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Erdbeben katastrophe in Nicaragua
2500 Todes
Die Hauptstadt Managua fast völlig zerstört
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wtb. Paris, 1. April. (Gig. Meld.) Die französische Presse beschäftigt sich eingehend mit der gestrigen Rede Dr. Curtius unter besonderer Betonung der Bereitwilligkeit Deutschlands, gegen die Prüfung der j u r i st i s ch en Seite der deutsch-österreichischen Zollvereinbarungen durch den Völkerbundsrat keinen Einwand zu erheben.
Aus Men wird gemeldet:
Zu den Erklärungen des Reichsaußenministers Dr. Curtius im Reichsrat schreibt die „Wiener Allgemeine Zeitung": In einer Rede von ganz großem Format hat heute Dr. Cuttius alles gesagt, was Freund und Feind wissen sollen. Nach dieser Rede von beispielhafter Grobheit und Klarheit wird es den Gegnern der Zollunion schwer fallen, noch von Täuschungsabsichten oder Hinterhältigkeiten zu sprechen. Die Rede Dr. Curtius wird in der ganzen West den nachhaltigsten Eindruck üben als Zeugnis eines ungebrochenen und nicht zu brechenden Willens.
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Marinesoldaten und der unter amerikanischen Df fr zieren stehenden Nationalgarde weiter.
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Die Stadt Managua, die Hauptstadt der Republik Nicaragua, wurde am Dienstag vormittag von einem schweren Erdbeben heimgesucht, dos den größten Teil der Stadt in Trümmer legte. Die Zahl der bei der Erdbebenkatastrophe ums Leben gekommenen Personen wird mit 2500 angegeben. Verletzt wurden etwa 2000 Personen. Die Gesandtschaft, das Regierungsgebäude, Banken und Geschäfte in Managua sind sämtlich zerstört und 20 Straßenblocks im Geschäftsvisrtel niedergebrannt. In Managua soll das Kriegsrecht proklamiert worden sein. Um 9.30 Uhr abends wurde wiederum ein Erdstoß verspürt.
Die Zahl der Opfer wäre wahrscheinlich noch größer gewesen, wenn nicht 4 0 Prozent der Bevölkerung die Stadt verlassen gehabt hätte, um das Osterfest am Meeresstrand zu verbringen.
Es ist unmöglich, die ausgebrochenen Brände zu löschen, da die Wasserleitungen durch das Erdbeben zerstört wurden. Die Straßen sind mit Flüchtlingen angefüllt, die, von einer Panik ergriffen, aus der brennenden Stadt zu flüchten suchen. Infolge der Trümmermasien sind die Stta- jedoch kaum passierbar.
In dem völlig zerstörten Gefängnis kamen allein 150 Menschen um. Von dem größten Hotel steht nur noch eine Mauer. Der Gesamtschaden wird aus 40 Mill. Dol - l a r geschätzt. Die Bahnlinien sind in einem Umkreis von 10 Meilen zerstört was die Heranbringung der Lazarettzüge von Corinto erschwert.
Die in der Mitte der Stadt gelegene Markthalle, in der kurz nach dem Erdsturz Feuer ausbrach, stürzte infolge des Brandes zum Teil ein, wobei 35 Personen unter den Trümmern begraben wurden und verbrannten.
Amerikanische Hilfeleistung.
Das amerikanische Marineamt hat vier Schiffe, darunter ein Flugzeugmutterschiff und ein Lazarettschiff, zur Hilfeleistung nach Nicaragua entsandt.
Die Regierung von Nicaragua hat angekündigt, daß die Verpflegung der Ueberlebenden auf Kosten des Staates durchgeführt wird. Das Rettungsund Hilfstperk geht unter Leitung amerikanischer
Wellsbeschaffung und Arbeilsstreüung. reilgulachlen der vrauns-kommlfflon. — Die Durchführung der Arbeitszeitverkürzung.
sie eine Mehrheit erhielten, ist höchst unwahrschem, sich. Zu dieser Notverordnung stehen nämlich auch die Sozialdemokraten restlos, und ihre Aufhebung dürfte damit unmöglich sein.
Das Bemerkenswerteste in den Mitteilungen der betrübten nationalen Lohgerber ist aber die Behauptung, die Notverordnung wolle das Volksbegehren des Stahlhelms sabotieren. Dazu darf zunächst gesagt werden, daß in dieser Unterstellung nicht gerade eine Liebens'rsiir- digkeit für den Reichspräsidenten erblickt werden kann, der ja — wir sagen leider — immer noch Ehrenmitglied dieses Bundes ist und ihm daher sicherlich keine Schwierigkeiten machen will. Diese Behauptung zwingt aber des weiteren zu sthr merkwürdigen Schlüssen auf die Art und Weise, wie der Stahlhelm das Volk für seins Pläne zu gewinnen denkt- Was wird durch die Notverordnung verboten? Das unbefugte Waffentragen, die Verleumdung amtierender Mi« nister, Beleidigungen durch die Presse, aufrührerische Fahrten, hetzerische Plakate, feiges Verkriechen verantwortlicher Redakteure hinter die Ab- geordneten-Immunität, Teilnahme an Versammlungen, die unfriedlichen Charakter haben — gedachte der Stahlhelm mit all diesen Mitteln zu arbeiten,, um sein Volksbegehren zum Siege zu führen? Es sieht so aus. Dabei darf man sich daran erinnern, daß es noch gar nicht so lange her ist, daß er seinen Mitgliedern verbot, gleichzeitig Nationalsozialisten zu fein, und daß umgekehrt Hitler die gleichen Anweisungen für seine Anhänger erließ, oder, wie er so gern sagt, verfügte.
Man kommt unwillkürlich auf den Gedanken, daß doch etwas Wahres daran fein müsse, wenn gesagt wird, der Stahlhelm habe das Volksbegehren hauptsächlich darum eingeleitet, um endlich wieder einmal von sich reden zu mach e n und dem Auseinanderlaufen seiner Mitglieder Einhalt zu gebieten. Die Stahlhelmer sollen nämlich, so heißt es, in Hellen Scharen zu Hit- l e r übergegangen fein, weil bei dem mehr las ist. Diese Leute erwarten nun natürlich, daß es bet der Durchführung des Volksbegehrens ähnlich zugeht wie bei den Heerhaufen des Dritten Reiches, und der Stahlhelm war, wie die Wehklage Hugenbergs beweist, entschlossen, sich jetzt von Hitler nicht mehr übertreffen zu lassen. Run kommt diese böse Notverordnung und macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Was nutzt mir der Mantel, so denkt der Stahlhelm in seiner militärisch-schneidigen Art, wenn er nicht gerollt ist» und welchen Spaß macht noch ein Volksbegehren» wenn es mit geistigen Waffen durchgefochten werden muß! Der Stahlhelm selbst hat also begriffen, daß er die Auslösung des Preußischen Landtags den deutschen Bürgern nicht durch stichhaltige Begründungen, nicht durch Nachweis einer schlechten Haltung der preußischen Regierung klar- zumachen vermag. Es bedarf dazu vielmehr all der Mittel und Methoden, die jetzt auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfafsung u n t e r s ch w e re Strafe gestellt sind. Der Stahlhelm hat also, wenn Hugenberg in seinem Montagsblatt törichterweise die Katze aus dem Sack gelassen
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Opposition in Not.
Die Notverordnung des Reichspräsidenten, die der Verwilderung der politischen Sitten steuern und an die Stelle der jetzigen Unsicherheit wieder Ordnung, Ruhe und bürgerliche Anständigkeit setzen will,'ist der Opposition tief in die Knochen gefahren. Dabei muß, weil sonst Mißverständnisse entstehen könnten, hervorgehoben werden, daß wir die Opposition nicht nur auf der linken, sondern auch auf der rechten Seite meinen. Sie Kommunisten behaupten selbstverständlich, die Regierung wolle sie als Partei, als Gesinnung umbringen, und das drücken sie mit Vorliebe so aus, daß sie von der Knechtung, von der Rechtlosmachung der Arbeiterschaft sprechen, als wenn es nur bei ihnen Arbeiter gäbe. Das Lied kennen wir, und wir erwarten hier nicht, daß es sich ändert, solange die Moskauer Gewaltherrschaft in der Sage ist, bie Wahrheit über die Sowjets an der Grenze aufzuhalten. Aber auch diese Möglichkeiten werden geringer. So wird z. B. wie der Abgeordnete Joos am Sonntag in einer Riesenversammlung des Volksvereins in Berlin erzählte, binnen kurzer Zeit die Broschüre eines sozialistischen Augenzeugen vorliegen, die manchem gläubigen Anhänger der Moskauer Lehre bie Wahrheit über das rote Paradies enthüllen wird. Auch diese Bäume werden nicht in den Himmel wachsen.
Ueberrascht uns also die Haltung, die die kommunistische Presse zu dem Feldzug für Ordnung und Ruhe einnimmt, nicht, so muß es doch höchst sonderbar berühren, wie die angeblich nationale Opposition sich zu ihm stellt, Es gibt bekanntlich in Deutschland 12 nationale Männer. Ihre Namen sind nicht alle offenkundig, aber einer von ihnen ist Dr. Alfred H u- g e n b e r g. Und nun lese man, was in seinem Berliner Montagsblatt über die Wirkung der Notverordnung des Reichspräsidenten gesagt wird. Es kann sich an Uebsrschriften fast nicht genug tun, so als wenn es überhaupt nicht zu Atem käme, um ruhig feine Meinung vorzubringen. Da hören mir, daß die nationale Opposition die Aufhebung der Notverordnung fordert. Aber wie will sie das machen? Der Reichstag ist bis Mitte Oktober, also noch über ein halbes Jahr lang vertagt, und bis dahin dürften von den Nationalsozialisten sowohl wie von den Deutschnationalen eine ganze Reihe derer, die dann gern im Reichstag wieder ein großes Wort riskieren möchten, noch unabkömmlich sein. Denn die Polizei wird, wenn die Herren ihre bisherige Versammlungs- Praxis beibehalten wollen, zufassen, wie Preußen ja bereits ankündigt. Und es gibt dann Gefängnisstrafen auch, für solche Abgeordnete, die, solange sie noch nicht zu den Erkorenen des Volkes gehörten, die Immunität bekämpften. Es kann also sehr leicht passieren, daß es im Oktober beim Namensaufruf einige Fehlanzeigen gibt.
Und vorher wird der Reichstag wohl nicht wieder zusammentreten. Hugenberg und seine Leute können das zwar beantragen, aber sie werden damit nicht durchkommen, denn sie mögen sich mit den Kommunisten noch so fest verbrüdern — daß
Mr erweiterte Zoll-Anion.
Vizekanzler Dr. Schober gab der auswärtigen Presse in Wien aufsehenerregende Mitteilungen über den geplanten Ausbau der deutsch-österreichischen Zollunion nach Südosten, wo Ungarn, Lüdslawien und Rumänien in die Han- delsverttäge einbezogen werden sollen. Der Han- ' »HKverkehr Deutschlands und Desterreichs untereinander, sowie mit den drei genannten Staaten hat den bettächtlichen Umfang von 2,6 Milliarden Mrk.
Zahlen in Millionen Mark \Deutsch!and\
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Wtb .London, 1. April. (Sig. Meld.) Die meisten englischen Blätter bringen die Ausführungen des Reichsaußenministers vor dem Reichsrat ohne Kommentar.
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Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Aulda. Amtliches Kreisblatt.
3*1 schwerster Zeit haben Deutschland und Oester - «lch ben Mut gefunden, einen entscheidenden Schutt in Richtung auf enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zu tun. Ihr Abkommen stellt — und oas vermag keine Krittk des Auslandes zu ent»
— eine schöpferische Tat bar, bahnbrechend ft? .wegweisend zugleich für die Wirtschafts- und Handelspolitik europäischer Staaten. Gleich einem ink" n .Luftzug ist diese Tat in die stickige Atmo- dyare jahrelangen mühseligen und unfruchtbaren Erhandelns über eine gesamteuropäische Wirt- ^aitsverständigung eingedrungen. 'Oesterreich und Deutschland, blutsverwandt, eng verknüpft durch unk iMerreißbaren Bande gemeinsamer Sprache .nv Kultur, werden nun fortan, als erste Staaten ‘ Europa, auf wirtschasts- und handelspolitischem
Zusammengehen.
6ei%J$ war die wirtschaftliche Verflechtung zwischen ö? »Ländern von jeher. Rege war insbesondere 5? Reiseverkehr; lebhaft auch vor allem der Warenaustausch. Güter im Wette von mehr als
halben Milliarde RM. haben jährlich im «.^seittgen Verkehr die deutsch-österreichische vnn passiert. Dabei ist der Warenstrom, der »^Deutschland nach Oesterreich fließt, erheblich «ik der österreichische Export nach Deutsch- iiisDeutschlands Ausfuhr nach Oesterreich belief N "u Durchschnitt der Jahre 1925-1928 auf
Millionen RM., erreichte im Jahre 1929 fei« ptno'^ahepunkt mit 441 Millionen, senkte sich dann Ci, unter dem Einfluß der Wirtschaftskrise wiege?» ?uj 360 Millionen RM. Oesterreich Hin- Len lieferte uns seinerseits in der Zeitspanne
Auch in Deutschland;
wtb. Trier, 1. April. (Eig. Meld.) Heute morgen um 8.45 Uhr wurde hier und in der Umgebung eine schwache Erdbewegung beobachtete Es war ein Beben von etwa 3 Sekunden-Dauer. Don verschiedenen Seiten wird berichtet, daß die Häuser zitterten und die Gegenstände an den Wänden schwankten. Irgendwelcher Schaden ist bisher nicht bekannt geworden. Diese Beobachtungen stimmen mit der Meldung von der Erdbebenwarte auf dem Taunus-Observatorium über ein Nahbeben überein.
KommunWches Spreugslofflager.
Bei einer Haussuchung werden 80 Pfund Dynamik gefunden-
Nach Meldung eines Berliner Blattes hat die Breslauer Kriminalpolizei bei einer Haussuchung in einer Garage in der Otto-Straße, in der ein Auto der kommunistischen Arbeiterzeitung eingestellt ist, neben Zündkapseln und Zündschnüren eine Menge von etwa 80 Pfund Dyna- m i t gefunden. Der Sprengstoff war, dem Blatt zufolge, derart hergerichtet, daß jederzeit ohne Mühe Sprengbomben davon gemacht werden konnten. Der Chauffeur, der offenbar mit der Verwaltung des Dnnamitlagers beauftragt gewesen war, wurde in Haft genommen.
* Der amtliche englische Bericht über die Katastrophe des „R 101“. Das Ergebnis der amt« lischen englischen Untersuchung über die Katastrophe des Luftschiffes „R 101" ist nunmehr veröffentlicht worden. Der sehr umfangreiche Bericht, der die einstimmige Billigung der drei Mitglieder des Untersuchungsausschusses gefunden hot, kommt zu den bereits bekannten FeststelliM- gen, daß das Unglück nicht auf einen Konstruktionsfehler, sondern auf den starken Gasverlust bei den Probefahrten und auf das ungünstige Wetter zurückzuführen fei Es wird ausdrücklich betont, daß die Entscheidung darüber, ob die Erperimente mit Luftschiffen dieses Systems fortgesetzt werden sollen, anderen überlassen bleiben müsse.
danken aus der vielumstrittenen Arbeitsdienstpflicht ableitet, nämlich eine
Art freiwilligen Arbeitsdienstes, der überall dort eingeführt werden soll, wo sich praktische Möglichkeiten dafür bieten. Sie sind natürlich auch von der Kapitalfrage abhängig.
Um die Arbeitsstreckung durchzuführen, wird der Reichsarbertsminister nach Ostern
mit den einzelnen Industriezweigen verhandeln. Es soll unter allen Umständen vermieden werden, daß die Wirtschaft durch Schematisierung ober Bürokratisierung dieser Aktion geschädigt würde. Man wird deshalb wahrscheinlich für jede Industrie eine Kommission einsetzen, in der auch Fachleute der bett. Industrie sitzen. Der von dem Rchchsminister angekündigte gesetzliche Zwang soll nur da angewendet werden, wo man sich gegen eine vernünftige Regelung sperrt. Vertreter der Braunkohlen-Jndustrie haben vor etwa acht Tagen dem Reichsarbeitsminister ihre Bereitwilligkeit erklärt, eine Arbeitszeitverkürzung vorzunehmen, die die Möglichkeit bietet, 10 Prozent mehr einzustellen. Dieses Angebot wird als ein sehr erfreulicher Fortschritt betrachtet, der gewiß nicht ohne Rückwirkung auch auf andere Jndu- ftrieen bleiben dürste.
1925-1928 durchschnittlich für 184 Millionen RM. Waren aller Att, 1929 für 202 Millionen und 1930 für 181 Millionen RM.
Was nun zunächst die Ausfuhr Deutschlands nach Oesterreich betrifft, es handelt sich dabei, der Struktur unseres gesamten Exports entsprechend, zum überwiegenden Teil um industtielle Fettigerzeugnisse. Im Jahre 1930 bezog Oesterreich für nicht weniger als 270 Millionen RM. Fertigwaren aus Deutschland. Die TeMien stehen in diesem Posten mit 48 M-'llonen an erster Stelle. Es folgen bann E" w CI Millionen RM.),
Maschinen (28 ? n RM.), ferner Erzeugnisse der chemischen .Je (21 Millionen RM.),
elektrotechnische L 0 ugnisse (20 Millionen RM.),. u. a. m. Erwähnt sei außerdem noch der Export von Kohlen und Koks, der sich im Jahre 1930 auf über 17 Millionen RM. belief. Die 6V4 Millionen Oesterreicher sind also gute Künden unserer Wittschaft, insbesondere unserer Industrie. Um das durch eine einfache Ziffer zu veranschaulichen: jeder Oesterreicher kauft durchschnittlich — gemessen am Wett der deutschen Ausfuhr nach Oesterreich — für annähernd 55 RM. deutsche Erzeugnisse. Mit einer solchen Quote steht Oesterreich anderen europäischen Läydern, wie z. B. Frankreich, England, Italien, Polen, die pro Kopf ihrer Bevölkerung kaum mehr als für 10—30 RM. deutsche Waren jährlich beziehen, bei weitem voran.
Was Deutschland seinerseits von Oesterreich ein- fühtt, sind zum größten Teil — im Jahre 1930 zu 56 Proz. — ebenfalls Fertigerzeugnisse verschiedener Att. Textilien, aber auch Leder- und Eisenwaren spielen eine wichtige Rolle. Daneben fällt insbesondere noch die Zufuhr von Holz ins Gewicht.
Diesen Handelsverkehr zwischen Deutschland und Oesterreich zu intensivieren und auszubauen, damit im weiteren Sinn dazu beizuttagen, die gegenwärtige Wirtschaftsnot in beiden Ländern zu mll- dern — das soll Hauptzweck des Wirtschaftsabkommens sein.
Die Forderungen der Inder.
wtb. Karatschi, 1. April. (Eig. Meld.) Der indische Nationalkongreß wurde gestern abend geschlossen. Eine Anzahl von Entschließungen fordert u. a.: keine Salzsteuer, Aufsicht über die Währungspolitik und über die militärischen Ausgaben, Schutz der indischen Texttl- waren durch Ausschluß ausländischer Textilwaren, völliges Alkoholverbot und Festsetzung der H ö ch ft« grenze der Gehälter für staatliche An- gestellte auf 9000 Mark im Jahre. Ghandi erklärte, der V1 z e k ö n i g von Indien falle auch kein größeres Gehalt bekommen.
ER B- Berlin, 1. April. (Gig. Meld.) Der Ausschuß, der unter dem Vorsitz des früheren Aeichsarbeitsministers Dr. Brauns eingesetzt worden ist. um die Möglichkeit zur Verminderung der Arbeitslosigkeit zu prüfen, sollte über einen xeil feiner Vorschläge bis Ostern berichten. Wie gir erfahren, liegt ein solches Teilgutachten nun im Reichsarbeitsministerium vor. Es enthält recht jcrgfältige Untersuchungen und kommt zu ähn- jichen Ergebnissen, zu denen man auch bei ben früheren Arbeiten im Ministerium gelangt ist. Die Bedeutung bes Gutachtens liegt darin, daß es eine wissenschaftliche und sachliche Grundlage für bie Maßnahmen bietet, die durch- i>esührt werden sollen. Vor allem handelt es sich dabei um zwei Probleme: Arbeitsbeschaffung und Arbeitsstteckung. Die Beschaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten hängt ganz davon ab, wie sich bie kreditpolitische Lage entwickelt. Das gilt namentlich auch
für das Baugewerbe.
Ende April werden sich die zuständigen Stellen darüber klar werden, wie weit das Bauprogramm ansgedehnt werden kann. Eine interessante Einzelheit ist ferner, daß. man einen besonderen Ee-
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Deutschlands Außenhandel mit den Staaten der geplanten Zoll Union \Deutsch/and\