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in das rheinisch-westfälische Indu

dem Auslande betrugen

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Vttder vom Tage.

Joseph Markin Lauer.

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christliche Grundsätze, ferner über das Verhältnis von Kirche und Staat, Schule und Staat, von Re­ligion und Rasse Anschauungen zum Ausdruck bringen, die als schief und falsch, zum Teil als dem Christentum entgegengesetzt bezeichnet werden müs-

Bericht der amerikanischen Studienkommissian über die Erzeugungs- und Ab^atzverhältnisse der deutschen Dieh- und Milchwirtschaft. So be­deutsam diese makroskopischen Arbeiten gewesen sein möa^n, erscheint doch setzt die mikroskopische örtliche Kleinarbeit vordringlicher. In dieser Be­schränkung wird sich erst der Meister der Tat zei­gen. Allerdings sind leider noch nicht genügend erste Kräfte vorhanden, die s^ch für den an sich wünschenswerten Austausch zur Verfügung stellen.

Don Bedeutung ist die öffentliche Belobung und Hervorhebung von landwirtschaftlichen Quali­tätserzeugnissen und -betrieben in der Presse, vor allem auch in der Nichtfachpresse, um den Stolz des Landw'rts cutt fein Produkt zu wecken und den gegenseitigen Wetteifer zu fördern. Als wei­

ss fei hier erinnert an den

Niederschlag v. 14 3.8 U. morg. - 15 3 8 U. morg. 0,00 -nm

Relative Feuchtigkeit der Lust 16.3. mitt, am 12 Uh- 50,0 °'i

Dann nennen noch Dreie dich oder Zwei — Und in fünfzig Jahren ist alles vorbeit

Dieser Selbstironie des lachenden Philosophen steil die Tatsache gegenüber, daß zwar alles Irdische rt1* gänzlich ist, daß aber Otto Reutter neben Wilhelm Busch und. Fritz Reuter auch in späteren Jahrzehnten noch einen Ehrenplatz einnehmen wird. Denn er war wie diese ein Großer im Reiche des echten Humo»! Was er uns in fast vierzig Jahren geboten hat, ist ein Stück Zeitgeschchte in heiteren und satirischen Versen, von denen viele bleibenden Wert haben. Und so wie Millionen Menschen, denen er Frohsinn schenkte, f$ dankbar seiner erinnern werden, so wird uns, die wir Otto Reutter näher kennen und lieben lernten, dec schmerzliche Abschied von diesem treuen Deutschen vek» klärt durch das stolze Bewußtsein: Er war einer dek Unseren!

— Der gefährliche Kaffee. Nach Einführung der ; Kaffeebohne entstand in Europa gegen Ende des achu zehnten Jahrhunderts eine wahre Kaffeeleidenschast, der besonders die Frauen zum Opfer fielen. Die wohllov' liche Obrigkeit, die sich dazumal das private Wohl­ergehen ihrer Bürger sehr viel mehr angelegen f6,n ließ, fühlte sich bewogen, folgende Verordnung onä Tageslicht zu lassen, die in Nr. 148 der Dossischen Lo­tung vom Jahre 1780 abgedruckt ist: „Eure Vater, deutsche Männer, tranken Branntwein und wurden d Bier auferzogen und waren wie Friedrich der ®r°8 fröhlich und guten Mutes. Dies wollen wir auch. 3* sollt Euer Geld für Wein, aber nicht für Kaffee an- wenden. Daher sind Mühlen, Brennmaschinen, kurz alles, zu welchem das Beiwort Kaffee zugesetzt ®er kann, zu zerstören und zu zertrümmern, damit oen Andenken unter den Zeitgenossen vernichtet werde. —' sich untersteht, Bohnen zu kaufen, dem wird der gan» Vorrat konfisziert, und wer sich wieder Saufgeschirre zu anschafft, kommt in Karren."

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Gemüse Obst Kartoffeln Butter Käse Eier

Anderseits

teres Ziel der Zusammenarbeit wäre die Auf­stellung von Listen lieferungsfähiger Produzenten zur Beseitigung der Zersplitterung des Angebots ins Auge zu fassen, damit die Konsumorganisatio­nen die Quellen erfahren, an die sie sich im Inter­esse einer reibungslosen und erfolgreichen Zusam­menarbeit wenden können. Gleichzeitig dürfen die Vertiefung der bäuerlichen Bildung (Stärkung des Fachschulwesens, Fachüeratung, Intensivierung der Schulung im landwirtschaftlichen Produktions­und Absatzwesen, Bauernhochschulwesen) und die geistige Mobilisierung des Bauerntums nicht außer Acht gelassen werden.

Im Interesse der Zusammenarbeit von Erzeu­ger- und Verbraucherorganisationen liegt die Ver­anstaltung von regelmäßigen Jnformationsfahrten der Produzenten in die Konsumgebiete und um­gekehrt der Besuch der Konsumentenvertreter bei den Produzenten. Die Landwirte würden in den Konsumgebieten mit eigenen Augen feststellen kön­nen, wie die Auslandsware angeboten wird, wie sie verpackt ist, wie der Konsum sie zu haben wünscht. Anderseits kann der im täglichen Ver­kehr mit den Verbrauchern geschulte Vertreter des Handels oder der Derbraucherorganisationen wertvolle Anregungen geben und schöpfen, wenn er den Betrieb seiner Lieferanten kennt und sich in ihn hineindenken kann. Auf beiden Seiten in beiderseitigem Interesse der Grundsatz: alle Ge­hirne teilnehmen lassen an der Arbeit zur Hebung des Arbeitserfolges.

Zusammenarbeit erfordert Zusammenkünfte zum Crfahrungs- und Meinungsaustausch. Nichts ist mehr geeignet, Mißverständnisse und Mißverste­hen auszuräumen als gegenseitige persönliche Füh­lungnahme. Hier liegen die Verhältnisse irrt We­sten bereits besser als bei der auf die Dauer zur Förderung des Ausgleichs der Interessen und der Zusammenarbeit nicht entbehrlichen Verbindungs­organisation zwischen Landwirtschaft, Handel und Industrie in den obersten Zentralen. Der Kon­takt, der hier wohl vorhanden ist, ist noch nicht genügend untermauert. Besser als alle theore­tischen Erörterungen wird auch hier der frische Luft, zug praktischer Arbeft om ehesten zum Ziele füh­ren.

Den Bestrebungen auf Herstellung und Liefe­rung deutscher landwirtschaftlicher Qualitätserzeug­nisse ist eine übermäßige Empfindlichkeit ebenso wenig zuträglich wie eine unsachlicheKritik. Deutsche Ware in gukter Qualität und Aufmachung wird deshalb gekauft werden, weil s«e gut ist, nicht, weil sie deutschen Ursprunas ist. Das ist die Ein­stellung der Konsumentenschaft, mit der man rech­nen muß und die durch keinerlei Schlagworte nach­haltig beeinflußbar ist. Der Handel und die Ver­braucherorganisationen als Mittler zwischen Produ­zenten und Konsumenten wollen die Gewähr ha­ben, daß die gelieferte Ware, gleichgültig in wel­chem Quantum sie anqefv'-dert wird, den voraus­gesetzten Ansprüchen in Quantität und Qualität einheitlich entspricht^ Diese Garantien müssen übernommen werden von den großen genossen­schaftlichen Organisationen ars Garanten, die ihrer­seits in einer rücksichtslosen Erüehungs- und Aus- mewungsarbeft unter ihren Genossenschaften die erforderlichen Sicherheiten verbürgen müssen, lieber allem steht mit dem festen W'klen zu enger Zusammenarbeit mit den großen Konsumgenos­senschaften und dem Handel der Reichsverband der deutschen landwirtschaftl. Genossenschaften-Raiff- eisen e. V., dessen einer Präsident, Reichsminister a. D. Dr. Hermes zusammen mit Reichsminister a. D. Dr. Fehr, Landesökonomievat Dr. Io- hannssen, Direktor Meulenbergh und Direktor Tenhaeft noch kürzlich in einer eingehenden Aus­sprache mft Vertretern der Essener Handelskam­mer die Grundlagen für eine Zukünftige enge Zu- ämmenarbeit zwischen Genossenschaften, Handel und Verbraucherschaft erörterte und näher umriß.

So darf man nach den vorbereitenden Erör­terungen der vergangenen Jahre über die neuen Wege im Absatz b-'r landwirtschaftlichen Produkte, wobei in unklarer E-kenntnis der tatsächlichen Ver­hältnisse u. a. die Möglichkeit eines Kartells oder Trusts als geaeben bezeichnet wurde, feststellen, !>aß langsam sich die Richtung der künftigen-Zu- ammenarbeit zwischen Erzeugerschaft und Der- >rauch<>rschaft berausschält. Diese Arbeit wird zum Erfolge führen, wenn fe aufbaut auf Treu und Glauben und getragen ist vom Geiste ge­genseitigen Vertrauens unter Anwendung nüch­terner. fachlicher Eeschäftsarundsätze.

Das Heimatblatt

des =6eifaer Landes kst He „Auwsss ZVttrsnL" t . Sie gehört In jede fotholiftfie Familie der Thüringische« 9t6T

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Grammophonplatten, bekannt wurden. Daher ist er auch mitten aus dem Schaffen heraus uns entrissen worden: noch zwei Tage vor seinem Tode umrauschte ihn im Düsseldorfer Apollotheater der Beifall des ausverkauf­ten Hauses. Dann versagte das Herz, das so mitfüh­lend für viele utid so treu für sein Volk geschlagen hatte.

Otto Reutter wird manchen Nachahmer, aber keinen Nachfolger haben. Er war ein Genie, dessen Leistung einzigartig ist. Im Gegensatz zum Komiker oder Clown, der rasch vergängliche Aeußerlichkeiten bevorzugt, war Reutter der geistreiche Humorist, der meistens im Frack auftrat, allen Mätzchen und faden Gesten abhold war und dennoch die Zuhörer in seinen Bann zog, weil seine inhaltsreichen Verse, unterstützt durch seine vorbildliche Vortragsart, außergewöhnlich wirksam waren und an­gesichts ihrer treffenden Pointen bleibende Eindrücke hinterließen. Selbst wenn er eine ganze Stunde lang auf der Bühne geweilt hatte, wollte der Beifall kein Ende nehmen: so stark war die Wirkung — auch noch an seinem letzten Gastspielabend. Dutzende Schlagwörter find von Reutter geprägt worden; unerschöpflich war der Born feines Humors, mit dem er der Menschheit den Spiegel vor die Augen hielt und der im Goethe- schen Sinne nach der Wesen Tiefe trachtete.

Darüber hinaus werden fene, die diesen Meister des Humors näher kannten, ihm stets verbunden bieiben. So eigenartig nämlich fein — manchem unverständliches — Wesen im persönlichen Verkehr war, so gewinnend wurde es fük die wenigen, denen er fein Vertrauen bekundete. Denn Reutter, der Schmeichlern und Schwätzern j gern aus dem Wege ging, stand zwar dem Schein und der Aeußerlichkeit geradezu schroff ableh­nend gegenüber, begeisterte sich aber um so stärker für alles Echte und Gute, offenbarte somit ein wunderbares Gemüt und eine menschliche Größe, die eigentlich nur jene verstehen, die in die Tiefen des Herzens bringen können. Bescheiden wie er war, hat er — cmknüpfend an feinen Bortrag ,Zn fünfzig Jahren ist alles vorbei" — über sich selber in ein Gästebuch die Worte einge­tragen:

Und preist man dich „ewig unerreicht" — Zehn Jahre später: dein Ruhm erbleicht. In zwanzig: kaum Hundert loben dich — In dreißig: ein Dutzend erinnern sich —

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flung der Auslandszufuhren zum rheinisch-westfä­lischen Industriegebiet zum Ausdruck fommt._ Die Zufuhrmengen

Erinnerungen an Otto Reutter.

Von Professor Oppermann-Hannover.

Nach einem schaffens- und erfolgreichen Dasein hat Otto Reutter in seiner Heimatstadt Gardelegen die letzte Ruhestätte gefunden. Als er — immer noch auf der Höhe des Ruhmes — im April vorigen Jahres im Ber­liner „Wintergarten" unter dem Jubel des Publikums feinen sechzigsten Geburtstag feierte und hierbei betonte, dieser Ehrenabend wäre der schönste seines Lebens, meinte er von der Bühne herab: Diese ihm erwiesene vorletzte Ehre fei für ihn eigentlich die letzte, denn die kommende „letzte Ehre" erlebe er ja nicht mehr. An jenem Abend stellte er sich zwischen einer Fülle von Lor­beer, Blumen und Kränzen verschiedenen Pressephoto­graphen zur Verfügung. Eines jener Bilder versah Reutter, der im letzten Lebensjahre oft von Todes­ahnungen sprach, mit der drastischen Bemerkung: „Wie beim Begräbnis: ringsherum Kränze, in der Mitte (stehend) die Leiche." — Kaum elf Monate später decken ihn, der sich selber ebenso wie andere bespöttelte, tat- lächlich die ernsteren Kränze: die einem Toten geltenden letzten Grüße.

Die großen Augen, die so schalkhaft aufblitzen konn­ten, haben sich für immer geschlossen — zu früh, denn gerade in dieser schweren Zeit hätte Otto Reutter noch vielen Menschen mit feinem nie versiegenden Humor der beste Seelenarzt fein können. Diese ihm eigene seltene Begabung war für fein Wirken ausschlaggebender ge­worden als der materielle Vorteil, zumal er nach der Inflation sich ein neues Vermögen erarbeitet hatte und wieder behaupten konnte: ,Jch bin reich — ganz ohne Frage —, tausche nicht mit Millionären, denn ich brauch' zwei Mark am Tage und hab' dreie zu verzehren." Zwar war er zuweilen mit sich selbst und der Umwelt unzuftieden, weshalb er enttäuscht schrie: „Spiel' ich länger noch den Narren? Pahl Was scheren mich die Leutel Warst du nicht mehr lustig gestern, bann ver­lachen sie dich heute." Doch die Erkenntnis, daß es etwas Köstliches ist, unzähligen Mitmenschen nach den Sorgen des Alltags ein befreiendes Lachen schenken zu können, ermutigte ihn immer zu neuen, seine Gesund­heit nicht schonenden Gastspielen ober zur Abfassung neuer Vorträge, bie überall, auch in Gestalt zahlreicher

Helmut Minkowski.

ein 22sähriger Student aus Wuppertal, dem zum zweiten Mal der Kantpreis der Königsberger Uni­versität für eine philosophisch - kulturgeschichtliche Arbeit über einen baatsroman Bacons verliehen wurde. Winkowki ist ein Schüler Baumgarts und Sprangers.

14. 3 6 Uhr abends

15. 3 8 Uhr morgens

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Höchste Temperatur im Schatten

Höchste Temperatur in der Sonne Niedrigste Temperatur

Höchste Temperatur im Schatten

Höchste Temperatur in der Sonne Niedrigste Temperatur

genben Umsatzzahlen deutscher landwirtschaftlicher Absatzzentralen eine zunehmende Lieferung ins In­dustriegebiet auf.

Für die Zukunft ergeben sich aus der bisheri­gen Zusammenarbeit, die dem Erzeuger eine nä­here Kenntnis der Marktverhältnisse geben und den Markt in nähere Verbindung mit den Stel­len bringen soll, die zur Lieferung landwirtschaft- kicher Qualitätserzeugnisse in der Lage sind, eine Reihe von Anregungen. Es darf festgestellt wer­den, daß dabei auch die positive Kritik, die an der bisherigen Aufbauarbeit der deutschen Landwirt­schaft geübt ist, befruchtend gewirkt hat.

Die Arbeiten der landwirtschaftlichen Produk­tion und des Absatzes würden sich ergiebiger ge­stalten, wenn es sich ermöglichen ließe, bewährte Fachleute auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Produktion und des Absatzes zwilchen den ver­schiedenen Landesteilen auszutauschen; besonders wünschenswert wäre ein solcher Austausch für Mol­kereifachleute. In den »ergangenen Jahren sind des öfteren Vertreter der deutschen Landwirtschaft in ausländischen Produktionsgebieten gewesen zum Studium der dortigen Verhältnisse; aus­ländische Kommissionen haben die deutsche landwirtschaftlich)« Produktion einer Kritik un-

Schutz auf den Vorgesetzten.

Bluttat eines Polizeiobenvachkmeisters.

Als der Polizeioberwachtmeister Friebn» Pohl von dem Regierungsrat Lafsallv in ner Dienststraffache wegen n a t ion a l sozi» l i st i s ch e r B e t ä t ig u n g vernommen my-b. zog er seinen Dienstrevolver und gab auf den aierungsrat einen Schuß ab, der diesen schwer ver letzte. 1

Bei dem Täter handelt es sich um einen 28 Iah» alten Polizeioberwachtmeister. , Seit kurzem mar rs, dessen Vorgesetzten aufgefallen, daß sich Oberwachtmeister Pohl nationalsozialistisch betä, tigte, worauf sofort ein Ermittlungsverfahren ae. gen ihn eingeleitet wurde, in dessen Verlauf « ■mn Reaierunasrat Lassally vernommen wurde Während der Vernehmung ereignete sich obiger Zwischenfall, bei dem Regierunqsrat Lassally durch einen Bauchschuß verletzt wurde. Er wurde Wort einer Operation unterzogen, wobei sich nlüiflidjer. weise herausstellte, daß durch die Verwundung nur Fleiscksteile verletzt worden sind. Ob Oberwachtmei. ster Pohl Mitglied der NSDAP, ist obe- nicht ssebt bisher nicht fest. Auf jeden Fall wird von bestunterrichteter Seite betont, daß eg sich hier M einen Einzelfall n a t i o n a ls o zi a Niti- r(f) e r Betätigung in der <ia*nf'urr'er tpolhei bandelt, der keineswegs verallgemeinert werden kann. _______________

Temperatur- und varomekerffand in Ma.

gDHaeteil* nnn Divlom-Ovtie», ©auerbnr»

Der kleine Berliner. Hans berlinert fürchterlich, i . größten Entsetzen seiner Mutter. Heute erzählt er • „Der Vater von mein Freund Georg bat sich een 1, jekooft!" — „Iekoost, Hans!" ruft bie empörte w*“- ter. „Jekooft?" — „Na, wat beim, denkste jeflautr

Aus aller Welt

* Fortsetzung der Besprechung be5 lers mit den aus Rußland zurückqekebr». schaftlern. Montag vormittag empfcha kanzler die aus Rußland zurückgekehrtV» schaftssachverftändigen zur Fortführung w eorgangenen Woche begonnenen Besvreck b Außer dem Reichskanzler nahmen an den »2 cfningcn teil: Reichsfinanzminister Dietrick «S arbeitsminister Dr. Stegerwald, Staat-sekr^ '^ Reichswirtschastsministerium Tredelenbura m 1 bankpräfident Dr. Luther und von der preuS Staatsregierung Finanzminister Dr. Höpker-Su und Handelsminister Dr. Schreiber

* 3m Befinden des früheren Hermann Müller ist eine deutlich« stellbar. Das offizielle Bulletin, daß die u? ,eJ handelnden Professoren herausgegeben fc? lautet: Die vorgenommene Operation bat J ben- wun,chten Erfolg gehabt. Allgemeinbefinden" 9b Temperatur gebessert. Der Patient hat eine L** Nacht verbracht. 1 tne ^>8«

praktische Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Handel und Verbraucherschaft.

Von Dr. Dr. Ferd. Jacobs, Geschäftsführer bei der Vereinigung der Deutschen Bauernvereine Deutschlands.

Neben Marktbeobachtung, Marktforschung und Marktberichterftattung, die sich als erste praktische Ergebnisse aus den Erörterungen der Jahre 1925 bis 1927 zunächst herausschälten und die jetzt von verschiedenen Stellen (Forschungsstellen des Reichs, Preußens, des Deutschen Lanüwirffchastsrats) ge­pflegt werden, tritt als weiteres praktisches Auf­gabengebiet die Zusammenarbeit zwi­schen Landwirtschaft, Handel, Indu­strie und Verbraucherschaft unter Unter­stützung durch die Verkehrsorganisationen. Ziel dieser Zusammenarbeit muß sein, alle Zersplitte­rung und alles Neben- und Gegeneinanderarbeiten zu vermeiden und Oualitätsleistungen bei Ouali- tätsbezahlung zu verbürgen. Diese Zusammen­arbeit muß getragen sein vom Geiste gegenseiti­gen Vertrauens unter Ausschaltung aller unsach­lichen Momente. Eine solche Zusammenarbeit ver­spricht besonderen Erfolg in einem der Hauptkon- fumgebiete Deutschlands, dem rheinisch-westfäli­schen Industriegebiet.

Der Kunde bestimmt den Markt; Preis und Ausstattung der Ware sffrd ausschlaggebend für ihren Erfolg. Es bedeutet demnach eine Aner­kennung für die Erzeugnisse der deutschen Land­wirtschaft — man darf das mit Genugtuung fest­stellen —, daß der Markt des rheinisch-westfäli­schen Industriegebietes in steigendem Maße mit deutschen landwirffchaftlichen Qualitätserzeugnissen beliefert wird, die die Auslandszufuhren zurück- brängen. Nichts berechtigt mehr zu der Hoffnung, daß die deutsche Landwirtschaft bei tatkräftiger Fortführung ihrer Arbeiten auf diesem Gebiete unter Unterstützung des Handels, der Industrie und der Verbraucherschaft durchschlagenden Er­folg haben wird, als die Feststellung des Erfolges ihrer bisherigen Arbeiten, wie er in der Bewe-

* Selbstmord eines Reichswehr-Rittmeister- » stiner Prioatwohnung der 35jährige e<£hr5n chef und Standortälteste der ©arniion 0R‘ (Mecklenburg), Rittmeister o o n Wo ring fen aufgefunden. Was den als tüchtig Unh Äf’ getreu bekannten Offizier zu dieser &t aetÄ' fat, ift noch nicht aufgeklärt. Rittmeister Woyna war währnd des Krieges im 2 TOerfu? burger Dragoner-Regiment Nr. 18 als Fahnen ^ ker emgetreten und 1917 zum Leutnant befördert

* Der Reichstag erledigte am Samstag die zweite Beratung des Genfer Handelsabkommens vom 24. März 1930. Dieses Abkommen, das im Sinne der Beschlüsse der Genfer Weltwirtschasts- konferenz eine Art, Zollwaffenstillstand vroklamiert, verpflichtet die Vertragspartner zum Verzicht aus die Kündigung der zwischen ihnen abgeschlossenen Handelsverträge unter Einschaltung einer ganzen Reihe von Ausnahmebestimmungen. \ Die dritte Lesung soll am Montag folgen. Dann wurde die zweite Beratung des Haushalts des R e i ch s a r - beitsministeriums fortgesetzt Minister Dr. Stegerwald nahm noch einmal das Wort, um auf die Anregungen der verschiedenen Redner einzu­gehen. Er äußerte dabei Bedenken gegen den Vor­schlag der Errichtung von Ersa^kassen der Ange­stellten bei der Arbeitslosenversicherung. Der Mi­nister erörterte weiter die Notwendigkeit der schleu­nigen Sanierung der Knaprschaftsversicherung. Ueber diese Frage soll am Montag im Sozialvoliti- schen Ausschuß und weiter in einem besonderen Unterausschuß verhandelt werden. Die dann fort­gesetzte Aussprache wurde nach 15 Uhr abgebrochen und auf Montag vertagt. Aus der Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung und dritte Beratung des Genfer Handelsabkommens.

Mit tiefem Bedauern muß auch darauf hinge- wiefen werden, daß Vertreter der nakionalsoziali- ttischen Bewegung von der maßlosen, sederEhr - furcht entbehr en den Kritik an kirch­lichen Maßnahmen und Anordnungen wie sie bei den linksradikalen Kreisen üblich ist, sich nicht frei gehalten haben. Es sind öfters in Wort und Schrift Redewendungen gebruncht worden, die im Volke nur verheerend wirken können. Dazu kommt, daß die Rationalsozialisten in vielen Fäl­len die Gegner ihrer Anschauungen unter A n - Wendung von Gewalt bekämpfen oder da­mit bedrohen, sogar das Recht des Gebrauches ge­walttätiger Mittel für sich in Anspruch nehmen.

Mögen auch viele K a k h o l i ke n durch die Un­zufriedenheit mit heutigen politischen und wirt­schaftlichen Verhältnissen sich zum Anschluß an R. S. D. A. P haben bestimmen und durch religiös klingende Redewendungen von Wahlrednern ha­ben täuschen lassen, so heoen wir doch das ver­trauen, daß sie in ernster Erwägung der vorstehen­den Gedanken und angeführten Tatsachen die pflichlmäßige Warnung ihrer Oberhirten, die ein- zig ans religiösen Gründen erfolgt und sich mit den Warnungen der übrigen Bischöfe Deutschlands deckt, zur Richtschnur ihres ferneren Verhaltens nehmen.

Da feder, der einer Varkei beitrikk, das ganze Programm der Partei und die Arbeit in ihrem Geiste unterstützt, so ist für katholische Christen die Zugehörigkeit zur R. S. D. A. P. u n er­laubt, „solange und soweit sie kulturnolikische Auffassungen kundgibl, die mit der katholischen Lehre nicht vereinbar sind".

Rach wie vor scharen wir uns zusammen un­ter dem "Banner des Königtums Ehrtsti zum Kamvse für die Sache des Glaubens, für die Sache der Liebe, für die Aufrechterhaltung der gefell- fchgftlichen Ordnungi Der Geist Christi belebe uns, feine Wahrheit erleuchte uns, feine Gnade stütze und stärke unsl Ernst, bitterernst ist zwar die reliaiöfe Lane der Völker, tief wie das Meer ihr leibliches und geistiges Elend. Aber wir oenaaen nicht. „Adfukorium nostn'm in nomine Domini!“ UnserehilfeistimRamendesHerrnl"

Paderborn, den 10. März 1931.

. Die Bischöfe

der Paderborner Kirchenprovinz:

=4= Caspar, Erzbischof von Paderborn f Joseph Damian, Bisehof von Fnlda t Nicolaus, Bischof von Hildesheim.

ein bisher unbekannter Schriftsteller aus ____

bayern, erhielt für feinen Roman „Achtfiedel" den diesjährigen Jugendpreis Deutscher Erzähler in Höhe von 10 000 Mark, der von der Deutschen Buchgemeinschaft gemeinsam mit dem Preußischen Kultusministerium verteilt wird.

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von Jahr zu