So sieht da, jüngste Schiff der Reichsmariue ans.
Ehrenkompagnie Aufstellung
Der Täufling selbst,
is der Zuschauer. Auch der mit Schiffen aller Größen,
grüner Laubgewinde und langgestreckte, nicht sehr :n eigenartigen Kulturen lick. Noch trägt Nk Nea- ieser nach der Tradüusn i der Taufe gekannt ge- iütze ruht dar Körper des der schräg« Gleitbahn,
M Hamburg, Lübeck, Bremen und Königsberg haben chre Oberhäupter entsandt. Neben den Lei- «m der Kieler Reichs-, Staats- und Provinzial- vehörden sieht man ferner die Befehlshaber der Wehrkreise 1 und 2, die Generalleutnants von Momberg und Schmewmdt, von der alten Marine Admiräle Bachmann, Schmidt, von Krosigk, Meurer, von Bartels. Vor der Damentribüne
uldaerZertung
Anzeiger für die Staöf Julda und den Landkreis Julda. Amtliches kreisblakk.
Mittwoch, 20. Mai 1931
M.U5
Zahrg. 58
keineswegs angenehm empfunden werden
Werden die
Wähler einmal erkennen was wichtiger ist: Agitation oder Ak eit.
ab, um sich dann unverzüglich auf die mit
der
•Bitont 'eine
Meh-
wtb. Genf, 19. Mai. (Eig. Meld.) Der völker- bundsrak Hal in seiner heutigen Sitzung den Antrag Hendersons, die Frage der juristischen Vereinbarkeit des deutsch - österreichischen Protokolls mit dem Genfer Protokoll vom 4. Oktober 1922 und den Bestimmungen des Friedensvertrages von St Germains dem Haager Gerichtshof zur Begutachtung zu überweisen, einstimmig angenommen.
Erscheint sechsmal wöchentlich Wochenbeilagen: „Sie Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift» :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
* Abg. Göhrig war nicht beim Papst. Der nationalsozialistische Abgeordnete Göhrig sollte, wie von anderer Seite gemeldet worden ist, vom Papste empfangen worden sein. In der Meldung hieß es, Göhrig habe dem Papste versprochen, daß die nationalsozialistische Partei künftig die katholische Kirche nicht mehr angreifen und auch versuchen werde, sich mit dem Zentrum auf guten Fuß zu stellen. Nunmehr wird von zuständiger Stelle zu dieser Meldung festgestellt, daß . eine Audienz des Abgeordneten Göhrig weder beim Papste noch beim Kardinal • Staatssekretär stattgefunden hat.— Es war von vornherein zu erwarten, daß die obige Nachricht der ernsten Grundlage entbehrte.
4 Uhr im Europa-Ausschuß Dr. Eurtius nochmals zu Wort kommen werde, und daß der englische Außenminister Henderson eine Entschließung zu den europäischen Beratungen einreichen werde. . ■
5n dieser Entschließung Hendersons wird, wie man hört, der Vorschlag gemacht, einen Sonder-Ausschuß einzusetzen, an den alle wirtschaftlichen Fragen, die im Europa-Ausschuß zur Sprache gekommen sind, oder auf seiner Tagesordnung stehen, zur näheren Prüfung überwiesen werden sollen. In diesem neuen Äusschuß fotl jeder der 31 Teilnehmerstaaten einen Vertreter haben. Der Ausschuß soll bis zum September beraten und die Arbeiten soweit fördern, daß ein endgültiger Beschluß über die Weiterentwicklung gefaßt werden kann.
AeReichsreglemngvorschwerenAufgaben
Das Sabine« rann sich nicht mit billigen Agitationsphrasen begnügen. — Es müssen Maßnahmen getroffen «erden, die
Die Ehrenkompagnie präsentierte. Während die „Deutschland" an dem Balken der Werft buxiert wurde, verließ der Reichspräsident die Kanzel und nahm den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie ab. .. . - ....
Die Montags-Sitzung des Völkerbundsrotes, in der Eurtius zum Schluß nochmals den deutschen Standpunkt in der Fage der Zoll-Union darlegte, endete mit der Vertagung auf Dienstag vormittag.
Am Montag nachmittag war wieder der Europa-Ausschuß versammelt, der die wirtschaftliche Seite der Zoll-Union weiter betrachtete. In der Aussprache gab der russische Außen- kommiffar Litwinow eine eingehende Darlegung der Entwicklung des Fünfjahresplans, wobei er betonte, daß Rußland selbst von der augenblicklich herrschenden Krise wohl berührt, aber nicht in Mitleidenschaft gezogen werde. Die Grundursachen der Krise seien in den schlech- ten Friedensverträgen und der schweren Belastung mit Schulden in Form der Reparationen und der interalliierten Verschuldung zu erblicken. Die Ausführungen Litwinows endeten in einer Anregung, einen „wirtschaftlichen Nichtangriffs-Pakt" zum Beweis des guten Willens zwischen den Mächten abzuschließen. Durch diesen wirtschaftlichen Nichtangriffs-Pakt sollten sich alle Länder gleiche wirtschaftliche Be- landlung und gegenseitigen Verzicht auf jede wirt- chaftliche Benachteiligung zusichern.
Der belgische Außenminister Hymans ging des näheren auf den b e l g i f ch e n A n t r a g ein. >ie Grundgedanken des Z o llfr i e d e n s p la - n e s wieder aufzugreifen. An der Aussprache beteiligten sich u. a. der holländische Außenminister Beelaerts von Blokland, der sich gegen :?ie Bildung neuer Kartelle wandte und auch Einwendungen gegen die französischen Pläne größerer umfangreicher europäischer Wirtschaftsversuche machte.
Briand erklärte darauf die Sitzung für geschlossen und teilte mft, daß am Dienstag nachmittag
glitt erst langsam, dann immer schneller ins Wasser unter Hurra- und Hochrufen und dem Jubel der Massen. Der eigentliche Stapellauf ging damit etwas vorzeitig, aber glücklich von- statten.
Dann trat wieder Stille ein, als der Reichspräsident von Hindenburg mit folgenden Worten den Taufakt vollzog:
„Und nun gleite hinein in dein Element und ziehe hinaus auf das weite Meer?
Tue dort deine Pflicht und Schuldigkeit, sei es„ um Zeugnis abzulegen von deutscher Arbeit und deutschem Können, fei es zum Schutze des Vaterlandes.
halte deine Flagge stets rein und hoch in Ehren! Dann wirst du deines Namens immer würdig fein, den ich dir gebe: du sollst „Deutschland" heißen."
Den Worten des Reichspräsidenten folgten dann erneute Iubelrufe,. die schier nicht enden wollten. Dann klang das Deutschlandlied auf.
„Deutschland" läuft vom Stapel Ein Jesttag in kiel.
let6 tausend vollständigen den Str, Hafen ist dicht besät »nd auf dem sich Kopf bec bereits das graue "agt, glänzt im Schmuck Mlloser Flaggen. Der Hohe Bau bietet mit feinen Fj’en unvergeßlichen Anblick, keinen Namen, da dieser Kriegsmarine erst bei der ^ven wird. Ohne jede Stütze ruht d« Schafes jetzt allein auf der schräg« ^halten nur von einigen Bremsklötzen.
I 56000 Karten sind von der Werft und der : ?~rine ausgegeben worden. Ueber 1500 Kraft- müssen aus kleinem Raum untergebracht I ^rben, für die Polizei eine schwere Aufgabe, die l wt? i3am^ einer gutfunktionierenden Organisation t "We Reibung bewältigt wird.
9ieSoll-Union vor demHaager Gerichtshof.
Hendersons Antrag vom Völkerbund angenommen. Bewegte Auseinandersetzung.
Aus parlamentarischen Kreisen wird uns geschrieben:
Die Nachricht, daß das Reichskabinett vom Donnerstag ab wieder die Beratungen über die Finanz- und wirtschaftspolitische Lage fortsetzen wird, hat auch dieses Mal' bestimmten Kreisen willkommenen Anlaß gegeben, um Gerüchte auszustreuen uni> Kombinationen zu veröffentlichen. Man will wissen, daß Vorschläge ausgearbeitet sind, die finanz- und wirtschafts- poMsche Maßnahmen betreffen, um die Aus- balanzierung des Etatsdefizits zu ermöglichen.
ES wird davon gesprochen, daß die Leistungen der Sozralversicherung um etwa 10 Proz. ab gebaut würden. Auch Maßnahmen zur Aende- rung bet Sozialleistungen sollen geplant sein, und zwar soll in Zukunft die Krisenfürsorge fort» .fallen, sodaß nach dem Ablauf der Zahlungen durch die Erwerbslosenfürsorge nur noch die Mohlfahrtserwerbslosenfürsorge der Gemeinden in Bettacht käme.
. Die Gemeinden sollen zur Erfüllung der erhöh- -ten Leistungsverpflichtung in der Wohlfahrts- erwerbÄvsenfürsorge erhöhte (5teuerü6er» Weisungen erhalten, und zwar zunächst jene 450 Millionen Mark, welche für die Krisenfürsorge .bisher eingesetzt waren. Daneben sollen wieder .Mittel aus Hauszinssteuerbeiträgen für die genannten Zwecke abgezweigt werden.
Und schließlich darf der Hinweis auf einen angeblich geplanten neuen Abbau der Beam
ten geh ä l'ter nicht fehlen. Man spricht von einer weiteren Kürzung um 6 Prozent bei dem unteren und mittleren Gehaltsklassen, von zehn bis zwölf Prozent bei den höheren.
Was sollen diese Kombinationen? Es sind in der Tat nur Kombinationen, vage Vermutungen. Denn weder von den zuständigen Ressorts, noch viel weniger vom Reichskabinett sind bis heute irgendwelche Pläne zur Erörterung gestellt worden oder bestimmte Beschlüsse in absehbarer Zeit zu erwarten. Man hat sich, wie es. ja die Pflicht der Reichsiregierung in Verfolg ihres Sanierungs- und Aufbauprogramms ist, selbstverständlich immer über die notwendig werdenden finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen beraten. Aber von keinem Ministerium ist bis heute ein Referentenentwurf vorgelegt worden. Die Probleme sind noch völlig ungelöst. Das Reichskabinett wird gerade bei diesen einschneidenden Maßnahmen sorgfältigste Vorbereitungen treffen, wird n,nr die Maßnahmen beschließen, welche einen finanziellen Erfolg sichern, auf der anderen Seite. aber bist Rechte der Versicherten und der Beamten nicht schmälern. Woh^prrs gesagt werden, daß jede Maßnahme, ob sie nun auf finanz- oder wirtschaftspolitischem Gebiet liegt, keineswegs angenehm empfand en werden wird. Doch ohne Opfer kommen wir nicht zur inneren Gesund nutz', ohne innere Gesundung aber auch nicht zur äußeren Befreiung. o
Monatlich 1.80 einschließl. Postgebühr (48 Psg.) ohne Zustellg. Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Col.) lokal 0.15 RM., auswärts 0.20 RM. Reklamezeile: lokal 0.60 RM., auswärts 0.80 RM. Bei Wiederholungen Rabatt. Poftscheckk. Franks, a. M. 4051.
Benesch spricht.
Der Völkerbundsrat hat am Dienstag in öffentlicher- Sitzung die Beratung des Antrages über das deutsch-österreichische Zollprojekt fortgesetzt. Als erster Redner ergriff der tschechoslowakische Außenminister Benesch das Wort.
Benesch versuchte, ähnlich wie in feinen Darlegungen im tschecho-slowakischen Parlament, mit der juristischen Frage auch politische und wirtschaftliche Aspekte zu verbinden und die ganze Angelegenheit als einen Konflikt dar zu- stellen, der in fernen ganzen Auswirkungen zur Zuständigkeft des Völkerbundsrates gehöre. Hinsichtlich der juristischen Seite wiederholte er im wesentlichen die bereits in der französischen Denkschrift geltend gemachten Argumente und bemühte sich dann um den Nachweis, daß eine deutsch- österreichische Zollunion für bie Tschechoslo - schwere Bedrohung nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht bedeuten werde, bei der die Tschechoslvwaket dadurch vor allem hinsichtlich ihres Zuganges zum Meere tn einen Zustand der Abhängigkeit von bet Union geraten würde.
Noch deutlicher als Dr. Benesch unternahm der jugoslawische Außenminister Marinkowitsch den Versuch, den Beratungsgegenstand nach der politischen Seite hin zu erweitern. Er knüpfte an die gestrigen Ausführungen von Dr. Eurtius,
Am Dienstag wurde in Kiel der neue deutsche Panzerkreuzer vom Herrn Reichspräsidenten von Mdenburg auf den Namen „Deutschland" getauft. Angesichts der vielfach so peffimifti» schen Stimmung in Deutschland, die von den rad ikalen Patteien rechts und links aus genutzt wird, zeigt der Vorgang, daß doch auch noch Kraft- Neserven vorhanden sind, die in einem Fall, daß Deutschland wftklich als hoffnungslos angesehen 3 werden müßte, wohl fehlen würden. An dem Tage, “ da „Deutschland" vom Stapel läuft, möge deshalb auch einmal die Klage über die Not etwas in den Hintergrund treten. „Volldampf voraus!"
L Aus Kiel wird uns gemeldet:
' Schon bald, nachdem die Werft um 9,30 Uhr ihre Tore geöffnet hatte, Begannen sich die zu beiden Seiten des Schisses befindlichen, etwa 25 000 Personen fassenden Publikumsplätze zu füllen. Später trafen die Krieger- und Militärvereine mit ihren Fahnen, die studentischen Korporationen in Wichs und etwa 10 000 Schulkinder ein, denen besondere S zugewiesen wurden. Auch das Reichster und der Stahlh elm sind mit größeren Formationen vertreten. Besondere Plätze hat das Warineoffizierkorps mit seinen Damen inne, wählend über 100 Pressevertreter von dem Interesse der deutschen Zeitungen an dem Ereignis Zeugnis ablegten. Auf der Tribüne der Ehrengäste sieht man Treviranus, Staatssekretär Dr. Pünder, Staatssekretär Dr. Weißmann, der als Dertteter des preußischen Ministerpräsidenten und mit dem Bayerischen Gesandten, Dr. von Preger, und dem " Wecklenburg-Schwerin'schen, Dr. Tischbein, als Mitglied des Reichsrats erschienen ist. Der Reichs- tag ist durch den Vizepräsidenten vo.n Kar- 'borff 'unb bie Reichstagsabgeord rieten Hünlig, Ersing, Dr. Schreiber, Hintzmann unb v. Lindeiner- Wildau vertreten. Die Städte Flensburg, Sttal-
Die Ankunft des Reichspräsidenten.
ijötb. Kiel, 19. Mai. (Eig. Meld.) Reichspräsi- JS. von Hindenburg traf mit dem fahrplan- xtzmgen Zuge aus Hamburg auf dem Kieler bi-Ü^bachnhof ein, empfangen auf dem Bahnsteig öm Chef der Marinestation der Ostsee, Vize- süt^ral Hansen. Mit dem Einlaufen des Zuges fc, ber an ber Scharnhorstbrücke in ber Wik ,'genbe Kreuzer „Königsberg", auf dem Hinden-
*9 während seines Kieler Aufenthaltes Woh- - H/-.9 nehmen wird, die Standarde des Reichs- «midenten, die von allen im Hafen liegenden ^gsschissen und der Salutbatterie Friedrichsort bf Schuß salutiert wurde. Vom Jubel der in sich Ehnhofshalle Versammelten begleitet, begab Bö Reichspräsident in den Empfangsraum
Bahnhofs, wo ihn die Spitzen de? staatlichen
und städtischen Behörden Kiels erwarteten. Der Reichspräsident verweilte dort kurze Zeit, um dann in Begleitung des Stationschefs im Automobil, gefolgt von den Herren seiner Umgebung, die Fahtt nach den Deutschen Werken anzutreten. Vor dem Hauptbahnhof und in den Straßen, die die Fährt berührte, bildeten Schulkinder und eine dichte Menschemnauer Spalier. Auf der. ganzen Fahrt wurde der Reichspräsident mit jubelnden Hochrufen begrüßt,
Der Taufakt.
wib. Siel, 19. Mai. (Eig. Meld.). Bei dem schönen Sonnenn ftter war die Zahl der Zuschauer inzwischen imm mehr angewachsen. Ueber ber bunten frohbewcgten Menge kreisten. Flugzeuge. Um 11.40 Uhr verkündeten Hochrufe vor den Werfttoren bie Ankunft bes Reichspräsidenten. Nach Begrüßung durch den Reichskanzler, den Reichswehrminister Grüner unb ben Chef der Marineleitung, Admiral Dr. h. c. Räber, die schon früher in Kiel eingetroffen wgren, nahm ber Herr Reichspräsident die Meldung bes Flottenchefs, Vizeadmiral Oldekop, entgegen, um sich sodann den Vorsitzenden bes Aufsichtsrates ber Deutschen Werke, Staatssekretär a. D. Dr. Fischer unb die Direktoren bes Werkes, Eterno und Lofland, vorstellen zu lassen. Nunmehr begab sich dex Reichspräsident zu Fuß, nach dem Stapelplatz. Eine Woge ber Begeisterung bran- bete ih m en t geg en , während auf der Taufkanzel die Präsidentenstandarde emporstieg. An den Aborbnungen der Kriegervereine und Stuben, tenoerbänbe vorbei, bereu Fahnen sich zum Gruße neigten, schritt der Reichspräsident . unter ben Klängen bes Deutschlanbliebes, bie von ber Marineschule Friedrichsort gestellte Ehrenkompagnie
Rational- und ber Reichskriegsflagge geschmückte Taufkanzel zu begeben.
Reichskanzler Dr. Brüning ergriff schließlich das Wort zur
Taufrebe,
die durch zahlreiche meterhohe Lautsprecher auf den ganzen Platz und über das gegenüberliegende Föhrde-Üfer unb durch ben Rundfunk auf Deutschland und Oesterreich übertragen wurde. Er führte u. a. aus:
Ein stolzes Werk wirb heute feiner Vollendung entgegengeführt. Heiße Kämpfe haben sie lange gefährdet. Umsomehr ist es in dieser feierlichen Stunde für uns ein Gebot, zu bekennen, was uns der Bau dieses stolzen Schiffes bedeutet unb aus welcher Gesinnung es geschaffen wurde.
Durch diese Feier zeigt das deutsche Volk in aller Offenheit ber Welt, daß es auch unter ben ihm auferlegten Beschränkungen unb auch in allergrößter wirtschaftlicher Not bie Kraft finbet, den Frieden zu sichern unb feine Ehre zu wahren.
Was unsere stolze Flotte einst bedeutet hat, als ein reiches freies Volk sie sich geschaffen, ist unvergessen. Heute sind wir a r m , aber wir wissen, daß gleiche Pflichttreue und Tapferkeit auch heute noch im Rahmen der Verträge, die wir loyal erfüllen, und mit den geringen Mitteln eines verarmten Volkes unsere Flotte zu höchsten Leistungen befähigen. Trotz aller Not und Entbehrungen wird bas deutsche Volk jedes Opfer für seine Ehre wie für die Idee einer Gerechtigkeit für alle Völker der Welt bringen. Deutschland kann mit großem Recht und mit tiefem Ernst von sich sagen, daß es in der gewissenhaften Erfüllung seiner Abrüstungsverpflichtungen nichts von dem versäumt hat, was ihm die Verträge auferlegten.
Daß wir aber bemüht sind, unserem Volke das geringe Maß von Sicherheit zu verbürgen, das uns die Verträge zugebilligt haben, ist selbstverständlich. Auch das liegt im Interesse Europas und der Welt. Nicht dadurch dient man dem Frieden, daß man Völker zweierlei Rechts und zweierlei Sicherheit schafft. Nur eine Gemeinschaft freier gleichberechtigter Völker, ihre Zufrie- denheft, ihr eigenes Verantwortungsgefühl und ihre freiwillige Unterordnung unter den Gedanken friedlichen Ausgleiches können eine sichere Bürgschaft für den Weltfrieden sein.
Der SfapeCauf erfolgt.
Während der Reichskanzler sein« Rebe beendete, setzte sich das Schiff bereits in Bewegung unb