Einzelbild herunterladen
 

NILS

20. Mai

Mittwoch, norm. 10 Uhr:Deutschland und seine europäische Mission"; Dr. Walter Hagemann, Berlin.

Donnerstag, norm. 10 Uhr:Die geistige und reli­giöse Lage des deutschen Volkes. Der Weg des Bolsche­wismus!": Bertram Schmitt, Sattem bei Breslau.

Freitag, oorm. 10 Uhr:Die deutsche Volks- und Wirtschaftsnot und ihre Ueberwindung": P. Gustav Gundlach, S. I., Frankfurt a. M.

Samstag, vorm. 10 Uhr: Hauptversammlung des Reichsoerbandes der deutschen Windthorstbunde.

Sonntag, vormittags 10.30 Uhr: Kundgebung im Saalbau: Anschließend Ausmarsch auf dem Burgplatz. Rede des Reichskanzler Dr. Brüning:Der deut­schen Jugend ein neues Reich!"

Sonderveranstaltungen.

Samstag nachmittag 3 Uhr:Frau und politische Verantwortung in heutiger Zeit": Dr. Else Peerenboom, M. d. R., Düsseldorf.

Samstag, vormittags 10 Uhr: Hauptversammlung des Reichsverbandes Deutscher Zentrumsstudenten.

Zur Teilnahme an der Reichstagung der Deutschen Windthorstbunde sind alle Windhorstbündler eingeladen. Anmeldungen zur Teilnahme sind allein an das Sekre­tariat der Essener Zentrumspartei, Gustav-Str. 9, zu richten. Jede Anschrift muß unter genauer Anschrift des Teilnehmers und unter Angabe feiner Bundeszugehörig­keit erfolgen. Schluß der Anmeldung am 15. Mai. Alls Veranstaltungen finden im Saalbau, Huyffen Allee, statt. Dort ist auch das Tagungsbüro. Jeder Teilnehmer muß sich bei seiner Ankunft irrt Tagungsbüro melden. Der Tagungsbeitrag beträgt 2 RM. Dieser berechtigt zum Besuch aller Veranstaltungen.

Freiguartiere stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Der Nachweis erfolgt durch Essen. Für ver­billigte Verpflegung ist Sorge getragen.

Kalhol. Zagend und Nationalsozialismus.

Der Kampf geht weitert

Auf tausenden von Versammlungen und Surt&gehurt* gen hat die in den Verbänden und Bünden vereinte kath. Jugend sich sarf und klar gegen den Nationalsozialis­mus bekannt und einen entschlossenen Kampf gegen die Hitlerbewegung geführt. Wie eine ununterbrochene Welle gingen diese Kundgebungen durch das ganze Reich. . (

Wer die Kundgebungen selbst erlebt hat, der wird dem Urteil zustimmen, das rückschauend eine Zeitschrift katholischer Jugend schrieb:Die katholische Jugend hat einen tüchtigen Kampf gekämpft. Seine Höhepunkte und stärksten Erlebnisse waren die mächtigen Kundgebungen überall im Reich, vor allem in den großen Städten. Es waren Kundgebungen, wie si« in der neueren Geschichte der katholischen Jugend ganz selten, ja einzigartig snll): in der Teilnahme der gewaltigen Scharen aus allen Ver­bänden der Mannes- und Frauenjugend, bie überall dis größten Säle samt den Nebensälen überfüllten; m ihrer Gestaltung, bei der Kampflied, Einmarsch der Banner des Reiches, der Verbände und Bünde, gestraffte Musik, Sprechchor, Rede Schlag auf Schlag folgten; in der ech­ten Begeisterung, der Disziplin, der Haltung all der Tausenden des Jungvolks selbst".

p , _

Hand in Hand mit den Kundgebungen und Demon­strationen der katholischen Jugend gingen die Ausein­andersetzungen im Schrifttum der kathol. Jugend. Die Verbands- und Bundesleitungen gaben ihre Aufrufe und Losungen hinaus. Die Jungmän- neroereine stellen sich in ihrer Altenberger Ent- schließmig gegen den Nationalsozialismus und erklären die Mitgliedschaft im Jungmännerverein für unvereinbar mit der Zugehörigkeit zu einer nationalsozialistischen Organisation. Die Gesellenvereine stellen in der Kerpener Entschließung ihres Deutschen Seniorates das Wollen des Gesellenvereins als unvereinbar mit den Bestrebungen der N. S. D. A. P. fest Die Bayerischen Burschenvcreine erklären in ihrer ZeitschriftBurschen­blatt", daß sie das Programm der Hitlerbewegung ab- lehnen und daß für sie kein Platz im völkischen Partei­lager ist.' Die Werkjugend hat in ihrer Zeitschrift wie­derholt gegen den Nationalsozialismus Stellung genom­men. Der Jung-KKV. stellte in feinenFührerblättern" fest, daß er den Nationalsozialismus aus kulturellen und wirtschaftlichen Gründen ablehnt.

Eine große einheitliche Front der katholischen Ju» gendverbändt gegen den Nationalsozialismus hat sich ge­meinen Augen unter den Klauen des Jaguars. Dieser verzehrte nur etwa die Hälfte von seinem Raub, schlich bann an den See, putzte sich die Pfoten wie eine Haus­katze, trank und verschwand wieder im grünen Meer.

Jetzt drang ein heller, langer Triller zu mir herauf, genau wie auf der Polizeiflöte. Dann noch einer, aber kürzer und einen Ton tiefer. Dann wieder einer, aber noch kürzer und noch einen Ton tiefer. Und zuletzt ein einziger Triller, der skalenmäßig und korrekt immer tiefer und schwächer wurde, bis er ganz erstarb. Das war der Sonnenfehnsuchtsruf der kleinen, verschwiegenen Waldwachtel.

Nun tauchte der Mond in das grüne Meer. Die Nacht verkroch sich in das dichteste Dickicht, und der schöne, klare Tag, die Sonne kam wieder. Die Sonne --, und da begannen die Strauße zu kollern, die Wildtauben zu girren, die Papageien zu lachen. Selbst die Brüllaffen begrüßten die Sonne mit einem derarti­gen Freudengeheul, daß der Baurn leicht unter mir er­zitterte. Und lustig erklang der täuschend ähnliche Am» boßschlag des weißen Schmiedevogels durch die Morgen­luft.

Auf den Lauf meines Winchesters fetzte sich ein Kei­ner pechschwarzer Vogel mit blutrotem Schopf: der Tod und die ewige Liebe. Er erzählte mir etwas Schönes freute sich und flog davon.

Langsam, ganz langsam kletterte, ich von Zweig zu Zweig und erinnere mich unwillkürlich der Bewegungen des Faultiers. Wieviel Zeit hat doch der Mensch im Urwald.

Wie ich unten bin, ziehen rosarote LKfelreiher und schneeweiße Edelreiher vor der grünen Wa^d des Waldes dahin. Welche Farben! O göttliche Matur! Ich umarme den Baum küsse ihn bann schlage ich mich durch die Büsche.

Am Lagerplatz sitzen die braunen Gefährten und lut- fchen ihren Mate. Freudestrahlend erzähle ich den Er­wartungsvollen, daß ich nichts geschossen habe. Und wie ich selbst am Lagerfeuer liege, denke ich an die ar­men Brüder, die in den großen Städten in den kalten Steinhäusern wohnen. Und ein wehes Gefühl beschleicht mich, daß ich chnen das Erlebte mit Worten »cht so wundervoll sagen und mitteilen kann, wie es die Statur mir in ihrer ganzen Herrlichkeit schenkte.

M 5,9

sbaitl

terei

himmch

Henna- terftanl

[ bett Lom« > vo« hat.

' mit

Ba»

ne r«y d Süd­en @N chläge^ !«, aber Biscaje iibergej

ergänz, n 114

jSbant cozent« Rtttbe*

21,5« C

26,0° q 10,0« 0

),0 mal

70,0«/

mg.

Jen ie gtaiu ein. Die endigen

von schärf« ettägS. i voa

Mieten k. bann r Fell, >d bifjU merfen fernen ferner k- Er *e freie LJ «ingen der den dürfen, schönen nÄssen. Menes i ihnen i) dann

Aber durch, isiischeil en. Er haben chtet er es bei

> ist.

Sitte an die Mutter Gottes.

- «läßlich einer ergreifenden Marienhuldigung der ... r Männer und Jungmänner am Muttertag fpra-

20000 Menschen folgendesW eihegebet ei» Arbeitslosen":

z^ich Segen über Räder, Kolben, Zahlen, Sprich Segen in der Rot der Aermsten Armen, Die ausgezwnngen träge Hände haben;

sprich Segen über alle, die sich mühen. De» großen Sohnes wegen höre deine Söhne And sei mit uns und leite unseren weg

Au» Meer und wogen in den Hafen (Bottes!

Ritter des Lhristuskreuzes.

.000 bayerischen Burschen wallfahrten zum Kreuzberg in der Rhön.

Am Sonntag, den 10. Mai, machten die Burschen- nereine der Diözese Würzburg eine Wallfahrt nach dem fceujberg. lieber 4 000 Männer und Burschen waren E Sonntagmorgen auf dem Berge zusammengeströmt. $eI hochw. Herr Bischof von Würzburg hielt im Freien ,ine packende Ansprache, in der er das Kreuz Christi als Glaubenszeichen, als Gnadenzeichen und al» Opferzeichen feierte. Bemerkenswert sind feine ©orte über die Vaterlandsliebe:An Vaterlandsliebe laffen sich die Katholiken von niemand übertreffen. Ajcht der ist national und sozial, der sich recht ost so nennt, sondern der, der sei­ner nationalen und sozialen Gesinnung

auch Opfer bringt!" An der folgenden hl. Messe nahm die Menge mit Gebet und Gesang teil.

Am Nachmittag fammellen sich die Tausende um die Kreuzesgruppe auf der Spitze des Berges. 22 Mu­sikkapellen spielten. Diözesanpräses, H. H. Geistl. Rot Volpert sprach Worte der Begrüßung. Diözesan- oerbandssekretär Sauter berichtete über die Tätigkeit des Verbandes. Die Festrede hielt Rechtsanwalt Leo Schmid aus München, ein geborener Unterfranke. Er legte das Programm der kathol. Burfchenvereine dar: Erhaltung von Väterglaube und Väterfitte, Förderung der Heimatliebe und Berufstüchtigkeit, Hebung von Frohsinn und Freude, Gottvertrauen tun uns in unseren schicksalsschweren Tagen not. Der Hochw. Herr Bischof gab seiner Genugtuung Ausdruck über das machtvolle Bekenntnis der fränkischen Burschen, das Christuskreuz hoch zu halten. Er habe nur den einen Wunsch, daß die Burschen stets auf der Höhe blieben: Auf der Höhe des Glaubens, auf der Höhe der Arbeit und auf der Höhe der Liebe.

Landesökonomierat Kropp zeichnete die schweren Gefahren, die dem Abendland und der christlichen Kultur drohen. Eine neue Zeit ist in geistiger und wirtschaft­licher Beziehung im Werden. Viele wollen diese neue Zeitg o 111 o s" machen. Bürgermeister Reubest von Schernau behandelte das Thema: Land und Land­flucht. Eindringlich legte er der Jugend nahe, doch die Scholle nicht unnötiger Weise zu verlassen.Behal­tet den Bauernstand im Herzen, bleibt der Scholle treu."

Mit dem gemeinsamen Gesang des LiedesGroßer Sott, wir loben dich", fand die Kundgebung chren wuch­tigen Abschluß.

Durchschnittliche Gründungsjahre der Vereine: Die Hauptgründungszeit unserer Vereine geht in die Jahre 1909^14 zurück, als durch den Hochw. Herrn Bischof der Diözesanverband errichtet wurde. Auch trugen die in dieser Zeit herausgekommenen ftaatl. Jugendpflege-Er­lasse zur Gründung bei. Eine zweite Gründungsperiode beginnt einige Jahre nach dem Kriege, insbesondere als auch die Jungmännerbewegung in unserer Diözese immer plamixjßiger wurde, bis auf den heutigen Tag, wo ja systematisch geworben und gearbeitet wird. Eine ganze Reihe Vereine bestand aber auch schon vor diesen Zeit­abschnitten, nämlich: Volkmarsen 1859, Erfurt 1863, Fulda 1864, Horas 1865, Fritzlar 1869, Hanau 1885, Großbartloff 1893, Weimar 1895, Melchendorf 1896, Jena und Eckweisbach 1904, Marborn 1905, ferner wur­den mehrere Vereine in den Jahren 1906, 1907 und 1908 gegründet.

Die

Deutsche Zugendkraft

besteht in 139 Orten her Diözese, und zwar im Anschluß an: Jungmännervereine 78 Abteilungen, Gesellenvereine 33 Abteilungen, Arbeiter- bezw. Männervereine 1 Abt. Ohne Stammverein (!) 27 Abteilungen.

Die Gesamt-Mitgliederzahl in der DJK. betrögt 4582 und zwar: unter 14 Jahren 321, unter 17 Jahren 1420, über 17 Jahre 2841.

Einen eigenen Sportp latz haben 13 Abtei­lungen. Bei diesen ist der Platz entweder aus den Verein ober die Kirchengemeinde im Grundbuch eingetragen. Wo kein eigener Platz vorhanden ist, wird in fast allen Orten von der Gemeinde ein Platz zur Verfügung ge­stellt; nur in einzelnen Fällen wird der Platz anderer Sportvereine benutzt.

Der Männer- bezw. Arbeiterverein, der die Fort­führung des Jungmännervereins in der Pfarrgemeinde sein soll, ist eingeführt in 104 Gemeinden.

Nicht konfessionelle Vereine bestehen auf den Dörfern der Diözefe Fulda ca. 805. Sie sind also bedeutend zahl­reicher als unsere katholischen Vereine. Das fällte zu denken geben.

Im Anschluß an diese sehr auflchlußreiche Ueberfidjt berichtete der Diözefan-Jugendsekretär über das innere Leben der Vereine, die Tätigkeit der Bezirke und des Diözefanverbandes. Hervorgehoben wurde, daß der Be­zug der Zeitschriften stark geroaäffen ist. Die ergiebige Aussprache der Vertreter aller Bezirke vervollkommnet das Gesamtbild und erfüllte alle mit dem Willen Seite an Seite treu weiterzuarbeiten.

Diözesanpräses Kind sprach dann über die Zu- fammenatbeit mit den neuen Gebietstei­len der Diözese, insbesondere mit dem Eichsseld. Einer Tagung mit unferm hochw. stellv. Diözesanpräses, Herrn Vikar Gogol in soll die nähere Regelung über­lassen bleiben.

Schließlich wurde noch beschlossen, daß zu dem Reichstreffen in Trier vom 18. bis 21. Juni aus allen Bezirken Vertreter entsandt werden sollen.

Erfreulich war auch die Mitteilung über die Ent­wicklung der Sturmscharen in unserer Diözese. Fast in allen Stödten und sonstigen größeren Vereinen be­stehen Sturmsä>argruppen. Ein Zeltlager ist noch in diesem Jahre geplant. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppen und deren Zusammenfassung ist ein nächstes Ziel der Diözesanleitung.

Zum Abschluß der Tagung wurden die Vorbereitun­gen zu dem diesjährigen Diözesantag besprochen 'her im September stattfinden soll. Eine Bertretertagung nach unserem Reichstteffen in Trier wird die notwendi­gen Vorbereitungen treffen. Der Diözesanantrag soll eine machtvolle Kundgebung der kathol. Jugend unserer Diözese werden.

Ein frischesTreu Heil" schloß den Sertretertag.

Reichskaguug der MndthorMude.

Dom 26. bis 31. Wai in Esten. Reichskanzler Brüning kommt.

Wir sind nunmehr in der Lage, die Einzelheiten des Programms der diesjährigen Reichstagung der deutschen Windthorstbünde in Esten mitzuteilen. Die Tagung be­ginnt am Dienstag, den 26. Mai und endet am Sonntag, den 31. Mai. Sämtliche Veranstaltungen finden im Saalbau, Esten, Huyffen Allee 100, statt.

Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer durch die Essener Bunde und die Partei.

Bald darauf ertönte die Antwort in der Nähe in der Ferne der südamerikanische Tiger war er­wacht. Wie aber dann die Nacht Heller wurde ver­stummte auch diese fürchterliche Musik. Der Vollmond war da. Er zauberte große silbrige Riesenschlangen auf das Wasser und spielte mit ihnen. Da bellte ein Kroko­dil kurz und hart, und von allen Seiten des Sees schickten die Großeidechsen ihre Antwort.

Jetzt war der Bann der Nacht gebrochen. Der graue Reiher schrillte feinen heiseren Schrei. Wildenten schnatterten. Dazwischen entlang ein Geheul, so schreck­lich, mystisch, daß es mir wie Eiswasser über den Rücken lief. Der rote Mähnenwolf heulte! Und dann sah ich unter mir blitzende Furchen im See. Wasserschweine stie­gen ans Land und begannen zu äfen. Darauf erschien ein Tapir, ein zweiter folgte, und nun noch ein Junges. Aber mein Winchester mit der darauf befestigten elek­trischen Langrohrlampe rührte sich nicht. Auch die Ta­pire rupften das stische Wildgrün.

Jetzt wurden die Krokodlle so lebendig, wie ich sie am läge nie gesehen hatte. Sie bellten, jagten sich, tro­gen gar aufs Land und tämpften miteinander, wobei die langen Zähne mit foltern spitzen Klange zusammen­schlugen. Im Unterholz quiefte ein Waschbär, irgendwo dröhnte ein Sumpfhirsch. So verging die Nacht. Gegen drei Uhr morgens lagen die Tapire und Wasserschweine lautlos im Grase. Sie waren satt.

Wieder wurde es ruhig um mich herum, nur ein feines, zartes Läuten noch als wenn ein Stecknadel- kopfchen gegen die winzigen Glöckchen im Weihnachts- baum schlug: das Konzert eines kleinen Frosches.

Ich träumte. Morgen war ja Weihnachten!

Dann hörte ich auch das liebliche Saute nicht mehr. Totenstill wurde es, wie bei Beginn der Nacht. Der Tag war nicht mehr weit.

Da in meinem Traum hörte ich einen durchdrin­genden Klagelaut. So Halle ich einmal eine Kreolin schreien hören, als ein Krokodil ihr Kind vor ihren Augen raubte. Das war der herzergreifende Schrei einer Eulenart, des sogenannten Witwenvogels. Mich schülteste es unwillkürlich, ttotz der warmen Tropen­nacht. Und dann ein plötzliches Getöse unter mir. Wasserschweine, Tapire und Krokodlle flüchteten durch­einander ins Wasser, nur das Tapirjunge verendete vor

Schlafen Messer und Revolver umgeschnallt. So eine Beleidigung! Ich hätte Lust, den Schuft zu töten?"

Ich ließ mir beim scheinbaren Erwachen nichts mer­ken, beobachtete aber, daß die Kinnbackenmuskeln des Burschen in beständiger Erregung arbeiteten und feine düsteren Augen versteckte Blitze schossen.

Dann aber kam die erwartete Ware, und di« Bur­schen fuhren davon. Doch befürchtete ich einen Angriff in der Nacht. Deshalb verlegte ich am Abend die Zu­gänge zu meiner Laubhütte mit altem morschen Reisig, damit ich sich nähernde Menschen sofort Horen konnte. Auch stellte ich außerdem einige schwere Jaguar-Teller­eisen fänglich.

Lange horchte ich so an dem Lagerfeuer, von Büschen gedeckt. Es wurde ganz ftill und dunkel.

Nur die große graue Nachtschwalbe huschte mit ihrem Weiß unter den Flügeln wie ein wirklicher Geist man hort ja chren weichen Flügelschlag nicht um mich und das Lagerfeuer her.

Bei beständiger Gefahr wird man tatsächlich gleich­gültig. Ich legte mich schlafen und wachte am nächsten Morgen kreuzfchel wieder auf.

Die Rache hat mich also, nicht erreicht.

Als letztes will ich noch »erfud>en, eine mir unoer- geßliche Urwaldnacht zu schildern.

Ich fand mich in einer Region, wo kaum jemals ei­nes weißen Menschen Fuß hingekommen war. In den schwachbelaubten Zweigen eines hohen Baumes saß ich am Ufer eines Sees und »artete auf den Tapir. So­eben verschwand. die Sonne am Horizont, und mit der bekannten tropischen Schnelligkeit zog die Nacht herauf. Die Vogelstimmen waren verstummt. Ab und zu nur hörte ich noch den tiefen Baß der amerikanischen großen Rohrdommel. Dann schwieg auch sie.

Es war mir, als wenn alle Tiere sich vor dem ge­heimnisvollen Dunkel der Naäst verbargen und sich fürchteten. Die vollständige Finsternis um mich herum mifdjte sich mit der beängstigenden Totenstille zu etwas Unaussprechlichem. Ein heiliger, unsagbarer Schauer er­faßte mich als plötzlich mein Trommelfell erzitterte!

Dumpf hallte es auf, vibrierend, gewaltig wurde dann schwächer, noch dumpfer und erstarb, als wenn es in die Erde kröche. Der Jaguar brüllte!

Das Fundament der Zungmännervereine ist fest, vom Diözefanvertrelertag des Iungmännerverbandes der ViSzefe Fulda.

Aus dem katholischen Jungmännewerband wird dem Blatt der Jugend" geschrieben:

Anfang Mai trafen sich die Bezirksvertteter des Alt- teiles der Diözese Fulda zum Diözesanvertretertag für ta erste Halbjahr 1931 in derHarmonie" zu Fulda. Fast vollzählig waren die Vertreter der einzelnen Be­zirke zu dieser Tagung erschienen. Nach der Schrift- lefung begrüßte der Diözesanpräses, Herr Kuratus Kind-Marborn die Iungführer. Sein besonderer 8mß galt den Vertretern aus den entlegenen Teilen der Diözese und den hochw. Präsides und Jungmännern aus den altfuldischen Teilen der Diözese Würzburg, die in enger Arbeitsgemeinschaft mit un­seren Grenzbezirken stehen, seitdem in diesen Gebieten die katholische Jungmännerbewegung festen Fuß gefaßt .

Nachdem der Diözesanpräses die Tagung unter den Echutz der Maienkönigin gestellt hatte, umschrieb er in ,einem einleitenden Referat die Aufgabe des Jung- männeroerbanbes. Wir müssen das unverrückbare Ziel itets vor Augen haben, damit das innere Wachs- tinn mit dem äußeren Schritt halte. Er betonte, ich der Jungmänerverband sich für die Gefchlossen- jÄt der jungen katholischen Volksfront äisetzt. Die besonderen Aufgaben der Jungmännerbe- megung sind durch das Altenberger Programm feftgelegt, das klare Richtlinien über die Stellung der tagmänner zum Verbände, zu unserer Kirche und ZU nuferem Volke gibt. Anschließend hob der Diözesanpräses die Wichtigkeit der Jungführer-Exerzitien für die Heranbildung zuverlässiger Jungführer hervor. Diese Exerzitien sollen möglichst in allen Bezirken eingeführt werden. Weiter forderte Kuratus Kind Öen zeitge- mäßen Ausbau der feit Jahrzehnten be­stehenden Marianischen Kongregationen.

Damit die Versammlung einen

Ueberblick über den Stand und das Wachstum der 3ungmännerberoegung

in bet Diözese Fulda gewinnen konnte, gab der Diözesan- Hristsührer einen auf Grund der neuesten statistischen Feststellung verfaßtm Bericht.

Nach ihm gehören dem Diözesanverband

187 Vereine und Gruppen

a) Jugend- und Jungmännervereine 110,

6) Jugendvereine, Sodalitäten und Gruppen, welche s ü r s i ch bestehen (ohne Jungmännerverein) 33,

c) Iugendvereine im Anschluß an Ges.-, Arb.- bezw. Männervereine 44 (und zwar im Anschluß an Ges.-Der. 39, im Anschluß an Arb. Männervereine 5).

Marianische Kongregationen bestehen 30 und zwar bis auf einzelne, alle innerhalb des Jugend- und Jungmännervereins.

Schülergruppen für Volksschüler im An­schluß an die Jugendvereine bestehen 28.

Die Mi tgl rede rzah lcn bewegen sich folgen- dermaßen:

Gesamtzahl der in Jugend- und Jungmännerver­einen organisierten 7028 und zwar Zahl der Jung- mannschaft 2872, Zahl der Jungenschaft (bis zu 17 Jahren, inff. Jungkolping) 3575, die Zahl der Jugend­lichen in anderen Stammvereinen (Ges.- und Arb.-Der.) beträgt 818), Zahl der Schüler in den Schülergruppen 581.

Die Teilung zwischen Jungmännerverein und Jugend­verein ist oorgenommen bei 48 Vereinen.

Verbandszeitschriften werden bezogen 3102 Exempl. Die ZeitschriftAm Scheideweg" für die Knaben in den beiden letzten Klassen der Volksschule ist leider in sehr Dielen Gemeinden noch nicht eingeführt. (Einge­führt in 61 Gemeinden!)

Versammlungen werden durchschnittlich alle 814 Tage gehalten, in einzelnen Vereinen leider auch seltener.

An Exerzitien (insbesondere Jungführer-Exerzitien) haben im Jahre 1930 teilgenommen: 80 Mitglieder.

Ein eigenes Jugendheim haben: 44 Vereine. Wo kein Jugendheim vorhanden ist, befindet sich das Pereins­lokal in einer Gastwirtschaft, im Schwesternhaus, in der Schule, bei Meinen Gruppen auch im Pfarrhaus!

Das neue Christus-Banner haben 14 Vereine. Eine Reihe von kleineren Vereinen hat Wimpel mtt dem Christuszeichen; ein Verein das DJK.-Banner und 59 Vereine haben eine Fahne.

Die Frage nach Uebernachtungsmöglich- keit für wandernde Verbandsbrüder ist von 24 Ver­einen mit ja beantwortet worden. Bei zahlreichen Ver­einen besteht auch Uebernachtungsgelegenheit beim Prä­ses und bei Vereinsmitgliedern.

tn. Gegliedert nach:

Als jumpet, lieget und jaget in Süd-Amerika.

18] Von Bernhard Schroeder-Wiborg.

(Schluß.)

Eine Wlldentenart, welche die Stammutter der in Südamerika zahmgewordenen Hausente ist, fiel mir ba- ^urch besonders auf, daß sie mit Vorliebe in hohen und klaubten Bäumen aufbäumt. Das Männchen rft dop- Mt so stark wie das Weibchen und besitzt die Gröhe Schwere einer ©ans.

Nun noch etwas über die Menschen im In» *rn Südamerikas im allgemeinen.

Die Indianer sind meistens häßlich. Dorsprin- S^be Backenknochen, ausgesprochen mongolischer Typ.

Stamm ist hinterlistig, falsch, der andere oft harm- und gut. Dies wirkt sich auch bei dem Kreolen °1!s' und man kann immer in groben Zügen die Ei- Smarten des Indianerstammes, dessen Blut in feinen drn kreist, bei ihm wiedererkennen.

Der Kreole ist gewöhnlich ein beneidenswerter, Mcklicher Mensch. Er weiß nichts von ben Vorzügen

Nachteilen der Kultur und sehnt sich auch nicht nach inen. Reichtum reizt ihn nicht, er ist zufrieden. Ich IPtechk natürlich von der zurückgezogen lebenden Be- Wterung.

Etwas Aehnliches, wie ich es einmal mit meinen- wegen des Affenfleisches erlebte ich hatte sie "lleidigt, passierte mir später wieder.

®s war an einem kleinen Nebenfluß des Alto Para- Durch falsche Versprechungen fand ich mich allein un Jagen, als eines Tages ein Karren von der ent» jjnten Estanzia anlangte, der hier am Fluß ßebensrntt- ®°n dem nächsten Dorfe erwartet«.

gab den beiden Peonen, welche den Starren ge- x/rt hatten, aus meinem Besitz trocknen Zwieback und §"^krohrfchnaps und unterhielt mich aufs beste mit j?; Auch der Mate macht« die Runde.

-Während der Siesta legte ich mich bann in meine Hier ^ch der Schlaf büeb aus, und ich hörte, I®1 eine Kreole zum andern sagte:

. "Dieser Gvoingo traut uns nicht! Er hat beim

Beilage zur Fuldaer Aeilung