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Zahrg. 58.

Sonntag, 17. Mai 1931.

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Erlcheinl sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:'Die Welt im Bild" undLuchendlätter', Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: teitung 1152. Fuldaer Artiendruckerei 1150 und 1151. ::

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uld aerZ ertung

Anzeiger für die Skadk Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Der Papst und die Arbeiterfrage. Die neue Enzyklika Quadrigesimo anno. Der Papst verlangt ^Enkprolelarisierung der Proletarier**. Gegen die sozialistische Irrlehre. Der deutsche Pilgerzug vor dem Heiligen Vater. Scharfe Kritik am kapitalistischen System.

Anläßlich der 40. Wiederkehr des Jahrestages der Herausgabe der Enzyklika rerum novarum durch Leo XIII. hat Pius XI. eine neue Enzyklika zur- sozialen Fiage erlassen. Das Rundschreiben beginnt mit den Worten: Quadrigesimo anno und geht von dem Gedanken aus, rote notwendig und zeitgemäßRerum novarum" seinerzeit gewesen sei.

Es enthält drei Hauptteile.

Im ersten würdigt der Heilige Vater die Bedeutung der rerum novarum-Enzyklika für die Ausbildung einer Gesellschaft und Wirtschaftslehre nach katholischen Grundsätzen, ferner für eine aus neuem Geist geborene Sozialpolitik und für die gründliche religiöse, sittliche wie gesellschaftlich wirtschaftliche Durchbildung der Arbeiterschaft, die den Arbeiter zur zielberoußten und planvollen Ver­tretung der sittlichen und wirtschaftlichen Belange der Arbeiterschaft und selbst zur Uebernahme der Führung auf diesem Gebiete befähigte. So sei die rerum novarum die magna charta aller katho­lischen sozialen Arbeit geworden.

Im zweiten Teil weiden die heutigenZeit. Verhältnisse einer besonderen Berücksichtigung unterzogen. Die Kirche hat nicht nur das Recht, frnbern geradezu die Pflicht, auch in soziale Fragen einzugreifen, nicht in ihrertech. Nischen. Seite und nicht in ihrer rein diesseitigen Zielsetzung, wohl aber soweit sie auf das Sit­ten g e s etz und das Evangelium Bezug ha­ben. Das Rundschreiben bestätigt die Eigentums­lehre der Kirche und Leos XIII. lieber das Ver­hältnis von Kapital und Arbeit wird erklärt, daß keiner von beiden Teilen den Gesamtertrag ihres Zusammenwirkens beanspruchen könne. In der Vergangenheit, so wird ausgeführt, ergab sich zwischen Kapital und Arbeit zweifellos ein zu starkes und ungerechtes Mißverhält- n i s. Sehen wir doch auf der einen Seite un­geheure Vermögen in der Hand ganz weniger Ueberreicher zuiammengeballt, aber auf der an­deren Seite eine unabsehbare Waffe von Barlohn, a'rbeiier, die nichts besitzen als ihre Arbeits­kraft. Eine Neuordnung der ganzen Wirt­schaft ist.daher uner laßlich. Sie muß der . Richtschnur der Gemein-wohlgerechtigkeit wieder angepaßt werden in der Form, daß der gemein, csame Ertrag von Kapital und Arbeit mehr der Billigkeit entsprechend geteilt wird. Damit kommen wir zu der von.Leo xill.jo drin­gend verlangten Entproletarisierung der Proletarier. Die Verschiedenheit der gesellschaftlichen Lebensverhältnisse innerhalb der Menschheitsfamilie ist vom Schöpfer in dieser Weise absichtlich gewollt und kann nie verschwin­den. Aber dauernde Proletarität kann nicht der Regelzustand sein für den größeren Teil der Menschheit. Allmählich muß die besitzlose Lohn­arbeiterschaft zu einer entsprechenden Wohlhaben­heit gelangen können. Dieses Ziel ist in der be­stehenden Ordnung der Dinge nur erreichbar im Wege gerechter und angemessener Löhne. Mit rechtschaffener Arbeit muß die Lohnhöhe nicht al­lein die Bestreitung seiner ehrbaren eigenen Le­benshaltung, sondern auch seiner Familienlast er­möglichen und ihm überdies gestatten, seine Lage in der bezeichneten Weise mit Erfolg zu ver­bessern. In diesem Zusammenhang zeichnet der Heilige Vater dann die allgemein umrittenen Linien einer Neuordnung der Gesellschaft nach den Geboten der Gerechtigkeit.

An die Stelle des Klasienkarnpfes muß sich die Welt zur einträchtigen Zusammenarbeit der Stände empörarbeiten. Die Arbeit dars nicht auf die Stufe einer beliebigen Ware gestellt werden. Es liegt vielmehr in ihr, immer die Men­schenwürde des Arbeiters zu achten.

3m Schlußteil endlich gibt der Papst einen Gesamt-Ueberblick über die gegenwärtige Lage des herrschenden Wirtschastssystems. Ohne es an und für sich als schlecht zu verwerfen, kennzeichnet er es doch als stark rn i ß b i l d e t und an schwe­ren Gebrechen krankend. Die allzu oft zügellose Konkurrenzfreiheit toll abgelöst werden durch die maßlose Zusammenballung wirtschaft­licher Macht nicht bloß innerhalb einzelner Volls- wirtschasten, sondern wirklicher Weltmacht in den Händen ganz weniger Menschen, einer Ma ch t - anhäfung, die zur rückfichtslosenWill- kürherrschoft entartet. Die einzig wirksame Abhilfe gegen diese Verkehrung bestehe in der Rückkehr zu den gediegenen Grundsätzen christlicher Gesellschaftslehre und ihrer Anwendung auf das Kapital, die Arbeit und deren wechselseitigen Be­ziehungen. Der Sozialismus habe seit der Zeit Leos XIII. tiefgehende Wandlungen durchgemacht und sich in zwei Richtungen gespalten. Die eine Richtung unter dem Namen Kommunismus führte die sozialen Grundsätze bis zu ihren äußer­sten Folgerungen durch. Ihre völlige Unverein­barkeit mit der Lehre der Kirche steht außer feder Erörterung. Die andere Richtung, die den Namen Sozialismus führt, habe vielfach starke Ab­striche an ihrem Programm vorgenommen und sei in einer Reihe von Punkten mehr oder weni­ger den katholischen sozialen Prin­zipien nahe gekommen.

Trotzdem erklärte der Heilige Vater: Man kann nicht gleichzeitig guter Katholik und wirklicher Sozialist sein. Er beschwört deshalb zum Schluß alle jene, die von trügerischen Hoffnungen betört ins Lager des Sozialismus überaeaangen sind, zur alsbaldigen Rückkehr zur Kacholischen Kirche. Mit Freude begrüßt der Hei­

lige Vater zahlreiche Bestrebungen und Veranstal. tungen in den verschiedenen Ländern, wo jetzt nicht allein'die Geistlichkeit, sondern auch die Laienwelt beseelt vom Geiste der Katholischen Kirche an bej Erneuerung der Gesellschaft arbeiten.

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Bezeichnend für die subalterne Geistes­verfassung der deutschen Rechtspresse ist es, wenn dieKasseler Po ft" aus den oben kurz ge­kennzeichneten Gedankengängen des neuen päpst­lichen Rundschreibens einzig die Schlußfolgerung zieht, das Zentrum in Preußen muffe in Zukunft mit dem Zeitungsmagnaten v Groß- Kapitalisten Hugenberg und seinen -utsch- nationalen Zusammengehen und die bisherige Koa­lition lösen. Sancta Simplizitas!

Ansprache des Papstes.

Die anläßlich der 40 Iahrfeier der Enzyklika rerum novarum in Rom zusammengeströmten Pilgerscharen aus 18 verschiedenen Ländern sind am Freitag im Damasius-Hof des Vatikans vom Papst in Audienz empfangen worden. Kurz nach 17 Uhr erschien Pius XI. in Begleitung von 21 Kardinälen und zahlreichen Erzbischöfen und Bi­schöfen und bestieg von lautem Jubel begrüßt den Thronsessel. Die Sitzung, der auch das gesamte diplomatische Korps beiwohnte, nahm einen sehr feierlichen Verlaus. In anderthalbstündiger An­sprache begrüßte der Heilige Vater in italienischer, deutscher und französischer Sprache die Pilger, de­ren zahlreiches Erscheinen, wie er hervorhob, für ihn ein Beweis der engen Zusammenarbeit zwi­schen Arbeitgebern und Arbeitnehmern barfteile, die im Interesse aller liege. Bezugnehmend auf die neue Enzyklika Ouadragesimo annq, die im Auszug unter den Pilgern verteilt wor­den war, erklärte er, er wolle nicht nur die Be­deutung der rerum novarum seines großen Vor­gängers Leo XIII. ins Gedächtnis zurückrufen, sondern die neue Enzyklika bezwecke eine Fort» se tz u n g und $ e rj i e f u n g der von Leo XIII. proklamierten sozialen Forderungen unter An­passung an die neuen Zeitverhältnifse.

Seine väterliche Ermahnung faßte er zusam­men in die drei Worte: Gebet- Tat und Op­fer, die nicht nur ins Leben des einzelnen und ins Leben der Familien, sondern auch ins Leben der großen Gemeinschaft Liebe, Gerechtigkeit und Frieden zwischen allen Klassen tragen sollen. Sie seien auch die Leitsterne für das soziale Apostolat. Zum Schluß erteilte der Papst den apostolischen Segen, den die tausendköpfige Menge sichtlich er­griffen knieend entgegennahm.

40 JahreRerum novarüm.

Von Otto Gerig, M. d. R.

Am 15. Mai beging die sozialpolitisch inter­essierte Welt den 40. Gedenktag der Enzyklika Rerum novarum". Papst Leo XIII. hatte in diesem Rundschreiben zu einer der wichtigsten Fra­gen der Menschheit Stellung genommen. Der 3u. biläumstag rechtfertigt es, wenn wir unsere Auf. merksamkeit der Enzyklika zuroenden und sie in ihrer Bedeutung würdigen.

Obwohl es die Kirche von Anfang an als eine wichtige Aufgabe ansah, auch die leiblichen Nöte zu lindern, beschäftigte sie sch doch erst spät mit dem Problem der Sozialpolitik. Gegenüber dem sonstigen Begriff liegt der Unterschied der Sozial- pclitik der Päpste in der religiös-kirchlichen Ein­stellung. 3n dieser Weise suchte auch Leo XIII. einer Reorganisation der menschlichen Gesellschaft vorzuarbeiten. Der Papst hatte als Nuntius in Brüssel die Nöte der 3ndustriearbeiter aus cige» ner Anschauung kennen gelernt. Als Bischof be­schäftigte er sich später in feinen Hirtenbriefen des öfteren mit diesen Fragen. Als er dann 1878 als 63jähriger aus der Papstwahl hervorging, wies sofort sein erstes an die spanischen Bischöfe ge­richtetes Rundschreiben auf die Notwendigkeit hin, die wirtschaftlichen Verhältnisse der arbeitnehmen. den Schichten zu verbessern. Auch in den folgen­den Jahren versäumte Leo XIII. keine Gelegenheit, die Geistlichkeit und die Laiemvelt zu soziale!- Be­tätigung aufzufordern. Seinem Rundschreiben De conditione opificum" vom 15. Mai 1891, nach den Anfangsworten gewöhnlich als Enzyklika Rerum novarum" be,zeichnet, kommt aber die Be. deutung seiner wichtigsten und eindruckvollsten Kundgebung zur sozialen Frage zu. Hier errich­tete Leo XIII. in überwältigenden Zügen ein voll­ständiges soziales Programm, vornehmlich aufge­baut auf den Lehren der philosophischen Schule des Mittelalters. Vermitteln wir uns zunächst einen wenn auch nur andeutenden kurzen Ueberblttf über die Enzyklika.

Das päpstliche Rundschreiben weist gegenüber den von den Sozialisten verbreiteten Lehren dar­auf hin, daß nicht das Privateigentum an sich, wohl aber sein Mißbrauch in vieler Beziehung Schuld an der sozialen Frage trägt: die Theorie, daß der Staat allen Privaibesitz einziehen soll, ist deshalb falsch. Von diesem Grundsatz ausgehend unterrichtet Leo XIII. beide Stände, die der Un- terrehmer wie auch die 'ber Arbeitnehmer, in ihren gegenseitigen Rechten und Pflichten. Ins­besondere anerkennt der Papst, daß die Arbeitneh­merminder gegen Unrecht und Ueberoorteilung geschützt" sind, und daß ihnen darum keinerlei .Gewalt" undTrug" angetan werden darf. Stets muß aber vor einer Ueberroertung der irdischen Güter gewarnt werden; denn es folgt ja nach

Di« Menge vor einem brennenden Iesnitenkloster.

Die kirchenseindliche Bewegung in Spanien hat zu schwersten Unruhen geführt. Dutzende von alten Röstern sind von dem durch die christentumsfeindlichen Agitatoren aufgehetzten Pöbel völsig zerstört vwrden. Die spanisch« Regierung steht vor schweren Aufgaben.

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Sr. Cutte spricht im Europa-Ausschuß.

Vas der deutsche Autzenminister sagt. Die Wirtschaftskrise und ihre Ursachen. Deutschland will Mitarbeiten.

wtb. Genf, 16. Mai. (Eig. Meld.). Unter un­vermindert starkem Andrang des Publikums wur- -en die Beratungen des Europa-Ausschusses heute vormittag mit der Erörterung der wirtschaft- lichenFragen fortgesetzt. Briand als Vor­sitzender des Ausschusses begrüßte insbesondere die zu der heutigen Sitzung erschienenen europäischen Nichtmitglieder des Völkerbundes, nämlich die ° Vertreter von Sowjet-Rußland, der Tür­kei und Island sowie die Vertreter der ge­stern eingeladenen freien Stadt Danzig und sprach die Zuversicht aus, daß alle hier vertretenen Staaten ausrichtig und loyal . Zusammenarbeiten werden, um eine bessere Zukunft Europas zu schaf­fen.

, Briand eröffnete sodann die allgemeine Aus­sprache über die Wirtschaftsfragen.

f | Als 1. Redner ergriff

Reichsaußenminister Dr. Lurkius

Has Wort. Dr. Curtius begrüßte den Beschluß des Ausschusses, zunächst eine allgemeine Aussprache ®er die Wirtschaftskrise zu veranstalten. Er er- fiärte, es werde immer wieder notwendig sein, sich Sber die Hauptursachen der Krise, insbesondere in ihren europäischen Erscheinungsformen klar

' Dr. (Eutfius.

Werten, charakterisierte sodann die Hauptursachen tiefer über Europa hinaus sich fühlbar machenden Krise, insbesondere die Ueberprobuttion en Lebensmitteln und Rohstoffen, den Rückgang der Konsumkraft, die

Steigerung der Kaufkraft des Geld es und die Störung der Kapital- und Geldmärkte so­wie vor allem den

Zerfall Europas in eine Unzahl von kleinen Wirtschaftsgebieten.

Gerade aus dieser Erwägung heraus sei der Antrag der deutschen Regierung hervorgegangen, hier ein­mal die gegenwärtige Lage Europas, wie sie durch die bestehenden Zöllverhältnisse und durch den Mißerfolg der bisherigen Arbeiten auf diesem Ge­biete entstanden ist, zu. prüfen. Dr. Curtius legte

die unerfreulichen Zöllverhältnisse

in Europa an Hand beweiskräftigen Tatsachenma­terials dar und ging sodann ausführlich auf den geringen Erfolg der bisherigen, unter den Au pi- zien des Völkerbundes veranstalteten Wirtschafts­konferenzen ein. Er betonte, daß gerade in der Frage des internationalen Güteraustausches und hauptsächlich bei Zollfragen die mehrseitigen Ver­handlungen immer wieder gescheitert sind. Des­halb sei es notwendig, daß unter den heutigen Verhältnissen

die Methode des Aufbaues von unten her

durch regionale Verständigung, durch zweiseitige Verhandlungen beginne. Diese zweite Methode, die natürlich von vornherein die Tendenz zur Verall­gemeinerung in sich tragen müsse, führe zweifellos zu Zollunionen. Der Gedanke regionaler Verstän­digung und der Plan der Zollunionen habe in den letzten Jahren . wachsende Be­deutung erlangt. Dr. Curtius .......auf

die Bemühungen Estlands und Lettlands, Iugofla- viens und Rumäniens. Auch auf dem Gebiete der früheren Donau-Monarchie fei immer wieder da­von die Rede gewesen, und nicht die Einflußlosesten arbeiteten seit Jahr und Tag an dem großen Plan

zwischen Deutschland und Oesterreich eine Zollunion

mit der Tendenz weiterer Ausdehnung Zu schaffen. Dr. Curtius erklärte sich bei dieser Gelegenheit be­reit, mit jedem Lande, 'fei es groß ober klein, gleichfalls in einen Gedankenaustausch über die Möglichkeit der Einführung einer Zollunion.einzu­treten und machte dabei -keinen Unterschied in der Richtung, ob Verhandlungen zu zweien ober von vornherein Verhandlungen einer - regionalen Gruppe in Betracht kommen würden. - Er sprach schließlich die dringende Bitte aus, diese Aufforde­rung ernst zu prüfen. Orr betonte außerdem, daß er bereit wäre, an allen Vorschlägen und Anregun­gen mitzuarbeiten, die zur Wiedergesundung Deutschlands und Europas beizutragen geeignet wären.

Spanische Brandstifter weiter am Verte.

wtb. Granada, 16. 5. (Eig. Meld.) Wie aus Santa Fe gemeldet wird, hat eine Anzahl orts- fremd e Leute, die mit einem Kraftwagen ge­kommen war, die Hinteren Gebäude des Klosters der Jefuitenschwestern in Brand gesteckt. Dis Brandstifter flüchteten, nachdem sie der herbeigeeil- ten Polizei einen regelrechten Feuerkampf geliefert hatten. Die Polizei benachrichtigte telefonisch das Nächste Dorf, das die Flüchtenden passieren muß­ten. Die Dorfbewohner versperrten die Straße Und tiefen dem ersten Kraftwagen, den sie gewahr toutben, zu, er solle anhalten. Der Kraftfahrer tafle aber weiter, überfuhr 4 Menschen, von denen 2 getötet und 2 schwer verletzt wurden und stießen dann mit ihrem Wagen gegen einen Baum. Dai pellte es sich heraus, baß die Insassen bes Wai- tzens nicht die Brandstifter, sondern ein Fabrik­direktor, feine Frau und feine Tochter gewesen waren. Sie hatten geglaubt, daß die Dorfbewoh­ner sie angreifen wollten und waren deshalb mit

höchster Geschwindigkeit weitergefahren. Die Poli­zei ist auf der Suche nach den Brandstiftern.

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DieKölnische Volkszeitung" behauptet in einem Die kommunistische Brandfackel" überschriebenen Artikel, daß überzeugende Beweise einer engen Zusammenarbeit zwischen den spanischen revo­lutionären und kommunistischen Elemen­ten vorlägen. Die Stürme auf die Kirchen und Klöster seien auf den Einfluß russischer und deut­scher Kommunisten zurückzusühren.

Die Ständige internationale Kom­mission der katholischen Verleger hat in einer Kundgebung ihrem Mitglied, El Debaie, ihr Mit­gefühl ausgesprochen, weil dieses Hauptorgan der spanischen Katholiken trotz Bereitschaft zur Mitar­beit mit dem neuen Regime Gewalttätigkeiten ausgesetzt gewesen sei.