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Beilage zur Fuldaer Zeitung

7. Mai

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Zwei besinnliche Geschichken vom Sparen.

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3um Geburtstag abgemessen dazu Als die Arbeit

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Fülle um die Frühlingszeit Hat mein Herz so hochgeweihi. Liebe kreist wie Blütemoein, Ohne Ende wird sie sein.

wagenküche als Minimumausrüstung 25 große und kleine Tischtücher, 300 Servietten, 60 Gläsertücher, Abtrockentücher, 20 Küchenhandtücher, 2 Eistücher,

Halte fest das Schöne, das dich ergötzt, das die ter gnädig dir spenden: doch wisse, das Schöne

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Fülle, Stille überall, Welt umkreist ein Wonneschwall.

Alte Wunder gehen um

Neu in Lenzes Heiligtum.

dernd uns gemeinsam bemühen, Vorbild zu sein neuen Geschlecht, das aus uns wird.

Göt- wird

schwer entflammbar ist, da im Herrenzimmer fast stets geraucht wird, und deshalb erhöhte Fouersgefahr be­steht. Alle stark wolligen Teppiche, insbesondere aber Perser und Perserkopien scheiden aus, dagegen haben sich Boucle und glatte Velours vorzüglich bewährt. Gar­dinen und Fensterschmuck halte man so knapp wie mög­lich, da gut gelüstet werden muß.

Liebe, die sich selbst beweist. Ist der heilige Lebensgeist: Sich und dich schuf er aus Nichts Kind der Liebe, Sohn des Lichts.

Selbst die letzte, ärmste Schlucht Hat ein Blühen heimgesucht.

Nach verzehrendem Verzicht Braust dos Loben, jauchzt das Licht.

noch in Kindeseinfalt lieben und beten und opfern kön­nen. Bis in die Tiefen der Seele ward ich gefaßt und ergriffen; vom Geiste Gottes fühlte ich mich umweht, und es durchströmte mich förmlich mit Liebesglut, die der Seele neue Kraft gab im Ringen und Streben nach ihrem Ziel, nach Heiligkeit und gottähnlicher Vollkom­menheit. . . . Darf ich erzählen?

Ein einfaches Mägdlein wars. Mit der großen, rei­nen Kinderfehnfucht unschuldiger Herzen kniet es vor dem Bilde der erhabenen Himmelskönigin am blumenge­schmückten Maialtar. Plaudernd schenkt es der Mutter alles, was es besitzt: sein Goldhaar, das ein letzter Son-

Eine schlichte

neu. Es gibt da eine ganze Anzahl sehr praktischer und oielseitg verwendbarer Systeme, die ganz reizende In« nenraumlösungen zulassen. Eine solche Aufbaubiblivthck z. B. über Eck gefteilt, macht hervorragend schönen Ein­druck. Wer sein Herrenzimmer noch billiger einrichten wlll, dem wird der Hinweis, daß man sich vom Schrei­

ner auch Büchergestelle unfertigen lassen kann, kommen sein. Auch hier sei man nicht zu sparsam, wähle die Regale lieber etwas länger, denn an den terial- und Arbeitslohnkosten macht das garnicht

aus, während später eine kostet.

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Hahn auf und es läuft. Ganz anders der Koch im Spei­sewagen. Er mutz mit seinem Wasservorrat haushälte­risch umgehen, denn der Wasservorrat des Wogens mutz bis zu bestimmten Nachfüllstationen ausreichen. Nur im Hochsommer und in dringenden Notfällen sind auch an den kleineren Stationen FWeinrichtungen vorhan­den, durch die der streng geregelte Fahrplan des Zu­ges nicht gestört werden darf. Erschwert wird der Be­trieb im Speisewagen im Sommer, wo grotze Eismengen mitgefiihrt werden miissen und wo andererseits das Küchenpersonal den härtesten Strapazen ausgesetzt ist. Man überlege sich nur einmal, was es heitzt, 12 Stun­den und mehr auf engstem Raum bei einer Außentem­peratur von 25 Grad am heißen Herd auszuhalten, wohlgemerkt im fahrenden Zug! Dann wird man mit besonderer Hochachtung der fleißigen Arbeiter im klein­sten Küchenraum gedenken, die uns trotz aller Schwie­rigkeiten das Mittagsmahl pünktlich und gewissenhaft zur gewohnten Stunde bescheren.

man darauf achtet, das Sitzmöbel so bequem wie möglich zu kaufen, ein Stuhl soll kein Marterholz sein.

Die Behaglichkeit des Herrenzimmers wird erhöht durch einige Sessel, darunter als erstrebenswertes Ziel der Klubsessel, eine Coutch, oder eine Chaiselogue mit einer strapazierfähigen Decke, denn sie dient zum Schlafen und Ausruhen und die Herren der Schöpfung pflegen, was alle Hausfrauen bestätigen werden, mit diesen Din­gen nicht sehr sorgsam umzugehen. Das Ruhebett muh also schon einmal einen Stiefel vertragen können, ohne auf die Dauer beschädigt zu fein.

Was legt man nun für ein Herrenzimmer an? Für bürgerliche Verhältnisse gibt es schon recht brauchbares Herrenzimmermobiliar für 5600 Mark, bessere Mo­delle kosten 750800 Mark, gang gute 8001100 Mark, doch sollte diese Preislage für den bürgerlichen Haushalt die oberste Grenze fein.

Ws Bodenbelag im Herrenz imemr darf nur ein Teppich verwendet werden, der starke Strapazen aus« hält, leicht entstaubt werden kann und vor allem auch

jetzt nieder zu Füßen Mariens, zu Füßen der ei­nen und Makellosen und beten demütig und innu

Nimm unsere Stirn, nimm unsere Hände, nimm unsere Füße, nimm unser Herz, damit wir dienend unfern Lebensweg gehen. Erleuchte, durchglühe und entflamme den Sinn, daß unser Auge sehend, unser Denken rein, und unser Wollen heilig sei! .. .

Ave, sei gegrüßt, o Königin!

fffach eigen, löa.

Das neuzeitliche Heim

Von Hans Herbert Bange rt-Leipzig.

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it be­tont!

49,0

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Zum Muttertag!

Was ist das schönste Spiel von all den vielen?

Mutter spielen.

Was ist das höchste Glück so einst wie heute?

Mutterfreude.

Was ist der tiefste Schmerz, der sich läß* wähnen?

Muttertränen.

Was ist der beste Trost.

des Leides Ende?

Mutterhände.

Was ist die höchste Pflicht, die nie soll wanken?

Mutter danken.

Die praktische Hausfrau.

Die Beffen müssen im Frühjahr gelüstet werden. Auch das Bettenlüften will verstanden sein. Es geschieht am besten indem man zwei Wäscheleinen straff spannt und die Betten darüberlegk. Man soll die Betten der .< Sonne aussetzen, jedoch möglichst in den Morgenstunden da die heiße Mittagssonne die Federkiele zum Springen bringt. Die Betten müssen oft gewendet und dabei gut durchgeschüttelt werden, damit sich die Federn genügend auflockern. Ein großer Fehler ist es, Federbetten zu klopfen, man richtet sie auf diese Weise in kurzer Zeit zu Grunde.

Maschlederne Handschuhe behalten ihre Weichheit, wenn man beim Waschen so viel Seife als möglich im Leder läßt. Nach dem Trocknen müssen sie gut gerieben werden.

Gesunde Küche im Mai.

Im Mai zieht der Frühling auch in die Küche ein, freudig begrüßt von unseren Hausfrauen, die für die ge* fundheitsgemähe Kostgestaltung jetzt ein wenig mehr freie Hand bekommen. Das ist aber auch dringend notwendig, denn der in den letzten Wintermonaten auftretende Man­gel an frischem Gemüse und frischem Obst pflegt unserem Körper unvermeidlich gewisse Schäden zuzufügen, die jetzt schleunigst behoben werden müssen.

Dafür stehen zunächst die verschiedenen Maikräutep zur Verfügung, vor allem Schnittlauch, Petersilie u. ä.# die als Zutaten zu Suppen und Tunken, zu Butter und Käse usw. Verwendung finden können. Weiterhin sollte man dem Wildgemüse, wie Löwenmaul, Kresse und Sauerampfer die nötige Beachtung schenken und diese, eventuell unter Zugabe von etwas Zitrone, als schmack­haften Salat auf den Tisch bringen.

Milch und Butter sind im Mai von besonderer Güte, da das Vieh schon Frischfutter genießt und der Vitamin­gehalt desselben den tierischen Produkten für den mensch­lichen Genuß zugute kommt.

Einen besonderen und in vielen Gegenden Deutsch­lands auch durchaus nicht unerschwinglichen Genuß be­reitet uns der erste Spargel. Sein Nährwert hinsichtlich Fett und Kohlehydrate ist zwar gering, aber der Gehalt an Vitaminen und Salzen dafür um so höher zu veran­schlagen. Außerdem eignet sich der Spargel besonders gut als Beigabe zu verschiedenen anderen Speisen, so zum Fleisch wie zum Ei, zur Bereitung von Salaten und für Suppen. Für die letzteren wird man zweckmäßig das Kochwasser benutzen, das, wie bei allen Gemüsen, die wesentlichen Nährstoffe enthält und nie ungenützt weg­geschüttet werden darf. Der Mai ist auch der erste Monat ohner", d. h. die Zeit, in der besonders die Krebse am besten schmecken. Gewiß, der Krebs ist ein Leckerbissen, aber sein Fleisch ist leicht verdaulich und nahrhaft und bietet, da auch die Krebse in vielen Teilen Deutschlands billig zu haben sind, eine angenehme Abwechslung. Leider darf aber nicht jedermann ungestraft Krebse essen.

Manche Menschen bekommen nach dem Krebsgenuß einen häßlichen, juckenden, ffisweilen mit Fieber verbun­denen Nesselausschlag, der ihnen das Vergnügen am Krebsessen gründlich verdirbt. Es handelt sich dabei, ähn­lich wie bei der nach Erdbeergenuß bisweilen austreten­den Erkrankung, um eine besondere Form der lieberem}» findlichkeit, die die davon Befallenen zur Enthaltsamkeft gegenüber solchen Speisen und Genüssen zwingt.

Do sängt es an?

Eine Dame fertigt einer Freundin eine feine Stickerei. Die Seide war gegeben und von selten schöner Farbe.

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leicht verletzt, darum halte es mit schonenden Händen. (A. G. Eberhard.)

blaue Schürzen, 4 Dorstecker, 4 Putzjacken, 2 Kleider­schürzen, 2 Kopftücher, 1 Wäsche sack, 20 Putztücher ne­ben anderen Kleinigkeiten. Also eine Wäscheausrü­stung, die jedem Haushalt zur Ehre gereichen würde.

Was hat nun der Koch mit feinen beiden Gehilfen unter diesen beschränkten Verhältnissen zu leisten. Das wird am besten am praktischen Beispiel erläutert. Jüngst wurden auf einer Fahrt des D 58 DortmundMünchen in löstündiger ununterbrochener Tätigkeit, d. h. ohne Wechsel des Personals weit über 400 Gäste bedient, denen auf dieser Fahrt folgende Speisen verabfolgt wurden: 62 komplette Frühstücke, bestehend aus Kaffee, Tee, Butter, Brot, Brötchen, Marmelade und Zwie­back, 5 Serien mit 182 viergängigen Mittagessen, 57 Abendessen, ebenfalls zu vier Gängen, 73 Portionen Kaffee und Tee, 14 warme Speisen nach der Karte, 25 kalte Speisen, wobei die Gäste, die nur Getränke ein« nahmen, nicht gezählt wurden. Sämtliche Speisen wur­den im Zuge selbst vorbereitet und gekocht. Vorberei­tende Arbeiten vor Abfahrt des Zuges sind in der Regel unmöglich. Nur am Anhalter Bahnhof in Berlin be­steht eine fogenannte Borküche für die Speisewagen, in denen sie mit gewissen Fleischgerichten und vor allem mit Bouillon versehen werden. Natürlich verwendet die Speisewagenküche nach Möglichkeft Konserven, die einen rascheren Verbrauch zulassen. Frischgemüse wird aber ebenso gerne verwendet, wenn feine Verarbeitung ohne größere Schwierigkeit für die glatte Befriedigung der Gäste bewerkstelligt werden kann. Schließlich darf auch darauf hingewiesen werden, daß die Versorgung des Speisewagens mit Frischwasser ebenfalls ein Pro­blem ist, mit dem sich die Hausfrau im allgemeinen nicht zu beschäftigen braucht. Sie dreht den Wasser­

geachtet werden, daß man an dem Schreibtisch auch arbeiten tarnt. Zum Glück sind die alten Schreibtische mit ihren Aufsätzen, Geländern und allem möglichen anderen Zierrat, der nur den Platz weggenomemn hat und zu nichts nutz war, verschwunden. Heute hat man den flachen Diplomatenschreibtisch mit großer Platte, die genügend Raum zum Arbeiten läßt, die aber auch Platz bietet, das nötige Arbeitsmaterieal abzulegen. Türen zum Verschluß der Schubfächer sind dem heute vielfach angewandten Rolljalousien vorzuziehen, da die letzteren bei längerem Gebrauch leicht klemmen und undicht wer­den. Die Züge sollen leicht und elegant laufen, sind sie auf Rollen angeordnet, um so besser.

Der Bücherschrank richtet sich in seiner Größe nach der vorhandenen Bibliothek. Man wähle ihn jedoch nicht zu klein, da im Laufe der Jahre noch weitere Bücher angeschafft werden sollen, die ebenfalls untergebracht werden müssen. In der Höhe solle der Bücherschrank zwei Meter nicht überschreiten, die riesigen Schränke, die man vor einigen Jahren gebaut hat, haben als höchst unpraktisch erwiesen, da man stets einen Tritt braucht, wenn man aus den oberen Regalen ein Buch her aus­ziehen will. Man ad)te ferner darauf, daß die diegcd- einteilung sich in vernünftigen Maßen hält, es müffen Regale vorhanden fein, die größere Bücher aufnehmen können und andere, die für kleinere und kleinste Bücher bestimmt sind. Am besten nimmt man einen Bücher­schrank, dessen Regaleinteilung jederzeit verändert wer­den kann. Viele Leute ziehen dem einmal gekauften feststehenden Bücherschrank eine Bibliothek, die aus Auf- bauschränken zusammengestellt ward, vor. Das hat den Vorzug, daß man mit verhältnismäßig wenig Geld klein anfangen kann und daß man im Laufe der Jahre mit dem Wachsen der Bibliothek weitere Schränke dazu kauft, die ohne Mühe an, bezw. aufgebaut werden tön-

beinahe vollendet war, fehlten noch einige Fäden. In verschiedenen Handarbeitsgeschäften war die Frage nach der passenden Farbe vergeblich. Die Verlegenheit war sehr groß und zuletzt erst brachte das umsichtige Dienst­mädchen schüchtern eine kleine Schachtel, in der ab ge­schnittene Nestchen tagen. Sie dachte, ein Nähkissen da­mit zu füllen und erhielt nun einen Finderlohn, denn sie war Retterin aus großer Verlegenheit.

Ein Herr besaß nur noch ein Kistchen feiner Lieb­lingszigarren. Die vorsorgliche Hausfrau entnahm demselben täglich eine Zigarre und sparte sie auf. Als eines Tages der Mann fein Bedauern äußerte, daß er leider nun keinefeiner" Zigarren mehr habe, brachte die Gattin die heimlich gesparten Glimmstengel, hübsch zusammengebunden und erregte damit natürlich große Freude.

So fängt das Sparen an. Wer mehr wissen möchte, der lese Leberecht Hühnchen.

Rosa Hamacher-Boppard.

Zu den herkömmlichen Herrenzimmer Modellen t in der Rege! noch der ^isch, zwei Stühle und ein

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Das darf ich meinem Mann nicht sagen!

Von Lotte Siebertz.

Haben Sie ihn nicht schon oft gehört, ihn hin und wieder schon selbst gesprochen, diesen kleinen Satz:Das darf ich meinem Mann nicht sagen?" Bei geringfügigen Kleinigkeiten des Alltags achtlos hingeworfen, bewußt gebraucht bei ernsteren, oft wichtigen und entscheidenden Dingen, kehrt er nur zu häufig wieder in Unterhaltungen, die Frauen untereinander führen. Und haben Sie sich schon einmal klar gemacht, wieviel in diesem kleinen Satz liegt, wieviel Schlüsse man da ziehen kann über ihren Charakter, wieviel Einblick man durch diese paar Worte in Ihre Ehe gewinnen kann? Und ist es Ihnen schon einmal bewußt geworden, daß diese Schlüsse Ihnen nicht immer zum Vorteil gereichen?

So manches braucht man feinem Mann nicht, wenn er mittags hungrig und vielleicht abgespannt zum Essen kommt, gleich mit der Suppe zu servieren: Dienstboten­ärger, zerbrochene Teller, üble Nachreden, die liebevolle Mitmenschen einem zugetragen haben. Es ist garnicht immer notwendig, daß man feinen Gatten mit all die­sen kleinen Aergerlichkeiten behelligt.

Aber es gibt auch noch andere Dinge, von denen wir wissen, daß der Mann sie nicht billigt. Wir wissen auch genau, daß er Recht hat. Und trotzdem haben wir einen unwiderstehlichen Hang, gerade diese Dinge zu tun. Sei es nun, daß wir die Vorliebe haben, für viel Geld un­nütze Sachen zu kaufen mit dem Erfolg, daß nachher für Wichtiges das Geld knapp ist fei es, daß wir immer wieder mit einer Freundin zusammenkommen, deren Um­gang unser Mann aus berechtigten Gründen nicht für gut hält. Mag es dies oder etwas anderes fein immer aber wissen wir, daß wir damit eine Handlung begehen, die nicht recht ist. Wie schnell finden wir da den Aus­weg, indem wir sagen: der Mann braucht es ja nicht zu wissen. Mit kleinen Unwahrheiten, mit Zweideutig­keiten, selbst mit direkten Lügen verstehen die Frauen es ja so geschickt, den Mann hinters Licht zu führen. Es ist auch hier, wie so oft im Leben: aus Kleinem folgt Großes. Und durch eine kleine Unwahrheit finden wir uns nachher in ein ganzes Lügennetz verstrickt.

Wir Frauen sind doch keine kleinen Mädchen, die ihren Schulmeister durch brach zusammengefaltete Händ­chen und Herfagen ihres Sprüchleins von der Artigkeit feines Zöglings überzeugen wollen. Wir möchten doch so gerne dem Mann gleichgestellt, ihm der gute Ka­merad fürs Leben fein. Wenn wir aber zu solch un­würdigen Mittelchen greifen, um unsere eigene Unzu­länglichkeit zu beschönigen, dann zwingen wir ja gerade­zu den Mann, uns als nicht gleichgestellt zu betrachten. Haben wir aber einmal einen Fehler gemacht, sollten wir auch den Mut und die Würde haben, ihn einzuge­stehen. Es ist sicher nicht angenehm, aber vielleicht ge­rade deswegen das beste Mittel, nicht rückfällig zu wer­den. Wir sollen uns dazu erziehen, immer so zu han­deln, daß wir die Folgen nicht zu scheuen brauchen. Es ist ja so ungeheuer wichtig, daß wir selbst erzogen sind, um unserer schönsten und schwersten Ausgabe der Mutterschaft gerecht zu werden!

Der Mann soll uns der Freund und der Helfer fein, der liebevoll uns die Hand reicht. Wechselseitig und för-

tltarienfinb.

Legende habe ich neulich gelesen, eine kleine, Marienlegende für einfach-schlichte Seelen, die

Hohe Zett.

F. Schrönghamer-Hefimdal-Passau- Haidenhof.

Heute wird es offenbar, Daß nn Anfang Liebe war, Himmelhoch und weltenttef, Die sich selbst ins Dasein rief.

Photo-« .

I IIV1U Bedarfsartikel

Drogerie u. Photohaus Mathes

Buttermarkt 14.

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Mit dem nachstehenden Aussatz setzen wir heute die Artikelserie über das neuzeitlich e H e l m Ms den letzten Beilage fort.

nenstrahl durch die hohen Fenster küßt; feine Hände, die es wie zum Abendopfer hoch erhebt; die Füße, von denen es die Schühlein streift, um nur noch Gottes Wege zu gehcu, feine Stirn, die es zum Brandopfer auf die Stu­fen »5 Altares drückt und fein Herz, das es mit golde­nem Schlüssel verschließt für die Freuden der Welt. Ma­ria nimmt das minnigliche Opfer des Mägdeleins freudig an; und mühselig dienend zieht es seinen Weg, bis es körperlich gebrochen nach vielem Leid, aber mit den­selben liebestrahlenden Augen das letzte Opfer, das Opfer des Lebens int Tode bringt. Es war gerade Maienzeit, als die Mutter die Blüte brach . . . Die Sonne schien liebeswarm zum Fenster herein, und eine Amsel fang jubelnd ihr Lied im ftischen, grünen Gebüsch . . .

Eine Legende . . . das Leben eines einfachen, lieben Mädchens . . . und doch nichts anderes als das Leben, das nichts anderes ist als ein langsames Sterben für Gott . . . Wollen nicht auch wir so leben und sterben für unfern Schöpfer und Herrn? ... e

Gedient hat Marienkind . . ., gedient hat die Mutter « gedient hat der Meister . . .In jenen Tagen machte Maria sich auf und ging eilends in das Gebirge nach einer Stadt in Juda" . . . Warum ging sie fo eilends dorthin, sie, die Gebenedeite unter den Weibern? Sie hatte ihre Stirn dem Herrn zum Opfer gebracht und konnte nur noch Gedanken dienender Liebe denken; sie hatte ihre Füße geopfert und eilends geht sie die rauhen, steinigen Pfade; ihre Hände hat sie geopfert und allezeit hilfbereit verrichtet sie ihrer Base Elisabeth die gröbsten Mägdedienste, und ihr gottgeweihtes Herz jubelt dazu: Hochpreiset meine Seele den Herrn! . . . Und der Mei­ster? ... 30 Jahre verborgenen Lebens, . . . und bann? . . . War eines seiner Glieder anders tätig als im Dienste armer, verlassener Menschen? ,, . Da fra­gen wir . . . Nein, keine Frage mehr « . . Wmiien

beiden Nummern der grauen« Die Schrift!.

Herrenzimmer.

( ®QS Herrenzimmer, um das schon im Voraus zu ftanh "'Hi zu den unbedingt notwendigen Be» 5err -Ien e'ner modernen Wohnung, wenn der Haus« nicht einen Beruf ausübt, der es notwendig macht. I tonn auch ganz gut ohne Herrenzimmer auston» - > wenn man z. B. einen Bücherschrank tauft, den - st er in der Farbe und Form einigermaßen paßt, ein m bas Speisezimmer stellen kann. Wenn aber beim'rr165 ^erreri3*mm^r vorhanden ist, so vergesse man nach ®'ntairf nie, daß das Herrenzimmer seinem Wesen feirer sr1- ."Staatszimmer" sein soll, daß es vielmehr IKn mmun® 8Eaß am Tage ernster Arbeit und keil h bnb dann und wann einmal gemütlicher Gesellig« Jjetr lenen soll. Wer sich diese beiden Aufgaben des po-^^llmmers vor Augen hält, der wird ertennen, daß such Möbel aus Luxushölzern eigentlich ein Unding ltit nr Dertniflen weder die Arbeit, noch die ®efeilig« Poliert **<» hochglanzpolierte Schreibtischplatte oder ein fittu Vr sind Quellen steten Aergers für die Haus« aufle bos Zimmer instand halten fall, denn man sieht " tiu<b. bas kleinste Aschenstäubchen und jedes ^r-ur-n ®c*n- Bier oder Litör hinterläßt seine V bet r, -? öte nur ber Fachmann d. h. der Schreiner wic» | Mtios entfernen kann.

ii^nun zu den Einzelteilen des Herrenzimmers Zehen, so muß vor allem beim Einkauf darauf

Die kleinste Küche der Wett

Ein inkeressanler Besuch im Speisewagen.

Von Robert M ö s i n g e r« Frankfurt a. M.

Wohl jede Frau, die eine größere Reffe unternom­men hat, saß dann und wann auch einmal im Speise- HMgen, der heute in keiner wichtigen Schnellzugsver« Wung des In- oder Auslandes fehlt. Die wenigsten Mt en aber haben sich schon einmal Gedanken tauber gemacht, unter welch schwierigen Ber« Kniffen im Speisewagen gearbeitet werden muß.

Die Küche, die mit einer engen und kleinen Haus- haitsküche gar nicht zu vergleichen fft, hat nämlich nur eine Länge von 2,90 Metern und eine Breite von knapp Mi Metern, wohlgemerkt leer gemessen, also ohne In« Itenemridjtung. In ihr hantieren ein Koch, ein Küchen« "ödchen und ein Silberputzer, denen zwischen Herd und ! Kiich«ntisch ein Gang von 90 Zentimeter Breite zur Beifügung steht. Tanzen kann man also nicht in der Speisewagenküche, zumal jedes verfügbare Mätzchen auf der Erde, an den Wänden und an der Decke von Schrän« tat, Geschirr, Wäsche und Vorräten, eingenommen wird. Mir rationellste Einrichtung, die jedem Gerät und je« oetrt Tops den bestimmten Matz anweist, ermöglicht Werhaupt die Arbeit der Speisewagenküche, die in der «egel mehr Geschirr enthält, als ein gut eingerichteter bürgerlicher Haushalt. Welche Hausfrau verfügt denn ober 140 große Teller, 75 Taffen, nebenbei bemerkt Mße und kleine, 3 Teekannen, 3 Salatschüsseln, 12 "etlageschalen, 40 Kaffeefilterkannen, 12 Eierplatten, alles was dazu gehört. Dazu kommen 192 verschie- wne Gläser, Kompottschalen, 2 Kaffeekannen, 10 Teekan- *n- Dutzende von Servierbrettern, Bratenplatten und s »vnüseschüsseln. 120 vollständige Bestecke, nicht gerech« ta die Dutzende von Kleinigkeiten an Bestecken ergän» tai die Speisewageneinrichtung für die Tafel. In der ^uche selbst werden 130 verschißene Töpfe, Pfannen und ^genstände zur Herstellung der Mahlzeiten benötigt, taen 28 Gegenständen, die zur Reinigung der Küche 2*iinmt sind. An Wäsche befinden sich in jeder Speise-