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3n der Katechismusskunde.

Schlag acht saßen der Beni und der Taverl mit roten Köpfen in der letzten Bank und büffelten im Ka­techismus, den der Beni unauffällig auf den Knien hielt. Wenn nichts dazwischen kam, mußte alles gut gehen. Aber — als der Herr Pfarrer hereinkam, fielen ihm . anscheinend die beiden roten Köpfe auf, denn er nahm als ersten gleich den Taverl vor und fragte ihn, was die Engel feien. Der Xaoerl sprang auf, riß das Sack- tuch aus der Tasche und schneuzte sich zuerst einmal gründlich. Dann fiel ihm das Tuch unter die Bank und er mußte lange danach suchen, denn erst als der Pfarrer unwillig: „Nun, was ist denn?" rief, hatte der Beni die richtige Seite im Katechismus gefunden, und nun gings los. Leise flüsterte der Beni: „Engel, das sind reine Geister, die Verstand und freien Willen, aber keine Leiber haben," sehr leise, denn der Herr Pfarrer sah immer noch mißtrauisch herüber.

Der Taverl hatte nicht ganz genau verstanden, was ihm der Beni alles einsagte, aber so viel, daß er nicht in Verlegenheit kam, doch. Also deklamierte er mit lau­ter Stimme: „Engel, das sind reine Geister, die Ver­stand und freien Willen, und deshalb keine Weiber ham." Fritz Scholl, Dachau.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Safflor belegene, im Grundbuche von Buttlar Band V Blatt Nr. 133 zur Zeit der Gintragung des Verstetgerungsver- merks auf den Namen des Schmiedemeisters Hugo Skehtina in Buttlar eingetragene Grundstück Flurk. Nr. 1400 = 67 a 7 qrn, Wiese und Fußweg in der breiten Wiese, geschätzt auf 1744,10 Rm.,

am 21. März 1931, vormittags 10 Ahr durch das unterzeichnete Gericht an der Gettchtsstelle — Zimmer Nr. 1 — versteigert werden.

Der Versteigerungsvermerk ist am 24. Dezember 1930 in das Grundbuch eingetragen.

Von den Bietern kann Sicherheit in Höhe von einem Zehntel des Bargebotes verlangt werden. Sie ist in Geld oder inländischen Wertpapieren alsbald im Termin zu leisten. (§ 69 ZVG.)

Geisa, den 23. Januar 1931.

Thüringisches Amtsgericht.

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Die Dahl bee Lrmdwirlr Joseph Heil zum Bürger- metffer von Neuhof ist von mir gemäß § 55 der Landoe- meindeordnung bestätigt worden.

Fulda, den 28. Januar 1931.

Der Landral. F r h r. o. (Bagern.

Sonntag, 1. Februar 1931.

7: (Von Hamburg): Hafenkonzert auf dem Dampfer „Oceana' der Hamburg-Amerika-Linie. 8.15: (Kloster Frauenberg, Fulda): Katholische Morgen- 'cj.er _l. Präludium. 2. Eingangsworte der Tages- mesfe («onntog Septuagesimae), gesungen als Chorrezi- tatio. 3. Lesung aus der Messe vom 1. Februar (St. Ignatius von Antiochien) 4. Choralgesang: „Justorum ammae in mar*i Del sunt". 5. Absprache: Ignatius von Antiochien und der greife Polykarp von Smyrna, zwei altchr.stliche Führergestalten. 6. Chorgesang: „Christus, mein König". 7. Von den Pflichten eines guten Christen (Lemng aus den Briefen des hl. Ignatius von Antio­chien). 8. Gebet des hl. Polykarp vor feinem Marter- tob. 9. Chorgesang: „Cantate Domino canticum novum", Finnin Sidler. 10. Postludium. Ausführende: Ansprache, Lesung und verbindende Worte: P. Dr. Ewald Mül­ler, O. F. M., Lektor der Kirchengeschichte, Fulda- Frauenberg. Gesänge (mit Begleitung): Die Kleri­ker des Franziskanerklo st ers Frauen­berg - F u l d a. Nr. 2 und Nr. 6 (soweit mehrstimmi­ger Satz) sind Originalkompositionen von P. Dr. Ewald Muller O. F. M.

9.15—10.15 (Kassel): Stunde des Chorgesangs. 13.30: „25 Jahre Arbeit mit der Bühnenjugend — Ernstes und Heiteres", Vortrag. 11: Stunde der Kammermusik. 11.30: Erlebte Geschichten. 12: Mittags-Konzert auf Schallplat- ten. 13.50: Zehnminutendienst der Landwirtfchaftskam- mer Wiesbaden. 1. „Was der Landwirt von den Vita-

Geisa.

Bekanntmachung.

Am Donnerstag, den 5. Febr. ». Is. findet hier Kram- und Sdjroeinemartf statt. Ursprungszeugnisse der Tiere über Seuchenfreiheit der Standorte sind mitzu- bringen und den zuständigen Polizeiorganen auf Ver­langen vorzuzeigen. Der Auftrieb erfolgt ab 8 Uhr von der Schulstraße aus nach dem Schweinemarkt.

Weiter wird zur Kenntnis gebracht, daß der Sprechtag des Thüringischen Kreisarntes Eisenach nicht am 5. Februar 1931, sondern am 11. Februar ds. 3s im hiesigen Rathause stattfindet.

Geisa, den 29. Januar 1931.

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Mittwoch, 4. Februar 1931.

7.15—8.15: (Roxy-Palast): Frühkonzert auf der Kino- Orgel. 10.20: Schulfunk — „Deutsche Kinder in der Tschechoslowakei", Vortrag. 12: Schallplütenkonzert: Sinfonie-Konzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: (Bremerhaven): Bordkonzert von» Dampfer „General von Steuben" des Norddeutschen Lloyd. 17: Neue Tanz­musik auf Schallplatten. 18.15: „Im Reiche Batas, des tschechischen Schuh-Fords", Vortrag. 18.45: „Mannheim, der südwestdeutsche Getreidehandelsplatz", Vortrag. 19 15- „Jm Kampf um die höchsten Gipfel der Erde", Vortrag 19.45: In einem o b e r h e s s i s ch e n Bauern- Haus, Funkbericht von Anton Betzner und Paul Laven. 20.15: „Halali", Ein bunter Jagd-Abend. 21.15: Orche­sterkonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart.

Donnerstag, 5. Februar 1931.

7.15—8.15: Frühkonzert des Rundfunkguinettts. 12: Schallplattenkonzert: Allerlei heitere Neuigkeiten. 13 05: (Von Köln): Mittagskonzert des Orchesters des Westdeut­schen Rundfunks. 14.20: Holzschlag bei Sauter- b°ch '".Oberhessen. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Wiener Meisterschrammeln, Bernhard Auer mit Sanger Otto Zagler. 17: Operettenlieder und Chansons. 17.15: Altitalienische Musik für Solovioline und Streich- orchester. 18.15: „Die Anpassung der deutschen Land- wlrtschast an die Zeitverhältniffe", Vortrag. 18.45: „Briand" Vortrag. 19.15: Französischer Sprachunier- n<f)t. 19.45: Unterhaltungskonzert Willi Ostermann singt rheinische Lieder. 20.30: MenschenimDorf. Hör- pie( von Anton Betzner. 21.15: Die vertauschten Manu­skripte. Ein musikalisches Hörspiel für Soli, Chor und Jazzband. 22.45: Schluß des Sechstagerennens. 23—24:

(Saffel ’Rcfiben3=(rafe): Unterhaltungskonzert der Kavell. Erno Waller. v

Freitag, 6. Februar 1931.

7.15—8.15: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: @*arr Plattenkonzert: Unterhaltngs-Konzert. 12.30- Scbotr Plattenkonzert (Fortsetzung). 13.05: Schallplattenkonzert (Fortsetzung). 16.30: (Kurhaus Wiesbaden): Konzert de. Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18.15: Stunde des t)(ilms — „Für und wider den Tonfilm", Ein Streitae. sprach. 18.45: Aerztevortrag: „Die Bakterien als Freund» und Feinde des Menschen". 19.10: iMannheim): Situa- tionsberichte über den südweftdeuifchen Landesproduk- tenmarkt . 19.30: Operetten und Schlager. Heitere Ge- fangsvorträge. 20: (Festsaal der Liederhalle Stuttgart): Linsome-Konzert des Philharmonischen Orchesters Stutt­gart. 22.30: Sechstagerennen. 23—24: 30 Jahre ber­liner Humor. Heitere Schallplattenplauderei.

Samstag, 7. Februar 1931.

7.15—8.15: (Nach Köln): Frühkonzert der Spickte« memfchaft Kasseler Berufsmusiker. 10.20: Schulfunk — „Zeitungen und Zeitungsbetrieb". 12: Schallplattenkon« 3ert: 50 Minuten Humor. 13.05 (Von Köln): Mittags« konzert des Westdeutschen Rundfunks. 15: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorche­sters. 18.10: „Arbeiterschaft und Bildung", Vortrag. 18.40: „Der Bauer gestern und heute". 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Volkslieder-Abend. 20.15 (Nach München): Vor-Karneval. Eine Sitzung der Dülkener Narren-Akademie, Intermezzo II. Die Herzverfettung. Eine Schnurre von Hans Müller-Schlöffer. Zum Schluß: Et Kirmesgeld, Altkölnisches Faxenspiel von Hans Mül­ler-Schlösser. 22.35—24: (Von Berlin, „Femina"): Tanz­musik der Kapelle Juan Llossas. 24—0.30: Sechstage­rennen.

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Dienstag. 3. Februar 1931.

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