Zahrg. 58
Dienstag, 31. März 1931
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grff haben sie gestreikk, fetzt wollen sie tagen.—wcht nachgeben!
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In Rom tagt die wellgekreidekonserenz
Das pollkifche Sommerprogramm
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* Das Jrwin-Gandhi-Mkommen vom indischen Aongreh ratifiziert. Der Ausschuß des Allindi- schen Kongresses hat das Jrwin-Gandhi-Abkom- men mit überwältigender Mehrheit gebilligt.
wtb. London. 30. März. (Eig. Meldg.). Der Verband britischer Industriellen hat in einem Schreiben dem Präsidenten des Handels amts und dem Staatssekrtär des Aeußern die Befürchtung ausgesprochen, daß die deutsch-österreichische Zollvereinbarung die Einfuhr britischer Waren nach Deutschland benachteiligen würde. Der Verband hofft daher, daß die Regierung energische Schritte
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tun werde, um eine derartige Vereinbarung zu verhindern.
den Reichstagspräsidenten die sofortige Einbe rufung des Aeltestenrats beantragt.
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Nach dem mit großer Mehrheit vom Reichstage gefaßten Dertagungsbeschluß wird der Präsident die Anträge der Opposition voraussichtlich a b - lehnen. Eine Einberufung des Aeltesten- rates läßt sich dagegen nicht vermeiden. Die Einberufung muß nach der Geschäftsordnung erfolgen, wenn es drei Mitglieder des Aeltestenrates verlangen. Ueber diese drei Mitglieder verfügen schon allein die Kommunisten. Auch im Aeltesten- rat wird aber kaum eine Mehrheit für die Anträge auf Einberufung des Reichstages vorhanden sein. Der Aeltestemat bestehl aus den vier Präsidenten und 21 Mitgliedern der verschiedenen Fraktionen. Die Oppositionsparteien verfügen davon nur über insgesamt neun Stimmen, denen 16 der anderen Parteien gegenüberstehen. Die Rechtsparteien haben die Absicht, in den nächsten Tagen auf "die Vertreter der kleineren Parteien, wie Wirt- schastspartei, Landvolk, Christlich-Sozialen, einzuwirken, um sie für die Reichstagseinberufung zu gewinnen. Einmal ist anzunehmen, daß derartige Bemühungen kaum von Erfolg begleitet werden, andererseits wär« aber auch, selbst wenn aus den neun Stimmen für die Reichslagseinberufung 11 oder 12 Stimmen würden, noch immer eine Mehrheit gegen die Einberufung gesichert.
Ein Ausruhen in der Politik gibt es nicht. Auch der parlamentslofe Sommer bringt wichtige politische Aufgaben nud Entscheidungen. Ein kurzer Osterurlaub nur und die Vorbereitungen des politischen Sommerprogramms nehmen ihren Anfang.
Auf dem Gebiete der Innen- wie der Außenpolitik wird es sich um weitgreifende Maßnahmen und Beschlüsse handeln. Noch wie vor ist es eine der dringendsten Aufgaben der Reichsregierung, den Arbeitsmarkt zu beleben, die Arbeitslosenzahl zu vermindern. Während der wärmeren Jahreszeit wird ohnehin mit einem Fallen der Arbeitslosenzister in stärkerem Maße zu rechnen sein. Aber diese Tatsache genügt nicht, um die schleichende Krise zu überwinden. . Eg sind staatliche Maßnahmen erforderlich, um in größtem Umfange Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, auch schon deshalb, weil auf dem Baumarkt in diesem Jahre die Beschäftigung geringer sein wird wie in den Vorjahren, sodaß hier eine große Zahl von Arbeitsuchenden nicht unterzubringen ist.
Mit der Arbeitsbeschaffung bildet die Reform der Arbeitslosenversicherung den Hauptkomplex des innerpolitischen Sommerprogramms. Die Gutachterkommission zur Arbeitslosenfrage hat in ihren vielfachen Sitzungen eingehend zu den Fragen einer besseren Arbeitsverteilung und der Ar- beitsbesclMstung Stellung genommen. Ueber die Fragen der Regelung der Arbeitszeit und der Behandlung der Doppelverdiener sind die Verhandlungen abgeschlossen. Noch vor Ostern werden die Gutachten dem Reichskabinett zugeleitet, die gleichzeitig formulierte Vorschläge zu Maßnahmen der privaten Wirtschaft, der Verwaltung und der Gesetzgebung enthalten werden. Nach Ostern sollen die Beratungen ,zu dem gesamten Fragenkomplex der Arbeitsbeschaffung abgeschlossen werden und dann beginnen die Beratungen über die Unterstützung und Arbeitslosenhilfe, über die Reform der Arbeitslosenversicherung.
Die Reichsregierung wird diese Gutachten und Vorschläge ebenso sorgsam prüfen und zur Grundlage ihrer eigenen Vorschläge machen, wie auch die Vorschläge maßgebender Wirtschaftskreise, des
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Mussolini bei der Begrüßung der Delegierten.
Oben rechts: Reichsminister a. D. Dr. Hermes, der deutsche Delegationsführer.
. In Rom wurde die Weltgetreidekonferenz eröffnet, an der die Delegierten von 48 Ländern «ilnehmen. Die Aufgabe der Konferenz ist, einen Ausweg aus der furchtbaren Depression des Weu- Setreidemarktes zu finden, der die Landwirtschaft in allen Erdteilen aufs schwerste bedruckt.
wtb. London, 30. März. (Eig. Meldg.). Zu der Briand-Rede im Senat erklärt das A r b eite r b l a t t „Daily Herold", die Politik Englands ist, mit angemessenen Mitteln die Legalität des von Deutschland und Oesterreich geplanten Schrittes zu prüfen. Wenn jener legal ist, bann ist bie Angelegenheit, soweit England in Betracht kommt, erledigt. Großbritannien wird durch keine Art von Druck veranlaßt werden, einer Gruppe von Staaten ein Recht anzuerkennen, einer anderen Gruppe ihren Willen aufzuzwingen. — Dravol
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wtb. London, 30. März. (Eig. Meld.) Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet, daß die italienischen Sachverständigen, die in London bei der Herstellung des Wortlautes der italienisch-französischen Flottenvereinbarung Mitarbeiten, nach Rom reifen
wichtigsten Exportstaaten sich über, ihren Anteil am Weltweizenmarkt verständigen.
3. Eine Arbeitsteilung zwischen den getreide- produzierenden Ländern in Uebersee und den Spezialkulturen betreibenden Ländern Europas ist aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen unmöglich.
4. In dem von den Donauländern vorgeschlagenen Präserenzsystem ist ein konkreter Vorschlag zur Lösung der Schwierigkeiten wenigstens für einen Teil der in Frage kommenden Anbaugebiete zu erblicken, der emfter Beachtung würdig ist. Dieser Vorschlag schließt nicht die wirklich in'er» nationale Lösung des Problems aus.
5. Die Bestrebungen auf eine Verbesserung der Agrargetreideoerhältnisse durch internationale Verständigung können grundsätzlich begrüßt werden.
Städtetages und der übrigen kommunalen Spitzenorganisationen.
Besonders die Gemeinden drohen unter den Lasten der Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge zusam- menzubrechen. Eine Erleichterung der Lage der Gemeinden ist bringend notwendig. Auch der Reichstag hat in seiner letztenSitzung die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß das Reich den durch die Unterstützung für die Wohlfahrtserwerbslosen schwerbelasteten Gemeinden mit größter Beschleunigung ausreichende Hilfe zuteil werden läßt. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen ist in einem Jahr um rund 440 000 gestiegen. Der Aufwand in den preußischen Gemeinden stieg von Januar 1930 mit 185 Millionen auf 345 Millionen zu Beginn des Jahres 1931. Aber das ist noch nicht der Höhepunkt. Es ist wahrscheinlich damit zu rechnen, daß im Etatsjahr 1931/32 die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen auf 750—800 000 an» steigt, was wiederum einen Mehraufwand von rd. 335 Millionen für die Gemeinden bedingen würde. Welche Wege nun einzuschlagen sind, um die Kommunen zu entlasten, bedarf der eingehendsten Beratungen der Regierung mit den zuständigen Organisationen.
Eine entscheidende Rolle wird bei der Lösung dieser Probleme die allgemeine Entwicklung der wirtschaftlichen Konjunktur spielen. Mit dem Arbeitsbeschaffungsprogramm, das die Reichsbahn und Reichspost durchführen, mit der Uebernahrne der Bürgschaften für die neuen Russenaufträgs wird bestimmt eine Belebung der Wirtschaft und eine Steigerung des Exports, damit auch ein Fallen der Arbeitslosenziffer erreicht. Bon einer zielfesten Durchführung des gesamten Arbeitsbeschaffungsprogramms hängen dann auch die Entwicklungen der Reichseinnahmen ab. Sinkt die Ar. beitslosigkeit, werden die Umsätze in der Wirtschaft steigen, bie Steuereingänge sich erhöhen. Wenn biefe Auswirkungen fühlbar geworden sind, kann, die. Reichsregierung an bie Prüfung ber Frage herantreten, ob noch neue Schritte zur Sicherung ber Finanzpolitik erforderlich sind.
Hierzu gehört bie der Reichsregierung erteilte Ermächtigung zu Sparmaßnahmen. Sie sollen
Im PariserSenat hat der französische Außenminister B r i a n d sehr heftig sich gegen den Wiener Vertrag geäußert. Die Rede des französischen Außenministers Briand hat in Berliner politischen Kreisen lebhaftes Befremden hsrvorgc- rufen. Obwohl ber Wortlaut ber Rede zur Zeit noch im auswärtigen Amt geprüft wird, kann schon jetzt gesagt werden, daß die Behauptungen Briands fast alle abwegig sind. Don einer Vertrag s w i d r.i g k e it ber beutsch-österreichischen Zollunion kann keine Rede sein. Es ist ja wieoer- holt schon darauf hingewiesen worden, daß das Abkommen in genauer Uebereinstimrnung mit allen bestehenden, Vertragsbestimmungen abgefaßt worden ist. Ebenso unrichtig ist die Behauptung, die Weltöffentlichkeit sei vor eine vollendete Tatsache gestellt worden. In Wirklichkeit sind alle Staaten auf das Zollabkommen aufmerksam gemacht worden. Im übrigen kann nur wiederholt werden, daß es sich nur um vorläufige Richtlinien handelt. Wenn Briand weiter davon spricht, daß die Weltöffentlichkeit geschlossen gegen die Zollunion ist, so kann man dem die Stimmen aus Amerika, Japan uno teilweise auch aus England und andern Ländern entgegenhalten. Nach Prüfung des Wortlautes der Rede Briands wird Reichsaußenminister Dr. Curtius in der Reibsrats- sitzung am Dien st a g in ausführlicher Rede auf die Ausführungen Briands eingehen.
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gie können keine Slaals-AulorllA brauchen Aechtsoppositton und Kommunisten fordern Aufhebung der Xot- Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. März. — Der Reichstag soll zusammevlreten. — Man wird über diese Wünsche der Lhaos-polMker zur Tagesordnung übergehen.
Rede-Duell Vriand-Curtius
Am die Zoll-Anion.
Äus Rom wird gemeldet:
q, ,~er deutsche Delegationsführer und frühere ^ichsminister Dr. Hermes entwickelte auf der ^Eizenkonferenz in längerer Rede den deutschen I ptofibountt. Er kam zu folgenden fünf Schluß- iwgerungen:
? Das Weizenproblem kann nicht losgelöst, | Nur im Zusammenhang mit den anderen ickarten und mit der gesamten landwirt-
El'cken Erzeugung betrachtet werden.
. < Eine schematische und einheitliche Anwen- blew Rezepten zur Lösung des Weizenpro- Lan8 Nicht möglich Vielmehr muß jedes p. 0 die für feine besonderen Verhältnisse in le k ommenden Mittel an wenden. Die Rege-
1^., auf nationaler Grundlage bildet die Voraus- für . die Lösung des Gesamtproblems und v f:*ner internationale Verständigung. Ein inier«
1 naIer Plan müßte daraus abzielen, daß die
uldaerZertung
Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.
* Reichskanzler Dr. Brüning hat an den Staatssekretär zur Disposition, Gesandten Dr. Hamel von Haimhausen aus Anlaß der Auflösung der Vertretung in München ein Dankschreiben gerichtet.
bte sich langsam wieder anbahnende bessere Stimmung zwischen Deutschland und Frankreich einen so harten Chok erlitten hat. Wir tragen nicht bie Schuld; denn wir führten nur weiter, was man tn Genf und Paris begonnen und erfolglos abgebrochen hatte. Weder der Zeitpunkt noch die Formen der Geheimhaltung waren verfehlt. Das beweisen uns die französischen Störungsversuche. Briand hat sich nicht gescheut, sein Paneuropa zu verleugnen, als man damit ernst zu machen begann. Wir würden un5 der gleichen Inkonsequenz schuldig machen, wollten wir widerrufen oder vertagen, was wir ohne Hintergedanken in die Wege leiteten.
Erschein! sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag. der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
werden, um mit ihrer Regierung zu beraten, infolgedessen werde der Sachverständigen-Ausschuß seine Arbeit vielleicht erst nach Ostern wieder aufnehmen können. Ursprünglich war gehofft worden, daß der Ausschuß ungefähr zu Anfang dieser Woche seine Arbeiten beenden werde.
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Der „Germania" schreibt zur Rede Briands: Ist Paneuropa tot? Briand hat ihm eine Leichenrede gehalten, als er die Niederreißung der Zollmauern mit dem Bruch der Verträge und der Untergrabung der Sicherheit für gleichbedeutend erklärte. Sind 'wir wirklich so weit, daß ein geschickter Spieler mit. einem paneuropäischen Kartenspiel ganz Europa monatelang in Atem halten kann, um plötzlich die Karten hinzuwerfen, weil der Spielverlauf ihn ärgert? Wo bleiben die klangvollen Reden von der europäischen Annäherung, von der wirtschaftlichen Solidarität und Konsolidierung, geschaffen durch Bereinigung der politischen Atmosphäre, welche Briand noch im Januar zu seiner berühmten Friedensresolution zusammen- faßte? Trägt das Geschrei von Vertragsbruch und unterwühlter Sichecheit dazu bei, die europäische Unrast zu beseitigen? Ist es verantwortlich gehandelt, wenn der Quai d'Orsay im gleichen Atemzug Parolen ausgibt und widerruft, Ziele aufstelkt und für verabscheuungswürdig erklärt? Es ist lange her, daß uns von Paris ähnliche Worte entgegengeschleudert wurden und wir bedauern, daß
Die kommunistische Reichs-tagsfr aktton hat in Reichstage einen Antrag eingebracht auf sofortige Aufhebung der Notverordnung vom 28. März Sfr Einschränkung des Vereins-, Versammlungs-, ÄW«mstrations- und Presserechts. In einer Jnter- Mtion wird die Stellungnahme der Regierung gesichert. Ferner hat der Abg. Stöcker im Auf- trcg ;bet kommunistischen Reichstagsfraktion vom ^iWMagspräsidenten Lobe die sofortige Einberufung des Reichstages gefordert und « Falle der Ablehnung dieser Forderung durch
Im Sportpalast in Berlin wurde eine „Jugendweihe" der K. P. D. abgehalten. Da in dieser Veranstaltung religiöse Einrichtungen verächtlich gemacht wurden, wurde die Versammlung durch einen Beauftragten des Polizeipräsidenten aufgelöst. Zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen.
* Ein Angeklagter verklagt den Oberstaatsanwalt wegen Beleidigung. Der nicht alltägliche Fall, daß ein öffentlicher Ankläger vom Beschuldigten gerichtlich zur Verantwortung gezogen wird, ereignete sich in Dessau. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht am Mittwoch dieser Woche, in der sich der Redakteur des Anhalter Anzeigers Pau! S e r f e r t h wegen Beleidigung des Anhattisihen Staatsministeriums zu verantworten hatte, ließ sich der Oberstaatsanwatt Biermann zu derartigen Beleidigungen des angeklagten Redakteurs, der in einem Prozeß freigesprochen und in dem anderen zu 600 Mk. Geldstrafe verurteilt wurde, hinrei- ßen, daß Verlag und Redattion des genannten Blattes sich veranlaßt sahen, den öffentlichen Ankläger wegen Beleidigung zu verklagen. Ferner ist wegen des Verhaltens des Oberstaatsanwatts De- schwerde über diesen beim Generalstaatsanwalt in Naumburg eingelegt worden.
®a ist zu verstehen, daß die zum Schutze der fXtung und Ruhe erlassenen Anordnungen des ^^Präsidenten v. Hindenburg bei den Radikalen und links auf heftigsten Widerwillen stoßen. ^Nationalsozialisten und Kommunisten sind das ^stündliche Erscheinungen. Unbegreiflich ist, wenn A Hugenberg-Deutschnationalen auch diesem Fall mitzumachen scheinen, obgleich ja «tch sie die Regierung nicht von ihrem Weg ab- tewgen werden.
D« Vertreter der Rechtsopposition ^^0, nach einer Meldung des Montag, auf einer Setting in Nürnberg am Sonntag eine Entschlie- gesüßt, in der nach einer überaus scharfen der Leistungen des Kabinetts Brüning und der Tätigkeit der int Reichstag verbliebenen Par- teien die Forderung der Rechtsopposition auf Ein- ternfung des Reichstages angekündigt wird. Die Rechtsopposition werde auch in den Ländern die mr Aufrechterhaltung ihrer „von der Verordnung verletzten Souveränität" gebotenen Schritte tun. In ter Entschließung wird weiter die Erwartung ausgesprochen, daß der Reichspräsident sich nicht Enger emfeitig von den Parteien unterrichten läßt, die ihn ursprünglich bekämpft und zum Teil in gröblichster Form geschmäht haben, sondern „auch einmal die Vertreter der nationalen Opposition hört, hinter denen die Mehrheit seiner ehemaligen Wähler steht." Die Entschließung mcht der Notverordnung den Vorwurf, daß sie nicht Mr zur Abwehr der Gottlosen-Propaganda bestimmt sei und fordert zum Schluß den Reichs- Midenten auf, bei der Reichsregierung die Aufhebung der Notverordnung durchzusetzen oder sich ton seinen gegenwärtigen Beratern zu trennen.
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