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Donnerstag, 16. April 1931

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Alfons XIII.

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mens errichtet war. vom Sockel und führten es mit einem Strick um den Hals auf einem Lastauto durch die Stadt.

Zahlreiche Mitglieder der spanischen Aristokratie haben sich nach Frankreich begeben. So ist der Herzog von Santander nach Frankreich abgereist. Der Herzog von Alba und Graf Garnera haben die Grenze im Automobil passiert.

König Alfons ist Mittwoch früh um 4 Uhr in Cartagena eingetroffen und hat sich sofort an Bord eines Kreuzers begeben.

Die Regierung veröffentlicht ein weitgehendes Amnestiegesetz für alle politischen, sozialen und Pressevergehen.

Der 14. April ist zum spanischen National­feiertag erklärt worden.

gogijche Uebertreibungen zu vermei­den und die Ungeduld derer zu zügeln, die die wirtschaftliche Wiedererhebung Spaniens als eine Frage des Regime-Wechsels betrachteten.

Ere Nouvelle weist darauf hin, daß Spanien den größten Vorteil habe, an keiner seiner Grenzen bedroht zu sein und also diese neue Entwicklung durchmachen könne, ohne außenpolitische Kompli­kationen befürchten zu müssen.

Figaro schreibt, der König habe keinen Bürger­krieg gewollt, den die republikanischen Führer hät­ten . provozieren wollen. Der Sturz des König­tums werde nicht an sich die Besserung der wirt­schaftlichen und Finanzlage mit sich bringen, die die tiefere Ursache der gegenwärtigen Verwirrung ser. ___________________

Spanien kein Königreich mehr.

Alfons XIII. hat das Land verlassen. Die Republik ist errichtet

Die Lage in Portugal.

Aus Lissabon wird gemeldet: Ferraz ist als Generalinspekteur des Heeres zurückgetreten und durch den früheren Minister Silva Basto ersetzt worden. Ueber die Operationen auf Madeira und den Azoren wird berichtet, daß der Ober- befehlshaber der dortigen Regierungstruppen, Oberst Borges, die Zensur eingeführt und erklärt habe, jeder, der sich den Entscheidungen der Behör­den widersetze und den Aufständischen moralischr oder materielle Hilfe angedeihen lasse, würde als am Aufstand beteiligt angesehen werden. Die Aufständischen der Azoreninseln Terceira und San Miguel haben die Leuchtfeuer gelöscht und damit den völkerrechtlichen Bestimmungen zuwider ge­handelt. Die Regierung hat die Blockade der Häfen Angra, Madeira und Ponta Delgada verfügt, die inzwischen auch wirksam geworden ist. Außerdem sind zwei weitere Kreuzer ausgelaufen. Die portu­giesische Regierung erklärt, daß weder im euro­päischen Portugal noch in den portugiesischen Kolo­nien sonstige Zwischenfälle zu verzeichnen seien.

* Massendemission französischer Bürgermeister. Wie dem Motin aus Cherbourg gemeldet wird, ha­ben die Bürgermeister von 22 Gemeinden in Nord­frankreich beschlossen, dem Innenministerium ihre Demission zu übermitteln, weil sie sich außer Stande erklären, die Sozialversicherungsgesetzge­bung zur Anwendung zu bringen.

Heinrich Lahm

Der neue Berliner Oberbürgermeister Dr. Hein­rich Sahm ist zehn Jahre läng als Stadt- und dann als Staatsoberhaupt von Danzig eine europäische Persönlichkeit gewesen. Im Frühjahr 1919 während Danzig noch eine internationale Be­satzung hatte, wurde er von der Stadtverord­netenversammlung zum Oberbürgermeister von Danzig gewählt. Im folgenden Jahre (Dezember 1920) wurde er auf acht Jahre zum Präsidenten

Königin Ena von Spanien.

erhieL. Es mag sein, daß der König an Sympa­thien verlor, als er sich auf die Bahn der Diktatur begab, und es mag sein, daß ihm die Schuld an demZu spät" beigelegt wird. Darüber zu rechten, ist Sache des spanischen Volkes und seiner Ge­schichtschreibung. Unsere Aufgabe ist es, dem spanischen Volke von Herzen zu wünschen, daß es diese Tage und Wochen eines heftigen Kampfes um die Neugestaltung seiner politischen Verhält­nisse ohne Blutvergießen übersteht und bald zu Ruhe und Ordnung zurückkehrt.

Was wird?

Die Republik in Spanien ist als eine Tatsache anzusehen. Die republikanische Re­gierung ist wie folgt gebildet worden: Minister­präsident Alcala Zamora, Außenminister Lerroux, Kriegsminister Azana, Marineminister Casares Quiroga, Finanzminister Prieto, Innenminister Mi­guel Maura, Minister für öffentliche Arbeiten Al- bornoz, Arbeitsminister Caballero, Wirtschatr». Minister Martinez Barrias, Minister für öffent­lichen Unterricht Fernando de Los Rios.

Ehe das Kabinett Zamora gebildet wurde» war es im Lands schon zur Ausrufung von Teil- Republiken gekommen.

In Berliner politischen Kreisen verfolgt man die Entwicklung in Madrid mit dem Inte­resse, daß bei den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien selbstverständ­lich ist. Die neuen Minister, die ihre erste repu­blikanische Regierung übernommen haben, sind zum großen Teil bekannte Persönlichkeiten. So ist Ministerpräsident Zamora der Führer der Dezem- twrerhebung gewesen. Er war auch bereits mehr­fach Minister, u. a. einmal Kriegsminister. Bei Miguel Maura, dem neuen Innenminister, han­delt es sich um den Sohn des bekannten alten Po­litikers. Der Kriegsminister Azana ist ein in Spa­nien viel genannter Linksrepublikaner. Er ist von Haus aus Rechtsanwalt, war Abgeordneter und hat sich sehr stark schriftstellerisch bestätigt. Der Außenminister Lerroux war Chef der Radikalen Partei.

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In der spanischen Botschaft in London wurde die Meldung, daß Botschafter Marques Merry del Dal dem Auswärtigen Ministe­rium in Madrid auf telegraphischem Wege seinen Rücktritt angezeigt habe, betätigt

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Manifestanten stürzten in Madrid das Stand­bild Isabellas H das auf dem Platz gleichen Na­

Frankreich und der Königssturz.

In der gesamten französischen Presse kommt eine gewisse Sympathie für König Alfons, der in Paris eine beliebte und fast volkstümliche Persön­lichkeit war, zum Ausdruck. Die meisten Blätter trennen das Persönliche von dem rein Politischen.

Echo de Paris schreibt: Alfons XIII. habe nicht den Undank des spanischen Volkes verdient. Im Grunde genommen habe sein Unrecht darin be­standen, daß er allzu oft seine eigene Person ein­gesetzt habe. Wir wünschen, so erklärt das Blatt, der spanischen Republik viel Glück, aber wir haben kern großes Vertrauen zu ihr. Bereits macht der cata lanische Separatismus in sehr machtvoller Weise von sich reden.

Journee Industrielle meint, in einem Lande, das in voller Gärung sei, hätten die Vor­kämpfer der Weltrevolution, wenn keine energische und starke Regierung vorhanden sei, ein Betätigungsfeld ersten Ranges.

Petit Parisien erklärt, der spanische König ent­ferne sich, ohne große Geste, wie ein Bürger, der in einer Wahl eine Niederlage erlitten habe, wäh­rend das Volk die Marseillaise singe.

La Republique dagegen ist der Ansicht, der Thron habe sich von der Straße ins Boxhorn jagen lassen. Die französischen Republikaner, so fährt das Blatt fort, begrüßten die fpanischen und die katalanischen Republikaner, die endlich Herren ihres Landes geworden seien. Die schwierigste Aufgabe aber werde jetzt erst beginnen, denn Alfons und seine Minister hätten ein Land ohne Finanzen zurückgelafsen.

Etwas skeptisch äußerl sich LÄvenir, der den neuen Männern in Spanien den Rat gibt, dema-

Erscheinl sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild' undBuchenblätter''. Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1182 Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Umwälzung und Peseta-Kurs.

wtb. Rervyork. 15. April. (Eia. Meld.) Die Finanzkreise schließen aus dem Peseta-Rückgang, der hier der Abdankung des spanischen Königs folgte, daß der jüngste spanische Stabilisierungs­kredit noch nicht zur Stabilisierung benutzt wurde. Die Morgan-Gesellschaft, die an dem Kredit be­teiligt ist, lehnte eine Erklärung zu dieser Ange­legenheit ab. Doch wird allgemein bemerkt, daß dieser neue ft e politische Zwischenfall in Europa schwerlich geeignet sei, die Stimmung für Käufe von Auslandspa­pieren bei dem infolge der letztjährigen Ereig­nisse immer noch sehr vorsichtigen Publikum zu bessern. Solange jedoch der Obligationenmarkt keine Besserung aufweise, müßte auch die Gewäh­rung neuer Ausländsanleihen ver­schoben werden.

Madrider Stimmungsbild.

wtb. Madrid, 15. April. (Eig. Meld.) Die Freudenkundgebungen in den Straßen der Haupt­stadt, an denen zahlreiche Frauen teilnahmen, ver­liefen ohne' Störung der Ordnung. Der Polizei­dienst wird an mehreren Stellen von Angehörigen der Organisationen des Volkshauses und der Stu» dentenverbände versehen, die rote Armbinden tra­gen. Auch einige Polizeibeamte tragen rote Arm­binden. Der Platz vor dem königlichen Schloß ist mit Seilen abgesperrt, an den Ecken der darin ein» mündenden Straßen stehen Armbindenträger, die das Publikum darauf aufmerksam machen, daß das Betreten des Platzes verboten fei. Dadurch sollen Kundgebungen unmittelbar vor dem Schloß ver­hindert werden. Das Publikum fügt sich willig diesen Anordnungen. Diejenigen, die sich in ir­gendeiner Weise unkorrekt zu benehmen scheinen, werden von den anderen Manifestanten zurückge­wiesen. Die Soldaten, die auf Befehl der letzten Regierung in den Kasernen bleiben mußten, ha­ben diese nunmehr verlassen und gesellen sich zu den Manifestanten. Sie haben die fönirr' - Ko­karde von ihren Mützen abgerissen. An der Tür des Innenministeriums rourb» ein M-'at ange­schlagen, worauf ein Totenkopf mit königlicher Krone zu sehen ist. In improvisierten Liedern wird die Abreise des Königs gefeiert. Gestern abend wurde auf dem Königsschloß die republika­nische Fahne gehißt. Nach den letzten Meldungen sind der König und die Königin gemeinsam abgereift. Die Jnsanten hatten schon am Morgen Madrid verlassen. Die Generale Queiro Lano und Lopez Ochoa wurden zu Generalkapitänen von Madrid bezw. von Barcelona ernannt. Der neue Kriegsminister Azana übernahm um 10 Uhr Oirns- iag abend die Geschäfte seines Ministeriums aus den Händen General Berenguers. Um 1 Uhr nachts hielt Alcala Zamora mit Lautsprechern eine Ansprache an die vor dem Innenministerium versammelte Menge und kündigte für Mittwoch wichtige Verordnungen an.

Sozialistische Schutztruppen.

wtb. Paris, 15. April. (Eig. Meld.) Wie Havas aus Madrid berichtet, haben die sozialistische Par­tei und die sozialistischen Gewerkschaften der Re­gierung mitgeteilt, daß sie ihr für den Notfall 100000 bewaffnete Leute zur Verfügung stellen können.

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Heute, wo es den Anschein hat, als ob der König ganz allein die Folgen der Herrschaft des Direk­toriums zu tragen hätte, muß erneut festgestellt werden, daß die Herrschaft Primas Spanien über schwere Zeiten hinweggeholfen hat. Vielleicht wurde der Reifen, der damals angelegt werden mußte, zu spät gelockert, und wahrscheinlich wurde der Fehler gemacht, den Uebergangin neuerer» hältnrsse zu stark zu verzögern. Aus diesem Zögern sind offenbar die Spannungen erwachsen, die nun bei den Gemeindewahlen in fo elementarer und alle überraschender Weise sich Luft gemacht haben. Es wäre töricht, die Gewalt des repu» blikanischen Ansturms und die Wucht seines Erfol­ges zu leugnen, und es wäre falsch zu behaupten, daß eine solche Wendung vorausgesehen worden wäre. Wie ein Blitz ist alles gekommen. Man hat die nächsten Wochen abzuwarten und kann dann erst genauer beurteilen, wie tief die Furchen der repu­blikanischen Agitation gegangen sind; der mon­archische Gedanke besitzt auch heute noch Bollwerke in Spanien, wenngleich sie nun unter den Wirkun­gen des Trommelfeuers der letzten Monate ein­geebnet erscheinen. Ganz Spanien ist jetzt von dem Feuer entzündet, das immer bei solchen elemen­taren Bewegungen aufflammt. Erkennbar ist die Haltung der größeren Städte; diese sind repu­blikanisch in erdrückenden Mehrheiten, und zwar sind es: Santander, Valladolid, Saragossa, Toledo, Madrid, Valencia, Cordoba, Sevilla. Das flache Land ist dem monarchischen Gedanken treu geblie­ben, die seelische Verfassung der Armee, bei der natürlich die Offiziere und die Artillerie von ent­scheidender Bedeutung sind, ist nicht ganz klar er­kennbar.

Nicht ohne Teilnahme verfolgt Deutschland den Weg des entthronten Fürsten, der viel deutsches Blut in seinen Adern trägt, und dem es zu einem erheblichen Teile zu verdanken hat, daß Spanien trotz aller verlockenden Anerbieten seine Neu­tralität während des Krieges aufrecht-

kronprinz Alfons.

Leben König Alfons XIII., der als Kind untratl6 toat und nur durch größte Sorgfalt I hitL Einste Leibespflege über die vielen Krisen eggebracht werden konnte, war mehr als das- I mhe ^gend eines anderen Monarchen von 6 - entaten bedroht. Schon am Tage seiner k-onJfp9 war ein Attentat geplant, das aber durch n,»»i.o^tnahme von sechs Anarchisten verhindert Sn»- = .Gelegentlich des Besuchs des spanischen ln Paris, am 1. Juni 1905, wurde eine qr>,-2e geworfen, die glücklicherweise nut zwei EmSl.c ^ete. Schreckliche Folgen hatte das Bom- «enattentat am Hochzeitstage Alfons';23 unh t en wurden getötet, während das Königspaar K?Metzt blieb. Am 13. April 1913 wurde ein wu j°ernttcntat auf den König verübt, dem er I » ^ruw heil enttarn. Bei einem späteren Besuch

Ende Ium 1926, war ebenfalls ein 1 ?uf das spanische Königspaar geplant,

I rechtzeitig aufgedeckt wurde.

toar der Zeit der Diktatur unter Prirno uuöd- - Innenpolitische Lage des Landes ziemlich "ersichtlich geworden, weil die Zensur herrschte.

Ereignisse von heute haben einige Aehn- , mit denen zu Beginn der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als im Februar 1873 die föderative Republik ausgerufen wurde, die sich Äer ein Jahr hielt. Bereits im Dezember 1874 aber proklamierte der General Martinez Campos U Sagunt den Sohn der Isabella zum König, und dieser zog als Alfons XII. in die Landeshauptstadt im 14. Januar 1875 als Herrscher ein. Er starb toon mit 28 Jahren im Jahre 1885. Seine Witwe, sraria Christine, eine österreichische Erzherzogin, Mrte die Regentschaft; Alfons XIII. wurde fünf Monate nach dem Tode seines Vaters geboren und bestieg an feinem 17. Geburtstag am 17. Mai 1902 den Königsthron. Die Königin-Regentin Maria Christine hatte bis dahin mit Takt und Klugheit die Regierung geführt; diese tapfere Frau Edie allgemeine Verehrung des spanischen 5. Alfons XIII. vermählte sich am 31. Mai 1906 mit der englischen Prinzessin Eugerne von Battenberg. Der Ehe sind sechs Kinder entsprossen: 3nfant Alfonso, geb. 10. Mai 1907, Jnfant Jaime, geb. 23. Juni 1908, Infantin Beatrice, geb. 22 5unt 1909, Infantin Maria Christine, geb. 12. Dezember 1911, Jnfant Juan Carlos, geb. 20. 3uni 1913 und Jnfant Gonzalo, geb. 24. Oktober

Sberbürgermeisterwahl in Betlin.

Dr. Sahm gewählt.

In der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurden bei der Wahl zum Oberbürgermeister ins­gesamt 222 Stimmzettel abgegeben, davon 13 un­beschrieben, so daß 209 gültige übrig blieben. Die absolute Mehrheit betrug demnach 105. D r. Sahm erhielt 110 Stimmen, der Kommunist Pieck 52, der Deutschnationale Steiniger 46 und der Deutschnationale Springfeld 1 Stimme

Weiter standen auf der Liste der zu besetzenden Posten die Stellen der beiden Bürgermei» ft er und des Kämmerer». Als Kandidaten für den einen Bürgermeister hatten die Sozial­demokraten, wie man weiß, den bisherigen Stadt­syndikus Lange benannt, als Gegenkandidaten die Deutschnationalen den Reichstagsabgeordneten Steinhoff und die Kommunisten den Stadtverord­neten Braun. Mit 106 Stimmen wurde Lange gewählt; 200 gültige Stimmen waren insgesamt abgegeben worden.

Nach diesem Wahlgang gaben die Deutschnatio- nafen eine Erklärung ab. in der sie jede Verant­wortung für die Berliner Selbstverwaltung ab­lehnten und für die beiden nächsten Wahlgänge Nichtbeteiligung ankündigten.

Die stärkste Mehrheit erhielt der Staatspartei- ter Dr, Elsaß, der neben einem kommunistischen Kandidaten für den Posten des anderen Bürger­meisters vorgeschlagen war, er vereinigte 112 Stim­men auf sich; beteiligt hatten sich an der Wahl nur 167 Stadtverordnete, Schließlich wurde mit 101 Stimmen bei einer Beteiligung von 168 Stadtver­ordneten zum Kämmerer der bisherige Frank­furter Stadtkämmerer Bruno A s ch gewählt.

Die Fraktionen, die für die Kombination Sahm- Lange-Elsaß-Asch waren, verfügen über folgende Stimmen in der Stadtverordnetenversammlung: Sozialdemokraten 66, Deutsche Volkspartei 16, Staatspartei 14, Wirtschaftspartei 10, Zentrum 8.

Nm Dienstag hat sich die durch den Ausfall der Aemeindewahlen in Spanien eingeleitete anti- Mnarchifche Entwicklung sehr rasch zur Katastro- phe für das spanische Königtum ausgewachsen. Aach einigem Hin und Her hat der König, ohne ein förmliches Abdankungs-Dekret zu unterzeich- : E das Land verlassen.

.-6(5 der König sich anschickte, den Palast in Madrid zu verlassen, spielte sich eine bewegte g,,ne ab. König Alfons erklärte seiner Umge­bung:Ich gehe mit ruhigem Gewissen". Die Be­legung hatte ihn so übermannt, daß er die letzten Worte kaum aussprechen konnte. Die Königin ist mit den Kindern mit der Bahn nach Jrun abgereift.

FuldaerZertung

I Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches kreisblatk.