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30. April
Beilage zur Fuldaer Zerrung
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Mutter des Herlands ausschauen, uns den Frieden verkündet!
wallen der Toten gedenken, opferwillig ihr Leben
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der den. 419 'nen 1930 lech.
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Wie konnten Sie mich nur mit meiner Schwester verwechseln, die doch 7 Jahre jünger Ist als ich?
Seitdem wir uns zuletjt sahen, sind Sie eigentlich noch jünger geworden, gnädige Fraul Und da Sie, wie ich sehe, dem Kaffee Hag tre» geblieben sind, werde ich Sie in zehn Jahren? vielleicht mit Ihrer Toditer verwechseln., Sie sind also auch ein Hag-Freund?
Ja freilich, denn 1. halte ich es in der heutigen, Zeit, wo die Nerven so vieler Menschen) aufs äußerste angespannt werden, einfach fü2 ein Gebot der Lebensklugheit, coffeinfreiera Kaffee Hag zu trinken, 2. gibt es keinenl Kaffee, der mir besser schmeckt als Kaffee Hag*
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Frauenfriedenskirche.*) Wir Frauen, im Glauben verbündet. Wir wollen in heil'gem Vertrauen
Dem Vaterland hingegeben.
Mög Gott ihnen Frieden schenken!
Wir wollen die Lebenden rufen,
Sich im Gebet zu verbinden, Wir wollen den Frieden finden An unseres Altares Stufen!
Wir wollen in demüt'gem Flehen Den Kommenden Wege bereiten, Die aus diesen friedlosen Zeiten Ins himmlische Friedensreich gehen!
Thea Gr «ziel la.
'/uvuj. Dabei kann durch das oft auftretende sogen. Lerzflimmern" der Tod herbeigeführt werden.
Darum vierte Warnung: Stets trockene Hände, trof- kener Untergrund, wenn man mit elektrischem Gerät hantiert! Fünfte Warnung: Nie gleichzeitig metallische Gegenstände berühren! — Bei Berücksichtigung dieser fünf Winke kann man völlig beruhigt fein, denn dann ist der elektrische Strom der üblichen Hausleitungen un« gefährlich! Dr. C. Thom al la.
Ettsabeth-Feier in Eisenach.
Eine St.-Elisabeth-Tagung veranstaltet der Mit« teldeutsche Ausschuß des Katholischen Deutschen Frauenbundes am 17. und 18. Mak in Eisenach im Fürstenhos. Lebende Bilder aus dem Leben der Heiligen am Abend des 17. leiten die Tagung ein. Am Morgen des 18. nehmen die Frauen an der von dem Thüringer Katholikentag veranstalteten Fahrt nach Kreutzburg teil und an dem Gottesdienst dorttelbst. Nach einer geschlossenen Mitgliederversammlung vereinigen sich die Frauen abends zu dem öffentlichen Fest» vortrag der Bundesvorjitzenden „Die hl. Elisabeth und Die deutsche Frau".
rft en. die len.
Dazu sei prinzipiell bemerkt: Der elektrische Strom in unseren gebräuchlichen Hausleitungen ist absolut ungefährlich, wenn — und das ist der springende Punkt! — wenn die Installation vorschriftsmäßig erfolgt ist und alle Leitungen, Steckdosen, Lampen und Haushaltsgeräte in tadelloser Ordnung sind. Vorbedingung für jeden elektrischen Unfall ist die Berührung nicht isolierter, -stromführender Drähte oder Metallteile. Das ist im Haushalt, im Büro, in der üblichen Werkstatt oder Arbeitsstelle aber nur möglich, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Daher erste Warnung: Laß jede elektrische Anlage vom Fachmann anbringen! Zweite Warnung: Behandle jedes elektrische Gerät mit peinlicher Sorgfalt! Denn jeder wackelige Kontakt, jede ausgefaserte Leitungsschnur, jede nicht fest in der Fassung sitzende Glühbirne, vor allem jede Beschädigung auch an den Handgriffen von elektrischen Bügeleisen, Staubsaugern, Heizlampen usw. kann dir gefährlich werden, unter Umständen den Tod bringen! — Dritte Warnung: Bastele also nicht selbst an defekten elektrischen Leitungen und Geräten!
Weiter muß man wissen, daß nicht der Strom als solcher gefährlich ist, sondern die Intensität, mit der er durch den Körper hindurchgeht. Bin ich gut „tfo*
sein eines möglichst lückenlosen Impfschutzes in der ganzen Bevölkerung. Mit freiwilliger Impfung tft der aber nicht zu erreichen, wie die Erfahrungen im 19. Jahrhundert deutlich gezeigt haben. Hier ist ein gesetzlicher Zwang nicht zu entbehren.
Soweit also die Vergangenheit in Frage kommt, ist die Berechtigung für den „Impfzwang" klar. Ist er aber auch jetzt noch nötig? Sind unsere sonstigen hygienischen Methoden zur Pockenabwehr nicht ausreichend? Und schließlich: Gibt es in Europa überhaupt noch ein« nennenswerte Pockengefahr?
Die Eigenart der Pockenverbreitung, die übrigens auch von ärztlicher Seite noch nicht genügend gewürdigt wird, zwingt zu der Feststellung, daß wir mit unserer modernen Hygiene hier nicht gerade viel erreichen können. Die Pocken sind in ihrem Anfangsstadium schon ansteckend, vielleicht sogar am gefährlichsten. Noch ehe der Krank« eine Ahnung davon hat, daß sein Fieber der Beginn der Pockenkrankheit ist, noch ehe der Arzt die Pocken sicher feststellen kann, besteht schon die Möglichkeit zur Verschleppung der Krankheit. Es ist also höchst unwahrscheinlich, daß der erste Pockenfall rechtzeitig erkannt und durch Absonderung unschädlich gemacht werden kann. So unmöglich es ist, die Grippe durch Absonderung der ersten Fälle an der weiteren Ausbreitung zu verhindern, so unmöglich ist dies bei den Pocken. Den besten Beweis hierfür liefern die Erfahrungen der letzten Jahre aus Ländern mit sehr hoch entwickelter Hygiene, wie z. B. England und Holland, wo es nicht gelang, die Pocken an der Verbreitung zu hindern, sodaß es in Holland zu einem mehrere Monate dauernden Ausbruch kam, der dann durch Impfung and Absonderung beendet werden konnte und in England zu einer sehr weiten Verbreitung einer abgeschwächten Pockenform, die unverändert vorhanden ist, weil «rotz sorgsamster Absonderung das beste Schutzmittel, die allgemeine Impfung, nicht angewendet werden darf
Wir weiden also die allgemeine Impfung noch weiterhin brauchen, wenn auch die Pockengefahr in Europa jetzt nicht mehr so groß ist, wie vor dem Krieg, Eine Reihe von Ländern, die früher gefährliche Pockenherde waren, haben die allgemeine Impfung durchgeführt und damit hervorragende Erfolge erzielt. Wenn sich hierin nichts ändert, dann wird der europäische Kontinent in
absehbarer Zeit völlig pockensrei sein. Als wesentlichste Pockenquellen kommen dann für uns nur noch Nord- Afrika und der Orient in Frage. Auch dort wird man bei besserer Organisation der Impfungen noch viel erreichen und damit wesentlich zu einem Ziel beitragen, weis ches nicht mehr utopisch genannt werden muß: Endgültige Verdrängung der Pocken aus Europa und Verminderung der uns jetzt noch bedrohenden Pockenquellen bis zur Bedeutungslosigkeit!
Wenn dieser Zustand erreicht sein wird, dann wird der starre Impfzwang seine innere Berechtigung einbüßen und kann abgebaut werden. Solange dieser Zustand aber noch nicht erreicht ist, würden wir durch vorzeitige Ausgabe der allgemeinen Impfung den uns benachbarten Völkern in den Rücken fallen und ihren Pockenschutz den sie nach deutschem Muster ausgebaut haben, gefährden. Die Rückkehr zur freiwilligen Impfung wäre gleichbedeutend mit einem Rückfall in die Zeit vor 70 Jahren und mit dem neuerlichen Einnisten der Pocken in der deutschen Bevölkerung. Die Verantwortung hier'üv könnte kein Arzt übernehmen, der mit der Seucheng« schichte der Pocken auch nur einigermaßen vertraut ist.
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welche durch die allgemein« Impfung bekämpft werden soll, ist verschwunden und die Aufrechterhaltung der Vorbeugungs-Maßregeln wird als unnötige Belästigung
Ein elektrischer Schlag.
_ Wer hätte nicht schon gelegentlich einen bekommen? ontd)’ ein kleiner elektrischer Schlag ist ja „harmlos". Nicht wahr? Im Augenblick etwas unangenehm, aber ^er Schreck ist größer, als die ganze Sache wert ist. Erst schimpft man einen Moment, dann lacht man und in ein Paar Minuten ist die Lappalie vergessen! — So geht's M in der Regel? —
Aber da hört oder liest man plötzlich von einer Frau, ö,e wurde in der Badewanne tot aufgefunden; eine elek- t’W Tischlampe in der Hand, die andere hat aus dem Sab steigend die elektr. Heizsonne berührt u. war sofort Ein Monteur hat, mit den Knien gegen die Röhren Zentralheizung gestemmt, an der Lichtleitung ge- t ^beitet und einen lebensgefährlichen Schlag erhalten; fit. Dienstmädchen verunglückte tödlich, als sie den RN*au^cll6er bedienend die Gasleitung anfaßte! Alles Nglücksfäll« mit Todesfolge, verursacht durch den Armlosen" Strom unserer Lichtleitung, wie sie in Hun- erttausenden von Wohnungen, Wirtschafts- und Le- s'ebsräumen liegt! Ist der gebräuchlich« elektrische 5tt°m denn so gefährlich?
empfunden.
Der Zustand, wie er sich heute darstellt, ist di« glänzendste Rechtfertigung für diejenigen Aerzte und Politiker, die sich seinerzeit für den „Impfzwang" eingesetzt haben. Das in die persönliche Freiheit tief eingreifende Jmpfgesetz war überhaupt nur auf die Dauer zu halten, wenn es den Erfolg brachte, der vorausgesetzt werden konnte. Dieser Erfolg sollte in der endgültigen Besiegung der Pockenseuche in Deutschland bestehen. Wie die ärztliche Erfahrung zeigt, ist dies Ziel in vollstem Umfang erreicht worden. Und kein sachverständiger Arzt kann daran zweifeln, daß die Unterdrückung der Pocken das unmittelbare Ergebnis der allgemeinen Impfung war, und es nach der Art dieser Schutz-Maßregel auch unbedingt sein muht«.
An der Tatsache, daß der mit Erfolg geimpfte Mensch für lange Jahre gegenüber der Erkrankung an Pocken widerstandsfähig ist, ist seit über 10 Jahren fein Zweifel mehr möglich. Wenn daher eine ganze Bevölkerung gezwungen wird, jeder für seine Person, diesen Schutz zu erwerben, dann bleibt eben kein« Möglichkeit mehr, daß die Pockenseuche sich verbreiten kann. Es ist dabei garnicht nötig, daß jeder Einzelne den größtmöglichen Schutz hat, und dieser Schuh braucht auch garnicht bei jedem Einzelnen lebenslänglich anzuhalten. Das Vorhandensein einer allgemeinen Widerstandsfähigkeit gegen die Ansteckung mit Pocken ist das Wesentliche und sichert erfahrungsgemäß das Freibleiben von dieser Seuche. Cs muß aber immer wieder und sehr scharf betont werden, daß nicht der hohe Impfschutz des Einzelnen ausschlaggebend für den Erfolg der Pockenabwehr ist, sondern das Dorhanden-
g«n Linoleum, das täglich feucht ausgewischt und leicht angewachst wird. Sonst aber läßt man Luft und Sonne ungehindert Zutritt.
Früh vor der Schule.
Von Stadtmedizinalrat Dr. med. M a r l o t h - Leipzig.
Fritz war ein Langschläfer und konnte sich nicht rechtzeitig aus dem Bett finden. Das kam daher, weil er schwer einschlief und viel wirres Zeug träumte. Den Grund hierzu fand ein Onkel, der gerade zu Besuch war. Fritz ging nämlich gleich nach dem Abendbrot schlafen, ost kaute er sogar noch während des Ausziehens. Es hatte niemand daran gedacht, daß die erste Verdauung des Abendbrotes eine gewisse Unruhe in Fritzchens Magen und Körper hervorrief. Von dieser Zeit an bekam Fritz sein Abendbrot mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Er hatte sich aber das lange Schlafen schon zu sehr angewöhnt, um es besser machen zu können. Oft mußte ihn die ältere Schwester mit dem nassen Schwamm aus dem Bett treiben. Zum Waschen war nicht viel Zeit, weniger zum Kaffeetrinken, der oft hinunter gestürzt wurde; mit dem Brot der Brötchen in der Faust, den Schulranzen auf dem Rücken rannte er in die Schule. Ueberhaupt keine Zeit blieb übrig für das beinahe Wichtigste, was jeder gesundbleibende Menschen morgens vor dem Tageswert verrichten soll. Es war kein Wunder, daß Fritz verstopft und in unbehaglichem Empfinden auf seiner Bank saß. Dick war er sowieso nicht, die Muskeln sollten erst stärker werden. Das Rennen zur Schul« mit dem schlechtgekauten „Unterwegsfrühstück" und der morgens ständig nicht entleerte Darm war seinem wachsenden Körper auch nicht dienlich. Es war kein Wunder, daß er ost müde und schlaff auf seiner Bank saß und nicht so gut aufpassen konnte, wie die anderen. Die Eltern konnten sich das nicht erklären; er war doch zu Hause ein lebhaftes Kerlchen, der nicht dumm oder schüchtern war. Wie Schuppen fiel es ihnen von den Augen, als sie in einem Vortrag eines Elternabends folgende Schulkinderregeln hörten:
Gib deinem Kinde 1—2 Stunden vor dem Schlafengehen das Abendbrot.
Laß es dabei sitzen, nicht umhergehen.
Wecke es rechtzeitig vor dem Schulbeginn.
Am Kaffeetisch muß es in Gemütsruhe trinken und kauen.
Zeit für das Wichtigste (Stuhlgang) am Morgen muß da fein, ehe es in die Schule geht.
Keinen Wettlauf zur Schule.
So kommt Fritz gut vorbereitet auf die Schulbank und kann gut aufpaffen und lernen.
Die Frage, ob die gesetzlich angeordnete Impfung und Wiederimpfung aller Kinder weiterhin noch aufrecht erhalten werden muh, beschäftigt immer wieder ärztlich« Kreise und natürlich auch die öffentliche Meinung. Ja, es scheint sogar, als ob die Kritik an der allgemeinen Impfung umso schärfer werde, je sinnhygienische Ergebnis dieser Maßregel wird, sich verständlich, soweit das nicht ärztlich Publikum in Frage kommt. Die Seuche,
Krankenhäuser in den letzten Jahren dazu übergegangen, di« alten Holzbetten durch Metallbetten zu ersetzen. Ferner achte man darauf, daß die Betten genügend hohe Beine haben, die es der Hausfrau ermöglichen täglich auch unter den Betten zu putzen. Die festaufstehenden Betten, die man in den letzten Jahren da und dort verkauft hat, sind große Staubreservoire und deshalb in höchstem Grade ungesund.
Der Kleiderschrank sei ebenfalls absolut staubdicht. Man lehne den Kauf ab, wenn sich Fugen und Ritzen im Holz zeigen, achte aber auch daraus, daß die Ritzen nicht verkittet sind. Mit einer Taschenlampe leuchtet man am besten die Innenseiten des Schrankes ab, dann sieht man schon, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Irn allgemeinen hat sich die Dritt-Teilung der modernen Schränke bewährt, d. h. zwei Drittel des Raumes sind den Kleidern, ein Drittel, durch eine besondere Tür verschlossen, der Wäsche vorbehalten. Das Wäscheabteil sei genügend oft unterteilt, es läßt sich dann besser Ordnung halten. Ob der Spiegel innen oder außen angeordnet ist, spielt praktisch kein« Rolle. Es kommt da auf den Geschmack des Käufers an, wobei zu beachten bleibt, daß jeder Spiegel etwas unruhiges in ein Zimmer bringt.
Wer eine moderne Wohnung mit fließendem Wasser
liert", so merke ich gar nicht oder kaum, daß der Strom I hinab, in mich hineinfährt. Denn aus meinem „isolierten" | ,Herz
bezieht, kann des Waschtisches meist entraten. Man nimmt dafür die zum Zimmer passende Frisiertoilette. Wo aber der Waschtisch noch notwendig ist, sei er in allererster Linie genügend lang und ausreichend breit. Er muß bequem Platz bieten, zwei große Waschschüsseln und Waschkannen auszunehmen, er soll ferner aber auch all den Kleinigkeiten Raum gewähren, die mir zur Pfleg« des Körpers Tag für Tag notwendig brauchen. Es darf dann nicht so eng fein, daß bei einem Griff nach der Zahnbürste der ganze andere Kram herunterfällt. Die Schubladen des Waschtisches, die meist zur Aufbe- Währung der Wäsche benutzt werden, sollen ebenfalls dicht schließen und aus astfreiem Holz verfertigt fein. Man lasse sich auch versichern, daß zur Herstellung des Zimmers gutes, wirklich abgelagertes Holz Verwendung gefunden hat, da sonst die Schubladen sich leicht verziehen und sperrig werden, ein Mangel, der nie mehr völlig einwandfrei beseitigt werden kann.
Ein Schlafzimmer mittlerer Preislage und guter Qualität bekommt man heut« für etwa 600 Mark, bessere kosten 700—900 Mark, mehr sollte man jedoch auch hier im bürgerlichen Heim nicht angelegen.
Di« übrige Ausstattung des Zimmers sei so einfach wie möglich. Aus hygienischen Gründen verzichte man auf Decken und Vorhänge soweit es irgend geht. Dor die Betten kommen zwei einfache Boucle-Vorleger, den Boden belegt man mit einem guten, möglichst einfarbi-
*) Anmerkung. Am 3. Mai findet bekanntlich die Einweihung des Ehrenhofes der Frauen-Frie- denskirche in Frankfurt-Bockenheim durch den Hochw. Herrn Bischof von Limburg statt.
Das neuzettttche Heim.
Von Hans Herbert Bangert- Leipzig.
Im Rahmen einer Aufsatzreihe über das neuzeitliche Heim wurde in der letzten Frauenbeilage die Wohnung im allgemeinen sowie das W o h n - und Speisezimmer behandelt. Heute lassen wir einen Aufsatz des gleichen Verfassers über die Einrichtung eines modernen Schlafzimmers folgen. Die Schrift!.
Das Schlafzimmer.
Im Schlafzimmer verbringt der Mensch nach sorgsamen Aufzeichnungen unserer Statistiker ein Viertel bis eni Drittel seines Lebens. Diese Tatsache sollte uns
Die praktische Hausfrau.
Tapelenkleister herzustellen.
In herkömmlicher Weise stellt man Tapetenkleister selbst her dadurch, daß man gewöhnliches Roggenmehk mit so viel heißem Wasser glatt verrührt, daß ein streichfertiger Kleister entsteht. Das erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, da allzu leicht Klümpchen und Klüter ent, stehen, die den Kleister unbrauchbar machen, weil sie spä« ter beim Aufkleben der Tapete als Buckel erscheinen« Wem es nicht gelingt, den Kleister klümpchenfrei anzu, rühren, der muß ihn durch ein Sieb schlagen. Der Kleister muß stets frisch bereitet werden, da er nach 1 bis 2 Tagen sauer wird und dann nicht ordentlich klebt, auch bei den meisten Tapeten die Farbe zerstört.
Zweckmäßiger ist es, Tapetenkleister aus , sogen« Trockenleim oder Trockenkleister herzustellen, die in Paketen im Drogenhandel zu haben sind. Diese Spezialerzeugnisse geben, mit kaltem Wasser verrührt, einen stets klümpchenfreien, glatten und haltbaren Kleister ab und werden von Fachleuten heute fast ausschließlich benutzt»
H.K.
Lin Riß im Regenschirm
ist eine unangenehme Sache, besonders in dieser Jahreszeit, in der man den Schirm täglich braucht. Der Ritz läßt sich nur sehr schwer ausbessern und die ©teile sieht nachher abscheulich aus. Wasserdicht ist sie natürlich auch nicht. Aber der Schirm läßt sich mit einem Stück Heftpflaster sehr gut ausbessern. Man klebt ein entsprechend großes Stück unter den Riß und preßt sorgfältig zusam- men, bis es fest haftet. Der Schirm muh ganz trocken fein und nach dem Flicken sieht man den Riß fast gap nicht und es hält eine ganze Weile. Zu einem schwarzen ober dunklen Schirm nimmt man am besten schwarzes Pflaster. Bei einem farbigen kann man den Klebstreifen mit Geschicklichkeit zum Schirm paffend einfärben. Das muß auf der Stoffseite möglichst trocken geschehen, damit die Klebkraft des Pflasters nicht leidet. HK-
schon bei der Wahl des Raumes, der als Schlafziimner dienen sott, zu denken geben. Noch vor dreißig Jahren hat der Architekt oft der Auffassung gehuldigt, daß der Schlafraum nebensächlich.fei, daher findet man in älteren Häusern oft an der Straßenseite Prunkräume, groß, geräumig, luftig und sonnig, während man die Schlafzimmer für Eltern, Kinder und das Dienstpersonal an der U- Rückseite, mitunter sogar nach lichtlosen Höfen angeord
net hat. Es ist ja doch Nacht, wenn man schläft, hat man dazumal argumentiert, was braucht da das Zim- . mer Licht und Sonn«. Glücklicherweise haben sich da die i Anschauungen völlig gewandelt. Das schönste Zimmer her Wohnung, vor allem aber die nach der Südseite gelegenen Räume müssen als Schlafzimmer benutzt werben. Volle Sonneneinstrahlung ist notwendig, um den
hygienischen Anforderungen der Neuzeit zu genügen, Mzu gehören also auch große Fenster mit sparsamer 'Wardinenverwendung, wobei man weiterhin auf die Möglichkeit zu achten hat, daß das Schlafzimmer leicht gelüftet werden kann. Es muß die Möglichkeit vorhanden fein, auch während der Nacht ein Fenster oder ein Oberlicht öffnen zu können, ohne daß Zugluft entsteht, di« übrigens auch nicht direkt auf das Bett fallen soll, besonders dann nicht, wenn Kinder in dem Zimmer schlafen, die bekanntlich gern strampeln. Neben dem Tageslicht soll auch die künstlich« Beleuchtung praktisch angebracht sein, es muß ermöglicht werden können, helles und gedämpftes Licht zu brennen. Bei Erkrankungm usw. macht sich di« klein« Mehrausgabe bei der Anlage bezahlt. Ein kleiner elektrischer Arm über dem Kleiber- schrank und dem Waschtisch find ebenfalls prakttsche Kleinigkeiten, die im Schlafraum nicht fehlen sollten.
Was die Mobiliar-Ausstattung des Schlafzimmers bekifft, so halte man sich hier mehr wie in jedem anderen Wohnraum an das einfach praktische. Jeder Luxus ist vom liebel, denn polierte Möbel lassen sich nicht so leicht reinigen, wie etwa ein eichen gebeiztes Zimmer, das auch einmal einen Stoß verträgt, ohne unanschnlich zu werden. Die Betten müssen genügend lang sein, d. h. sie sollen den Schläfern gestatten, sich völlig auszustrecken, ohne anzustoßen. Man nimmt am besten Betten von Wei Meter Länge, die fast in allen Fällen ausreichen bei einer Breite von 1.20—1.30. Die größer« Bettenbreite hat den Vorzug, daß man bei Besuchen von auswärts auch einmal eine Umgruppierung vornehmen kann, denn in zwei so breiten Betten können zur Not Puch einmal drei Personen schlafen. Die Mehrkosten sind gering. Eine gewisse Antipathie besteht in manchen Kreisen gegen das Metallbett. Man sagt ihm nach, e$ sei kalt, ungemütlich und was dergleichen Vorurteile mchr sind. Die praktische Erfahrung lehrt das Gegen- teil. Auch ein Metallbett, sei es nun aus lackiertem Eisen oder sei es aus dem vornehmeren Messing, kann genau sv warm sein wie ein Holzbett, wenn man gutes Bettzeug verwendet, es hat aber den unbedingten Vorzug der Sauberkeit vor allen anderen Betten, denn man fann es jederzeit mit Seifenwasser abwaschen, es läßt Kch leicht desinfizieren und vor allem auch ohne große Mühe transportieren, was bei Krankheiten ebenfalls nicht zu unterschätzen ist. Deshalb sind alle modernen
$üt und wider die $octen-3mpiung
Don Pros. Dr. Gins-Berlin.
in mich hineinfährt. ...... —
Körper kann er ja nicht heraus. Solche Isolierung" wird erzielt, indem man z. B. Gummischuhe anzieht. Aber auch schon, wenn man auf Teppichen oder auf trockenem Holzfußboden steht, ist man ganz gut isoliert. Daher laufen die meisten „elektrischen Schläge" in Wohnungen noch ganz glimpflich ab. Schoy übler und gefährlicher ist es, wenn der Untergrund feucht ist Darum sind ja in Badezimmern, Waschküchen und bgl. alte elektrischen Kontakte, Steckdosen usw. offiziell verboten! Selbst starkes Schwitzen an Händen und Füßen macht die Haut und den Körper schon leitungssähiger, daher jeden Schlag auch aus der gewöhnlichen Lichtleitung viel intensiver und gefährlicher. — Die hauptsächlichste Gefahr ist aber die gleichzeitige Berührung einer metallischen Leitung, die bis zum Erdboden hmab reicht. Wer ein Wasferleitungsrohr ober den Hahn, die Badewanne berührt, wer mit der Zentralhei- jung, dem Gasrohrnetz u. 11. auch mit dem Radioapparat in direkter Berührung steht und dabei gleichzeitig durch eine nicht genügend isolierte elektische Leitung Strom erhält, der ist eben „geerdet" und der Strom rait i mit ungeschwächter Gewalt durch ihn hindurch zur Erde