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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:

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58. Zahrg

Sonntag, 18. Januar 1931

Lolijn,

die seit

..... _____,__________'. Rotationsdruck und Verlag

der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Rede in Magdeburg über das Thema:Marsch­fertig am 22. Februar". Er erklärte, man müsse offen zugeben, datz durch die Wahlen vom Sep­tember die Republikaner eine schwere Schlappe erlitten hätten. Wir, das Reichsbanner Schwarz- Rot-Gold, wollen keinen Bürgerkrieg. Wir wollen auch nicht, daß Köpfe rollen. Wenn aber die Feinde der Republik sich erdreisten sollten, gegen uns und damit gegen die Republik vorzugehen, so werden wir mit derselben Art und Me­thode und auch mit allen Mitteln, mit denen sie uns angreifen, ihnen entgegentreten. Wir wer­den sie, wenn die Interessen der deutschen Nation es fordern sollten, restlos bis auf den letzten Mann vernichten. Auch wir stehen auf dem Stand­punkte daß der Poungplan und der Versailler Friedensvertrag nicht mit Redensarten erledigt werden können, sondern daß dazu ein klarer, kalter Kopf zum Verhandeln mit unseren ehemaligen Gegnern gehört. Unter Hinweis auf die Ziele der Kommunisten und der Nationalsozialisten sagte Hörsing: Ich glaube, daß, solange Deutschland 'in Vernunft lebt, man sich weder Italien noch Ruß­land wird anschließen können. Wir müssen alles daran setzen, daß ein solches Bündnis, das den Krieg auf deutschem Boden bedeuten würde, ver­hindert wird. Das ist die große Aufgabe der Republikaner ganz allgemein und des Reichs­banners im besonderen. So habe er die Parole ausgegeben:Marschfertig am 22. Februar", das heißt an dem Tage, an dem das Reichsbanner vor sieben Jahren gegründet wurde.

Wir wollen den Bürgerkrieg verhindern. Wir wissen aber daß die von rechts und die von links auf den Bürgerkrieg hinarbeiten^ und deshalb sagen wir ihnen:Am 22. Februar marschbereit"- Die Ausführungen Hörsings wurden oft von stürmischem Beifall unterbrochen.

Feindliche Partei-Freunde.

Der Konflikt in der Wirtschaftspartei. 1

Tie sächsische Wirtschaftspartei teilt, wie die D. A. Z. aus Dresden berichtet, zu ihrem Beschluß, durch den sie die Beziehungen zur R e i ch s - Parteileitung abgebrochen hat, mit, daß dieser Schritt keineswegs einen Austritt aus der Wirtschaftspartei oder die Vorbereitung dazu be­deute. Trotzdem könne sie nicht verhehlen, daß die organisatorischen Beziehungen zur Reichsparteilei­tung in schrosfster Weise abgebrochen seien, da die sächsische Wirtschastspartei nicht nur t eine Par- teibeiträge mehr nach Bertin abführe, sondern auch an den Parteiausschußsitzungen nicht mehr teilnehmen wolle. .

Der Wechsel solcher Drohreden kann vom n a - tionalem Standpunkt aus nur bedauert werden. Was muß das Ausland von unseren Zuständen denken? Deutschlands Stellung in der Welt muß halt immer, mag es nun Monarchie oder Republik sein, unter denen leiden, die den Mund nicht weit genug aufreißen kön­nen und kein Gefühl' dafür haben, daß diese radi-

des Völkerbundes verloren haben.

Er machte auch auf die ungeheure Gefahr der wiederholten Mißerfolge für die allgemeine Lage Europas aufmerksam und rief warnend aus: Die Negierungen sollten sich nicht über den trügerischen Wert ihrer künstlichen Maßnahmen täuschen, um sich selbst vor dem Unwetter der Krise zu schützen.

In der Nachmittagssitzung der Europa-Konfe­renz nahmen die Delegierten zunächst den Bericht des Präsidenten der Wirtschafts-Konferenz, C o - lijns, entgegen.

Parteivorsitzender Drewitz, der gegen Kolosser Strafantrag stellte. Das ständige Schiedsgericht der Wirtschaftspar» fei hatte sich mit dem Anträge der Parteileitung auf Ausschluß des Abgeordneten Kolosser aus der Wirtschaftspartei zu beschäftigen .Zwar hatte der Abgeordnete Kolosser bereits in einem Schrei­ben seinen Austritt aus der Wirtschaftsparter erklärt, er hatte dieses Schreiben aber, tote das VdZ.-Büro erfährt, nicht an die für solche Er­klärungen zuständige Instanz, sondern an das Schiedsgericht gerichtet. Für das Schredsge- richt hatte daher nach den Satzungen der Wtrt- schastspartei Kolosser immer noch als Mitglied der Partei zu gelten. t =

Der «instimmige Beschluß des Schiedsgerichts lautet wie folgt:/ .

1; Der Reichstagsabgeordnete Otto Kolosser, Berlin-Friedenau,. wird aus der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschastspartei) ausge­schlossen. , L

Die Kosten des Verfahrens fallen satzungsgematz der Antragstellerin zur Last.

In den Gründen des Spruches heißt es, Koloß« ser habe sich durch sein Verhalten, besonders durch seine Presseangriffe gegen die Parteileitung und einzelne Mitglieder der Partei emes Verhal­tens schuldig gemacht, das mit den Pflichten eures Mitgliedes in schärfstem Gegensatz stehe. Das Er­halten Kolossers sei doppelt verwerflich angesichts der Tatsache, daß er Mandatsträger und Vor- standsmitglied der Partei gewesen sei. Die Mit­gliedschaft Kolossers war aus den angegebenen Gründen noch nicht erloschen, weshalb der Aus^ schluß erfolgen mußte. _

Abgeordneter Kolosser.

Das Vdz-Büro hat den Abg. Kolosser unr seine Stellungnahme zu dem nun durch das Par­teischiedsgericht erfolgten Ausschluß aus der Wirt- schaftspartei befragt. Abg. Kolosser erklärt, er habe die Ausforderung des Schiedsgerichtes, ber der Verhandlung in dem Verfahren gegen ihn an­wesend zu sein, einmal wegen der seiner Mei­nung nach bestehenden Befangenheit der Schiedsrichter abgelehnt, dann aber auch zugleich dem Schiedsgericht seinen Austritt aus der Partei erklärt. Angesichts dieser Tatsachen, ihn nun doch noch auszuschließen, könne er nur als Affenthea ter" bezeichnen. Bemerkenswert sei übrigens, daß der Beschluß des Parteijchiedsgerich- tes sich wieder nur daran klammere, daß die An­griffe auf den Abg. Drewitz in die Presse gelangten. Der Beschluß vermeide aber ängst­lich eine Feststellung darüber, ob etwa die von ihm (Kolosser) ausgestellten Anschuldi­gungen unwahr seien und er aus diesem Grunde aus der Partei auszuschließen wäre. Kolol- ser betonte, er sehe der gerichtlichen Nachprüfung der von ihm erhobenen Vorwürfe durchaus ruhig entgegen. ,

* Der Herr Reichspräsident empfing am Sams, tag den deutschen Gesandten in Bu­karest, Musius.

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früher holländischer Finanzminister, schilderte vielfältigen Bemühungen des Völkerbundes dem Jahre 1925, der drohenden Wirtschaftskrise in Europa und der ganzen Welt Einhalt zu tun. Aber immer wieder das gleiche Ergebnis: die einmütige von den autorisierten Wirtschaftsfüh­rern und Deutschlands Delegierten in Genf gefaß­ten Beschlüsse werden überall anerkannt als das einzige Mittl zur Rettung, aber sie werden nirgends ausgeführt.

Nach vier Jahren harter Arbeit stellte Colijns fest, daß die heutige Lage nicht nur nicht besser ge­genüber von 1927, sondern schlimmer geworden ist. Wir kommen nicht nur nicht im geringsten vor­wärts, sondern wir gehen immer weiter zurück. Infolgedessen ist in einer großen Zahl von Ländern die verhängnisvolle Folge zu verzeichnen, daß die Völker jedes Vertrauen in die Wirtschaftsarbeit

Sie wollen sich in die haare fahren!

Dr. Goebbels verkündigt: Entscheidungs-Kampf. Hörsing meldet: marschfertig. Der nationalfozialiftische Führer willKalte Rache", aber keineHusarenstücke". Er erklärt Deutschland als dieEinöde der Rechtlosigkeit". Der Gegenredner will die Nazisbis auf den letzten Mann vernichten". Laßt die gefährlichen Drohreden beifeite! Deutschland hat Sorgen genug! Das Kabinett Brüning wird das deutsche Volk gegen Bürgerkrieg-Gefahren schützen müssen.

Das Argument, daß jedes Land feine eigene Han­delspolitik bestimmen kann, sei in gewisser Weise unwiderlegbar, aber diejenigen, die es verwenden, geben sich oft keine Rechenschaft über die fürch­terlichen Konsequenzen des Ueberganges auch der alten Freihandelshäuser zum Protektionismus. Schon erheben sich Stimmen interessierter Kreise überhaupt gegen jede internationale Vertragsoer­pflichtung.

Wenn die Anhänger dieser Theorie trium­phieren, ist das Ergebnis unvermeidlich: ein allgemeiner Zollkrieg aller gegen alle in Europa.

Nach meiner bescheidenen Meinung, sagte Co- lijns, wäre die Wirkung eines solchen Zollkrieges auf die allgemeine Lage in Europa ganz entsetz­lich.

Colijns schloß seine Anklagerede gegen die Re­gierungen Europas mit den Worten:Meine Herren! Sie haben sich selbst die Aufgabe gesetzt, die Völker Europas einander näher zu bringen und eine engere Zusammenarbeit zwi­schen ihnen herzustellen. Müssen Sie da nicht in erster Linie dafür sorgen, daß die Völker sich nicht allmählich mehr voneinander entfernen? Der dro­hende Zollkrieg wird für Ihr Ziel das ernsteste Hindernis sein! Dagegen wäre eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen eine unerläßliche Vorbedingung für die' Ziele dieser Kommission. Aber ich wiederhole: Es ist allerhöchste Z e i t!"

Nach der Rede Colijns, deren Eindruck auf die Versammlung ungeheuer war, dankte B r i a n d dem holländischen Minister für das großartige Ex­pose über die schwierige und wenig erfreuliche Lage Europas, das aber den Vorzug der Aufrichtigkeit und Klarheit habe. Ge­rade dadurch, sagte Briand, sei die Notwendigkeit für unsere Arbeit hier doppelt bewiesen worden.

Dr. Curlius bei Henderson.

wtb. Genf, 17. Jan. (Gig. Meld.) Außenmini­ster Dr. Curtius hat heute vormittag dem engli­schen Außenminister Henderson einen Besuch abge­stattet. Bei dieser Gelegenheit hat der deutsche Außenminister Herrn Henderson seinen Dank da­für ausgesprochen, daß er sich bereit erklärt hat, an Stelle des deutschen Ratsmitgliedes bei der be­vorstehenden Ratstagung den Vorsitz zu überneh­men. Der französische Außenminister Briand hat die 27 bei der Konferenz vertretenen europäi­schen Minister zu einem Frühstück im Answluß an die heutige Vormikiagssitzung eingeladen.

Sie Lage Europas lm ; ""

Fortsetzung der Genfer Debatte

In Berlin hielt der nationalsozialistische Gau­leiter Abgeordneter Goebbels. im Krieger- oereinshaus vor einer überfüllten Ver­sammlung seine erste diesiährige Rede in Berlin. Unter stürmischem Beifall feiner Parteifreunde kün­digte er der, wie er sich ausdrückte,herrschen­den R echt s l o s l g k e i t" einen Cntscheidungs- kampf an. Wir werden, so führte Abgeordneter Goebbels aus, nicht Urlaub nehmen. Unser Weg ist legal und wird alle Möglichkeiten der Le­galität'ausschöpfen, wenn wir an das Regime kom­men. Wir vergessen aber nicht, was geschehen ist: Rache ist ein Gericht, das kalt ge­nossen wird. Vielen geht der Umsiellungs- prozeß zu langsam. Sie möchten ein Husaren­stück von uns. Wir werden uns aber nicht zu Unüberlegtheiten hinreißen lassen. Was wir tun können, wird getan, um die Massen zurückzuhalten, aber über seine Kraft kann niemand. Die Span­nung und Empörung in unseren Reihen ist bis zur Siedehitze (vielleicht wirds im Januar noch mal recht kalt.) gestiegen. Die Zeit ist vor­bei, wo man in Deutschland unbestraft über uns lügen konnte. Heute fühlen sich davon Millionen Menschen betroffen. Wir werden auf strenggesetz­mäßigem Boden bleiben und werden unser Ziel er­reichen oder zerschellen. Läßt man uns nicht ge­setzmäßig arbeiten, dann kommen die Folgen nicht auf uns, sondern auf die anderen, die Deutschland zu einer Einöde der Rechtlosigkeit gemacht haben. Jeder Nationalsozialist ist innerlich davon über­zeugt, fuhr Dr. Goebbels fort, daß das Jahr 1931 die Entscheidung bringen wird. Man hat die Frage aufgeworfen, ob wir koalitions - und re­gierungsfähig feien. Diese Frage al­lein ist eine freche Unverschämtheit. (Geht an die Adresse von General v. Seeckt und Oldenburg-Januschau!) Gibt das Volk uns die Macht, dann werden wir sie auch gebrauchen. Wer uns verfassungswidrig daran hindert, wird von uns, wenn wir die Regierung haben, als Hoch­verräter nach Leipzig geschickt werden. Das Jahr 1931 wird von uns unerhörte Opfer an Gut und Blut fordern, aber es gibt für uns kein Zurück mehr.

Der Bundesführer des Reichsbanners, Ober­präsident z. D. Hörsing, sprach in zweistündiger

falen Sprüche uns die Sympathie in der ganzen I Welt verscherzen.

Es foll Abhilfe kommen.

C.N.B. Berlin, 17. Jan. (Gig. Meld.) Der DeutschlanÜbund versendet heute ein Rund­schreiben, in dem er seine Ziele und Aufgaben darlegt: In dem Rundschreiben heißt es u. a.:

Der Deutschlandbund ist keine Partei und kein Verein. Er tit eine Ges'mnungsgemeinschast. Seine Idee ist der Erkenntnis entsprungen, daß es innerhalb und außerhalb der politischen Par­teien gerne in fame Grundsätze und Ziele gibt, die von feiner Partei allein beansprucht wer­den können und gerade deshalb einen Mittelpunkt I brauchen, damit sie «m Kampf der Tagespolitik vor Verflachung und Er.twsrturg bewahrt bleiben. Dieser Mittelpunkt will der Deutschlandbund sein. Seine Ziele sind: anständige politische Kulissen, ein starker, gerechter und sauberer Staat, ein freies, zuver- I sichtliches und kulturell hochstehen­des Deutschland. Der Deutschlandbund will keine eigene Politik treiben, sondern mithelfen, daß die sittlichen Voraussetzungen einer guten deutschen Politik geschaffen werden. Zu diesem Zweck stellt er sich folgende Ausgaben: 1. Kampf gegen Luge und Verleumdung, gegen Eigennutz und Korrup- I tion im öffentlichen Leben. 2. Kampf gegen Gewalt I und Terror im Stre't der politischen Parteien: 3. I Kampf gegen die Herrschaft der Phrase, gegen un­sachliche Auseinandersetzung und politische Verfla­chung. 4. Kampf gegen politische Gleichgültigkeit und Entmutigung aber auch gegen politische Graß- I mannssucht und wirtschaftlichen Dilettantismus. 5. I Kampf gegen die Ausnutzung wirtschaftlicher und seelischer 'Notstände des Volkes zu politischen Abenteuern. Die Grundlagen des Deutschlaudbun- I des in diesem Kampf sind: Die Liebe zu Deutschland, die Achtung vor der Reichsverfassung, der Glaube an unser Volk und seine Zukunft. Der Dmtschlanobund will eine Front der anständigen Menschen gegen Verwilderung und Verrohung des polischen Kampfes, gegen oberfläch­lichen und großsprecherischen Radikalismus bilden. Er will den Charakter in der Politik, deut­schen Geist und innere Bildung achten und pflegen. Als Mittelpunkt und Arbeitsstelle dieser Gemein­schaft ist einBüro Deutschland-Bund" errichtet worden. Es hat seinen Sili in Bersin, vorläufig N.W. 87, Sigmundshof 12, pt., ab 25. Januar W. 9, Linkstraße 38.

Der deutsche Außenhandel 1930.

1,1 Milliarde RM. Ausfuhrüberschuß.

wtb. Berlin, 17. Jan. (Gig. Meld.) Die Han­delsbilanz des Jahres 1930 weist unter Berücksichtigung der durch die Lagerberechnungen bedingten Korrektur der Einfuhrzahl um rund 200 Mill. RM. und ohne Berücksichtigung der Repara- tionssachlieferungen einen Ausfuhrüberschuß von rund 1100 Mill. RM. auf. Unter Ein­beziehung der Reparationssachliefe- i rungen beträgt der Ausfuhrüberschuß 1800 Mill. RM. gegen 36 Mill. RM. im Jahre 1929. An Gold und Silber sind int Berichtsjahr 491 (Vorjahr 552 Mill. RM.) ein geführt und 543 (974) Mill. RM. ausgeführt worden.

3m Zeichen der Abrüstung.

Ein neues französisches Ganzmetall-Kampfflugzeug.

Aus dem französischen Flugplatz I st r e s wurde am Donnerstag ein neues Kampfflugzeug, ein Ganzmetallflugzeug, ausprobiert. Das Flugzeug hat ein Gesamtgewicht von 6000 Kilogramm. Die Spannweite der Tragflächen beträgt 27 Meter. Es handelt sich um einen Apparat mit zwei 700 PS-Motoren, der eine Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern erzielen kann.

Rettung aus Todesnot.

Lin Skiläufer in eine Gletscherspalte gestürzt. Er I hängt stundenlang kopfunter über dem Abgrund.

Ein Bergführer findet und rettet ihn.

Der 27 Jahre alte Buchhalter Gustav Holzer aus Winterthur unternahm von Klosters aus I eine Skitour zur Wiesbadener Hütte nördlich vom Piz Buin. Er wollte bei embrechender Dunkelheit am Silvrettahaus eintreffen, fand es aber nicht und irrte dis Nacht über umher. Nachdem er dann Freitag früh den Silorettagletscher glücklich aber» I quert hatte, brach er mit dem rechten Ski in eine Spalte des Vermunt-G leis chers ein und blieb am linken Fuß, dessen Ski sich I quer über die Spalte gelegt hatte, m i t dem Kopf nach unten hängen. In dieser ver­zweifelten Stellung brachte Holzer etwa zwei Stunden zu. Schließlich begann er in beiden Selten der Spalte mit dem Eispickel Löcher zu schlagen; I als er diese für groß genug hielt, zog er sich mit I dem Eispickel am Ski in die Höhe und stemmte sich mit dem Kopf und dem rechten Fuß, den er m- I zwischen vorn Ski befreit hatte, in die Locher. Sich selbst aus der Spalte zu retten, gelang ihm jedoch nicht. Er mußte in seiner Stellung bis etwa 10 Uhr vormittags verbleiben, wo em Berg­führer ihn rettete.

Freitag nachmittag hat man die Leiche des, wie gemeldet, seit dem 3. Januar vermißten Sport­lehrers Arthur Wied Hahn aus Bersin am Schwarzhorn gefunden. Wiedhahn mar in eine Lawine geraten und Ixitte dabei den Tod ge­funden. Durch eine Retlungsexpedition würbe die Leiche nach TWertschen verbracht und dort auf- I gebahrt.

FuldaerZeüung

Anzeiger für die Stadl Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches kreisblall.______