Aus der landrvirkfchafkl. Berufsgenossenschafk
Einer für viele.
am 15. 2. 4- 0,0° Q am 15. 2. 4- 1,0° G seit 15. 2. — 3,0c G
am 14. 2.
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seit 14. 2.
Niederschlagv. 14. 2.8U.morg. — 16.2.8 U. morg. 0,5mm
Relative Feuchtigkeit der Lust am 16.2. mitt 12 Uhr 68,0 ’/»
4- 3,0» Q
4- io,» q — 2,5° c
Höchste Temperatur im Schatten Höchste Temperatur in der Sonne Niedrigste Temperatur
Höchste Temperatur im Schatten Höchste Temperatur in der Sonne
Niedrigste Temperatur
Äm Ähre 1929 wurden der Hessen-Nassauischen landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft 19 535 Unfälle gemeldet, wovon erstmalig 4177 Entschädigung fanden, gegen 9876 Unfälle im Jahre 1928, davon 3804 erstmalig.
ie Zeitungs- Reklame
ist von allen Reklamen die wirkungsvollste und wird es infolge ihrer Dilligkei« und Ein fachkieil auch bleib n.
Die Exerzitien in der Seoerikirche
für die Mitglieder des Dritten Ordens beginnen morgen (Dienstag) nachmittag 4% Uhr.
Heilige auf Briefmarken.
Beim Lesen dieser Ueberschrift wird mancher den Kopf schütteln und verwundert fragen, was haben denn die Heiligen mit Briefmarken zu tun? Zu Lebzeiten der allermeisten Heiligen gab es ja noch gar keine Briefmarken, und von einem Schutzheiligen der Briefmarken- Sammler hat man auch noch nie etwas gehört. Und doch haben zahlreiche Länder Heilige auf ihren Briefmarken zur Darstellung gebracht.
Bei uns am bekanntesten ist die sogenannte Abschiedsserie der Bayerischen Postoerwaltung, die am 25. März 1920 erschien, als das bayerische Postregal auf die Deutsche Reichspost überging. Die Werte zu 1, 1V4, 1% und 2% Mark dieser Reihe zeigen die „Patrona Ba- variae", die Muttergottes mit dem Jesuskind. Später, vom 6. April 1920 ab, wurden die Marken mit dem Aufdruck „Deutsches Reich" versehen. Man fügte sogar noch einen Wert zu 2 Mark hinzu. Die Marken wurden dann auch ooy nichtbayerischen Postanstalten verkauft.
Im Jahre 1924 gab die Deutsche Reichspost im Ber- ein mit der Deutschen Nothilse eine Reihe von Marken heraus, die Szenen aus dem Leben der hl. Elisabeth, deren 700. Todestag wir bekanntlich in diesem Jahre feiern, aufweisen. Als Motiv diente der Gemälde- Cyklus Moritz von Schwinds auf der Wartburg- Dis Hungrigen speisen (5 Pf.-Marke), Die Durstigen tränken (10 Pf.), Die Nackten kleiden (20 Pf.), Die Kranken pflegen (50 Pf.). Leider verhinderte der viel zu hohe Zuschlag (300 Prozent) eine weitere Verbreitung.
Als nach dem Kriege Danzig aus dem Deutschen Reiche ausscheiden mußte, erhielt es auch das Recht, eigene Briefmarken herauszugeben. Im Oktober 1921 erschien hier anläßlich einer Tuberkulose-Woche eine Markenreihe von drei Werten mit dem Bilde des Drachentöters St. Georg, der übrigens häufiger auf Briefmarken erscheint.
Ein anderes Markenland, das ebenfalls vorläufig noch von Deutschland getrennt ist, ist das Saargebiet
Die Vildtelegraphie.
Obgleich die Bildtelegraphie erst vor 3 Jahren in Deutschland eingeführt worden ist. stehen der Oeffent- lichkeit heute bei uns bereits 24 Bildtelegraphenverbindungen zur Verfügung, von denen 6 auf Frankfurt a. M. entfallen. Es find dies die Verbindungen mit Berlin, München, Wien, London, Kopenhagen und Stockholm. An dem Bildtelegraphenverkehr können sich ledoch alle deutschen Orte beteiligen. Es ist nickt nur angängig, ein Bildtelegramm z. B. von Frankfurt a. M. nach Berlin zu senden, sondern es kann auch, um nur einen Fall herauszugreifen, ein solches in Wiesbaden aufgeliefert und nach Stettin gerichtet werden. Von Wiesbaden geht das Telegramm auf dem schnellsten Postwege zur Bildstelle Frankfurt a. M., wird hier nach Berlin bildtelegraphisch befördert und von dort aus wieder als Eilbrief — wenn zeitsparend, mit Luftpost — unmittelbar an den Empfänger versandt, eventuell auch über die Grenzen des telegraphischen Bestimmungslandes hinaus. Die breite Oefefntlichkeit bringt der Bildtelsgraphie wachsende Aufmerksamkeit entgegen. U. a. wurden tn neuerer Zeit chemische Formeln, iirst- liche Verordnung, Karten und Pläne bildtelegraphjkch übermittelt. Die Polizei benutzt das neue Nachrichtenmittel zur Uebertragung von Fingerabdrücken, Photographien, Plänen usw. Firmen lassen Modebilder, verwickelte Schaltungsskizzen, handschriftliche Werbezeilen und bergt übermitteln. Die Auflieferung des Bildtelegramms erfolgt unter Verwendung eines gewöhnlichen Telegrammformblatts, dem das zu übermittelnde Bild
Zuschriften aus unserem Leserkreis.
Für die hiei erfolgenden Veröffmtlichungen übernimm! die Schriftleitung nur die durch das Preßgesetz borge- schriebene Verantwortung.
Publikum und Schornsteinfeger. Auch ich möchte dem Einsender recht geben in Bezug auf das Reinigen eines Schornsteins, der wenig benutzt wird. Ich persönlich kann beweisen, daß in dem Hause, in dem ich wohne, die Leute alle nur in der Küche Heizen und daß ich an Sonntagen dann und wann als Eeinzige im aHuse im Zimmer heize. Ich bezahlte im November dafür den vollen Preis (wäh, rend die Benutzung des Küchenschornsteins an die Mieter (verteilt wurde). Als nun jetzt nach 8 Wochen wieder ges - fegt wurde, mußte ich wiederum den vollen Betrag als Einzige im Hause zahlen. Erwähnen muß ich, da ich beruflich tätig bin und die Feiertage verreist war, ganze dreimal in den 8 Wochen das Zimmer geheißt habe. Ich als alleinstehende Frau, die dem Erwerb nachgehen muß, empfinde dies auch als Härte, zumal ich ein sehr geringes Einkommen habe. Die Bewohner des Hauses heizen in dem Zimmer nicht, da sie dieses als Schlafzimmer benutzen. Ich meine doch, daß es in diesem Falle genügt, wenn dieser Schornstein im Jahr einmal gefegt wird. E. P. N.
gibt: Praedicate Evangelium omni creaturae — Lehret das Evangelium allen Kreaturen. In der linken oberen Ecke befindet sich in einem Medaillon das Bild Gregors XV., des Gründers der Propaganda Fide. In der rechten oberen Ecke ist ebenfalls in einem Medaillon das Bild eines Heiligen angebracht, und zwar bei der 20 Eentesimi die hl. Theresia, bei der 30 Cent, der hl Dominikus, bei der 50 Cent. St. Franziskus von Assisi und bei der 1 Lira St. Franziskus Faverius. Diese Marken sind sehr selten, da im ganzen nur 125 000 Sätze hergestellt wurden, die auch nur zu einem geringen Teil von den Postanstalten verkauft wurden.
Vier Jahre später feierte die katholische Kirche den 700. Todestag des hl. Franziskus von Assisi (gest. 1226). Diesen Anlaß benutzte die Italienische Post zur Ausgabe von sechs Marken, von denen vier das Bild des Heiligen zeigen. Auf der Marke zu 1.25 Lira ist sein Tod dargestellt, während die Marken zu 20 und 30 Cent., sowie der Wert zu 5 Lire Augenblicke aus seinem Leben festhalten.
Wieder drei Jahre später galt es ein anderes wichtiges Ereignis zu feiern. Im Jahre 529 gründete der hl- Benedikt von Nursia das Kloster Monte Cafsino. Dieses konnte also 1929 auf ein 1400jähriges Bestehen zurückblicken. Um dieses Baudenkmal, das zwar mehrmals schwer gelitten hat, aber immer wieder aufgebaut morden ist, in seinem jetzigen Zustand zu erhalten, hat sich ein besonderes Komitee gebildet. Zu Gunsten dieses Komitees wurden 7 Briefmarken herausgegeben mit Ansichten des Klosters. Die Marke zu 25 Cent, zeigt den Tod des hl. Benedikt nach einem Gemälde, das sich im Kloster Monte Casfino befindet. Auf dem höchsten Wert zu 10 Lire sehen wir den hl. Benedikt so, wie ihn uns noch heute ein altes kostbares Mosaik im Kloster zeigt. Diese italienischen Marken sind mit den entsprechenden Aufdrucken auch für alle italienischen Kolonien verausgabt worden.
St. Georg erscheint auch einmal auf einigen Marken von Kreta, während Jonft in Griechenland im allgemei-
Von diesen Unfällen ereigneten sich in Garten- und Obstbaubetrieben 6 (davon erstmalig entschädigt 6); in Weinbaubetrieben 7 (Null); in forstlichen Betrieben 760 (120); in landwirtschaftlichen Betrieben 9602 (4038); in landwirtschaftlichen Nebenbetrieben 160 (23). Von den in 1929 erstmalig entschädigten Personen 2413, auf erwachsene weibliche Personen 1688, auf jugendliche männliche Personen 55, und auf jugendliche weibliche Personen 21. Von den erstmalig entschädigten Unfällen haben zur Folge gehabt: den Tod 115, völlige Erwerbsunfähigkeit 17, und teilweise Erwerbsunfähigkeit 4045. Die Steigerung der Unsallzah- len hält noch an.
Die Hauptgefahrenquellen im Landwirtschaftsbetrieb liegen nicht in dem Gebrauch von M aschi- n e n. Die Maschinenunfälle stellen nur 4,9 Prozent der Gesamtunfälle dar. Sie betrugen im Vorjahre 5,3 Prozent, sind also um 0,4 Prozent zurückgegangen, und zwar trotz steigender Maschinenverwendung und trotz Zunahme der gemeldeten Unfälle um 7,84 Prozent gegen das Vorjahr. Die planmäßige Revisionstätigkeit der Berufsgenossen- lchaft wirkt sich hier auf diesem der unfallverhütenden Tätigkeit am ehesten zugänglichen Gebiete zweifellos aus. Auch die dauernde Einwirkung auf die Maschinenfabriken durch die beim Verband der landwirtschaftlichen Verufsgenossenschaften errichtete Zentralstelle für Unfallverhütung, die auch im Verein mit den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften alljährlich die große Ausstellung der D.L.G. überwacht, tritt hier deutlich in die Erscheinung. Bei der diesjährigen Ausstellung in Köln wurden 145 Beanstandungen an Maschinen und Geräten erhoben, deren Behebung durch die Zentralstelle überwacht wird. ,
Die Hauptgefahrenquelle in der Landwirtschaft ist in dem Fall von Personen von Leitern, Trev-
nen die griechische Geschichte und Sage die Motive für die Markenbilder liefert.
Lichtenstein, das kleine Fürstentum zwischen Oesterreich und der Schweiz, bringt feine Verehrung der Gottesmutter, als der Patronin des Landes, ebenfalls irt einer Markenreihe zum Ausdruck. (1920.)
Auf feinen Mifsionsreifen kam der große Völkerapostel Paulus auch nach der Insel Malta im Mittelländischen Meere. Bei der Landung erlitt er jedoch Schiffbruch. Dieser Schiffbruch ist auf der 10 Schilling- Marke vom Jahre 1899 und 1919 dargestellt. Aus der 10 Schilling-Marke vom Jahre 1926 erscheint St. Paulus noch einmal als Patronum Melitae, d. h. Patron von Malta.
Das Andenken eines nordischen Heiligen, St. Olafs, wird bewahrt durch eine Markenreihe Norwegens, die 1930 erschien. Am 29. Juli 1930 feierte man seinen 900jährigen Todestag. König Olaf II. war ein eifriger Verfechter des Christentums in Norwegen und wurde daher schon bald zum Schutzheiligen Norwegens ernannt. Die Marken zu 10 und 30 Dere zeigen Olaf im Kampfgetümmel, in der Linken den Holzfchild zum Schutz gegen die Pfeile der Dänen, in der erhobenen Rechten das Kreuz des Christentums. Auf der 15 Dere fehen wir den Dom zu Drontheim, der fein Grab birgt. Das Bild der 30 Dere stellt die Schlacht bet Stitlaftai) nach einem Gemälde des Kunstmalers P. N. Arbo bar. O(af fällt, von einer Lanze durchbohrt, in dieser Schlacht,
Einen guten Bekannten finden wir auf einer Markenreihe von 15 Werten, die Portugal am 13. Juni 1895 verausgabte, St. Antonius von Padua. Antonius wurde im Jahre 1195 zu Lissabon geboren. Zu seinem 700. Geburtstage brachten die Portugiesen Briefmarken heraus, auf denen Szenen aus dem Leben des Heiligen bargestellt finb. Diese Marken sind heute bereits sehr selten und werden daher schon eifrig gefälscht. Als Kuriosum fei erwähnt, daß sich auf der Rückseite dieser Marken ein Gebet in lateinischer Sprache befindet, das vom hl. Bonaventura verfaßt wurde und in deutscher Uebersetzung lautet: D gesegnete Zunge, die du immer
Auf zwei saarländischen Marken finden wir eine Nachbildung des Gnadenbilbes ber Muttergottes von Blies- kastel. Maria hält ben vom Kreuz genommenen Leichnam ihres göttlichen Sohnes im Schoß. Die beiben Marken Zählen mit zu den schönsten, die es gibt.
Unser westlicher Nachbar Belgien verausgabte 1896 anläßlich der Brüsseler Ausstellung eine Markenreihe von drei Werten, auf der St.»Georg dargestellt-ist. 1910 fand in Brüssel eine Weltausstellung statt. Bei dieser Gelegenheit erschien eine Reihe Wohltätigkeitsmarken in zwei Ausführungen. Die Marken zeigen St. Martin zu Pferde nach einem Gemälde van Dyks. Diese Marken wurden noch mehreremal überdruckt. Als im Jahre 1926 die großen Überschwemmungen weite Gegenden Belgiens verheerten, erschienen zwei Wohltätigkeits-Marken in ähnlicher Ausführung mit dem Bilde St. Martins.
Ein Markenland, das viele nicht kennen werden, ist Fiume, der frühere österreichische jetzt italienische Hafen an der Adria, der eine Zeitlang ähnlich wie Danzig ein selbständiger Staat war, bis ihn die Italiener einftetften. 5m Mai 1923 erschien in diesem „Staate" eine Markenreihe, die später ebenfalls noch mehrmals überdruckt wurde. Die Werte zu 50 und 60 Cenkesimi sowie 1 Lira Zeigen den Schutzheiligen ber Stabt, San Vito (Sf. Veit).
Die am 30. Mai 1920 burch Papst Benedikt XV. heiliggesprochene Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Dr= (eans, deren 500. Todestag am 30. Mai d. I. wiederkehrt, erscheint auf einer Marke Frankreichs vom Jahre 1929. Eine Marke, die eigentlich nicht hierhergehört, aber doch erwähnt werden soll, erschien im Jahre 1930. Sie zeigt eine berühmte Skulptur, die sich an ber Kathedrale zu Reims befindet: Le fourire de Reims — Das Lächeln von Reims. Die Skulptur stellt einen Engel dar.
. 2Hs im Jahre 1922 die Propaganda Fide ihr 300» lahnges Bestehen feierte, gab die Italienische Post vier Briefmarken heraus. Das Markenbild zeigt den göttlichen Heiland, wie er feinen Jüngern ben Auftrag
Wie wird das Wetter?
Der über Island erschienene Tiefbruckwirbel fon unter Verstärkung rasch ostwärts verlagert und [ieat i zwischen Island und Skandinavien. Dadurch fam ,, e-^ Bezirk zunächst stärker in den Bereich eines fimkÄ8 rückens, der die Verbindung zwischen dem nordoste^ varschen und dem Azoren-Hochdruckgebiet darstellt D stärkte Aufheiterung und nächtliche Fräste waren Folge. Der neue Tiefbruckwirbel wird noch weiter „u wart? Vordringen und dabei die mildere ®eftftrfim,„ an feiner Südseite auch bis zu uns oortreiben fffn , ® Seit über dem Kanal lagerndes Niederschlagsgebiet dabe, auch unferm Gebiet zeitweilige Aufheiteruna geringe Niederschlagstätigkeit bei durchweg auch müh™ milderen Temperaturen bringen.
Witterungsaussichten für Dienstag: Bewölkt bis »n- weife aufheiternd, einzelne Niederschläge, Temperatur»» tm allgemeinen über Null, meist westliche Winde. S Temperatur- und Barometerstand in Fulda.
Mttgeteitt von Diplorn-Optiker Sauerborn.
beizufugen ist. Die Gebühren sind rnößia
halb Deutschlands können $ i l b t e le ar „ ne* schon für 4 RM. übermittelt werden. amm
Kurz und gut, Italien und England haben sein Ji>- terefie, uns den Oft raum zu geben, ganz zu schweigen von F r a n k r e i ch.
Kurz und gut, Italien und England haben kein Jn- Bruning, der die Bedeutung ber D ft f r a g e verstanden „aibe. Er meine es mit seinem Dsthllfeprogramm ohne Zweistl ehrlich. Mit der „Dsthilfe" könne aber ber deutsche Osten nicht gerettet werden; notwendig ist die Rückgabe des Korridors und Dberfchle- s i e n s an Deutschland. Ohne diese Gebiete könne ber Osten nicht gesunden. (Das sind keine neuen Gedanken). Die Macht, die außer den früheren Gegnern im Weltkrieg dies aber verhindern werde, ist der Papst in Rom. Und letzt kam ber Reimer enbllch auf das Gebiet, das ihm besonders lag und für das die Zuhörer, wie der jetzt einsetzende Beifall zeigte, Interesse und Begeisterung hatten. Rom sei feit jeher der Feind Deutschlands gewesen. Es habe ein Interesse an ber Vernichtung bes protestantischen deutschen Kaisertums gehabt. Jetzt herrschten in Berlin die Schwarzen u. die Roten. Die riisfische Kirche sei ohnmächtig. Rom werbe stets für Polen eintreten, weil es ber Vorposten Roms im Osten
Die angebliche Deutschfeindlichkeit Roms belegte er mit dem Kampf ber katholischen Geistlichen Polens gegen Preußen. Preußen fei immer tolerant gegen die Katholiken gewesen, aber nicht die Katholiken gegen Preußen. Daß im Osten die Formel aufkam, k a th öl i s ch-p o 1 - a ilch.P r o t e st an t i f ch - d e u t s ch, fei die Schuld ber Katholiken. In diesem Schema gang es weiter. Am Einzelheiten einzugehen hat keinen Sinn, weil wir ben u nJ e [ i g e n konfessionellen Hader in Deutschland von uns aus nicht noch weiter verschärfen möchten Wir Katholiken haben die ..preußifche Toleranz" zur Ge- nuge kennen gelernt im vergangenen Jahrhundert. Und die Versammlung im Ev. Gemeindehaus zeigte, baß der Geist, ber ben kath. Volksgenossen nicht als vollwertig ansieht und deshalb bevormunden möchte, noch immer le* lebendig ist. Man macht keinen Versuch, den katholischen Volksgenossen zu verstehen, der stets an der Treue zum Heiligen Vater festhalten wird. Man ist so überheblich und selbstgefällig, den katholischen Volksteil in nationaler Beziehung zu verdächtigen. Nur Preußen d. h. der preußische Protestantismus, kann Deutschland aufwärts führen Wohin führt diese Geisteshaltung der „völkischen Kreise? Die Gegensätze, die nun leider in Deutschland einmal da sind, werden vertieft Wirklich vaterländisch eingestellte und kluge Menschen müssen fick lernen'afUr ein'^en' fid) bie Deutschen verstehen
Es ist schade, daß nicht alle Katholiken Fuldas die Ausführungen Mulles gehört haben. Sie würben bann fdjneU erfennen, baß wir katholischen Deutschen nur unser Recht im Reiche erhalten, wenn wir eine Macht barfteKen, mit ber einseitige Menschen rechnen müssen Wir werben nur bann nicht unterbrückt werden, wenn wir uns unser Recht erzwingen. Auch wenn wir national handeln, sind wir unzuverlässig. Brüning tut UN er alles, was er kann, für fein Land, aber in den ■ Augen dieser Leute ist er nur ein Vorkämpfer Roms in i . .. n, er ist em Zentrumsmann, ein verdächtiges Sub- I jeft. Armes Vaterland!
Aus dem Gerichkssaak.
Gegen das Urteil in der Sache gegen die Inhaberin eines hiesigen Schuhhauses, die am Freitag vor dem hiesigen Amtsgericht zur Verhandlung kam, ist, wie wir hören, Berufung eingelegt, da der Tatbestand bestritten wird. Die Räumung des Ladens erfolgte nicht wegen rückständiger Miete, sondern im Einverständnis mit dem Vermieter.
fparer $i übernehmen. Sämtliche durch die Reifefpar G. m. b. H. gebotenen Reifegelegenheiten werden in Prospekten veröffentlicht, die in Kürze in der Sparkassen ausgegeben werden. Da die dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossenen Sparkassen ihre Einrichtungen kostenlos in den Dienst der neuen Sache gestellt haben und die Reisespar G. m. b. H. als gemeinnütziges Unternehmen auf jeden über eine bescheidene Verzinsung ihres Kapitals hinausgehenden Gewinn verzichtet, kann der größte Teil aller burch bie Gesellschaft erzielten Verdienste und durch Großabschlüsse erreichten Verbilligungen den Reisesparern wieder zugeführt wer- den.
Da die Anmeldung völlig unverbindlich ist und keineswegs zur Ausführung einer Reise verpflichtet, fallt» niemand, ob er nun schon im Besitz eines Sparkontos ist ober nicht, zögern, sich sofort als Reisesparer anzumel- ben und sich damit die Anwartschaft auf alle ben Reifesparern zugebachten Vorteile zu sichern. Auskunft unb Anmelbung bei ben brei Sparkassen: Kreissparkasse, Landesleihbank und Städtische Sparkasse Fulda.
gen den Zuhörern gefallen oder nicht. Das ist eine Eigenschaft, die wir auch an unseren Gegnern zu schätzen wissen. Denn daß Wulle — und die Deutsch- völkische Freiheitsbewegung fanatische Gegner der Katholiken in Deutschland und unserer Kirche sind, ist sattsam bekannt. Wenn die deutsch-völkische Bewegung auch heute im politischen Leben keine Rolle mehr gespielt, so darf uns das nicht täuschen, da d-e „Deutsch-Völkischen" größtenteils ins Hitlerlager übergegangen sind.
Reinhold Wulle sprach über das Thema „V o m Boungplan zum Oftloearno". Er führte zu- nachst aus, daß die Politik Strefemanns, die ganz nach dem Westen orientiert war und zum Locarnopakt und 3Annahme des Doungplans führte, eine Politik der „Selbsttäuschung" gewesen sei. fieber diesen Standpunkt läßt sich reden, wenn er so sachlich vorgetragen wird wie am Samstag. Es fragt sich nur, ob wir nach dem Zusammenbruch eine andere Außen- Ppmit als die seitherige hätten führen können. Dann ging Wulle auf das ungelöste Problem des deutschen Ostens über. Eindringlich warnte er dabei vor “uBenp °litif djen Illusionen. Obwohl er öie Nationalsozialisten nicht nannte, richteten sich feine Ausführungen hier fachlich entschieden gegen diese. Man wecke die Hoffnung, als ob England und Italien und helfen würden, die Ostgrenze wieder richtig zu ziehen. „Wir Deutsche haben den Fehler, daß wir die Außenpolitik immer von unserem Standpunkt an» sehen. Wir unterschieben ben anderen Völkern einfach die Gesichtspunkte des deutschen Volkes, statt zu versuchen, den Standpunkt der anderen zu verstehen. England hat kein Interesse daran, daß Deutschland wieder mächtig wird. Es hat im Kriege sein Ziel erreicht. Rußland ist durch Deutschland besiegt und Deutschland ist ohnmächtig. Beide Völker, die zusammen gehören, sind durch die Randstaaten, besonders Polen, von einander getrennt. Sehr scharfe Worte fand er gegen diejenigen, bie von einem Bündnis mit Italien und Mussolini schwärmen. Schon das nationale Ehrgefühl müsse ben national denkenden Deutschen von dem Schwarm für Italien frei halten. Er erinnerte an die schamlose Unterdrückung des Deutschtums in Südtirol, nannte Italien das Land des konzentrierten Treubruchs. Wer sich mit Italien verbündet, ist immer der Dumme unb' bezahlt I bte Zeche. Auf bie italienische Armee ist nicht der ge- I rmgste Verlaß. Es gehöre schon der Verstand des Esels dazu, Italien als bündnisfähigen Faktor im außenpoli- I tischen Mächtespiel zu betrachten.
Lichenried-AUltelkalbach. Häufig hört man Klagen über schlechte Wege. Oft sehr berechtigt! Wir müssen an dieser Stelle ein Wort über die Kommunalstraße, die I als Verkehrsweg von Eichenried nach Mittelkalbach führt, sagen. Die Straße hat feit unserem Gedenken keine Decks erhalten. Die Straßengraben befinden sich feit zwei Jahren auf der Straße. In ber Mitte befindet sich noch ein Fußpfad, ber aber nur bei Tag benutzt werben kann. Wenn bie Arbeitsverhättnisse noch so wären wie vor einigen Jahren, so wäre es angebracht, baß auch bie Fuß, ganger mit hellbrennenber Laterne sowie Rücklicht ver-, sehen wären. Sonst wären Unfälle nicht zu oermeiben. Dieser Tage würbe bie genannte Straße mehreremale am Tage von einem Lastwagen befahren. Nach eintägigem Gebrauch war Durckfahrt nur noch bei größter Vorsicht möglich. Dem Diensteifer des Stratzenarbeiters von Mit-, telkalbach war es zu Derbanten, baß keine Sperrung nötig wurde. Derselbe war täglich damit beschäftigt, die Löcher wieder etwas zu ebnen. Wären alle Verkehrsstraßen im Kreise Fulda in solchem Zustande, so müßte per 190 Meter Straßenlänge ein Arbeiter eingestellt werden, um Verkehrsstörungen zu vermeiden. In diesem Falle wäre es dann möglich, die Arbeitslosenziffer ganz bedeutend zu senken. Die Beschaffenheit der Straße dürste damit deutlich geworden sein. Wir hoffen, daß sich die Stratzen- oermaltung auch einmal an die äußerste Grenze des Kreises begibt, die Straße besichtigt und Sorge trägt, daß die Straße auch wieder einmal von Radfahrern ohne Lebensgefahr benutzt werden kann. Es ist doch wirklich kein Vergnügen, wenn man ans Finanzamt bestellt ist ober in der Woche viermal nach Neuhof muß, einen Weg von 18 Kim. zu Fuß zurücklegen zu müssen. Seither wurden wir immer mit ber Ausrede abgefertigt: Es ist bie zweite Zone, die hat Zeit. Ist aber ein Betrag an bie Kommunalkaffe fällig, ba wirb nicht nach Zone gefragt. Da heißt es zahlen am founbfooielten. Man müßte aber nun boch bald meinen, daß die erste Zone soweit in Stand gesetzt märe, daß die zweite schon längst an der Reihe ist.
Spare für bie Reise.
| Zur Aufnahme des Reisesparverkehrs der öfsenllichen Sparkassen.
Man schreibt uns: Seit wenigen Tagen hat in ganz Deutschland eine planmäßig organisierte Werbung für bas Ersparen von Reisekosten bei den öffentlichen Spar» taffen eingesetzt. Die Zeit ist schwer, gewiß, aber gerade »eil die Not der Wirtschaft unsere Arbeitskraft, unseren Lebensmut so sehr belastet, deshalb tut einmal im Jahre eine Ausspannung, eine Reise in eine neue Umgebung b o p pelt not. Aber können mir uns heute eine Reise erlauben? Doch, mir können es, menn mir nur rechtzeitig beginnen, für bie Reise zu sparen. Die en 2Beg wollen uns bie öffentlichen Sparkassen gemeinsam mit der unter Mitwirkung der Sparkassenorganisation gegründeten Reisespar G. m. b. H. erleichtern. Die Reisespar G. m. b. H. stellt zu diesem Zweck in Verbindung mit ben sührenben Reisebüros unb verkehrs- unfernehmungen und den Verkehrsverbänden eine umfassende Auswahl vorteilhafter Reisegelegenheiten für die Jieifefparer der öffentlichen Sparkassen zusammen und veranstaltet für diese gemeinsam mit verkehrserfahrenen Unternehmungen weiter eine große Anzahl außerordentlich preiswerter Sonderoeranstaltungen, wie Sonderzugfahrten in bie schönsten Gegenden Deutschlands mit 8» und Hfägigen Ferienaufenthalten, Autobusgefell- fchaftsfahrten ufm. Daneben beabsichtigt die Gesellschaft die Vermittlung von Ferienaufenthalten in fast allen Bädern und Sommerfrischen Deutschlands für die Reise-
pen, aus Lucken, Durchbruch infolge Brechens oder Verschiebens des Bodenbelags zu suchen.
Hier sind allein 4104 Unfälle, das sind 38,09 Prozent aller gemeldeten Fälle, zu verzeichnen. Wohl befinden sich hierunter zahlreiche unvermeidbare Unfälle, die ohne besonderen Anlaß durch Fall auf ebener Erde, oder durch Fall auf schlüpfrigen und unebenen Böden sich ereignet haben. Diesen Fällen gegenüber steht indessen eine sehr große Zahl vermeidbarer Betriebsgefahren. In den 4104 Fällen sind allein 300 Unfälle enthalten, die durch Sturz durch umherlisgende Gegenstände entstanden sind. Rund 200 weitere Fälle haben sich bei Benutzung von Leitern, Laufbrettern usw. ereignet, wahrend nahezu 250 Fälle durch Fall durch schadhafte Böden, durch Fall in Gruben und Vertiefungen aller Art entstanden sind. Von den Unfällen der vorstehenden Art verliefen allein 47 Fälle tödlich. Durch sicheres Aufstellen von Leitern und Treppen, Anbringen von Handgriffen und Geländern zum Festhalten an den Auf- und Abstiegstellen, Sicherung hocheleganter Arbeitsplätze gegen Absturz, Streuen bei Glatteis usw. lassen sich zahlreiche Unfälle vermeiden. Leider fehlt es gerade in dieser Beziehung vielfach an selbsttätiger verständnisvoller Mitarbeit der Unternehmer.
. Die zweithöchste Belastung zeigt der Transport mit 16,83 Prozent aller gemeldeten Unfälle. Nicht weniger als 26 Todesfälle, davon allein 20 beim Fahren von Getreide, Holz, Stroh und dergleichen haben sich hier ereignet. Auch hier handelt es sich in sehr vielen Fällen um vermeidbare Betriebs- gefahren. Das Sitzen auf beladenen Erntewagen * hat sich als eine Hauptgefahrenquelle erwiesen. Sehr zahlreich sind auch die durch Tiere herbeige- stihrten Unfälle, sie stellen 14.62 Prozent gleich 1576, dar.
Die Unfallentschädigungen einschließlich der Weiterzahlungen aus früheren Jahren betrugen 3 092 027 Reichsmark im Jahre 1929. Im Jahre 1928 betrug die Summe 2 839 394 Mark, sie ist also in 1929 um rund 25ß 000 Mark gestiegen. Die Kapitalabfindungen für Witwen haben sich gegen das Vorjahr um rund 1200 Mark verringert.
Aus der Angestelltenschaft.
Berufsaussichten für Korrespondenten.
Deutsche Korrespondenten werde im allgemeinen kaum noch verlangt. In deren Aufgaben wachsen heute vielfach junge männliche Kräfte aus dem einzelnen Betriebe selbst hinein, bie als Stenotypisten befonbere Berufsfähigkeiten haben unb vorwärts streben. Der stellen- suchenbe Korresponbent von heute muß mindestens in ein oder zwei Fremdsprachen korrespondieren können. Neben der Branche, in der er fremdsprachlich korrespondiert, soll er über das Ein- und Ausfuhrgeschäft nach bestimmten Ländern unterrichtet sein. Verlangt werden vom Korrespondenten ferner ein gutes Sprachgefühl, moderner Stil, Logik, psychologischer Feinsinn und Taktgefühl Eine Uebersicht unb Verfolgung der Fach- und Handelsliteratur ist ebenso unerläßlich wie der Besitz einschlägiger, kaufmännischer Rechtskenntnisse. Mancher Korrespondent > kann auch zum Werbeleiter aufsteigen, wenn er sich alle Fähigkeiten aneignet, die für einen guten, wirksamen Drganifator und Propagandisten Voraussetzung sind. Kaufmännische Fachberatung des GDA Geschäftsstelle Frankfurt a. M. Adresse: Hochstr. 41, Telefon 25444. Tägliche Beratungsstunden durch Spezialbeamte: Montag—Mittwoch von 10—14 Uhr, Donners» tag—Freitag von 10 bis 3 Uhr unb von 10—17,30 Uhr Samstag von 10—13 Uhr.
Barometerstand (auf Meereshdhe reduziert)
Thermo» meterftanh
14. 2. 6 Uhr abends
752,0 mm
+ 2,0» Q
15. 2. 8 Uhr morgens
755,0 mm
+ 0,0l C
15. 2.12 Uhr mittags
754,5 mm
+ 0,0‘ c
15. 2. 6 Uhr abends
754,0 mm
— 2> Q
16. 2. 8 Uhr morgens
749,0 mm
+ 1,0« c
16. 2.12 Uhr mittags
746,5 mm
4- 2,0« C