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dem Gebiete der Freien Stadt für den Fall unge­nügenden Schutzes von Leben und Gut der polni­schen Bürger in Danzig durch die Danziger Plllizei gefordert. ____________

• Gesandter von wuttus ist zur Dienstleistung in das Auswärtige Amt berufen wor­den.

* Konsul Fanget überstürzt abgereifi. Der fran­zösische Konsul in Königsberg, Pierre Fan­get, der an dem Zwischenfall bei der Artillerie- kaserne beteiligt war, ist überstürzt von Königs­berg abgereist, da er zur sofortigen Berichterstat­tung nach Paris berufen worben ist.

• Herzog Albrecht zu Schleswig-Holstein gestor- ben. Herzog Albrecht zu Schleswig-Holstem ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren in Berlin gestorben. Herzog Albrecht war Besitzer des Primkenauer Fideikommisses.

* Beschlüsse des belgischen Obersten Kriegsrates. Aus Brüssel schreibt „Soir" zu den kürzlich unter dem Vorsitz des Königs abgehaltenen Sitzungen des Obersten Kriegsrates: Wir sind in der Lage mitzuteilen, daß der Oberste Kriegsrat den Be­schlüssen des Befestigungsausschusses beigetreten ist, sich also für das vervollständigte und erwei­terte System des Generals Galet ausgesprochen hat. Die erste Verteidigungslinie wird in ziem­lich weiter Entfernung östlich des Brückenkopfes Lüttich angelegt werden. Die Verteidigung der Provinz Luxemburg wird unter Berücksichtigung der ausgezeichneten Geländeverhältnisse ausgebaut werden. Offiziere des Generalstabes sollen letzt­hin Erckundimgen vorgenommen und festgestellt haben, wo die Streitkräfte eines eindringenden Feindes aufgehalten werden könnten.

Misnms und katholische Akkion.

Ein Schreiben des Papstes an den Erzbischof von Mailand. । ,

Aus Rom wird gemeldet: 1 V!"7-

Die Rede, die der Generalsekretär der Faszisti- schen Partei Giuriati am Sonntag vor acht Tagen ttt Mailand vor den faszistischen Juaendverbänoen hielt, und in der er auch zur katholischen Jugend­erziehung Stellung nahm, hat den Papst zu einem Schreiben an den Erzbischof von Mailand veran­laßt. Der Papst greift damit ein zweites Mal in die Polemik zwischen Faszismus und katholische Aktion ein. Er unterstreicht die besondere und eigentliche Zuständigkeit und Autorität der Kirche in denFragen derJugend- erziehung. Das faszistische Regime habe nicht nur die Pflicht, dieses der Kirche von Gott über­tragene Amt zu achten, sondern auch dessen Aus­übung zu begünstigen. Unter Zitierung einer weite­ren Stelle aus der Rede Giuriatis erklärt Pius XI. „Mit Entschiedenheit verwerfen Wir und tadeln Wir als für beide hohen vertragschließenden Par­teien beleidigend die Schlußfolgerungen, die einige in Italien und außerhalb Italiens irrtümlicher­weise machen zu können glaubten, daß nämlich der faszistische > Staat dem Hl. Stuhl eine Falle gestellt habe." Das päpstliche Schreiben untersucht dann die angeblichen Schwierigkeiten, die durch die Tätigkeit der Katholischen Aktion entstehen könn­ten und erklärt, daß der faszistische Anspruch auf „eine Totalität des Regimes und des Staates", die auch das überirdische Leben umfassen wollte, ein offenkundiges Absurdum sei, und es eine regelrechte Ungeheuerlichkeit wäre, wenn er in die' Praxis umgesetzt werden sollte.

Im zweiten Teile des Schreibens an den Kar­dinal von Mailand tritt Pius XI. für ein allen Teilen förderliches Nebeneinanderarbei­ten der faszistischen Korporationen und der Katholischen Aktion ein, die, wie er sagt, nicht Politik treiben darf. Das päpstliche Schrei­ben kommt zu dem Schluß, daß korporative Tätig­keit und Katholische Aktion sich notwendigerweise begegnen müssen. Bei dem aufrichtigen guten Willen auf beiden Seiten könne ihr Zu­sammentreffen sich nur in dem Sinne auswirken, daß sie sich zum größeren Wohlergehen koordinie­ren. Was die Kirche mit der Katholischen Aktion wolle, sei niemals so offenkundig gewesen als heute. Der Papst hofft, mit diesem Schreiben Miß­trauen und Verdächtigungen zu zerstreuen, die nicht mehr zu rechtfertigen wären und sicherlich der Annäherung und Zusammenarbeit, die nützlich wären, zum Schaden gereichen würde.

Australiens Finanzpolitik.

wtb. Canberg, 28. April. (Eig. Meld.) In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses bemühte sich Ministerpräsident Scullin um die Annahme des Gesetzentwurfes, durch den das Statut der Bank des australischen Bundes dahin ergänzt wird, daß diese nunmehr ihre Goldreserven der Regierung zur Verfügung wird stellen müssen, um es Australien zu ermöglichen, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Scullin wies auf die Meinung der Sachverständigen hin, die es für ausgeschlossen erklärten, daß die am 30. Ium in London fälligen 5 Mill. Schatz sch eine prolongiert oder bezahlt werden könnten,wenn nicht, wie es der Gesetzentwurf vorsieht, die Gold­reserven nach London gesandt würden.

Me entsteh! eine Anodenbalkerie?

Obgleich die Entwicklung und der Bau von Vollnetz­geräten, von Netzempfängern, immer weitere Fortschritte macht, gibt es doch noch viele Funkliebhaber, die aus verschiedenen Gründen beim Betrieb mit Akkumulatoren und, zumal für die Anode, mit Batterien bleiben. Heute wird die Herstellung von Anodenbatterien einheitlicher Leistung und Abmessung in Fließfertigung betrieben. Der Kern der einzelnen Elementzelle ist die Puppe. Diese besteht aus dem positiven Kohlenstab, der mit einem De­polarisator umgeben wird. Durch den elektrischen Strom wird in der Lösung Wasserstoff ausgeschieden, der sich alsbald an den positiven Pol anlagert und den Strom schwächt, bezw. unterbricht. Diese Wirkung kann man an jedem einfachen galvanischen Element beobachten, wenn man z. B. längere Zeit auf die elektrische Klingel drückt. Durch Umhüllung des positiven Pols mit einer Masse aus Braunstein und Graphit verhindert oder ver­ringert man jedoch diese Polarisierung. Den oberen Teil der Puppe mit dem Kohlenstift überzieht man mit Paraffin, um das Eindringen von Feuchtigkeit vom Elektrolyt her zu verhindern, damit die aufgesetzte Mes- singkappe mit ihren blanken Lötstellen nicht oxydiert. Die fertige Puppe setzt man dann in die Mitte eines kleinen Zinkbechers, der als Minuspol dient. Zwischen die beiden Pole bringt man den meist unter Verwendung von Salmiak hergestellten Elektrolyt. Nach Fertigstel­lung werden dann die Elemente einzeln geprüft, in Pappkästen zu Gruppen zusammengesetzt, mit den wei­teren Verbindungs-Armaturen versehen und mit der Vergußmasse vergossen.

Aufrichtig. „Mama, ist es schwer, ein Geheimnis für fH; zu behalten?" — .Ich weiß es nicht, mein Kind — ich habe es noch nie versucht." („Pages Gaies".)

Letzte Nachrichten der,Fuldaer Zeitung'.

Der Stapellauf des Panzerschiffes „A“.

wtb. Berlin, 28. April. (Eig. Meld.) Das Panzerschiff „A", das am 19. Mai in Kiel vom Stapel läuft, wird, wie vom Reichswehrministerium mitgeteilt wird, vom Reichspräsidenten ge­tauft werden. Für den Besuch des Reichspräsiden­ten in Kiel ist ein Programm aufgestellt worden, wonach am 19. Mai der Reichspräsident auf dem Bahnhof in Kiel eintrifft. Beim Einlaufen des Zuges wird die Standarte des Reichspräsidenten auf "dem Kreuzer „Königsberg" gesetzt, der vor der Scharnhorstbrücke liegt. Sobald die Stan­darte des Reichspräsidenten gesetzt ist, feuern alle Schiffe den Salut von 21 Schuß, an dem sich die Salutbatterie in Friedrichsort beteiligt. Um 12 Uhr findet der Stapellauf statt. Rach Beendi­gung des Stapellaufes nimmt der Reichspräsident einen Imbiß auf den Deutschen Werken ein und fährt abschließend auf dem Kreuzer „Königsberg" um 19,30 Uhr aus. In Begleitung des Reichs­präsidenten befinden sich an Bord des Kreuzers der Reichswehrminister, der Chef der Marine­leitung und der Flottenchef. Später wohnt der Reichspräsident Schießübungen des, Kreuzers „Köln" ber. Im Anschluß hieran finden bis gegen 22,30 Uhr Torpedobootangriffe der 2. Torpedo- bootflotille auf die Kreuzer „Königsberg" und „Köln" statt. Danach trifft der Kreuzer wieder in Kiel ein. Es folgen am nächsten Tag Uebungen.

Sre werden abgeschlossen mit einer Parade sämt­licher Seestreitkräfte vor dem Reichspräsidenten.

Dr. Goebbels in Moabit. ",'r!

ERB. Berlin, 28. April. (Eig. Meld.) Der Reichs- tagsabgeordnet Dr. Goebbels, der, wie bereits be­richtet, gestern in München festgenommen wurde, ist heute früh in das Moabiter Untersu­chungsgefängnis eingeliefert worden. Es handelt sich bei dieser Festnahme nicht um einen Haftbefehl, sondern um eine Z w a nsv a r f ü h- r u n g, zu der der Reichstag seine Genehmigung erteilt hatte. Die Verhandlung wird voraussichtlich schon heute beginnen.

Einladvngen Oesterreichs und der Tschechoslowakei zur Genfer Rakslagung.

wtb. Genf. 28. April (Eig. Meld.) Vom Völker- bundssetretariat wird jetzt offiziell bestätigt, daß Ende der vergangenen Woche, wie von uns kurz vorher angekündigt, Einladungen an die österreichi­sche und tschechoslowakische Regierung ergangen sind, in denen die beiden Regierungen darauf auf­merksam gemacht werden, daß das deutsch-öster­reichische Protokoll über die Zollangleichung auf der Tagesordnung der Ratstagung im Mai steht und daß aus diesem Grunde ihre Anwesenheit in Genf erwünscht sei, damit Vertreter der beiden Regierungen auf Beschluß des Rates an den Ver­handlungen über den betreffenden Punkt der Ta­gesordnung teilnehmen könnten. Dieselbe Einla­dung ist auch an die b e l g i s ch e Regierung gerich­tet worden, weil Belgien nachträglich dem Anleihe­protokoll vom Jahre 1922, das bei den Erörterun­gen im Rat eine Rolle spielen wird, beigetreten ist.

Schweres Explofionsunglükk in Magdeburg

8 Todesopfer, 2

wtb. Magdeburg, 28. April. (Eig. Meldg.). Heute morgen ereignete sich aus noch nicht geklär­ter Ursache bei der Sacharinfabrik Fahl- berg, L i st u. Co. in Magdeburg-Ost eine schwere Explosion, die ein Großfeuer zur Folge hatte. Die Explosion erfolgte in der Abteilung für Her­stellung von Giftpatronen für die Bertil, gung von Feldmäusen. Die Zahl der lotenbeträgt 8, und zwar handelt es sich um einen Arbeiter und 7 Arbeiterinnen. Schwerver­letzt wurden 2, leichter 3 Personen. Unter den Leichtverletzten befindet sich auch der Meister der Abteilung.

Im ersten Augenblick der Katastrophe befürch­tete man eine größere Ausdehnung. Schreckens­szenen spielten sich an der Unglücksstelle ab. Die Gefahr eines Weitergreifens des entstandenen Feuers scheint indessen beseitigt zu sein. Die Feuerwehr ist mit Aufräumungsarbeiten beschäf­tigt. Die Ursache der Explosion ist noch nicht ge­klärt. Nach den bisherigen Ermittlungen glaubt "man, daß sich die Ursache überhaupt nicht mehr feststellen läßt.

Eine furchtbare Ziffer.

Durchschnittlich 44 Selbstmorde in Deutschland.

Wie die Frkf. Ztg. mitteilt, wurden nach einer Zusammenstellung des Statistischen Reichsamtes im Jahre 1928 16 036 Selb st mörder im Deutschen Reich gezählt: dem entspricht ein Tagesdurchschnitt von rund 44 Selbstmorden. Eine furchtbare Ziffer. Unter den Selbstmördern be­fanden sich 12 239 männliche.und 4797 weibliche Personen. Eine Vergleichsmöglichkeit bieten die Ziffern der verschiedenen Länder. Es entfielen auf 100 000 Einwohner in Großbritannien 12, in Frankreich 16, in USA 13 und Deutschland 39 Selbstmorde.

* Bugzusammenstotz auf der Pariser Unter­grundbahn. Montag abend gegen 20 Uhr ist ein Untergrundbahnzug in Paris auf einen in der Station Bastille haltenden anderen Zug aufgefahren. Zwei Personen wurden schwer und 23 Leicht verletzt.

Gefährliches Alkmekall.

300 Granakzünder auf eniem Schukkabladeplah.

Ein Rohproduktenhändler in Andernach kaufte vor längerer Zeit 20 Zentner Altmetall und lagerte es vorläufig in feinem Lager mitten in der Stadt. Später verlud er per Bahn das Material, jedoch kam der Waggon wieder zurück, weil die Annahme verweigert wurde mit dem Bemerken, das über­sandte Altmetall könne wegen seiner Ge­fährlichkeit nicht verwandt werden. Der Händler fuhr sodann das Atlmetall auf die Stadt. Müll- und Schuttabladestelle. Kaum hatten die Kinder das Metall gesehen, als auch bald mit Ham-

Schwerverletzte.

tner und Meißel daran gearbeitet wurde. Plötzlich erfolgte an einem Stück Metall eine Explosion, ein Stück Eisen flog einem Kind in ein Auge und verletzte es. Bei näherer Untersuchung stellte man fest, daß das abgeladene Metall aus 300 Granat- zü»dern deutscher Herkunft bestand. Das gefähr- lilW „Altmetall" wurde darauf an einer besonders tiefen Stelle des Rheines versenkt.

• Me Alkersdekanin der europäischen Souveräne. Nach dem 21btreten König Alfons XIII. von Spanien ist die Königin Wilhelmina der Niederlande Altersdekanin der europäischen Souveräne geworden. Königin Wil­helmina folgte ihrem Vater ' im Jahre 1890 aus den Thron, als sie zehn Jahre alt war. Alfons XIII. war damals vier Jahre alt; doch er war König vom Tage fei­ner Geburt an. Der Königin der Niederlande folgen: König Viktor Emanuel von Italien (1900), König Haa­kon von Norwegen (1903), König Gustav von Schwe­den (1907), König Albert von Belgien (1909), König Georg von England (1910).

Dreister Lohngeldraub.

Am Samstag verübten zwei Burschen auf dem Ge­länder der Dillinger Hütte.(Saargebiet) einen dreisten Lohngeldraub. Sie überfielen zwei Meister, die sich mit einer Kassette mit 6 0 00 0 Franken Lohn­geldern auf dem Wege zum Büro befanden. Ein Mei- 8er erhielt, dabei einen Schuß in die rechte Brustseite, nter Mitnahme der Kassette flohen die beiden Räuber sodann in den nahen Wald. Ein Polizeibeamter nahm sofort die Verfolgung auf und es gelang ihm, den einen Räuber durch einen Bein- und Kopfschuß so schwer zu verletzen, daß er die Flucht aufgeben mußte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der zweite Täter, ein 24- jähriger Italiener, konnte unter Mitnahme des Geldes entkommen.

Eine schwere Bluttat

In dem Dorfe Groß-Strengeln, Kreis Singer» bürg, erschoß der Besitzer Schulzig nach heftigen Aus­einandersetzungen die Ehefrau des Hofbesitzers Wiecht und verletzte ihren Ehemann lebensgefährlich. Dann be­gab sich Schulzig vom Hofe des Wiecht auf das Feld und erschoß bo* den Bruder des Wiecht. Der Mörder ergriff darauf mit feinem Fahrrade die Flucht in Richtung Angerburg. Durch die Schüsse waren jedoch die Pferde des Besitzers Wiecht scheu geworden und gingen durch, rasten hinter dem Mörder ber und rissen ihn beim Ueberholen mit seinem Fahrrade zu Boden. Schulzig wurde von den Pferden mit geschleift und erlitt eine tiefe Wunde am Hinterkopf, konnte später aber seine Fahrt fortsetzen und wollte sich im Singerburger Kran­kenhaus verbinden lassen. Da nun inzwischen In Singer» bürg die telefonische Meldung von ber Mordtat einge­troffen war, konnte die Polizei den Täter sofort ver­haften. Schulzig gab bei seiner ersten Bernehmung an, wegen eines Prozesses sei es zu einem Wort­wechsel zwischen ihm und dem Besitzerehevaar gekommen, bei dem er bann schließlich barauf losgeschossen habe.

Lustmord an einem Kinde.

Die sechsjährige Tochter des Gastwirtes Buck In He­sedorf bei Bremervörde, die seit Sonntag früh vermißt wurde, fand man Montag morgen auf dem vä­terlichen Grundstück hinter der Scheune mit durchschnit­tener Kehle. Eine Schleifspur läßt erkennen, baß bie Leiche in ber Nacht zum Montag vom Tatort zur Fund­stelle geschafft worden fein muß'. Als Täter wurde im Laufe der Nacht zum Dienstag der 17jährige

Wolkenkratzer-Neubau des D.H.V. in Hamburg

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Der 12stöckige Riesenbau des Deukschnakionalen Handlungsgehilfenverbandes in Hamburg wird dieser Tage in Betrieb genommen. Das neue Gebäude vereint die eindrucksvolle Wucht seines Gesamtbaues mit gut baulicher Gliederung im Einzelnen.

Knecht August K u e tf aus Langenhausen, der i u ren bei Buck angestellt war, verhaftet. v? Kreuzverhör gestand Kueck schließlich bie Tat in $ Umfange ein. In ber Schlafstelle Kuecks nn.rh«° eine Haarschleife unb ein Schuh bes ermordete» - gefunden. " ”

* Lin Geisteskranker schießt auf einen Bfarrer blutiges Attentat In ber Kirche wurde, wie Curw>^ berichtet, in ber Gemeinde Podgore bei Ketin Während ber Pfarrer bie Messe las,, feuerte ein o ■ schwacher Bursche mehrere Revolverschüsse auf ben «2? lichen ab. Dieser erlitt einen schweren BauchsckmsÜT würbe ins Spital von Cetinje transportiert. Man an, daß ber Bursche zu seiner Tat durch ben StberalmT?’’* bewogen worden fei, daß Geisteskrankheiten burA bes Blut geheilt werden könnten.

Orje auf dem Heimweg.

(Eine lustige Kurzgeschichte.

Einiges hat Drje mittags getrauten; oberes trifft « feinen Freund Emil in ber Destille von Camillo 0«”* Als er nach Hause geht, erlebt er dieses: .

Sie sitzen zusammen in ber Straßenbahn, Drje » fein Freund Emil.

Drje sagt: „Wieviel Uhr hast du?

Emil kramt in ben Hosentaschen, zieht ewe Str Holzschachtel heraus, starrt sie an unb verkündet. - ist Mittwoch!" —

Orje fragt: „Dieser Woche?"

Emil: „Ja!"

Drje: „Dann muß ich jetzt aussteigen!

Drje steigt aus, nimmt Richtung HauserwaM tastet sich entlang, kommt plötzlich "" ^ine Straß^ kann sich nicht weitertasten und ruft: „J)err meefter, hier fehlt en Haus' rech'

Nachdem der Wachtmeister Kul'cke ihnauf* ten Weg gewissen hat, befällt Drje das Bedürfnis , die andere Straßenseite zu kommen. ,, ,eij,cnf

Dreimal setzt er an, endlich schießt ertofc 'M hurten Schädel einem wohlbeleibten Mann ^Är schreit ihn an: „Können Sie S

Unser Drje sagt: ,Jch dacht, Sie waren zw da wollt ich mitten durch." — . fteM eW£

Er kommt auf bie andere Seite. Dort 1 . ( Dame unb bittet ihn ängstlich, sie über d bie andere Seite zu bringen. ... schon

Drje erklärt: „Hören Sie mal, das m I» '@ie ' andere Seite, ich bin ja eben rübergewechstN- also richtig, Fräulein. Wat wollen Sie $

Drje steuert weiter nach Hause. — h jedem, gen trägt er bie Hand in einer Binde und I , es hören will, erklärt er treuherzig und ,

geh da gestern abend ganz nüchternl u Hause, da kommt doch so ein Dussel und __f) al)1

dauernd auf ber Hand herum."

3n der Möbel-Ausstellung. „Dreimal verkauft an dieser Wohnungseinrichtung, und kem 5) 9 ,

nach —• aber als ich bie meinige dreimal kam ich ins Gefängnis!" („Fliegende

Arkeil im Erdölprozetz.

wtb. Hannover, 28. April. (Eig. Meldg.). gn dem sogenannten Erdölprozeß wurde heute'mit. tag 10 Uhr folgendes Urteil verkündet. Die An. geklagten Hirsch, Lampe und Wiegand werben freigesprochen. Jacobsen erhält 7 Monate Ze. fängnis, Rehbock 4 Monate Gefängnis und Man, selb 200 Mk. Geldstrafe, ersatzweise 20 Tage ®e.' fängnis wegen fortgesetzten Betruges, der darin zu erblicken ist, daß die Angeklagten beim 93 er. trieb von Erdölanteilen falsche Tat« fachen vorgespiegelt haben.

In der Urteilsbegründung wird darauf hing«, wiesen, daß das Gericht im Hinblick auf die An­geklagten zur Ueberzeugung gelangt sei, daß fi8 als Gründer nicht von vornherein die Absicht gehabt hätten, Schwindel zu treiben, sie hasten vielmehr an den Erfolg ihrer Bohrungen geglaubt und auch heute noch hx, ständen Aussichten, daß die Bohrungen fündig werden. Andererseits seien aber entgegen der An« sicht der Verteidigung die Gründungen nicht völ« lig einwandfrei durchgeführt. Es seien Moment« zutage getreten, die als unkorrekt und unzulässig bezeichnet werden müßten. । «rf

• Mißgeschick eines Deutschem in Bareelonch Wie dem „Oeuvre" aus Barcelona berichtet toitbj soll es bet dem Besuch Zamoras in Barcelona zu einem Zwischenfall gekommen sein. Als das Auto Zamoras in das Palais der Generalität einbiegen wollte, habe ein Deutscher im Gedränge in seine Hosentaschen gefaßt, damit man ihm nicht seine Brieftasche stehle. Die in seiner Nähe stehen­den Personen glaubten jedoch, der Mann wolle einen Revolver herausziehen und auf Zamora schießen. Infolgedessen wurde der Deuffche von der Menge geschlagen. Auf dem Polizeiposten konnte er jedoch nachweisen, daß er keinen R« volver bei sich trag, worauf er wieder freigelagvt wurde. __________

Böse Vorzeichen.

Der „Ttautihto“ entgeht mit knapper Not tinett ■ Katastrophe.

Der „Nautilus", das Norbpol-Nnterseebook MlklnH ist knapp an einer Katastrophe vorübergegangen. Das II« Boot lag ungefähr 15 Meter tief in ber Hudson-Bai, als plötzlich bnrch bas undicht geworbene Periskop ein ft ar« ter Wasserstrahl etnbrang. Der Kommandant gab sofort Befehl, den Notballast auszuwerfen, um da« Unterseeboot an bie Dberflädje zu bringen. Der ®ei genbruck, ber durch bas einbringenbe Wasser hervargeru« fen wurde, war jedoch so stark, baß biefe Maßnahme mir« tunaslos blieb unb bas U-Boot keine nZe n t l m e t er höher stieg. Die Besatzung bewahrte kaltes Mut.Nach bangen Minuten hob sich das Boot endlich und 15 Mi­nuten später erschien es an der Oberfläche. Es Mr ine höchste Zeit, denn die Mannschaft stand bereits bis an die Brust im Wasser. _

Der „Nautilus" scheint unter fernem guten Stern W Sen. Bereits bei der ersten Probefahrt vor einigen

chen ereignete sich ein tödlicher Unfall. Der Steuer' mann wurde von einer Welle über Bord gespult und en trank. .

• Die Westafrikafliegerin Elly Veinhorn ht W eingelroffen. Bei Capodichino in d-rSW von Neapel landete Montag nachmtttag 13.30 W auf dem Flugfelde der deutsche Apparat D IM gesteuert von Elly Beinhorn. Am Nachmittag setzte das Flugzeug die Reise nach Rom fort, w» es Montag nachmmag 15.50 Uhr auf dem Fluge selbe des Littorio niederging. Elly Beinhorn erf klärte, sie gedenke am Dienstag nach Venedig, 4»«® und Berlin weiter zu fliegen.

* Schwere Zuchthausstrafen für zwei Jugenbwl Räuber. Das Aachener Schwurgericht verun teilte den 19jährigen Arbeiter Krüg und ben 1* jährigen Arbeiter Mock wegen schweren Raubes mit Todeserfola zu zehn Jahren Zuchthaus^ zehn Jahren Ehrverlust, bezw. zu zehn Jahren fängnis. Die beiden Verbrecher hatten in der NM zum 6. Januar d. Js. den 6Mhrigen Burodien^ Geuer in seiner Wohnung in Düren überfallen mm tödlich verletzt. ______________ 44