Deutschland oder Polen
Quar-
Ob
frohen Bahn-
am 24. 3.
am 24. 3.
seit 24 3.
Erinnerungsblätter aus den Märzkagen 1921.
Niederschlag o. 24.3.8U. morg. — 25. 3.8U. morq. 0,00 mm
Relative Feuchtigkeit der Lust am 25.3. mitt. 12 Uhr 62,0 %
flehte
ge-
Händedruck mit den Schwestern aus Westfalen — und wieder weiter.
Höchste Temperatur im Schatten Höchste Temperatur in der Sonne
Niedrigste Temperatur
Hebet die Grenze der Abstimmung-Zone.
Halt! Französisches Militär besteigt den Zug. Patz- und Gepäckkontrollei Alles korrekt und höflich — und
— Fuldaer Geschichlsverein. Auf den heute abend im Hochzeitszimmer des Bürgervereins stattfindenden Lichtbildervortrag des Herrn Oberbaurat Schwarz über „Die Regeln des alten deutschen Städtebaues mit besonderer Berücksichtigung von Fulda" wird noch einmal hingewiesen.
— Eine Wanderung durch den Schwarzwald wird die Ortsgruppe Fulda des Verbandes der weiblichen Handels- und Büroange st eilten e. V. an Hand eines Lichtbildervortrages heute abend .m kleinen Saal des Bürgervereins unternehmen.
6s ein Traum war? Ein helles Lied „Wir grüßen Euch, wir grüßen Euch!" — Man reibt sich die Augen, die Uhr schlägt 6, Türme einer großen Stadt dort drüben — weißbemützte Schüler stürmen herein — „Guten Morgen!" Raffen in der Eile zusammen, was sie finden an Propagandaschriften, Zeitungen und Blumen. — Nanu?? — Grenze in Sicht, alles verboten. Türen zu und die Hauptstadt Schlesiens entschwindet. Oder war es nur ein Spuk des Berggeistes, in dessen Bezirk wir gerieten? Ols! Aufenthalt! Das scheint nun doch kein Morgenspuk mehr zu sein. Eimer mit heißem Wasser dampfen auf dem Bahnsteig, und es beginnt eine Generalreinigung, mehr oder weniger gründlich, glaube ich, entsprechend der Reihenfolge, in der man daran kam. Eine Reihe von Landfrauen gehen umher, bieten jedem gekochte Eier und belegte Brote zum Kaffee an. Ein
doch eine atembeklemmende Stille nach all dem Plaudern. Keine Begrüßungen mehr auf den Höfen. Ist man in Feindesland?
3m Quartier.
Schornsteinfegermeister M. stand auf unferm
NM. angenommen- wurde, wobei es möglich war, die Umlage für die Handwerkskammer von 7,18 RM. auf 6,95 RM. für die einzelnen Handwerksbetriebe zu senken.
Die Deutsche Volkspartei zur Lage.
Die Fraktion der Deutschen Volkspartei begründet in einem längeren Artikel ihre ablehnende Haltung zu den, kulturpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten und ihres Minister Dr. F r i ck. Die NS. seien ungehalten darüber, daß sie im Haushaltsausschuß nicht nach ihrer Pfeife tanzten. Zu der Frage der Volkshochschule habe die Partei stets den Standpunkt vertreten, daß die sozialistische Volkshochschule F i n z zwar nicht ihren Wünschen entspreche, daß sie aber leider durch den Auselnandersetzungsoertrag gesichert sei, und daß Verträge gehalten werden müßten. Der Artikel kritisiert dann die einseitige Förderung der betont rechts eingestellten Volkshochschulen gegenüber der finanziellen Vernachlässigung des neutralen Volksbildungswesens.
Die von dem nationalsozialistischen Professor Schutze - Naumbur geleitete Bauhochschule in Weimar, die von jeher ein Schmerzenskind gewesen sei, müsse durch die Maßnahmen ihres Leiters, der sich starken völkischen Gedankengängen an- geschlossen habe, die Kritik herausfordern. Der
— Geisa. Zu den Silberjubilaren, die in diesem Jahre ihr 25j ä h r. P ri esterju b ilaum feiern können, gehört auch Pater Kuno H a Y aus Geisa. Derselbe wurde am 29. Juni 1906 t Fulda zum Priester geweiht. Nach fünfiabnau Tätigkeit im Dienste unserer Diözese trat er in e Gesellschaft Jesu ein und n>irft jetzt m Hamburg. .
= Stadtlengsfeld. Der Stadtrat beschloß Die Erhebung eines Zuschlags von 60 Prozent z staatlichen Grundsteuer, die Erhebung der Bu g steuer und die Biersteuererhöhung. Dre vohe Zinsen für das 60 000 RM. betragende Feldabayn Darlehen wurde lebhaft bemängelt.
schwerste Vorwurf, den man der Schule machen müsse, sei die einseitig parteipolitische, d. h. nationalsozialistische Einstellung. Das habe sich besonders bei der Eröffnungsfeier gezeigt, zu der eine Abordnung mit einer riesengroßen Hakenkreuzfahne erschienen sei. Wie sich herausgestelft habe, sei es eine Abordnung der NS.-Partei ge« wesen. t
Was endlich die nationalsozialistischen Fach« beratet des Minister Frick angehe, die nach der Erklärung des Ministers nur zur vorübergehenden Verwendung gedacht gewesen sind, so sollte man erwarten, daß der Minister in der Sage gewesen wäre, auf f?e zu verzichten, nachdem er über ein Jahr Zeit gehabt habe, sich einzuarbeiten.
Zum Schluß des längeren Artikels, kann die Volkspartei es nicht unterlassen, mit Genugtuunz zu bemerken: „Inzwischen gehen die Ereignisse m Thüringen ihren von uns vorgesehenen Gang zwangsläufig weiter. Je stärker die Worte Awr Nationalsozialisten jetzt sind, um sc> weh? merkt man ihre innere Unsicherheit und Ver. legenheit. Der Katzenjammer ist da, sie haben bloß nicht den Mut, dies einzugestehen.
4-14,0° C 4-25,0° d + 4,0' C
Die ArbettsmarMage.
Langsame Besserung in Hessen-Nassau und Hessen.
Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen- I Nassau besserte sich nach dem Bericht des Landesarbeitsamts Hessen auch in der ersten MärzhMs nur sehr langsam und noch immer nicht in allen Arbeitsamtsbezirken. Die Entwicklung wurde durch die ungünstlgeWitterung gehemmt, die die Arbeitsaufnahme in den Außenberufen (Land- und Forstwirtschaft, Gärtnerei, Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe und Lohnarbeit wechselnder Art) nur beschränkt zuließ. Daher kommt es auch, daß diese Berufe an der Abnahme der Arbeitsuchenden um insgesamt 2910 nur mit 452 oder knapp 16 Prozent beteiligt sind, und daß am 15. März nur 1363 oder 0,5 Prozent Männer, aber 1547 oder 3,1 Prozent Frauen weniger gezählt wurden als am 1. März. Die meisten Frauen wurden vom Bekleidungsgewerbe und von der Tabakindustrie aufgenommen; die Männer hatten einen besseren Arbeitsmarkt in der Metall- und Lederindustrie, sowie ebenfalls im Bekleidungsgewerbe. Die Zahl der arbeitsuchenden Angestellten ist um rund 420 auf 25 000 gestiegen. Don den rund 308 800 Arbeitsuchenden wurden 64 Prozent unterstützt, und zwar 143 061 mit 139 401 Angehörigen in der Arbeitslosen- und 54 270 mit 66 778 Angehörigen in der Krisenunterstützung. Zu der starken Abnahme der Hauptunter.
Zuschrlsksn aus nuferem Leserkreis.
Für Die hic. erfolgenden Veröffentlichungen übernimmt die Schriftlectung nur die durch das Preßgesetz borge* schrtebene Verantwortung.
An den Herrn Redagkör von her Fuldaer Zeitung. Meine Herrn! Ich bin einer von denen Jungen, die wo als Fußball spielen in der Wiesenmühlstraße und kann Ihnen nur sagen, daß der Einsender aus einem .....
einen Donnerschlag macht. Mit vielen Grüßen (folgt Unterschrift). Das dürfen sie ruhig in die Zeitung setzen.
Temperatur- und Varometerstand in Fulda.
Mttgetellt von Diplom-Optiker Sauerborn.
tierzettel .und 4—5 Jungen oder mehr marschierten wegweisend vor uns her. Die großen trugen die Koffer, die kleinen Stöcke, Schirme oder wesien sie habhaft werden konnten. Die Schulen hatten alle abstimmungsfrei, und kein deutscher Junge wollte da zu Hause bleiben, natürlich! Die kleinen Mädchen hatten uns schon bei der Ankunft Erfrischungen gebracht, in einer Würstelbude, außerhalb der BahnhoMperre. Das hatten die Heimattreuen doch fertig gebracht. — In unferm Quartier eine Riesenblumengirlande, ein Schild „Willkommen in der Heimat". In der Tür Hausfrau und Hausherr mit herzlichem Willkommensgruß. Ihr Eheschlafzimmer hatten sie uns eingerichtet und über und über mit Schneeglöckchen geschmückt. Dampfender Kaffee auf dem Tisch, auf jedem Platz ein Programm von der Stadt mit allem, was sie uns bieten wollte an Rundfahrten, Besichtigungen, Theatervorführungen. Die Tage, die nun kamen, waren angefüllt von neuem Erleben, von Herzlichkeit, nicht nur seitens naher und ferner Verwandten, die man seit Jugendtagen nicht mehr sah, sondern seitens der ganzen Bevölkerung. !
Palmsonntag! Frühmorgens schon läuten die Glok- ken. Auf dem Frühstückstisch eine bunte Reihe von Zeitungen, die als Kopfbild den Einzug Jesu in Jerusalem zeigen oder den Palmzweig. — Lustige Bilder im „Pie- ron", auf denen der schmucke Oberschlesier und der polnische Bux eine Rolle spielen. Wir erfreuen uns noch daran im Zuge, der uns zu unserem Abstimmungsort bringt. — Kattoröitz! Eine Menschenflut entströmt dem Bahnhof, der Borplatz ist abgesperrt durch französische Soldaten. Der Menschenstrom schiebt sich weiter durch die langen, geraden Straßen mit den hohen Häuserfronten und den großen Geschäften, die die moderne Industriestadt kennzeichnen. Lange Reihen Wartender zeigen die verschiedenen Abstimmungslokale an. Endlich steht man selber in der kleinen Zelle, die beiden Zettel in der Hand: Deutschland, Niemcy — Polen, Polska. I Niemals wieder bei einer Wahl ist mir so sehr die Be- I beutung des kleinen weißen Zettels bewußt geworden. Welch eine Fülle monatelanger Arbeit bis dahin — und was wird kommen? Ein verhaltener Ernst lag über den Fahrtgenossen bei der Rückfahrt. Einer erzählt: Heute vor Tagesanbruch fuhr eine junge Frau aus meinem Heimatort wieder fort, war aus Hamburg gekommen, wo sie verheiratet ist. Sollte dem Vater das Versprechen geben, für Polen zu stimmen. Das konnte sie nicht. — Geteilte Herzen! Armes Grenzland.
Deukfchland oder Polen?
Das ist nun 10 Jahre her. Das Land dort unten ist nicht unser geblieben, obwohl wir alle fuhren, Alte, Kranke, mit uns. Aber die schöne Gemeinsamkeit, die alle verband, wes Staates und Berufes sie waren, die Anteilnahme des ganzen Volkes, die Begeisterung der I Jugend, das ist nicht umsonst gewesen. Und wenn bei I den Erinnerungsfeiern es wieder klingen wird „Heimat, dir bleiben wir treu", bann gilt bas in einem ganz besonderen Sinne dem Land und den Leuten jenseits der neuen Grenze, weil wir sie damals lieben lernten.
Dr. H. R. I
Theater in Fulda.
Das Landestheater des Bühnenvolksbundes, Ensembles Mitteldeutsche Bühne, führt am Samstag, den 28. März, in Fulda das Schauspiel von Angermayer ..Flieg roter Adler von Tirol" auf' Ein mitreißendes Volksstiick, mit erdhaften wuchtigen Gestalten voll Schwung und Kraft und mit ausgezeichnetem Blick für alle theaterwirksamen Momente gestaltet. Das Stück war einer der größten, lautesten Theatererfolge der letz, ten Zeit, erlebte in Berlin Serienerfolge und ging über die meisten größeren Bühnen. Die Hauptrolle der alten Eggthalerin wird von Eva Goltz gespielt. Ihren Sohn, den Wirt Eggthaler spielt Intendant Gustav Bar» telmus der auch die Inszenierung in Händen hat. Bon alten Bekannten finden wir Willy Moll, Carla Neizel und Rolf Fischler unter den Mitwirkenden.
Abfahrt zur Abstimmung.
Heimat, dir bleiben wir treu. Das schmetterten wir aus den Fenstern und Türen des Zuges heraus. Die Musikkapelle auf dem Bahnsteig intonierte das Deutschlandlied, die Angehörigen gaben außer Decken und Koffern noch 1000 Grüße mit, und über das alles hinweg tönte die Stimme des Zugordners: „Habt Ihr auch Eure Picknäpfe mit?" Picknäpfe, die Emailleschalen zum Es» seneinholen, bas war die letzte Sorge, nachdem schon alles andere untergebracht war, Menschen und Gepäck und Liebesgaben der Stadt Münster und Reisebrotmar- ken nicht zu vergessen. Aber ehe nun wieder das Deutschlandlied verklungen mar, fuhren wir los, gen Osten.
Auf der Fahrt.
Die bekannte Landschaft war viel lebendiger als sonst, trotz der Morgenfrühe. Kinder liefen dem Zuge nach, Männer und Frauen winkten einander zu und grüßten noch lange. Es war eine kleine Sensation, unser blumengeschmückter, buntgewimpelter Zug. Und an den nächsten Bahnhöfen ein ähnliches, buntbewegtes Bild wie bei unserer Abfahrt: Reden, Musik, mal von der Feuerwehr, mal von Wandervögeln mit Mandolinen. Immer mehr Gäste bekamen wir in unser Abteil, bis wir alle zusammen waren, Schicksalsgenossen für zwei Tage.
Mittagsrast.
6s tut mir leib, daß ich nicht gut zeichnen kann, ich würde sonst eine kleine Skizze entwerfen. Einen Holzschuppen in der Frühlingssonne, Kiefern und Fichten dahinter im märkischen ranb, eine lange Reihe von Männern und Frauen mit Picknäpfen in der Hand, und daneben Dorfmusikanten in langem schwarzen Rock und Zylinder. Alles den Gästen zu Ehren. Sie spielten eine Stunde lang unermüdlich und spielten noch, als der Zug schon weit fort war. — Ich war nur dieses eine Mal in der Mark, vielleicht sieht sie sonst ganz anders aus, aber ich habe nur ein Erinnerungsbild behalten, das aussieht, als fei es von Richter gemalt.
Die Nacht.
Wir hatten am Abend das große Lichtermeer Berlins 'gesehen, waren im Spreewald aus einer richtigen Gulaschkanone verpflegt worden — und machten es uns nun bequem fo gut es ging. Aus dem Nebenabteil kam leises Kinderweinen. Sbchs Säuglinge waren darin mit ihren Müttern, der Jüngste eben eine Woche alt. Dann und wann blitzten Stationslichter auf, die Stimme eines Bahnarztes fragte: „Alles in Ordnung?" Ich hörte In
Aus der Thüringischen Rhön
Aus Geisa und Umgebung.
der einen Ecke ein leises Flüstern: „Hast du schon schlafen?" „Nein." Und aus der andern Ecke Stimme der alten Schnitterftau: „Hatt sich abber schnarcht, hab ich gedacht, schläfst sich abber gutt"
' Der Morgen.
Ob man zum Schluß doch noch geschlafen hatte?
Entscheidung über Dr. Frick am 1. April.
Der Aeftestenrat des Landtags hat am Dienstag mit Zustimmung der Deutschen Volkspattei beschlossen, daß am 1. April eine Vollsitzung stattsinden wird. Dabei sollen die sozialdemokratischen Mißtrauensanträge gegen die nationalsozialistischen Re- gierungsmitglteder Dr. Frick und Marschler auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Kommunisten hatten verlangt, daß auch ihr Antrag auf Landtagsauflösung zur Abstimmung kommen sollte, was jedoch bet Stimmenthaltung der Sozialdemokraten abgelehnt wurde. Bezeichnender Weise stimmten auch die Nationalsozialisten gegen die kommunistische Forderung.
Die Landtagsfraktion ist nach wie vor entschlossen, für die Mißtrauensanträge zu stimmen. Frick und Marschler werden also voraussichtlich gestürzt werden. Wie man hört, will Dr. Frick schon am 27. März in Urlaub gehen. Was wird nach dem 1. April werden? Möglich ist, daß das Kabinett Baum unter stillschweigender Duldung der Sozialdemoftatte bleibt. Für das Land Thüringen wäre diese Lösung die beste.
an 21,00 Uhr. Wir kommen nun zur Strecke Fulda- Gießen. Ans der Richtung von Alsfeld kommt P. 555 an Fulda 15,12 Uhr bisher 15,17 Uhr) und P. 557 an Fulda 18,27 Uhr (bisher 18,23 Uhr). In der Richtung nach Alsfeld fährt P. 552 ab Fulda 4,57 Uhr (bisher 4,58 Uhr), P. 566 W. ab Fulda. 12,17 Uhr (bisher 12,04 Uhr), P. 562 ist später gelegt, Fulda ab 13,50 Uhr (bisher 13,28 Uhr), P. 560 W. nach Alsfeld verläßt Fulda 17,28 Uhr (bisher 17,42 Uhr) und P. 568 ab Fulda 19,19 Uhr (bisher 19,20 Uhr). — Es folgt nun die Strecke Fulda - Hilders - Wüstensachsen und Tann. In der Richtung nach Hilders fährt der Sonntagszug P. 2323 S. nach Wüstenfachfen ab Fulda 9,06 Uhr, eingelegt ist P. 2335 Fulda ab 11,50 Uhr, Hilders an 13,05 Uhr. Aus der Richtung von Hilders kommt P. 2324 an Fulda 6,22 Uhr täglich (bish. nur Werktags), P. 2322 W von Wüstenfachfen trifft in Fulda ein 7,27 Uhr. Eingelegt ist P. 2336 von Hilders ab 13,14 Uhr, Fulda an 14,31 Uhr mit Anschluß von Tann und Wüsten- sachsen. Zug 8716 W. ist dafür von Hilders ausgefallen, bisher an Fulda 16,11 Uhr. — Auf der Strecke Fulda-Gersfeld sind keine Aende- rungen eingetreten, der bisherige Fahrplan bleibt bestehen. Bm.
furt ist später gelegt, in Fulda 15,27-15,31 Uhr I (bisher 14,59-15,03), ebenfalls D. 86 Altona-Bafel ; verkehrt später, in Fulda 15,36=15,40 Uhr (bisher
U^). Eingelegt ist P. 866 ab Fulda
15,45 Uhr nach Salmünster-Bad Soden an 16.34 P- 826 W. außer Samstag fährt ab Fulda ■ H'„25 Uhr bis Schlüchtern (bisher ab 17,45 Uhr), P.
808 von Bebra triff in Fulda ein 0,20 Uhr (bisher 0,12 Uhr), D 388 Altona-München vom 16. 6. bis 31. 8. 31 berührt Fulda um 0,56=0,58 Uhr mit Eil- Mgsanschluß von Kassel. — In der Richtung nach Bebra ist der wiedereingeleate D. 387 München- Altona vom 17. 6. bis 1. 9. Ä in Fulda 2,32=2,34 Uhr mit Eilzuganschluß nach Kassel in Bebra. Eingelegt ist der Sonntagszug P. 871, S. Frankfurt- Wüstenfachfen vorn 1. 7. bis * 31. 8. 31, an Fulda 8,50 Uhr, Frankfurt ab 6,16 Uhr. P. 861 nach Bebra verläßt Fulda um 11,36 Uhr (bisher 11,34 Uhr). P. 813 S. von Frankfurt trifft in Fulda ein 11,31 Uhr (bisher 11,36 Uhr, E. 161 Frankfurt- Erfurt-Berlin ist in Fulda 12,39-12,43 Uhr (bisher 12,39-12,44 Uhr). P. 863 W. außer Samstag von Neuhof kommt an Fulda 14,15 Uhr (bisher 14,18 Uhr), P. 847 Sonntags fährt ab Fulda 14,55 Uhr (bisher 14,57 Uhr). D- 89 München-Altona ist in Fulda 15,19=15.22 Uhr (bisher 15,23=15,26 Uhr), D. 43 Frankfurt-Berlin ist in Fulda 15,33-15,38 Uhr (bisher 15,31-15,37 Uhr). P. 819 von Frankfurt kommt Samstags an Fulda 17,50 Uhr wie bisher, Sonntags aber um 17,33 Uhr. P. 821 v. S. vor Sonntagen, ist in Fulda 17,17 Uhr (bisher 17,22 Uhr), P. 893 W. kommt an Fulda 18,59 (bisher 19,01 Uhr), ab 19,05 Uhr (bisher 19,07 Uhr) täglich. Der Eilzug E. 63 berührt Fulda 18,45-18,47 Uhr (bisher 18,48-18,50 Uhr) und verkehrt bis Kassel
Lichtspiel-Schau.
„Zwei Krawatten".
Dieser Film 'ist noch unbedeutender als fein Tik-f und macht der T e r r a durchaus keine Ehre. Man muft schon sehr naiv fein, wenn man glaubt, derart unm. h-u-rliche Phantastereien selbst einem anfprudtt Publikum mit Erfolg vorsetzen zu können. Cs ist da alles amerikanisch: dazu hat der Regisseur nach Att ein-s tüchtigen Aufschneiders stark mit dem Vergrößerunasaläs gearbeitet, mit den Millionen in geradezu beängstigender Weise umhergeworsen. Eine widerliche Sentimentalität bringt es schließlich fertig, den guten Eindruck den Michael B o h n e n ' s Stimme macht — fein Spiel ist weniger hinreißend — auch noch zu verwischen Da muß man sich denn damit trösten, daß sich bie Richtigen doch noch „kriegen" und eine Erbschaft dazu was nach Felix Basch als eine Transaktion von 40 Millionen Zu bezeichnen ist Spoliansky's Musik hat ab urch zu schöne Motive, im großen und ganzen ist sie aber unbedeutend. Sprachtechnik und Ton lassen viel zu wünschen übrig Der Film ist so ziemlich das müßigste was Fulda bisher an Tonfilmen gehabt hat.
Der Krelskirchenkag Fulda,
dem die evangelischen Gemeinden im Kreise Fulda, Hünfeld und Gersfeld angehören, hielt am Dienstag eine sehr wichtige Tagung im Evangelischen Gemeinde- Hause ab. Eingeleitet wurde sie durch eine Andacht. Kreispfarrer Weber-Fulda begrüßte dann die Landespfarrer, General-Superintendent D. Fuchs-Kassel als Vertreter der Kirchen-Regierung in Kassel, Kirchenrat D. Merzyn-Kassel, als Vertreter des Landeskirchenamtes Kassel, Sup. t. R. Ruhl-Fulda, sowie den -neuen Landes- jugenbpfarrer Lic. Schäfer-Kassel (einen Sohn unserer Stabt). Anwesenb waren 55 Abgeorbnete. Das Andenken des verstorbenen Kreiskirchenvorstandsmitgliedes Deidert, Kreisausschußfekretär in Hünfeld, wurde in üblicher Weise geehrt. Eine weitere Lücke entstand im Vorstand dadurch, daß Rechnungsrat Köhler-Fulda infolge seines hohen Alters den Posten als Rechnungsführer niederlegte. Sodann erstattete Kreispfarrer Weber den Bericht über das kirchliche Leben im Kirchenkreife. Aus demselben ging hervor, daß der Kirchenbesuch überall angewachsen, auch die Teilnahme am heiligen Abendmahl zugenommen habe. Zu empfehlen fei, Angelegenheiten kirchlicher Art in Gemeindeversammlungen zu besprechen. Die Fürsorge der verarmten Glaubensgenosien sowie die Linderung der seelischen Not der erwerbslosen evangelischen Jünglinge und Väter dürfte nicht aus den Augen gelassen werden. Leider herrche in unserem Kirchenkreise ein großer Mangel an Pfarrern. Hünfeld ist feit Jahresfrist verwaist und wird von Fulda bedient. Dalherda ist ohne Pfarrer und wird von Hettenhausen versorgt. Sehr stark überlastet sind bie Pfarrer Lang- heinrich-Gersfeld, sowie die beiden Pfarrer in Tann. Sie bedürfen dringend eines Hilfspfarrers. An diesen Bericht schloß sich eine längere Aussprache an. Landes- jugenbpfarrer Lic. Schäfer-Kassel hielt sodann einen Vortrag, in dem er neue Richtlinien für kirchliche Jugenderziehung darlegte. Auch an diesen Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Sodann berichtet der Kreissugend- Pfarrer des Kirchenkreises Fulda über seine Tätigkett im Kirchenkreise.
Die Jahresrechnung 1930-31 der Kirchenkreiskasse ist geprüft und in Ordnung gefunden worden. Dem Rechnungsführer erteilte man Entlastung. Hervorgehoben muß werden, daß 1300 Mk. als Stipendien für Theologie-Studierende aus dieser Kasse gewährt wurden. Der Voranschlag für 1931=32 wurde genehmigt. Zur Erhebung glangt % Prozent des der Veranlagung zu Grunde gelegten Einkommensteuersolls. Besonders lobend gedacht wurde der evangelischen Gemeinde Langenschwarz, die das Altersheim „Emaus" im vorigen Jähre reichlich mit Naturalien versorgte.
Neu in den Kirchenkreisvorstand wählte man die Herren: Pfarrer von Kietzel-Neukirchen (Kr. Hünfeld) als I stellvertretender Kreispfarrer, v. K.s Stellvertreter ist Pfarrer Bäurnlicher-Tann, Gewerberat Schultze-Fulda als Rechnungsführer, als dessen Stellvertreter Dr. Weyrnar, Altbürgermeister Altstadt-Burghaun, als dessen Stellvertreter Kremer-Langenschwarz. Nachdem Herr Pfarrer Hattendorfs-Fulda noch einen kurzen Bericht über die Sammlungen für den Gustav Adolf-Verein im Kirchen- Ereis Fulda gegeben hatte, wurde bie Tagung durch den Sreispfarrer mit dem Segen geschlossen.
Kleine Nachrichten.
Als Kinder auf der Erfurt-Gothaer Chaussee unmittelbar bei dem Ort S ch m t ra Futzba IP ten, wurde ein Ojähriaes Kind von einem - auto überfahren und sofort getötet. Den ■ führet trifft keine Schuld, -- -------u
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Gold-Pfdbr. 26 R. » Wo L. Kr. Kass.
Gold-Pfdbr. 27 B 4 Wo Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr LXVUl
Bankaktien
Commerzbank Danatbank Deutsche Bank D. Eft u. W. Bk Diskonto-Ges. Dresdner Bank Frankfurter Bank Krankt Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk Reichsbank :
Westbank Frankl
Aktien dteek. Trsnep.-
Anstalten
Caos. Strassenbahn Hapag Nordd Lloyd
Born kurhessischen Handwerkerparlamenk.
Die Vollversammlung der Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Kassel tagte in Kassel und erledigte in Gegenwart des Regierungspräsidenten Dr. Friedensburg.und des Landeshauptmannes von Pappenheim und zahlreicher anderer Behördenvertreter eine sehr umfangreiche Tagesordnung, die sich in der Haupffache um Organisationsangelegenheiten drehte. Der Syndikus Thanheiser erstattete den Geschäftsbericht und wies darauf hin, daß in der Handwerkskammerrolle jetzt bereits 26 266 Betriebe eingetragen seien, dies sei erheblich mehr als vor dem Kriege. Die wirtschaftliche Lag« des Handwerks habe sich aber seit dem Herbst vorigen Jahres noch verschlechtert, da nämlich auch durch die Preissenkungsaktton Störungen in die Käuferschichten eingetteten sind, so daß zahlreiche Betriebe gezwungen waren, einen Teil der Gesellen zu entlassen und sich mit Lehrlingen zu behelfen.
Infolgedessen hat auch die Zahl der Lehrlinge gegen das Vorjahr einen erheblichen Zuwachs erfahren. In der sehr lebhaften Aussprache wurde insbesondere von dem Landtagsabgeordneten Kniest in Kassel ein Abbau der öffentlichen Lasten und auch der Höhe der Zinsen gefordert. Es wurde festgestellt, daß 50 Prozent der Handwerker bei den Finanzämtern so verschuldet sind, daß sie nur mit Mühe ihre Raten abbezahlen könnten. Ein höherer Prozentsatz der Handwerksbetriebe habe ein Jahreseinkommen von nicht mehr als RM. 1200.—.
Syndikus Dr. Hartmann beanftagte die Aufstellung eines einheitlichen Lehrvertrages, der aber zurückgestellt wurde. Dann wurde eine Anzahl Handwerker-Organisationsfragen erledigt, insbesondere die Lehrzeit für das Friseurhandwerk, für das Stellmacher- und Wagnerhandwerk auf 3y2 Jahre festgelegt. Es wurde weiter beschlossen, daß die Handwerkskammer Kassel zum Kuratorium der zroßen Meisterkurse für die Provinz Hessen-Nassau n Frankfurt a. M. beitritt, worauf dann der Haushaltsplan für 1931 - 32 abschließend mit 242 400
stüßungsempfänger in der Arbeitslofenvettick-n.^ um fast 8000 haben außer den Abgängen in A^ö^u auch die sehr zahlreichen Aussteuerungen beiÄ tragen. Sie beliefen sich in der Zeit oom 16. ff °uf 13 200; hiervon wurden 8000
'N die Krisenunterstutzung überführt. Die Kri unterstützten nahmen um 1800 zu 7671 Perlons die in der Woche nur drei Tage und wenig? Eten, erhielten Ende Februar Kurzarbeitemnter stutzung (Ende Januar 8961). 826 Hauptuntt-r
slutzungsempfanger und 74 Wohlfahrtserwerbs ef- wurden mit Nytstandsarbeiten beschäftigt. '
23 8.
24- 3.
Industrie-Aktie1
23 3.
24 3.
97,0
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Adt Gebr.
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58,625
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Allg. rJektr. Ges
106,25
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Bad Salzschlirf
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Cem. Heidelberg
77,0
78,0
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Contin. Ges.
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D. Erdal Bert
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Elektr biet
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—
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—
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Siem. & Halske
177,0
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Südd. Zucker A.-ti
122,0
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V. Kalif. Cassel
14,7
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Wayll 4 breytag Zellet. Aschanenb
■
38,26
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Bergwerks-Aktie r
152,6 16u,ö 260,0 83,0
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Buderus Eisenw Gelsenk Besgw. Harpener Bergbau
14,8
82,0 71,6
54,6
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Ilse Bergbau
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Kali Aschereieben
1.0,0
154,0
Mannesmann
77,76
■
Riebeck
—
84,25
54,0
54,0
V. Laurabatte
36,0
70,0
71,5
71,25
72,6
Barometerstand
(auf Meereshöde reduziert'
Thenno- meferftant
24 3 6 Uhr abends
25. 3. 8 Uhr morgens
25 3.12 Uhr mittags
767,0 mm
769,0 mm
770,0 mm
t 12,5 C + 8,0 C + 11,0 c