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Bilder vom Tage

Höchste Temperatur im Schatten

am 23. 1.

Höchste Temperatur in der Sonne am 23. 1.

seit 23. 1.

— 24.1,8 11 morg. 10,5 mm

Relative Feuchtigkeit der Lust am 24.1. mitt. 12 Uhr 73,5 <7°

Frankfurter Radio-Programm

22 Januar

Berliner

23

c c c

+ 6,5° 4-11,0° 4- 4,0'

Niedrigste Temperatur Niederschlag v. 23.1.8 U. morg.

— "Vacha. Im benachbarten Z i l l b a ch war am 3. Januar in vier Gehöften ein Feuer aus- gebrochen, das diese zum großen Teil zerstörte. Da Brandstiftung mit Sicherheit angenommen wird, hat jetzt die Landesbrandversicherungsanstalt für die Ermittlung der Täter eine Belohnung von 4 000 Mark ausgesetzt. — Für die Er­greifung des Brandstifters der Scheune des Land­wirts Hofmeister im benachbarten H o r f ch e i t t im Dezember 1930 ist eine Belohnung von 1 000 Mark ausgesetzt worden.

— Dorndorf (Rhön). Zum größten Leidwesen der Rhönbewohner ist der normalfpurige Ausbau der F e l d a b a h n in den letzten Jahren nur ganz langsam und mit verschiedenen Unterbrechungen vor sich gegangen. Nach wiederholten Vorstellun­gen der anliegenden Gemeinden soll nun ein ra­scheres Bautempo eingeschlagen werden. Im Werks- gasthof Dietlas fand jetzt ein P l a n fest­ste l l u n g s t e r m i n für die noch zu enteignen­den Grundstücke statt, in dem in Anwesenheit bv beteiligten Grundstücksbesitzer über die Art und den Umfang der Enteignung verhandelt wurde. Das Enteignungsverfahren soll beschleunigt durch­geführt werden, damit dem Weiterbau der Strecke kein Hindernis im Wegs steht.

Freiherr von der Heyden-Rynfch t.

— Eisenach. Am Freitag mittag verstarb im Alter von 71 Jahren eine weit über Eisenachs Grenzen hinaus bekannte Persönlichkeit, ein ver­dienter Mitbürger der Stadt, Freiherr von der Heyden-Rynsch, an den Folgen einer Rippenfell­entzündung. Als 2. Vorsitzender der Wartburg- stistung hat er sich in zielbewußter Weise um die Burg der hl. Elisabeth große Verdienste erworben. Auch als Führer des Volksbühnenbundes hat er sich mit großem Erfolg um das Theaterleben der Wartburgstadt bemüht. Als ehrenamtlicher Stadt­rat verwaltete er das Kunstdezernat und förderte auch als Kurdirektor in ersprießlicher Weise die Interessen der Stadt.

neuert, doch tritt vom 1. Februar 1931 ab bei den Ge> haltern von monatlich 175 bis 200 Mk. eine Kürzung von 3 Proz., 201 bis 250 Mk. eine Kürzung von 5 Proz über 300 Mk. eine Kürzung von 6 Prozent ein. Für den Monat Januar werden 50 Prozent dieser Sätze gekürzt. Gehälter bis zu 175 Mk. für männliche, bis zu 150 Mk für weibliche Angestellte bleiben von der Kürzung frei' ebenso wird die Sozialzulage, die allerdings nur 3 Mk' im Monat beträgt, weiter gezahlt. Dieses Gehalts­abkommen gilt bis zum 31. Juli 1931.

Außer den reinen Rohkaffee-Geschäften besitzt Bremen eine ganze Reihe weit über Bremens Grenzen hinaus be­kannter Rohkaffee-Import- und Großröstereifirmen. Unter diesen nimmt die Firma $. Cornelius Klipp G. m. b. H. eine besondere Stellung ein. Im Jahre 1878 gegründet, brachten schon vor der großen Weserkorrektion die Bremer Dampfer den Kaffee für sie die Weser hinauf. Nach dem Kriege hat sich der Geschmack des Verbraucherpublikums in jeglicher Hinsicht verfeinert. Dem Rechnung tragend, hat die Firma Klipp auf Grund ihrer alten Beziehungen nach den Ueberfee-Ländern auf die Auswahl nur feinster Rohkaffee-Qualitäten größten Wert gelegt. Ihre 50 jährige Erfahrung in Auswahl, sachgemäßer Mischung und Röstung hat sie in den Stand gesetzt, in ihren neuen Klipp's Jubi­läumsqualitäten Besonderes zu leisten. Durch neuzeitliche Maschinen, durch vervollkommnete Röstung und verfeinerte Röstmethoden wird das Aroma zur vollen Entwicklung gebracht und im Kaffee konzentriert und gebunden.

Präsidenk Adakfchi (Japan) bei feiner Eröffnungs­rede.

In feierlicher Sitzung fand im Haager Friedens­palast die Einführung des japanischen Diplomaten Mincitciro Adatschi als neuer Präsident des Welt­gerichtshofs statt.

Prof. Julius Jordan,

der Berliner Altertumsforscher, wurde zum Direktor der Abteilung für Altertümer in Bagdad ernannt. Prof. Jordan, der der Vorderasiatischen Abteilung der Berliner Staatsmuseen angehört, trat schon mehrfach durch erfolgreiche Forschungsexpeditionen hervor.

— Schleid. Man schreibt uns: Am 14. d. M. feierte der Vorsteher des Schleid-Motzlarer Spar- und Darlehnskassen-Vereins, Landwirt Martin Rudolph, hier, sein 25jähriges Vorstandsjubiläum. Der Jubilar ist Mitbegründer der Genossenschaft, 30 Jahre im Vorstand und ein Vierteljahrhundert in vorbildlicher Treue als Vorsteher tätig. Wie viel Liebe und Treue zur Raifeisensache steckt doch darin. Wie viele Opfer an Zeit und Mühe, wie viel Dienst und Hilfe am Nächsten, aber auch wie viel Erfolg und Segen! Die 25 Jahre der Vorsteherschast von Herrn Rudolph bekunden für die Ge­nossenschaft eine ständige Aufwärts- und Vorwärtsent­wicklung. Herr Rudolph übernahm das Amt in einer Zeit, als das Vertrauen zur Raiffeifen-Sache bei vielen ins Wanken gekommen war, im Jahre 1906. Aus der Genossenschaft traten damals viele Genossen aus, die der Sache mißtrauisch entgegenstanden. Der Umsatz betrug im Jahre 1905 Mk. 115,510.—, im Jahre 1929 Mk. 854,858.—, also fast das Achtfache. Das ist doch ganz gewiß ein Beweis dafür, daß in der Genossenschaft eine zielsichere Leitung vorhanden ist. Wenn der verehrte Vorsteher auch einen Teil des Verdienstes auf die Mit­glieder der Verwaltung, die ihm treu zu Seite standen, abzuwälzen versucht, so hat er doch selbst den Hauptanteil. Auch wenn er sich durch seine Vorstehertätigkeit gar man­chen zum Feind gemacht hat, so darf es auch hier heißen: „viel Feind, viel Ehr"; und wenn er behauptet, nur seine Pflicht getan zu haben, so muß doch gesagt werden, es ist eine freiwillig übernommene Pflicht. Herzlichen Dank brachten alle zum Ausdruck, die Vorstandsmitglieder, Auf­sichtsratsmitglieder, sowie der Gesangverein Schleid. Ver-

Obersi von Benin, bisher Stabchef im Wehrkreis I, wurde zum 81U spekteur der Nachrichtentruppen ernannt.

Im großen Schwurgerichtssaal des Hambur­ger Strafjustizgebäudes trat am Freitag das See- cimt zur Behandlung des Falles „Baden" zusam­men. Der Andrang des Publikums beweist das starke Interesse. U. a. sind erschienen Vertreter der brasilianischen und der spanischen Regierung, des Auswärtigen Amtes in Berlin usw. Den Vor­sitz führt Direktor Dr. Schoen, als Beisitzer sind drei Kapitäne und ein Kaufmann anwesend; als Reichskommissar ist Vizeadmiral a. D. von Uslar zugegen, als Schießsachverständiger Korvettenkapi­tän Kienast von der Marineleitung Berlin. Zu der Beschießung des Hapagdampfers „Baden", bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Rio de Janeiro am 24. Oktober 1930 äußert sich zunächst Kapitän 9^p= l i n. Er legt u. a. dar: Mit Rücksicht auf die durch die Unruhen geschaffene ungewöhnliche Lage habe er sich zu dem üblichen Passier­schein der Hafenpolizei noch einen beson­deren Passierschein erbeten, um alle

Freistaat Hessen.

Auch ein Goldfund.

— Offenbach a. Ak. In Offenbach sollte ein schwerer Geldschrank abtransportiert werden. Es war nicht mög­lich, den äußerst massiven Schrank wegzuschaffen, so daß man sich entschloß, ihn auseinanderzunehmen und in drei Teile zu zerlegen. Dabei fielen aus einem Sockel des

durch den

Akiltwoch, 28. Januar 1931.

7.15—8.15: (Roxy-Palast): Frühkonzert auf der Kino-Orgel. — 10.20: Schulfunk. — 12: Schallplatten­konzert. — 13.05: Schallplattenkonzert (Fortsetzung). — 15.20: Stunde der Jugend. — 16.30: Kleine Klavier­stücke. — 17: (Von Köln): Nachmittagskonzert des Or­chesters des Westdeutschen Rundfunks.'— 18.15: „Pro­bleme des kollektiven Bausparen", Vortrag von Landes­rat Dr. Poppe, Kastel. — 18.45: Esperantounterr'-cht. erteilt von Dr. Vogt. — 19.45: „Schule und Kunlt- übung", pädagogischer Vortrag v. Prof. Dr. Wolfgang Pfleiderer. — 19.45: Aeltere Tanzmusik des Rundfunk­orchesters. — 20.30: Literarische Veranstaltung: Multa- tuli, Denkmal eines großen Herzens. — 21.15: Konzert des ungarischen Streichquartetts, Budapest.

Donnerstag, 29. Januar 1931.

7.15—8.15: Frühkonzert des Rundfunkquintetts. — 12: Schallplattenkonzert, Leichte Unterhaltungsmusik. — 13.05: (Von Köln): Mittagskonzert des Orchesters des

Wie wird das Wetter?

Die Witterung steht unter dem Einfluß eines großen Sturmwirbels, der nördlich von England liegt. An seiner Südseite strömt in breiter Front warme Luft von Süd­westen heran und bringt in einem Gebiet, das sich von Spanien bis Nordnorwegen erstreckt, verbreitete Regen- und Schneefälle. Im wesentlichen werden die Nieder­schläge sich auf die nordwestlichen Teile von Deutschland beschränken, doch wird es auch bei uns noch zeitweise zu Regen kommen. Späterhin ist eine geringe Abkühlung zu erwarten.

Witterungsaussichten für Sonntag: Wechselnd be­wölkt und zeitweise Niederschläge, etwas kühler, kräftige, Temperatur- und varomekerstand in Fulda.

Mitgeteitt von Diplom-Opttker Sauerdorn.

Wochenspielplan der Frankfurter Oper.

Sonntag, 25. Jan., 15—18 Uhr: Die Fledermaus. Operette von Johann Strauß. 19%—22% Uhr: Der Bettelstwndent. Operette von E. Millöcker.

Montag, 26. Jan., 19 bis gegen 22% Uhr: Viktoria und ihr Husar. Operette in drei Akten. Musik von Paul Abraham.

Dienstag, 27. Jan., 15—18 Uhr: Geschlossene Vor­stellung für Erwerbslose: Der Tenor der Herzogin. Ope­rette von Eduard Künneke. 19% bis gegen 22% Uhr, zur Feier von Mozarts 175. Geburtstag: Figaros Hochzeit. Komische Oper von W. A. Mozart.

Mittwoch, 28. Jan, 19% bis nach 22 Uhr: Ballett- Abend: Strawinsky: „Frühlings-Weihe"; de Falla: „Lie­beszauber"; Rimsky-Korfakow: „Scheherazade".

Donnerstag, 29. Jan., 19 bis gegen 22% Uhr: Viktoria und ihr Husar. Operette in drei Akten. Musik von Paul Abraham.

Freitag, 30. Ian., 19 %—22 Uhr: Tiefland. Musik­drama von Eugen d'Albert.

Samstag, 31. Jan., 18 bis nach 22% Uhr: Lohengrin. Romantische Oper von Richard Wagner.

Sonntag, 1. Febr., 15 bis gegen 18 Uhr: Zar und Zimmermann. Komische Oper von Albert Lortzing. 19% bis 22 Uhr: Das Land des Lächelns. Operette von Franz LehLr.

Montag, 2. Febr., 19% bis nach 22 Uhr: Ballett- Abend. Strawinsky: Frühlings-Weihe"; de Falla: „Lie­beszauber"; Rimsky-Korsakow: „Scheherazade".

den Besatzungen der beiden brasilianischen Forts trage Kapitän Rolin von der „Baden" in­sofern einen Teil der Schuld, als er den Passus in seinem Aussatz rtssch ein, wel­cher ihn anwies, sich mit Santa Cruz in Verbindung zu setzen, übersah. Mit Rücksicht auf die unruhige Lage hätte er ohnehin besser getan, schon sogleich nach dem un­verständlichen Santa Cruz-Signal zu stoppen. Die nach dem Vorfall von der Schiffsleitung und dem Bordarzt veranlaßten Maßnahmen erkennt das Seeamt als ordnungsgemäß an.

Aus der Thüringischen Rhön

Aus Geisa und Umgebung«

Schwierigkeiten zu vermeiden. Der Schein be­sagte, daß keine Bedenken gegen die Ausfahrt der „Baden" beständen. Den Vermerk, sich mit dem Kommandanten des zu passierenden Forts in Ver­bindung zu setzen, hat Rolin übersehen. Das Schiff hatte alle üblichen Flaggen gesetzt. Eine Meile vor dem Fort Santa Cruz wurde Signal ge­geben, um die Aufmerksamkeit auf die „Baden" zu lenken. Der Dampfer war bereits zehn M i n u - ten am Fort vorbei, als man einen Schuß hörte. Es folgte eine zweite Detonation, und während man von der Schiffsbrücke das Fort be­obachtete, folgte der dritte Einschlag, der die schweren Verwüstungen auf dem Hinterschiff an­richtete. Diesen Schuß hatte das Fort Vivia ab­gegeben.

Rolin erklärte, daß man nach der Sach­lage das Schiff auch anders hätte zum Stoppen bringen können, des scharfen Schusses hätte es nicht bedurft. Kapitän Rolin war stets der Meinung, daß die Schüsse gar nicht der „Baden" galten. Den Abtransport der To­ten, Verwundeten und Kranken hat die brasilia­nische Hafenbehörde angeordnet, nachdem die Schiffsleitung sie nach einem vom Hafenkapitän angegebenen Platz befördert hatte.

Der Erste Offizier Cammann, der nach dem Ka­pitän gehört wird, hatte von der Ausstellung des Sonderpasses gehört und darum ebenfalls an kei­nerlei Gefahr gedacht. Das Signal vom Fort hat er für ein nationales Signal gehalten, das der „Baden" nicht gelten konnte. Der Zweite Offizier Stürmer hat drei Schüsse gehört. Wie von bra­silianischer Seite behauptet wird, soll fünfmal ge­schossen worden sein.

Der deutsche Bordarzt erklärte, daß er bei der Behandlung der Verletzten von seinem portugiesi­schen Kollegen im Stich gelassen worden sei. Der spanische Arzt habe sich krank gemeldet; von Hafen­kapitän in Rio sei dem Vordarzt kein Kollege zur Verfügung gestellt worden.

Der Spruch des Seeamks.

Nach Anhörung des Schießsachverständigen und längeren Ausführungen des Reichskommissars, die sich im wesentlichen mit dem nachfolgenden Spruch decken, verkündete das Seeamt seinen Spruch. Der Spruch besagt, daß der traurige Vorfall zunächst durch die Besatzung des Forts Santa Cruz verschuldet worden sei, deren nicht verständliches Signal erst die Mög­lichkeit zu dem schlecht gezielten War-

Westdeutschen Rundfunks — 15.20: Stunde der Jugend. — 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters — 18.10: Zeitfragen. — 18.50: „Was geben wir aus? — Vergleichszahlen des Staatshaushaltes", Vortrag von Professor Dr. Dessauer, Frankfurt a. M. — 19.20: Fran­zösischer Sprachunterricht, erteilt von Rektor I. Stehling. — 19.45: (Mannheim): Jazz auf zwei Flügeln. — 20.30: Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang . . .! Heitere Schallplattenplauderei von Earl Sturne. — 21.30: Sym­phoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. — 23.15—24: Tanzmusik auf Schallplatten.

Freitag, 30. Januar 1931.

7.15—8.15: Frühkonzert auf Schallplatten. — 12: Schallplattenkonzert, Operettenkonzert mit Fritzi Mas- sary, Max Pallenberg. — 13.05: Schallplattenkonzert (Fortsetzung). — 15.20: Erziehung und Bildung. — „Die öffentliche Volksschule", Vovttäg von Regierungs­direktor Gildemeister, Trier. — 15.50: Erziehung und

bandsdirektor Quenzel aus Erfurt übersandte dem Jubilar ein Glückwunsch-Telegramm. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Pastor Quell aus Schleid, ehrte den Jubilar durch eine Ansprache und überreichte im Namen der Genossen­schaft einen Sessel. Das Aufsichtsratsmitglied, Herr Jo­seph Koch von Motzlar, ehrte den Jubilar durch eine An­sprache. Herr Vereinsrechner Klüber überreichte dem Jubilar im Namen des Verbandsausschusses und Direkto­riums aus Erfurt die Silberne Medaille von Vater Raiff­eisen nebst Urkunde und ehrte ebenfalls den Vorsteher mit einer Ansprache. Der Männergesangverein Schleid brachte unter Leitung des Dirigenten, Herrn Lehrer Werner, ein passendes Ständchen zum Vortrag. Möge es dem Ju­bilar noch lange Jahre vergönnt sein, in Gesundheit und Frische und mit gewohnter Tatkraft die Genossenschaft zu leiten. Am Schlüsse dankte der Jubilar allen Gratulan­ten, woran sich ein gemütliches Zusammensein schloß.

Die Baden-Tragödie vor dem Seeaml.

Wer trägt die Verantwortung für die Beschießung des Hapag-Dampfers „Vaden"? — Die Schuld an dem verhängnisvollen Mitzverständnis tag auf beiden Seiten.

Schrankes 170 Mark in Goldstücken, wo sie seit Jahrzehn­ten gelegen hatten. Natürlich hatte sich sosort eine An­zahl Neugieriger eingefunden, die das Wunder gebührend bestaunten.

Großer Fabrikbrand in Mainz.

— Mainz. In der Nacht zum Freitag brach in einer Kartonagefabrik in Mainz ein Feuer aus, durch das das ganze Gebäude bis auf die Grundmauern ver­nichtet wurde. Als die Feuerwehr am Brandplatz ein- traf, brannte das Haus bereits in allen Stockwerken. Es gelang lediglich, einige wertvolle Maschinen zu retten; alles sonstige Inventar und die Vorräte der Fabrik wurden ein Raub der Flammen. Die Brand­ursache konnte noch nicht ermittelt werden. Der Schaden, der sehr hoch ist, soll durch Versicherung gedeckt sein.

Hochzeit des Prinzen Georg Donatus von Hessen.

— Darmstadt. Prinz Georg Donatus von Hessen der älteste Sohn des früheren Großherzogs von Hessen, wurde am Freitag im Neuen Palais mit der Prinzessin Cäcilie von Griechenland standesamtlich ge­traut. Der junge Prinz ist 24 Jahre alt und hat kürz­lich sein juristisches Staatsexamen bestanden.

Bildung (Vortrag des Landesjugendamtes): „Musik int Erziehungsheim", Vortrag von Studienrätin Cilla Geis. — 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. —* 18.10: Stunde des Buches: lieber Ernest Hemingway. — Referent: Wolfgang Weyrauch. — 18.40: Aerztevor- trag: „Von unseren Weisheitszähnen". — 19.10: „Neu« Wege der Steuergesetzgebung nach der Notverordnung vom 1. Dez. 1930", Vortrag von Regierungsrat a. D. Dr. Fritz Mertens. — 19.35: (Opernhaus Frankfurt a. M.): Tiefland. — 22.20: Briefkasten. — 22.50: (Fest­halle Frankfurt): Sechstagerennen: Erste Nacht. Spre­cher: Ernst Nebhut. — 23—24: (Von Berlin): Unter­haltungskonzert der Kapelle Leo Bermann.

Samslag, 31. Januar 1931.

7.15—8.15: Frühkonzert vom Frankfuretr Konzert­orchester, Rundfunk-Blaskonzert. — 10.20: Schulfunk. — „Kinder in Frankreich", Vortrag von Henri Guilbeaux. — 12: Schallplattenkonzert, Opernkonzert. — 13.05: (Von Köln): Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. — 15.20: Stunde der Jugend. — 17: (Von Köln): Nachmittagskonzert des Orchesters des Westdeut­schen Rundfunks, Operettenmusik. — 18.10: „Strömun­gen in der Jugend des Fernen Ostens", Diskussionen unter Teilnahme von W. P. Ting (China), Cyonq-Ho- Do (Japan), Narain (Indien). — Leitung: Dr. Alexan­der Raßmann. — 18.50: Spanischer Sprachunterricht, erteilt von Dr. H. Petriconi. — 19.20: Unterhaltungs­konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. Werke von Edvard Moritz. — 20: (Mannheim): Op. Viktoria und ihr Husar. — 22.20: „Lachen tut not". Ein bunter Abend, zusammengestellt von Karl Schnog.

Heiteres»

Recht hak er! Zollingers sitzen auf der Altane. Dar­unter, im Garten, steht eine Bank. Darauf sitzen Erna, die Aelteste von den Herrschaften, die mit Zollingers die ! Villa teilen, und ein junger Mann. Zollingers können fast jedes Wort verstehen. Frau Zollinger ist das pein­lich. Sie flüstert dem Gatten zu: „Der junge Mann scheint sich erklären zu wollen, wir sollten doch merken lassen, daß wir alles hören können. Pfeif doch mal, Oskar!" — „Ach was--bei mir hat auch keiner ge­

pfiffen." („Fliegende und Meggendorfer Blätter")

Trinkspruch. Bei einem Bankett zu Ehren eines Dichters schloß der Festredner mit dem Aufruf: „Der Dichter soll leben!" — Da erhob sich der Gefeierte und sagte mit freundlichem Kopfnicken: „Danke sehr, aber wovon?"

S diallplatten-Verstärker

]. Mollenhauer & Söhne

neben der Post.

nungsschuß des Forts Vivia schuf, dann 31 Menschen

. . ge­tötet und 39 verwundet wurden. Neben

WGeh zu Faulstich!

Bequeme Teilzahlung! gegenüber der Krone. MMMM

nigen Stimmen, die in der Presse von „Verschleu­derung von Heimatwerten" (?) reden.

Heber 8000 Arbeitslose im Dillbezirk.

— Dillenburg. Die während des ganzen Vorjahres andauernde starke Arbeitslosigkeit hat zu Beginn des neuen Jahres im Dillbezirk einen bisher nicht gekann­ten und erwarteten Umfang angenommen. Am 15. Ja­nuar wurden 8156 Arbeitsuchende gezählt. Mit dieser Zahl steht der Arbeitsamtsbezirk Dillenburg innerhalb des Bezirks des Landesarbeitsamts Hessen an der Spitze derjenigen Bezirke, die von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen werden.

Tarifwesen.

— Abbau der Angeskelllengehälter in der Kasseler Me­tallindustrie. Der Schlichtungsausschuß Kassel hat für die Metallindustrie folgenden Schiedsspruch gefällt: Die zum 30. November abgelaufenen Gehälter werden er-

Barometerstand auf Meereshöhe reduziert)

Thermo­meterstand

23. 1. 6 Uhr abends

• 755,5 mm

+ 6,0° C

24. 1. 8 Uhr morgens

751,5 mm

+ 6,0' C

24. 1.12 Uhr mittags

745,5 mm

4- 7,0 c

22 t

23 1.

22 1.

23 1.

Staatspapiere

Industrie-Aktien

6°/o Reicnsanleihe

85,0

85,0

Adt Gebr.

—

—

Anl. Abi. Schuld

51,5

51,5

Allg. Elektr. Ges

87,0

89,9

do. oh. Ausl.

4,85

4,97

Bad Salzschlirf

—

22,0

4% Oestr. Goldr.

26,0

26,0

Cem. Heidelberg

64,0

65,0

4% Ungarn Goldr

21,5

21,75

Contin. Ges. Daimler

19,5

Gold. Pfdbr. u. Anl.

D. Erdöl Berl.

56,0

55,5

8®/o Pr. Ldpfbr. Anst.

GM. Pfbr. £L 19 7% Pr. Ldpfbr. Anst.

100,0

100,0

D. Scheideanstalt Dürkoppwerke Eisenw. Kaisers! Elektr 1 Jef.

125,0

92,75

129,0

GM. Pfbr. R. 21 8Vo Pr. Ldpfbr. Anst

GM.Kom.-Obl.R.20

97,0

97,0

97,0

97,0

Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Filzfabrik Fulda

93,0

117,0

98,5

119,5

8»/o t* rKt. Hyp.-tx Gold.-Pfdb R. XIII

99,75

99,75

Frankfurter Gas

Frankfurter Hof

118,0

42,0

118,0

42,0

8°/o h rkf. Pfdb.-B.

Gold.-Pfdb. L.XV

99,5

99,7/

i'okorny & Witt

30,5

14,0

32,8

8‘VbL.K.Kass.G.K.Ob)

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Hammersen

73'.0

73'0

8% L. Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R. 1 K% L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 26 R. 2 7% L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 27 R 4 •Ms Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr. MVm

97,5

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93,0

100,0

97,5

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Holzmann Pb, Kammg. Kaisersl Konsv. .Braun Lahmeyer & Co LingeL Schubf. Mainkraftw.

Motoren Oberursel N. S. U (Neckarfz?

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r 1 1 1

69,75

67,0

34,0

98,0

65,75

112,0

Bankaktien

Schuhstoff Fulda

—

—

Siern. L Halske

145,0

148,25

Commerzbank

107,75

109,0

Südd. Zucker A.-ti

111,0

114,5

Danatbank

141,ü

141,0

V. Faßt Cassel

10,0

Deutsche Bank

116,75

1(8,25

Wayß & Frey tag Zellst. Aschaffenb

35,0

38.0

O.Etlu. W.ßk

94,5

94,-.

—

—

Diskonto-Ges.

106,75

108,25

Zellst Waldhof

87,0

87,0

Dresdner Bank

107,75

107,75

Frankfurter Bank

91,0

91,0

Bergwerks-Aktien

Frankl. Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk. Reichsbank Westbank Frankt

137,0

144,0

223,5

85,0

137,0

144,5

225,0

85,0

Buderus Eisenw Gelsenk. Bergw. Harpener Bergbau

71.0

68,0

42,0

71,0

68,5

Aktien dtsch. Transp.- Anstalten

Ilse Bergbau

Kali Aschersleben Mannesmann Riebeck

159,0

120,0

161,0

Lass. Strassenbahn

54,5

54,5

V Laurahütte

Hapae

Nordd. Lloyd

57,5

58,3

57,5

59,25

evisenkur

se Geld

Brief

Geld

Briet

Mewyork

4,20

4,21

4,20

4,21

Brüssel

58,56

58,68

58,59

58,71

Holland

169,01

169,35

169,11

169,45

London

20,39

20,43

20,40

20,44

Paris

16,46

16,50

16,46

16,50

Schweiz

81,31

81,47

81,32

81,48

Spanien

44,36

44,44

43,76

43,84

Italien

22,0

22,04

22,01

22,05

Dänemark

112,27

112,49

112,31

112,53

Norwegen

112,27

112,69

112,32

112,54

Schweden

112,47

112,69

112,52

112,74

Prag

12,43

12,45

12,44

12,46

Wien

59,08

69,20

59,09

59,21