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Mühlen Franck

Mühlen Franck

-xuldaer Land und Nachbargebiek

IUZ7 zar Gersfeld). Am vergangenen Sonn- mittag aus einem im Mhafen vor Anker liegenden Reulbach tKr. wer»!, ^rlehnskassenoer- Baagerschifs em Brand, den die Feuerwehr erst nach M t*elt L* feine statutengemäß festgesetzte Früh- dreistündiger harter Arbeit bewältigen konnte, ^'t dem fn SR 8 ulb och ninerlammlunq ab. Herr Brande wurde der 65 Jahre alt« Schifsswarter Christoph

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Konrad vermißt. Man fand schließlich nach langem Su­chen in der Nähe des Schiffes die Leiche des Mannes. Die Kleider waren teilweise verbrannt, der Unterkörper verkohlt. Wahrscheinlich entstand der Brand in dem Wohnraum des Konrad, als dieser das Herdfeuer in- zünden wollte. Dabei muffen seine mit Del und Benzin getränkten Kleider Feuer gefangen haben. Konrad hat dann anscheinend versucht, sich der brennenden Kleider

Müller, achtel mehr auf Eure Kinder!

— Offenbach. Am Dienstag nachmittag machte sich ein vierjähriges Mädchen in der Küche der Wohnung ihrer Eltern in der Sedanstraße am Fenster zu schäften. Plötzlich verlor das Kind das Uebergewicht und stürzte aus dem zweiten Stock auf die Straße. Mit schweren inneren Verletzungen wurde es nach dem Krankenhaus transportiert, wo es den Verletzungen erlag. Die Mut­ter hatte ihr Kind ohne Aufficht gelassen und besorgte während der fraglichen Zeit Einkäufe.

Hierzu ist die gesamte Bevölkerung von 216ns- SQufen, insbesondere die Jungmänner und Mädchen, herzlich eingeladen.

t*61« Eintritt!

Dindkhorstbund

Gau Fulda

Freitag, den 27. März, abends 8 Uhr öffenfr

*. Versammlung in

Ronshausen.

Zentrums - Versammlungen

im kreise Hünfeld

zwecks Ueberprüfung der Partei • Organisation

W, Freitag, den 27. ds. Mts. abends 8 Ahr Treischfeld, Sonntag, den 29. ds. Mts. nachm. 3 Ahr

Alle Partelanhänger sind mit ihren Angehörigen herzlichst eingeladen.

_ Der Kreisvorstand der Zentrumspartei.

Aus Oberhessen.

Wilderer blenden mit Scheinwerfer«.

Schwere Strafe für Wilddiebe und Hehler.

= Marburg. Unter großem Andrang des Publikums sand vor dem Großen Schöffengericht die Verhandlung gegen acht Angeklagte statt, die sich der Wilddieberei, der Beihilfe bezw. Hehlerei schuldig gemacht hatten. Aus der Verhandlung, die zwei Tage in Anspruch nahm, ging hervor, daß die Angeklagten, Joh. Hachenbach (61 Jahre) und sein 23jähr-ger Sohn Julius, Heinrich Engel und Joh. Jesberg in der Zeit von Oktober bis Dezember vorigen Jahres in den Wäldern von Ern st hausen (Kreis Frankenberg) Wilddieberei betrieben haben und dabei einen Hirsch und 15 Rehe erlegten. Zu ihrem Ver­brechen benutzten sie einen Kraftwagen, mit des­

Ientrumsarbeik in Salmünster.

Salmünster (Kr. Schlüchtern). Man schreibt uns: wm'lbcnb des St. Josephstages hatte sich eine an- SLkhe Schar von katholischen Frauen, Männern und Lm-wolk im Wolf'schen Saale zu einer Versammlung LLn. Den Vorsitz hatte unser hochw. P. Pastor «aimund übernommen, der auch den Abend veran- K hatte lieber die Veranstaltung hätte man wohl die «orte schreiben können: Gibt es im 20. Jahrhundert

Kaiholikenverfolgungen? Ein einleitender Lichtbll- heroortraq des hochw. Herrn Pater Julian ließ die er- "ifenden Bilder der mexikanischen Katholikenverfolgung •L tzen Augen der Zuschauer vorüberziehen. Der Redner betonte mit Nachdruck, daß dieses Schicksal auch an die deutschen Katholiken herantreten könne. Dabei wies er ,or allem darauf hin, daß der mexikanische Präsident Calles enge Beziehungen zur Sowjet-Regierung unter­halten habe. Erschütternd war es, die katholischen Jung- tnänner Mexikos (im Alter von 20 und 25 Jahren) auf­rechten, mutigen Ganges zum Tode schreiten zu sehen. Die Frage lag nahe: Wird es uns einmal ebenso er- gehen, wenn Rußlands- und gottloser Geist einmal siegen sollten. Den zweiten Vortrag hatte dankenswerter Weise Herr Geschäftsführer S ch u ch e r t vom Kurhess. Bauern­verein übernommen. In seinen, von verschiednen prakti­schen Beispielen aus seiner früheren Tätigkeit in Thürin­gen durchsetzten Vortrag zeigte er die Feinde auf, die bereits im eigenen Vaterlande die deutschen Katholiken bedrohten Eingehend und sehr anregend verstand es der Redner, als Feinde den Liberalismus, den Materialismus und den Kulturbolschewismus zu schildern. Redner zeigt« alsdann, wie bereits hie Grundlagen eines gesunden Lölkes angegriffen find im Kampfe gegen die christliche Ehe und die Tötung des keimenden Lebens, sowie im Kampf gegen die Bekenntnisschule. Er stellte dann die Frage: Welcher Partei im Reichstag willst Du das Le­ben und vor allem die Seele Deines Kindes anvertrauen? Rur einer Partei könne man feine Stimme geben, die christliche Grundsätze in ihr Programm ausgenommen habe und durch Taten nachzuweisen im Stande fei, daß sie für positives Christentum eintrete. Daran anschließend zeigte ein weiterer Lichtbildervortrag, daß wir Katholiken ieineefaös rückständige Menschen seien, sondern daß wir auch in Technik und Kunst mit an der Spitze stehen. Ein Läipiel der jüngsten Zeit sollte dies besonders bartun in dem „Flug des Hauptmanns Köhl über den Ozean". Er wurde nicht nur als Flieger, sondern auch als echter Katholik geschildert, der vor Dem Start über den Ozean bit t)t. Kommunion empfing. Auch jetzt, nach der glän- M gelungenen Tat habe sich Hauptmann Köhl ganz In den Dienst einer Katholischen Sache gestellt, indem er sich der Miva, d. i. einer Vereinigung zur Verfügung ge­stellt hat. die mit ihren Flugzeugen und Autos den katho­lischen Missionen Dienste leistet. Der Abend machte es jedem der Zuhörer klar, daß niemand mehr abseits stehen dürfe, sondern daß jeder aktiv sein müsse im geistigen Kampfe für Christus und feine Kirche durch Unterstützung und Stärkung der einzigen Partei, die christliche Grund- jätze vertritt/ die Zentrumspartei.

Herr Schachert erklärte noch, daß es als eine Selbst­verständlichkeit angesehen werden müsse, daß ein Ka- tholik eine katholische Zeitung lese.

Neues aus Frankfurt.

Aakionalfoziattstifche Rohlinge.

Das Gericht stellt fest, daß sie viel zu niedrig bestraft find.

Am 9. November veranstaltete die sozialistische Jugend am Opserdenkmal eine Kundgebung. Die „S. A." der Nationalsozialistischen Partei hatte an dem Tag einen Marsch nach Griesheim unter­nommen. Als sie sich auf dem Rückweg befand und am Hauptbahnhof anlangte, wurde der Zug durch die Polizei aufgelöst, weil befürchtet wurde, daß es zu Zusammen- stößen mit den Jungfozialiften kommen könne. Die Na­tionalsozialisten gingen nun in Grppen der Hauptwache zu, wo der Führer der sozialistischen Arbeiterjugend Lan­gendorf einen Polizeibeamten auf die Ansammlungen aufmerksam machte Als L. dann über den Schillerplatz gehen wollte, wurde er von zwei Leuten angerempelt, «chon kamen andere heran und schlugen auf den schmäch» tigen Schriftsetzer ein. Als sich Langendorf entfernen sollte, schlug man ihn zusammen. Der auf dem Boden "egende blutende Langendorf wurde ins Gesicht, auf den Kops und in den Leib getreten, fo daß er mehrere Tage ohne Besinnung war. Die rohe Tat war hauptsächlich auf einen S. A. Mann namens Hahn zurückzuführen, »r und sein Freund Ernst wurden im Januar vom ®ro&en Schöffengericht wegen gemeinschaftlicher gefähr» licher Körperverletzung zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil legten sie Berufung ein, unb die Strafkammer prüfte auf Grund neuer Beweis­aufnahme den Sachverhalt. Das Gericht verwarf die Be- wfungen beider Angeklagten und lehnte den Antrag auf Bewährungsfrist ab. Die Strafe für Hahn fei viel J u n i e b r i g unb das Gericht bedauere, daß die Staats* Awaktfchast n'djt auch Berufung eingelegt habe, damit die «uafe erhöht werden konnte. Da nich» angenommen ®«ben könne, daß sich der Verletzte durch Fußtritte zur Aufnahme in eine andere Partei bestimmen (affen werde, tonne bas Vorgehen der Angeklagten nur als f l n n l o f e "tof)eit beurteilt weben.

~ Gin Todesopfer beim Schiffsbrand im Osthafen. Me wir bereits berichteten, entstand am Montag nach-

,ln * - '7™, 'rfammlung ob. Herr

|o!’rS ».hl begrüßte im Namen des Vorstandes die Pfarrer . b"r erschienenen Mitglieder und konnte ; pattlttbe 2 5 Ri ^rjiitfj willkommen heißen die Herren als Ehren? " rat Tremmel und Bankvorstand Etzel aus L-ndEt'w Veröffentlichung der Bilanzzahlen zeigte, Rutha- m-rein trotz der schwierigen wirtschaftlichen Ver- »a6 der Ver m der Lage gewesen Ist, die ange- Kredite im Geld- und Warenverkehr aus den l^'ninaenen Spargeldern zu befriedigen, sondern daß |L. etUSegunll Mjönes dauerndes Guthaben bei der Zen- I ""^-vollenschaftskasse unterhalten werde. Die Liqui- tt^gen N „ unb das volle Vertrauen zu der Genos- ditot °° £ QUf eine gewissenhafte Verwaltung des 23er- Eückzuführen. Dankvorstand Etzel ermahn e in ^hrinalich-n Worten die Vorstands- und Aufs.chtsrats- wieder und den Rechnungsführer, auch m Zukunft aana Ihre Pflicht zu tun, und sprach eingehend voll und sid)erf)eiten bei Ausnahme von

ud" en Md Kredite in lausender Rechnung. Herr ? hmirtiebaftsrat Tremmel hielt einen lehrreichen Vor- £°n?ü er Saatgut. Düngung und Fütterung. Nach * reaen Diskussion, die an beide Dortrage sich an- konnte gegen 6.30 Uhr die Versammlung zu aller

Miedenheit geschlossen werden.

— Gießen. Seit vorigen Freitag früh ist der etwa 20 Jahre alte unb einzige Sohn des Lanbwirts Bom- mersheim in Bettenhausen (Kreis Gießen) spurlos verfchwunben. Der junge Mann hatte sich zu Besorgun­gen nach Münzenberg unb Griedel aufgemacht; er hatte auch feine Obliegenheiten in Münzenberg erledigt unb sich dann nach Griedel begeben, ist jedoch bqrt nicht an­gekommen und fehlt seitdem ohne jede Spur.

— Diez. Wie die Ermittelungen unb das Geständnis ergaben, soll der in Untersuchungshaft befindliche Arzt Dr. Arnold in über 100 Fällen — darunter ein T o- desfall — sich des'Vergehens gegen § 218 schuldig gemacht haben. Die Behörden wurden auf Dr. Arnold aufmerksam durch einen Fall, der sich in einem Vorort Wiesbadens ereignete unb den bi« Wiesbadener Krimi­nalpolizei aufgeklärt hatte.

- Sasse!. Der Flugzeugkonstrukteur Raab, der zur Regelung seiner geschäftlichen Angelegenheiten nach Amerika gefahren war, ist feit Anfang b. I. wieder in Deutschland. Er hat einen Prozeß angestrengt, der dem­nächst zur Verhandlung kommen soll und in dem er unter Ausbietung von 30 Zeugen die gegen ihn in der Presse in feiner Abwesenheit erhobenen Beschuldigungen rich­tigstellen will.

Der Hoferde in Not.

Er sollte 7 Geschwister auszahlen. — Da er kein Geld hat, steckt er da» Haus an. um die Versicherungssumme zu erhalten. — wegen Brandstiftung erhält er 1 Jahr 2 Monate Zuchthaus.

-- Kassel. Das Schwurgericht verurteilte in der Sitzung am Dienstag den 34 Jahre alten ledigen Karl Weide aus Martinshagen im Kreise Wolschagcn wegen vorsätzlicher Brandstiftung In Tateinheit mit Der- sicherungsbetrug zu 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus. $8eibe hatte nach dem Tode feiner Mutter im vorigen Jahre gegenüber feinen 7 Geschwistern die Verpflichtung über­nommen an sie für die Ueberlassung des Hauses mit den Aeckem 9000 Mark auszuzahlen. Außerdem waren noch alte Schulden in Höh- von ca. 4000 Mark vorhanden. Dazu kam. daß bas Haus das älteste von Martinhagen ist und 300 Jahre alt sein soll. Alle diese Gründe hatten in dem Angeklagten den Entschluß reifen 'assen, das Haus anzuzünden. Es war mit etwa 8500 Mark in der Ge­bäude- und mit 14 000 Mark in der Mobiliarversiche- rung, sodaß Weide also mit ungefähr 20 000 Mark Ver­sicherungssumme rechnen konnte. Am Sonntag dem 18. Januar, abends gegen 6 Uhr legte er in der Wurst kam« mer glühende Kohlen unb Holzasche nieder, bedeckte sie mit Sägemehl und legte Erbfenstroh in die Nähe. Dann verließ er das Haus und begab sich nach Sand zu feiner Braut. Der Brand roitrbe nachts 12 Uhr von Dberlanb- iäger Wagner aus Istha entdeckt, der mit dem Land- iägermeifter Burghardt aus Wolshagen sofort nach Sand fuhr, wo Weide im Hause feiner zukünftigen S*n>ieger eitern um 2 Uhr na-ht» feftgenommen wurde. Er legte bann nach einigem Zögern ein Geständnis ab.

Beim Holzfuhren tödlich verunglückt.

= Eschwege. Der Geschirrführer Blochmann aus Ershausen, der bei dem St. Johannisstift beschäftigt war, ist beim Holzfahren im Walde tödlich verunglückt. Als sich der Unfall zutrug, war niemand zugegen. Bloch­mann wurde später tot aufgefunben.

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zu entlebigen, ist aber, als dies nicht gelang, auf Deck gelaufen unb hat sich schließlich in den Main gestürzt. Hier ging er sofort unter und ertrank.

=• Schwere Strafen wegen Landfriedensbruchs Das Große Schöffengericht verurteilte den Arbeiter Georg Bickel Haupt zu sieben Monaten, den Fuhrmann Lronharb Bender zu einem Jahr, den Schreiner Johann Andraschky und den Hilfsarbeiter Johann Kreiling zu vier Monaten, den Schuhmacher Franz Wiegand zu drei Monaten unb einen Schichmacherlehrling zu einem Mo­nat Gefängnis. Die Verurteilten hatten sich des Land- friedensbruchs schuldig gemacht, indem sie sich am 12. Dezember in Praunheim mit Knüppeln bewaffnet hat­ten, um einen Ueberfall auf helmkehrende Nationalsozia­listen auszuführen, bei dem es bann zu einer schweren Schlägerei kam.

Beim Reinigen des Gewehres erschaffen.

— Wiesbaden. In feiner Wohnung in der Nassauer­straße in Biebrich wurde ein Kaufmann erschossen aufge­funden. Es stellte sich heraus, daß er mit dem Reinigen seines Gewehres beschäftigt war, als sich die Waffe plötz- iich entlüd und eine Schrotlabung dem Manne in den Kopf drang.

Beim Fußballspiel beide Beine gebrochen.

= Wiesbaden. Bei einem Fußballspiel auf der Kampfbahn an der Frankfurterstraße rannte der Spieler Lesch aus Saarbrücken so heftig mit einem Wiesbadener Spieler zusammen, daß er mit einem Bruch der bei­den Unterschenkel vom Platze getragen werden mußte.

Freistaat Hessen.

Biersteuer-Diktal für die größte oberhefsische Land- Gemeinde.

— Gießen. Der Gemeinderat der Gießener Dororis- gemeinbe Wieseck, der größten Landgemeinde in ber Provinz Oberhessen, hatte in den letzten Wochen zweimal die Einführung der Gemeinbe-Diersteuer in Wieseck ab­gelehnt. Nunmehr würbe vom Kreisamt Gießen als Aufsichtsbehörde di« zwangsweise Einführung ber (Sc- meinbe-Biersteuer in Wieseck angeordnet. Die Steuer gilt mit Wirkung vom 1. April d. 5s. ab.

fen Scheinwerfern sie das Wild blende­ten und dann aus dem Wagen abschossen. Als Hehler, die das Wild antauften, tarnen W. Wollberg aus Gelsenkirchen, Schreinermeister Förster aus Gelsen­kirchen, Heinrich Freiling aus Niederweiler bei Mar­burg unb Albert Heisler aus Gelsenkirchen in Frage. In der Verhandlung bestritten bie Angeklagten jede Schuld. Da» Gericht kam aber zu einer anderen Ueberzeugung unb verurteilte Joh. Hachenbach zu 1 Jahr unb 7 Mona- ten Gefängnis, Julius Hachenbach zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis. Heinrich Engels unb Joh. Jesberg zu je 1 Jahr Gefängnis. Der Angeklagte Frelling er­hielt wegen Hehlerei 1 Jahr Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen.

Laudkrastpost im Steife Kirchhain.

— Kirchhain. Am 1. April werden in den Ortschaf­ten Stausebach, Himmelsberg, Schwabendorf (mit Wolfskaut), Albshausen, Wohra, Langendorf, Her- tlgshausen, Schisfeldach, Ernsthausen, Burgholz, Ems­dorf, Langenstein, Rüdigheim, Niederofleiden, E r- furlshausen, Kleinseelhelm, Großseelheim, Schön­bach, S i n d e rs s e 1 d und Niederwald Poststellen ein­gerichtet, die die Eigenschaft selbständiger Postanstatten haben. Die Gebühren des Ortsverkehrs gelten nur für den Zustellbereich jeder selbständigen Postanstatt. Für alle Briefsendungen von auswärts nach den genannten Poststellen und umgekehrt gelten die Ferngebühren.

Feuer im Kraftwerk Bringhausen.

s= Bad wÜbungen. Infolge Kurzschluß entstand in der großen Maschinenhalle des noch im Bau befindlichen Kraftwerks Bringhaufen Feuer, das den hölzernen Unter­bau der provisorischen ©runbroafferpumpanlage unb die Motoren zerstörte. Es gelang, den Brand alsbald zu lö­schen. Durch bie Zerstörung der Pumpanlage war das Grundwasser gestiegen, so daß Gefahr bestand, daß die noch im Bau befindliche Maschinenanlagen unter Wasser gesetzt wurden. Die Feuerwehr mußte die Motorspritze ansetzen, und in zehnstündiger Tätigkeit das Grundwasser herausschaffen, bl» die Gefahr beseitigt war.

Tödlicher Sturz von der Mauer.

= Bad Ern«. Ein hier zu Besuch weilender Kurgast eines Erholungsheim» aus Westfalen mar mit einigen Freunden im benachbarten Dausenau eingekehrt. Auf dem Heimweg kam er in der Dunkelheit vom Wege ab und stürzte zwischen einem Baurn und dem Lahngeländer hindurch die etwa drei Meter hohe Mauer hinunter auf den Leinpfad. Er fiel aufs Gesicht und in der Bewußt­losigkeit trat der Tod durch Ersticken ein.

Ma radialer Bursche.

wegen Mordversuchs zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.

— Aschaffenburg. Wegen einer außerordentlich rohen Tat stand der 23jährige Baugehilfe Veit R o st unter ber Anklage des Mordversuchs vor dem Schwurgericht. Rost hatte in der Nacht zum 30. September v. I. vor dem Lo­kal des Gastwirt» Pfeifer Streit mit einem Gast der Wirtschaft angefangen. Al» er von dem Wirt zur Ruhe ermahnt wurde, wurde er ausfallend unb bebrohte ben Wirt. Rost wurde wegen dieses Vorfalles aus seiner Stellung entlassen. In der Annahme, der Wirt Pfeifer habe ihn um seine Stellung gebracht, lauerte er einige Zeit später dem Wirt nachts auf unb schlug mit einem Eishaken auf den überraschten Mann ein. Nach meh­reren Schlägen auf den Kopf traf er den Wirt mit der eisernen Spitze in die Schuller, während sich bas andere Ende des Hakens an einer Mauer feftnemmte. Rost konnte das Eisen nicht mehr frei bekommen und ließ daraufhin von feinem Opfer ab. Er ergriff die Flucht, konnte qber nach kurzer Zeit verhaftet werden. In ber fetzigen Verhandlung vor dem Schwurgericht legte Rost ein freches Benehmen an ben Tag und äußerte nicht die mindeste Reue. Er ließ sich sogar zu der Aeuße» rung hinreihen, „daß er bie Tat niemals bereuen roeroe*. Der Staatsanwalt geißelte die Rohheit des Verbrechers in scharfen Worten und beantragte sechs

Jahre Zuchthaus. Das Gericht erkannte auf fünf Jahr« Zuchthaus unb fünf Jahre Ehrverlust.

Katholische Wett.

— Inthronisation de» neuen Prälaten von Schneide­mühl. Am Mittwoch fand in ber Kirche zur Heiligen Familie in Schneidemühl bie feierliche Inthronisation des neuernannten Prälaten von Schneidemühl Dr. Franz Hartz statt.

Reise und Wanderung.

Kanada hebt die Linreisebeschränkungen teilweise auf.

Diese uns soeben von der Canadian Pacific Linie, Hamburg, zugegangene Mitteilung wird sicher viele un­serer Leser interessieren. Demnach wird Familien deut» scher Staatsangehörigkeit mit einem Kapital von 1000 Dollar und mehr bie Einreise nach ben Pro­vinzen Nova Scotia und New Brunswick in Kürze wie­der gestattet. Genaue Einzelheiten über Ausreisetermin sowie über die Höchstzahl der zugelassenen Familien bürf- ten in ben nächsten Tagen bekanntgegeben werden. Außerdem besteht nach wie vor uneingeschränkte Einreise­möglichkeit für Frauen und Kinder unter 18 Jahren, die zu ihrem in Kanada ansässigen Ehemann bezw. Va­ter reifen wollen, ferner für Personen, die im Besitze einer besonderen Einreiseerlaubnis von ber kanadischen Regierung sind, wie sie z. B. an Verlobte ausgestellt werden, die zu ihrem in Kanada ansässigen zukünft'gen Ehemann reifen wollen. Ebenso sind unverändert zuge­lassen Personen, bie nach einem besuchsweisen Aufenthalt in Europa innerhalb eines Jahres nach Kanada zurück- kehren.

Bäder und Kurorte.

— Plerwochen-Kur in Sfaafebäbern für TNcktsozial- versicherte. Der preußische Landwirtschastsminister Dr. Steiger hat für die kommende Kurzeit eine Neuem- richtung getroffen, die besonders den Dolkskreisen des Mittelstandes zugute kommen soll, denen nicht So* zialversicheruna die Heilbehandlung ermöglicht. Die Neu­einrichtung besteht in der Gewährung verbilligter Pau­schalkuren in ben Staatsbäbem Ems, Schwalbach, Schlangendab, Nenndorf unb Rehburg, so­wie in dem bem Wohttahrisminffterium unterstellten Bad Bertrich a. d. Mosel Die billigen Pauschal- kuren sollen jedem bewilligt werden, dessen Einkom­men jährlich 6000 Mk nicht übersteigt. Der Nachweis über bie Höhe des Einkommens wird bei Ar­beitnehmern durch eine Bestätigung der Werks- ober Ge­schäftsleitung und im übrigen durch bie amtliche Beschei­nigung einer Behörde erbracht werden können. Die Dauer ber Kur soll in ber Regel vier Wochen betragen, jedoch werden auch Dreiwochen-Kuren abgegeben, falls in dieser Zeit bereits eine Heilwirkung für die betreffende Erkrankung erzielt werden kann. In der Pauschalkur ist in einigen Bädern alles eingeschlossen, was eine Kur ent­halten muß: Unterkunft mit voller Vervflegung, Kurtaxe, Trink- und Badekuren, sowie die Kosten der ärztlichen Behandlung. In einigen Bädern, wie Ems und Nenn­dorf, in denen verschiedenartige Erkrankungen behandelt werden und auch die Kurmittei wegen ihrer Verschieden­artigkeit nicht in bie Pauschalkur einkalkuliert werden können, ist in ber Kurunterkunft mit voller Verpflegung Kurtaxe, Trinkkur und ärztliche Behandlung eingeschlos­sen, während die Kurmittel zu besonders verbilligten Preisen zur Verfügung gestellt werden. Die Höhe der Kurpreise schwankt je nach Den Kurzeiten und besonderen Verhältnissen in den einzelnen Bädern. Dreiwochen-Ku- ren kosten 125 bis 200 Mk., Vierwochen-Kuren 165 bie 280 Mk. Auskunft über die Kuren erteilen die einzelnen Kurdirektionen. '

Schriftleiter: Dr. phil Johannes Kramer. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckerei I P a r z e 11 e r.

Wenn die Hausfrau ein Kaffe e ge t r änk wünscht das herzhafter schmeckt und weniger kostet,

dann

muß sie es mit der guten Kaffeewürze

Mühlen

Franck zubereiten.

Mühlen Franck würzt, kräftigt/ verbilligt jedes Kaffeegetränk.