Einzelbild herunterladen
 

Anzeiger für die Stadl Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Ar. 89

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter' Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrist- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Samstag, IS. April 1931.

An neuer Europa-Plan Arlands.

zur wirtschaftlichen WiederherfteNung Europas. Deutscher Antrag für die Tagesordnung der Europa-Konferenz.

Monatlich 1.80 einschließl. Postgebühr (48 Psm) ohne Zustellg Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Col.) lokal 0.15 RM., auswärts 0.20 RM. Reklamezeile: lokal 0.60 RM., auswärts 0.80 RM. Bei Wiederholungen Rabatt Poftscheckk Frank» a M 4051

Zahrg. 58.

Mb. Paris, 17 April. (Eig. Meld.) DerMa- ,jn* und einige andere Morgenblätter beschäftigen «ch mit einer gestern abend von Havas verbrei­teten Nachricht von der Ausarbeitung eines tollet« üjen Planes zur Behebung der Wirtfchaftstrife. «m Blatt will darüber näheres erfahren haben «O glaubt präzisieren zu tönnen, daß die Mächte L Meinen Entente, sowie Polen, England und qsnlien, den Absichten Briands zuvorkommend, Frankreich spontan das Angebot gemacht hätten, gemeinsam die Mittel zur Behebung der Wirt- sthastskrise in Europa zu suchen. Die Kanzleien jer genannten Länder würden binnen turzem eln umfangreiches Wirt schäfts- und «ollprogramm ausarbeiten und dieses als Eegsnentwurf gegen den Plan Curtius - Schober -n 'Genf unterbreiten. Deutschland und Oester­reich seien über diese Verhandlungen auf dem Laufenden erhalten worden. So arbeiteten Paris, London und die Länder Mitteleuropas im beiten Geiste an einer mirffamen Verteilung der land­wirtschaftlichen und industriellen Produktion.

Auch derPetit Parisien" bestätigt diese Mel­dung desMotin" und schreibt: Eine machtvolle Bewegung des Aufbaues erlaube die Voraus­sage, daß bei der nächsten Tagung des europäischen Ttudienausschusses ein Plan vorgelegt werden könne, der nicht mehr lediglich die Interessen Mier Nationen, wie beim deutsch-österreichischen Plan, gruppiere, sondern die Interessen einer ziemlichen Anzahl von Mächten. Das werde dem Ausschuß vielleicht die Möglichkeit geben, die Grundlagen einer neuen wirtschaftlichen Zusam­menarbeit Europas zu legen. Deutschland und Oesterreich könnten sich, wenn sie das wünschten, übrigens ganz natürlich dem anschließen. Im Hin­blick auf diese Möglichkeit bemühe man sich in je­dem Lande, die nationale Wirtschaftspolitik mit dein ins Auge gefaßten internationalen Problem in Einklang zu bringen. So haben in Paris meh­rere interministerielle Besprechungen stattgefun­den. Auch heute vormittag werde Ministerprä­sident Laval mit Außenminister Briand sowie dem Handels-, Finanz- u. Wirtschaftsminister und wei­ter mit den Vorsitzenden der interessierten parla­mentarischen Ausschüsse sich wiederum hierüber aussprechen.

Nach den Aenßerungett desPetit Parifien", der ebenfalls Kenntnis von den angekündigten Verhandlungen über die Schaffung einer Wirt­schafts-Solidarität erhalten hat, könnte man glau­ben, daß Briand selbst der Inspirator der Aktion ist. Sehr richtig betont dasEcho de Paris", daß die Staaten des alten Kontinents seit 1927 alles getan hätten, um die wirtschaftlichen Aussprachen und Konferenzen, die eine gemeinsame wirtschaft­liche Aktion herbeiführen sollen, zunichte zu ma­chen, und der Außenpolitiker des Blattes fügt hinzu: Alles, was Briand tun wolle, nachdem er dm Dingen freien Lauf gelassen habe, sei, den Anschluß der landwirtschaftlichen Staaten Mittel- und Osteuropas an die deutsch-österreichischen Grundsätze zu verhüten und so die Ausdehnung Mitteleuropas zu verhindern dadurch, daß man den Regierungen von Warschau, Prag, Belgrad, Bukarest und Sofia Vorzugszölle bewillige, und ömar in Verletzung der von Briand selbst in Genf vertretenen Grundsätze.

*

wtb. Berlin, 17. April. (Eig. Meld.) Die heute nacht verbreitete und inhaltlich von Wien be­stätigte Havasmeldung, wonach Oesterreich d i e

formelle Versicherung abgegeben habe, die Verhandlungen über den deutsch-öster­reichischen Zollunionsplan würden bis zur demnächst; gen lieberprüfung ausge­setzt, ist zur Vermeidung von Mißverständnissen dahin zu ergänzen, daß entsprechend dem ffiner zeit in Wien ausgestellten Programm offizielle zwei­seitige Verhandlungen noch gar nicht begonnen ha­ben, also auch natürlich nicht etwa unterbrochen werden können, wie das aus dem Wortlaut der französischen Meldung zunächst irrtümlich gefolgert werden konnte. Die bisherige Weiterverfolgung der Wiener Vereinbarungen war vielmehr pro­grammgemäß auf die technischen Vorbe­reitungen künftiger Vertragsverhandlungen in den beiderseitigen Ministerien beschränkt.

*

wtb. Berlin, 17. April. (Eig. Meld.) Reichs­minister Dr. Curtius hat an den Generalsekretär des Völkerbundes Sir Eric Drumond folgendes Schreiben gerichtet:

Im Hinblick auf die von dem Organisations­komitee vorgesehenen Bestimmungen über die Fest­stellung der Tagesordnung des Studienausschus­ses für die europäische Union beehre ich mich namens der deutschen Regierung zu beantragen, daß auf die Tagesordnung der am 15. Mai be­ginnenden Sitzung des erwähnten Studienaus­schusses unter Ziffer 3 (Wirtschaftsftagen) die fol­genden beiden Punkte gesetzt werden:

1. Entwicklung der Zollverhältnisse in Europa.

Erläuterung: die deutsche Regierung hält es für nützlich, nochmals die Sage zu diskutieren, die durch die gegenwärtigen Zollverhältnisse in Europa und durch das Scheitern des Genfer Handelsab­kommen vom 24. März 1930 entstanden ist. Sie möchte dabei ihrerseits Mitteilung machen über die Absicht, die sie auf diesem Gebiet in Ueberein- stimmung mit der österreichischen Regierung ver­folgt. Sie hält es weiterhin für erwünscht, daß die Möglichkeiten, die ans der Einräumung von Vorzugs-Zöllen für die Verbesserung des deut­schen Warenaustausches sich ergeben, bei dieser Gelegenheit erneut erörtert werden.

2. Zollfreiheit von Betriebsstoffen für Motor­fahrzeuge bet Grenzüberschreitungen zu Land, zrt Wasser und in der Lust. *

Erläuterung: Die Verwendung von Motorfähr­zeugen im europäischen Verkehr hat auf allen in Betracht kommenden Gebieten zu Lande, zu Wasser und in der Luft in den letzten Jahren in außerordentlichem Maße zugenommen, ohne daß tue europäischen Staaten aus dem Gebiete ihrer Zollbestimmung, insbesondere hinsichtlich der Ge­währung von Zollfreiheit für die Motorbetriebs- stofse im grenzüberschreitenden Verkehr dieser Ent­wicklung sämtlich in vollem Maße Rechnung ge­tragen hätten. Dieser Umstand hat auch diejenigen europäischen Staaten, die an sich geneigt wären, den sich auf dieser Verkehrsentwicklung ergebenden Bedürfnissen zu entsprechen, von einer Regelung dieser Frage bisher abgehalten. Eine einheitliche Regelung, die den europäischen Verkehrsbedürs- nissen und den fiskalischen Interessen der euro­päischen Länder in gleichem Maße Rechnung zu tragen hätte, erscheint daher erwünscht.

*

Die neue deutsche Note wurde sämtlichen Mit­gliedern des Völkerbundes und den Teilnehmern an der Tagung der Europa-Kommission zugestellt. Die deutschen Anträge sind bereits auf die Tages­ordnung gesetzt worden.

königliche Krone von den Uniformen entfernen zu lassen. Der Infant Don Carlos ist von seinem Posten als Generalkapitän der Armee und Gene­ralehreninspekteur zurückgetreten, desgleichen sein Sohn Don Alfonso, als Kapitän der Kavallerie. Der Unterrichtsminister kündigt die Wiederauf­nahme der Vorlesungen an der Universität für Montag an.

*

wtb. Madrid, 17. April. (Eig. Meld.) Der Fliegermajor Franco und andere Flüchtlinge sind gestern abend aus Paris hier eingetroffen.

Fernando Espinosa de los Monteros, der bisherige Botschafter Spaniens in Berlin wird im Zusammenhang mit der Staatsumwäl­zung in Spanien in den nächsten Tagen feinen Rücktritt erklären. Zu feinem Nachfolger ist ein unbedingter Anhänger der republikanischen Regie­rung ausersehen.

Don feiten der spanischen Botschaft in Ber­lin ist dem Auswärtigen Amt eine Verbal»

note übergeben worden, welche mitteilt, daß die Republik in Spanien unter dem freudigen Beifall der Bevölkerung ausgerufen und daß eine proviso­rische Regierung in der bereits bekannten Zusam­mensetzung gebildet worden ist. Die Note weist darauf hin, daß in Spanien Ruhe herrsche.

*

wtb. London, 17. April. (Eig. Meld.) Nach einer Meldung der Times hat Oberst Mazia ge­stern eine Vereinbarung mit Madrid über Catalo» nien erzielt. Die BezeichnungCatalonische Re­publik" wird aufgegeben und das Land wird deck NamenCatalonischer Staat in der spanischen Republik" führen.

*

wtb. Madrid, 17. April. (Eig. Meld.) Die provisorische Regierung hat zum großen, Teil die Rechtsbestimmungen der Diktatur annulliert.

. . *

Wie Havas aus Barcelona berichtet, ist Haupt­mann Lasarte und ein Mitglied des Vorstandes der Freien Gewerkschaften verhaftet worden. Hauptmann Lasarte soll Geheimagent gegen die katalanische Bewegung gewesen sein.

*

Der spanische Iustizminister empfing eine Ab­ordnung des Kapitels der Madrider Kathedrale, die ihm mitteilte, daß das zu einer Sitzung zufam- mengetretene Kapitel beschlossen habe, dem Mini­ster korporativ einen Besuch abzustatten. Der Mi­nister stellte fest, daß darin eine A n e r f e n n u n g der neuen spanischen Staatsfo rm liege und forderte die Geistlichen auf, die Regie­rung bei der Neuregelung des staatlichen Lebens des Landes zu unterstützen.

Nach übereinstimmenden Meldungen herrscht in ganz Spanien jetzt Ruhe. In Sevilla mußte aber der Belagerungszustand verhängt wer­den, um kommunistische Versuche zu unterdrücken, Unruhen hervorzurufen.

König Alfons xiil. ist in Paris eingetroffert und gedenkt vorläufig dort zu bleiben.

W W

||

1

M: W <«4 t

Am Madrider Rathaus wird die Fahne der Republik (rot-gelb-violett) aufgezogen.

Dieses Bild wurde von Madrid mit Sonder flugzeuq nach Paris gebracht und von dort inner­halb 23 Minuten nach Berlin gefunkt.. Das Bild brauchte für die 2 524 km lange Strecke also nur 8 Stunden 35 Minuten. (Funkstation New York Times.)

Nach dem Amsturz in Spanien.

Die kommnniftische Gefahr.

. Der Außenpolitiker des Pariser Matin, der sich ? Madrid befindet, hat mit dem spanischen Mini- topräfibenten Alcala Zamora eine Unterredung gebäht: Zamora erklärt, man soll sich im Ausland «tqjt einbilden, daß die aktiven Kräfte des Landes tts mißtrauisch betrachten. Der Präsident der ^ankiervereinigung hat mir erklärt, daß die Bankinstitute mit uns gehen. Admiral Az- ,.ar bat mir in seiner Eigenschaft als oberster Ma- nnedjef versichert, daß die gesamte Flotte sich für te Republik ausspreche. Aus der Armee erhalten wir jeden Augenblick Loyalitätskundgebungen, "fast unter den Monarchisten wird man kaum M jemanden finden, der nicht den endgültigen Uralter des Regimewechsels begriffe. Bezeich-

FRANKREICH

.VALENCIA

CORDOBA

SEVILLA

Karte von Spanien.

befand D01} den kommunistischen Unruhen Die me,rs. betroffenen Städte sind unterstrichen. Paratif+UA 3 Katalonien, die den Ausgang der se- 00r9ebobe Bewegung bildet, ist besonders her-

nend für unsere Revolution ist, daß wir ohne Geldgeber gearbeitet haben. Wir haben alles ohne Geld gemacht, abgesehen von kleinen Beträ­gen, die wir selbst beisteuerten. Wir haben nie­manden gekauft und deshalb brauchen wir uns auch nicht zu verkaufen. Die spanische Revolution ist damit Herrin ihrer Geschicke. Alles was wir anordnen, wird der verfassunggebenden Versamm­lung, die so schnell wie möglich einberufen wird, zur Billigung unterbreitet werden. Aber um Spanien seine Freiheit wieder zu geben und ihm die Möglichkeit zu verschaffen, sich selbst zu regie­ren, müssen wir das Terrain ebnen und die voll­ständige Umbildung der Gesetzgebung vorbereiten. Wir werden das Programm anwenden, das wir während eines Zeitraums von drei Monaten vor der Revolution trotz der polizeilichen Verfolgungen und auf die Gefahr hin, wegen Hochverrats ange­klagt zu werden, vorbereitet haben.

*

Die provisorische Madrider Regierung äußert sich in einer der Presse zugestellten Mitteilung zu dem Manifest des Königs, wie folgt:

Die Regierung will der Verbreitung des von Alfons von Bourbon unterzeichneten Manifestes kein Hindernis bereiten, obwohl die besonderen Umstände, die das Auskommen jeder neuen Regie- rungsform begleiten, ein entsprechendes Verbot zur Stunde rechtfertigen könnten. Aber die pro­visorische Regierung der Republik ist der Zustim­mung des Landes sicher und braucht monarchisti­sche Rückwirkungen nicht zu fürchten. Deshalb verbietet sie nicht die Veröffentlichung dieses Do­kumentes, hält es auch nicht , für notwendig, dem Manifest einen Kommentar beizugeben. Sie hält es für besser und auch für ausreichend, daß das Land dieses Dokument unbeeinflußt durch eine mi­nisterielle Würdigung beurteilt. Der Kriegsmini- ster hat sämtliche Generalkapitäne angewiesen, die

* Der Herr Reichspräsident empfing am Frei­tag den neuernannten deutschen Gesandten in Wien, Dr. Rieth.

* Kirchenvertrag in Hannover angenommen. Der Landeskirchentag der evangelisch-lutherischen Kirche von Hannover hat dem Entwurf des Kirchenver- trages zugestimmt. Den Vertretern der Kir­chenregierung wurden die erforderlichen Ermächti­gungen erteilt.

* Ein Sieg der englischen Regierung. Im englischen Unterhaus wurde ein konservativer Miß­trauensantrag mit 305 gegen 251 Stimmen abge­lehnt. Die Regierungsmehrheit betrug somit 54 Stimmen.

Dasnationale Rüstzeug.

In der Presse der sogenannten nationalen Op­position gibt es augenblicklich nur ein einziges Thema: das Volksbegehren gegen Preußen. Es wird nach allen Richtungen und Tonarten variiert. Man holt die ältesten Ladenhüter hervor, um die preußischen Minister herunterzvsetzen, man wärmt längst vergangene Dinge auf, man ist beileibe nicht empfindlich, wenn dabei eine kleine Geschichtsklit­terung geschluckt werden muß, und wenn man sich ausgeschrieben hat, so greift man mit kühnem Griff zur Außenpolitik und wirft den Dreck, den man sonst für die Besudelung des Andenkens Strese- manns zu konservieren pflegte, mit kühnem Schwung gegen die preußische Regierung. Es gibt für diese Vorgänge nur zwei Erklärungen: Ent­weder nehmen die Führer der nationalen Oppo­sition an, daß ihre Zuhörer und Leser alle von einer hoffnungslosen Gedächtnisichwäche und Be­griffsstutzigkeit sind, ober sie wissen, daß ihre An­hänger ihnen ihre Fälschungen zwar nicht glau­ben, aber bereit sind, darüber hinwegzusehen, wenn sie nur erwarten können, einmal wieder an die Macht zu kommen.

Da ist Herr Dr. Alfred Hugenberg. Mit seinem ersten Volksbegehren im Herbst 1929 hat er Schiffbruch gelitten, und zwar bekam sein Partei­kahn ein so gewaltiges Leck, bafj er sich im Früh­

jahr und Sommer 1930 beinahe in seine Bestand­teile aufgelöst hätte. Was als deutschnationale Fraktion in den Reichstag zurückkehrte, war und ist ein Wrack, aber Hugenberg ist auch dieses Fahr­zeug noch zu groß. Darum hängt er es an das Schiff des zur Zeit erfolgreicheren Kapitäns Hit­ler, und wenn es dabei in den Grund gebohrt werden sollte, so hätte es immer noch, so denkt Hugenberg, die Chance, in großer Umgebung un­terzugehen. Arn Samstag ist diesem weitblicken­den Führer eine Ehre zuteil geworden, die er sicher zu den schönsten Erinnerungen seines Le­bens zählen wird: Während die Versammlung, in der er gesprochen und wieder einmal die bei ihm schon zum Komplex gewordenen Klubsessel der preußischen Minister verdammt batte, aufgelöst wurde, trugen die Leute, die zu einer der beiden^ eben skizzierten Weltanschauungen zu rechnen sind, Herrn Alfred auf den Schultern aus dem Saal. Das ist immerhin eine Sache, um die zu kämpfen es sich lohnt. Und bis hierher hätte also der na­tionale Kampf Hugenberg einen Sinn und wahr­haftig auch einen Erfolg gehabt. Schade nur, daß die drei oder vier Dutzend Abgeordneten der deutschnationalen Fraktion, die am 14. September nicht wiebergewählt worden sind, den Reichstag ganz schlicht zu Fuß verlassen mußten.

Das Rüstzeug, mit dem Hugenberg und feine Trabanten sich für bas Volksbegehren des Stahl­helms einsetzen, ist primitiv, aber klobig. Im all­gemeinen gibt es für feine Formung ein paar ganz wenige Hinweise, aus denen, wenn man sie ruhig verwendet, überall derselbe Leitartikel wird. Wir nehmen als Beispiel heute die Sonntagsaus« führungen eines Blattes, das nicht zum Hugen» bergkonzern gehört, der Schlesischen Zeitung irt Breslau. Auch da gibt es einige Komplexe, und der wirkungsvollste ist selbstverständlich derjenige, der sich gegen die Zentrumspartei rich­tet. So beginnt denn auch der Leitartikel des Hauptschriftleiters der Schlesischen Zeitung mit einer Verunglimpfung der führenden Zentrums­politiker in Preußen. Er stellt es fo dar, als habe das Zentrum Angst vor dem Volksbegehren, was