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Der Sternenhimmel im Februar

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S&Mars

Sonnenaufgang

von 7.45 bis 6,50 Uhr.

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Mkelfkandsarbeik der Zenlrumsparkei

Die Fuldaer Zeitung

Sonne

Mond: P Wertet @ Vollmond

6 letztes Viertel

GROSZE BUCH-Xti STABEN

Kleine Buch­staben

Die Gletscherspalte.

Ein gefährlicher Feind des Skifahrers.

Von Karl P e r k t o l d, Transtein.

Nördlich vom P i z B u i n, auf dem Wege zur Wies­badener Hütte, ereignete sich ein Unglück, das noch »glimpflich abging. Der fiebenundzwanzigjährige Buch­halter Gustav Holzer aus Winterthur wollte von Klo­ters aus eine Skitour zur Wiesbadener Hütte unterneh­men. Auf seiner Tour wurde er von der Nacht über­rascht. Der Tourist verlor die Richtung und irrte plan- und ziellos umher, bis er sich endlich entschließen konnte, die furchtbare Bergnacht im Freien zu verbringen. Hin­ter einem Felsen suchte er Schutz gegen den eisigen Berg­wind und verharrte dort bis zum Tagesanbruch. Glück­lich konnte er dann den nicht ungefährlichen Silvretta- Gletscher überqueren: er gelangte zum Vermunt-Glet- cher, wo er in eine Gletscherspalte einbrach und mit dem linken Skier am Spaltenrande, mit dem Kopfe nach un­ten, hängenblieb. Zwei Stunden lang mußte der Un­glückliche in dieser Stellung verharren, bis er endlich in verzweiflungsvoller Arbeit mit dem Eispickel einiger­maßen sich eine Erleichterung seiner Lage verschaffen konnte. Mit dem Eispickel begann er jn beide Seiten der Spalte Löcher zu schlagen, und zwar in Fußhöhe. Als bte Löcher groß genug waren, hängte er sich mit dem Eispickel an den Skiern fest, stets in größter Angst, daß die Skier sich lockern könnten, und er dann in die nacht- chwarze Tiefe des Spaltes stürzen würde. Er zog sich an dem Eispickel hoch, befreite feinen rechten Fuß aus

Zu den Schlußworten des Herrn Gauleiters möchten wir nur sagen, daß der Nationalsozialismu Fulda und das katholische Fulda.. C...... ebenso wenig erobern wird wie der Mar­xismus. Auch der katholische Volksteil rüstet zum Entscheidungskampf.

Ebensowenig wie der Einzelhandel die Funktionen de» Berussbeamtentums ausüben könne, so muffe auch von dem Beamten verlangt werden, daß er sich nicht mit Geschäften abgebe, andernfalls wohl oder übel auch der gewerbetreibende Mittelstand gezwungen würde, seine Einstellung zum Berufsbeamtentum grund­legend zu ändern. Mit der Besprechung interner An­gelegenheiten schloß di« Versammlung.

Die Versammlung wurde nach 11 Uhr mit einer Geldfammlung für Herrn Jordan beendet. T

Sonnenuntergang von 16.45 bis 17.35 Uhr.

L.ichtgestalten des Mondes: Voll­mond am 3. um 1 Uhr, letztes Viertel am 9. um 17 Uhr, erstes Viertel am 25. um 18 Uhr.

mfb. Der Abenühimmel ist im Februar sicher ebensoschön wie im vorigen Monat, und der Mor­genhimmel auch. Dieser ist freilich nicht mehr ganz leicht zu genießen: Die immer schneller fortschrei­tende Zunahme der Morgenhelligkeit hat natürlich zur Folge, daß auch der Erdensohn etwas zeitiger aus den Federn kriechen muß, wenn er z. B. die Venus als Morgenstern bewundern will, als der sie den ganzen Monat über erstrahlt. Daß die Dauer ihrer Sichtbarkeit abnimmt, werden wir un­ter diesen Umständen leicht verschmerzen, denn der in Wegfall kommende Teil ist natürlich der, der in die nachtschlafende Zeit fällt. Abgesehen von den ersten Tagen des Monats können wir auch ganz in der Nähe der Venus, aber viel weniger hell als sie, den Saturn beobachten.

Aus -em Gerichksfaal.

Betrügereien.

Dor dem großen Schöffengericht stand der schon mehrfach vorbestrafte Kaufmann 5. W. von hier. Er war beschuldigt, sich in den Jahren 1929=30 fortgesetzt Vorspiegelungen falscher Tatsachen schul­dig gemacht und Bestandteile seines Vermögens bei Seite geschafft zu haben. Die Verhandlung ergab, daß W. vor mehreren Jahren ein Warengeschäft am hiesigen Platze besaß, sich später eine Schuh­handlung und Schnellbesohlerei zulegte, dann eine Bilderhandlunq betrieben und Anfang Januar 1930 seinem Anfang Dezember 1929 für volljährig erklärten Sohn eine Zigarrenhandlung einrichtete und im Februar 1930 den Offenbarungseid leistete. Festgestellt wurde ferner, daß der Angeklagte etwa im letzten Halbjahr 1929 für ca. 25000 Mark Wa­ren (Schuhe, Bilder, Leder, Baumwollwaren, Re­genschirme, Herrenhüte) bezog und nicht bezahlte. Ausgestellte Wechsel gingen sämtlich zu Protest. 19 Zeugen wurden in dieser Sache vernommen. An eine Finna in Eiterfeld verkaufte W. in 1929 für 4000 Mark Textilwaren, ohne den Betrag zur Be­gleichung seiner Warenschulden zu verwenden. An ein Geschäft in Schmalnau bezahlte er eine erhal­tene Lieferung mit Schuhwaren im Betrage von 1000 Mark, die jenes Geschäft entweder in größeren oder kleineren Mengen weiterverkaufte. Der u. a. als Zeuge vernommene Untersuchungsrichter, Land­gerichtsrat Thomas-Hanau, erklärte, daß er bei der Voruntersuchung den Eindruck gewann, daß es sich in diesem Strafverfahren bei dem AngÄlagten, mit Rücksicht auf seine Vorstrafen um einen recht raffinierten Betrug handelte. Der Oberstaatsan­walt beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahre und sofortigen Erlaß eines Haftbefehls we­gen Fluchtverdacht. Das um 4% Uhr nachmittags gefällte Urteil lautete wegen Betrugs in Verbin- duna mit § 288 des Str. G. B. auf9Monate Gefängnis. Jn der Urteilsbegründung wurde u. a. betont, daß der Angeklagte die vereinnahmten Gelder nicht an die Firmen abführte und daß er chon häufig wegen Eigentumsoergehens vorbe­traft ist. Von dem Erlaß eines Haftbefehls wurde Abstand genommen. Der Verurteilte will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Urkundenfälschung.

Vor dem kleinen Schöffengericht Fulda stand gestern der K. Sch. vom Landkreis Fulda. Ihm wurde zur Last gelegt, im Oktober p. I. zwei Wech­sel mit Namen von Akzeptanten ohne deren Ein­willigung versehen und die Wechsel in Verkehr ge­bracht zu haben. Jn der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß Sch. einen Wechsel über 150 Mark mit dem Namen eines B. als Akzeptanten ausge­stellt hatte, ohne hierüber mit B. vorher Rück- svrache genommen zu haben. Bei dem anderen Wechsel über 100 Mark, auf dem als Akzeptant der Name Tr. von Sch. aufgeführt war, konnte keine Urkundenfälschung festgestellt werden, weil Tr. vor längerer Zeit dem Sch. die Erlaubnis gab, bei nicht allzuhoben Beträgen seinen (T.si Namen als Bür­gen auf Wechsel anzuführen. Das Gericht verur­teilte Sch. wegen Urkundenfälschung und versuch­ten Betrugs zu 2 Wochen Gefängnis. Mit Rück­sicht daraus, daß Sch. noch unbestraft ist, wurde ihm Strafaussetzung gewährt.

Wintersport.

Vie Schneeverhättnisje in der Rhön.

Da» Wiefenha«, (Dmmnrrsfelb) meldete am

Freitagmittag: •

Schneehöhe 30 Zentimeter, Temperatur 0 Gradu

Westwind, Ski sehr gut. ™

Vom Kurhaus Sophienhöhe bei Frankenhan, wird uns gemeldet: -

Gesamtschneehöhe 40 Zentimeter, erneute» starke»

Schneefall. — 1 Grad. Leichter Westwind. '

Das Kopfkissen.

Der Konkurs schien unvermeidlich. Die Gläubiges drängten zur Versteigerung. Selbst die Wohnungsein­richtung kam unter den Hammer. Zu einem Spottpreis wurde alles losgeschlagen. Nur das Kopfkissen des Schuldners erzielte den sensationellen Preis von über hundert Mark.

„Warum haben Sie denn unbedingt das Kopfkissen haben wollen?" fragte man den Käufer. „Das ist doch ein ganz gewöhnliches Kissen."

Der Käufer lachte schlau: „5m Gegenteil, das muß ein ganz wundervolles Kissen sein, wenn ein Mann, der so viele Schulden hatte, darauf schlafen konnte."

Jo Hanns Rösle», I

Exerzitien.

— Hofheim (Ts.). Im Exerzitienhaus St. Josef, Hof­heim, finden in nächster Zeit folgende geschlossene Exer­zitien statt: 5.-9. Febr.: Jungfrauen (schon überfüllt): 12.—16. und 17.—21.: Sühne-Exerzitien; 22.: Einkehr­tag für Mütter (Ankunft gegen 9 Uhr morgens, 9.30 Frühstück, 10 hl. Messe; Schluß gegen 5—6 Uhr): 25. Febr. bis 1. März: Männer und Jünglinge (für Er­werbslose; Anmeldungen nur an Herrn Dr. Richter, Frankfurt a. M., Alte Mainzergasse 45); 2—6. März: Mitglieder des Franziskus-Miss.-Vereins; 10.—14.: Ter- ziarinnen; 15.—19.: Mütter und verh. Frauen. — Be­ginn der Kurse am Abend des erstgenannten Tage» (An­kunft, gegen 5 Uhr, 7 Abendessen, 8 Eröffnung); Schluß am Morgen des letztgenannten Tages. Jeder erhält Ein-

kommunatpolitifches.

= 3.5 Rlill. Ulf. ungedeckter Fehlbetrag in Koblenz. In der Stadtverordnetenversammlung teilte Oberbürger­meister Dr. Russell mit, daß die Wohlfahrtslasten der Stadt in solch erheblichem Umfang gestiegen sind, daß zur Erfüllung der pflichtgemäßen Leistungen an einer Nach­bewilligung von 1 Mill. Mk. nicht vorbeizukommen ist. Da» Gesamtdefizit der Stadt beläuft sich heute auf 3.9 Mill. Mk., von denen 2.5 Mill. Mk. aus früheren Jah­ren im Etat mit durchgeschleift worden sind.

zelzimmer. Bille Rückporto beilegen. Anmeldungen an: P. Rektor, Hofheim (T».)., Exerzitienhaus. Zu den Nachmittagszügen von 3.30—7 steht das Auto des Hau­ses gegen mäßige Vergütung am Bahnhof bereit; für die Züge nach 7 Uhr nur auf besonderen Wunsch und bei äenauer Angabe der Ankunst. Preis pro Kursus 12 Mk., einschl. elektr. Licht und Heizung.

Macht zu kommen usw. (lieber solchen Blödsinn muß man lachen. Jede Partei strebt nach Geltung im Staat, auch das Zentrum, denn erst dann kann es sein Pro­gramm verwirklichen.) Religion habe nichts mit Po­litik zu tun usw. Er suchte sogar zu beweisen, daß die Nazi Religion und Sille besser schützten als das Zen­trum, unter Hinweis darauf, daß er die Absetzung eines gemeines Stückes vom Spielplan der Kasseler Bühne durchgesetzt habe. (Wenn das Zentrum in Kassel etwas zu sagen hätte, wäre das Machwerk gar nicht auf den sptelplan gekommen.) Auch sagte er, daß die Nazi in Braunschweig die weltliche Schule abgeschafft hätten, nicht das Zentrum. Sollte Herr Freister nicht wij- >en, daß es im protestantischen Braunschweig gar tetne Zentrumspartei gibt? Und für welche schule treten die Nationalsozialisten ein? Für die S i« multanschule, die unseren Forderungen an eine schule in keiner Weise gerecht wird.

Als zweiter Redner sprach Herr Jordan. Ausge­rechnet er macht der Zentrumspartei und uns den Bor­wurf, wir bekämpften die Nazi-Führer persönlich. Auch er blies zum Generalangriff gegen das Z e n tr u m. Ein Mann, der wie der Zentrumsführer Prälat Saas stets in vorderster Front in der deutschen Westmark gestanden hat, ist gegen die gemeinen Verdächtigungen, daß er daran gedacht habe, das Rheinland von Deutschland loszulösen, zu erhaben, als daß er es nötig hätte, sich mit Herrn, Jordan zu beschäftigen. An diesen Redereien ist sicher, ebensowenig wahr wie an den Beschuldigungen der deutschnationalen „Kreuzzeituna" gegen den Prälaten Ulitzka, den tflihrer der deutschen Oberschlesier. Prälat Saas mag als katholischer Rheinländer einmal ein scharfes Wort gegen Preußen, in dem früher die Katholiken sy­stematisch unterdrückt wurden, gesagt haben, er mag auch mit vielen anderen an ein selbständiges Rheinland ge­dacht haben, aber nur den Verdacht.auszusprechen, er habe das Rheinland vom Reiche lösen wollen, ist gemein. Daß Leute, die, obwohl sie sehr lange spre­chen, nicht einen konkreten Vorschlag mach­ten, wie da» deutsche Volk aus der Not herausgeführt werden kann, von den Reden des Prälaten Kaas sagen, sie enthüllen nur Phrasen, nimmt nicht wunder. In diesem Zusammenhang sei — ganz „akademisch" — ge­sagt, daß es unschön wirkt, wenn jemand seine Person allzusehr im Wort und in seiner Zeitung in den Vorder­grund stellt. Selbstbewußtsein ist eine notwendige Eigenschaft für einen jungen Mann, der sich politisch betätigen will. Ueberheblichkeit aber muß abstoßen.

Zum Schluß proklamierte auch Herr Jordan den Kampf — er sagte nicht gegen das Zentrum, sondern gegen den Bolschewismus. Man müsse der Brutalität des Bolschewismus eine Front von der gleichen Brutalität entgegenstellen. Macht hatten aber heute nur die Nationalsozialisten hinter sich. (Herr Freisler wirft dagegen dem Zenttum Macht­politik vor.) Brüning treibe eine Politik, die Deutsch­land dem Bcckschewismus in die Arme führe. (Ist das nicht köstlich?)

Herr Jordan erlaubte sich auch wieder eine Unge­zogenheit gegen Zehntausende von katholischen Gelst- lichen, als er einen von seinem Bischof wegen seiner nationalsozialistischen Betätigung verwarnten Geistlichen aus Augsburg als einen derjenigen bezeichnete, „die noch Geistliche finit". (Und was sind die anderen katho­lischen Priester, insbesondere die Bischöfe?)

Vom Ful-aer Einzelhandel.

Versammlung des Fuldaer Lebensmittel-Einzelhandels.

Am Montag, 26. Januar, abends 8 Uhr, fand im Restaurant „Hauptwache" eine Versammlung der Ort s- gruppe Fulda des Landesverbandes des Kolonial­waren-, Feinkost- und Lebensmittel-Einzelhandels von Hessen-Nassau und Waldeck e. V. statt, die von dem Vor­sitzenden Herrn Franz W. Höfling geleitet wurde. Syn­dikus Dipl.-Kftn. Leihner-Kassel sprach einleitend über die „Ursachen der Wirtschaftskrise und ihre Auswirkun­gen im Einzelhandel". Ueberproduktion an Rohstoffen und Fertigwaren einerseits und eine immer noch zu­nehmende Arbeitslosigkeit in allen Industrieländern kennzeichnen diese Krise, die in Deutschland eine beson­dere Verschärfung durch die Lasten des verlorenen Krie­ges erfahre. Die infolge der passiven Zahlungs­bilanz ständig im Steigen begriffene Auslandsver­schuldung Deutschlands bringt eine Zinsenlast mit sich, die heute schon Höhere Iahresabträge erfordert, als die eigenttichen Reparationszahlungen. Der Einzelhandel trägt besonderen Anteil an der Krise. Wirkt sich doch die durch die ständige Zunahme der Arbeitslosigkeit stark gesunkene Kaufkraft in enormen Umsatzrückgängen aus, die im Jahre 1930 rund 10—11 Prozent betragen haben. Andererseits sind die sämtlichen Unkosten bisher dauernd gestiegen. Der Redner wandte sich sodann der Preis­se n k u n g s a k t i on zu, die vom Einzelhandel schwere Opfer verlangt habe. Sie sollen gern getragen werden, wenn sie dazu beitragen, das deutsche Volk und seine Wirtschaft aus der Krise herauszuführen. Der vielfach erhobene Vorwurf, die Verdienstspanne sei zu hoch, hat seine Widerlegung durch die Feststellungen des Enquete- Ausschusses des Reichswirtschaftsrates gefunden, die ein erschütterndes Bild von den Einkommensverhältnissen im Einzelhandel ergeben haben. Erhebliche Preissenkungen sind erfolgt. Die amtliche Statistik der Stadt Kassel weist bei 37 Hauptkonsumartikeln am 31. Dez. 1930 eine Senkung gegenüber dem 30. Oft. 1929 um 16.5 Proz. aus, während der im Reichslebenshaltungsindex enthal­tene Index für Ernährung von 154.5 im Mittel 1929 auf 134.8 im Dezember 1930, also um rund. 20 Proz. zurückgegangen ist. Der Index für Bekleidung hat in der gleichen Weise eine Senkung von 171.8 auf 149.8 erfahren, während die Gruppen Heizung, Beleuchtung, Wohnung zum Teil gar nicht gesunken, zum Teil sogar noch erhöht sind. Diese nackten Tatsachen sprechen für sich. Nachdem noch die Frage der Markenartikel gestreift worden mar, ging der Redner zum Schluß noch auf die berufsständische Tätigkeit des Landesverbandes im verflossenen Jahre ein und gab einen Ueberblick über die von den Geschäftsstellen in Frankfurt und Kassel ge­leistete Arbeit, die allgemeine Anerkennung fand. Nur eine straff organisatorische Zusammenfassung des Einzel­handels verbürgt die Erhaltung feiner Existenzgrund­lagen gegenüber den Angriffen der großkapitalistischen Warenhäuser, Filialgeschäfte, Werks-Konsum-Anstatten und Konsumvereinen. An das mit Beifall aufgenom­mene Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache über die behandelten Probleme an. Das Verhältnis zur Be­amtenschaft war Gegenstand lebhafter Erörterungen. Man war sich darüber einig, daß der Einzelhandel das größte Interesse an einer tüchtigen Berufsbeamtenschaft habe, und daß die vielfach aufgetauchten Unstimmig- k eit en zwischen Beamtentum und Kaufmannsstand auf

schärfste zu mißbilligen feien. Gegenseitiges 5Berftanbnis für die Notlage und loyale Zusammenarbeit allein können helfen. Jn diesem Sinne wurden die viel- fach stattgefundenen Aussprachen zwischen dem Deut- schen Beamtenbund und dem Landesverband begrüßt.

der Beamtengehälter schwäche die Kaufkraft und schade damit auch dem Einzelhandel. Sie sei nur v°n dem Gesichtspunkte aus zu rechtfertigen, daß alle schichten des Volkes zu ihrem Teil zur Ueberroinbung der Krise beitragen müssen. Auf das entschiebenste müsse jedoch der von vielen Beamten heute betriebene Han­del mit Konsumgütern aller Art verdammt werden

Der die 24 Stundenzahlen een Minne« nacht bis Mitternacht eines Tages ei* haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­igend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zeh ger der Himmeltuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogene» Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt,.: Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die da gerade Pfeil zeigt« um die Monatsmiete sich», baren Sterne. Unsere Kart» zeigt also den Zustand um Mitternacht da Me- natsmitte, Will man zu einer andaen Stund» beobachten, so denk» man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeü so gedreht, daß dieser auf di» Bo. obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu diesa Zeit sichtbaren Stern« in den nicht mitzudrehenden Horizont hisw eingedreht. Für je 5 Tage vor da Mm natsmitte ist da-gerade Pfeil Stund» früher, für je 5 Tage nach da Monat» mitte V* Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Da Mond nimmt di« gezeichneten Stellun­gen «in, wenn er die angedeutet« Lieh» gestalt zeigt.

Lichksplel-Schau.

„Liebling der Götter".

Jannings-Filme geben gewöhnlich die Gewähr, baß etwas besonderes geboten wird. So auch dieser. Da Emil Jannings in heiteren Rollen weniger bekannt ist, ist man besonders überrascht über des Künstlers an­dere Seite, auf der er sich in formvollendeter Jovialität zeigt. Bis in die feinste Schattierung zeichnet er in sehr gefälligem Spiel das Genre des großen Künsllers mit all seinen Licht- und Schattenseiten, die in köstlichem Hu­mor, andererseits aber auch in tiefer Tragik recht stark und lebensnah zur Wirkung kommen. Die Handlung hat dramaturgisch einen feingeglieberten Aufbau: alles ne­bensächliche und jede Abweisung ist vermieden. So kommen die bedeutungsvollsten ©eenen mit einer selten starken Wirkung auf die Leinwand. Ein Aufgebot von hervorragenden Schauspielern reiht sich würdig um den großen Künstler. Da ist Renate Müller, die jede Umgebung mit dem reinen Glanz ihrer Herzensgute ver­schönt. Hans Moser gibt dem alten anhänglichen Garderobier eine rührende Charakteristik und der wider­borstige Onkel Medizinalrat konnte von Max Gül­storfs wirklich nicht nahirgetreuer dargestellt werden. Man hatte jedenfalls auch bei der Ufa wieder einmal einen vernünftigen Einfall.

Am Abendhimmel erstrahlen noch immer der Jupiter und der Mars als helle Wandel­sterne. Der Jupiter, im Sternbild der Zwilling« stehend, ist der bei weitem hellste Stern des Abendhimmels. Der Mars ist zwar viel weniger hell als er, hat aber vor ihm den Vorzug, daß sich feine Bewegung leichter feststellen läßt. An den beiden hellen Sternen im Sternbild der Zwillinge wer­den wir leicht beobachten können, daß er sich nach rechts bewegt.

Am Fixsternhimmel behauptet noch immer Orion den ersten Platz, wenngleich wir ihn jetzt vorwie­gend in der westlichen Hälfte des Himmels erblik« ken. Rechts von ihm steht das Sternbild des Eridanus, dessen wichtigerer Teil freilich nur in südlichen Ländern zu sehen ist. Auch das links von Orion stehende Sternbild des Einhorns weist kei­nen Stern auf, den zu merken sich lohnen würde. Dieses merkwürdige, durch Böcklin wieder volks­tümlich gewordene Fabeltier bewohnt also die Ge­gend des Himmels zwischen dem Orion und dem Prokyon. Küster mann.

zum Schaden des seßhaften Gewerbes unterbunden wird. Grundsätzlich wäre anzustreben, Auslän­der vom Wandergewerbe überhaupt auszuschlie­ßen. Ein weiterer Antrag fordert schärfere Be­stimmungen für die Erteilung des Wandergewerbe, scheines, der dann nicht mehr zu erteilen ist, wenn ein Bedürfnis zur Versorgung der Bevölkerung mit dem in Frage stehenden Artikel nicht vorliegt, Im besonderen wenden sich die Anträge auch ge­gen die unlautere Konkurrenz ditrch Schwarzarbeit, es wird weiter gefordert, daß die öffentlichen Ver­waltungen zu veranlassen sind, diejenigen Regie­betriebe als Konkurrenz für Handel und Gewerbe aufzugeben, wenn sie mit Privatbetrieben in Wett­bewerb stehen, ausgenommen Gas, Wasser, Elektrik zitätswerke, sowie Verkehrsinstitute. Die wirb» schaftlichen Betriebe der öffentlichen Hand sollen gleiche Steuerabgaben zu leisten haben wie die Privatbetriebe.

Zum Arbeitsschutzgesetz wird verlangt, daß dey Verkauf auf den Bahnhöfen- der Eisenbahnen in»' nerhalb der Sperre an Sonn- und Festtagen nurf. sirr unmittelbaren Reisebedarf zugelassen werden darf; daß ober Verkaufsstellen außerhalb der Sperre den gleichen Bestimmungen unterliegen len wie die örtlichen offenen Verkaufsstellen. So­dann wird in einem Antrag Stellung genommen gegen das Doppeloerdienerunweien, wird ein Ver- bot jeglichen Nebenerwerbs durch Beamte im Han­delsgewerbe und im Handwerk gefordert. Schließ- lich behandeln die letzten Sifntrdge Erleichterungen im Einkommensteuergesetz für die im Geschäft mit­tätige Ehefrau, Erleichterungen in der Steuerab­führung, Stundung oder Niederschlagung von fäl­ligen Gewerbesteuern, wenn es die Lage des Be­triebes unbedingt erfordert-

eine Zeichnung erinnern, die zu Hause im Schlafzimmer h>ng und seinen Großvater barstellte. Sein Großvater ist bei einer Tour nach den damaligen Spuren in eine Gletscherspalte gestürzt — konnte aber trotz der sofor- tigen Nachforschungen nicht mehr entdeckt und gesunden worden. Die Leiche wurde wahrscheinlich von nachstür­zenden Schnee- und Eismassen verschüttet, wanderte mit dem Gletscher einige Meter mit, würbe in Eisschich­ten hineingeschoben unb luftdicht abgeschlossen, fo datz die Leiche, mit Ausnahme einiger Abschürfungen, durch die „Konservierung" völlig in frischem Zustande blieb und nach 80 Jahren als die des Vermißten wieder er­kannt werden konnte.

Bei den Beratungen des Preuhenetats 1931 spielen naturgemäß die Wirtschaftsfragen insbe­sondere die, welche den Mittelstand, also Hand- werk und Einzelhandel betreffen, eine sehr große Rolle.

Die Zentrumsfraktion des Preußischen Land­tags hat durch ihren Mittelstandsvertreter eine Reihe von Anträgen einbringen lassen, die sowohl die Abhilfe von Mißständen und Unerträglichkei­ten fordern, wie auch d« Wünsche des Mittelstan­des umfassen. In den Vordergrund der lieber- legungen stellt die Zentrumsfräktion die Frag», wie die Arbeitslosigkeit zu mildern ist und die Ar­beitsbeschaffung ermöglicht werden kann. Denn von der Lösung dieser Probleme hängt auch die Gesundung der Wirtschaft vor allem abi Es wird daher u. d- beantragt, daß die Vorarbeiten für die tnt Jahre 1931 in Aussicht genommenen staatlichen

Neubauten schnellstens abgeschlossen werden sol­len, um eine rechtzeittge Materialbeschaffung zu ermöglichen, ferner die Reparaturarbeiten an staat- lrchen Gebäuden erhöhtem Maße ausführen zu las­sen, ganz besonders im Wege der Ostbilfe durch Vergebung von Aufträgen, die Wirtschaft und den Mittelstand des Ostens zu unterstützen, der Notlage der Ostseeschiffahrt durch beschleunigten Ausbau der Oder-Wasserstraße entgegenzuwirken.

Weitere Anträge betreffen den Reichsgesetzent­wurf zur Aenderung der Gewerbeordnung Dczu fordert das Zentrum, daß das Detailreisen in Er­zeugnissen der Wäsche- und Leinenindustrie ver­boten wird, daß die Verwaltungsbehörden nicht mehr befugt sein sollen, Verkaufsmöglichkeiten während der Zeiten der Sonntagsruhe zuzulassen, daß überhaupt der Gewerbebetrieb im Umherziehen der Skibindung — jede unbedachte Bewegung be­deutete den Tod — und stemmte sich dann mit dem rechten Fuß in ein Loch und mit dem Kopfe in ein Loch der gegenüber liegenden Seite. In dieser fürchter­lich anstrengenden Stellung mußte er wiederum lange Zeit ausharren, bis endlich Hilfe nahte. Durch einen Zufall kam nämlich ein Bergführer mit einer Touristen- gruppe vorüber unb entdeckte den Verunglückten, den er vor dem sicheren Tode rettete.

Aus diesem Erlebnis, das erst vor einigen Tagen sich ereignete (in der Fuldaer Zeitung wurde darüber be­richtet. D. Schriftl.), kann man sehen, wie gefährlich Bergtouren für sogenannte Alleingeher sind. Eine große Anzahl von Skitouristen ist schon in den Gletscherspalten oerloren gegangen. Rettung ist natürlich in den selten­ste" Fallen nur-möglich. Meist gehen Gletscherspalten, weit über hundert Meter tief in den Abgrund. Die gefährlichsten Gletscherspalten sind die mit Schnee ver- mebten Der Weg über einen Gletscher erfordert größte Vorsicht. Große Gletscherspalten werden meist dadurch überwunden, daß man eine Leiter, die mitzutragen ge­rade keine Annehmlichkeit ist, über die Spalte legt. Klei- nere «palten werden durch Springen Überwunden. Ge­sichert ist man meist durch ein Seil — vorausgesetzt, daß mehrere Touristen eine Tour unternehmen. In ganz seltenen Fällen ist es gelungen, iri Gletscherspalten Ab­gestürzte zu retten ober Leichen zu bergen, besonders wenn ein Alleingeher verunglückt ist. So fand man einmal einen vor 80 Jahren abgestürzten Touristen. Bei der Auffindung der Leiche war zufällig auch der Enkel des Verunglückten anwesend. Er konnte sich sofort an

I ist auch den Fuldaern, die in der ■■

I Ferne wohnen, als Bote aus der !■

I Heimat ein lieber Freund. I

I Sie ist

das Fuldaer Heimat-Aalt!