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ildaer Land und Nachbargebiek

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Freier Eintritt.

Freie Aussprache.

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Ohne Gewähr

Nachdruck verbell

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13. März 1931;

29. Ziehungstag

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361445 395374

117998 170323 207782 234141 284450 324207 347511 362576

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Innenminister die Festrede hatten. Auch wird em jonderes Festspiel mehrere Male aufgeführt.

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Musik von ® Puceini.

Freitag, 20. Mär» IM bis gegen mone Boccanegra. Lyrische Traaödie. Verdi Bearbeitung non Franz Werkel.

Samstag, 21. März, 19 bis 22 Uhr. daran. Operette von Iobann Strautz.

Sonntag. 22. März, 1154 bis gegen

180341- 218200 265250 311691, 337164 356049 388648

im letzten Augenblick konnten sich die beiden Radfahrer durch Abspringen retten. Die beiden kamen mit dem Schrecken davon. Die Fahrräder wurden völlig demo­liert. ______________________

tinee des dem Opernhause angeglicderten Vewegungs- chores unter Mitwirkung des Tanistudios Miiller-Bod- mer. — 15 bis IR Uhr Viktoria u*ö ihr Husar Overette in drei Akten Musik von Paul Abraham — 1914 b>s nach 22 Uhr. Schwanda. der Dudelsackpfeifer. Volksoper von Jaromir Weinberger.

Montan 23 März. 19<4 bis 22% Uhr. Der Bettel» ftudent. Operette von C. Millöcker.

Mndthorstbund

Gau Fulda.

Samstag, den 14. Mürz, abends 8 Uhr In der

Gastwirtschaft Martin

Versammlung in tzoras.

Hierzu sind alle Jungwähler und Jungwählerinnen non Horos eingeladen.

Aus dem Freigericht.

— Altenmittlau. Die Lage in der Tabakindu- ftrie im Freigericht hat eine kleine Besserung erfahren. Abgesehen von den Kleinbetrieben, die leidlich beschäf­tigt sind, haben 3 größere Zigarrenfabriken in Alten­mittlau, Bernbach und Neuses wieder zu arbeiten begon­nen. Dem Vernehmen nach wird auch die Firma Rinn u. Eloos nach dem Osterfest in ihren beiden Sornborner Filialfabriken die Fabrikation wieder aufnehmen.

2 »«tnlne. ro 10000 M.

8 •etotnee tu 5000 TL 286462

22 »etelnnt >u 3000 TL 138382 164046 183548 386543 388663

62 Gewinne tu 2000 M.

Zentrumsparkei.

Sberbimbach.

Sonntag, den 15. März, abends 8 Uhr, in der Gastwirtschaft Weißmüller

Versammlung

der Ortsgruppe Oberbimbach.

Zu der Versammlung werden alle Parteifreunde mit ihren Angehörigen freundlichst eingeladen.

Dienstag, den 17. Mürz, abends 8 Uhr in der

Gastwirtschaft Kramer

in Eichenzell

politische Versammlung für alle Jungwähler.

Thema: „Das Schicksal der jungen Generation."

22% Uhr. St- Musik von G.

Der Zigeuner»

13% Uhr Ma»

Aus dein Reiche des Landwirts.

— Der Saatenstand in Deutschland. Nach den Be­richten der deutschen Landwirtlchastskammkrn wurden die Feldarbeiten durch den Witterungsverlauf im Fe­bruar stark gehemmt und ruhten im allgemeinen faft vollständig. Der Saaten st and wird, soweit ein Urteil überhaupt schon möglich ist, teils als b e f r i e d i» ge n d bezeichnet, teils aber und zwar besonders in Süd» deutschlond. wird mit Ausfall durch Auswin­terung gerechnet. Infolge der bereits erfo'gten Ein­schränkung der Roggenfläche und der jetzt notwend'gen Verminderung des Zuckerrübenanbaues ist ein stärkerer Feld-, Futter- und Sommerweizenbau zu erwarten. Das Interesse für Dauerweide- und rationelle Grün» kandwirtschaft und ebenso für den Bau von Siloan'a- gen insbesondere zur Einsäuerung der Kartoffel hält an.

Frankfurter Oper.

Sonntag 15 Marz, 17% bis gegen 22% Uhr An­läßlich der Reichs-Handwerkswoche: Di« Meistersinger von Nürnberg

Montag, 16 März, 19 bis gegen 22% Uhr. Viktoria und ihr Husar, Operette in drei Akten. Musik von Paul Abraham.

Dienstag. 17 März, 19% bis nach 22 Uhr. Madame Butterfly Tragische Oper von G Puccini.

Mittwoch 18. März 19% bis gegen 22% Uhr Das Spielzeug Ihrer Majestät. Operette in drei Akten von Joseph Königsberger

Donnerstag. 19 März, 19% bis noch 22 Uhr.

Boheme. Bienen aus Henry Murders „Vie de Bdheme".

Ergebnisse der Staatslotterie

Gewinnauszug

5. Klaffe 36. Preußisch-Süddeutsche

(262. Preutz.) Staats-Lotterie

Zeitlmms-SM-gebWg in HiinselS!

Sonntag, Öen 15. Mär» 1931, nachmittags 3.30 Uhr int Gesellenhaus zu Hünfeld. Partei- freunbe In Stadt und Kreis, Männer und Frauen und besonders auch die Zentrumsjugend sind gebeten, zahlreich zu erscheinen.

Der Kreisvorstand der Zentrumspartei.

...... 218107 224103 228239 238460

247412 248031 ------ ------ ------

Aus jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rümmer in den beiden

Abteilungen I und II

TumMenen im Kasseler Kommunislenprozetz

Warum überlatzk man den Radikalen die Skrahe?

3n der heutigen Ziehung würben Gewinn« über 400 M. gezogen

. " .60° W. 3228 8569 10368 1181®

17180 17521 19691 22001 31269 34074 42038 62613 65099 70385 70957 73668 78327 89962 91025 98512 98996 99825 100549 106058 1135571 116477 117505 ------ ------ ------ ------

72 »etolnne ,u 1000 M. 1223 6440 29335 29808

55894 78169 81081 88605 98782 112963 ------

------ 139778 ------ ------ M----

Wie polizeilich festgestellt wurde, hatten sich Freitag abend gegen 7.50 Uhr Nationalsozialisten im geschlosse­nen Zuge zum Gerichtsgebäude begeben. Da der Zug nicht angemeldet war, waren sie ohne Schutz. Die vor dem Gerichtsgebäude wartende Menge, wahr­scheinlich meist Kommunisten, fingen einen Streit an, wobei nach den bisherigen Feststellungen ein Mann ver­letzt wurde, so daß die Behauptung des Rechtsanwalts Dr. Freister im Gerichtssaal sich als Uebertreibung her­ausstellte. Die nationalsozialistischen Zeugen wurden später aus dem Saal entlassen und unter starker polizei­licher Bedeckung in geschlossenem Zuge zu ihrem Ver­einslokal geleitet.

Die Zeugenvernehmung hat ergeben, daß die Aus­sagen der nationalsozialistischen Zeugen und die der An­geklagten und unparteiischen Zeugen im wesentlichen Widerspruch stehen. -

Beim Holzabfuhren tödlich verunglückt.

— Eschwege. Beim Holzabfuhren aus dem Walde verunglückte der Verwalter Pralle vom Rittergut Je­städt tödlich. In einem engen steilen Hohlweg ritz das Hemmzeug und Pralle, der stürzte, wurde von einer Hinterradachse des sich in schnelle Fahrt setzenden Wa­gens an dem Kopf getroffen. Der 24jährige Mann war auf der Stelle tot

248906 260964 286355 288834 295259 298220

------ 307719 309265 333736 334391 368445

396630

--- Melsungen. Der Schneidermeister Fischer in dem Dorfe Beiseförth hatte zum Trocknen einer neutapezier­ten Stube einen Eimer mit glühenden Holzkohlen auf- gestellt. In der Nacht drangen Kohlenoxydgase in das benachbarte Schlafzimmer und wirkten auf die dort schlafende Familie ein. Nur die sechsjährige Toch­ter des Schneiders, die die Decke über den Kopf gezogen hatte, wurde von den Gasen verschont und lief, als sie durch das Stöhnen ihrer Angehörigen erwachte, zu dem in einem anderen Hause wohnenden Großvater, der sofort für Hilfe sorgte, so daß schwerwiegendere Folgen in letzter Minute von der Familie abgewendet werden konnten.

Der neue Landrat des Kreises Kassel.

--- kasset Der Kreistag des Landkreises Kassel stimmte mit Ausnahme der beiden Kommunisten für die Wahl des sozialdemokratischen Regierungsrats Dr. Ohle, der bereits seit Dezember 1930 die Geschäfte des Landratsamts kommissarisch verwaltet. Die vereinigten bürgerlichen Patteien gaben eine Erklärung ab, daß sie bei der Wahl von dem Bestreben geleitet seien, dem neuen Landrat eine möglichst breite Arbeitsbasis zu schaffen und die Möglichkeit einer sachlichen überpartei­lichen Amtsführung zu geben.

Neues aus Frankfurt.

— Die Ttlorbaffäre Iran ff). Die unter dem Verdacht des Muttermordes in Untersuchungshaft weilende Anna Trauth aus Oberursel bestreitet nach wie vor 6't Straftat Nach einer Mitteilung ihres Verteidigers Dr. Baruch ist das Statutarerbrecht der Mutter Trauth teil­weise schon vor einigen Jahren durch deren Verzicht er­loschen, sodaß Anna Trauth zum mindesten über einen Teil des väterlichen Nachlasses frei verfügen konnte Sie hatte daher frhon aus diesem Grunde keinerlei Interesse daran, ihrer Mutter den Tod zu wünschen. Außerdem hat aber die Mutter in den letzten Jahren der Tochter in der Vermögensverwaltung freie Hand gelassen. Frl. Trauch hat in der Tat wegen Aufnahme eines Darlehens in Unterhandlung gestanden. Dieses Darlehen war aber nicht für Frl Trauth selbst bestimmt sondern sollte einer mit ihr befreundeten Familie zimute kommen. Frl. Trauth will in keiner Weise an dem Mord beteiligt sein, es wird sicki in den nächsten Tagen enttoetben, ob sie noch länger in Untersuchungshaft behalten wird.

— (Ein Mungo im Zoo. Durch Tausch erhielt der Frankfurter Zoo dieser Tage ein hübsches und sehr be­merkenswertes kleines Raubtier, einen Mungo, aus In­dien, der neben feinen nächsten Verwandten dem afrika­nischen Ichneumon und der malaiischenRotbraunen Man- e Unterkunft gefunden hat. Der Mungo genießt in

r Heimat hohen Ruhm als Feind und Vertilger von Schlangen. Mutig nimmt er selbst mit der stattlichen und gefährlichen Brillenschlange den Kampf auf und bleibt in der Regel Sieger, dank seiner großen Ge­wandtheit und vor Bissen geschützt durch den dichten Pelz, dessen lange Haare beim Kampfe gesträubt wer­den.

Freistaat Hessen.

Ein Wechselreiter und varlehnsschwindler

— Offenbach, vor dem hiesigen Gericht schwebt be­reit, seit 14 Tagen ein Prozeß gegen den Fabrikanten Leo Jungmann, dem zur Last gelegt wird, durch Wechselreiterei und Darlehnsschwindel zahlreiche kleinere Geschäftsleute betrogen zu haben. Wie verlautet, sollen Iungmami auf diese Art etwa 100000 Mark in die Ta­schen geflossen sein. Das Urteil wird voraussichtlich an­fangs nächster Woche gefällt werden.

Die feindlichen Brüder vor Gericht.

= Offenbach. In der Sitzung des Erweiterten Schöf­fengerichts am Freitag wurde ein Prozeß gegen drei Nationalsozialisten und einen Kommuni­sten durchgeführt. Die drei Nationalsozialisten sollen bei einem Zusammenstoß einen Kommunisten schwer mißhandelt haben. Das Urteil lautete gegen einen der Nationalsozialisten wegen schwerer Körperverletzung auf 6 Monate ©efänants, die anderen Angeklagten wurden freigefprochen, weil sie nicht überführt werden konnten.

kommunistische Ausschreitungen.

— planig (Rhh). Nach der Beendigung einer n a - tionafsoziafistifchen Versammlung wurden uni- formierte Nationalsozialisten und Polizeibeamte mit Stein en beworfen, worauf die Straße durch Landkriminalpolizeibeamte aus Worms und Gen­darmerie gesäubert werden mußte. Nach dem Abmarsch der Nationalsozialisten wurden diese und die Beamten am Ortsausgang erneut mit Steinen beworfen und be­schimpft: die Menge wurde daher unter Anwendung des Polizeiknüppels zerstreut. Zwei Beamte wurden durch Steinwürfe leicht verletzt.

Messerstecherei nach dem Tanzbodenbesuch.

= Pfeddersheim (Rhh). Anläßlich eines Tanzver­gnügens im Saalbau „Engelhof" in Leiselheim ge­riet der 20jährige Arbeiter Nagel wegen einer Tänzerin mit Pfeddersheimer Burschen in einen Streit. Er be­drohte einen Pfeddersheimer mit einem Weinglas, wurde jedoch aus dem Saal entfernt und setzte feinen Skandal auf der Strohe fort. Dort gerieten die Leisel- Heimer jungen Burschen mit einer größeren Anzahl Pfed­dersheimer wiederum in Streit. Hierbei erhielt Nagel sechs Messerstich« in den Kopf. Die Gendarmerie nahm die Pfeddersheimer Burschen fest Alle bestritten, gestochen zu haben. Nach dem Verhör wurden sie wie­der auf freien Fuß gesetzt.

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uauii shafien mit dazu beizutragen, daß das Etyaveth- juoiläum in Marburg eine wirklich echte Feier religiöser Besinnung und Weihe im Sinne des kostbaren Vermächt­nisses und leuchtenden Vorbildes der großen Toten wer­den wird: In Demut und Liebe die gelebte Nachfolge christlicher Barmherzigkeit und Karitas auch in unserer Notzeit zu verwirklichen.

Die katholische Gemeinde Marburgs feiert außerdem noch einen „lag ber 21 rmen" (bereits nächste Woche). Weiterhin werden oeranftaltet am 19. April in den „Stadtsälen" ein „Psarrabend" (Redner General­sekretär Dr. Seggemann, Paderborn) und „Religiöse Wa­cher" für Männer und Frauen in der Zeit vom 25. bis 31. Oktober und 1. bis 7. November. Am Tage der ®e- meindeschlußseier des Jubeljahres findet abends eine Festoersammlung statt, bei welcher der „Kath. Gesellen­verein" das Festspiel „Die hl. Elisabeth" von P. Hippolyth Böhlen aufführen wird. Nähere Einzelhei­ten über Aenderungen bezw. Erweiterung des vorliegen­den Programms werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Alex Emmerich, Marburg. -

wegen Verhöhnung der Republik verurteilt.

-- Wiesbaden. Der „Houptschriftfteller" der natio­nalsozialistischen Zeitung „Rheinwacht" in Wiesba­den, Habicht, hatte sich wegen Vergehens gegen das Revublikscbutzgesetz begangen in Artikeln von der Rheinwacht" und dem „Frankfurter Dolksblatt" vor dem Erweiterten Schöffengericht zu verantworten Stavtsanwaltschaftsrat Loutz führte aus daß in den vier zur Anklage stehenden Artikeln der Angeklagte gegen das Revublik-Schutzveietz verstoßen, die deutsche Repu­blik verächtlich gemacht, außerdem in einem Falle feine Parteigenossen zu Gewalttätigkeiten aufgereh habe und beantragte unter. Versagung mildernder Umstände, we­gen fünf selbständiger Hand'uvaen sechs Monate Gefäng­nis. Das Gericht verurteilte Habicht wegen Vergehens gegen das Revichstkschutzgesetz § 5 Ziffer 1 in zwei Fäl­len zu fünf Monaten Gefängnis. Das Ver­fahren gegen den Mitangeklagten Schriftsteller Otto W a 8 e n e r-München wurde abgetrennt.

Freiherr von Stein 100 Jahre tot

— Nassau. Anläßlich des 100. Todesjahres des Frei- Herrn vom und zum Stein, des Schöpfers der Selbstverwaltung, finden im Jahre 1931 in Nassau etwa 15 größere Tagungen statt. Für die Zeit vom 29. Juni bis 3 Juli ist eine Festwoche vorgesehen Auftakt bildet am Todestag, am 29. Juni, die große akademische Feier, die von den Reichs- Staats- Kom­munalbehörden und Mitgliedern des Reichs- und Land­tags veranstaltet wird. Die übrigen Tage der Festwoche werden ausgefüllt mit einer Reihe von Tagungen. Am Haupttage der Feier wird voraussichtlich der preußische

Die Verhandlungen am Freitag begannen damit, 0?B der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Lewinski einen Beweisantrag stellte, der den Zweck haben sollte, ®le Atmosphäre zu beleuchten. Der Vertre- ttr der nationalsozialistischen „Hessischen Volksmacht" 9°ne ihn im Korridor „Saukerl" genannt. Zwei- iitB J)abe atn Donnerstag abend in der Pause um 17 Uijr der Vertreter der Nebenkläger Dr. Freister ge» **Bert, Gericht und Staatsanwalt hätten damit, daß sie zwecks Verteilung des von der Roten Hilfe den Ange- «agten zur Verfügung gestellten Vesperbrotes eine Pause etniegten, eine Ausnahme gemacht, obwohl bas „orga- n'fierte Verbrechertum" angeklagt sei.

Uhilängerer Beratung verkündete das Gericht die 216 xUn® b65 Beweisantrages mit der Begründung, Gericht, wenn ihm eine solche Aeußerung ge» em«n Prozehbeteiligten bekannt würde, sofort Die Maßnahmen dagegen treffen werde Be- e«"i- <?es Zweiten Punktes betonte das Gericht, daß j®le Aeußerung greislers vom „organisierten Verbre- unh h al9 Beleidigung der Angeklagten zurückweise - "«o dem Nebenkläger seine Mißbilligung ausspreche.

[Kt» rauf beginnt die Vernehmung der Nationalsozia­len aus Hofgeismar und Gottbüren, die in ähnlicher e^e aussagen wie die übrigen Nationalsozialisten.

®*e Verhandlungen am Freitag abend endeten m. . "°eh 7 Uhr mit einem ungeheuren Tumult int k r * * t s f a u l. Das Gericht befaßte sich gerade mit । Mage der Vereidigung der national» hott1 aJ1 ft H d) e n Zeugen. Der Staatsanwalt

i m* b«eits für die Vereidigung gesprochen, der erste ter Obiger Dr. Lewinsky sprach dagegen, der Vertre- un» ,2.^eb°nklager Dr. Roland Freister aber dafür, bas 'etzlich erhielt der zweite Verteidiger Dr. Heckert ,.„;~ort' der oisführte, daß der Prozeß jetzt an ko^eni entf meidenden Wendepunkt arje- au: fti. In diesem Augenblick sprang Dr. Freister

51»* ,‘e,ne Robe aus und stürmte aus dem Saal.

Knuten kam er in großer Eile zurück, . ach den noch immer redenden Dr. Heckert mit dem

•nein», "£rau6en vor dem Gerichtsgebäude werden 50 bern»»„ ..varteigenoffen von der wartenden Menge nie» brurh »rr£e t‘ .®in Mann hat bereits einen Schädel- «ntftnus ■ n* «in anderer ist verletzt worden!" Sofort fprann»„ em. ungeheurer Tumult. Alle Anwesenden tion ml*, nuf und schrien wild durcheinander. Die Situa- 5eun»„ \ äußerst bedrohlich, da 40 nationalsozialistische Nisten l-^nmittelbar hinter den 94 angeklagten Kommu- Lewin-fn Die Erregung steigerte sich noch, als Dr. •» a r »aUes übertönend, in den Saal rief: „Das best.,!" °°n Dr. Freister auf punkt 7 Uhr «-gen di» L Thea tert" Dr. Freister schrie ent» Freis.'-, Kommunisten schrien und bann stürmte Dr. aus.* ji; o ftfnen Parteigenossen aus dem Saal bin»

18 Kommunisten wollten sofort nachdrängen. Der

— Dipperz. Dom 22 v. Mts. bis 1. d. Mts. wurde .. ,"Bon 3 Hochw. Patres Franziskaner nach 10 Jahren ■ e»her eine Volksrnifsion abgebalten. Die ganze ®'„aemeinbe nahm trotz der ungünstigen Witter-mg reaften Anteil an derselben Den Eifer und die Hin- k LjL her Herren Missionare lohnte der überaus zahl- gmpfana der hl. Sakramente. Gebe Gott, daß !-rmit der Gnade in die Herzen gelegte Samen zu nrfer Frucht werde.

8 _ Hauswurz. Von dem Iagdpächter hiesiger Ge- «einbefaflb, Herrn Pannter aus Offenbach a. M. wurde rin 3roi>Ifenber mit sehr gutem Geweih erlegt, zur •lfVen Freude auch für die hiesigen Jagdfreunde. Dem glücklichen Schützen Waidmannsheil!

Die Ikeuhöser Darlehnskasseu-Affäre.

0 Neuhof. Die von dem Kaufmann Ritz j r. ein» sie Haftbeschwerde ist vom Dberlanbesgeridjt ei abgewiesen worden.

Zenkrumskundgebung in Hünfeld.

=s Hünfeld. Sonntag, den 15. März, nachmittags 330 Uhr, findet im Gesellenhaus zu Hünfeld eine Zen- irumskundgebung statt . Als Redner ist Reichstagsabg. Hoffman n-Ludwigshafen vorgesehen.

Vorsicht Radfahrer! Richt an Lastautos hängen!

— Rasdorf. An einen aus der Richtung Eisenach kommenden Lastzug hmgen sich zwei junge Rasbotter sRabfabrer. Beim Hinauffahren des Drackeberges «am der Wagen auf der glatten Fahrbahn ins Ruffchen Noch

0 Gelnhausen. Kaufmann Rieth, der Mttbegrün- ber und Mitdirektor der fränkisch-hessischen landwirtschaftlichen Ein- und Derkauss- genoss en sch a ft e. G. m. b. H. und der land­wirtschaftlichen Genossenschaf ts bank in Gelnhausen e. G. m. b. H., hatte, nachdem beide Ge- noffenschaften zusammengebrochen waren, wegen der Vorgänge bei der Gründung und dem Betriebe vom Erw. Schöffengericht Hanau eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 10 Monaten erhalten. Nachdem Berufung und Revision ergebnislos für ihn verlausen waren, hatte er ein Gnadengesuch eingereicht, bas ebenfalls abgelehnt worben ist. __________________

w Das gesunde Petersberg.

52 Personen über 70 Jahre alt

«etersberg Nachdem am 1. März 1931 die Sl- -.Einwohnerin unseres Ortes, Fräulein Kornelm tflt« ^hren 9 3. Geburtstag feiern konnte, rote» 6 b° F/'r-j, am 19. März 1931 zum 88. Male ber Ge» b* des über die Grenzen seines Heimatortes bin- b" »»kannten .'ubstummen Schneiders Ad. Meister. I unb körperlich noch febr rüstig, macht er täglich ;,ine Spaziergänge und gibt feine Wetterprovhe- now & M,. wünschen ihm besonders alles Gute 5-!Ur.m»n Lebensabend. Bemerkt fei noch, daß wir am ■ ßr Uen cine febr gesunde Lust haben. Die Statistik E na* daß am Petersberg 52 Personen leben die ®el,Ln siehensiohr vollendet haben. Davon sind 33 Per- imifdien 70 bis 80 Jahren; 18 Personen zwi- onen i ugo Jahren und unsere Dor'ä'teste ■lä 92 Iahrm. Der Lenker der Geschicke möge Allen fdne ©üte fernerhin erweisen.

Die Wiederherstellung der Elisabelhkirche in Marburg.

= Marburg. Die Vollversammlung des Evangeli­schen Landeskirchentages in Kassel genehmigte für bi« Wiederherstellung der Elisabethkirche in Marburg einen Betrag von 30 000 Mark. Die Arbeiten sollen in den näcbften drei Monaten zum Abschluß kommen damit d'.e Kirche sich bei dem 700'ährigen Todestage der heil. Elisabeth in dem neuen Gewände repräsentiert.

Schadenfeuer in Kirchhain.

= Kirchhain. In den Wirtschaftsgebäuden der Metz­gerei Prediger und des Landwirts H e u 6 n e t brach abends Feuer aus. Die Feuerwehr konnte nur die Wohngebäude vor dem Uebergreifen des Feuers schützen, während die Wirtschaftsgebäude vollständig nie­derbrannten.

wildsterben in den Hinterländer Bergen.

— Biedenkopf. Der strenge Nachwinter fordert un­ter den reichen, bis jetzt gut durch den Winter gekomme­nen Hirsch- und Rehroildbeständen ber Hin­terländer und Wittgensteiner Berge manches Opfer. Diele Tiere haben sich in dem verharrschten Aitfchnee die Läuse wundgescheuert, können der Nahrungssuche nicht mehr nachgehen und kommen elend um. So wurden im Be­zirk Dambach allein 26 tote Tiere gefunden. Im Revier Berleburg ist der Abgang nicht ganz so hoch, doch wird wieder aus anderen Bezirken ein Wildsterben gemeldet, das dem des Reviers Dambach gleichkommt. Bei Lützel wurden sieben tote Rehe gezählt. Durch reichliche Fütte­rung sucht man dem Wildsterben so viel wie möglich Ein­halt zu gebieten. ________

Katholische Welf.

— Ein sozialpolitischer Hirtenbrief des Prager Erz­bischofs. Der Prager^ Erzbischof Dr. Kordac hat an­läßlich des 30jährigen Iubliäums der Enzyklika rerum novarum einen Hirtenbrief erlassen, ber voraussichtlich Aufsehen erregen wird. Die Enzyklika, auf der ber Hirtenbrief sich aufbaut, hatte seinerzeit u. a. erklärt, die richtige Lösung der Arbeiterfrage fei notwendig und dringend, wenn die Vernachlässigung ber sozialen Fra­gen nicht bie Weltrevolution zur Folge haben solle. Zu­nächst nimmt ber Hirtenbrief scharf Stellung gegen bie materialistische Weltanschauung, die im Staate bie Anarchie bedeute, im Völkerrecht die Politik des Egois­mus, des Treubruches und des Verrates, in sozialer Be­ziehung den Kampf aller gegen alle.

Vorsitzende gebot Ruhe. Einen Moment war auch alles still, dann ging der Sturm wieder los. Die Verteidiger stellten sich auf die Stühle und hielten bie Angeklagten davon ab, nach den Saaltüren zu drängen. Sie riefen „Ruhe, Ruhe, laßt Euch nicht provozieren!" Und mit musterhafter Disziplin schwiegen bie Angeklag­ten unb setzten sich wieder auf ihre Plätze.

Der Vorsitzende verkündete darauf, daß das Ge­richt sich durch die Vorgänge auf ber Straße in keiner Weise beeinflussen lasse. Die Verhandlungen wurden weitergeführt und jetzt wieder darüber beraten, ob bie nationalsozialisti­schen Zeugen zu vereidigen seien. Da aber auch die Verteidiger versicherten, nach dieser furchtbaren Auf­regung nicht mehr imstande zu sein, den Verhandlungen weiterhin zu folgen, erklärte der Vorsitzende, daß bas Gericht nun über die Art der weiteren Verhandlung be­raten werde. Nach einigen Minuten verkündete der Vorsitzende den Gerichtsbeschluß, daß die Derhandlungen auf Montag vertagt werden sollen. Im gleichen Augen­blick kam Dr. Freister mit den nationalsozialistischen Zeugen wieder in den Saal zurück, worauf noch einmal ein ungeheurer Tumult entstand, doch gelang es dem Vorsitzenden, alsbald die Ruhe wieder herzustellen. Da­mit die Kommunisten unb bie Nationalsozialisten nicht aneinander gerieten, mußten die Angeklagten zuerst den Saal verlassen. Vor dem Gerichtsgebäude formierten die Kommunisten mit ber wartenden Menschenmenge einen Demonstrationszug. Dor dem Abmarsch erkletterte ein Kommunist einen Kandelaber unb hielt eine Rede mit ber Pointe: Laßt Euch nicht provozieren, haltet Ruhe. Dann zogen die Kommunisten unter Vorantritt ihrer Schalmeien-Kapelle ab Kurz daraus fuhr ein Sa- nitätsauto vor, das einen bei den erwähnten Zusam­menstößen verletzten Mann, ber' im Wachtmeisterzimmer untergeb rächt war, ab transportierte.

Im Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 6 Gewinne zu je 10000 6 zu je 5000j 14 zu je 8000, 28 zu je 2000, 70 zu je 1000, 80 zu je 500, 320 zu je 400 M.

Das ElisabelhjvbikSum in Marburg.

Die katholischen Feiern unb Veranstaltungen.

Auch in Marburgs Mauern, in besten herrlichem goti­schen Dome St. Elisabeth einst ihre letzte Ruhestätte ge­sunden hat, rüstet man bereits zur würdigen Gedenkfeier ber siebenhundertsten Wiederkehr des Todesjahres der großen deutschen Wattburg-Heiligen. Die evangelische Kirchengemeinde hat bereits in Verbindung unb Unter­stützung mit dem preußischen Staat eine umfassende Re­staurierung ber Elisabethkirche und ihres kostbarsten Schatzes, des herrlichen Sarkophags der hl. Elisabeth in Angriff genommen, um so den zahlreichen zu erwarten­den Jubiläumsgästen bie ehrwürdigen Gedenkstätten in einem würdigen, der Bedeutung des Jubiläums entspre­chenden Zustande darzubieten.

Die katholische Gemeinde Marburgs hat im Hinblick auf die furchtbare Not der Gegenwart unb auf Weisung der bischöflichen Behörden von jeglicher großen weltlichen Ausgestaltung ber Jubiläumsfeier Abstand genom­men. Um so tiefer und ernsthafter wird sie aber dafür in religiös-kirchlicher Beziehung das Gedenkjahr der großen Heiligen im Sinne der wirklichen, gelebten Nach­folge christlicher Liebe unb Barmherzigkeit begehen So stehen denn auch bie geplanten katholischen Feiern unb Veranstaltungen während des Elifadethjahres in Mar­burg im Zeichen des Gebetes, ber rellgiöfen Besinnung und werktätigen Liebe zu den Armen.

Den Höhepunkt der Iubiläumsveranstaltungen — die bereits durch eine kirchliche Feier der kath. Gemeinde Marburgs eingeleitet wurden — bildet ber am Sonntag, ben 14. Juni, ftattfinbenbe .^Oberhesjische Katho- 11 f e n t a g* für die Dekanate Kassel, Fritzlar unb Amö­neburg, sowie die angrenzenden der Diözesen Mainz, Trier und Limburg. Hierbei wirb der Hochw. Herr B i» schos von Fulda, Excellenz Dr. Joseph Damian Schmitt auf dem Schloßderg (Freilichttheater) ein feier­liches Pontifikalamt zelebrieren und der bekannte Kölner Domprediger P. Dionysius Ortsief er bie Festprebigt halten. Der gemischte Clisabethchor ber kath. Gemeinde wirb während dieses Gottesdienstes eine vierstimmige Messe von Stehle fingen. Am Nachmittag findet eine große Festversammlung statt. Den Kreis der kirchlichen­religiösen Feiern schließt bann bie kath. Gemeinde mit einem feierlichen Schlußgottesdienst am Ende des Jubel­jahres im November 1931.

An Tagungen und Besuchen katholischer Verbände unb Vereinigungen sind bis jetzt gemelbet:

Die Generalversammlung des „Verbandes Ka­tholischer Lehrerinnen Deutschlands" in ber Pfingstwoche. Ebenso während der gleichen Zeit di« Tagung der „Alten Herren" des „K a r t e 11 o e r b a n« des der kath. Stubentenoereine Deutsch­lands" (K. V.) gelegentlich des 50. Stiftungsfestes der Marburger „Thuringia". Im September hält dann ber „Akademische Bonifatius-Verein" seine Ge­neralversammlung in Marburg ab. Außerdem trägt sich auch ber „Katholische Akabemiker-D erbau b" mit dem Gedanken, feine diesjährige Haupttagung in Marburg abzuhalten. Die katholische Studen­tenschaft Marburgs wird ebenfalls im Laufe des Sommers eine „Elisabethfeier" veranstalten.

Im August werden bann noch folgenbe Vereinigun­gen zum Besuch ber Elisabethkirche unb bes Grabmals der Heiligen in Marburg erwartet: Die Vorsteher des „Dritten Ordens vom hl. Franziskus" in Deutschland; bie Mitglieder des gleichen Ordens aus ber Diözese Fulda, sowie die Elisabethpfarreien von Hildesheim und Hannover. Außerdem wird aus ber Schweiz ein Pilgerzug erwartet.

Durch biefen Besuch unb den würdigen Verlauf ber geplanten Veranstaltungen ist die Gewähr geboten, daß das katholische Deutschland geroUlt unb bereit ist, nach