Beilage zur Fuldaer Zeitung
Ar. SS
17.
Vas fordern wir vom Schiedsrichter?
(Ed. Gimpe!,
©e-
ihm
Jugenderziehung im allen Sparta
Scharfenberg.
Kaplan Lauser.
S).
A.
de
zu- als
-Al Rasdorf
$). Bufold Eiterfeld 2. Höfer A. Möller
Aenderungen Dirlos 2. Hattenhof Kirchhasel Mittelroe
kaufen, was sie in Paris nicht hatten kaufen können. Sie würden heute abend noch bei ihm essen.
Der Abbe machte sich für den Nachmittag frei.
Um 15 Uhr zeigte er den Damen die Avenue
Buttlar 2. — Bermbach 2.
Barsch).
Kirchhasel — Großentaft.
genügend vorbereitet ist,roie etwa ein Richter und guterletzt, weil er über Tatsachen entscheidet, die
ders fürchtete er, daß Roger Maude, der Rolande liebte, es versuchen würde, sich wieder bei der Tante einzuschmei» cheln.
Es wurde beschlossen, daß Tante EäciUe nicht mehr in das Hotel zurückkehren solle, das sie in zu schlechtem Andenken hatte. Der Abbe würde hingehen ,er würde alles ordnen. Dann würde er auf dem Bahnhof Orsay Fahrkarten lösen, das Gepäck aufgeben. Die Damen konnten ganz friedlich um 21 Uhr abreisen. Der Abbe überredete sie, daß sie tausend Frank von ihm annahm, so konnten sie in aller Ruhe fahren und in Nantes das ein-
Siebenunddreißigstes Kapitel.
Der Abbe wollte der Tante nicht zu sehr zureden, ihre Rehe aufzuschieben. Er verstand die niedergedrückte Stimmung der armen Frau, ihre Geldknappheit, und beson-
sich laufend, springend und ringend bei glühender Hitze im Schweiße mühen, beim Froste dagegen barhäuptig und barfuß in leichtem Kleide im Freien aushalten; er mußte aus dem Eurotas, in dem er badete, das Schilf zu feinem Lager sammeln, ja er wurde, damit er Schmerzen ertragen lernte, mit seinen Kameraden beim Feste der Göttin Artemis öffentlich gepeitscht, und es galt für eine Ehrensache, dabei auch nicht einmal einen Seufzer auszustoßen. (Die Eltern standen dabei und ermunterten ihre Kinder, mutig auszuhalten. Dabei zu meinen, war die größte Schande. Manche Knaben sollen unter den Geißelhieben tot hingesunken fein, ohne einen Laut des Schmerzes.) Die Nahrung war höchst einfach (die schwarze Suppe) und wurde nur spärlich verabreicht; doch wurde es nachgesehen, ja zur Uebung der Gewandtheit begünstigt, daß der hungernde Knabe sich einen besseren Bissen mit List verschaffte; — wehe ihm freilich, wenn er ertappt wurde. Die Zucht war hart, und die Prügelstrafe ganz allgemein, so daß die spartanische Strenge sprichwörtlich geworden ist. Aelteren Personen mußten die Kinder mit Ehrerbietung begegnen. Auf der Straße mußten sie auf die Frage: „Woher und wohin?" augenblicklich Rede stehen. In Gesellschaft Aelterer dursten sie nicht sprechen, es sei denn, daß sie gefragt waren. Auf alle Fragen aber mußten sie möglichst kurz und verständig
In keinem der griechischen Staaten finden wir die körperliche Erziehung so stark ausgeprägt, wie in Sparta, wo Lykurg (um 820 v. Ehr.) dieser Sitte durch seine Gesetzgebung als bleibende Form gab.
In Sparta war die Erziehung der Jugend Sache des Staates, so daß die Freiheit desEinzelnen vollständig aufgehoben wurde. Das zeigte sich schon darin, daß alle neugeborenen Kinder, die nicht von den Aeltesten des Stadtbezirks als gesund und lebenskräftig anerkannt wurden, schonungslos der Aussetzung verfielen und in die Schluchten des Taygetus geworfen wurden. Während das spartanische Mädchen im Hause blieb, aber ebenfalls an den öffentlichen gymnastischen Hebungen teilnehmen mußte, stand der Knabe nur bis zum siebenten Jahre unter der Pflege der Eltern; dann wurde er in die öffentliche Erziehung genommen und mit einer Schar gleichaltriger Knaben unter die Aussicht eines körperlich und geistig rüstigen jungen Mannes gestellt. Die Oberaufsicht über das gesamte Erziehungswesen führte eine obrigkeitliche Person reiferen Alters, der Pädonom.
Nun lernten die Knaben gemeinsam alle Hebungen des Fünfkampfes: Ringen, Werfen des Diskus, Werfen des. Speeres, Laufen und Springen. Außerdem wurde alles getan, um den Leib abzuhärten. Der Knabe mußte
l'Opera, (Opernstraße), die Siegessäule, die Tuilerien, den Place de la Concorde (Eintrachtsplatz), das Parlament, den Bois de Boulogne (Boulogner Wäldchen); mit Notre Dame und dem Zoologischen Garten beschloß er die Fahrt.
Tante Cäcilie war todmüde, aber entzückt.
„Unb die Kanäle?" fragte sie, „Roger Maude hat mir so viel davon erzählt."
„Das heben wir für das nächstemal auf."
„Das nächste Mal!"---
Um 18.30 Uhr saßen sie dann an einem Tisch, der wie der in Paradou bestellt war, die Mutter des Abbes hatte sich alle Mühe gegeben, um ihre Gäste zu ehren. Die Speisenfolge bestand aus einer abgebrannten Suppe, einem Käseauflauf, Salami von Rebhühnern und einer wundervollen Kreme. Ein aller Bordeaux, den eine be- freundete Familie dem Abbe geschickt hatte, erhöhte den Genuß. Tante Cäcilie tat den guten Dingen alle Ehre an; sie versicherte immer wieder, es sei viel zu viel!
„Sie müssen sich zwingen, mein Fräulein! Ich möchte auch, daß Sie, ehe Sie Paris verlassen, einen besseren Eindruck davon gewinnen. Das ist für mich eine Sache des Lokalpatriotismus. Eine Schwalbe macht keinen Sommer, eine Familie Maude repräsentiert nicht das ganze Stadtviertel. Sie können mir glauben, es gibt viele gute Menschen hier."
in der Liebe zur Wahrheit und Objektivität gleichgerichtet, verpflichtet und zum Teil wenigstens tontrolherbnr sind: der Linien- und Torrichter. Alle anderen Personen sind für ihn in seiner Tätigkeit als Schiedsrichter bedeutungslose Objekte. Der Schiedsrichter muß also kaltblütig, vernunftgemäß, objektiv, unparteiisch prüfen, wägen, entscheiden. Ist es denn im privaten Schlichtungsverfahren etwa anders? Kein Mensch wird sich einem Gesinnungslumpen ausliefern. Auch in der öffentlichen Rechtsprechung ist wohl durch die Ausbildung und Qualität der Richter dieser Forderung nach Hnparteilich- keit Genüge getan. Hier darf man sogar Richter, die nach menschlichem Ermessen dieser Forderung nicht aus Bosheit, sondern aus anderen Gründen, wie Freundschaft, Verwandtschaft usw., mit Wahrscheinlichkeit nicht Genüge zu tun vermögen, als befangen ablehnen. Beim Schiedsrichter muß man die Forderung nach Hnpartei- lichkeit um so schärfer unterstreichen, weil man nicht immer Unbefangenheit ausschalten kann, weil sich bei Schiedsrichter gewöhnlichen Formats vielfach dieses wichtigen Momentes seiner Tätigkeit nicht bewußt ist, zumal er in dieser Hinsicht auf fein Amt vielfach nicht
Ersatzleute: Burkhardt (Eiterfeld 2.) und Sauerbier (Großentaft). Schiedsrichter: H. Dietz, Kirchhasel. Löw
Mitteilungen der Bezirksleitung:
Am nächsten Sonntag werden folgende Spiele ausgetragen:
Schleid 2. — Spahl 2. (Ruhl- Buttlar),
Vereinssitzungen. Sie haben immer versucht, bei uns einzudringen. Ich habe dem Abbe, der zu gut ist, wiederholt geraten--"
„Aber Mütterchen!--"
„Der viel zu gyt ist! — nicht auf sie hineinzufallen, isr war klug genug, meinen Rat zu befolgen. Roger wird feinen Mißerfolg einige Tage bedauern, im höchsten Fall einige Wochen! Unb bann--das Pariser Leben
wird ihn bald auf andere Gedanken bringen. Es ist dafür besonders geeignet — ganz auf das Aeußere ge- rachtet — es wird ihn trösten. Mein Fräulein, Sie würden niemals in dieser Umgebung glücklich geworden fein! Täglich' hätte man die schönsten Blumen Ihrer Seele unbarmherzig unter die Füße getreten. Außerdem — lassen Sie es mich aussprechen--warum wol
len Sie nach Paris kommen? Verheiraten Sie sich doch in Noirmoutier!"
„Tante--hörst du es?"
„Gibt es auf der Insel keinen soliden jungen Mann, der sich danach sehnt. Sie glücklich zu machen?"
„Allerdings, gnädige Frau, einen solchen jungen Mann gibt es."
„Sie kennen ihn?"
„Ja, ich kenne ihn."
„Und Sie lieben ihn."
„Seit meiner Kindheit!"
„Aber bann--aber bann!"
Rolanbe sah lachenb ihre Tante an, die — was wollte sie tun? — ebenfalls lachte.
„Aber bann", wiederholte die Mutter, „auf was warten Sie noch?"
„Auf was wir warten, liebe gnädige Frau?" rief die Tante, wir warten auf den Zug, der um 21 Uhr abfährt und der morgen früh um 5 Uhr in Nantes eintrifft."
„Wir werden aber vom Bahnhof Orsay abfahren," schloß Rolande. „Hch kenne jetzt genau den Fahrplan.
Kirchhafel Mannschaft:
Am Sonntag, den 19. d. Mts., vormittags 1510 Uhr findet im Gasthaus zum goldenen Anker (Horaferwez 11) die pflichtmäßige Schiedsrichtersitzung statt. Auch alle Anwärter müssen hierzu erscheinen.
Der Schiedrichterobmann: Schäfer.
treten ein:
spielt in Rothemann.
— Dietershausen spielt um %2 Uhr.
1. — Dietershan spielt um 153 Uhr.
1. — Wissels 2. spielt um !42 Uhr.
Der Bezirksspielausschuß.
Schiedsrichkervereimgung.
heitsliebend, unparteiisch zu sein; er muß das Vertrauen beider Parteien besitzen. Wer ist nun objektiv, wahrhaft unparteiisch? Der, der von seinen persönlichen Gefühlen, Wünschen, Neigungen einerseits und den Einflüssen der Umgebung anderseits sich loslösen kann. Die Wahrheit ist vornehmlich Gegenstand der Erkenntnis unb Einsicht, also Sache des Verstandes, unb zwar des eigenen Verstandes. Wenn ich etwas für wahr halte, weil andere es sagen, so ist bas nicht mehr eine Tätigkeit bes Erkennens, sondern des Glaubens. Der Schiedsrichter darf auf keinen Fall feine Entscheidungen auf Glauben oder gar Mutmaßungen auf bauen; er darf sich auf keinen Fall von Spielern und Zuschauern beeinflussen lassen. Gestattet ist der Begrenztheit auch seiner Beobachtung und Erkenntnis die Vermittlung solcher Personen, die ihm
Bezirk Border-Rhön.
Frühjahrs-Waldlauf in Leibolz.
am 26. April.
Auf den Meldeschluß am 19. 4. wird nochmals ausdrücklich hingewiesen. Das Fußballwerbespiel beginnt nach Beendigung der Läufe, voraussichtlich gegen 16 Hhr.
antworten. (Wo ist heutzutage vielfach die Ehrerbietung der Jugend gegen das Alter?)
Mit dem 18. Jahre verließ der spartanische Jüngling das gemeinschaftliche Erziehungshaus der Knaben und wohnte mit feinen Altersgenossen bis zum 30. Jahre in besonderen Häusern zusammen.
Auch nach dem Eintritt in die Gemeinschaft der Männer, die mit dem 30. Jahre erfolgte, wurden die körperlichen Hebungen fortgesetzt, die Tischgenossenschaft bildete im Kriege die Zeitgenossenschaft. Bis zum 45. Jahre blieb der Spartaner aktiver Soldat und hatte von da bis zum 60. Jahre Gamisondienst im Lande zu tun. Aus allem erhellt zur Genüge der militärische Charakter der spartanischen Erziehung. Diese wurde allerdings nur den dorischen Adelsfamilien zuteil, die an- beren Volksklassen waren von der öffentlichen Erziehung ausgeschlossen. Die geistige Ausbildung beschränkte sich dagegen auf ein sehr bescheidenes Maß und wurde nahezu vernachlässigt.
So war bas Leben in jenem Sparta, wo möglichst hohe kriegerische Entwicklung bie Aufgabe eines leben, der Alten Stolz, der — Jünglinge Zielpunkt war. In schwüler Sommerzeit wurde dort alljährlich auf dem Marktplatz ein Fest ab gehalten, wobei der Chor der Greise fang: „Wir waren junge Männer einst voll Mut und Kraft!" Die Männer antworteten: „Wir aber sind es, hast du Lust erprob es nur!", worauf die Knaben ein- fieten: „Wir aber werden künftig noch viel beffer fein"!
Folgerungen.
Das Ziel aller körperlichen Hebung war bei den Spartanern: Der Knabe und Jüngling stärkte und stählte feinen Körper, um einst als Mann seinem Vaterlande ein
beide Oberufhausen K. Hohmann Oberufhausen
Leibolz Leibolz
1. spielt gegen folgende Auswahl-
Adel-Wölf Richter E. Richter
L. Weider Fischer Röhr Wölf Großentaft Großentaft
Bezirk Mda-Hünfeld.
Bekanntmachung der Bezirksleitung.
Neu ausgenommen in unseren Bezirk ist die ,Falh. Werkjugendgruppe Rönshausen".
Vor einigen Tagen sind den einzelnen Abteilungen die erforderlichen Unterlagen für die Zufatzversiche- rungen zugegangen. Äußer den beiden Listen, die an das Jugendhaus in Düsseldorf gesandt werden muffen, ist mir eine Abschrift einer solchen Liste zuzuschicken, damit genaue Kontrolle geführt werden kann. Desgleichen sind die Zusatzprämien direkt nach Düsseldorf zu zahlen.
Pie Versicherungs - Bedingungen sind klar und deutlich in aller Kürze in der letzten Nummer des DJK.-Sportblattes niedergelegt.
Lange, Bezirksleiter.
Amlliche vekannlmachung des Spielansschuffes:
Rückers 1. — Hünfeld 2. (vorn 6. d. Mts.) 1:2 (für R. gern.)
Die Spiele am Sonntag, den 19. d. Mts. finden nach der Tabelle im letzten Sportblatt statt. Folgende
Bezirk „Hohe Rhön".
Amlliche Mitteilungen der Leitung.
Am kommenden Sonntag veranstaltet der Bezirk „Hohe-Rhön" feinen diesjährigen Früh jahrs-Ge« ländelauf in Wüstensachfen. Nachm. 1# Hhr findet int Gaschaus Mayer eine Sejirtsta« gung statt. Hierzu mögen alle Abteilungen 2 Vertreter entsenden, außerdem werden die Stammvereine um recht zahlreiche Beteiligung gebeten. Tagesordnung: 1. Neuwahl einiger Bezirksvorstands Mitgliedes 2. Stammverein und Versicherung.
Start zum Geländelauf um 3 Hhr nachmittags (vorher Startnummer-Ausgabe). Anschließend wich ein Futzballpropaganda-Spiel zwischen Wüstensachsen L und einer Bezirksauswahlmannschaft ausgetragen. Jede Abteilung des Bezirks hat für bie Auswahlmannschaft drei ihrer besten Spieler zu melden unter Angabe des Postens, für welchen die betreffenden Leute in Frage kommen. Noch rückständige Meldungen zum Gelände, lauf sind umgehend nachzuholen.
Die Bezirksleitung.
Sport-Blatt der Deutschen Iugendkrast
Amtliches Gauorgan der Bezirke Fulda-Hünfeld, Mnzig-Ioffa, Hessen -Raffel, Hohe Rhön und Border-Rhö^
Zunächst ein paar Nebenbemerkungen. Man könnte der Meinung fein, daß die Erörterung dieser Frage nur Gegenstand eines Fachkursus, also eines Schiedsrichter- turfus fei. Dem ist nicht so; bie Auswahl ber Schiedsrichteranwärter obliegt nicht den leitenden Perfönlich- keiten in Bezirk unb Gau, sondern den Abteilungen. Tatsache ist nun, daß den verantwortlichen Instanzen vielfach Leute überwiesen werden, bie denkbar ungeeignet sind. Mit diesem minderwertigen Material rann auch die beste Ausbildungsstelle nichts Rechtes anfangen. Wir brauchen heute als Schiedsrichter ganze Kerle, die ihren Kram hundertprozentig verstehen.
Wenn ich von dem Wort Schiedsrichter ausgehen darf, so könnte man in Verfolgung der beiden im Wort liegenden Sprechwurzeln zu der irrigen Auffassung kommen, der Schiedsrichter scheide und richte. Dem ist nicht so. Der Schiedsrichter scheidet nicht und richtet auch nicht. Die richterliche Tätigkeit setzt Strafhandlungen voraus. Was wir betreiben sind Spiele, und unsere Handlungen im Spiele, wenn sie nicht aus Bosheit gegen das Leben des anderen Begangen werden, — es gibt auch solche, die eigentlich vor den Richter gehörten — sind Verstöße gegen selbstgewählte Normen. Der Schiedsrichter wacht lediglich über die Beobachtung dieser Regeln und Gesetze. Hnb liegen Vergehen vor, dann schiedsrichte! er, d. h. er schlichtet, gleicht aus, damit wieder in feinen Formen flott werde, was in Stockung geriet. Er ist also Vertrauensmann zweier Parteien, Sachwaller und Hüter einer Idee, „bie Arbeit im Gewand jugendlicher Freude ist", Gesundheit. Kraft und Schönheit erhält und verleiht. Unb was muß man nun zunächst von einem Schlichter, Schiedsrichter im allgemeinen Sinne bes Wortes verlangen? Objektiv, wahr-
wahren Freundes am nötigsten gewesen war. Die T hatte Tränen in den Augen, auch Rolande war dem nen nahe. Befreiende Tränen, Tränen, die aus per Irrsten Enttäuschung hervorgerufen, Tränen, die neue Morgenröte anzeigen, wenn die Nacht des schw 1 Undankes vergangen sein wird.
„Bitte, einsteigen, meine Herrschaften!" Die Dampfpfeife ertönt.
Langsam setzt sich der Zug in Bewegung, er g gleitet Paris-Austerlitz zu dem Ort der trag Erinnerung.
Die Pariser Reise war beendet.
(Fortsetzung folgt)
rüstiger Streiter zu werden. „Alles für den bie Losung. Wenn auch in ber einfeitiaen L toQt bildung zum Krieger ein grober Fehler ber spart«»Ä"" Erziehung lag, so wurde doch durch die Art berfpik ,d)en herrlicher Gemeinschaftssinn ijeroorap" -e*n „Was uns heute nottut, ist Gemeinschaftssinn" .Drusen, ber Kernpunkt aller Besprechungen auf bem VranA, m.ar Katholikentag. Doch wollen wir nicht in ben ftpht. k r Alten fallen. Laßt uns ben ©emeinfinn pflegen lichen Verkehr mit den Menschen, in Familie, im und auch auf dem Sportplatz! Dazu gehört aber die Unterordnung unter das Ganze, die bei den Snn nern grausamer Zwang mar, bei uns aber auA”®‘ freien Willen, aus ber Selbstzucht unb Selbftüberrninhm? hervorgehen fall. Körperkraft, Selbstbeherrschung@eh?? fam unb Vaterlandsliebe waren neben dem Gemeinkm die Haupttugenden der Spartaner, denen wir ebenem? nacheifern sollen. ,aIIe
Die Schwäche der spartanischen Erziehung lag („ einseitigen Heranbildung zum Krieger. Jede ©eiftesbir. düng wurde vernachlässigt. Eine harmonische Au», bildung von Körper und G e i st, wie wir in ber D. I. K. sie anstreben, kannte man nicht; vielmehr war alles Schrifttum verpönt. Die brutale Körperkraft allein bringt nicht ben Sieg im Leben. Unb so ist jenes Volk von höchster Kraft- unb Machtentfaltung in kürzester ftrift zur Ohnmacht unb Sklaverei herabgesunken. Ein weiterer schlimmer Fehler war bie Ausschaltung bes größten Volksteiles von ber körperlichen Erziehung.
Die gleichmäßige Ausbilbung von Körper unb Seift finben wir bei den Athenern. Bei einer späteren Betrach, hing ber athenischen Lebensweise werden wir erkennen, welch schwere Versäumnis diesem Volke den Untergang brachte. * .
Spiel nicht der ernsten Lebenssphäre angehören und deshalb auch leicht spielerisch gehandhabt werben. Das ist sehr zu bedauern, nicht bloß der Nachteile der Spiel- Mannschaften, sondern vielmehr der Entartung unseres Spieles und des Spielgebankens wegen. Also Wille zur Wahrheit und Unparteilichkeit ist das erste, was man vom Schiedsrichter verlangen muß. Dieser sittliche Wert geht über persönliche Wünsche und Stimmungen, selbst wenn sie die eigene Mannfchaft betreffen sollten. Aus der Erfahrung würde ich übrigens jedem Schiedsrichter raten, niemals ein Spiel zu pfeifen, an dem die eigene Mannschaft beteiligt ist. Man kann dabei seinen gan» 3en Rus als Schiedsrichter einbüßen. Wer diese Liebe zur Wahrheit nicht aufzubringen gewillt ist oder vermag, der mag lieber seine Pfeife verkaufen oder verschenken. Als Schiedsrichter, und wenn er sonst noch so ein tüchtiger Kerl ist, taugt er nimmer. Ich habe absichtlich diese Forderung so scharf herausgestellt, weil scharfe Spiele dann reibungslos vom Stapel gehen, wenn der Spieler und das Publikum von dem Wollen und Können des Schiedsrichters überzeugt sind.
Wenn jemand entscheiden soll, muß er den Sachverhalt kennen. Der Schiedsrichter muß also fähig fein, den Spielverlauf genau und richtig zu beobachten. Das ist leicht gesagt, aber ungemein schwer getan. Voraussetzung für gute Beobachtung ist körperliche Eignung: gute Augen, leichte Beweglichkeit. Menschen mit Gebrechen sind vollends ungeeignet. Es ist vielfach unbekannt, daß der Schiedsrichter, wenn er fein Amt richtig ausübt, mehr zu laufen hat als der Mittelläufer! Durch Brille schauendes Auge ist sehr bedenklich; denn bei regnerischem, schneestöberndem Wetter ist ein solcher Schiedsrichter gar nicht in der Lage, das Spiel einigermaßen zu. verfolgen. Eine unerläßliche Eigenschaft, die der Schiedsrichter besitzen muß, ist die Aufmerksamkeit: er muß genau den Ball verfolgen und alles, was auf dem ganzen Spielfelde und vielfach auch noch, was drumherum paffiert, sehen. Und das ist, weiß Gott, nicht wenig. Für dieses Sehen braucht er eine Portion Geschicklichkeit in der Wahl seines Beobachtungsstandes zum Ball, z. B. beim Elfmeter, im Spiel; wenn andere kaum daran denken, daß das Spiel losgehen kann, hat er schon ein Maß Arbeit getan: das Feld abgenommen, die Spieler, evtl, den Spiclgeist beobachtet, Erkundigungen eingezogen über frühere Spieler usw.
Wenn der Schiedsrichter entscheiden soll, muß er die Regeln und Vorschriften der Spielordnung genau beherrschen. Er kann nicht nachschlagen, um Rat fragen; er kann kaum überlegen; alles vollzieht sich in Bruchteilen von Sekunden. Unb wehe dir, Schiedsrichter, wenn du vielleicht durch dein unsicheres Auftreten nur den Eindruck machst, du feiest unsicher in der Beherrschung ober Auslegung ber Regeln; du hättest besser getan, zu Hause zu bleiben. Der Schiedsrichter muß also Spielordnung und Spielregeln genau unb vollständig beherrschen und anzuwenden wissen. Schneidiges Auftreten, Ruhe und Nachdruck der Anordnungen erleichtern ihm seine Tätigkeit.
Der Schiedsrichter, so befähigt und ausgebildet, wird sich bald durchsetzen und Anerkennung finden, selbst bann, wenn auch mal etwas baneben geht. Unb bann darf er sich nicht gleich entmutigen lassen; denn fein Dienst ist Opferbienft .anstrengungsreich, mühsam unb unbezahlbar.. Seine Arbeit ist Erziehungsarbeit, gebuldhast unb ohne sichtbaren Erfolg. Aber wissen muß er: Spiel soll sein ein Teil Erziehung; wer sich ihr weiht, weiht sich selbst.
Rolande wird geliebt
Roman von pierre L'Ermite
Autorisierte Uebersetzung aus bem Französischen von Thea Kara.
Copyright by Karl Köhler u. Co., Berlin-Zehlendorf.
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Sie hört zu, schüttelt den Kopf, wie der Abbe im Hotelzimmer. Dann wendet sie sich an Tante Cäcilie:
„Ich bin immer der Ansicht gewesen unb mein Sohn ebenfalls, daß diese Heirat ideal für den jungen Mann fein würde, aber schrecklich für Sie."
„In welcher Hinsicht?"
„Roger Maude ist ein junger Mann, der Karriere machen will. Ich mache ihm das gewiß nicht zum Vorwurf. Er hatte es sich sehr schön ausgemalt, in eine vorzügliche Familie der Provinz ^inzuheiraten wie die Ihre. Noch dazu ein so reizendes, junges Mädchen."
„D, gnädige Frau--."
„Allerdings! Sie sind reizend, mein Fräulein. Er würde in eine für ihn ganz neue Welt gekommen fein, der er sich mit Leichtigkeit und Stolz angepaht hätte. Er hätte in ber Venbee ein schönes Heim gehabt. Was konnte er sich Besseres wünschen! Aber für euch, meine lieben Kinder, wäre es vom Hebel gewesen. Ich kenne die Staubes, eine gewöhnliche Familie, noch unter dem Durchschnitt."
„Mütterchen, fei vorsichtig!"
„Heble Nachrede ist es, wenn man ohne genügenden Grund die Fehler seiner Mitmenschen aufbedt. Ich finde aber, daß die Damen hier, unter den obwaltenden Um» ständen, alles erfahren müssen; nun die Frauen Maude find durch und durch egoistisch und sehr gewöhnlich."
„Da haben sie ihr Fett!" rief der Abbe.
„,Was den Sohn betrifft--. Nun das, was hier
geschehen ist, ist der klarste Beweis dafür. Dem Sohn werden sie immer Steine in den Weg zu werfen suchen, wenn er sich verheiraten will. Ich treffe sie oft in den
nach jeder Zigarette schützt vor Katarrh nimmt dem Atem den Tabakgeruch
Aus dem Bezirk Heffeu-Losiel.
Amtliche Mitteilung der Leitung.
Die Bezirksleitung teilt hierdurch mit, daß im Bezirk Hefsen-Kaffel noch kein Bezirksmeister er« mittelt ist. Die Entscheidung in der Meisterschasts« frage wird durch das am kommenden Sonntag, den 19. April in Neustadt, Kreis Kirchhain, ftattfinbenbe Entscheidungsspiel zwischen den beiden punktgleichen Mannschaften „Blau-Weiß » Kasse! und Moau berg fallen.
Die Bezirksleitung:
Freundschaftsspiele mit Abteilungen anderer Verbände dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Bezirksleitung ausgetragen werden.
Die Bezirksleitung.
Fußball.
Uttrichshausen 1. — Veilsteinbach 1. 1:0.
Am Sonntag weilte die Httrichshäuser Elf in Veil» steinbach, um gegen die dortige 1. Mannschaft ein Gesellschaftsspiel auszutragen. Gleich nach Anstoß drückte Httrichshausen den Gegner in feine Spielhälfte. Abe« erst in der 20. Minute gelang es den Httrichshausern, die Führung an sich zu reißen.
Nach Wiederanstoß spielte Veitsteinbach eine Zeit- lang überlegen, aber alle Angriffe scheiterten an ber Httrichshäuser Hintermannschaft. Besonders der Torwart war auf dem Posten. Allmählich trugen beuW Mannschaften eine härtere Note ins Spiel. Elfmeter sowie auch 2 Strafstöße für Veitsteinbach blieben ergebnislos, sodaß an dem Stande 1:0 für Httrichshausen nichts mehr geändert wurde.
Die Mutter des Abbes hatte nicht vermutet, daß ihre Worte sobald bestätigt werden würden; kaum hatte sie geendet, als die Gartentür aufflog, mit einer solchen Wuchh daß sie gegen die Mauer schlug.
Der Abbe stürzte an bas Fenster. Wenn das Roget Maude wäre? Aber nein! Es war nur ein Trupp Kinder aus dem Jugendbund. Sie hatten Tante Cäcilie und Rolande erkannt, als sie im Auto die Aebtissinnen-Straße hinunter fuhren, hatten dann gesehen, daß sie mit dem Abbe in sein Haus gingen. Rasch hatten sie sich entt schlossen, die Damen zu begrüßen und ihnen — ganz nach der Sitte, die auf dem Montmartre herrscht — einigt Blumen zu bringen.
Die Stunde der Abreise rückte heran. Tante Cacm und Rolande verabschiedeten sich von der Mutter der Abbe, die an diesem Tag auch ihnen eine wahre Mutter geworden war.
Der Abbe hatte großartig für sie gesorgt, er hatte st sie Schlafplätze genommen und vorsorglich hatte er nocy Decken unb Kopfkissen dazu verschafft. Tante Cäcilie un Rolande dankten dem Abbe immer wieder für fein Hilfe in einem Augenblick, wo ihnen der Beistand eine