgeordnete Knittel hat nach dem »»korrigierten Stenogramm erklärt: „Uns ist seinerzeit gesagt worden: Frick sch eide aus dem bayeri- ;*en Staatsdienst vollständig aus. Er ■)a keinerlei Ansprüche mehr an Bayern. Er ist in Bay­ern vollständig erledigt." In seinen weiteren Ausfüh­rungen wie» er daraus hin, daß man nur durch diese Erklärung nach dem aus Wunsch der Nazis neugeregel­ten Ministergesetz zu der besonderen Regelung für Frick gekommen sei. Der Abgeordnete Knittel hat nicht die Tatsache be» Ausscheiden» Dr. Frick« be­mängelt sondern die Art und Weise, wie er seine Frak­tion darüber informiert hat, als sie am Tage nach der Annahme de» Ministergesetze» kam, um eine CE $ t r a • regeiuna für Frick zu wünschen. Es ist anzu» nehmen, daß der Abgeordnete Knittel den „Nationa I- sozialist" und den „Angrif f", die di» Erklärung Dr. Fricks gebracht haben, wegen der beleidigen- b»n Ueberschrift verklangen wird. Dabei wirb diese ganze Frage durch Zeugenaussagen klarge­stellt werden.

*

Im Landtag von Thüringen wurde ein Antrag der Linken angenommen, nach dem die von Dr. Frick erlas-

— Darmstadt. Ein in Groß-Zimmern wohnhafter Naturheilkundiger, der wegen Betrugs mit drei Wo­chen Gefängnis bestraft wurde, hatte Berufung einge­legt. Der Angeklagte erbot sich, Flechten zu heilen. Die Heilbehandlung geschah in der Art, daß der Kranke nachfs auf den Friedhof geführt und un­ter eine Weide gestellt wurde, worauf der Na­turheilkundige eine Beschwörungsformel sprach. Doch die Flechte wollte nicht weichen. Der Angeklagte hatte für die Berufungsinstanz Zeugen dafür angeboten, daß sie durch seine Methode von Flechten geheilt wurden. Der 73 Jahre alte Angeklagte war früher Kaufmann in Posen und lebt zurzeit in Groß-Zimmern, nachdem er aus Polen ausgewiesen worden war. Bei dem Kran-

Schadenfeuer in Geismar.

— Geismar. Am Pfingstdienstag abend gegen zehn Uhr, als die meisten Ortsbewohner gerade zu Bett gehen wollten, gellte plötzlich der Feuerruf durch unser Dorf und schreckte die Leute an» Fenster. Und schon reckte am süd-östlichen Dorsausgana eine hohe Rauch- und Flammengarbe zum dämmerigen Nachthimmel. Dank einigen jungen Burschen, die noch zum sommer­lichen Plauderstündchen unter der Linde saßen, war die Spritze sofort au» ihrem Schuppen geholt und rasselte mit ihrek Begleitmannschaft zum Feuerherd. Cs war die Scheune de» augenblicklich erwerbslosen Maurer- Robert huck, die brannte. Wäre die Feuerwehr nicht so blitzschnell zur Stelle gewesen, so wäre auch der Stall mit dem Wohnhaus und hie nächste Nachbarschaft von dem Reuet verzehrt worden: denn bei bet augen­blicklichen Hitze wat die Gefahr der Uebergretfens groß. Im Nu war bi» lichterloh brennenbe Scheune umgebt

— Stadtlengsfeld (Rhön). Entgleisung einer Lokomo­tive. Infolge einer sündhaften Weiche entgleiste die Lo­komotive einer in ber Richtung Dermbach fahrenden Per- sonenzuges. Die Schienen wurden auseinander gerissen und die Maschine schwer beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Der Verkehr wurde durch Umfteigen auf­recht erhalten. __________________

. Der Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Stu- bentenDeteine „Unitae" hält augenblicklich in Frank­furt a. M. feine 68. Generalversammlung ab, die neben internen Beratungen über die Fortführung der Unitae- «rbeit auch einen öffentlichen wissenschaftlichen Abend in oer Aula Der Universität brachte. Für den Rektor der Universität hieß Professor Dr. Hatzfeld den Verband will­kommen. Dann sprach ber Benediktiner-Abt Adalbert ®raf von Neipperg von Stift Neuburg bei Heidelberg über das Problem „Katholizismus und Ruiturtrift". Der "ebner verstand es, In außerordentlich klaren, Übersicht- l'chen Gedankengängen da« in mehrere Fragenkomplexe Zerfallende Thema aufzuztigen. Bor Allem betonte Abt Adalbert anfangs feiner Rede, daß es nicht Aufgabe der katholischen Kirche sei, unmittelbare Äulturaufgaben zu »füllen, ihre oberste Pflicht fei es vielmehr, da» göttliche Gesetz in die unsterblichen Seelen hineinzutragen. Selbst­verständlich unterstütze die Kirche auch den katholischen Menschen, der sich um die Kultur strebend bemüht. Graf Neipperg kam bann auf die Kulturkrisi» unserer Zeit zu sprechen, die manchen aus dem Raffanbraroort von dem „Untergang de» Abenbland»»" heraus sogar al» Kultur­verneinung ober Kulturbolschewismu» erscheine. Aus ber anderen Seite gebe es aber auch eint Kulturkrisi» derer, me nur da» Neue gelten lassen wollen, während sie aller ■alte in Bausch und Bogen verwerfen. Zwischen diesen beiben Extremen einer modernen fiulturauffafiung stehen 6|e vielen, allzuvielen, die wohl geschwemmt werben, aber "'cht schwimmen können, die also urteilslo» den Dingen gegenüberstehen. Man mag nun zur mobernen Kultur leben wie man will, e» Hot keinen Sinn die Krisis zu ‘eugnen, schon um deswillen nicht, weil das heute die heilige Pflicht in sich schließt bas Morgen vorzubereiten unb weil stets bas heute ben Kampf mit dem Gestern um da. Morgen bedingt. Diese Erkenntnis lehrt uns, °aß es Kulturkrisen eigentlich zu feder Zeit gegeben hat *nb naturnotwendig auch immer wieder geben muh, denn D,e Zeit steht ja nicht still, er gibt keinen ruhenden Punkt ,R der Entwicklung, mag man nun das moderne Tempo unseres technischen Zeitalters ober die geruhsamere Dar- fteüung des Ruiturbegriff» früherer Zeiten in Vergleich ftellen. Abt Adalbert kam bann auf die besondere Stel- lun6 des katholischen Menschen zur kulturellen Krisis un- 'trtt Zeit zu sprechen und unterstrich dabei, daß bet

Thüringen mehrere Zechprellereien begangen hat unb daß sein Geschäft in Frankfurt außerordentlich florierte. Er erhielt auf das erste Inserat über 300 Offerten, und als ihn die Kriminalpolizei im Postscheck­amt festnahm, sand sie noch weitere 200 Osfertschreiben bei ihm vor, die er noch nicht einmal geöffnet hatte. Daubenspeck wollte bis zum 23. Mai die auf sein Post­scheckkonto eingegangenen Gelder abheben unb dann aus Frankfurt verschwinden. Durch das schnelle Zugreifen der Kriminalpolizei wurde fein Plan aber vereitelt.

Wiesbadens Opernkapellmeister fristlos entlasten.

— Wiesbaden. Die Intendantur des Staatstheaters hat den 1. Kapellmeister, Erich Böhlke, am Pfingst­sonntag fristlos entlassen. Es waren Differenzen ent­standen, da Böhlkes Vertrag aus künstlerischen Grün­den nicht mehr erneuert werden sollte. Böhlke hat dann fortgesetzt versucht, die Verlängerung durchzusetzen, so­gar mit Drohungen und mit dem Mißbrauch einer Er- klärung des Orchester», die ihm ehrenwörtlich nur zur Erleichterung seines ferneren Fortkommens erteilt wurde.. Der Vertrauensbruch wird von der Intendantur darin gesehen, daß Böhlke von dieser Erklärung in der Presse Gebrauch machte.

Freistaat Hessen.

Flechlenheilung anferm Weidenbaum.

Neues aus Frankfurt.

= vom Zuge erfaßt und gelötet. Am Dienstagnach­mittag gegen 16 Uhr wurde zwischen den Stationen Meerholz unb Mittlau der Angestellte der Bahnmeisterei Selnhausen Werner aus Gelnhausen von einem Schnellzuge erfaßt unb zur Seite geschleudert. (Er erlitt schwere innere und äußere Verletzungen und wurde in da» Krankenhaus nach Hanau transportiert, wo er gegen 8 Uhr abend» starb. Er hinterläßt eine Witwe unb zwei Kinder.

Die „Auskunftei Hakenkreuz".

Zu ber Verhaftung eines gewissen Daubenspeck, der durch Zeitungsinserate Stenotypisten unb Stenotypistin­nen suchte unb 5 Mark Gebühren für eine Auskunft uderte, ist noch nachzutragen, daß Daubenspeck in

--- Mainz. Der Luther-Bauverein, eine von dem Pfar­rer Schreiber ins Leben gerufene Baugenossenschaft für die Herstellung billiger Wohnungen, hat seine Zah­lungen eingestellt, nachdem Versuche einer Sanie­rung sehlgeschlagen sind. Die Finanzierung der Genos­senschaft ruhte schon seit geraumer Zeit auf sehr schwa­chen Füßen, zudem war auch die Verwaltung bei der Auf­stellung der Kostenvoranschläge und der Ueberwachung der Bauten nicht vorsichtig genug. Wie hoch die Verbind­lichkeiten sind, steht noch nicht fest.

Stadtverordnetenversammlung in Hünfeld.

Hünfeld. Die letzte Stadtverordnetenoersamm- luna befaßte sich hauptsächlich mit der Feststellung des : «aushaltrplanes für 1931. Dieser weist einen Fehl- helrag von 9000 RM. aus, der nach dem Vorschlag» dr, Magistrats durch Erhebung von 200 Prozent Zu- tolafl zur Bürgersteuer gedeckt werden soll. Die Ver» ammlung genehmigte den Etat unter Vorbehalt der Beschlußfassung über die Zuschläge zur Bürgersteuer. An Steuern erhebt die Stabt Hünfeld künftig je 270 Pro- »nt vom bebauten und unbebauten Grundbesitz, 320 Brojent vom Gewerbesteuerertrag, 640 Prozent vom Ge­werbesteuerkapital, 384 Prozent vom Filialsteuerertrag unb 768 Prozent vom Filialgewerbekapital.

Der Räuber ermittelt.

-• Schlüchtern. In der Person des 20jährigen Schmie- t 6», Erich haucke aus Steinau wurde von Frankfurter Kriminalbeamten der Mensch ermittelt, der am Freitag 9 hei Steinau eine junge Frau überfallen und durch Messer­stiche schwer verletzt hatte.

=■ Salmünster. Im hiesigen Städtchen feiert am Freitag, den 29. Mai der Landwirt Bonavent Hage­mann feinen 80. Geburtstag in geistiger Frische unb Rüftigteit. Don 1872—75 hat er bei dem Husarenregi­ment Nr. 13 König Humbert von Italien, Diedenhosen treu gedient. Er ist Im hiesigen Kriegerverein Ehren­mitglied. Möge ihn der liebe Gott dem Kreise seiner Familie und seinen Kameraden noch recht viele Jahre in Gesundheit erhalten. Er ist ein eifriger Leser bet FuDaer Zeitung. ________________

katholische Mensch vor allem traditionsgebunden sei durch die 2000jährige Geschichte seiner Kirche, daß er aber auf der anderen Seite nicht der Gefahr erliegen dürfe, Lösun­gen, die vielleicht einmal früher gültig und richtig waren, einfach auf unsere moderne Zeit zu übertragen. Auch der katholische Men ch müsse ber modernen Zeit in aller Offenheit gegenüber leben, zumal es keine unbedingt gute und ebensowenig e ne unbedingt schlechte Epoche gege­ben habe, hüten müsse man sich aber auch vor dem Vor­urteil gut und schlecht in eine Identität mit alt und neu zu stellen. So könne man einer Kulturkrisi» einsach nicht begegnen, umsomehr, al» die kulturellen Bestrebungen die organische Einheit verloren haben, die sie früher ein­mal unter dem Einfluß ber Religion hatten. Bei der ungeheuren kulturellen Entwicklung unb ber mit ihr ver­bundenen Atomisierung ber Kulturwerte ist e» natürlich thwer, die richtigen Maßstabe anzulegen, umsomehr, als er moderne Mensch es sich mit dem Glauben allein nicht genug fein läßt, er will sehen unb wissen. Die Lö­sung bee Problems liegt bann nach Abt Neipperg in der Eingliederung be» mobernen Menschen in bie große Gemeinschaft be» corpus Ehristi mysticum, bie auf bie letzten liefen ber Religion zurückgeht und ihn auch bie Wert» für gut unb böe leicht finden läßt.

Der Abend war umrahmt von künstlerischen Darbie­tungen de» Frankfurter Domchore» unter Leitung von Domkapellmeister Carl Hartmann.

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Mittwochvormittag sand in ber Fraurn-Frie- den » kirch» im Stadtteil Bockenheim ein feierliches Pontifikalrequiem zum Gedächtnis ber Toten bee Umtae-Sßerbanbes ber wissenschaftlichen katholischen Studentenoereine statt, der augenblicklich in Frankiurt seine Tagung abhält. Abt Adalbert von Neuburg, Gras von Neipperg, von der Geistlichkeit an bet Kirchen­pforte empfangen, zelebrierte unter Assistenz von Dekan Lecker da» Pontifikalamt, in dem Herr Dekan Schnell-Harheim bie Festpredigt hielt. Der Frankfur­ter Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Carl Hartmann sang die ..Missa brevia" von Palestrina. An­schließend an bas Requiem sand im Ehrenhof ber Frauen-Friedenskirche an ber mit ben Farben des Unitaeoerbanbe» geschmückten Tumba eine Gesallenen- ehrung statt.

bei der Vereinsleitung eingetroffenen Rückfragen und Platzbestellungen ist mit einer sehr zahlreichen Zuschauer» menge zu rechnen unb mit Recht: Denn: Man be­kommt nicht alle Tage einen fünfmaligen deutschen Fußballmeister nach Fulda! Wer will sich gerne diese einmalige Gelegenheit, Riaffe- Fußball in höchster Vollendung zu sehen, entgehen lassen? dr.

Dom Segelflug.

Flugtechnische Arbeits-Gemeinschaft Fulda.

Der Wettbewerb für Segelflugmobelle wurde noch um einen Tag verlängert, da von Freunden der FlugmodMache weitere Preise gestiftet worden wa­ren. Bei dem Äettsliegen am 2. Pfingsttag errang Edgar Kuhn für einen ganz hervorragenden Modellflug von 2 Min. 40 Sek. einen namhaften Geldpreis. -•

Auch die Gleit- und Segelflugabteilung ber F. A. ®. F. war in ben Tagen vor unb nach Pfingsten nicht un­tätig. Es wurde vom Tagesgrauen bis spät abends fleißig geflogen. Verschiedene Jungflieger legten Prü­fungen ab, Leo Hartmann, Poppenhausen die Prüfung A mit 46 Sekunden, Hans Stech, Bieberstein, Prüfung A mit 64 Sek. Wilhelm Balthasar, Fulda, flog mit 91 Sek. ben letzten Zwischenflug zur Prüfung B. Jung­lehrer Karl Lammeyer flog ebenfalls bie Prüfung B unb zwar mit dem Flugzeug „Bad Salzschlirf". Auch Kurt Ranzenberger, Bieberstein, erfüllte die Bedingungen zur A-Prüfung. Außerdem wurden noch 5 B-Zwischenslüge ausgeführt. Das von den Modellbauern gewonnene Startfeil leistete hierbei die besten Dienste.

Wogungen.

Surhefsische Senossenschast»tagung in Hanau.

Der am 26. Juni 1930 geschaffene neue Einheit», verband, der Kurhessische Verband ländlicher Genossen­schaften e. V.. Kassel, ber entstanden ist aus ben in Kur- Hessen vorhandenen Genossenschaften des Raiffeisen-Ver- danbes, ber Reichsoerbandsgruppen unb ber Kuchefsi- schen Bauernvereine, hält in Hanau seinen Verbanbs» tag ab. Die beiden früheren Zentralgeldinstitut«, bie Kurhessische Raiffeisenbank e. G. m. b. h. unb bie Z»n- tralgenofsenschaftsbank e. G. m. b. h., haben sich gleich­zeitig zur „Kurhessischen Zentralgenossenschaftsbank e. G. m. b. h." vereinigt, die ihre Generalversammlung abhielt unb den Auftakt zu ber Derbandstagung bildete. Der Reingewinn der Dank stellt sich nach reichlichen Abschreibungen auf 59 669 Rm., aus dem 5 (Im Vor­jahre 6) Prozent Dividende verteilt, 15 000 Rm. dem gesetzlichen Reservefonds, 6000 Rm. an den Betriebsrück­lage so nds überwiesen und 3183 Rm. vorgetragen wer­den sollen. Die Wahlen zum Aufsichtsrat ergaben die Wiederwahl des bisherigen Vorsitzenden Geh. Justizrats Max Klingen viel- Marburg wie auch des Dir. a. D. Ewald Boehm-Kassel. Dir. a. D. Adolf Stock-Kas­se! hatte eine Wiederwahl abgelehnt: für ihn wurde Konrektor Wilde neu in den Aufsichtsrat gewählt, fer­ner für ben ausfcheidenden Generalsekretär Dr. Moe­se n f e ch t e l - Fulda der Land- urrb Gastwirt Son- d e r g e l d - Hofbieber.

-- Tagung ber deutschen katholischen Lehrerinnen in Marburg. Im Rahmen des Gedächtnisjahres ber heili­gen Elisabeth findet in Marburg die Tagung ber katholi- scheu Lehrerinnen Deutschlands statt. Nach (Eröffnung entbot Oberbürgermeister Mue11er im Namen ber Stabt bie herzlichsten Grüße. Auch vom Kultusministerium waren Grüße mit den besten Wünschen für den Verlauf der Tagung übermittelt worden. An ber Tagung, die 6 Tage in Anspruch nimmt, beteiligen sich mehr als 400 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland. An ben einzelnen Verhanblungstagen stehen folgende Themen zur Debatte: „Reichsoerfassung", „Der Kommunismus alsWeltanschau« ung", „Der Ideengehalt des Nationalsozialismu» „Technik unb Technisierung in ihrer Auswirkung in ber Schule", „Das Wirtschaftliche als Grundlage ber Staats- bürgertunbe" unb „Der Geschichtsunterricht als Mittel staatsbürgerlicher Erziehung".

Israelitischer Gottesdienst.

Samstag, den 30. Mai, vorabends 7.30 Uhr, morgens 7.30 Uhr, nachmittags 5.00 Uhr, Sabbatausgang 9.25 Uhr. Wochen-Gottesdienst: Morgens 6.20 Uhr, nachm. 7.15 Uhr.

und bte Spritzen konnten in ben glühenden Schutthaufen ihre Wasserstrahlen hineinsenden. So blieb ber Scha­den auf das eine Opfer beschränkt, wenn man von der Wirkung des Löschwassers absieht, bie dieses auf die bespritzte Nachbarschaft ausübte. Die Ursache des Brandes ist unbekannt.

Jreilidjffpiele auf ber Lichtenburg.

— Ostheim. Die Pfingstaufführungen des deutschen Burgenspieles „Walter von der Vogelweide" von Rudolf Lorenz mit Musik von Heinz Schwier waren wiederum ein durchschlagender Erfolg für den Lichtenburgverein. Etwa 2000 Schulkinder füllten das weite Rund der Zu­schauerplätze. Das Stück paßte so recht in die Umgebung. In alter, schöner Sprache schildert der Verfasser das Le­ben unb Treiben auf einer Ritterburg und erzählt bie Mär des „Dogelweiders", der Gast auf der Lichtenburg gewesen sein soll. Eine vorzügliche Leistung bot in ber Titelrolle ber Staatsschauspieler Richard Hahn vom San- destheater Meiningen. Alle übrigen Rollen waren mit Laienspielern besetzt.

ttommnnalpolitifches.

— verdoppelte Viersteuer für Berlin genehmigt. Die vom Berliner Magistrat beantragte Verdoppelung ber Biersteuer, gegen die noch in ben letzten Tagen Einsprüche

Der Riesenverbrauch beweist, dafi sie gut ist KÖNIGIN SEIFE

aus Kreisen des Gastwirtsgewerbes unb der Brau-In­dustrie erhoben worden waren, ist jetzt vom Oberpräsi­denten genehmigt worden.

Turnen und Spott-

Zum Gastspiel des F.T. Nürnberg in Fulda

am Samstag, ben 6. Juni.

Der Altmeister des deutschen Fußballs, der 1. F. T. Nürnberg (kurz „Elub" genannt) wird wie bereits be­richtet, am Samstag, den 6. Juni 1931 abends gegen 7 Uhr gegen die 1. Mannschaft des 1. Sportvereins Borussia antreten. Es war ber Dereinsleitung natür­lich darum zu tun, die zurzeit stärkste Mannschaft ber Nürnberger' zum Gegner zu haben und es ist gelungen, di« allerbeste Besetzung des „Clubs" zu erhalten, nämlich:

Köhl,

Popp Kugler:

Weickmann Kalb Oehm:

Reinmann hornauer Friedel Schmitt Kund.

Die Nürnberger repräsentieren, bas braucht man nicht besondere zu betonen, allerbeste Fußball klasse. Die Els stützt sich hauptsächlich auf Leute wie Kalb, den populärsten deutschen Mittelläufer, sowie die. alten Kämpen Popp und Kugler. Leute wie Reinmann, hornauer, Schmit t.Sepp, Kund unb Köhl haben den Club in vielen repräsenta­tiven und internationalen Kämpfen vertreten unb haben Namen, die jedem Sportsmann in Deutschland geläufig sind.

Das Erscheinen des vielmaligen deutschen Fußball­meisters wird bestimmt bei allen Fußballanhängern unb barüber hinaus bei ber gesamten Bevölkerung des Ful­daer Landes stärksten Anklang finden. Nach ben bisher

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