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Sport-Blatt der Deutschen Jugendkraf

Amtliches Gauorgan der Bezirke Fulda-Hünfeld, Kinzigs Jossa, Hessen Kassel, Hohe Rhön und Vorder-Rhg^

Nr. 59 Beilage zur Fuldaer Zeitung

Die Spielführer in der DIN.

Das Staatsleben ist gesund und lebensfähig, wenn die Zelle des Staats, die Familie, gesund und lebens­kräftig ist. Was die Familie im großen Staat, das ist gleichsam die einzelne Spielmannschast einer Ortsgruppe im. großen Verband der DJK. Herrscht in der einzel­nen Spielmannschaft Zucht und Ordnung und ein ge­sunder, guter Geist, dann blüht und gedeiht auch das Derbandsleben im großen. Und daß die einzelne Mann­schaft in jeder Hinsicht auf der Hohe ist, das hängt in erster Linie von ihrem Führer, dem Spielführer ab. Deshalb ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, ja es ist geradezu eine Lebensfrage für die DJK., Leute auf diese wichtigen Posten zu stellen, die auch die entspre­chende Eignung, die notwendigen Eigenschaften besitzen, die dieses Amt erfordert. Ich möchte auf einige dieser Eigenschaften kurz Hinweisen. Zunächst muß der Spiel­führer selbst von den Id e a l e n durchdrungen sein, für die er andere begeistern soll. Ein Führer, der seine Leute nicht begeistern kann, ist kein Führer und gehört auf keinen Führerposten. Er muß durchdrungen sein von den Idealen unserer katholischen Jugendbewegung, die da sind: Religion, d. h. lebendiges, praktisches, gloubensfreudiges und glaubensstarkes Christentum; Vaterland, d. h. Liebe zu den Volksgenossen und zum Volksganzen; Freude, eine gesunde, reine und edle Freude, vor allem Berufsfreude am Streben und Arbeiten. Er muß auch an dem inneren Dereinsleben des katholischen Iungmännervereins tätigen und führen­den Anteil nehmen, d. h. er muß mit gutem Beispiel vorangehen.

Das zweite ist Autorität. Er muß es verstehen, seinen Anordnungen auch den gebührenden Nachdruck zu verleihen, ohne tyrannisch zu werden, ohne gleich das ganze zur Verfügung stehende Schimpflexikon seinem armen Opfer ins Gesicht zu schleudern. Sein Charakter muß eine gewisse Abgeklärtheit und Gesetztheit zur Schau tragen, die ohne weiteres sich Achtung verschafft. Alle Entscheidungen und Anordnungen, die der Spielführer trifft, müssen vor allem den Stempel der Gerechtigkeit tragen. Persönliche Bevorzugungen und Zuneigung darf es bei ihm nicht geben. Wenn das der Fall ist, wenn der Spielführer korrekt, unparteiisch und gerecht ist, dann gibt es auch keine langen Auseinandersetzungen und Aussprachen, wenn es notwendig ist, die Umstel­lung einer Mannschaft vorzunehmen oder das Herbei­tragen oder Wegschaffen der Geräte anzuordneu. Mit der Autorität muß sich als drittes eine echte Käme- r a d f ch a f t verbinden. Kameradschaft und Freund­schaft müssen überhaupt der Untergrund sein, worauf das ganze Leben in der DJK. fußt. Der Spielführer muß es verstehen, aus seiner Mannschaft einen trauten Freundeskreis zu machen, der in allen Lagen treu zu­sammenhält. Er muß bestrebt sein, alles Kliquenwesen im Keime zu ersticken. In Liebe Nachsicht und Eintracht werden Fehler besprochen, die gemacht worden sind, wer­den Anordnungen des Verbandes beraten, werden Be­schlüsse gefaßt und Entscheidungen getroffen.

Daß der Spielführer natürlich die Regeln und Satzungen seines Spieles kennen muß, ist selbstverständ­

lich. Wie konnte er sonst Führer sein! Er muß ja doch die Einübung der Spieler leiten, muß die notwendigen Unterweisungen geben, muß gegebenenfalls in Streitfra­gen mit dem Schiedsrichter und der Gegenpartei ver­handeln. Schließlich erwartet man von dem Spiel­führer in erster Linie Pünktlichkeit und Gewis­senhaftigkeit. Sollen sich die Spieler ihrem Führer unterordnen, dann muß dieser selbst das Bei­spiel der Unterordnung geben, unter die höheren In­stanzen, unter die Satzungen und Beschlüsse. Gewis­senhaftigkeit in der Obhut der ihm anvertrauten Geräte, Gewissenhaftigkeit im Kleinen, z. B. vor der Abfahrt, vor dem Spiel festzustellen, ob jeder Spieler seinen Pah hat, die vorschriftsmäßige Kleidung und dergl. Nur ein Spielführer mit solchen Eigenschaften wird seinen Po­sten voll und würdig ausfüllen. Spielführer der DJK., liebe Freunde. Es ist kein leichtes Amt, das ihr be­kleidet. Es bringt manchen Aerger und Verdruß. Aber es ist auch andererseits ein schönes Amt, vielleicht die Vorschule zu größerem Führerposten im späteren Le­ben. Darum allzeit: Tapfer und treu! K. N.

Das gute Sportspiel.

Einem rechten Sport muß auch ein guter Schuß Lei­denschaft beigemischt sein. Ich kann nicht leiden, wenn nur immer so ein bißchen das Tor beschossen wird. Das tut kein echter Kerl. Kann man sich das über­haupt gefallen lassen?

Wir verlangen als Iungenschaft, als Iungmann- schaft, daß richtig gespielt wird. Daß auch um den Sieg gekämpft wird. Wenn nur allemal zahme Spiel« gemacht werden und nicht auch einmal ein scharfes Handballspiel, dann geht ein rechter Kerl laufen.

Aber: Draufgehen ist Unfug! Ist kein Sport! Fei­nes Spiel verlangt Vorübung, Vorbereitung. Darum regelmäßig und sauber Training! Man muß etwas können, man muß Hebung haben. Dabei die hohe Kunst üben, schweigend zu trainieren. Also ohne Geschrei und keinesfalls mit Schimpfwörtern. Wer sich da nicht be­zähmen lernt, bleibt vom Spiel weg. Und sei es der beste Könner der Mannschaft.

Als echte Sportler wissen wir, daß es nicht genügt, nur den Ball oortreiben oder stoppen zu können, daß wir den Körper ganz in unserer Gewalt haben müssen und ihn allseitig auszubilden haben. Darum benutzen wir die Trainingsstunden zur allgemeinen Durch- blldung unseres Körpers!

Es ist unsere Freude, als große Gemeinschaft in unse­rer Schar eine ganze Zahl zu wissen, die das Reichs­jugendabzeichen trägt oder das Reichssportabzeichen erworben hat.

Weil wir um die Ehre spielen, die sich aber nicht nur an der Torziffer abzählen läßt, spielen wir so, als hät­ten wir eigentlich keinen Schiedsrichter nötig! Weil wir uns selbst regieren können. In Wahrheit und ohne Falsch. Wenn wir gesvielt haben, sammeln mir uns zu froher Gemeinschaft. Dann soll es klingen und singen: Uns geht die Sonne nicht unter".

Zeit, so daß schon am kommenden Sonntag das erste Gauspiel stattfinden muß. Es spielen am

15. 3» 31. D. I. K. SodenD. I. K. Hilders in Fulda. 22. 3. 31. D. 3. K. Sieger 1.Meister Vorderrhön.

29. 3. 31. Sieger 2.Meister Hessen-Kassel.

Endspiel: Sieger 3.Meister Fulda.

Das erste Gauspiel am kommenden Sonntag, den 15. 3. 31. zwischen D. 3. K. Soden und D. I. K. Hilders findet um 3 Uhr auf der städtischen Bleiche (Platz der Turngemeinde) in Fulda statt. Das 3nteresse der beteiligten Vereine scheint außerordentlich stark zu sein. So wird uns mitgeteilt, daß Hilders infolge der zahlreichen Beteiligung seiner Mitglieder mit Sonderzug kommt. Es wird von Seiten der Gauleitung erwartet, daß auch die übrigen D. I. K. Anhänger möglichst zahl­reich das erste Gauspiel besuchen, um unserer Veranstal­tung den nötigen Rahmen zu sichern. F.

Bezirk Fulda-Hürrfeld.

Amtliche Mitteilung der Bezirksleitung.

Neu ausgenommen in unseren Bezirk sind:

1.D. 3. K. Wandergruppe Fulda".

2. D. 3. K. Johannesberg.

Beiden Abteilungen einIugendkrast Heil"!

Die Bezirksleitung:

B i l z. Lange.

Spiele am kommenden Sonntag:

Die Spiele finden tabellenmäßig statt. Folgende Ver­änderungen treten ein: Döngesmühle 1. spielt in Kerzell. Neuhof 1.Deitsteinbach spielt um 12 Uhr. Marbach 2. Hünfeld 2. (1.30 Uhr). Das Spiel Steinau 2.Mit- telrode 2. fällt aus; dafür spielt Rückers 1. in Steinau gegen Steinau 2. Das Spiel Rothemann 1.Dirlos 2. fällt aus. In der Bezirksklasse finden folgende Spiele statt: Hünfeld 1Bimbach 1. (um 3 Uhr). Steinhaus Eiterfeld 1. KolpingSteinau 1.

Das Spiel vom Sonntag, 8. d. M., Eiterfeld 1. Kolping 2:0. Das Spiel Kohlhaus 1.Kerzell 1. (1. d. M.) für Kerzell gewonnen.

Anträgen wegen Spielverlegung kann wegen Ter­minnot in Zukunft nicht mehr stattgegeben werden.

Waider, Spielwart.

Bezirk Border-Rhön.

verbandsfpiel-Termine.

Gruppe Thüringen:

A-ÄIaffe:

15. März: SpahlBermbach (Ed. Gimpel, Barsch); ButtlarGeismar (Rützel, Barsch).

22. März: GeismarBermbach (Fischer, Spahl); Schleid

Spahl (Rützel, Barsch).

29. März: SchleidButtlar (Ioh. Gimpel, Barsch).

6. April: BermbachSchleid (Ed. Gimpel, Barsch).

L-Klasse:

15. März: SpahlBermbach (Ed. Gimpel, Barsch); BarschButtlar (Falkenhahn, Bermbach).

22. März: SpahlBarsch (Schmidt, Bermbach); Schleid

Bermbach (Ezell, Buttlar).

29. März: SchleidButtlar (Ioh. Gimpel, Barsch).

6. April: BarschSchleid (Stockerl, Buttlar); Buttlar Bermbach (Fischer, Geismar).

19. April: SchleidSpahl (Ruhl, Buttlar).

Gruppe Preußen:

A-Klasse:

15. März: WölfOberufhausen (in Leibolz).

22. März: WölfRasdorf.

L-Klasse:

15. März: KirchhaselGroßentaft; OberufhausenEiter­feld.

22. März: EiterfeldKirchhasel (in Leibolz. Wieder­holungsspiel) ; OberufhausenGroßentaft.

29. März: GroßentaftEiterfeld; OberufhausenKirch­hasel.

6. April: KirchhaselEiterfeld.

Die Spiele beginnen von jetzt an um 3 Uhr. Die B-Mannschaften der'Gruppe Thüringen spielen wie bis­her nur 1 Stunde. Ohne neue Paßmarke darf niemand mehr spielen.

Die Bezirksleitung.

Mitteilungen des Spielausfchufse«.

Das Spiel BarschRasdorf wird am nächsten Sonn­tag in Buttlar wiederholt. Spielbeginn 12.30 Uhr.

Aus dem Bezirk Hessen-Kassel.

Der Stand der Turnfache im Oberhessischen.

Es besteht seit einer Reihe von Jahren eine Turn- a b t e i l u n g der DJK in A l l e n d o r f, die wöchentlich zwei Turnabende in ihrem Tätigkeitsplan hat und ein­geteilt ist in Schüler, Zöglinge und Turner. Auf dem verflossenen Bezirksfest in Niederklein sollte der erste Auftakt zu einem allgemeinen Werben für die Turnsache getätigt werden. Vorbereitet waren Körpergymnastik und Bodenturnen. Leider war es nicht möglich, werbend an diesem Tage zu wirken, da das Programm hierfür trotz vorgebrachter Wünsche nicht günstig war. Das Tur­nen stand erst ziemlich am Schlüsse des Programms. Zu gleicher Zeit getätigte Langstreckenläufe und anderes lenkten das Interesse des Publikums und der Sportler ab. Erst auf dem Bezirkstag der kath. Jugend- und Jungmännervereine Oberhessens in Emsdorf wurde gün­stige Gelegenheit für eine öffentliche Propaganda da­durch gegeben, daß das Turnen ausdrücklich und ohne Ablenkung in den Mittelpunkt des frohen Iugendtages gestellt wurde. Die Darbietungen wurden von allen mit Begeisterung ausgenommen, so daß mehrere Ortsgrup­pen, wie Emsdorf, Niederklein und Momberg Wünsche für Inangriffnahme der Turnsache äußerten, denen nun­mehr soweit als möglich entsprochen werden soll. Leider wird durch das allzusehr gepflegte Fußball­spiel der Vereine das Interesse sehr abge­lenkt, wie überhaupt die Turnbegeisterung allgemein nachgelassen hat, seitdem der Fußball herrschend ist.

In den obigen Ausführungen ist der Stand in den oberhessischen Dörfern geschildert. Im Nieder­hessischen ist die D. I. K. von Fritzlar in der Turnsache führend. Es stehen dort unter tüchtiger Lei­tung ca. 50 junge Leute regelmäßig an den Geräten, die bereits eifrig für den kommenden Bezirkssporftag üben.

Görg e-Allendorf, Bezirksturnwart.

Allgemeines.

--> Da« 3. Reichstreffen der Deutschen Iugendkrast 1932 in Dortmund. Es fällt nicht leicht, in einer Zeit schwerster Bedrängnis sich für ein Reichs treffen zu ent­schließen. Rur fester Glaube an eigene Kraft und zu- versichttiche Hoffnung können den Mut dazu geben. So beschloß denn die Deuffche Iugendkrast nach Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Eichhoff in Dortmund, der Stadt der Kohle und des Eisens, int Mittelpunkte West­falens und des Industriegebietes, das 3. Reichstreffen

Gau-Vorstandssitzung in Fulda.

Am letzten Sonntag hatte sich die Führerschaft des Gaues zusammengefunden zu einmütiger Aussprache und Klärung vieler Fragen. Am Vormittag sand zu- nädjft die Äauspielausschußsitzung statt, in der schon vorbereitend über die Gauspiele gesprochen wurde. Aus dem überaus späten Beginn der Gauspiele müssen wir die notwendigen Folgerungen für die Zu­kunft ziehen:

1. Frühester Beginn der Bezirksspiele,

2. eine rasche lückenlose Durchführung der Serien.

Es geht nicht an, daß die Anwärter auf die Gau- spiele in den Bezirken erst im November die ersten Spiele machen.

Auch wurde der Gedanke, die Weihnachtszeit allge­mein von der Spieltätigkeit freizulassen, erörtert und eine Einigung erzielt, daß den Bezirken die Ausdeh­nung der spielfreien Zeit um Weihnachten überlassen bleibt.

3m Punkte Turnen mußte erneut festgestellt wer­den, daß alle Bsmühungen einen geeigneten Mann als Gauturnwart zu finden, erfolglos waren. Der Vor­stand überläßt die Regelung dem Gauleiter. Aber ttotz- dem geht es im Turnen voran, wenn es auch noch kleine Schritte sind. Durch regelmäßiges Vereinstur­nen. Wetturnen einzelner Abteilungen, durch Vorturner­kurse und Enffendung zu Derbandskursen soll gerade der schönste deutsche Sportzweig allmählich auch in der DJK. emporgeführt werden. Die Bezirksleitungen sol­len mehr als je im kommenden Sommer das Turnen fördern.

Sn der Frage der Verteilung der Teilnehmer zu den Derbandskursen kam man auch zu einer Klä­rung. Es ist merkwürdig, daß fast alle Meldungen auf Turnen lauteten. Da aber dem Kreisgebiet nur eine ganz kleine Zahl von Plätzen zusteht, mußte die Vor­verteilung im Gau stattfinden. Bezirk Hohe Rhön stellt einen Fußballer, Vorderrhön einen Turner, Fulda beanspruchte einen Handballer und Schwimmer (der Gau den Schiedsrichter). Für Leichtathletik liegt keine Nennung vor. Vielleicht bemühen sich die beiden Bezirke Kinzig-Jossa und Hessen-Kassel darum. In den Kursen wollen wir nur bestes Mate­rial senden, ferner nur ganz zuverlässige Leute, die be­reits Führertätigkeit nachweisen können.

Das Arbeitsprogramm der Warte fand eine rasche Erledigung. Es wurden allen Warten die entsprechenden Verbandsordnungen und das Verbands-

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Amtliche Gau - Mitteilungen.

1. Die Bezirksleitungen werden hiermit auf § 11 Abschnitt I der Derbandssatzung sowie § 59 der Kreissatzung aufmerksam gemacht, die besagen, daß die nächsthöhere Instanz zu Veranstaltungen und Dagungen einzuladen ist.

2. Bei Absagen von Spielen aus besonderen Gründen (Theater, Dorffeft, kirchl. Feste etc.) wollen die Abteilungsleiter doch immer der Absage eine Beglau­bigung ihres Präses beifügen, damit die Ausschüsse ohne Rückfragen verfügen können und den Vereinen Unko­sten erspart bleiben.

3. Nach einer Mitteilung des Mainzer Gaublattes be­ginnen die Kreisspiele am 2^. März.

DJK.-Gauspiele Kurhessen 193L

Nachdem die Spiele in den einzelnen DIK.-Bezirken des Gaues Kurhessen soweit gediehen sind, daß bereits die ersten Meister feststehen, beginnt die Austragung der Kauspiele.

In den verflossenen Jahren umfaßte Kurhessen nur die Bezirke Fulda, Hessen-Kassel und Kin­zig-Jossa, wovon sich aber nur die beiden ersten Bezirke an der Austragung des Gaumeisters beteilig­ten. Den Titel des Gaumeffters von Kurhessen errang 1929- DJK. Blau-Weiß Kassel, 1930 DJK. Dompfarrei

grundgesetz ausgehändigt, die von den Herren wohl auch durchstudiert werden. Der Gauleiter streifte kurz die Pflichten und Rechte der Warte und wies hin auf eine notwendige enge Bindung zwischen Wart und Lei­tung. Einen breiteren Raum nahm die Besprechung des Verbandsgrundgesetzes ein, das nach den Richtlinien der Verbandsleitung das geistige Eigen­tum aller DJK-Führer werden muß. Die Behandlung desselben in den Vorstandssitzungen ist also Pflicht. Die Bezirke sollen dafür sargen, daß jeder Führer ein Exemplar ausgehändigt bekommt und dann eine ge­meinsame Besprechung folgt. Wichtig ist es zunächst, die Unterschiede zwischen Grundgesetz und den alten Sat­zungen bezw. Ordnungen klarzustellen, damit keine ver­kehrte Auslegung erfolgen kann. Eine weitere Be­sprechung einzelner Punkte erübrigt sich, da das Grund­gesetz in seinen Einzelheiten auch Gegenstand von Ab­handlungen im Gaublatt werden soll. Jeder möge sei­nen Teil beitragen.

Zuletzt wurden noch die einzelnen Sport­arten gestreift: Leichtathletik, Ski und auch Tennis. Erfreulicherweise sand der Anfang im Skisport des Be­zirks Hohe Rhön im Gaugebiet großen Widerhall. Es steht zu erwarten, daß im nächsten Winter die DJK. nicht mehr zu den ..Skibabns" gerechnet werden darf. Eine sichere und bewährte Führerhand gewährleistet das Aufblühen des jungen Sportzweiges.

Neben der Klarstellung einzelner wichtiger Fragen wurde dann ein kurzer Rückblick über die forffchreiten- de Entwicklung des Gaues gegeben. Es muß feftgestellt werden, daß die seither in raschem Emporblühen ge­zeigte Kraft unterer DJK. sich langsam aber sicher um­stellt auf ein Wachstum in die Breite. Der hochge­schossene Jüngling muß bald ein starker Mann wer­den Dazu ist mehr denn je einmütige Führer­arbeit notwendig, die klare Ziele gibt, ständig ein wachsames Auge hat auf Auswüchse, die Wasserschossen veredelt und in allen eine feurige Begeisterung entzün­det zur katholischen Svortauffasfung der deutschen Ju­gendkraft. Mit einem Hinweis aus die gute Presse- arbeit der letzten Monate, die nach unserer Ansicht bahnbrechend ist für eine breite Ausklärung unseres Wollens und Schaffens, einem herzlichen Dankeswort für die treue geleistete Mitarbeit und einer Aufforderung zu weiterem treuen Mitschaffen schloß der Leiter die ruhige sachliche Aussprache. Möge die Besprechung nun auch sich auswirken in einer weiteren guten Entwick­lung unferes Gaues. -l.

Fulda. In diesem Jahre bewerben sich nun erstmalig 5 Bezirke um den Titel und zwar die Bezirke Fulda, Hessen-Kassel, Kinzig-Jossa, sowie die im verflofsenen Jahre neu hinzugekommenen Bezirke Vorderrhön und Hohe Rhön.

Fest stehen schon die Meister von Bezirk Kinzig-Jossa, nämlich DJK. Bad Soden b. Salmünster und Bezirk Hohe Rhön mit DJK. Hilders. Im Bezirk Fulda liegt die Entscheidung voraussichllich noch zwischen DJK. Kolping Fulda und DJK. Peters berg, nach­dem die spielerisch sehr tüchtige DJK. Eiterfeld durch Spielersperrung leider ihre guten Aussichten einbüßte. Der Bezirk Vorderrhön wird am kommenden Sonntag seinen Meister melden können, der DJK. Barsch heißen dürfte, da es der auch sehr spielstarken DJK. Ober» ufhaufen zur Erringung der Meisterwürde nicht mehr ganz reichen wird. Im Bezirk Kessen-Kassel sind zwei Vereine punktgleich, nämlich DJK. Momberg und DJK. Blau-Weiß Kassel, von welchen beiden Vereinen Mom­berg noch einen Protest laufen hatte, der schließlich die zur Erringung der Meisterwürde nötigen Punkte noch bringen konnte. Der Gau-Spielausschuß hat jedoch in feiner Sitzung am 8. März 1931 entschieden, daß, unter Berücksichtigung der ziemlich unklaren Sachlage hinsicht­lich der Protestgründe, gerechterweise am 22. März ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platze unter Aufsicht des Gaues stattzufinden hat, so daß also am 22. März auch der Bezirksmeister von Hessen-Kassel feststehen dürfte.

Obwohl in diesem Jahre keine Landesmeisterschaften, sondern nach Feststellung der Gaumeister nur noch die Kreismeisterschaften ausgetragen werden, drängt doch die

12. Alür;

1932 zu veranstalten. Die ersten vorbereitenden ten sind aufgenommen. In der Kampfbahn » Erde" an der Westfalenhalle werden die

aus dem ganzen DeuLchen Reiche sich &.<eineT/^tlet freudig friedlichem Kampfe chre Kräfte messen w

katholische Sportinternationale. Das . fetretariat der Katholischen Sportinternationale zum 19. April nach Paris die satzungsgemäße ralversammlung. Eingeladen sind die tathnru*?" Sportverbände in Belgien, Deutschland ($<>, Iugendkrast), Frankreich, Holland Jugoslawen Litan» Schweiz, Tschechoslowakei und Oesterreich. Die £ao ordnung nennt als wichtigste Punkte: Jchresberichtb^ Generalsekretärs Bericht der angeschlossenen $2? bände Ausnahme noch nicht angegliederter Verdös.' und Wahlen. anöt

Fußball.

Tabellenstand im Bezirk Autda-tzünfetd.

A-Klafse:

Gruppe Neuhof:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. Tor« Dom 2. 8 7 1 0 15:1 28-10

Kohlhaus 1. 7 5 1 1 11:3 26-11

Reuhof 1. 8 4 1 3 9;7 17^=

Kerzell 1. 7 3 1 3 7:7 12:17

Deitsteinbach 1. 7 2 1 4 5:9 16-18

Döngesmühle 1. 8 1 3 4 5:11 13-25

Welkers 1. 9 0 2 7 2:16 8:35

Gruppe Fulda:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. Tor, Margretenhaun 1. 9 8 0 1 16:2 49;8

Kleinlüder 1. 7 5 1 1 11:3 30:11

Neuenberg 1. 9 5 1 3 11:7 2215

Wissels 1. 7 2 2 3 6:8 1326

Dirlos 1. 8 3 0 5 6:10 15:27

Mittelrode 1. 10 2 0 8 4:16 18:38

Pilgerzell 1. 7 115 3:11 io;3o

Gruppe Hünfeld:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. Tor, Kirchhasel 1. 7 5 2 0 12:2 25:5

Wiesen 1. 7 4 2 1 10:4 22:10

Marbach 1. 5 4 0 1 8:2 14:8

Dietershan 1. 6 2 0 4 4:8 9:22

Petersberg 2. 6 1 0 5 2:10 2:29

B-Klasse:

Gruppe Fulda:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. To» Thalau 1. 8 6 2 0 14:2 37:12

Stadt 1. 7 6 0 1 12:2 50:12

Rothemann 1. 7 4 1 2 9:5 19:10

Döngesmühle 2. 8 3 2 3 8:8 21:20

Kerzell 2. 8 3 1 4 7:9 9:20

Dirlos 2. 8 0 2 6 2:14 12:30

Pilgerzell 2. 8 1 0 7 2:14 14:58

Gruppe Hünfeld:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. To» Herbstein 1. 7 7 0 0 14:0 27:9

Rückers 1. 8 5 2 1 12:4 33:15

Bimbach 2. 7 4 1 2 9:5 16:9

Kleinlüder 2. 6 2 2 2 6:6 14:21

»Mittelrode 2. 6 2 1 3 5:7 12:18

Hünfeld 2. 6 2 1 3 5:7 11:14

Steinau 2. 7 1 0 6 2:12 3:16

»Marbach 2. 7 0 1 6 1:13 6:20

» Das Spiel Marbach 2.Mittelrode 2. vom 21. De­zember 1930 ist in dieser Tabelle nicht gewertet.

C-Klasse:

Sp. gern, unsch. verl. Pkt. To»

Dalberg 1. 7 5 1 1 11:3 35:7

Almendorf 1. 7 5 1 1 11:3 26:11

Hattenhof 1. 7 4 2 1 10:4 22:18

Kohlhaus 2. 7 3 0 4 6:8 12:19

Büchenberg 1. 9 2 1 6 5:13 16:23

Stadt 2. 8 2 1 5 5:11 9:35

Dietershausen 1. 7 2 0 5 4:10 24:81

Der Bezirks-Spielausschuß. I. A. Waider, ,

Spielberichte.

Thalau 1.Rothemann 1:1 (1:1).

DJK. Thalau und Rothemann trafen sich auf de« Sportplätze Rothemann zum fälligen Verbandsspieu Sogleich nach Beginn des Spiels setzte auf beiden «ei« ten ein flottes Tempo ein. Thalau hatte nicht erwartet, daß Rothemann einen so harten Widerstand leisten würde. Schon in der ersten Viertelstunde mußte der rechte Läufer Thalaus wegen einer Knieoerletzung aus- scheiden. Trotzdem konnte Thalau bald zum Führungs­tor gelangen. Kurz darauf glich Rothemann aus.** dem Stande 1:1 ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit spielte Rothemann leichte überlegen, ohne jedoch zu einem weiteren Erfolg 5» kommen. In das Spiel wurde, ohne daß es Be* Schiedsrichter hinderte, jetzt von Thalau eine harte JU» getragen. 15 Minuten vor Schluß mußte auch der lut» Verteidiger von Rothemann wegen Verletzung aussche-- den. Der Schiedsrichter hätte manche Härte durch W (eres Durchgreifen unterdrücken können. J

Rothemann JugendWelkers H *

(0:0). R. Y-

Aus der übrigen Sportwelt.

Turnen.

Geräkewettkämpfe des T. Deutschen Turnkreises.

Am Sonntag fanden zu Kassel m der Turnhalle Turnhalle der Kasseler Turngemeinde die gerate® kämpfe des Kreises statt. Dieselben bildeten die Wahlkämpfe für die Gerätewettkämpfe i*r DemW Turnerschaft in Essen. Es wurde in zwei Klaffen s turnt. Die erste Klass» war von fünf Turnern ve>» von denen die drei besten für Essen ausgewahlt uw Das Ergebnis war folgendes: 1. Kehrer (ÄettÄail Tgd.) 171 P., 2. Gergs (Mett. Kasseler Tgd.)167 P- Wertholz (Polizei Münden) 158 P-, 4. Russeler t Bernsdorf) 142% P., 5. Schiebeler (Kasseler Tgö) Punkte. In der zweiten Klaste erhielten: 1- d ß (Kasseler Tgd.) 163 P., 2. Wandt (Tv ®P'e7sf^P 4. 161 P., 3. Benters (Aelt. Kasseler Tgd.) 157 Zdarrky (Aelt. Kasseler Tgd.) 157 P-, 5. Dorrier (Tv. ÄUendors) 156% .. 135%

Reith (Turngemeinde Fulda) wurde 13. mi Punkten. Der Turn- und Fecht klub S konnte sich wegen des Kunstturnens in uuLM an den Kämpfen beteiligen.

Futzbokll.

Dem Fußball-Länderkampf DeutschlandArant- reich am 15. März in Paris bringt man großes reffe entgegen, was der Kartenoerkaufam befttn ° t schaulicht Obwohl das Parster Colombes-Stadwn m weniger als 60 000 Zuschauer saßt, «$"etm^"rfauf einem ausverkauften Platz, da bis letzt fw B rund 250 000 Francs (40000 Mark umgesetzt wuroe