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Zahrg. 58.

Sonntag, 3. Mai 1931.

Ilr. 102

Erschein« sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

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Anzeiger für die Ltadk Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches kreisblatk.

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Die Fahrt des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Curtius nach

Hier wird der neue Slaalsprüsidenl der srauziisischen Republik gewShlk

(en, wenn sie sich in der Auswirkung der Gesetzes- maßnahmen bemerkbar machen sollten.

Vor Genf.

Die deutsche Delegatirm.

wtb. Paris, 2. Mai. (Eig. Meld.) Figaro be­hauptet, daß die Einstellung des Kabinetts in der Präsidentschastswahl sich in den letzten Tagen z u Ungun st en Briands verschoben habe. Es soll beaösichtigt gewesen sein, Tardieu als Nach- M*er Briands ins Außenministerium zu

des Völkerbundsrates nach Genf begibt, wird wie­derum von Reichsaußenminister Dr. Curtius geführt werden. Der Delegation gehören ferner an Staatssekretär von Bülow, die Ministerialdirek­toren Dr. Gaus (Rechtsabteilung), Dr. Ritter (Wirtschaftsfragen) und Dr. Zechlin (Presseabtei­lung), Gesandter Meyer von der Ostabteilung und eine Anzahl weiterer Sachverständiger.

* Die Sowjetfahne auf der Berliner Universität. Nach den Zusammenstößen zwischen Sozialdemokraten und na­tionalsozialistischen Studenten im Vorhof der Berli­ner Universität und vor der Universitätsbibliothek soll­ten gegen 13 Uhr die Tore der Universität gesperrt wer­den. Als die betreffenden Beamten sich außerhalb des Universitätsgebäude befanedn, wurde wahrscheinlich von kommunistischen Studenten die Sowjetfahne auf dem Mittelmast des Hauptgebäudes gehißt. Es sammelten sich zahlreiche Neugierige vor dem Gebäude an, die mit Erstaunen plötzlich die Sowjetfahne auftau­chen sahen. Die Beamten der Universität, die man dar­auf aufmerksam machte, entfernten die Sowjetfahne, deren Besitzer Mürlich nicht festgestellt werden konnte.

lancieren. Briand will die Präsidentsschafts-Kan­didatur aber nur übernehmen, wenn er die Gewiß­heit habe, daß er durch einen ihm zusagenden Politiker ersetzt werde. Er suche daher jetzt nach einem andern Nachfolger.

Vom 14. bis 18. April hat in A l t e n b e r g bei Köln eine Schulungstagung der Zentrumsstu­denten stattgefunden. Man hat bewußt die Ta­gung in Altenberg abgehalten, jenem stillen Ort im bergischen Land, wo seit Jahrhunderten die Kulturarbeit der Zisterzienser ins weite Land hin-- ausgetragen worden ist. Heute gehört das präch­tige Klostergebäude dem Junglnännerverband, der es für Schulungstagungen der kath. Jugend zur Verfügung stellt. Es mag eine Gefahr darin lie­gen, den Studenten mit der Politik vertraut zu sehen. Jedoch die Tatsache besteht, daß das poli­tische Leben in unsere Hochschulen geflutet ift Der Student von heute ist stark politisch bewegt, wenig­stens politisch umbrandet. Man kann das be­dauern und tadeln, man kann dem aber nicht ab­helfen. Die Gründe für eine politische Aktivie­rung der Studentenschaft liegen doch auch allzu eindeutig auf der Hand. Man denke nur daran, wie stark der akademische Lebensraum umkämvft ist, wie das Bürgertum in seiner Existenz bedroht ist, wie die Strukturwandüingen unserer Zeit in Höhen und Tiefen jeden erfassen, wie ein gewal­tiges Ringen um den neuen Staat entbrannt ist, wie Parteien zerfallen und neue entstehen, wie Eeistesströmungen und Werte verblassen, andere eine Wiedergeburt erleben, wie Geschichte und Zukunft im heftigen Kampf miteinander liegen in dieser einzigartigen Gegenwart. Noch immer ist die Studentenschaft in großen Augenblicken, und Zeiten politisch gewesen. Politik als geistiger Kampf berührt doch geradezu das Heiligtum stu­dentischer Aufgaben auf den Hochschulen.

So haben sich denn kath. Studenten an den verschiedenen Universitäten in Gruppen zusam­mengeschlossen, um durch politische Schulung auf der Grundlage unseres kath. Glaubens, sich mit

Tetzner hmgerichket.

wtb. Regensburg, 2. Mai. (Eig. Meld.). Heute morgen um 7 Uhr wurde der Versicherungsmörder Kurt Tetzner im Hof des Gerichtsgefängnisses Regensburg durch das Fallbeil hingerichtet. Tetz­ner war auf seinem letzten Gang sehr ruhig und gefaßt.

Btminsfommiffion schlägt vor!

(Ein interessantes Programm für Arbeitsbeschaffung

Die unter dem Vorsitz des früheren Reichs­arbeitsministers Dr. Brauns arbeitende Gutachter­kommission wird am Donnerstag oder Freitag der kommenden Woche ihr zweites Teilgut­acht e n veröffentlichen.. Es erstreckt sich auf das außerordentlich nichtige Gebiet der Arbeitsbeschaf­fung. In politischen Kreisen sieht man der Ver­öffentlichung mit großem Interesse entgegen, da dos Gutachten dem Problem einen sehr w e i ten Rahmen steckt und zu Vorschlägen ge­langt, die wahrscheinlich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern starke Beach­tung verdienen.

Der erste Teil des Gutachtens ist eine wirt­schaftstheoretische Darlegung der Ursachen und Zu­sammenhänge der Krise, der zweite.Teil stellt die Frage, ob es möglich ist, das Wirtschaftsleben aus feiner gegenwärtigen Erstarrung zu erwecken. Die Kommission kommt zu einer durchaus be­jahenden Antwort der Voraussetzung, daß ein planmäßiges und großzügiges Zusammenarbeiten zwischen den verschiedenen Ländern einsetzt. Die­ser Teil enthält das Kernstück des ganzen Gut­achtens, nämlich den Vorschlag, einen größeren Kapitalbetrag man spricht von etwa einer Mil­liarde zur Ankurbelung der Wirtschaft aufzu­bringen.

In seinem dritten Teil zählt das Gutachten die einzelne Maßnahmen auf, die der Ausschuß vor­schlägt, und zwar sowohl für den Fall, daß der im zweiten Teil angeregte größere Rahmen möglich ist, als auch für den anderen, daß nur beschränkte Mittel zur Verfügung stehen. Das große Pro­jekt würde u. a. die Elektrifizierung der Eisenbahnen, das Problem der Ferngasver­sorgung, Meliorationen, soweit sie der Landwirtschaft nicht zum Nachteil gereichen, groß­zügige Str aßen bauten und ähnliche Dinge umfassen. In diesem Abschnitt behandelt das Gut­achten auch das Problem der Arbeitsdienst pflicht, des freiwilligen Arbeitsdienstes usw.

Im vierten Teil endlich werden gewisse recht­liche Fragen erörtert, die in Angriff genommen werden müssen, wenn die Arbeitsbeschaffung er­leichtert werden soll. Im ganzen wird man da­mit rechnen können, daß das Gutachten schon durch die starke Betonung der Verbundenheit der Wirt- schast mit verschiedenen Ländern nicht nur bei uns, sondern auch im Auslande ein lebhaftes Echo fin­den wird. _____________

Der Ksngretz-Saal von Versailles,

in dem sich am 13. Mai die Mitglieder der Kammer und des Senats versammeln werden, um die Wahl des neuen Staatspräsidenten von Frankreich vorzunehmen. Oben links: Der jetzige Staats­präsident Doumergue.

Die deutsche Delegation, die sich Mitte Monats zur Teilnahme an der diesmal besonders bedeutsamen Tagung des Europaausschusses und

Chequers wird int engsten Rahm en gehalten sein. Als. Begleiter des Reichskanzlers wird Ober­regierungsrat Planck von der Reichskanzlei mit­fahren, als Begleiter des Reichsaußenministers ist Legationsrat von Plessen vorgesehen, der frü­her der deutschen Botschaft in London angehörte und jetzt im Auswärtigen Amt Referent für Eng­land ist. Dr. Brüning und Dr. Curtius werden die Hinreise auf einem Schiff der Hapag von Ham­burg nach Southampton vornehmen. Die Rückreise geschieht von Southampton nach Bremen auf einem Dampfer des Norddeutschen Lloyds

den anderen politischen Richtungen (Parteien) get« stig auseinander zu setzen. Entscheidung für ober gegen eine Partei spielt sich nun doch noch größ­tenteils in der Sphäre geistiger Gegensätze ab, wenn man von einigen rein wirtschaftlichen, deswegen aber auch höchst unpolitischen Gruppen absehen will. Nur durch tiefere Erfassung der Fehler und Aufgaben unserer Zeit, kommt man ganz zwangsläufig auf eine Partei. Aufgabe der Zen» trumsstudenten soll es nun sein, nachdem sie ;uiy zu einer klaren politischen Richtung bekannt ha­ben, zu werben und die vielen noch Abseitsstehen­den durch geaenseitige Aussprache und Austzinan« dersetzungen für die Zentrumspartei zu gewin­nen. Die einzelnen Gruppen arbeiten jewetls Hand in Hand mit den Windthorstbünden.

Den ersten Teil der Tagung leitete Reichstags, abgeordneter Dr. Krone. Er gab einen Quer­schnitt durch das Geistesleben unserer heutigen Zeit. Man kommt zu der -Frage: Steht der Kirche ein Recht zu, gestaltend in das wirtschaft­liche und politische Leben einzugreifen, oder haben diese Sachgebiete nicht ihre eigene Kausalität ge­genüber der Kirche. Darüber gehen die Meinun­gen auf katholischer Seite stark auseinander. Dts Einen (Jntegraliflen) wollen der Kirche das abfo» lute Recht zusprechen, in allen Fragen des Le- bens einzugreifen. Die Anderen (bes. Ernst Mtchel) sagen: die Institution der Kirche müsse sich von den Fragen der Politik und Wirtschaft zurückz:ehen und'sich auf ihre eigenste Aufgabe beschränken Seelsorge und Sakramentensvenderin. Man kann tatsächlich den Fragen der Politik und Wirts-Haft eine gewisse Eigengesetzlichkeit und Eigenbestandig- keit nickt absprechen. Aufgabe des einzelnen reli­giösen Menschen muß es nun sein, sich in biete Sachgebiete hineinzustellen und nach christlichen Grundsätzen zu handeln. Der einzelne soll alrn nach seinem Gewissen und nach seiner tief reit* giösen Ueberzeugung entscheiden. Man kann da­her nicht von einer christlichen Wirtschaft und einer christlichen Politik sprechen. In der heutigen Zeit macht sich wieder ein gewisser Unliberalismus be­merkbar. Man denkt autoritativ auf ein Letztes bezogen, nachdem der Glaube daran verloren ge­gangen war. Man hat den Glauben an Gott ver- koren und vermag nicht zurückzukehren. Der Na­tionalsozialismus (als Weltanschauung) ist in etwa aus einer geistigen Notwendigkeit entstanden, weil man den Glauben an ein Letztes verloren ha.. Er baut ein künstliches Letztes auf, indem er bett Wert des Volkstums, ben völkischen Gebauten ab­solut setzt, während wir den Wert Volkstum einem Höheren, Letzten, nämlich Gott, unterstellen. Hter. in liegt die Häresie des Rationalsozialismus. Man kann den National'ozialismus als das Endstadium betrachten, das durch den Zerfall der reformier­ten protestantischen Kirche, die in ein ^chis zu­sammenzufallen droht, bedingt ist. Er ist mmte anderes als die Krise des reformierten (nicht lu- iberischen) Protestantismus. Auch, der Kultur­bolschewismus ist nichts anderes als das Endstn- biutn des Säkularisationsprozesses. Er bewirkt die Auflösung der seit zwei Jahrtausenden beste­henden christlichen Kulturordnung. Negativ ge- seben will er den Aufbau der Gottlosigkeit und positiv die Orientierung auf das Diesseits. Es werden auch hier Werte der christlichen Kultur- ordnung herausgenommen und verabsolutiert. Es ist der Glaube an die Erlösung durch die Ma­terie. So kommt es zur Trennung von -Kirchs und Staat, zur Trennung von Kirche und Reli­gion, von Kirche und Sittlichkeit.

Die zweite Hälfte der Tagung leitete Herr Dr. Kühr. Er sprach vom Verhältnis zwischen Wirt­schaftsgeist und Wirtschaftsreform (Sinn der Wirt­schaft, Auffassung von Arbeit und Beruf, Eigen­tum, Preisgerechtigkeit und Zinsfragen, Organisa­tion der Wirtschaftsgelellschaft). Bei der Gestal­tung der Wirtschaft sind zwei Dinge zu beachtens 1. Die Gesamtheit der Menschen in ihrer Eigen­art. 2. Die wirtschaftsbildenden Kräfte, der Wirt-

Wochen harten Ringens und beinahe ununter­brochener Beratungen und Verhandlungen inner­halb des Reichskabinetts, zwischen dem Kanzler, den Ressortministern und den Parteiführern, sowie den Vertretern wirtschaftlicher und Arbeitnehiner- arganisationen liegen hinter uns. Wenn wir das Ergebnis dieser Wochen betrachten, dann kommen wir zu dem Schluß, daß wiederum einer festen Führung ein Erfolg beschieden war, der sich, wie wir hoffen, zum Nutzen der Landwirtschaft recht bald auswirken möge.

Die Aufgaben waren schwer. Auf der einen ®ttte eine Fülle von Forderungen und Wünschen der deutschen Landwirtschaft, deren Rro6e Notlage allgemein anerkannt wird. Auf der, anderen Seite aber auch gleiche Sorgen i m Mitte Ist and, bei der Arbeitnehmer« 'ck«ft. Schon immer waren Zollfragen heftig umstritten, bildeten sich zwei Fronten, die sich be­impften. Und dieses Mal waren die Gegen- mtze noch schärfer zutage getreten. Cs ist nicht unsere Aufgabe, nachzuforschen, ob immer diese Gegensätze sachlich begründet waren. Vielfach spiel­en in den Kampf Partei- und interessenpolitische ^nflüssi hinein.

, Die Reichsregierung jedoch wahrt ihre abso- ' u t e R uhe, behielt die Nerven in den kritischsten «runden, und sie setzte sich durch. Sie fand jenen der in den Tagen der Sanierung und der -sef^men entschlossen gegangen werden muß, auch mi Ringen um die Lösung der agrarzollpolitischen Magen. Das Ergebnis kann natürlich nicht als -.o"ergebnis bewertet werden. Eine umfassende u! -, bannte in anbetracht unserer Gesamtwirt- miastslage der Landwirtschaft nicht gebracht wer- u"* Wer es sind immerhin Maßnahmen beschlol- l/. worden, Zollsätze, von denen man sagen darf, sie die deutsche Bauernschaft ein Stück weiter- m?wren auf dem etappenweise zurückzulegenden run ®ur Gesundung und völligen Existenzsiche- lolgen fitere Sanierungsmaßnahmen werden

Reichskabinett mußte bei allem Willen u WEm, der Landwirtschaft sofort und wirk- ?u. helfen, auch die Notumstände der anderen "Schichten unseres Volkes berücksichtigen. Das wn.Edenso im Interesse der Landwirtschaft. Denn tBpn»^Urtlen ihr alle Hilfsmaßnahmen nützen, übr;1^ sie unter Umständen die Kaufkraft der tu» Dolkskreise geschwächt und eine Verteue- oer Lebenshaltung eintreten würde.

in .~!r werden zu einer allgemeinen Gesundung im Qflerer Wirtschaft, zur Behebung der Not, die >ie Volke herrscht, nur bann kommen, wenn n.en Berufsstände sich in einer wahren zusammenfinden, wenn ein tebtQAt m an^eren hilft, wenn Opfer gemeinsam Haben Lasten gemeinsam getragen werben.

Erst die größten Schwierigkeiten über« «ou hi, j.öle .Sanierung unb bie Reform im Roh- M rD^stEführt, bann ist bie Zeit gekommen, bas

Die Studenten und das Zentrum

Von canb. jur. Ernst Hohmann.

ftdlung von Weinbrand unter Zollsicherung sowie Wein zur Herstellung von Wermuth ober Wein­essig unter Zollsicherung 10.

3. Wein mit einem Weingeistgehalt von mehr ch.80 Gramm in einem Liter wird wie nicht be- .Jabers genannter Branntwein verzollt, soweit sich «is der Anmerkung 2 nichts anderes ergibt.

Tarifnummer 212 erhält im Eingang folgende Fassung: Aussige (Essenzen) zum Genuß, nicht ather- ober wemMisthaltig, anbererfeits nicht ge­nannt, z. B. zur Bereitung von Getränken (Limo­nade- unb bergt Usenz) sowie zum Würzen zube­reiteter Speisen unb Getränke (Vanille-Essenz und bergt), Gewürzauszüge usw. wie bisher.

Vodeusee-Fahrt des Zeppelin'

wtb. Friedrichshafen, 2. Mai. (Eig. Meld.) Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist heute früh unter Führung von Kapitän Lehmann gegen 4.30 Uhr zu einer Fahrt über den Bodenfee aufgestiegen. In der Lindauer Bucht wurden vom Luftschiff aus Filmaufnahmen des dort kreuzenden MotorschiffesKempten" gedreht, die im Auftrage der Reichsbahndirektion Nürnberg ausge­führt wurden. An der Fahrt nahm unter anderem Staatssekretär Dr. Frank test Die Landung erfolgte um 8.15 Uhr.

Biet Flugzeugabstürze in Frankreich.

Lin schwarzer Tag für die französische Militärluftfahrt.

Die französische Militärfliegerei wurde am Donners­tag von vier, zumteil sehr schweren Unglücksfällen beim- gepicht. Ein Bombenflugzeug, das in der Nähe von Montelimar einen Uebungsflug ausführte, stürzte aus einer Höhe von, etwa 200 Metern zu Boden und ging vollkommen in Trümmer. Die beiden Insassen waren auf der Stelle t o t.

Wenige Stunde später überschlug sich in unmittel­barer Nähe von Pontoise bei der Landung ein Jagd­flugzeug und ging in Trümmer. Die beiden Insassen wurden lebensgefährlich verletzt.

Ein drittes Unglück ereignete sich in der Nähe des Marineflughafens Hyeres. Ein Wasserflugzeug, das von einem Marineoffizier gesteuert wurde, stürzte aus etwa 100 Meter Höhe ins Meer. Eiligst herbeigerufenen Fi­scherbooten gelang es, den Führer mit einigen weniger schweren Verletzungen zu retten. Der Apparat ging in den Wellen unter. >

Ein viertes Flugzeugunglück am Donnerstagabend wird aus Le Bourget gemeldet. Ein Jagdflugzeug stürzte aus unbekannter Ursache ab und ging vollkommen in Trümmer. Der Pilot wurde getötet.

i wtb. Berlin, 2. Mai. (Eig. Meld.). Die heute veröffentlichte Verordnung über Zolloeränberun- gen trägt bas Datum bes 30. April und tritt am j 10. Mai in Kraft. Die Aenderungen für H a f e r

i unb ©peifeerbfen treten bereits am 3. Mai

jn Kraft. Die Verordnung bestimmt, baß ber | Zolltarif folgendermaßen geändert wirb. Im Ta­rif Nr. 4 ist ber Zollsatz12" in16" zu ändern.

i Die Tarifnummer 11 erhält bie Fassung: Speise- - Hohnen8, Speiseerbsen 20, Futtererbsen 8, Linsen gereinigt, sortiert 8, anbere 6. In Tarifnummer 12 ist der Zollsatz2,50" zu änbern in5". Die Tarifnummer 63 erhält bie Fassung: Kakao­bohnen, roh ungeschält 35, geschält, auch Bruch, 50, gebrannt, (gerostet) ungeschält 60, geschält, auch Bruch 150.

Die Anmerkung zu Tarifnummer 66 unb 67 be­sagt, daß bei Gewürzen in zerkleinertem Zustand f sich der Zoll um 50 v. H. erhöht, was jedoch für echten Zimmt (Eaneel) und Cimkassia in Bruch­stücken, gebrochene Muskatnüsse, Muskatblüten und Cardamonkernegilt. Tarifnummern 75 unb 79 ist je bie Anmerkung anzufügen, baß als Bearbei­tung in der Längsrichtung eine Zurichtung, wie sie zur Erleichterung des Transports unb zum Zwecke bes Einbinbens in Flöße üblich ist sowie bie bloße Beseitigung bes Wurzelanlaufs u. bie Anbringung einer Markierungsplatte. nicht anzusehen ist. Der Tarif-Nr. 106 ist bie Anmerkung anzufügen, baß bis zum 31. Oktober 1931 an bie tSelle des Zoll­satzes1 b b 27" ber Zollsatz1 b b 40" tritt. In der Tarifnummer 107 enthält der 1. Absatz fol- eenbe Fassung: Gänse: vom 1. April bis 15. Okt. für 1 Stück 0,70 ober für einen Doppelzentner 24, vom 16. Okt. bis 31. März für 1 Stück 2,10 ober für einen Doppelzentner 36.

Tarifnummer 108 ist als. weitere Anmerkung anzufügen, daß bis zum 31. Oktober 1931 an bie Stelle der Zollsätze von45",60" unb120" bie Zollsätze von55",80" und150" treten. In Tarifnummer 110 ist anstatt ber Zahl45" bie Zahl55" zu setzen. Die Anmerkungen 2 unb 3 zu Tarifnummer 180 erhalten bie Fassung:

2. Wein mit einem Weingeistgehalt von nicht mehr als 200 Gramm in einem Liter zu ber Her-