Gottesdienst-Ordnung
kimmelanstrebenden Buchenwald begrüßt ihn, I Walde an die Plätze seiner Bestimmung. Plrn ' / .-r? " 11 „h h»n I roi-nen Manen und Karren wird es über die
Nordpol fahren will. Der Kommandant des Unterseeboots, der amerikanische Marineoffizier Sloan Samen- baoen, war nach Frankreich gefahren zu Jules Vernes Enkel Jean Berne, und hat ihn eingeladen, nach Amerika zu kommen. Dort soll er das Wilkinsche Tauchboot taufen auf den Namen „Nautilus". Jules Vernes Enkel hat die Einladung angenommen und er hat außerdem versprochen, die Unterseebootfahrt an den Nordpol im neuen „Nautilus" mitzumachen. Der Enkel wird also selbst miterleben, wie die Phantasien des Großvaters im Zeitalter der Technik zur Wirklichkeit werden. St. F.
einem
trommelnd am weißen Stamm, der Buntspecht. Und den Wald verlassend, tritt er in eine leibhaftige Zauberwelt. Die Wolken haben sich geteilt und eine seltsam leuchtende Wintersonne freigegeben, die hier, in einem schneevermummten Wacholderbestand, schattenspielend Fabelwesen malt. Der Mann glaubt seinen Augen nicht. Kniet. — Liegt schließlich lang auf dem Rücken und schaut nach oben. Kindliches Staunen wird in seinem harten, zerrissenen Gesicht: An der Unterseite der schneebefallenen Wacholderzweige haben an jeder kleinen Nadel feinste, weiße Härchen einen wunderzarten Pelz gebildet. Und an jeder Nadelspitze noch strahlt eine wm- zige Conifere: Stamm, Zweige, Nadeln, nichts fehlt. Wo aber die Sonne diese Miniatürchen küßt, da funkelt ein kleiner Wacholder neben dem andern am
großen Wacholder.
Langsam, langsam erhebt sich der Mann. Das singende Märchenlicht ist nun auch in seinen Augen. Em luftiger Triller zieht durch die Einsamkeit. Der Mann will den Traum abtun.- Reibt sich die Stirn. Doch gleich ist der lustige Triller wieder da. Zwischen Baumwurzeln zeigt sich ein goldockeriges Vögelchen. Nicht großer als eine Walnuß. Mit kokett herabhängenden Flugelchen, keck aufgerichtetem Schwänzchen, mit gefträubten Kehlkopffederchen und zum Himmel gerichtetem Schnäbelchen, schmettert der Zaunkönig fein kleines Lied hoch hinauf in das eisige Blau . . .
3n schwieriger Loge. Arzt: „Sie sollten nach jedem Kognak, den Sie trinken, einen Apfel essen." — Patient: „Ich kann doch unmöglich zwanzig Aepsel täglich essen.
Erkältungskrankheiten,Mandela. Halsentzündungen
Preußischer Landtag.
Bei der fortgesetzten gemeinsamen Beratung der Etats der landwirtschaftlichen, Domänen- und Ge- tütsoerwaltung im Preußischen Landtag nahm, wie chon kurz gemeldet, Landwirtschastsminister Dr. Steiger das Wort und besprach die verschiedenen Vorschläge, die für die Behebung der Not der Landwirtschaft im Osten gemacht worden find. Allgemein lasse die Entwicklung im Osten erkennen, daß mit den Forderungen, daß Reich und Staat helfen müßten, ollem das Ziel nicht erreicht werden könne, daß vielmehr hierzu eine planmäßige Selbst- Hilfe hinzutreten müsse, die sich vor allem auf die Milchw irisch ast erstrecke. Die Forderung nach einem allgemeinen Einfuhrverbot für land- rmrtschaftliche Produkte begegne bedeutenden Schwierigkeiten; bei einer allgemeinen Einftihr- perre würden viele Länder das Interesse am Handelsverkehr mit Deutschland verlieren. Der fehlende Auslandsabsatz aber würde zu einem Zusam- menbruch unserer Industrie sichren, wodurch d'.e Landwirtschaft ihren besten Abnehmer embußen könnte. Notwendig sei, den Vorsprung des Aus- landes in der Qualität der Ware und der rationellen Absatzgeftaltung einzuholen, sonst werde es trotz der Zolle nicht gelingen, die ausländischen Agrarprodukte zu verdrängen. Der Minister schloß nut der Hoffnung, daß der Appell an den deutschen Berbraucher zur Bevorzugung deutscher Erzeugnisse einen vollen Erkolg haben möge. In der stundenlangen Debatte erklärte der Kommunist Kerfs, daß die 100 Millionen Erwerbslosen in dett kapitalistischen Ländern und die gesunkene Kaufkraft der Arbeiter die Ursache für die Weltagrarkrise bildete Für die Staatspartei sagte Abg. Wachhorst d« Wente Unterstützung der Interessen der bäuerlichen Bevölkerung zu unter Zurückweisung .Demagogischer Angriffe auf die preußische Regierung und den Staatskommissar für Ostpreußen, Ronneburg". Den Kommunen müsse Geld für S>ed- lungszwecke zur Verfügung gestellt werden.
Die Beratung der drei Haushalte soll am Freitag abgeschlossen werden.
Wunderstoff Holz.
Wohin unser Wald wandert.
Als gewaltige Schicksalsgemeinschaft steht der deutsche Wald da, Tausende Einzelheiten, Hunderte Rassen, aber doch eine Familie. Der Mensch kommt mit Axt und Sage und reißt aus dieser Gemeinschaft einige Glieder heraus. Nicht um sinnlos zu zerstören, sondern um (einen Stoff, das Holz, dienstbar zu machen. Der Wald wird aus der Beschaulichkeit seines Daseins hmausge- tragen in den wirbelnden Kreis feiner Bestimmungen und seinem Schicksal entgegengesührt, einem Schicksal Hundertsachtr Mannigfaltigkeit, wohin gerade der Bedarf des Menschen ihn schickt. Holz bringt das Holz aus dem
Tiere im Schnee.
Don Bernhard Schroeder-Wiborg.
Eben noch bellt der schnürende Fuchs den Drang feines knurrenden Magens heiser in den weihen Tag hinein, als er plötzlich zufammenruckt und seinen prächtigen Wintermantel in den lockeren Schnee drückt. Seine Schlitzaugen sehen einen Riesenmenschen, gleich einem Jäger vor dem Schuß. Und —> Ratsch! Weitzer Staub. Ein roter Streifen. Reinecke landet unter den auf- pulvernden Zweigen einer Fichte und flitzt mit einer Riesenwolke auf der andern Seite wieder heraus. Grauen vor dem hochragenden Schneetannengespenst wirst ihn in wirbelnder Flucht bergab. Und er beruhigt sich erst, als er den Eselskopf, einen mächtigen Basaltfelsen, in seinem Rücken hat.
Er steht. Windet. Die Nase steigt, fällt, zieht links, zieht rechts. Und dann schnürt er vorsichtig gegen die Wacholder, wo die hungerschwachen Fasanen so gern Schutz suchen. Doch wieder zuckt es durch den roten Balg. Noch ein Mensch? Die Witterung läßt ihn rote gefedert zurückfliegen. Hinterher springt ein sprühender Schneetrichter, und — das tiefe, klare Lachen eines Mannes verfolgt ihn, bis er abermals hinter dem Eselskops verschwindet.
Der durch den Fuchs aus seiner stehenden Einsam- feit gerissene Mann lächelt immer noch, als er nun weiter durch den hochgelagerten Schnee steigt.
An einer Böschung hat der Maulwurf frische, dunkle Erde durch den Schnee gedrückt. Dieser kleine Unterirdische mit dem kostbaren Samtkleid versteht sich auf das Wetter. Es wird wenigstens noch drei bis vier Wochen bitterer Winter werden! Der Mann betritt eine Wiese, auf welcher der Nordost nur wenig Schnee gelassen hat. Rätselhafte Spuren, die, kaum begonnen, schon enden, fallen ihm auf. Ein großer Bogel? Hier sind auch geschweifte Einschnitte von Flügelspitzen. Und da am Ende einer andern Spur, ist das fahle Gras der Wiese und ein Mauseloch freigelegt. Die Spur ist älter als der frischere, brutale Eingriff. Also hat das Tier gelauert. Ader hat er hier nicht einen katzenähnlichen, dunklen Punkt gesehen, der ihm manchmal mit dem Ton
Vermischtes.
* Hausfrauen im Reichswirifchaftsrak. grau Maria Jecker, Aachen, tue Vorsitzende des Reichsverbandes deutscher Hausfrauenvereine, ist cm Stelle von Frau Kromer, die ihr Amt niedergelegt hat, in den vorläufigen Reichswirtschastsrat eingetreten. ,
• Ein König, der zu viel raucht. Aus Wien wird gemeldet: König Zogu von Albanien wu^e von Prof. Chvoftek untersucht. Dieser stellte fest, daß der König an keine organischen Krankheit leidet. Sein Unwohlsein sei viel- mehr auf zu starken Nikotingenuß zu» rückzuführen.
* 300 000 Amerikaner 1930 in Europa. Nach einem Bericht der „American Automobile Assocra- tion" waren während des Jahres 1930 zirka
W gefährlichste» Vulkane der Erde.
Die Vulkanausbrüche der kehlen Wochen. — Monk Pele «nd firataiau. — Katastrophen, die an herkulanum und
Pompeji erinnerten.
Der Merapi, der große feuerspeiende Berg Javas, hatte sich nach den Eruptionen der letzten Wochen — etwa 1300 Menschen waren dabei ums Leben gekommen — wieder beruhigt und die Bewohner der umliegenden Ortschaften atmeten auf. In den letzten Tagen indes sind neue Eruptionen erfolgt — die Umgegend des Vulkans widerhallt von gewaltigen Detonationen. Ursache dieser Detonationen ist die Berührung des infolge der Lavaströme geflauten Regenwassers mit glühendem Sand und mit den Lavamassen. Verschiedene Dörfer mußten neuerdings geräumt werden. Auch in Argentinien, im Lapoma-Gebiet, find drei Vulkane in Tätigkeit getreten: der Cobres, der El Potrerillo und der Abra de Chorrillos. Unter den Bewohnern der umliegenden Ortschaften entstand eine Panik, hervorgeru- fen durch den Steinregen und die Ströme kochenden Wassers, die sich aus den Kraterkesseln ergossen. Nach 7>en Berichten sind bereits zahlreiche Menschenleben zu beklagen. Diese Katastrophen geben Veranlassung, an jene unheimlichen Vulkanausbrüche der Neuzeit zu erinnern, die die Gefährlichkeit der Feuerberge besonders kraß heroortreten ließen: an die Katastrophen des Mont Pele und des Krakatau. Der Mont Pele auf Martinique — vielleicht der gefährlichste Vulkan unserer Erde — brach im Jahre 1902 mit ungeheurer Wucht aus; die furchtbare Gasexplosion vernichtete etwa 30000 Menschen. Die aus dem Krater dringenden Wasserdämpfe zerstörten alles Lebendige im weiten Umkreise. Eine 400 Meter dicke Gaswolke drang mit unendlicher Geschwindigkeit auf die Stadt Saint Pierre vor; von der gesamten Einwohnerschaft der Stadt blieben durch einen Zufall zwei Menschen am Leben — das Gas, die heißen Dämpfe und die eindringenden Meereswellen brachten überallhin den Tod. Auch längere Zell nach der Eruption hatten sich die Naturforscher mit dem Mont Pele noch zu befassen, insosern, als sich auf dem Feuerberg eine gewaltige Kuppe aus Lava neu gebildet hatte, die allmählich die Form eines gigantischen menschlichen Zahnes annahm. Der Lavaberg wurde danach schließlich etwa 500 Meter hoch, bann bröckelte er ab und stürzte ein. Die Naturforscher mußten konstatieren, datz sich hier zum ersten Male in der Neuzeit ein vulkanisches Gebilde — fast unter den Augen der Beobachter — entwickelt hatte und wieder verschwunden mar.
Die zweite große Vulkankatastrophe der neueren Zeit war der Ausbruch des Krakatau — ein Naturereignis, das etwa 40 000 Menschen das Leben gekostet hat. Der Lavaregen, der die ganze Umgebung verwüstete, war von einer Eruption von Steinen begleitet worden, die die ganze Semanka- und Lampong-Bai gefüllt und eine sieben Zentimeter dicke Steinmauer gebildet hatte. Der Ausbruch war so gewaltig gewesen, daß die vulkanische Asche weit weg geschleudert wurde; große Aschenmengen wurden bis zu einer Entfernung von 1000 Kilometer gefunden. Forschungen hatten damals ergeben, daß Mer- resroaffer in das Innere des Krakataukraters gedrungen und dort durch die Hitze verdampft war — dadurch war die Katastrophe erfolgt. Die Spannkraft dieser glühenden Dampfquelle war zu groß, als daß der Berg sie ertragen konnte — ein Teil des Vulkans wurde zum Bersten gebracht und damit Halle die Katastrophe begonnen.
Der griechische Vulkan Santorin und der Vesuv bei Neapel scheinen vorläufig ihre Tätigkeit eingestellt zu haben; der Santorin war in der vorgeschichtlichen Zeit gefürchtet — sell vielen Jahrhunderten ist kein Ausbruch mehr zu verzeichnen. Der Vesuv indes kommt nie ganz zur Ruhe. Seit dem großen Ausbruch, der Herkulanum und Pompeji gänzlich verschüttete, hallen immer wieder kleinere Eruptionen ftattgefunben — die letzte erst vor einigen Jahren, und man ist bei diesen furchtbaren Sergen nie vor gefährlichen Überraschungen sicher. St. F.
300 000 Amerikaner in Europa. In Heidelberg z. B. weilten vom 1. 4. bis 30. 9. v. I. 22 253 Nordamerikaner (1929; 16 991) in Wiesbaden 18 382 (29: 11 880), in Dresden 9 090 (29: 8200), in München 43 099 (29: 23 003), in Berlin 39 665 (29: 39 596).
--- ----- ' • Auf hölzernen Wagen und Karren wird es über die Straßen der nahen Bahn zugeführt. Waggons aus Holz und Eisen bringen es über hölzerne Schwellen in die Stadt. Den ganzen Weg entlang begleiten es die drahtverbundenen Masten, die schlank und gerade im Walde gewachsen sind. Ueber hölzerne Brücken, über Holzpflaster wandert es in die Fabrik, von Haus zu Haus, w sehen wir es wieder? Die Zeitung, die du liest, ist aus diesem Holze, deinen Einkauf wickell die Berkauferm, die tunftfeibene Strümpfe aus diesem Holze trägt, >n Packpapier aus diesem Holz. Oder hast du einen kleinen Stadtkoffer aus Vulkansiber, ebenfalls aus diesem Hmz, mitgebracht? Ja, die Kunstseide, auch die Krawatte, die du trägst, ist im Wald gewachsen. Das Zelluloid des Kammes stammt vom Holze. Täglich steht der Wald vor dir in einer Form, die sich nicht maskiert: Gerüste ragen an Häuserfronten, Gerüste tragen das Mauerwerk ber Steine, die Wände deines Hauses find mit Hoh verkleidet, deine Möbel, deine Handwerkszeuge, dein Bleistift, dein Streichholz, dein Spazierstock, das Spielzeug deiner Kinder, das alles und noch viel mehr, du stehst es alle Tage, war einmal ein Baum im deutschen Wald. Schau dir den Hasen an: Schisse mit Masten und Spieren tragen den deutschen Wald um die Erde. Nur wenige wissen, daß man mit Holz auch das Bieh füttern kann. Natürlich nicht mit rohem Holz, sondern destilliert in der Form von Holzzucker. Der Weg würde zu wett führen, wollte man hier weitergehen, um zu sehen, wie Farben, Parfüms, Heilmittel, Kunstdünger und noch anderes mehr, alle Kinder des Waldes sind Aber eines dürfen wir nicht vergessen: F a ft d i e H ä l f t e unseres Holzes wird als Brenn st oft v er - wandt, wandert in die Defen, um im Winter unsere Stuben zu heizen, um unser Brot zu backen, um unsere Töpfe zu brennen. Und vergessen wir doch nicht den deutschen Weihnachtsbaum. Der Wald lebt, selbst wenn ihn der Mensch von seiner Wurzel trennt. Er lebt m tausend Formen weiter und begleitet uns Schritt für Schritt, allezeit zu unseren Diensten bereit.
Strümpfe, buntgeflochtener Gürtel, blütemveiß die Haube. Ein farbenprächtiges Bild^ das einem Seffreger gewiß Freude gemacht hätte.
In begeisterten Worten begrüßte der Letter des Abends feine Getreuen, rotes auf die Siebe zur Heimat hin, die sich in den vergangenen Abstimmungskämpfen gegen die landgierigen Slowenen so glänzend bewährt gäbe und forderte zu roetterem festen Zusammenhalt aus. Achend wurde barhäuptig gemeinsam das Kärntner Heimallied gesungen:
„Dort wo Tirol an Salzburg grenzt, des Glöckners Eisgefilde glänzt, wo aus dem Tal, das es umschließt, der Leiter reine Quelle fließt, laut tosend längs der Serge Rand, beginnt mein teures Heimatland."
Die schwermütige und dabei ergreifende Melodie ist so recht dem „Alpenländler" angepaßt. Wer nun dachte, daß nur tiefer Ernst die Stunde beherrschte, der befand sich m einem großen Irrtum. Im Gegenteil, nachher zeigte sich erst von welch ichersprudelndem Humor und derber Ausgelassenheit der Kärntner Jein kann. In Volkstänzen und Wechselgesängen non rein heimatlichem Charakter wirkte sich dies aus. — Kärnten ist ja auch sozusagen die Heimat des Volksliedes. Man mag in du kleinsten Orte kommen, überall ist Gesang zu Hause. In den einsachsten Dorfwirtshäusern erklingen mehrstimmig die schönen „Koschatlieder", wie das „Röferl vom Wörthersee" oder „Berlassen, verlassen, bin i," Lieder, die aus dieser Gegend stammen und längst Gemeingut der deutschen Nation geworden sind.
Dem reichsdeutschen Gaste kommt unroillürlich der Gedanke: Was für ein wertvoller Gewinn wäre es doch, für unser großes deutsches Volk, wenn dieser kernige Menschenschlag in unserer Gemeinschaft Aufnahme fände zum Nutzen für uns und für die prächtigen Karnll-er. denn wer so seine Heimat liebt wie diese, ber liebt ebenso heiß unser gemeinsames deutsches Vaterland. Und das habe ich dort zwischen Karawanken und Julischen Alpen erfahren am sechzigsten Gründungstage des Deullchen Reiches.
katholischer Gottesdienst.
Sonntag, den 1. Februar 193L
Fulda. Som. Beichtgelegenheit: Samstag morgens von 7i6 Uhr an, nachmittags von 2—3 Uhr für die Kinder, 7i5—7 und von ‘/s8 Uhr an für die Erwachsenen, Sonntag morgens von 7»6 Uhr ab. Gottesdienste: 7«6, 6, */«7 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Komm. In der 7s7 Uhr-Messe Komm, des Männer- apostolates. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und Kommunion des 7. und 8. Schuljahres. V»10 Uhr Kathedralamt mit Predigt. 7*11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 7«12 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 7-2 Uhr Andacht zum göttl. Herzen Jesu. 2 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. Um 4 Uhr nachmittags Predigt und Andacht. 6 Uhr Muttergottes - Andacht in der Marienkapelle. Werttagsgottesdienste: Jeden Morgen von *a6—7 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Kommunion-Austeilung. 7«8 Pfarrgottesdienst mit Komm. 9 letzte Messe mit Komm. — Montag nachm. 5 Uhr Muttergottes-Andacht. — Donners- tag nachm. von Vi5—7 Beichtgelegenheit und ebenso Freitag morgen von 7-6 an. Freitag 5 Uhr Herz-Iesu-Andacht. — Stadtpfarrkirche. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. 3—7, 77,-87«, Sonntag stütz 6—7 Uhr. Sonntagsgottes- bienfte: 6 hl. Messe. 6’'« hl. Messe und Kommunion des Männerapostolates. 8 Uhr erster Kindergottesdienst, Predigt und Kommunion des 4. Schuljahres. 97» Uhr Pfarramt und Predigt 11 Uhr zweiter Kindergottesdienst und Predigt 9 Uhr Christenlehre der Jünglinge in der Seoeri- kirche. 1*/, Uhr Christenlehre der Jungst. 29. Rosenkranz- Bruderschaft. Die hl. Kommunion wird von 6—77, Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem noch um 87« und 97« Uhr. Werktags-Gottesdienste: 67, 7, 7*/« u. 8 /- Uhr hl. Messen. Montag (Fest Mariä Lichtmeß) Gottesdienst wie an Werktagen; Nachmitt. 5 Uhr Andacht zur Muttergottes, hierauf Erteilung des fBlafiusfegens an die Schul- linder. Dienstag, Fest des hl. Blasius, des Patrons der Stadtpfarrkirche. 67, und 7 Uhr hell. Messen. 8 Uhr Kindergottesdienst. 9V, feierliches Amt mit Segen. Der Blasiusfegen wird die ganze Ottas hindurch nach den Morgengottesdiensten erteilt — Donnerstag nachmittag 6 Uhr Beichtgelegenheit wegen des Herz-Jesu-Freitags, ebenso Freitag morgens 67, Uhr. Freitag nachmittag um 5 Uhr Herz-Iesu-Andacht. — Pfarrkirche zum hl. Geist. 7 Uhr Frühmesse und An- spräche, Kommunion des Männerapostolats. 8 Uhr Hochamt und Predigt, Kommunion des 8. und 7. Schuljahres. 7*11 Kindergottesdienst und Ansprache. 7,12 Christenlehre für die Jünglinge. Um 5 Uhr Andacht. Donnerstag Beichtgelegenheit von 4—6 Uhr abends. Freitag stütz 7,8 Uhr Herz-Jesu-Amt Abends um 8 Uhr Andacht — St. Iofephskirche. Beichtgelegenheit Samstag von 2 bis 3 Uhr für Kinder, für Erwachsene von 5 bis 7 Uhr, Sonntag von 7,7 Uhr ab. 7,8 Uhr Frühmesse mit An- spräche, vor- und nachher Austeilung der hl. Kommunion. 7,10 Uhr Hochamt mit Predigt, vorher Komm.-Austeilung, nach dem Amt Christenlehre. 7,2 Segensandacht Werttags 7,8 Uhr hl. Mefie mit Austeilung der hl. Kommunion.— St. Sturmius-Pfarrkirche. Gemeinschafti. Kommunion für die Männer und die Kinder des 8. Schuljahres. /,8 Uhr Frühmesie mit Ansprache. 7,10 Uhr Hochamt mit Predigt. Anschließend Christenlehre. 2 Uhr nachm. Segens- andacht. Werktags-Gottesdienst um 7,8 Uhr vormittags. Beichtgelegenhett: Samstag nachmittag van 3 Uhr an. — «bkeikirche der Benediktinerinnen. Sonntag 67, Uhr Konventamt, 3Vefper. Werktags 67« Konoentamt, 3 Vesper.— HerZ'Zesn-Heim. Sonntag 7,9 Uhr Hochamt und Pred.
einer verrosteten Türangel nachrief: „Kummtt! Kum- mit!"? Und wie er jetzt noch schwache Abdrücke von Fußgesieder an den Spuren entdeckt, fährt es ihm jäh heraus: „Kattuhl! — Kattuhl sagt man auch in meiner nordischen Heimat zu dieser Gespensterin, dem Toten- vogel!" •
Er geht weiter. „Kummit! Kummit!" singt es in ihm bei jedem Schritt. Dann ein sanfter Abhang. Einzelne Wacholder, Bäume, Steine. Und — hier ist das Maus- wiesel unter dem Schnee hervorgekommen und nach kurzer Tagwanderung wieder darunter verschwunden. Plötzlich zieht er den Fuß zurück. Steht wie ein Stein. Heißes Rot leuchtet in\ grünlich kalten Schnee. Blut! Gelbliche Federchen. Wieselspuren. Zerquetschte Wacholderbeeren. Vor ihm wird, was geschah: Unter der durchscheinenden Schneedecke, zwischen Moos und Heidekraut gleitet unhörbar das Wiesel dahin. Quälender Hunger zerrt in dem eingezogenen Bauch. Aber, ist das nicht ein leichtes Geräusch auf der Schneedecke? Graut nicht ein kleiner Schatten von oben hindurch? Vorsichtig windet sich das Tierchen eine kurze Strecke zurück und drückt dann den listigen Räuberkopf behutsam durch das lockere Weiß. Die kleinen rundlichen Lauscher empfangen: einige Meter entfernt schmatzt etwas! Doch ein Schneehügelchen hindert den Blick. Es ist gut. Seife, schlangenartig schiebt sich das Wiesel in diesen Schneehügel. Die Goldammer, die ihren ersten Winter durchkümmert, läßt sich die vom Frost heruntergefallenen Wacholderbeeren gut bekommen. Endlich aber ist sie rundlich voll und plustert sich sorglos. Und aus sattem Wohlbehagen heraus überwältigt ein wärmeres, unge- kanntes Leben ihren Leib. Einmal wird alles wieder grün und die Sonne groß werden; neue, Helle Federchen werden ihr wachsen und — ein goldgesprenkeltes Männchen wird mit ihr in den Frühling fliegen. — Da zieht etwas Längliches auf sie zu. Und im Aufschnellen reißen scharfe-Zähne sie in den Schnee. Das Raubtier trinkt warmes Blut in der grimmigen Kälte. Em Häher kreischt. — Die weiße Fläche ist leer.
Der Mann auf der Anhöhe kehrt sich ab, steckt die wehenden Zipfel seiner schwarzen Halsbinde in den Rock, wie wenn ihm plötzlich sehr kalt geworden sei und macht sich nun auf den Weg zu seiner versteckten Hütte. In
Senlrmnspartei. Ortsgruppe Julöa. 1. Bezirk,
umfassend die Sttaßen: Donifattusplatz, Buttermartt, Friedrichsmartt, Friedrichstraße, Judenberg, Judengasse, Karistraße, Marttstraße, Kleine Marktstraße, Mittelstraße, Meistergasse, Nonneugasse, Psandhausstraße, Schloßsttaße, Steinweg.
Am Mittwoch, »rn 4. Februar, abends 8 Uhr, findet im Saale des Gasthauses „Zur Traube Stein- weg, ein‘yeäict6,2)er|(ltnm(ung statt, wozu wir die Angehörigen unseres Bezirkes herzlich einladen. Auch Freunde und Gönner unserer Sache sind willkommen. Im Mittelpunkt des Abends steht der Vortrag eines auswärtigen Redners: „Die gegenwärtige Wett- krifls in ihrem werden und Sein.-
Wir rechnen auf eine recht zahlreiche Beteiligung.
Der Vorstano.
„Itautiles“ fährt sn den lorbpol
Jules Derne und die Wirklichkeit.
Jules Derne, der berühmte französische Schriftsteller, galt als der phantastischste Utopist aller Zetten. Seine Bücher — auch heutzutage noch von jungen und romantischen Lesern verschlungen — befassen sich mit Problemen, die vor sechzig Jahren aufwühlen mußten und die teilweise auch jetzt noch seltsam und märchenhaft anmuten. Jules Verne hätte sich indes kaum träumen lassen, daß irgendeines seiner verwirrenden Projekte je in die Wirklichkeit umgesetzt werden würde.
Und jetzt, in wenigen Wochen, geht man daran, einen gutes Verneschen Gedanken in die Wirklichkeit umzusetzen. Der Franzose hatte den Roman geschrieben von bßiti 2xiucf)boof „Vtoutilits", bos 20 000 üRctlcn unter dem Meeresspiegel dahinschießt, die Welt zu erobern: Die aufregende und spannende Mär von dem Kapitän Nemo und seinem Schiff und feinen Aden- teuern. Dieses erdichtete Abenteuer soll jetzt zur Tat werden.
Auf einer amerikanischen Werft wird ein Tauchboot gebaut, mit dem Sir George Hubert Witkins an den
Lvangettfcher Gottesdienst.
Sonntag, 1. Febr. (Septuagefimae).
Inlda. 97, Uhr norm. Predigtgottesdienst Pfarrer Dr. Heckmann. 11 Uhr norm. Kändergottesdienft 6 Uhr abends Predigtgottesdienst, Pfarrer Hattendorsf. 8 Uhr abends Jungmännerverein im Bibliothekszimmer. 8 Uhr abends Jungmädchenverein im Schwesternhaube..— Sonntag, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus des H. Vikar Lukemeyer: „Die christl. Einigungsbestrebungen der Gegenwart." — Amtswoche: Pfarrer Hattendorfs. — Großenlüder. 9.45 Uhr norm. Predigtgottesdienst Pfarrer Hattendorf. — Hünfeld. 9.30 Uhr norm. Predigtgottes- dieust, Superintendent Ruhl.
Tulba Montag 8 Uhr abends Bibelkreis der Schüler höherer Lehranstalten im Pfarrhaufe. — Dienstag 8 Uhr abends: Kirchenchorprobe im Gememdehaufe. — Mittwoch 573 Uhr nachm. Andacht im Altersheim „Emmaus", Kreispfarrer Weber. 8 Uhr abends Bibel- stunde im Schwefternhause. — Donnerstag 8 Uhr abds. Mütteroerein im Schwesternhause. — Bad Staljjdjlirf. Donnerstag 5% Uhr nachm. Andacht in Villa Rack.
Evangelisch- tandeskirchtiche Gemeinschaft, Aulda.
Sonntag, 1. Februar, abends 8 Uhr Evangelisations- Versammlung. — Freitag abeich 8J4 Uhr Bibel- und Ge- betstuttde. __________
Um 2 Uhr Segens-Andacht. Werktags 7 Uhr hl. Messe. Donnerstag abends ist um 87. Uhr Segens-Andacht - ^riedhofskapelke am Franzosenwaldchen. Sonntag 67» hl. Messe mit Ansprache und Kommunion-Austeilung. An den Werktagen 77, hl. Messe mit Komm.-Austtg. - Frauenberg. S)L Messen von 5—7 Uhr. 8 Uhr Sing- meffe mit Predigt und liturgischen Gebeten. Um 9 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmitt. 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die Marianische Bruderschaft. - Mon- tag. Fest Mariä Reinigung (Lichtmeß). Ablaßtag und Generalabsolution für die Terziaren. 8 Uhr Kerzenweihe, Lichterprozession und Levitenamt mtt sakramentalem Segen. Nachmittags 2 Uhr feierliche Vesper mit kurzer Andacht und sakrament. Segen. Danach wird der Blasiussegen erteilt. Dienstag »ietteljährige Gedächtnisfeier für die verstör- denen Mitglieder, Verwandten und Wohltäter des Franzis- kanerordens. Gegen 7,7 Uhr feierliches Requiem: 8 Uhr hl. Mefle zu Ehren des Hk. Antonius mit Aussetzung des Allerheiligsten. Donnerstag, Lest der hl. japanischen Märtyrer Pettus-Bapttsta und seiner Gefährten aus dem 1. und 3. Ordern Ablaßtag. Gegen 7-7 Uhr Levttenamt zu Ehren der hl. Agatha um Schutz gegen Seuersgefa^. Freitag, Herz-Iefu-Freitag. Aussetzung des Merheilig- ften von 5 Uhr morgens bis 5 Uhr abends zur Anbetung des göttlichen Herzens Jesu. 9 Uhr Levttenamt. Nachm. 4 U$: Schlußandacht mit Umgang.
Neuenberg. 7-9 Uhr Amt mtt Predigt. Dieters- hon. 8 Uhr Amt mit Predigt. Lehner). 7,10 Uhr Amt mit Predigt. •
Severikirche. 2. Februar. Maria Lichtmeß. Lvi- ges Gebet Morgens 6y, Ute Zustellung der hl. Kommunion. Aussetzung des Allerhettigsten und hl. Messe. 7.20' Uhr 2. hl. Messe. 8 Uhr 3 hl. Messe. »Uhr seitliches Amt. Von 10 Uhr an Betstunden S Uhr Schtiuh- andachi. Danach Erteilung des Blasiussegen.
Die Abstimmungs-Nachfeier in KSrulen.
Man muß mitten unter dem kernigen Rärtner Volk gewesen (ein, muß seine trutzige Heimat in der stolzen Oebirgsroelt gesehen haben und die Geschichte dieses Stammes kennen, um zu verstehen, wie fest und untrennbar der Kärntner an seiner Scholle hängt. Dies zeigt sich so recht bei der Abstimmungsfeier, die in einem kleinen Marktflecken in den julischen Alpen veranstaltet wurde Am 10 Oktober 1930 waren zehn Jahre verflossen, seit das Kärntner Volk mit dem Stimmzettel in der Hand die Treue für fein Mutterland Oesterreich bekundet hat. Dieses festliche Ereignis ist damals in der Landeshauptstadt Klagenfurt würdig begangen worden. Das treukatholische Landvolk aber hält an seinen alten Bräuchen fest und verlegte daher diese Feier in die Zeit zwischen dem Dreikönigstage und dem Sonntag Septuagesima.
Reich und arm, hoch und niedrig, nur vereint durch Gemeinsck-aft des Stammes und Volkes wetteiferten mti= einander, ihre Heimattreue, die in ihrem Herzen so tief verwurzelt ist, auch nach außen hin kund zu tun. In den bunten Trachten des schönen Kärntnerlandes waren sie herbeigeeilt, die Krappenseldnerin mit braunem langem Rock, schwarzer oder brauner Jacke, Bänderhut und buntem Kopftuch, die Gurktaler ganz in schwarz, vorn Hut die langen Bänder wallend, die Metnitztalerin, den Rock geblümt, die Sailtalerin besonders malerisch, braun den Rock, leuchtend weiß die