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1. April
Beilage zur Fuldaer Zeitung
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Das Fuldaer Jugendhaus
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Unb wenn erst, Heimat, dein Volk, eile, ohne Murren und Klagen an deinem Kreuze tragen, wird es in lichter Liebe Schein und nicht mehr Kreuz.
nein, nur Altar fein.
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Bücher für unsere Heimabende.
„Thristuskreist" von P. Martin Mannwald S. I. Wirklich ein Christusbuch der neuen Jugend, nach dem sie sich gesehnt hat. Es ist kein Andachtsbuch, wie so viele andere, das man nach zwei Sätzen wieder zuklappt. Hier steht die Ehristusgestalt, wie sie einen frischen, kraswollen Jungen anspricht, lebendig und majestätisch da. Der Junge, der diese Skizzen liest, wird seinen verschworn« menen, blässen Eindruck von Christus — der wie aus der Fern«! — verlieren und in ihm einen Führer gewinnen,
unsere „Jungpioniere", die in katholischer Weltanschauung erzogen werden, an die Front stellen. Sie dürfen — nein — sie sollen — — und müssen den Kampf mit ihren gleichaltrigen — leider aber ganz anders eingestellten Gefährten aufnehmen.
Welche Organisation gibt ihnen nun das geistige Rüstzeug? An erster Stelle kommt die Urzelle jeder Vereinigung, die Familie in Frage. Stärker denn je soll gerade hier das junge Menschenkind durch das vorbildliche religiöse Leben der Eltern, durch religiöse Belehrung in Wort und Schrift sich an dem Bronn unseres heiligen Glaubens laben und mit religiösem Kulturgut genährt werden.
Weiterhin übt die nächste Erziehungsstätte, die Schule, auf die geistige und seelische Entwicklung des jungen Kindes einen großen Einfluß aus. Unsere auf katholischer Weltanschauung aufgebauten Schulen bieten die Gewähr, daß die Erziehung der jungen Menschenpflanze im christlichen Geiste erfolgt und in chr das Neal nach dem Hohen, Edlen und Reinen geweckt und gekräftigt wird.
In Verbindung mit Elternhaus und Schule arbeitet die Kirche, um dem jungen Menschen in allen Lebenslagen geistiger und seelischer Führer und Berater zu sein. Sie stärkt und befestigt das von der Familie dem Kinde übergebene Glaubensgut und läßt es zu frohem „Gottesbewußtsein" gelangen.
Wenn diese 3 Faktoren, denen ungeheure Kräfte zur geistigen und seelischen Entfaltung unserer katholischen Jugend zur Verfügung stehen, in harmonischer Arbeit sich gegenseitig befruchten —, dann ist die Grundlage für einen sittlich — religiösen Charakter des Jugendlichen gelegt. Dann können und müssen wir gewappnet sein, den feindlichen geistigen Mächten entgegenzutreten als Jugendpioniere unseres Glaubens.
Irene Emmelhainz.
glücklichen Lage, un- des Fuldaer „Haus
jägern. Manche kehren nicht wieder, schweigt. —
*
zweieinhalb Meter.
(Fortsetzung folgt)
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Die Gralsburg.
Gerade in diesen Tagen, wo man in Sevilla die „semena santa", die hl. Woch feiert, wo man in Wagners „Parsifal" das Geheimnis der Gralsburg erlebt, läßt mich die Erinnerung an jene großen, heiligen Stätten Spaniens nicht los. Im Geiste muß ich immer wieder dort weilen, — wo es Parsifal einst hinzog: — in den Bergen des Monserrat.
Es war an einem späten Abend, als er zum ersten Male in meinem Leben vor meinen Augen aufstieg. Dun- kecheit lag über der fremden, spanischen Landschaft. Schemenhaft trat aus ihr das gewaltige Massiv des Mon- serrat heraus. Nebelschwaden umflogen die zerklüftete Krone dieses Gebirgsblockes. Schwach leuchtete das Licht aus den Zellen der Benediktiner-Mönche, die das Heiligtum da droben behüten.
Die Legende erzählt: Im Anfang war der Monferrat ein einzig großer Reise, ohne Schluchten, ohne Tiefen. In jener Stunde aber, da unser Herr und Erlöser in qualvollster Seelennot mit dem Tode rang und die ganze Natur trauerte, da barst der gewaltige Berg mitten entzwei vor Schmerz und Weh über den Tod seines Schop-
Soll die katholische Zagend zurückstehen?
Mit Entrüstung haben die kacholisch denkenden und aktiv sich betätigenden Kreise in allen Gauen Deutschlands Kenntnis genommen von dein „Reichskulturprozeß" in Leipzig, dem unmittelbar darauf die „Gottlosen Messe" in Dresden folgte.
Mit allen Mitteln, die der Hauptveranstalterin, die Internationale der proletarischen Freidenker", zur Verfügung standen, wurden so- ivchl in Wort, Bild als auch in Büchern die dem Katholiken heiligen Kulturgüter mit Verachtung — Haß — >a fast satanischer Bosheit in den Staub getreten. Diese M des Kampfes: das Herunterreißen und Zerstampfen -ines — Gott fei Dank — vielen noch heiligen Kultur- jutes — ist charakteristisch für die niedrige Gesinnung jiefer Freidenker.
Doch die Arbeit dieser „Gottlosen" beschränkt sich ■ nur auf die negative Tätigkeit, sondern sie jietert alle —, die eingeschriebene Mitglieder ihrer Or- Wisationen: die Interessengemeinschaft für Arbeiter- imhir (Jfa), die Rote Hilfe, usw. sind, oder ihrer gei- "tigen Einstellung nach ihnen nahe sichen auf — zu einer positiv en Mit- und Werbeaktion.
Da diese „gottlose" Bewegung erst der jüngsten Der- Mgenheit (i. Jahre 1925 in Rußland gegründet) ange- Ärt und erst langsam in die einzelnen Kulturländer (Europas sich einschlängelt — doch wo sie schon festen Fuß gefaßt hat, in dem Menschen auch den letzten Keim religiösen Denkens erstickt, so sucht sie bis zu der klein- iten Organisation, in die Familie vorzudringen, um die seele des „harmlosen, noch nicht urteilsfähigen" Kindes mit den Ideen des „Bundes der Besbofchniki" zu vergiften.
Diese „Jungpioniere" sollen im Sinne des Programms ihrer Bewegung „arbeiten" d. h. den Glauben und das frohe Gottesbewußtsein aus der Seele ihrer Mitkameraden und Altersgenossen systematisch ausreißen. --Arme, bedauernswerte Kinder, die das Opfer einer solchen Organisation werden! — —
Welches ist nun die praktische Folgerung für uns Katholiken? — — für die katholische Jugend? Sol- ien wir eine „neue" Gegenorganisation ins Leben ru- ien?--Es liegt mir vollständig fern, einen neuen
katholischen „Jugendbund", Verein oder dergleichen ins Leben zu rufen, um dem wütenden Element des Bolschewismus entgegenzutreten. — Und doch--ruhig
iuschen dürfen wir Katholiken nicht. Wir müssen auch
fers. Um ihn aber bildete sich ein Kranz von steinernen Riesen, die die Wächter der Gralsburg wurden. Der Gral, der in ihr verwahrt wurde, soll Christus beim letzten Abendmahl gedient haben, und in ihm soll bann Joseph von Arimathäa das Blut des Erlösers aurge- fangen haben.
Schweigend sannen wir hinauf zum hl. Berg. Von hier aus fandte König Amfortas feine Ritter, daß sie gekräftigt durch die Kraft des hl. Gral hinauszögen in 6i« Welt, zu schützen das Recht und die Tugend. Dann ging die Kraft des Gral durch die Sünde des Amfortas verloren. Oede und traurig war es jetzt in den heiligen Hallen. Aber da kam der „reine, tumbe Tor", Parsifal. Er, der unschuldig und unbefleckt blieb von der bösen Welt, bewahrt in starker Jugendkraft, er konnte Amfortas wieder erlösen und dem Gral die hl. Wirkkraft wiedergeben.
Da wurde uns der geheimnisvolle Berg und diese stille Nacht Symbol für unser Leben. Auch wir wollten Gralsritter fein. Gestärkt vom hl. Gral der/ Eucharistie wollten wir in Abkehr von der Welt und Einkehr in uns selbst zur Gemeinschaft zusammen wachsen wie jene Gralsritter, um in die Welt hineinzutragen Liebe und Erbarmen.
Aus dieser Betrachtung wurde ich herausgerissen, als einer seine Stimme erhob und hinaussang in die schweigende Nacht, hinauf zum hl. Berg:
„In fernem Land, unnahbar euren Schritten, liegt eine Burg, die Monfalvat genannt . . . .
Im Herzen still durchfuhren wir mit der Bergbahn die Nacht. Das Kloster auf halber Bergeshöhe gab uns ein Ruhelager. Im Frühtau zogen wir dann hinauf in die einsamen Berge. Steil unter uns lag die spanische Ebene. Dort drüben Manresa mit der Grotte, in der Ignatius, von der Gnade getrieben, die Exerzitien erdachte, die durch all die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag in viel Tausende von Seelen glühende Begeisterung für das Reich Gottes senkten. — Und nach dort, da schweift der Blick in uferlose Weiten bis hin zmn blauen Mittelmeer, wo es am Horizont mit dem Aether sich vermählt in ewige Unendlichkeit. Wir durchkletterten die wild zerklüfteten Höhen — doch den Eingang zur Gralsburg fanden wir nicht . . .
Von den blauen Blumen, die da blühten, legte ich eine in mein Tagsbuch. Sie, bas Symbol der Romantik, soll mich zeitlebens erinnern an das schöne Spanien, an die Berge des Montserat und an unsere aller Sendung als Ritter des hl. Gral.
Vor zwei Jahren noch gab es Gegenden, wo die Biberratte ungestört lebte. Heute gibt es nur vereinzelte unzugängliche Urwaldsümpfe, wo der Nutriajäger fehlt. ,
Es ist merkwürdig, daß dieser Nager nur in der gemäßigten und subtropischen Zone zu Hause ist. In den Tropen findet man ihn selbst in den ausgedehntesten Sümpfen nicht. Unter günstigen Lsbensbedmgungen tritt er stets in Massen auf, da feine Fortpflanzungsfähigkeit bedeutend ist. Das weibliche Tier wirft mehrere Male tm Jahre drei bis acht Junge.
In den letzten Jahren entwickelten sich große Carn- pamentos, die mit einigen Hundert Indios Nutrias jagen und oft über mehr als taufend Tellereisen verfügen.
Die Nutria ist verhältnismäßig leicht zu fangen. Deshalb gelingt es auch den Nutriajägern, große Sümpfe buchstäblich nutrialeer zu machen. Ja, in trockenen Jahren hat man im Ehaco Argentiniens — ein mir sehr bekannter Pelzjäger war dabei — Feuer in die fast wasserleeren Sümpfe geworfen und die Nutria mit Knüppeln totgeschlagen. Das Tier ist auf dem Lande unbeholfen und langsam. '
Logischerweise ist die Biberratte jetzt seltener geworden, und wenn nicht ganz radikale Jagdgesetze dieser Raubjagd Einhalt gebieten — was allerdings schwer durchzuführen ist —, so wird dieses Pelztier in absehbarer Zeit ausgerottet sein.
Das nächstliegende wäre nun der Gedanke, d i e Nutrias zu züchten, wie man es schon seit etwa vierzig Jahren mit den Edelfüchsen in Nordamerika, Kanada und neuerdings auch in Europa macht.
Wirklich versuchten hier und da auch Eftanzieros, die Nutriabestände ihrer oft sehr großen Sumpfländereien mit der Kugel gegen Raubjäger zu schützen. Sie schonen ein Jahr, um dann Ernte zu halten. So gibt es m Südbrasilien Eftanzieros, die in einem Jahrs mehr Kapital aus Nutriafellen schlugen, als ihnen ihre Rinderherden in zwei Jahren einbrachten.
Ein ähnliches Los wie das der Nutria trifft auch die Edelreiher Südamerikas, nur daß sich bei diesen Vögeln, der besonderen Kostbarkeit ihrer Federn wegen, die Verfolgung in unverhältnismäßig krasserer Form ausgewirkt hat. Die drei hauptsächlich in Frage kommenden Arten sind: der graue Reiher, der große und der kleine Edelreiher.
seren Lesern bas Projekt
ber Jugenb" im Bild zu zeigen. Im Magistrat hat man, so viel wir hören, dem Bau des Hauses zugestimmt. Das schmucke Gebäude soll in der Leipzigerstraße auf dem freien Platz neben der Totenkapelle errichtet werden. Wenn die Stadwerordneten-Versammlung dem Plane zu- ftimmt, — bei ber bekannten Vorliebe ber Nationalsozialisten für die Zentrums-„Wickelkinder" ist daran nicht mehr zu zweifeln — kann mit den Arbeiten bereits in diesem Sommer begonnen werden. Das Haus wird außer der Ju-
Die Narren! Ich hatte einen großkalibrigen Browning, mit welchem ich durch viele Hebung auf einen beträchtlichen Abstand einen sicheren Schuß hatte!
Doch warum schießen? — Ich war ja gerettet! —
Von Formosa aus schrieb ich nun an die Wildfellexportfirma, bei welcher ich vor der Fliegerei als Lagerverwalter tätig gewesen war. Ich hatte mich inzw-schen über den Fellhandel am Orte orientiert und konnte ihnen eventuell nützlich sein.
Die Antwort blieb auch nicht aus. Man ersuchte mich, zwecks eingehender Rücksprache nach Buenos Aires zu kommen. Nun aber — woher Geld nehmen für die Reife? Doch auch diese Schwierigkeit wurde durch die Leihgabe eines in Formosa weilenden Revolutionärs überwunden, welcher nicht aktiv beteiligt war.
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So fuhr ich wieder mit dem Dampfer flußabwärts, bis zu ber aufblühenden Stadt Resiftenzia im Chao, um mich von hier, als Jumper, bis nach Buenos Aires zu mogeln.
Hier händigte man mir nach eingehender Unterredung eine größere Summe Geldes aus und schickte mich als Fellaufkäufer nach Formosa zurück. Von dort aus sandte ich dann die eingekaufte Ware nach Buenos Aires. Neue Geldmittel wurden mir auf meine Anfragen stets sofort telegraphisch überwiesen.
Später ging ich dann auch für die Firma jagen. Sechs Kreolen und ein Aufseher begleiteten mich. Dte Hauptjagd galt der Nutria und dem Fischotter. Wir arbeiteten hauptsächlich mit Fallen — Tellereisen. —
Die Nutria — Biberratte — ist fast so groß wie der Biber und ähnelt diesem sehr. Sie besitzt Ober nn- ftatt des breiten Biberschwanzes einen solchen wie die gewöhnliche Wasserratte. Wenn man sich unsere Wasserratte fünfmal vergrößert denkt, hat man bas Bild der Nutria.
Selbst unter gebildeten Menschen findet man immer wieder die irrige Ansicht vertreten, die Nutria sei eine Art Fischotter. Dies ist grundfalsch. Der Otter gehört zu den Raubtieren, und die Nutria ist ein aus- gesprochenes Nagetier.
Das kostbare Pelzwerk dieses Tieres gewinnt immer mehr an Bedeutung. Infolge dieser hohen Wertschätzung hat sich in Südamerika eine schonungslose Raubjagd gegen die Nutria entwickelt.
Von Formosa wurde ich später, und Nutriafelle im Preise fielen, nach zurückgerufen. Hier mußte ich etwa sechs Wochen lang jeden Tag auf den großen Fellmarkt gehen, um auch diesen kennenzulernen. Und dann schickte man mich nach Brasilien, in den heißen Tropenstaat Matto-Grosfo.
Hier war ich abermals als Jäger und Aufkäufer tätig. Und ich will aus dieser Zeit noch einige Erlebnisse er*
Passion des Volkes.
®n<b immer ragt einsam, Heimat, sein Kreuz über das Land, L,cr ich sehe Menschen,
»ie tragen ihr zuckendes Herz in der Hand unb meinen um dich.
autiqe Menschen mit hartem Gesicht, 'n ihren Augen ein Weh, und doch eine heilige Pflicht: Kreuzträger zu fein.
Sie tragen alle ein Kreuz, Heimat! — Das Kreuz, an bas dich deine Feinde hohnlächelnd geschlagen, bas müssen sie tragen.
jms Kreuz ist schwer und drückt ihre Rücken nieder, ein Beben geht durch die jungen Glieder.
2[ber sie bleiben doch stolz und fest dabei, and aus ihrem Herzen reißt sich ein Schrei: Lieber sterben, als mit dem Kreuz zu Boden sinken!
Und ihre verzweifelten Seelen trinken aus dir, 'Heimat, neue Kraft.
So wandern sie durch das Land, und der heilige Brand ihrer Augen Mt in alle Herzen hinein and zwingt Taufende, auch Kreuzträger zu fein.
wieder.
Das weiß auch ber Estanziero. Und nicht feiten fchie* ßen feine Knechte die ohne Erlaubnis den Rechern nach- ftellenben Jäger wie Tiere über den Haufen. Wie bei den Diamantensuchern, so geht es auch bei den Reiher
zählen.
Zuerst will ich vom Jaguar berichten, von dem ber frühere Präsident der Vereinigten Staaten, Theodor Roosevelt, in einem Buch über Jagderlebnisse in Süd* amerika sagte, daß die Jagd auf diese Großkatze zu den mühevollsten und gefährlichsten Jagden überhaupt 311 rechnen sei.
Es gibt in der Freiheit tatsächlich ansehnliche Bur* schen unter diesen Urwaldschrecken, wie man sie in den zoologischen Gärten kaum zu sehen bekommt. Wog doch ein von mir erlegtes Exemplar zweihundertvierzig Pfund und maß von der Nase bis zur Schwanzspitze
gendherberge, auch eine ganze Anzahl von Räumlichkeiten enthalten, die den Fuldaer Jugendvereinen für ihre Veranstaltungen zur Verfügung stehen. In der gestrigen Sitzung der Vertreter der Jugendvereine hat die Mitteilung des ©tabtjugenbpflegers über den großzügigen Plan ber Stadtverwaltung lebhafte Freude aus- „ .. . s. ~
gelöst. Mittwoch mittag 12 Uhr findet bereits ein« Besichtigung des Bauplatzes statt, W der die Interessen- ten eingeladen sind. ________________________________
denn er dient, einem Freund, den er liebt. Kurz: Christus, der moderne Führer ringender Jugend! „Chri- stuskreise" nennt sich dies Buch, weil die einzelnen Skizzen in religöfen Gruppenabenden, in den sog. „Christus- kreisen" uorgetragen wurden. Sie schließen sich immer eng an bas Evangelium an, um eine packende Szene, eine Persönlichkeit aus der Umgebung Christi ober einen einheitlichen Gedanken — z. B. „Christus und die soziale Frage" — herauszuarbeiten. — Dies Buch ist es wirklich wert, daß es zu Tausenden in die Hände unserer Jugend und ihrer Führer kommt. Als persönliches Wertgeschenk, etwa anläßlich der hl. Firmung, der Schulentlassung, als Freundschafts- oder Weihnachtsgabe usw. wird es bestimmt für immer dem Beschenkten lieb und teuer bleiben. Sein Preis ist vom Verleger und Verfasser bewußt äußerst niedrig gehalten; bei 202 Seiten nur 2,50 Mark. Bei Mengenbezug verbilligt. Erschienen im Karl Borromäus Glock-Verlag, Nürnberg, durch jede Buchhandlung beziehbar. Tr.
Als Jumper, «flieget und Zöget in Siiö-Mmedta.
15] Von Bernhard Schroeder-Wiborg.
Nicht lange darauf hörte ich, wie wir anlegten und ®ie eine militärische Stimme fragte, was da in ber ecke eingewickelt märe?
„Ein armer Aelman, ein Arbeiter, ber nach Formosa ®iß!" antworteten die Schiffer.
Salb stießen wir auch hier wieder vom Lande ab. Es ®«r zum zweiten Male wieder gut gegangen!
Als wir uns bann Formosa näherten, sagten mir die Schiffer plötzlich, sie müßten notwendig in dem Formosa gegenüberliegenden größeren paraguayischen Ort zuerst landen, da sie von dort etwas nach Formosa mitzunehmen hätten.
3et;t horchte ich aber aus! Sollten die Burschen doch ®’ffen. wer ich war? Hatten sie sich den Triumph aufge- !part, um mich in diesem Ort für mehr Dank und Anerkennung dem bedeutenderen Truppenkommando ber Re- Bietung ausjuliefern? —
selbst wenn dem mcht so war, kannten mich doch in •Mer Ortschaft viele, da sie mich in Formosa bei den Revolutionären gesehen hatten. Also mußte ich handeln, n“er ich war verloren! Da ich hinten im Boot saß, riß 2 schnell entschlossen meinen Revolver heraus, und ihn die Ruderer richtend, rief ich: ,Links hinüber nach Formosa — sofort!
Das Hols! Freilich besaßen die Männer auch Messer Revolver, aber sie mußten wohl an meiner Haltung Reifen haben, daß die geringste verdächtige Bewegung Men 6as Leben kosten würde!
®*e ruderten mich wirklich an die argentinische Küste ito Formosas, wohin ich sie dirigierte. Selbstver- ^"lich hatte ich dauernd den Finger am Hahn meines . wolv-rs. Und ich ließ die Schiffer nicht aus den augen.
j. war ich an Land, da verschwand ich — mit Waffe in der Hand rückwärts gehend,— gleich bin« p;...e,nef Bodenerhebung. In demselben Augenblick «J,en auch die Kugeln aus dem wieder abgestoßenen Dt "der mich hinweg.
Merkt Ihr was?
Den Anhängern des Hakenkreuzes ist ber windthorstbund ein Dorn im Auge.
Seit Jahren bemühen sich die Nationalsozialisten auch tm Fuldaer Land ihre verworrenen und — wie bi e deutsch en Bischöfe übereinstimmend fest gestellt haben — unchristlichen Ideen zu verbreiten. Der gewünschte Erfolg ist ihnen aber versagt geblieben. Ihre heftigen Angriffe haben im Gegenteil dazu betgetragen, daß sich überall junge Katholiken zu einer entschlossenen Kampfgemeinschaft „gegen Hakenkreuz und Sowjetstern" zusammen» geschlossen haben. Die Hakenkreuzter, mit denen wir es vorläufig in erster Linie zu tun haben — im Fuldaer Land steht also der Feind für die nächste Zeit noch rechts — spüren diese junge Volksfront schon. Drum suchen sie in der bei ihnen gewohnten wahrhaft „deutschen" Weise den Windthorstbund herunterzusetzen. (Sie bilden sich scheinbar immer noch ein, sie könnten die jungen Katholiken irre machen.)
Ein Vorfall in der letzten Zeit zeigt die Armselig* keil der Helden des Dritten Reiches deutlich. Box kurzem fand in Mackenzell eine sehr gut besuchte Der- sammlung des Windchorstbundes statt, in der der nach Meinung der Nationalsozialisten „noch sehr junge Gaw- fichrer" des Windthorstbundes" in unserem Bezirk sprach. In der Versammung waren auch einige vom Rechts« radikalismus Infizierte anwesend. Man kann nach den Ausführungen, die sie in der Aussprache machten, nicht gerade behaupten, daß sie zu denjenigen gehören, die einer Rede logisch folgen könnten, aber so bewandert sind sie auch schon in der 'aufrichtigen und edlen nationalsozialistischen Kampfmethode, daß sie einige Sätze des Redners aus dem Zusammenhang herausreißen, sie zum Teil für ihre Zwecke umformen und bann als „wörtliche" Zitate in die Öffentlichkeit bringen können. (So scheinen alle die Zitate zu entstehen, die die Rationalsozialisten für ihre „Beweisführungen" und zur „Begründung" ihrer Beschimpfungen und Verleumdungen gebrauchen.) Wir denken nicht daran, irgendwie uns noch näher mit Leuten zu beschäftigen, mit denen — wie die Katholikenversammlung in Hünfeld am Palmsonntag gezeigt hat — jede Diskussion zwecklos ist. Nur soviel sei gesagt, daß wir vom Windthorstbund es nicht geduldig hinnehmen, wenn die „rauhen Kämpfer" für das „Dritte Reich" unsere Führer in der gehässigsten Weise beschimpfen. Leute, die im Land umher« ziehen und behaupten, das Zentrum habe stets eine deutschfeindliche Politik getrieben und im Kriege auf die Niederlage des deutschen Volkes hingearbeitet, um zur Macht zu kommen, haben das Recht verwirkt, wie anständige und chrliche Menschen behandelt zu werden. Niemand tarnt uns übel nehmen, wenn wir unserer Entrüstung über leichtfertige und gemeine Verleumder einmal in derber Weise Ausdruck verleihen. Wir lassen uns nicht von jedem Agitator „Vater landsver« röter" nennen. Vielmehr werden wir unsere letzte Kraft dafür einsetzen, daß die katholische Jugend so viel politisches und geschichtliches Wissen bekommt, um gegen bie Phrasen der Rechts- und Linksradikalen gefeit zu fein. _____________________
Verantwortlich für „Das Blatt der Jugend": Dr. oee. publ. Joseph Sauer-Fulda.
Es tut einem denkenden Europäer weh, wenn er auf großen Seen und Sümpfen in den herrlichsten Naturbezirken kaum noch die schneeweißen und zierlichen Edelreiher erblickt.
Freilich gibt es noch Regionen, wo man diese Schmuckträger noch zu Tausenden sieht. Ich selbst habe sie gesehen! Am häufigsten sind sie noch im tropischen Innern Brasiliens.
Die Edelreiher ober werden immer seltener. Ihre Verfolgung greift immer mehr um sich. Die abstoßendste Jagd auf diesen Vogel ist die an der sogenannten Rei- herkolonie ausgeübte, der Abschuß am Nest. Immer wieder erscheinen die von der Liebe zu ihren Jungen getriebenen Alten an der Brutstätte — und immer wieder knallt es. In, nächsten Jahre aber bleibt die so beschossene Ansidelung teer, die Reiher kehren nicht