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29. März
Verlage zur Fuldaer Zeitung
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NEUE PREISE AB WERK:
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VERTRETER: Wilh. Heiliger, Automobile, Fulda, Frankfurterstraße 25, Telefon 899,
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unentwegte Verkaufserfolg unserer Typen Adler Favorit (2 Liter), Adler Standard 6 (3 Liter) und Adler Standard 8 (4 Liter) erfüllt uns unter den gege- Verhältnissen mit doppelter Freude; ist er doch ein schlüssiger Beweis dafür, daß wir unserem Ziel: Deutschlands leistungsfähigste, zuverlässigste und wirtschaftlichste Gebrauchs - Fahrzeuge zu bauen, so nahe gekommen sind, wie **8 nach dem gegenwärtigen Stande der Autotechnik überhaupt möglich ist.
soll: die Sicherheit, womit Leo XIII. die sozial- christlichen Lehren aus Evangelium und Naturrecht ableitet, oder seine überraschend genaue Kenntnis der patristischen und der thomistischen Literatur und überhaupt der christlichen Tradition oder seine Vertrautheit mit den modernen wirt- kchaftlichen und sozialen Verhältnissen oder die Klarheit, die Klugheit und die Mäßigimg, womit er die christlichen Grundsätze auf die Zeitverhclt- nisse anwendet, ohne sich von den damals wie heute vorhandenen extremen Richtungen auf katholischer Seite auch nur um Haaresbreite nach rechts ober nach links abdrängen zu lassen.
Nicht richtig wäre es indes, die Enzyklika „Re- rum novarum" isoliert für sich,zu betrachten. Sie setzt die großen Rundschreiben, in denen Leo XIII. die chr istliche Staatslehre entwickelt, voraus, und hat in der gleichfalls außerordentlich wichtigen Enzyklika „Graves de communi" über die soziale Frage eine sehr zu beachtende Ergänzung erhalten. Ganz besonders aber muß man, um der Bedeutung Leos XIII. und seiner genialen Enzyklika „Rerum novarum" gerecht zu werden, des von ihm bewußt und konsequent verfolgten Zieles eingedenk bleiben.
vom christlichen Skandpunkt aus Stellung zu nehmen zur modernen Kultur.
Und zwar nicht etwa lediglich im negativen Sinne.
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Und Jesus schaut auch dich an und fragt: Freund, wie steht dein Herz zu mir? Gib ihm die Antwort so, daß sie k e i n e L ü g e ist . . .
Zum Elisabeth-Jubiläum.
Der Schädel der hl. Elisabeth in Brüssel.
Infolge seiner Nachforschungen in dem Archiv der St.-Gudula-Kirche in Brüssel und in allgemeinen Archiven Belgiens kam der Kanonikus Le- feore in Brüssel zu der Ueberzeugung, daß sich der Schädel der hl. Elisabeth von Ungarn bzw. Thüringen in der St.-Gudula-Kircbe befinden müsse. ' Am Donnerstag voriger ®o -’;e wurde nun in der Sakristei der Kirche ein Reliquienschein geöffnet, in dem sich der Schädel einer Frau befand. Dieser Schädel wurde unverweilt einer naturkundlichen Untersuchung durch Dr. Bervaerk unterzogen, die im Beisein des Kanonikus Steenak- kers als Vertreter des Kardinals van Roey und von Msgr. Marianus, Dekan von St. Gudula, stattfand. Dabei wurde festgestellt, daß der Schädel der einer Frau etwa im Alter von 25 Jahren war. Die hl. Elisabeth ist bekanntlich im Alter von 24 Jahren gestorben. Es darf, so meint das Antwerpener Handelsblad, wohl angenommen werden, daß der in der St.-Gudula-K rche entdeckte Schädel der der hl. Elisabeth ist. Der Schädel soll der Kirche durch Erzherzogin Isabella, die ihn im Jahre 1614 aus Graz in die Frauche- Comtä mitgebracht hatte, geschenkt worden sein. Die Erzherzogin starb 16-33, doch wurde ihre Wil- lensverfügung in bezug auf die Reliquien erst 1650 ausgeführt, und seitdem hat sich nach der Meinung des Kanonikus Lestvre das Haupt der hl. Elisabeth in Brüssel befunden. Es ist beabsichtigt, am 19. November dieses Jahres, am Ge- dächtnistage der Heiligen, die Wiederauffindung der Reliquien mit großer offizieller Feierlichkeit in St. Gudula zu begehen.
WMW
Die Anwendung der christlichen Grundsätze auf die
Zeikverhällnisfe. Zum Jubttaum der Enzyklika „Rerum novarum“.
Von Univ.-Prof. Dr. Otto Schilkin g-Tübingen.
Palmsonntag
Hymnus.
I Dttrch Qualftßt zur Umsatzsteiqerung,
Selten hat im Verlauf der Geschichte ein Schriftstück so viel Aufsehen erregt, so machtvoll gewirkt, so hohe Anerkennung gefunden, wie Leos XIII. Enzyklika „Rerum novarum", dieses moderne soziale Evangelium, diese ratio scripta, dieses Kompendium der sozialchrisklichen Ideen. Etwa gleich der Schrift des hl. Augustinus De opera monacho- rum, worin der Kirchenvater nicht nur die Arbeit der Mönche, fanden im Grunde genommen die christliche Lehre von der Arbeit behandelt, kommt der Enzyklika „Rerum novarum" säkulare Bedeutung zu. Und was Leo XIII. von den Schriften des hl. Thomas rühmt, trifft Wort für Wort auch auf Leos XIII. Rundschreiben und vor allem auf seine Enzyklika „Rerum novarum" zu. Sie bieten nicht nur die christliche Lehre in lichtvollster Klarheit und weisen nicht nur die Irrtümer der Leraangenheit zurück, sondern sie liefern zugleich unbesiegbare Waffen zur UeberWindung der kommenden Irrtümer. Sichtlich haben schon vor Leo XIII. manche Bischöfe, Gelehrte und Sozialpolitiker zur Lösung der sozialen Frage gute und brauchbare Vorschläge gemacht, ober es waren nur Lösungsversuche und Beiträge zur Lösung; was Leo XIII. vorträgt und oorschlägt, bedeutet die Lösung der sozialen Frage.
Man weiß in der Tat nicht, was man an der Enzyklika „Rerum novarum" mehr bewundern
Jahrhunderte. Aber kaum sind die Kinder aus dem Gotteshaus heraus, so zanken sie sich. Und die Eltern treten auf ihre Seite und schüren den Familienhaß. Weil die Eltern die Vaterunserbitte: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern" nicht in sich ausgenommen haben, deshalb verstehen auch die Kinder den Sinn nicht. Und ihr „Jesus, dir leb ich" — ist eine Lüge.
Von den Kinder schreitet Jesu Blick- zu den Erwachsenen. Er sieht überfüllte Kirchen. Der Gesang der Gemeinde erbraust: „Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenfchar". Aber schon eine Stunde nachher sprechen sie in aller Lieblosigkeit von den Sünden eines Mitmenschen. Jesu Wort: „Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden" ist vergessen. — Der Hosannagesang des Gottesdienstes ist dem „Kreuzige ihn" des Alltags gewichen.
Und Jesus sieht Beichtstühle mit Beichtkindern die ihre Beichte mit „Gelobt sei Jesus Christus beenden — aber drei Tage später wohnt wieder Härte in ihnen. Wiederum schaut Jesus Sparen von Brautpaaren, die den Segen des Sakraments erflehen — nachher aber der Sinnlichkeit dienen und in ihrer Ehe setzt sich der Z w i st an die Stelle der Liebe. Und Jesus s?eht Würdenträger und Lehrer, die berufen sind, seinen Geist zu verkünden, aber sie verschanzen sich hinter der Würde ihres Amtes und finden nicht den Weg zum Herzen der Kinder und des Volkes. Bauern stehen dazwischen, die das Geld im Säckel höher schätzen als das Mitleid im Herzen. Jefu Auge geht von einem zum anderen und fragt: Freund, warum duldest du die Lüge, die an deinen Lippen klebt? Sprich lieber dein „Gelobt sei Jesus Christus" mit dem Herzen. Siehe, du schlägst mich in jedem, der um dich ist, neu ans Kreuz, wenn du lieblos zu ihm bist. Siehe, dein Hojanna schmerzt mich, daß ich traurig fein muß.
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NEUE SCHÖPFUNGEN:
Immer schärfer waren die Gegensätze zwischen moderner Zivilisation und christlichem Denken hervorgetreten. Durch Verwerfung einer Reihe liberalistischer Irrtümer hatte dies der Vorgänger Leos XIIl. zu deutli- . chem Ausdruck gebracht. Sollte damit das letzte Wort gesprochen sein? Leo XIII. hat, ohne ein Jota an den kirchlichen Entscheidungen zu ändern, sich der gewaltigen Aufgabe zugewandr, nun positiv zur modernen Kulrur ein Verhältnis zu gewinnen. Was an Liberalismus und moderner Kultur gut war oder annehmbar, was im staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Leben brauchbar erschien, sollte erkannt und anerkannt und der Versuch gemacht werden, in den Organismus von Staat und Gesellschaft die frische Kraft der christlichen Ideen einzuführen, jene so zu erneuern und
die Kultur den Einflüssen des Christentums wieder zu erschließen.
Tatsächlich ist Leo XIII. das große Werk, na- türlich ist gemeint, zunächst in der Theorie, gelungen- Es ist ihm gelungen, die brennenden modernen Fragen, die „politisch e" Frage, die Frage des Widerstreits von Freiheit und Autorität, die soziale Frage, die Eigentumsfrage, die Friedensfrage, die gesamte Kulturfrage in christlichem Sinne zu lösen. Wie scharf Leo XIII. in allem gesehen, erweisen die Geschehnisse klar: soweit man Leos XIII. Soziallehren beachtet hat, ist ein wesentlicher Kulturfortschritt und eine wesentliche Besserung der Lage eingetreten, wo man fein Wort mißachtete, waren Katastrophen die Folge.
Mit voller Deutlichkeit hat jedoch Leo XIII. zugleich die Grenzlinien auf gezeigt, die Sozialismus und Liberalismus vom Christentum scheiden. Leider haben manche geglaubt, insbesondere dem Sozialismus Zugeständnisse machen zu sollen, ja man hat denen, die unbedingt an Leos XIII. Standpunkt etwa in der Eigentumsfrage festhalten, sogar „sozialen Modernismus" nachgesagt. Mitunter wird geleugnet, daß Leo Xlil. etwa gerade hinsichtlich der Eigentumsfrage definitive Entschei. düngen gebe, es fei, so wird versichert, damit zu rechnen, daß neue über Leos XIII. Lehre wesentlich hinausgehende Entscheidungen zu erwarten sind. Eine Meinung, die schon deshalb keinen Glauben verdient, weil Pius X. in feierlicher Weise die von Leo XIII. vorgetragenen Lehren, namentlich auch, soweit sie das Eigentum betreffen. bestätigt hat.
Unser« Aufgabe ist es daher nicht, nach neuen Ent. scheidungen Ausschau zu halten und zu rufen, vielmehr die von Leo XIII. entwickelten Grundsätze sachgemäß und sinngemäß auf die gegebenen Verhältnisse anzuwenden. Unsere Ausgabe ist es, wie fein Geringerer als Kardinal Fürstbischof Bertram unablässig betont, die Soziallehren Leos X114. zum Gemeingut des Volkes zu machen- Man müßte ja förmlich blind fein, wenn man die von Bolschewismus und Sozialismus her der christlichen Kultur drohenden Gefahren verkennen und wenn man nicht einfehen würde, daß Leo XIII. uns die den Sieg verbürgenden Waffen zur Verfügung gestellt hat. Unsere Aufgabe ist es mit anderen Worten, die sozialchrist- liche Bewegung zu fördern, die ein wefent- lllher Teil der katholischen Aktion ist, und alle Kraft kür die Verwirklichung des sozialen Ideals Leos XIII. einzusetzen, darin bestehend, daß die Angehörigen der unteren Klassen zu vollwertigen und vollberechtigten Gliedern von Gesellschaft, Staat und Kirche werden.
unh Preis und Ehre sei dir, Christus, Erlöser, «Tkie kindliche Schar frommes Hosanna geweiht.
und Preis und Ehre sei dir, Christus, Erlöser, « "ki« Israels König, du Davids erhabener Sprosse, Mmen des Herrn, König, Gesegneter, kommt und Preis und Ehre sei dir, Christus, Erlöser, Östlich besingen da droben dich alle die himmlischen «Moder' sterbliche Mensch, alle Geschöpfe zumal.
• unb Preis und Ehre sei dir, Christus, Erlöser. SZbunb, mit Palmen geschmückt, kam einst dein
Volk dir entgegen, eiten Gelübde, Gesang bringen entgegen auch wir. «Mn'und Preis und Ehre sei dir, Christus. Erlöser. '- Sfoaft dem Leiden entgegen, so sangen sie schuldiges ® üob dir.
«2 der herrlich regiert, tönt nun unser Gesang. «Mn und Preis und Ehre sei dir, Christus, Erlöser.
gefielen dir wohl: so laß auch uns dir gefallen, artiger König, voll Huld, dem alles Gute gefällt. Mhm und Preis und Ehre fei dir, Christus, Erlöser.
Hosarmarufer.
Der Festzug nähert sich Jerusalem. Kinder eilen ihm voraus. Sie schwingen ihre Palrnen- Lgige in der Luft und Hosannaruke erfd/aL fei. Männer und Frauen folgen- Sie gleichen heute den Kindern; denn die Begeisterung hat auch sie erfaßt. Jetzt endlich dürfen sie Ihn zum Könige machen, eine neue Zeit wird folgen; denn nun wird der Wundertäter der Brotvermehrung alle irdischen Sorgen hinwegnehmen.
Jesus sitzt feierlich auf der Eselin, majestätisch wie ein König. Aber sein Herz scheint keinen Anteil an der Glorie zu haben. Seine Augen gleiten sinnend über die Menge hin, als wollten 1?e logen: Ist denn niemand da, der mich versteht von euch Hosannarufern? Träumt chr immer noch von äußerem Glanz, der dem Herzen wohl Betäubung, aber keine Ruhe zu geben vermag? —
Dann wandert Jesu Auge hinüber zum Berg Aaloaria. Noch in dieser Woche wird er dort erhöht werden. Don all den Rufern, die heute um ihn sind, wird nur Johannes an seinem Kreuze stehm mit zwei Frauen, die jetzt beim Festzug nicht zugegen sind. Rust nur Hosannal In fünf Tagen wird allerdings mancher von euch in den Kreuzigungsruf einftimmen. Jetzt stehen die Priester mürrisch zur Seite und schauen aus der Ferne dem Jubelzug zu. Am Karfreitag wird ihr Groll zur Tat werden. Da werden sie über bie Hosannarufer lächeln, denn dann folgen diese der neuen Begeisterung, die ihrem König von heute den Tod bringt.
Jesu? schaut von seinem Reittier herab über die Schor. Sein Auge gleitet in die Ferne, bis in kommende Jahrhunderte. Die Schar der Rufer wächst, aus Tausenden werden Millionen. Nicht Juden allein sind es. aus allen Völkern der Erde ist sie zusammengesetzt. Auch Menschen des zwan- sigstm Jahrhunderts sind darunter. Sie rufen ajle ihr Hosanna, aber der Heiland wird nur trauriger. Sein Auge heftet sich auf jeden Einzelnen und fragt: Willst auch du mich am Kreuz verlassen? Willst du von mir gehen, wenn es nicht gerade eine Lust ist, dem Sohne Davids ein Hosanna zu rufen? Und das Auge des Heilands wird mitten im Jubelzug immer mehr von der Traurigkeit ber Passion überschattet.
Denn da sieht er Kindlein, die beim Ein. und «ustritt aus der Kirche an die Brust schlagen und »■oefusbirleb ich" sprechen. Ja, das Sprüch- sein „Jesus dir leb ich" ist das Hosanna ferner
HiUiy Kaufen und IriUiq Fahren islzamudei
Öie Frage des wahre» Gebrauchswertes, die Frage der „Wirtschaftlichkeit auf die Dauer“ steht beim Kauf eines Automobils heute mehr denn je im Vordergrund.
Wer es sich irgend leisten kann, wählt daher gleich ein richtiges Automobil — von 2 Liter Hubvolumen aufwärts — und »•ch da wieder eine Marke, deren Ruf sichere Garantien bietet. Denn, daß es Unterschiede gibt zwischen „PS“ und „PS“, **«8 hat sich allmählich herumgesprochen. Billig kaufen und billig fahren ist zweierlei . . .