Turnen und Spork.
Fusjball.
— Turn- und Sportverein Künzell 1911. Am Sonn« findet das Wiederholungsspiel „Sport gemeinde F u l d a 1. gegen Künzell 1 in Künzell statt. Sollte Künzell aus diesem Spie! als Sieger heworgehen. so ist dem Verein die Meisterschaft nicht mehr streitig zu machen. Das Vorspiel gegen Sportgemeinde endete 2:1 für Sportgemeinde. Spielbeginn 2.30 Uhr.
= vom Sportverein Neuhof wird uns geschrieben: Nachdem Neuhof die Verbandsspiele restlos erledigt hat, kann es in den kommenden Wochen mit einigen erstklassigen Gesellschaftsspielen aufwarten. Am kommenden Sonntag hat der Sportverein den 1. FC. Hanau 93 als Gast. Die Hanauer, welche bekanntlich in der Bezirksklasse des Mainbezirks einen beachtlichen Gegner abgeben, werden das Spiel mit einigen Ersatzleuten bestreiten. In anbetracht der Spielstärke Hanaus, wird sich Neuhof mächtig anstrengen müssen, um ein ehrenvolles Ergebnis herauszuholen. Spielbeginn 3 Uhr. Vorher spielt Neuhofs 3. Mannschaft das Rückspiel gegen die Sondermannschaft (Musikoerein Schützenklänge).
* Ein Kind im Waschkübel ertrunken. In dem Dorf Oberhausen (Kr. Bitburg) ertrank ein dreijähriges Mädchen in einem Waschkübel. Als die Mutter, die in der Küche mit Waschen beschäftigt war, für einige Augenblicke das Zimmer verließ, um Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, machte, sich das allein in der Küche zurückgebliebene Kind an dem Waschkübel zu schaff^ und stürzte in das Wasser. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.
Oie Speichelkröpfchen-Infektion spielt bei Husten und Schnupfen eine wichtige Rolle und ist wohl als die Hauptursache der raschen Verbreitung einer Grippe-Epidemie anzusehen. Es ist also wichtig, das Verstreuen von Speicheltröpfchen möglichst zu vermeiden und beim Austen, Niesen, Räuspern und Spucken ein Taschentuch zu benutzen, ferner die Mundhöhle fleißig mit Odol, dem antiseptiichen Mundwaffer zu behandeln, um die im Munde erhaltenen Keime in der Entwicklung zu hemmen und abzutöten. Je öfter eine Odol-Spülung vorgenommen wird, desto sicherer wird eine Infektion durch Speicheltröpfchen vermieden.
Frankfurter Börse.
StuUpaplere
SO'o Reicnsanleihe toi Abi. Schuld do. oh. AusL <o/o Oestr. Goldr.
<o/-> Ungarn Goldr
3old. Pfdbr. u. AnL
8°/o Pr Ldpfbr. tost.
GM-Ptbr R. 19 70,0 Pr Ldpfbr tost.
GM Pfbr. R 21 8°/0 Pr Ldpfbr tost
GM. Kom.-Obl.R-20 80- 1- ritt. Hyp -L.
Gold.-Pfdb ELX11I 90/0 hrkf. Pfdb.-B.
Gold.-Pfdb. E. XV 80/oL.h.Kass.G.K.Ob! 8O'o L. Kr. Kass.
Gold-Pfdb. 26 R. 1 «o/o L. Kr. Kass.
Gold-Pfdbr. 26 R. 2 T>/0 L. Kr. Kass.
Gold-Pfdbr. 27 R 4 8°"» Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr. EJiVIll
Bankaktien
Commerzbank Oanatbank Deutsche Bank D. Eff. u. W. Bk. Diskonto-Ges. Dresdner Bank Frankfurter Bank Krankt Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk. Reichsbank Westbank Krankt
Aktien dtseh. Transp.- Anstalten
Case. Strassenbahn Hapag Nordd. Lloyd
5 2
6 2.
Industrie-Aktien
5 2
6 2.
85,0
85,0
A.dt Gehr.
10,0
10,0
öl,60
51,6t
Alig. tlektr. Ges.
95,75
95,0
4,95
4,7
Bad Salzschlirf
22,0
22,0
Cem. Heidelberg
74,0
73,0
20,0
_
Contin. Ges.
—
Daimler
23,5
23,0
ü. Erdöl Berl
63,0
61,0
D. Scneideanstalt
124,0
121,5
100,5
100,5
Üürkoppwerke
Eisenw Kaisers!.
—
—
Elektr L.ief.
111,5
—•
97,0
Elekfr. Licht u. Kraft
1< 8,5
1-6,5
Farben Industrie
133,7s
134,0
97,0
Filzfabrik Fulda
-
18,0
Frankfurter Gas
119,0
119,0
100,2.’
h rankhirter Hof
40,0
—
100,87
100,75
/okomy & Witt Goldschmidt
35,5
12,0
35,5
—
Hammersen
—
Holzmann Ph.
77,0
■■
Kammg. Kaisers!.
—
—■
98,0
98,0
Konsv. Braun uahmeyer & Co
112,5
112,0
93,0
98,0
Lingel. Schuht Mainkraftw
68,0
Motoren Oberursel
—
100,12
N.S. U (Neckarfz.)
—
Schuhstoff Fulda
Siem. & Halske
172,5
171,0
m,o
110,0
Südd Zucker A.-Ü
141,0
14«,25
V. Faßt Cassel
9*0
s',o
1(9,5
b9,2t 95,5
Wayli & b reytag Zellst. Aschaffenb
39,75
41,5
lüO't
1(9,2;
Zellst. Waldhof
92,0
91,0
110,1)
K9,ö
91,0
91,0
Bergwerks-Aktien
141,0
14o,5
Buderus Eisenw
46,5
45,5
loO,ü
150,5
Gelsenk. Bergw.
75,0
——
88,0
83,0
Harpener Bergbau Ilse Bergbau
164,0
74,0
161,0
Kali Aschersleben
135,0
132,0
Mannesmann
64,87
62,5
Riebeck
54,0
54,0
V. Laurahütte
—•
62,75
63,0
63,5
64,5
Die Wirlscha
Von Dr. A. N 0 I
Die Abzüge am Devisenmarkt scheinen nunmehr zum Stillstand gekommen zu sein, nachdem sie der Reichsbank feit Dezember wieder einige Hundert Millionen Mark entzogen haben. Es wurde kürzlich schon ausgeführt, daß in dieser Erscheinung nicht ohne weiteres etwas Beunruhigendes gesehen werden dürfe. Vor allem war es verkehrt, die Abflüsse mit dem Schlagwort „Vertrauenskrise" zu erklären. Es ist geradezu eine Mode geworden, die ganze wirtschaftliche Stockung seit dem September als Vertrauenskrise zu erklären. Man braucht demgegenüber nur darauf zu verweisen, daß im Ausland der wirtschaftliche Rückgang ebenfalls seine Fort- wjung erfahren hat. Was soll dieser aber etwa mit einer deutschen Vertrauenskrise zu tun haben? Welche Zusammenhänge im besonderen will man zwischen dem weiteren Rückgang der amerikanischen Wirtschaft und einer solchen Vertrauenserschütterung Deutschland gegenüber finden? Es liegt hier die gleiche Uebertreibung vor, die bei der deutschen Krise nur die besonderen llr- .sachen sieht und von deren Beseitigung den Wiederaufschwung erwartet. War in den letzten Jahren zu beklagen, daß in den weitesten Schichten des Volkes nur die unmittelbar interessierenden Verhältnisse gesehen wurden, nicht aber das Volks- und Wirtschaftsganze, so muß man jetzt einen bedauerlichen Mangel an internationalem Blick feststellen. Eine so stark industrialisierte Wirtschaft wie die deutsche — bekanntlich ist das industrielle Deutschland etwa doppelt so groß wie das landwirtschaftliche — ist auch entsprechend stark in der Weltwirtschaft verankert und mit zahllosen Fäden mit ihr verknüpft. Und diese Verflecht..ng wird um so stärker, je größer Deutschlands Absatz aus dem Weltmarkt ist. Es ist ein geradezu tragischer Zwiespalt, der heute zwischen den Interessen der auf eint stärkere Absonderung vom Weltmarkt hin- drängenden Landwirtschaft und der auf einen noch engeren Anschluß zielenden Industrie klafft. Und da beide Seiten von ihrem Standpunkt aus recht haben und jedes Ueberwiegen der einen die andere schädigt, ist eine wirkliche Angleichung der beiderseitigen Interessen so außerordentlich schwer. Natürlich kann Deutschland nicht mehr ein landwirtschaftliches Land werden, aber andererseits macht die Landwirtschaft immer noch ein Drittel von Deutschland aus, und es wird auf der nichtlandwirtschaftlichen Seite viel zu wenig beachtet, daß eine notleidende Landwirtschaft eine klaffende Wunde am Wirtschaftskörper ist und einen großen Teil der Kapitalbildung zur Deckung ihrer Verluste in Anspruch nimmt. Die Landwirtschaft sollte der übrigen Bevölkerung Tag für Tag einige ganz besonders eindrucksvolle Ziffern vor Augen führen, nämlich wieviel Hunderttausende von Ar- bestslosen wegen der Notlage der Landwirtschaft feiern müssen, wieviel Hunderte von Millionen Mark der wirtschaftlichen Verwendung im volkswirtschaftlichen Gesamtapparat entzogen werden, weil sie zur Ausfüllung des Loches dienen müssen, das die Landwirtschaft, richtiger ein großer Teil der Landwirtschaft in den Wirtschaftskörper reißt. Cs fehlt noch sehr an Verständnis für die Not des anderen, wenn auch allmählich manche Erkenntnisse aufdämmern, so z. B. daß der Lohngewinn, den in den letzten Jahren ein Teil der Arbeitnehmer machen konnte, eine entsprechende Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite zur Folge hatte. Ebenso muß noch G e- meingut werden, daß, solange ein wichtiges Glied der Volkswirtschaft krank ist, das Ganze nicht gesund sein kann. Und das ist ganz genau so auf Die Organisation der Weltwirtschaft zu übertragen. Die Versuche, durch eine stärkere Abschnürung vom Weltmarkt der eigenen Krise Herr zu werden, bleiben unwirksam und haben schließlich genau die entgegengesetzte Wirkung. Das spürt Amerika und sogar Rußland, obwohl dort mit brutalen Mitteln jeder Verkehr der einheimsichen Wirtschaft mit der ausländischen unterbunden bezw. durch eine einzige Hand geleitet wird.
Es wurde oben gesagt, daß kein Zusammenhang zwischen dem weiteren Konjunkturrückgang im Ausland und der sog. deutschen Vertrauenskrise bestehe. Wohl aber besteht ein solcher zwischen den Devisenabziehungen der letzten Wochen und den eigenen Schwierigkeiten des Auslands. Der Vorgang wird am deutlichsten, wenn Man sich des üppigen Empor- schiehens der amerikanischen Jnvestmentgesellschaften in den letzten Jahren erinnert, Gesellschaften, die durch den Ankauf einer ausgewählten Mischung von Wertpapieren Anlage, besser Gewinne suchten. Auch deutsche Wert- Sapiere sind von diesen Gesellschaften in sehr beachtlichem mfange aufgekauft worden. Die Notwendigkeit, nun Bilanz zu machen, mußte aber gerade diesen nur auf Kursen aufgebauten Gesellschaften die durch die Börsen-
Entsettuugs-Nureu im Winker
sind von besondettm.Wert, da der Körper im Winter eine besondere Neigung zum Ansatz zeigt. Nehmen Sie stütz, mittags und abends 2—3 Toluba-Kerne, die Sie in Apotheken erhallen, sicher: Hofapotheke zum Schwan.
st der Woche.
. Frankfurt a. M.
katastrophen eingetretenen Verluste offenbaren und zur weiteren Abstoßung von Wertpapieren zwingen. Das betraf bann verständlicherweise zuerst die ausländischen, also auch die deutschen. Aber auch die amerikanischen Banken haben zum Jahresende für eine größere Flüssigkeit ihrer sehr angespannten Verhältnisse sorgen müssen. Die Wirkung Haden wir in dem Sturz an den deutschen Börsen im Januar gesehen, und die weitere Folge war, daß das aus den Verkäufen deutscher Werte erzielte ausländische Geld nun die Umwandlung in Devisen suchte, also heimwärts wanderte. Wir haben hier eine ganz besonders charakteristische Erscheinung, die zeigt, wie gewisse Vorgänge der Weltwirtschaft an einer Stelle sich letzten Endes an einer anderen auswirken. Gegen solche Entwicklungen gibt es aber in einer aus den Kapitalverkehr aufgebauten Wirtschaft kein Mittel.
Wenn inzwischen die Börse in den letzten Tagen die neulichen Erschütterungen zu einem Teile wieder berichtigt hat, so ist darin nur der notwendige Rückschlag eines Pendels zu sehen. Cs kann keine Rede davon sein, daß an der Börse eine Hausse ausgebrochen wäre, daß sich das Blatt gewendet habe, daß die Börse etwa eine neue Zeit vorausfühle. Der an sich sehr bescheidene Kursauftrieb der letzten Tage erklärt sich sehr einfach: der kürzliche Kurssturz ist begleitet gewesen von einer sehr starken Betätigung der Spekulation, die große Mengen Wertpapiere oertaufte in der Erwartung, sie später wieder billiger zurückkaufen zu können. Diese sogenannten Leerverkäufe haben allmählich eine recht beachtliche Höhe erreicht und mußten schließlich einmal dazu führen, daß die seitherigen Verkäufer Käufer wurden. Einige äußere Umstände, einige Mithilfe der Banken, die ja einen gewissen Ueberblitf darüber haben, in welchen Papieren solche Leeroerkäufe bestanden, haben den Anstoß zu einer Kurserholung gegeben, die dann aus sich selbst heraus immer neue Rückkäufe erzwang, sollten nicht die erhofften Spekulationsgewinne gefährdet werden oder ganz verloren gehen. So sinnlos oft die Einzelvorgänge an der Börse sind, so wenig begründet die Kursgestallung häufig von höheren Gesichtspunkten aus erscheinen mag — als Ganzes betrachtet hat die Börse doch ihre Bedeutung als Wirtschaftsbarometer behalten. Und wenn man den neuerlichen Kursbewegungen einen tieferen Sinn unterlegen will, so wäre es der, daß die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in ein etwas ruhigeres Zeitmaß getreten ist, daß die Krise sich auszulaufen beginnt. Allerdings ist damit nichts darüber gesagt, wie lange die Zeit des Auslaufens dauern wird. Bei dem besonderen Charakter dieser Wellkrise muß man erheblich längere Zeitkäufe annehmen, als sie die Erfahrung aus den früheren Konjunkturbewegungen kennt. Aber für die Börse ist der Winter vorbei, dieser schwere Winter, der etwas ganz Denkwürdiges gebracht hat: daß nämlich das deutsche Volk mit 5 Millionen Arbeitslosen eine nie da- geroeiene Not in so bewundernswerter Disziplin ertragen hat. Rückschauend nimmt sich heute die „Vertrauenskrise" vom Sectember und Oktober, jener Unverstand kindischer Befürchtungen, recht eigenartig aus und ist kein Ruhmesblatt für diejenigen, die sich in ihrem Vertrauen ankriseln ließen.
Geldmarkt und Börse.
In demselben Augenblick, in dem die Börse wieder hassen konnte, daß die innerpolitische Situation sich festigen werde, hat auch der Kursauftrieb eingesetzt. Die feste Haltung des Kabinetts Brüning, die mehr und mehr als Voraussetzung für die Konsolidierung auch der wirtschaftlichen Verhältnisse angesehen-wird, hat die bis jetzt noch bestehenden Zweifel darüber, ob es gelingen werde, über -ie schwierigsten Monate dieses Winters ohne Erschütterungen hinwegzukommen, beseitigt. Dazu kam, daß in den letzten Tagen eine wirtschaftspolitische Aktion von großer Bedeutung dadurch sich entwickelte, daß französisches Kapital nun direkt zur Mitwirkung für eine deutsche Transaktion gewonnen werden konnte. Es handelt sich um die Zwischenfinanzierung des Verkaufs von 130 Millionen Reichsbahn-Vorzugsaktien, von denen etwa 60 Millionen auf den französischen und der Rest auf den amerikanischen Kapitalmarkt entfallen. Rechtlich besteht die Transaktion in der zu Gunsten des Finanzkonsortiums erfolgten (Mietung der Forderung des Reiches an die Angestelltenversicherung. Nicht aber diese Transaktion an sich ist ausschlaggebend, die die neue Belebung an der Börse vollzog, als bie Tatsache, daß im Zusammenhang mit dieser Operation auch französische private Kapitalien wieder zu Gunsten deutscher Interessenten mobilisiert wurden, zunächst freilich in kurzfristigen Anlagen. Aber die Wechselwirkung hat sich nun weiterhin durch nicht unerhebliche französische und in Auswirkung davon anderen ausländischen Kauforders für deutsche Effekten und Wertpapiere kundgetan. Wenn als Folge davon sich eine Kurserholung, die zeitweise sogar bis zur Hausse ging, durchgesetzt hat, so kann diese Erscheinung bei der gesamtwirtschaftlichen Sage, wie wir sie heute noch vor uns sehen, freilich nicht als der Beginn einer
dauernde» Erholung angesehen werden. Die Kursbesierungen, die teilweise sehr ansehnlich waren, sind in der Hauptsache durch die technische Position der 'an der Börse bestehenden Engagements bedingt. In vielen Papieren bestehen Baisseengagements, zu deren Lösung Deckungsgeschäfte vollzogen werden müssen.
Im ganzen aber zeigen die jetzigen Vorgänge am Kapitalmarkt und an der Börse, daß in dem Augenblick, in welchem von der politischen Seite her die Gesunderschei- nungen kommen, auch die Wirtschaft die stärksten Antriebe für ihre Wiederbelebung erhalten wird.
Berliner Samstag-Börse.
Lebhaft und fest.
wtb. Berlin, 7. Febr. (Gig. Meld.) Auch zum Wochenschluß blieb die Tendenz weiter fest. Die gestrigen hohen Frankfurter Abendkurse wurden heute vormittag und an der Vorbörse noch überschritten. Doch tage nbie ersten offiziellen Kurse nicht ganz so fest, immerhin aber doch überwiegend 1—3 Prozent höher. Bei einigen Spezialwerten sogar bis zu 6Vt Prozent über gestern mittags Schluß. Das Geschäft war schon zu Beginn für einen Samstag recht lebhaft. Vom Auslande und der Provinz waren, besonders am Elektro- martt und in einigen Spezialwerten größere Verkaufsorders eingetroffen, während die Spekulation, die gestern stark gedeckt hatte, eher etwas Realisationsneigung bekundete. Die Siemens-Bilanz wurde allgemein günstig aufgenommen, da sie als durchaus flüssig zu bezeichnen ist. Auch die politische Sage wird weiter gut beurteilt und man rechnet mit einer Ablehnung der Mißtrauensanträge gegen die Regierung. Die unregelmäßige Haltung der gestrigen Newyorker Börse, die etwas rückgängigen Stickstoftabsatzzifsern usw. blieben ohne Einfluß auf die Tendenz. Einige Werte wie Harpener, Bergmänn, 21 tu und Bernberg erschienen mit H—H Zei- ch nan den Maklertafeln. In den Kunstfeidewerten wollte man stärkere holländische Deckungen feststellen. Textilaktien waren auch gefragter, weil die Ausdehnung des Streiks in Lancafhire anregte. Auch für Warenhausaktien zeigte sich stärkeres Interesse. Spritaktien, Berger, Zellstoff Waldhof, Rheag, Svenska, Chade, Lah- meyer und Salzdetfurth besserten sich um 3% bis 6 Prozent. Dagegen schwächten sich Schantung, R. W. E., Schubert u. Salzer gering ab, Hamburg-Süd allerdings um 3x/i Prozent. Nach den ersten Kursen wurde es auf Realisationen zunächst etwas schwächer. Später setzte sich aber, ausgehend vom Elektromarkt, eine neue kräftige Aufwärtsbewegung durch, zumal größere Auslandsorders eingetroffen waren. Das schon vor kurzem erwähnte Gerücht einer großen internationalen Elektrifizierungsanleihe regte zu großen Käufen an. Siemens, Ges. f. El., Salzdetfurth un dviele andere Werte gewannen 1—3 Prozent über Anfangg. Später wurde es wieder ruhiger und die erzielten Gewinne konnten sich nicht überall voll behaupten, da neue Realisationen vorgenom- men wurden. Von Ausländern neigten Mexikaner zur Schwäche. Ungarn tagen dagegen fester. Der Pfandbriefmarkt blieb freundlich, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen. Am DMevisenmarkt waren Pfunde sehr fest. Tagesgeld ermäßigte sich auf 5—7 Prozent, die übrigen Sätze blieben unverändert.
Fuldaer Buttermarkk.
= Fulda, den 7. Febr. Am heutigen Dutter- markt kostete Landbutter je nach Qualität 1.20 bis 1.30 Mark pro Psd., die Eier pro Stück 11—12 Pfg. Bei geringer Nachfrage verblieb viel Ueber- stand.
Fuldaer Schweinemarkt.
= Fulda, den 7. Febr. Zum heutigen Schweine- markt waren nur 89 Ferkel aufgetrieben, für die je nach Alter 14, 20 und 26 Mark bezahlt wurden. Der Handel 'war gedrückt; es verblieb Ueberstand. ■■■■HB Unsere
Marktberichte
find für Erzeuger, Händler, Verbraucher deshalb so besonders wertvoll und «„ersetzbar. weil sie infolge erstklassiger Uebermittlung
die denkbar schnellsten find.
Berliner
6. Februar
6. Februar
Devisenkurse
Geld
Brie!
Geld
tiriei
Newyork
4,20
4,20
4,20
4,20
Brüssel
58,58
58,70
58,60
68,7a
Holland
168,77
169,11
168,68
169,02
London
20,40
20,44
20,41
20,45
Paris
16,46
16,50
16,46
16,50
Schweiz
81,15
81,31
81,16
81,32
Spanien
42,36
42,44
42,81
42,89
Italien
21,98
22,02
21,99
21,<3
Dänemark
112,33
08,66
112,34
112,56
Norwegen
112,33
112,55
112,34
112,56
Schweden
112,46
112,68
112,48
142,70
Prag
12,43
12,45
12,43
12,45
Wien
59.(3
i9.15
^9 02
59,14
Einweichen mit Henko ist cfisLbequemste Art der Scfimutzfostlng!
G^snffdhetnificfWascfie bfeibcTFgeScfiont Sfc WäSche® Bedeutend billiger"und schneller; Legen Sie also diel schmutzige Wäsche abends vor dem Waschtag in eine} kalte Henkolösung, lassen Sie diese nachtsüber stehen? morgens ist der Schmutz vollkommen gelockerte Becjuemer können Sie nicht waschen»
_