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22. April

Beilage zur Fuldaer Zeitung

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Raum ohne Volk

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glaubt, daß man nur von einer neuen Arbeitsgemein­schaft der Geschlechter her als der Betriebssamkeit der Männerordnung in die menschlich« Ruhe und Weite zu- rücksinden wird.

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Wenn man objektiv die geistigen Strömungen unter der kathol. Studentenschaft beobachtet, muh man fest­stellen, daß neustudentische Getmnkengänge mehr oder weniger stark auch in die alten Studenten­verbände eingedrungen sind. Am stärksten hat die neustudentische Bewegung unstreitig im Kartellver­band ka 1 h. Studentenvereine (S. SB.) Boden gefaßt. Dem Kartell gehören eine ganze Anzahl von Studentenverbindungen an, die bewußt auf dem Boden des Neustudententums stehen. Aber auch in den übrigen Verbänden bereiten sich Wandlungen vor, die zum Teil einfach eine Folge der starken Politi­sierung der studentischen Jugend sind.

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Mitte: Jugendherberge Rackenburg in Hep­penheim an der Bergstraße.

Rechts oben: JugendherbergeRübezahl" bei Krummhübel. Rechts unten: Jugend­herberge in Johanngeorgenstadt (Sachs).

Unter dem Titel

Die welk von llebermorgen"

ist ein Roman erschienen, dessen Autor sich Lorenz San­der nennt. Unter diesem Pseudonym verbirgt sich jeden­falls ein Mann, der als Missionar ein Menschenalter in vier Weltteilen zugebracht hat und jetzt seine Erfah­rungen in einem Buche der Mitwelt überliefert.

Man erfährt hier, daß es in Südamerika

Links oben: Wasserjugendherberge Möhnetalfperre (Wests.). Links Jugendherberge für Mädchen in

volksfremden Großgrundbesitzes eine neue Heimat finden. Und doch schreitet die West-Ostsiedlung nur sehr langsam fort; große Widerstände sind zu über, winden. Dabei ist der Osten dauernd in stärkster Ge« fahr. Die Polen haben einen urwüchsigen Expansions. drang. Die deutsche Bevölkerung aber wandert weiter aus den östlichen Provinzen in den Westen ab, obwohl dort doch schon Hunderttausende vergebens auf Arbeit warten.

Hier kann nur eine radikale Umstellung helfen. Der

Zug vom Lande in die Stadl"

muß aufgehalten werden. Die überflüssigen Kräfte aus den dicht besiedelten Landstrichen müssen in die men­schenarmen Gegenden des deutschen Ostens geleitet wer­den. Und wenn dort der Platz nicht ausreicht, sollten sich die verantwortlichen Stellen die Frage vorlegen, ob nicht noch in den überseeischen Ländern Raum für ge­schlossene deutsche Siedlungen ist. Der Verfasser des BuchesDie Welt von llebermorgen" zeigt einen Weg. Es ist klar, daß die Besiedlung einer so großen Fläche wie sie in Columbien der Besiedlung harrt, nicht von einzelnen sondern nur vor einer Genossenschaft vorge- nommen werden kann. Wie eine solche

Genossenschaft auf kooperativer Grundlage

sich formiert, wie sie aussieht, zu Geltung und Macht gelangt und wie sie als Wirtschaftssystem den sterben, den Kapitalismus abzulösen imstande ist, das schildert der Verfasser mit allen Einzelheiten in seinem Werk.

Wir wissen auch, daß vor einigen Monaten ein deut­scher katholischer Priester, der jahrelang Seelsorger in Berlin war, nach Südamerika ausgewandert ist um dort die Möglichkeit der Ansiedlung deutscher Menschen zu prüfen. In einem Abschiedsschreiben an seine Bekann»

gemeint ist Columbien noch ungeheuer Strecken höchst fruchtbaren und teilweise gänzlich besiedelten Landes gibt, also

Raum ohne Volk.

Die meisten Hochflächen Südamerikas fruchtbarsten Land der Erde. Dreifache

Und wie ist die Lage bei uns?

deutsche Volk ist ein

Dolf ohne Raum.

sind ein Jndustrievolk geworden, das größten- die Verbindung mit dem Boden der Heimat ver-

Form gemeinsamen Lebens erstreben, vom Zufälligen befreite, zielbewußte Bildungsantriebe, soll die Begeg­nung zwischen Volk und Hochschule, zwischen Studenten und den Exponenten der organisierten Lebensmächte. Heim, Fahrt, Gemeinschaftsmesse, Gemeinschaftsabende, Gruppenarbeit, Arbeitslager, Werkwoche gehören zu die- er neuen Lebensart.

Zum Schluß soll noch auf einen wichtigen Umstand hingewiesen werden. Es ist die Einbeziehung der Studentin in die neustudentische Bewegung. Hochland hat schon 1918 bis heute als einziger studentischer Verband die Studentin in seinen Verband ausgenom­men. Hochland bekannte sich damit zur vollen Gleich­berechtigung der Studentin, zu einer Zeit, da ihre Gel­tung noch umkämpft war. Man schafft zwar in ge­trennten Verbindungen, aber in der Gemeinschaft eines Verbandes. Die neue Stellung der Frau im Leben unseres Volkes ist Hochland mehr als Zufälligkeit. Es

loren hat. Adolf Meurer sagt in einer Besprechung des Buches:

Die Arbeitslosigkeit der in Industrie und Handel tätigen Menschen, die nahezu ein Drittel der deutschen Bevölkerung unmittelbar berührt, ist zu einem drohenden Gespenst geworden. Staat, Länder und Ge­meinden sind in banger Sorge, wie und wie lange es noch gelingen wild, die Riesensummen für Arbeitslosen- und Krisenunterstützungen aufzubringen. Mit der Not der arbeitslosen Millionen wächst gleichzeitig auch die Not der Wirtschaft und man kann sich nicht länger der Erkenntnis verschließen, daß es sich nicht um eine Wirt­schaftskrise handelt, die vorübergeht, sondern um einen Zustand, der ein

Versagen des kapitalistischen Systems anzeigt.

Der Kapitalismus hat abgewirtschaf­tet. Die Welt ist verkapitalisiert, d. h. es gibt keine neuen Märkte, die vom Kapitalismus noch erobert wer­den könnten. Während also auf der einen Seite d i e Absatzmöglichkeiten kleiner geworden sind, und durch die allgemeine Wirtschaftsnot ein gewajti-

rechtfertigt er seinen Schritt folgendermaßen:

Ueberall, wohin ich komme, finde ich enttäuschte Gesichter, höre ich Worte wieFahnenflucht",Pes­simismus",jetzt nach Brasilien gehen, wo hier dir Arbeit so nötig ist". Dazu möchte ich etwas sagen« Zwei Jahre habe ich nun die Jugend von St. Mi­chael. Zahlenmäßig sind wir sicher gewachsen, aber ob auch sonst? Es gab vor zwei Jahren weniger Arbeitslose, heute sind es auch nicht übermäßig viel, denn fast alle Jungen sind noch in der Lehre. Und die zwei Jahre arbeitslos waren, sind nicht mehr bei uns, sind längst irgendwo untergetaucht. Da hilft auch keine Jugendhilfe-Aktion.

Die Entwicklung ist heute nicht mehr aufznhalke«. der Industriestaat ist am Höhepunkt angelangt. <Ee gibt nur einen weg: Die Rückführung unserer Za­gend zur Landarbeit, in die Urproduktion.

Darin liegt doch auch die Weltkrise, daß viel zu viel produziert wird, während die Absatzgebiete immer mehr zurückgehen. Sffiir müssen wieder ins Primi­tive zurück, auch wenn es uns schwer fällt. In Deutschland ist es augenblicklich sehr schwer, weil wir noch kein Bodengesetz haben, das auch dem Unbe« mittelten ermöglicht, sich den Boden zu erwerbe», Ueberall lesen wir Plakate: Wir brauchen Kolonien Kolonien schasst man aber nicht mit Kano« nett, sondern durch Arbeit. Wenn wir den bra­silianischen Urwald durch unsere Arbeit bezwungen haben, haben wir eine Kolonie, sind wir Kultur­träger geworden. Ist das nicht ein wertvolles Ziel? 4000 5000 Deutsche, darunter 1000 Katho­liken sind schon dort, wo ich hinkomme; Platz für weitere 10 000 ist da. Ist das nicht eine Zukunft für unsere katholischen Jungen und Mädel? Ist es nicht besser, man gibt ihnen drüben die Möglichkeit, sich wirklich eine Heimat zu schaffen, als daß man fis hier mit Bettelsuppen durchschleppt? Wer noch et« was Mut und Lebenswillen hat, wird das verstehens

getrieben, ohne sich um die Zukunft zu kümmern. Ueber­all, wo es möglich war, hat er aus den Arbeitskräften Nutzen gezogen, ohne den daraus erwachfenden Pflich­ten Rechnung zu tragen. Längst hatten einsichtige Kreise zur Aenderung dieser Verhältnisse aufgerufen. Schon der große soziale Papst Leo XIII, der die Worte schrieb:Er hat Menschen gleich Waren zu seinem Gewinn maßlos ausgebeutet", hatte dringend zur Abhilfe und Neuordnung gerat-n. Man hörte nicht auf feine Mahnung. Der Krieg hat die Entladung dieser wirtschaftlichen Spannungen be­schleunigt, die auch ohne ihn nur später eingetreten wären.

Aus der bitteren Not und dem Joch des Kapitalis­mus flüchteten sich die Arbeitermasfen in den Sozialis­mus. In ihm glaubten sie den Retter zu sehen. Der Sozialismus kam auf der ganzen Front zur Macht und Geltung. Aber eine Rettung aus der Not, die er versprochen hatte, konnte er nicht bringen. Heute, da wir über die Erfahrungen einer längeren Beobach­tungszeit verfügen, können wir mit Sicherheit sagen, daß er der Retter nicht ist.

Wir müssen also ernschast erwägen, was zur Ret­tung und Abhilfe geschehen kann. Das Nächstliegende und menschlich Dringendste ist die Beseitigung der Ar­beitslosigkeit. Damit kommen wir auf das in der Ueber- schrift gestellte Thema zurück. Wenn auch heute krampf­haft Versuche gemacht werden, durch irgendwelche Ar­beitsbeschaffung einige Tausende oder Hunderttausend Arbeitslose wieder in den Produktionsprozeß einzuglie­dern, so wird sich doch jeder Einsichtige darüber klar fein, daß

unendlich viele dauernd aus dem Arbeitsprozeß ausge- schieden bleiben.

Cs gibt also mehrere Millionen Arbeiter zu viel in Deutschland. Das ist die Erkenntnis, bei der der An­fang zur Abhilfe 'gemacht werden mutz.

Ein Weg, und zwar der erfolgreichste zur Lösung, ist

die Siedlung,

der man bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt hat. Natürlich wäre zuerst der Gedanke zu erwägen und ist auch erwogen worden,

die landsreudigen Arbeitslosen in Deutschland anzu­siedeln.

Wir haben heute noch in unserem Vaterlande etwa 10 Millionen Morgen kulturfähiges Oed­land, das besiedelt werden könnte. Das gäbe Raum für 250 000 Siedler, mit Familien 400 000500 000 Menschen. Aber und das ist die Schwierigkeit dieses Land müßte erst in schwerer Arbeit kulturfähig ge­macht werden. Außerdem ist es fehr fraglich, ob dieses Oedland die Siedler auf die Dauer ernähren kann.

Große Flächen harren noch

im deutschen Offen

der Besiedlung durch deutsche Bauern. Hunderttausende von Bauernfamilien könnten in diesen Gebieten des

Für Leser, die sich für die Ansiedlung interessieren, fügen wir die Anschrift dieses vertrauenswürdigen Man« nes bei. Sie lautet: Johannes Beil in Sao Can los, pr. Adr. Companhia Territorial Sul Brasil, Porto Alegre, Rua 15 de Nooembro 54, Estadai do Rio Grande do Sul, Brasilien.

Man mag über den Schritt denken, wie man will« Diejenigen mögen recht haben, die sagen, daß wir den Posten in der Großstadt nicht verlassen dürfen. Wir bewundern aber den Mut an Kpl. Beils, der die Folge« rung aus einer Erkenntnis zieht. Und diese Erkennt« nis lautet: In der Großstadt entartet das deutsche Volk. Deshalb heißt es, den Massen den Weg zurück zum Lande batz« nen. *

ttonsmöglichkeit und das Produktionstempo ungeheurem Maße erhöht worden. Bet solcher Kurzsich­tigkeit war die Katastrophe unvermeidlich. Der Kapi­talismus hatte mit den Kräften der Wirtschaft Raubbau

Vom neuen Studentenkum.

Aus Kreisen der kathol. Jugendbewegung wird dem Statt der Jugend" geschrieben:

- " Mit der Revolution hat sich die Stellung der deut­schen Unversität soziologisch u. politisch entscheidend oer- iittberf und mit ihr die Stellung des Akademikers. Das Ende des Weltkriegs bedeutete auch daß die Wissenschaft aus ihre begrenzte Funktion im Rahmen der Gesamt- i kultur verwiesen und ihre ungerechtfertigte Vorrang­stellung gebrochen ist. Die Wissenschaft, namentlich in bet überaus spezialisierten Form, wie sie heute notwen­digerweise geboten wird, ist zwar ein notwendiger Fak tar im Bildungsprozeß moderner Menschen. Unstnuig aber wäre es, wollte sie den Anspruch erheben, einzi­ges Bildungselement zu fein. Die Universität bietet, ebenso wie die Hochschule, den jungen Menschen weithin kaum mehr alsSpezialitäten". Sie dient der Wissens­findung und der theoretischen Berufsvorbereitung, weit­hin aber nicht mehr der

Bildung der jungen firäffe, die in ihre Hörsäle, Seminare und Versuchsräume strö­men. Nur aus Nützlichkeitserwägungen, dem Gedanken einen besseren Erwerbsposition, ist zu erklären, .wie die Zchl der Studierenden sich in der Zeit von 1907 bis 1929 verdoppeln konnte.

Hier nun setzt neues Studententum ein. Es lebt aus einer veränderten Wertung der Universität und einer veränderten Wertung des Volkes. Nicht mehr läßt es den Gegensatz vonvolksfremder Bildung" und bildungsfremden Volks" gelten. Er weih, daß aus den mütterlichen Kräften des Volkstums Heilung kommen kann, wobei für es das WortVolk" einen durchaus unromantischen und unsentimentalen Slang hat und Volkstum für es nicht Konservierung der Kcjangenheit, sondern lebendige Kraft bedeutet

Auf katholischer Seite wurde deutsches Neustudenten- tan 3um ersten Mal in der sozialstudentischen Bewe­gung Dr. Carl Sonnenscheins 1908 spürbar. Nur wer eine Vorstellung von der Sage um 1900 hat, kann begreifen, was dieser Versuch, Akademiker und den werk­tätigen Menschen der Industrie und des Landes zu neuer Volksgemeinschaft zusammenzuschliehen, bedeutet.

Ein wichtiger Ansatzpunkt neustudentischer Bewe­gung sind die Hochland-Verbindu n gen, deren erste im Wintersemester 1912-13 in Breslau sich zusam- menschloß. Mit der Abstinenz sagte man sich von dem Koment, den Trinksitten und der beherrschenden und bezeichnenden Stellung los, die sie im studentischen Gemeinschaftsleben und der studentischen Selbfterzie- hungsarbeit einnahmen. Wer die Zustände im Bor- kriegsstudententum kennt, kann verstehen, welche mut­volle Entscheidung das bedeutete. Sie muhte notwendigerweise Ausgangspunkt werden, um das ganze studentische Leben neu zu erfassen. 1917 wurde -er Hochlandoerband gegründet, der heute 20 Verbindun­gen, 260 Aktive und über 400 Altmitglieder zählt. Für die katholische Jugendbewegung des Quickborn war erMitträger der neuerfaßten Lebensziele". Die enge Zusammengehörigkeit führte im August 1920 dazu, daß er sich Quickborn als Studentengilde anschloß. Um von feinem besonderen Ansatzpunkt aus intensiver wirken und m erweitertem Maße Sammelbecken der kacholischen neustudentischen Kräfte werden zu können, trennte er sich organisatorisch 1925 vom Quickborn, blieb aber in» "erlich mit der gesamten katholischen Jugendbewegung verbunden.

Aus der Jugendbewegung wuchsen der katholischen neustudentischen Bewegung noch von einer anderen Seite Kräfte zu. Die Entwicklung Neudeutschlands führte seit 1922 dazu, daß sich die älteren Neudeutschen in befon» beren Gruppen zusammenschlossen. Heute besteht ein Neudeut scher Aelterenbund, der in 45 Grup- pen 900 Mitglieder umfaßt. Sind diese Mitglieder auch fiicht ausschließlich Studenten und Akademiker, sondern m einer Minderzahl auch Werktätige, so ist die Zahl der ersteren bedeutend in der Mehrheit. Die Studenten sind m besonderen Hochschulgruppen zusammengefaßt, um der Eigenart des studentischen Lebens gerecht werden zu können.

Das neue Studententum ist sich darin einig, daß der notwendige Zusammenschluß der beut* )en Studenten in weniger primitiver öorm als bisher erfolgen, dabei aber von einer größeren Natürlichkeit sein muß. Für so komplizierte i-ebensverhältnisse, wie die unfrigen, kann eine Form t Zusammenlebens, die in militaristischer Disziplin und gesellschaftlicher Konvention sich vielfach erschöpft, nicht genügend vorbereiten. Statt steifer Förmlichkeit und Sorretttjeit brauchen wir Unbefangenheit, Elastizität und lebendige Form, statt einer garn.u/i selten bis ins eere Markieren übertriebenen Betonung des Repräfen- atwen innere Ergriffenheit und Bereitschaft zum Wag- ls- Einem lebensunwirksamen und pathetischen Idea- >smus, dessen Kehrseite vielfach spießerhafter Materialis- ff l'eÖen wir die heilige Nüchternheit und klare ntichlossenheit eines christlichen Realismus gegenüber. tr studentische Zusammenschluß soll eine geeignete

ger Rückgang der Konsumtion eintrat, war aus der anderen Seite ohne Rücksicht auf diese Entwick-, tungsünien durch die fortschreitende und das kapitalistische Gewinnstreben

Lebensraum und Existenz finden könnten. Das Klima ist in diesen Hochländern so gesund, daß die Amerikaner heute schon mit Vorliebe dorthin die Sanatorien für Schwerkranke bauen. Die Regierun­gen dieser Länder nehmen bereitwilligst Siedler auf. Sie sind glücklich, wenn Weiße als Siedler kommen und geben ihnen gerne kostenlos die Riesenflächen besten Ackerbodens ab. Allerdings wünscht man keine kapita­listische Ausbeutung dieses Landes, sondern vernünftige und kooperative Hebung der unermeßlichen Bodenschätze. Das alles schildert der Verfasser in seinem Werk aus eigener Anschauung und genauester Kenntnis des Lan­des.

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reiche Ernte im Jahr. Dabei ist dieses bevölkert, daß viele Millionen Menschen dort

Nun zieht die Jugend bald wieder hinaus in die freie Natur, um bei Spiel und Wanderung den Körper zu stahlen und den Geist zu erfrischen. An den be» lebteften Punkten und Plätzen sind Jugendherbergen geschaffen werden, in denen die jungen Menschen zur Tages- und Nachtzeit für wenig Geld Unterkunft und Verpflegung finden. ___________________________

Oedland.

Räuschen schief, mit altersschwachem First, x Mich dabei. Sein trocknes Ufer birst.

i « Manb der Acker, den der Sturmwind hebt, er als Staubgewölk am Wald oerschwebt. Wald? Kein Vogellied in Kiefernöde. Boden bleiche Spreu. Die Aeste spröde.

tfin bißchen Korn auf dünner Ackerkrume, ^rges Kartoffelkraut und Feuerblume.

«wei Pappeln starren kahl in blaue Weite: gft keine Macht, die aus Verzweiflung leite? Bauer, wird Euch dies Dasein niemals leid In unaufhörlicher Vergessenheit?"

3br scheucht mich nicht, den keine Macht vertrieb Der Heimat wegen bleib' ich, ihr zu liebl

Max Bittrich.