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Berlage zur Fuldaer Zeitung
29. April
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Beide Gewerkschaften sowohl christlichen werden um Euch werben, ran, daß für uns kathol. Jungarbeiter
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Deutsche in Sarpalho-Rußland rufen nach Priestern.
Im östlichen Raume der Slowakei, im T e r e s ch v a- >ale, leben eine Reihe deutscher Gemeinden seit Jahrzehnten ohne deutschen Priester. Der greife bayerische Kapuzinerpater Cyprian, der erst vor kurzem oer- ichied, entdeckte sie neu und predigte ihnen seit Jahren wieder in deutscher Sprache. Diese Deutschen sind alle !r«ue deutsche Katholiken, aber infolge des Mangels an Priestern großen Gefahren ausgesetzt, lhren Glauben ebenso wie ihr Volkstum
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Aentrumsjugend in Front!
Jnm Schulungskursus des windlhorsibundes in Bad Soden bei Salmünster.
Aus Hanau wird uns geschrieben:
Selten hat es eine Zeit gegeben, die in ihrer Unruhe für eine politische Aufbauarbeit „von un- ten h e r a u f" ungünstiger war als der vergangene Win- fer. Aber die Jugend in den Windthorstbunden hat's gewagt: Erst zu Ende des vorigen Jahres war eine Jungzentrumgruppe in Hanau gegründet worden. Sie übernahm die Leitung des Südgaues des Hesien-Nassaui- schen Prooinzialoerbandes im Reichsverband der Windt- horstbunüe, der die Kreise Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau (Stadt- und Landkreis) umfaßt. Bis heute ist es ihr gelungen, in mehreren Orten dieses [üb- lorhesi. Gebietes Fuß zu fassen und lebensfähige Bünde zu schaffen. In verschiedenen anderen Gemeinden konnte man keine eigentliche Organisation errichten, sondern mußte sich mit einer losen Zusammenfassung begnügen, um einer verhängnisvollen Ueberorganisation zu entgehen. Die vordringlichste Aufgabe ist nun, alle diese so Erfaßten zu bilden und zu schulen: Dieser Einführung unserer zukünftigen „Unteroffiziere" in die grundsätzlichen und Tagesfragen von Politik und Wirtschaft soll eine erste allgemein-politische Schulungstagung vom 3 C April bis 3. Mai in Bad Soden bei Salmünster gelten. Am ersten Tage wird ausgegangen werden von den Zellen des Staates: Familie und G e- m ein de. Auf die Frage, welche Kräfte sie heute bewegen, wird der zweite Tag die Antwort: Katholizismus, Nationalismus und Sozialismus geben. Der dritte Tag ist der Betrachtung über ihr gegenseitiges Verhältnis gewidmet, während der letzte Tag sich mit den wirtschaftlichen Grundlagen unserer Zeit befassen wird. Diese Themen sind ohne ausgesprochene Festlegung, gewissermaßen äußere Richtpunkte. Möge der Erfolg der mühevollen Vorbereitung entsprechen. An die gesamte katholische Jugend im Süden Kurhessens und im Fuldaer Land ergeht der Ruf zur Teilnahme: Kommt alle, die ihr später einmal in Verein und Gemeindevertretung echten Zentrums- geist vertreten wollt! Sucht in gegenseitigem Bemühen die großen Fragen unseres Volkes und feines Zusammenlebens zu verstehen! Wir haben immer gekämpft, wir find im Kampfe geboren und werden in aller,Zukunft kämpfen müssen!
Unsere Arbeitstagung wird stehen unter der Leitung eines unserer bewährtesten Jugendführer, des Reichstagsabgeordneten H o f m a n n-Ludwigshafen, des zweiten Reichsvorsitzenden der Deutschen Jugendkraft.
Zur Teilnahme laben wir alle kath. Iugenb - ttchen des Fuldaer Landes und des südlichen Kur Hessens ein, ganz gleich in welcher Organisation sie stehen.
Die Teilnehmergebühr beträgt nur 4 RM. bei bestimmt guter Verpflegung. Weitere Auskunft erteilt: Referendar Anton D a l l w i g, Hanau, Hainstraße 35 II.
Christliche Arbeiterjugend und Gewerkschaften.
Ein Leser des „Blatt der Jugend", ein junger Arbeiter aus Eichenzell richtet folgenden Appell an feine Kameraden:
Die christlichen Gewerkschaften sind entstanden, ja sie mußten entstehen, weil die „freie n" Gewerkschaften sich dem Sozialismus und der sozialdemokratischen Partei verschrieben hatten. Die freien Gewerkschaften haben das zwar immer wieder ab- zuleugnen gesucht, wenigstens da, wo sie sich einer positiv christlich eingestellten Arbeiterschaft gegenübersahen. Ebenso oft haben aber die Tatsachen diese Neutralitätsbeteuerungen widerlegt; man ist im Lager der freien Gewerkschaften gelegentlich sogar so ehrlich, ein offenes Bekenntnis zum Sozialismusabzillegen. So bezeichnet ein Jugendblatt des deutschen Baugewerksbundes die sozialistische Gemeinschaft als Ziel der freien Gewerkschaften und als Aufgabe der gewerkschaftlichen Jugendarbeit die Heranbildung des Jungvolks zu tüchtigen Gewerkschaftlern und Sozialisten. Schon die Tatsache des sozialistischen Zieles der freien Gewerkschaften und ihre enge Verbindung mit der sozialdemokratischen Partei macht es der christlichen Jungarbeiterin und dem christlichen Jungarbeiter unmöglich, diesen anzugehören, weil sich der sozialistische Klassenkampfgedanke und die materialistische Weltanschauung mit einem ernst genommenen Christentum nicht vertragen. Schon darum müßten wir, die katholische Arbeiterjugend, uns den christlichen Gewerkschaften anschließen. Ader der entscheidende Grund ist das nicht. Die christlichen Gewerkschaften wären schließlich ohne tieferen Sinn, wenn sie nur aus der Ablehnung des Sozialismus lebten. Sie wollen vielmehr in erster Linie in Verfolgung der materiellen und geistigen Hebung der Arbeiterschaft einen Umbau der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung schaffen, in der jeder einzelne sich voll auswirken kann, in der vor allem der Arbeiter gleichberechtigt und gleichgeachtet ist. Das geht auch dich an, du junger Arbeiter, junge Arbeiterin! Du nimmst es ganz gewiß ernst mit deinem Christentum. Du meinst aber vielleicht, ich lebe ehrsam und das genügt. Nein, diese persönliche Ehrenhaftigkeit genügt nicht; bas Christentum verlangt mehr, es verlangt, daß du an deiner Stelle dazu bei«
selbst recht Deut« n.
ck sich K.
Töne angeschlagen wurden, war man entsetzt über die Autoritätslosigkeit der Jugend. Wenn heute die „nationalistische" Jugend dasselbe und schlimmeres tut, finden es „nationale" Leute, die angeblich den Autori- tätsgebanten, ben Gedanken der Zucht und na« tionalen isziplin • , ganz in der Ord
nung. Wohin soll es aber führen, wenn die Schuljugend in dieser platten Art P a r t e i p o l i t i k treibt bezw. so gewissenlos von Parteibonzen ausgenutzt wird und an der Zerstörung der Autorität mitarbeitet? Wir fallen zurück in die chaotischen Zu stände der Zeit nach dem Zusammenbruch von 1918, die wir mit den gesunden Kräften, die damals trotz allem noch in unserem Volke steckten, überwunden haben. Und dieses Zurück bedeutet doch letzten Endes nichts anderes als das
llnkergehen in der roten Flut des Bolschewismus.
Da endet der „nationale Widerstandswille" der „Hitlerjugend", wenn sie sich in der bisherigen Richtung weiter entwickelt.
Gesunde Jugenb muß den Drang zur Erkenntnis der Wahrheit, sie muh den Willen, alles für Deutschland zu opfern, in sich haben. Für sie muß das Nationale etwas Selbstverständliches fein, um das man kein großes Geschrei macht. „Vaterlandsliebe gehört in das Herz und nicht in den M u n d."
Politik und Schule.
Etwas vom Nationalsozialistischen Schülerbünd.
Wir erinnern uns, daß mir in der Weihnachtszeit einen anonymen Brief eines Fuldaer höheren Schülers erhielten, der sich als Vertreter der Fuldaer „Hitlerjugend" und des „Nationalsozialistischen Schülerbundes" aufspielte. Nun glauben wir zwar nicht, daß diese Einrichtung in Fulda tatsächlich besteht bezw. einen erwähnenswerten Mitgliederbestand besitzt. Immerhin darf aber einmal an einem Beispiel gezeigt werden, wie „wertvoll" die Erziehungsarbeit ist, die dieser sogenannte „Schülerbund" an den Schülern der höheren Lehranstalten leistet. Hoffentlich werden dann einige Leute erkennen, welche große Hoffnungen man auf eine „nationale" Jugend setzen darf, die sich die nationalsozialistischen Führer zum Vorbild genommen hat!
In Thüringen ist bekanntlich dem Muster des nationalsozialistischen Ministers, Herrn Dr. Frick, der Stuhl vor die Türe gestellt worden, weil sich die Nationalsozialisten so benahmen, daß es selbst der Deutschen Volkspartei zu viel wurde und sie den Ausschlag bei dessen Sturz gab. Nun hat der Fraktionsführer der Deutschen Volkspartei im Thüringischen Landtag, Dr. Witzmann, das Pech, Oberstudiendirektor in Gotha zu sein. Das hat den „Schülerbund" auf den Damm gerufen, der sich nun in den heftigsten Angriffen gegen die bürgerlichen Parteien und besonders gegen Dr. Witzmann gefällt. Man braucht diese Tatsache nun ja an und für sich nicht allzu tragisch zu nehmen, weil die Schüler sich in der Regel gern an ihren Lehrern reiben — das ist so Lausbubenart — aber das Scheußliche ist die Tonart der Aufrufe des „Schülerbundes". Man ist erschreckt, wenn man — ganz abgesehen von der Ueberheblichkeit, die höhere Schüler leicht haben — beim Durchlesen der Aufrufe und Zeitungsartikel dieser „nationalistischen" Jugend erkennt, wie sehr sie schon der geistlosen Schlagwortpolitik ihrer nationalsozialistischen Führer erlegen ist. Wenn wir seither immer noch geglaubt und gehofft haben, daß in der nationalsozialistischen Jugend ein gesunder Kern steckt, der sich einmal von der sturen Politik der „Parteibonzen" frei machen und sich mit den anderen Bewegungen in der deutschen Jugend in dem Entschluß finden wird, ein neues Deutschland aufzubauen, bann sehen wir uns leider getauscht. Die Jugend der höheren Schulen, die sich der nationalsozialistischen Partei verschrieben hat, ist seelischkrank, sie hat nicht die geistige Kraft, den Kern einer Erneuerungsbewegung zu bilden, wie sie vorgibt.
Man lese nur einige Sätze des Aufrufes des Thüringer Schülerbundes: „Durch Verrat wurde unser Parteigenosse (!) Dr. Frick gestürzt." Weiter heißt es: „Das nationale Thüringen ballt in diesen Tagen die Fäuste. In diesen Tagen verstärkt sich die Front des erwachenden Deutschland im Abwehrwillen gegen die Volksverräter. In der vordersten Front dieses Kampfes
lichen Gewerkschaften Platz fein kann. Gerade weil die christlichen Gewerkschaften aufs heftigste bekämpft werden, müssen wir christliche Arbeiter uns ganz und mutig einsetzen, um unserer auf christlichen Grundsätzen stehenden Organisation zum Siege zu verhelfen. Wir müssen alles daran setzen, unser Tun in Einklang mit unserer christlichen Welt- und Lebensauffassung zu bringen. Christlich im Wort und christlich in
steht auch die deutsche Jugend. Sie erinnert sich in diesen Tagen eindringlichst der Tatsache, daß es ein Mann der „Deutschen" Volkspartei war, der es ganz in der Ordnung sand, daß die deutsche Jugend auf 60 Jahre der Ausbeutung durch das internationale Großkapital ausgeliefert wurde . . . (Gemeint ist ©trefemann. D. Schrift!.) Die nationalistische Jugend hat mit diesen Geldsackpatrioten nie etwas gemein gehabt."
Als sich die Deutsche Volkspartei auf diese Anpöpe- leien an die Thüringische Regierung wandte mit der Bitte, den Schülerbund zur Rechenschaft zu ziehen, antwortete der Gauführer des Schülerbundes, namens Heyne, mit folgender Drohung: „Die Deutsche Schülerschaft Thüringens, die wir in unseren Reihen vereinigt haben, wird sich durch die Verbotsdrohungen des Herrn Landtagsabgeordneten Witzmann nicht einschüchtern lassen, sondern nun erst recht mit verstärkter Kraft für bas weiterkämpfen, für das unser Dr. Frick gekämpft hat. Da aber jetzt nach dem Abgang Dr. Fricks einige gesinnungstüchtige Pauker versuchen, unsere Kameraden zu schikanieren, so werden wir durch die Herausgabe eines „Thüringer Schu 1 beobachters", in dem wir alle diese Herren unter die Lupe nehmen werden, antworten. Wir werden jeden in Ruhe lassen, der uns in unf-.rr- und Ans - -•-■■beit in F :i läßt. Wer aber meint, sich mit uns messen zu müssen und uns in unserer Arbeit für Volk und Vaterland stört, dem sagen wir rücksichtslos den Kampf an."
Wenn Schüler so schreiben, muß man sagen, das ist eine unerhörte Frechheit.- Als in der Revolutionszeit vor jetzt bereits 13 Jahren in den unter „marxisti-
vuiiycn juuyie, unu ,u meuec.
eÜta nf toi? ein besonderer Grund vorliegen. Man : <etn »eie Safjre im Urwald leben und jagen, ohne Gesicht zu bekommen, obwohl man leben Tag seine Spuren sieht. Es passiert aber Cr b"; höchst feiten daß ein Jäger den Ja-
?eutc überrascht. In diesem Falle ent-
S6o ,f"st 'omer zum Sprunge.
& mir tptM, ,3um. Beispiel junge unerfahrene Jäger, M »J * ttetmutig erzählten, daß sie bei einem sol- bu-l mentreffen durch den unerwarteten Anblick ®ebrün des Tieres — das Gebrüll des m stylen Urwald ist fürchterlich — so er»
I Assen v1 ,?ach immer schwierig, bei solchen Vorkomm- tgnn ,..‘e iflfmhe des Angriffs zu erfahren. Der Mensch Lttiin , m Beispiel in die Nähe einer Jaguarmutter ge- ein. die ihre Jungen säugte, und so weiter.
Ak Jumpet, Flieget und Jaget in M-Ametlka.
8] Bon Bernhard Schroeder-Wiborg.
Den Lieblingsfraß des Jaguars bilden Krokodile, , a"d Wasserschweine. Wo er noch in der Nähe ichucher Siedlungen zu Hause ist, wird er, wenn ihn I *h.i-!*n9er plagt, ein gefährlicher Räuber. Ein- und ^^uahrige Rinder schlägt er mit Leichtigkeit. Selbst Pferd -[Ien Hm zum Opfer, auch das kleine Kreolen- 'st wenn es nachts angepflockt war — nicht
i oon ihm zerrissen worden.
| jhj em Menschen weicht er in den allermeifteij Fällen I jjjp' er irgend kann. Trotz meines mehrjährigen
Süb' -tes 'm tropischen und subtropischen Innern
s^^menkas sind mir nur ganz vereinzelte Fälle be- her <m° einwandfrei nachgewiesen werden konnte, daß end einen Menschen aus dem Hinterhalt angriff s lotete. •
Vergiß den Elisabeth-Film nicht im m« m
gm Mittwoch, den 29. und Donnerstag, den 30. April 1931, je 3, 530 u. 8 Uhr. Kartenvorverkauf Oskar Schleicher, Marktstr. 7
häufigen hirschroten, der merkwürdigerweise, besonders an der Bauchseite, schwach gezeichnete Augenflecken wie der Jaguar aufweist. Noch seltener als der schwarze Jaguar ist der Silberlöwe mit den dunklen Streifen ont Kopf.
Ich hatte Gelegenheit, in Südamerika dreizehn Wildkatzenarten — ohne die Variationen — kennenzulernen, doch würde die Einzelbeschreibung hier zu weit führen, und ich will jetzt etwas über Schlangen plaudern.
*
Die größte Riesenschlange Südamerikas, die Anakonda Sucury genannt, wird bis neun Meter lang und erstaunlich dick, ist aber nicht so gefährlich, wie sie immer hingestellt wird. Beinahe stets, wenn ihr di« Flucht vor dem Menschen möglich ist, entflieht sie.
Ich will hier kurz ein bezeichnendes Zusammentreffen mit der Anakonda anführen, wie ich es ähnlich häufiger erlebt habe. Eine Schar Grashühner mit dem Winchester verfolgend, konnte ich absolut nicht zum Schuß kommen. Oft nur wenige Meter von den auf den Zweigen sitzenden und Warnungsruse ausftoßenden Vögeln entfernt, konnte ich sie, trotz aller Anstrengung, im geschlossenen Laubbache nicht entdecken. Ein Fehltritt — ein brechender Zweig —, und sie waren fort.
Doch sie flogen nicht weit! Wieder hörte ich sie rufen! Von neuem schlich ich mich heran, aber wieder hatte ich Pech, ein Knacken unter meiner Fußsohle, und weg waren sie. Gleich darauf hörte ich sie am Rande eines Sumpfes gackern. Mit unendlicher Geduld kam ich ihnen diesmal sehr nahe, so nahe, daß sie nicht mehr riefen.
Es war eine eigenartige Ruhe um mich herum.
Meine Augen suchten und suchten. Da — jetzt hatte
ich den Hals eines Tieres frei! Langsam, ganz langsam
hob ich den Winchester. Plötzlich — ein wildes, hef
tiges Schlagen, ein Brechen neben mir, Zweige knackten
— eine Wassersäule stieg empor.
(Fortsetzung folgt)
schrocken waren, daß sie die Büchse fortwarfen und in einen Baum kletterten. Hier warteten sie, bis der Ergrimmte seinen Raub verzehrt hatte und abzog.
Verfehlt der Jaguar seine Beute im ersten gewal- tigenSprunge, so läßt er bas flüchtige Tier ruhig fahren. Für die Verfolgung ist sein gedrungener, zuweilen saft plumper Körperbau nicht geeignet . Er geht ohne Scheu ins Wasser und durchquert reißende Ströme.
. Der Brasilianer im Staate Matto-Grosso jagt diese Großkatze mit Hunden. Er zieht, mit seinem vertrauten Winchester beroaffnert, bas lange Buschmesser an der Seite und von einem alten erfahrenen Indianer und den Hunden begleitet, in ben Walb.
Der Indianer führt als Waffe, mit der er schon manchen Jaguar aufgespießt hat und die er auch mit keiner modernen Jagdwaffe eintauscht, die Zagaya. Diese ist eine zweieinhalb Meter lange Stoßlanze, deren Stoßmesser am unteren Ende mit einem Ouerstück versehen ist.
Trifft einmal der Schütze schlecht, sei es vor Aufregung, sei es, daß der Jaguar sich zur Flucht wandte ober daß die Hunde einen sicheren Schuß nicht möglich machten, so steht der Indianer wie aus Stein gehauen und läßt das angeschossene Tier in die Lanze springen.
Es gibt auch Jäger, die allein mit den Hunden den Jaguar jagen, doch bas sind Ausnahmen.
’ Nun ist schon mancher Jäger mit sechs bis acht Hunden in den Wald gezogen und hat sich nachher allein gefunden. Die Hunde hatten den Jaguar gewittert und waren lautlos mit gesträubtem Haar und eingeklemmtem Schwanz in das Lager zurückgeeilt.
Da hat man jedoch einen Catchoro maeftre — Mei
sterhand. Er folgt feinem Herrn auf dem Fuße oder
geht kurz vor ihm her. Mag die Meute toben und einen Hirsch oder ein anderes Tier verfolgen, er bleibt
bei feinem Herrn. Dann kann es vorkommen, daß ein
Meutehund an dem Herrn vorbei- und zurückläuft, ein
anderer folgt, alle verschwinden. Der Jäger geht ruhig
weiter. Aber der Meisterhund ist plötzlich wie elektrisiert vorgesprungen — schon erschallt fein Hetzlaut vorn im Dickicht — er liegt auf der frischen Fährte des Jaguars. Heftiger ertönt bas schnell sich entfernenbe heisere Bellen. Da kommt auch bie flüchtige Meute, durch die Stimme des Leithundes ermutigt, zurück. Jetzt liegen die ganzen Hunde, laut Hals gebend, auf der Spur des fliehenden Jaguars. In der Spitze der erfahrene Meister- Hund.
Am bequemsten fft nun der Abschuß, wenn es den Hunden gelingt, den Jaguar auf eine Waldblöße ober gar auf den Kamp zu treiben und zu stellen. Gern erklettert die verfolgte Großkatze auch einen schrägen Baurn. Hier ist der Abschuß für einen ruhigen Jäger spielend leicht.
Oftmals jeboch flieht der Jaguar, bis sich der Jäger burch ben verschlungenen Urwald herangearbeitet hat. So kann er auch ben ganzen Tag genarrt werden, ohne zum Schuß zu kommen.
Der deutsche Schäferhund fft vielfach sehr scharf auf den Jaguar, ja, zu scharf, denn nicht selten setzt er ihm blindlings nach, daß ein einziger Prankenhieb des Raubtieres ihm das Leben nimmt. Dagegen hat man durch Kreuzung von Meute- und deuffchen Schäferhunden ausgezeichnete Meisterhunde erhalten.
Der schwarze Jaguar ist sehr selten, wenn man auch immer wieder hört, er soll hier und dort recht häufig vorkommen. Es ist nicht wahr. Interessant ist bas schwarze Fell, auf dem auch die rundlichen Augen- slecken markiert sind, die das bunte Gemälde des gemeinen Jaguars ahnen lassen.
Der 6 ilberlöro e ist ebenfalls, wie der bunte
Jaguar — je nach der Gegend —, verschieden gebaut
und gefärbt. Es gibt einen schlanken, hochbeinigen Typ
mit schmalem Kopf und einen, der mehr dem gedrun
genen, starken Bau des Jaguars ähnelt. Der Farbe nach möchte ich drei Hauptarten hervorheben, den einfar
big hellgrauen, den rotbraunen und den in Matto-Grosso
trägst, die christliche Weltordnung auf Er den zu verwirklichen.
Du fragst, wie kann ich
bas? Du allein wirst freilich die Weltorbnung nicht ändern, ober du kannst deinen Teil dazu beitragen, indem du dich mit andern verbindest, die die gleichen Ziele verfolgen, du findest diese Menschen in den christlichen Gewerkschaften. Dich ihnen anzuschließen, ist deine Pflicht.
Wir christlichen Jungarbeiter dürfen uns nicht in die Abwehrstellung drängen lassen, sondern zum Angriff übergehen in dem Kampf, den wir um den Sieg unserer christlichen Gewerffchaftsidee zu führen haben. Wir junge christliche Arbeiter müssen unsere christlichen Grundsätze auch im harten Kampf ums Dasein hoch halten und dürfen nicht Kräfte unterstützen, die dem Chri-
zu verlieren. Denn ihre Umgebung besteht nur aus griechisch-orthodoxen Ruthenen ober aus Juden. Zu
ihnen ist jetzt aus Eger in Nordböhmen der Oblaten pater Karl Becker gegangen und hat sich von der seelischen Not dieser Stammesbrüder überzeugt; in den „Monatsblättern der Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria" (Heft 4 und 5) gibt er einen erschütternden Bericht über die Lage der von ihm aufgesuchten Gemeinden, aus denen immer wieder der Ruf ertönt: „Wir gehen unter im Irr- und Unglauben, wenn ihr uns keine deutschen Priester schickt". Wörtlich schreibt bann Pater Becker weiter: „Freilich haben wir Oblatenpatres, an die die Bitten um Missionare immer häufiger und dringender tarnen, im Hinblick auf unsere vielen Arbeiten unter den sudetendeutschen Katholiken lange gezögert, sind wir doch leider nur zu gering an Zahl. Als aber wieder einmal folc- ein flehender Hilferuf kam, stellten wir uns die Frage: Was würde in diesem Falle unser seliger Stifter tun? Der würde, so lautet di- Antwort, das scheinbar Unmögliche möglich machen und hineilen!"
An einer anderen Stelle schreibt der wackere deutsche Ordensmann, er habe beim Besuch der einzelnen deutschen Dörfer immer nur den einen Wunsch und das eine Gebet gehabt: „Herr, sende uns Helfer!" Möge uns dieser Hilferuf von Pater Karl Becker ein neuer Anlaß sein, ben Missionsgei st auch für bie katholischen Auslanbsbeutschen zu wecken. Denn ben aus- lanbbeutschen Katholiken in ihrer Seelennot Hilfe zu bringen, heißt auch Missionsarbeit leisten. Darum unterstütze jeber neben der Heidenmission und der Diasporafürsorge auch bas Hilfswerk, bas ber brüten großen Not, der auslanddeutschen Not, gewidmet ist und im Reichsoerbande für bie katholischen Aus- lanbbeutfdjen in Berlin SW 11, Stresemannstr. 17 I, seinen organisatorischen Ausdruck gefunden hat. Seine Verbandszeitschrist „Die Getreuen" (Jahresbezug nur RM. 3,—) berichtet aus berufener Feder über bie jeweilige Sage unb bie wichtigsten Geschehnisse bei unseren katholischen Auslanddeutschen.
Auf zum Iugendtag
der Jungfrauen des Bezirkes Hünfeld
in Marbach!
Sonntag, ben 3. Mai, treffen sich bie Jungfrauen bes Bezirkes Hünfelb in Marbach. Um 2 Uhr ist feierliche Maiandacht mit Predigt des Herrn Diözesanpräses Pfarrer Wehner, Kassel. Zur Marienfeier im Saale sprechen 2 Kongreganistinnen über die Aufgaben der Zentrale und des Diözesanverbandes in heutiger Zeit und über den erzieherischen Wert der Marianischen Kongregation für die katholische Mädchenwelt. Es ergeht an alle Jungfrauenvereine des Dekanates Hünfeld die freundliche Einladung, zahlreich zu dem Bezirkstreffen nach Marbach zu kommen. Nach ber Feierstunde mit Lied, Spiel, Reigen und Choren ist noch Zeit zu stärkender Erfrischung. Der Jungfrauenverein Marbach wird bie Gäste liebevoll aufnehmen. Es labet ein
Der Bezirkspräses: K. Trageser, Pfarrer.
DU sollst Nicht immer Nagen
Du sollst nicht immer klagen, Wenn ein Schatten dich umdroht.
Es muß auch wieder tagen Und erglühn ein Morgenrot.
Nur vorwärts mußt du schreiten, Freudig in die Welt hinein.
Und alle Dunkelheiten
Werden bald bezwungen fein.
Franz Cingia.