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V 0.5

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14.1.8 1L morq. 0,00 mm

Relative Feuchtigkeit der Luft am 14.1. mitt. 12 Uhr 73,5 °/e

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Niedrigste Temperatur

Niederschlag v. 13.1. 8 U. morg. —

752,0 mrr 752.5 mm

752,5 mm

am 13. 1. am 13. 1. sei« 13. 1.

- SS c — 0.5 C

+ 1.0° C + 2,0° C — 6.0' C

— FamUien-Nachrichken. Herr Johann Ben kn er, Konigstraße 24, feiert am 15. Januar in geistiger und körperlicher Frische seinen 82. Geburtstag. Er ist eifriger Leser der Fu'daer Zeitung.

men über 15 000 Matt stets 10 Prozent des Ge­werbeertrags. Im übrigen ist der Steuermeßbetrag bei den Eewerbeerträgen von 1500—15 000 Mark in einem Rahmen von 6—1500 Matt gestaffelt. Bei einem Gewerbeertrag in Höhe von 4000 Mark beträgt der Steuermeßbetrag z. B. 110 Mark.

Ob und unter welchen Voraussetzungen die Lohnsummensteuer, auf die gewisse ‘ Jndustrie- gemeinden nicht verzichten wollten, neben der Ge­werbesteuer erhoben wird, bestimmen die Länder. Jedenfalls ist sie keine obligatorische Besteuerungs­grundlage mehr. Der Steuermeßbetrag, der der Lohnsummensteuer zugrunde zu legen 'ist, beträgt 7,5 o T. der auf volle tausend Reichsmark nach unten abgerundeten Lohnsumme.

* Beim Abspringen tödlich überfahren. Ein aus Reil an der Mosel stammender Erwerbsloser be­fand sich auf dem Wege nach Kinderbeuren, um seine Arbeitslosenkarte abstempeln zu lassen. Unter­wegs wurde er von einem Kraftwagen mitgenom­men. In der Nähe von Bengel sprang der Er­werbslose vom Auto ab. geriet unter die Räder und wurde überfahren. Passanten fanden den Schwer­verletzten in einer Blutlache vor. Kurze Zeit dar­auf starb der Ueberfahrene.

* Drohender Bergrutsch an der Mosel. Schon vor drei Jahren machten sich oberhalb der Stadt C o- ch e m Anzeichen eines großen Bergrutsches bemerk­bar, die sich letzthin immer mehr verschärften Es bandelt sich um d,n Absturz von minde- stens 50 000 Kubikmeter Felsen. Es kön­nen aber auch weit über 100 000 Kubikmeter wer­den. Durch den Absturz werden verschiedene Wein, berge und Obstgärten in Mitleidenschaft gewgen Auch die Moselstraße durch den sogenannten Kram­pen dürfte schwer geschädigt w-rden. Die Straße wird jedenfalls schon in dielen Tagen gesperrt wer­den.

1. 1. 1931 auf Grund der neuen Gesetzesbestim­mungen festgejtellt. Der elfte Hauptfeststellungs­zeitraum auf Grund der neuen Bestimmungen be­ginnt mit dem 1. 4. 1932.

Auch die neuen Umfatzsteuerbestimmungen be­deuten eine wesentliche Vereinfachung, insbesondere die Bestimmung, daß ab 1. Juli 1931 die Frei­grenze von 5 000 Mark eingeführt ist. Die Zahl der bisher umfatzsteuerpflichtigen Personen wird dadurch um die Hälfte verringett; der dadurch ein- getretene Steuerausfal! (rund 40 Millionen) wird durch Ersparnis bei der Verwaltung ausgeglichen. Ferner wird durch die Beschränkung des sog'enann- ten Zwischenhandelsprivilegs auf den Gros- Handel — sie ist bereits am 1. 1. 1931 in Kraft getreten — ein Mehraufkommen an Umsatzsteuer in Höhe von rund 16 Millionen erwartet. Das Zwischenhandelsprivileg fetzt also jetzt nur voraus, daß jemand Waren einkauft, die gekaufte Ware nicht auf Lager nimmt und sie vor dem Weiterver­kauf nicht be- ober verarbeitet, sondern eine wei­tere Voraussetzung ist nunmehr, daß die Ware im Großhandel abgegeben wird, also jedenfalls nicht mehr unmittelbar an den Verbraucher Die kleinen Milchzwischenhändler z B. sind also nicht mehr gemäß § 7 von der Umsatzsteuer befreit, Befreiung des Großhandels wird aber noch von einem buchmäßigen Nachweis abhängig gemacht. Schließlich fei darauf hingewiesen, daß die Um­sätze von Grundstücken, soweit sie nicht innerhalb eines auf Erwerb ober Veräußerung von Grund­stücken gerichteten Gewerbebetriebes erfolgen, eben­falls ab 1. 1 1931 von der Umsatzsteuer befreit sind. Früher waren bekanntlich die Vettäufe von Grundstücken, soweit sie nur innerhalb irgendeines gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betriebes er­folgten, sogenannte Hilfsgeschäfte des Betriebes wa­ren, umsatzsteuerpflicht'g.

Wie wird das Wetter?

Bon Frankreich nach Finnland erstreckt sich eine flache, aber breite Tiefdruckrinne, In deren Bereich über Dentfch- meist bewölktes Wetter herrscht und vielerorts leichte Niedersch'age auftreten. Da von England bis Skandina- vien der Druck jetzt wieder stärker ansteigt und sich in die- sem Gebiet ein Hochdruckrllcken zu entwickeln scheint, kann späterhin unter seinem Einfluß wieder mit Bewölkung«, abnahme und bei östlichen Winden mit Zunahme der

^.rechnet werden. Zunächst bleibt es jedoch bei e'chten bis mäßigen Frösten, überwiegend bewölkt mit Neio>inq zu leichten Schneefällen.

Witterungsaussichten für Donnerstag: Zeitweise auf- heiternd, meist trocken, bei östlichen Winden Fröste an- ziehend. v 1

Temperatur- und Barometerstand in Fulda.

Mttgefeltt von 5)lpfotn"0ptifer Sausrborn.

VergLpS Mc kungern-rrn Vöglein nicht!

Wintersport.

Stiroefttämpfe auf dem Nogelsberg.

Bei geringer Schneelage wurde am Sonntag von dem Gau Vogelsberg em Langlauf zur Durchführung gebracht, bei dem in der Herrenklasse Werner-Frankfurt die 14 Sim. in 1:22,oO Stb. als Sieger durchlief. Im Jung- mannen-Lauf blieb Neuenhage-Blauweiß Schoten er- so greich: im Damenlauf belegte Frl. Heid-Gießen den ersten Platz.

, = Sckneeberichk aus Kihbühel Tirol 800 21L Kitz, buhel Tal: Temperatur: —16, Schneelage:30Zen- Ometer, Schneebeschaffenheit: Pulver auf Altschnee. — K'tzbuhel Hahnen kammplateau : Temperatur — 7 Wind: windstill, S'cht: klar, Schneelage: 53 Zen- Schneebeschosfenheit: Pulver. — Hahnenkamm- bahn 12-Mmuten-Betrieb: Ständige Skikurse: Touren- führungen: Rodel, und Schlittenbahn sehr gut.

— Evangelischer Zungmännerverein. Man schreibt uns: Der evangelische Jungmännerverein hielt am letz­ten Sonntag seine Jahreshauptversammlung ,m Gemeindebause rb. Aus dem Jahresbericht ging her- vor daß die Mitaliederzahl gegen das Borjahr sich oer- großert hat. Erfreulich war die Feststellung, daß die Einteilung des Vereins in zwei Gruppen sich gut be- wahrt habe. Die eine Gruppe umfaßt die Jungmänner von 14—17 Jahren und widmet sich in der Hauptsache cer Unterhaltung, während in der anderen Gruppe die alteren Iungmänner zusammengesaßt sind, die interes- sante Themen aus allep Gebieten behandeln. Auch ist ein neues Streichorchester im Verein gegründet worden Rach einem kurzen Rückblick auf die schön verlaufene Weihnachtsfeier wurde beschsossen,, am 25. Januar d. I. s'" Jahresfest abzuhalten. Vormittags findet um 9.30 Uhr Festgottesdienst statt und abends im Gemeindehaus em Familienabend, zu dem die Eltern der Jungmänner herzlichst willkommen find. Bundesgauwart Jordan- Kassel wird an Hand eines Filmvortrages über die Evan- gelnche Jungmannerarbeit im Westdeutschen Jttnglinas- bunde berichten. Der Kassenbericht diente zur Kenntnis. Jedem Mitglied wurde ein Wegweiser durch die Heil L-chrift überreicht.

— Vreisqekränke Kleintierzüchter. Auf der diesjähri­gen (13.) Provinzialverbandsausstellung der Kanin­chen zü ch t er, die am 10. und 11. Januar in Her-feld stattfand, hatten auch einige Fuldaer Züchter ihre Tiere zur Schau gestellt. Sie erhielten folgende Preise: D. Röbig auf W Riesen zwei Ehrenpreise, einen 1. und einen 2. Preis: K. Laur auf G. Chinch'lla einen Ehren­preis und auf blaue Wiener einen 3. Preis: 0. Top- fer auf Weiße Riefen einen 3. Preis, auf W. Rex einen 2, und 3. Preis und auf Schwnrz-Silber-Rer einen 2. Preis: Kreutzer auf Weiße Wiener einen Ehren­preis und zwei 2. Preise: Emil Feik auf Schwarz Loh einen Ehrenpreis, zwei 1. und einen 2. Preis: M. Scholl auf Eaftorrex einen 3. Preis. — Ferner hat­ten auch einige Damen von Fulda ihre P e l z f a ch e n zur Eibau gestellt. Cs erhielten Preise: Frau M. S ch oll einen Ehrenpreis und einen 1. Preis: Frau M Brehl zwei 1. und zwei 3. Preise: Frau Fritz einen Ehren- preis, einen 1. und einen 2. Preis.

Literatur und Kunst.

77 Die Austritte aus der Dichlerakademie. Wie dem Amtl. Preuß. Pressedienst mitgeteilt wird, haben zum Bedauern der Sektion für Dichtkunst die Mitglieder der Akademie für Kunst und Wissenschaft Dr. Erwin Guido Kolbenheyer, Dr. h. c. Wilhelm Schäfer und Dr^h- c. Emil Strauß ihren Austritt erklärt, weil ste die Aufhebung einer von der Hauptversammlung im Oktober vorigen Jahres angenommenen Geschäftsordnuna mißbilligten. Diese Geschäftsordnung hatte sich als un­durchfuhrbar und satzungswidrig erwiesen, da sie nur der jährlich stattfindenden Hauptversammlung Be- schlusse gestattete und so während der ganzen übrigen Seit die Arbeitsfähigkeit der Sektion unterband.

GewerkschasMches.

= „<£ine Seel' und ein Gedanke". Unter diesem JJiotto veranstaltet, wie man uns mitzutellen bittet, die Jugend gruppe im GDA. Fulda am Dienstag 20. Januar, im Restaurant „Dalberg" ihre erste Ver- sammlung vom diesjährigen Jahresplan. Alle Freunde und Kollegen sind zu dieser Veranstaltung, die allerhand Neues für das Jahr 1931 bringen wird, herzlichst ein» geladen.

Exerzitien.

Exerzitien für Jungfrauen finden statt im Herz-Jesu- Heim in Bad Schmalbach (Taunus) in der Zeit vom 14. Februar bis 18. Februar 1931; für weibl. kaufm. Angestellte in der Zeit vom 28. März bis 5. April 1931 (Karwoche). Die Kurse werden von Jesuitenpatres ge- yuiLeTl«

13. 1 6 Uhr abends

14. 1, 8 Uhr morgens

14. 1.12 Uhr mittags

Höchste Temperatur im Schatten

Höchste Temperatur In der Sonne

Aus aller Well.

* Schlachkhofboykott der Essener Metzger. In einer Vollversammlung der Essener Metzgerinnung wurde mit 110 gegen 67 Stimmen beschlossen, ab 26. Januar den Essener Schlachthof zu meiden und Fleisch von auswärts zu beziehen, da die Essener Stadtverwaltung den Forderungen der Metzger auf Gleichstellung ihrer Schlachtgebühren mit de­nen, die der Konsumverein „Eintracht" und die- Firma Krupp zahlen, nicht entsprochen hat.

* Mißwirtschaft mit öffentlichen Geldern beim früheren Arbeitsamt in Bendorf. In welch un- verantwottlicher Weste im Jahre 1929 beim Ar­beitsamt Bendorf mit öffentlichen Geldern gewirt­schaftet worden ist, zeigte eine Verhandlung vor dem erweiterten Schöffengericht in Neuwied, gegen den damaligen Leiter des Arbeitsamtes einen Verwaltungsobersekretär und einem als Bo­ten beim Arbeitsamt beschäftigten Kaufmann aus Bendorf. Das Arbeitsamt Bendorf hatte damals Fottbildungskurfe für Arbeitslose eingerichtet, für die ganz bedeutende Summen verausgabt wur­den. Dabei fehlte es an jeglicher Kontrolle. Der Kursusleiter bezog für nebenberufliche Lei­tung der Kurse monatlich 800 Mark, wovon er lediglich auf den von der Gemeinde zu tragen­den ein Fünftel des Betrages ausmachenden An­teil verzichtete. Auch Angestellte und Beamte des Arbeitsamtes bezogen für ihre Hilfe bei den Kur­sen Vergütungen, die nach der Ansicht des Ge­richts in keinem Verhältnis zu der geleisteten Ar­beit standen. Das Gericht verurteilte den Cher» 'ekretär wegen Betruges zu zwei Mona­ten Gefängnis. Wesentlich besser kam der Kaufmann davon, der wegen Beihilfe ?um Betrug» 3» der geringen Geldstrafe von 50 Mk. verurteilt wurde.

„ * Ungeklärtes Verschwinden eines Berliner Ski­läufers in den Alpen. Der 27 Jahre alte Svorrlehrer Erich Wiedhahn aus Berlin trfar mit Bekannten im Dezember vorigen Jahres zum iWntettport in die Alpen gefahren und hatte in Lernerheide-See 'Kanton Graubünden) Quartier genommen. Am 3. Januar fuhr er allein zu einer Skitour aus und tft von bitten, Ausflug nicht zurückgekehtt. Er war spottmäßig gekleidet, doch deutet nichts dar­aus hin. daß »r ein längeres Fernbleiben beabsich­tigte. Kurgäste wollen an dem fraglichen Vormit­tag Schüsse aus den Vera-n gebärt staben. Diese können aber auch von Förstern oder Wi'derern ab­gefeuert wordest sein. Da der Verbackt, daß Wied­hahn einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist nicht ganz von der Hand zu weisen ist. wird auf Ver­anlassung der Familie des Vermißten die Mord- mspektion der Berliner Kriminalpolizei eine Unter­suchung des Falles einleiten.

(aslauko in eine kolizeischüler-Emppe.

Sieben Verletzte.

. Ein Lastauto aus Siegburg fuhr am Dienstag in Beuel an der Bonner Brücke in eine auf dem Markt befindliche Lehrabteilung der Bonner Poli­zeischule. Sieben Polizeischüler wurden verletzt und mußten ins Beueler Krankenhaus erngeliefert werden. Ein Schüler hat eine schwere Gehirnerschütterung, ein anderer einen komplizier­ten Schulterbruch. Einige Verletzte konnten nach Anlegung von Notverbänden wieder entlasten werden.

Der Lenker des Lastwagens will bei der angeb­lich mangelhaften Beleuchtung her Rheinbrücke in der Dämmerung die dunsten Uniformen der Polst ei- schüler nicht gesehen haben. Der Wagen soll "so schnell gefahren sein, daß einzelne der verunglückten Schüler bis zu 15 Meter beiseite geschleudert wur­den. Ob für die beiden Schwerverletzten Lebens­gefahr besteht, muß d!e ärztliche Untersuchung er­geben.

Eislauf im Schlotzgarken.

Wer sich an die Zeit vor 30 bis 40 Jahren zurück eutmern tann, wird auch in diesen kalten Tagen qe-ne an die Zeit zurückdenken, wo der Schlittschuh - sport feine Blüte hatte. In den strengen Wintern n-eu”3l®er Jahre war hie Fulda von November bis h3Z°r3 zugesroren. Alt und jung, ohne Unterschied hul­digte damals leidenschaftlich dem Eislauf. Die Eisbahn fA°r 3or i?"!r $Cit in bPr <,tofenau. Sie wurde von ftäbf» f$en Arbeitern unterhalten, d. h. sie wurde von Zeit zu Zeit abgekehrt An bestimmten Tagen sanden sogar Konzerte auf der Eisbahn statt. Cs herrschte dann ^betrieb aus dem Eise. Fast jeder lies zu dieser Schlittschuhe, gerodelt wurde von Erwachsenen nur wenig, den Schneeschuhsport kannte man überhaupt noch nicht. '

Auch in diesen T-m-n tumn sich Wieder auf schöner SIatter Eisbahn im Schkoßgarten eine große Zahl von Schlittschuhläufern. Meist sind .-ua>e und Km-

der. Besonders lebhaft war l ■; y r

bahn am Sonp>" ec5 «... ,nie ?

Allerkleinsten mühsam ihre ersten Gehversuche auf Schlittschuhen machen und sich unverdrossen abmüh°n vorwärts zu kommen. Sehr gute Läufer sieht man un­ter der Heranwachsenden Jugend. Ich wundere mich, daß es auch noch Jugendliche gibt, die den Schlitsichuh- sport dem Skisport vorzieht. Eben versucht ein junger Qartaner einen Bogen zu laufen, host aber zu wett aus und fährt einer jungen Blondine mit Schülermütze in die Flanke, beide purzeln, aber frohgemut mit iri­schem Lächeln erhebt man sich wieder zu neuem Laut Auch einige schon ältere Semester bewegen sich noch flott auf dem Eise, So läuft eine schon bejahrte Dame die ,ch schon vor mehr als 30 Jahren als geübte Schlittschuh­läuferin bewundern konnte, graziös wie ehedem. re • ®i fixerer Zeit hatte man in Fulda sogar einen Eisschutzen-Kliib, der auf dem Eise seine Wett­spiele abhielt Aus einem eigens gepachteten Weihe' der sich in der Nähe des Pröbels befand, huldigte man dem Eis-Schießen. Einmal kam es vor daß über Nackt von dem Krötenweiher (Spottplatz des Eis- fchützenklu'os) das gesamte Eis gestohlen war. (Es herrschte darüber große Erregung. Dieses Ereignis hat ein Witzbold sogar in einem Gedicht festgehalten.

Der Eislauf hat In der modernen Zeit leider viel von seiner früheren Volkstümlichkeit verloren, ist aber auch heute noch ein recht angenehmer, gesunder und habet billiger Sport Man darf der Stadtverwaltung deshalb dankbar sein daß sie auf dem Schloßgartenweiher den dreunden des Schlittschuhsportes eine so bequeme (3e- egenheit bietet, dem Eislauf zu huldigen Sie macht ba­nnt den Schloßgarten auch im Winter zu einem lehhaf- ten Anziehungspunkt für Jung und Alt. 3.

pr. phil. Johannes Kramer, (ifif^r nhi? n*!. Ur ""gemeine und kommunale Po- “'V. ..pö"- Johannes Kromer für Heimat

b BUuLrfriS,k Beilage Dr' oec. publ Jo- L .pr , e r' fur den übrigen Tex« Dr rer. pal für die anlekJi? a-n;%nUe?n §ulba- Verantwortlich I. ParzeU^er.' $ ttor ber Fuldaer Actlendruckerei

Äraft ausdrücklicher Bestimmung gehören jetzt im ganzen Reichsgebiet auch die fvgenannten freien '■Berufe zu den Gewerbebetrieben. Falls Betriebe m gewissen Gesellschaftsformen (z. B. als Aktien­gesellschaft ober G. m. b. H. usw.) auftreten, so ist ihre Tätigkeit (ausgenommen finb u. a. gemein­nützige Unternehmungen) stets als gewerbliche Tä­tigkeit anzufehen.

Wesentlich vereinfacht ist bie Besteuerung ber kleineren landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe für die ersten 6 000 Mark des Einkommens aus dem landwirtschaft­lichen p.p. Vermögen. Falls bas Gesamteinkom­men berarkiger Betriebe 12 Ol Mark nicht über­steigt, ist ein Einkommen bis zu 6000 Matt in ber Grunbsteuer mit abgegolten. Zu einer ähnlichen Regelung hinsichtlich bes übrigen Kleingrunbbesitzes unb des Kleingewerbes ist dem Reichsminister bsr Finanzen Ermächtigung erteilt, von ber er aber bisher noch keinen Gebrauch gemacht hat. Die Ein­kommensteuer würde dann auch in diesen Fällen durch die Grundsteuer,bzw. Gewerbesteuer abgeqol- ten fein. Auch von ber weiteren Ermächtigung, genannten Vorschriften hinsichtlich ber Lanb- wittschaft bere is für bas Rechnungsjahr 1931 in Srö'U^’ fe^en- ^t der Minister bisher noch kei- »/macht. Bei einem Vermögen bis 3u 20 000 Mark, einem Einkommen bis zu 6000 Matt unb einem Umsatz nicht über 5000 Mott wirb alfo zukünftig bei ben kleinen Grundbesitzern (Landwirtschaft und Hausbesitz) unb Klein,z»werbe- freibenben auf die Einkommensteuer, Vermögen- neuer und Umsatzsteuer verzichtet. Mit der Gninb- bzw. Gewerbesteuer ist alles abgegvlten.

..Die allgemeine Freigrenze für die Reichsver- monertifeuer ift, wie ich schon eben angedeutet habe, auf 20 000 Mark erhöht worden. Dadurch hat sich me Zahl der oermogensteuerpflichtigen Per'oren

T/11^ ?^5 die Hälfte verringert. 3er ftcuer= liebe Ausfall wird durch die Erivarnis bei der Ver­waltung wieder wettgemacht. Die kleinen Vermö­gen werben andererseits geschont. Weitere Frei­grenzen hmsichlich älterer oder erroerbsunrähiocr eteuerpfluntifler sind im Pesetz vorgesehen. Die ^ste Hauptveranlagung der Vermögensteuer auf Oirunö der neuen Bestimmungen wird für die Zeit nom 1 Januar 1931 bis zum Ende des Rech- ’Bo'n^nn5 r/' 3 ^035) vorgenommen.

45on da an erfolgt die allgemeine Veranlagung der ?^mogensteuer (d. h. die Hauptveranlagung) für bre{ Rechnungsjahre. Daneben ist bei wesentlichen Vermogensveranderungen innerhalb der 4, bzw. 5 Rechnungsjahre eine neue Veranlagung vorzu- a*en? ficf) bas Gesamtoermögen seit der letzten Veranlagung um mehr als den zehnten Test oder um mehr als 50000 Mark verändert hat Da- be' sind der Steuerveranlagung die Verhältnisse bei Beginn des auf die Wertveränderuna folaenden ;DMe^er,abKrr ^uarunde zu legen. Neuaufstellun- pen können also nicht mehr wie bisher zu einem Zeitpunkt innerhalb des Kalenderjahres erfolgen du- Reichsbewertungsaesetz ist wesentlich geändert worden. Von einer V-reinfachung *ann rer?mf5 «Ur insofern die Rede sein, als der ogenannte. Hauptfeststellunaszeitraum für das Be-

Betriebsgrundstücke!) auf 3 Jahre, tur die übrigen Einheitswette auf kl? fflrri.nhUhS!f$e6nt flrner' a(s für ben ge'am- fcP ®,runbb/fl^ an der Stelle der Zustellung der Veränbett^ck deren „Offenlegung" getreten ist ranm f^no M ben Hanvtfeststellungs'eit- raum festgesetzte Emheitswert währenb bieses Zeit- rr° ,ft ber Einbeitswert auf Antrag neu fest uftellen, wenn die Verändeninq mehr als 5 2Ö n(in to e? Ä 0(5 b/n 5 Teil) oder mehr als 20 000 Mark (bisher mehr als 100 000 Mark) des wett?mÄ. ^'nbeitswettes beträgt. D-e Einheits- iberte werden zum 1. Mal nach dem Stande vom

Lichkspiel-Schau.

„0 alle Burschenherrlichkeil!"

Die Entrüstung und der Protest der Dresdener Stu­denten über Studentenfilme dieser Art, die nichts sind als ein phantastisches Konglomerat von falschen Vorstellun­gen und kitschigen Darbietungen, ist durchaus berechtigt. Die deutschen Studenten haben es wohl nicht nötig, ihre durch eine lange und ehrenwerte Vergangenheit geheilig- f/?,. rabltlDnen nad> amerikanischem Maßstab völlig ab­fällig beurteilen zu lassen. Dabei ist der Film eine völlig unrichtige Wiedergabe von Studentensitten und -brau­chen und ebensowenig, wie er durch Aeußerlichkeit richtig zu bringen weiß, vermag er in die Studentenseele ein- zudrlngen. Der ganze Hokuspokus erzeugt nur falsche Vorstellungen im Volk, die geeignet finb, auf die soziale Verständigung hemmend einzuwirken. Sicher sind die heutigen Studenten anders als früher, aber sie find nicht so, wie sie der Film zeigt. Sie haben einen tieferen und edleren Kern als die mit der Hohlheit moderner Groß­stadtkultur in Zusammenhang gebrachten Zerrbilder des «tückes. Was schließlich das Werkstudententum anbe- trifft, so gibt die schablonenhafte Darstellung des Filmes sicher keinen Einblick in das Kämvfen unb Ringen von Tausenden, denen die Not ihr Arbeitspensum ausdik-

— Der Verein der Eichsfelder beging, wie man uns schreibt, am vergangenen Sonntag im Restaurant ,Ho- henzollern" sein diesjähriges Stiftungsfest. Am Rachmittaae fand die Weihnachtsfeier nebst Kinderbe- Icherung statt. Nach einem einleitenden Musikstück be­grüßte der Vorsitzende. Herr Burchard. die in großer Zahl mit ihren Kindern erschienenen Landsleute aus Fulda u. der näheren Umgebung sowie die anwelenden Gaste. Er brachte in seiner Ansprache zum Ausdruck, daß ganz besonders die Erwachsenen bei dieser Weih­nachtsfeier der Kinder an ihre Kindertage zurückdenker tonten, die sie einst in der lieben Eichsfelder Heimat ver­lebten. wo nach altem Väterglauben noch Weidnachten im wahren Sinne des Wottes gefeiert wird Wer die leuchtenden Auptn der Kinder fab. als sie unter dem brennenden Weihnachtsbaum das Lied fangen: ,0 Kin- derlein kommst, o kommet doch all!" und ihre Gaben in Empfang nahmen, der fr-ute firh mit diesen Kleinen. Das nun folgende Theaterstück „Der Bettler", zog die Zuhörer ganz in feinen Sann. Cs zeigte daß wahre Nächstenliebe schon auf Erden belohnt wird. — Beim eigentlichen Stiftungsfeste am Abend kam der Schwank: „Der zerstreute Kulicke" zur Ausführung: er ver''edlt» seine Wirkung auf die Lachmuskeln der Anwesenden nickt Bei beiden Aukfüdrunaen gaben ö*e Spieler ihr Bestes. Der zweite Vorsitzende, Herr Metzgermeister Hartung betonte in einer Ansprache daß die Pstege des Gemeinschaftsgeistes und Gemeinschaftssinnes unter den Mitgliedern vornehmste Ausgabe des Vereins sei. Gar mancher Landsmann der durch das Schicksal oder durch wirtschaftliche Umstände seine Heimat verlassen mußte, habe hier in der Fremde im Eichsfelder Verein eine zweite Heimat gesunden. Jetzt, wo unser schönes kathol. Eichsfeld zur Fuldaer Diözese gehört, würde es im Fuldaer Lande bester bekannt. Heimatllebe Liebe zum angestammten Väterglauben feien das Leitmotiv bes Vereins. Stehend fang man gemeinsam das L'ed: Bist Du aewandert . . .!" Das unvermeidliche Tö--.- chen bildete den Schluß der in allen Teilen wohkae- lungenen Veranstaltung.

Das verschonens Ozeanflugzeng.

Dos Ilugzeug „Tradewind" bei den Azoren abgestürzt?

Eine New Yorker Runbfunkgefellfchaft er­hielt einen Funk pruch bes Dampfers „President Garfielb", ber besagt, nach einem Funkspruch von ben Azoren sei bort bas Gerücht verbreitet, baß bas Flug-eug „Trab-'wind" in einer Entfernung von 32 Klm. vom Kap Mosteiros (Azoren) ins Meer abgestürzt fei. Die in der Nähe dieser Stelle fahrenben Schiffe finb gebeten wor­den, Beobachtungen anzustellen und ber Station auf ben Azoren Melbung zu erstatten.

Der SLbamerikaflug des Do X.

wtb. Lissabon, 14. Jan. (Gig. Melbg.). Kapi­tän Christianfen erklärte gestern in einer Unter« rebung, baß ber Do X am Samstag ober Sonn- tag bie Wettt verlassen unb am 2 5 Januar ben angekünbigten Sübamerikaslug antreten werbe.

* Aufruf des amerikanischen Roten kreuze» zur Linberung der Farmernot. Mit Genehmigung des Präsidenten Hoover richtete bas Hauptbüro des amerikanischen Roten Kreuzes in Washington einen Aufruf an seine 3000 Zweigstellen in'ben Vereinigten Staaten, in bem sie aufgesorbert wer­ben. so schnell wie möglich 10 Millionen Dollar zu 'ammeln, nm ben burch die Dürre des letzten Som­mers ms Elend geratenen Farmern Nahrungsmit- el und Klerdung sowie Futter für ihr Vieh l!e- fern zu können. In dem Aufruf wirb jeher Zweig­stelle mitgeteilt, welchen Prozentsatz ber vorgesehe­nen Gesamtsumme sie aufzubringen habe.

Tarifwesen.

. = Die Lohnverhandlungeu in der Hanauer Melall- X l , Ani Montag fand vor dem Schlichtungsaus» Ichuß m Hanau eine Güteverhandlung statt. Vom Vor­sitzenden des Ausschusses, Landgerichtsdirektor Grau, wurde ein Einigungsversuch unternommen, der jedoch zu keinem Erebnis fllhtte, so daß nunmehr eine Verhand­lung vor der Kammer des Ochlichtungsausschusses statt- findet. Bon Arbeitgeberseite wurde wie bisher ein 15- prozentiger Lohnabbau verlangt, während die Arbett- nehmer für Beibehaltung der jetzigen Sätze eintraten. Von einer Lohnerhöhung, die man bisher gefordert hatte, war nicht mehr d's Rede.

= Die Nachverhandlungen im Reichsbahnkonflikl. Die CNenbahnerorganifationen haben, dem „Vorwätts" zu­folge, den Schiedsspruch über die Arbeitszeit für bie Reichsbahn einmütig abgelehnt. — Der Reichs- arbeltsminister hat bereits die Nachverhandlungen auf Mittwoch vormittag angesetzt.

Staatspapiere

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Bankaktien

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Geisenk bergw.

74.»

Harpener Bergbau

71,7.-

72,0

Ilse Bergbau

60,0

Kali Aschersleben

36,0

124,0

Mannesmann

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16,5

Riebeck

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64,6

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6,7ö

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67.0

67,25

■

Berliner Devisenkurse

12 Januar

Geld

Brief

Geld

rnel

.kowyork

4,20

4,20

4,20

4,26

Brüssel

68,56

58,68

5« .10

58,68

Holland

169,<6

169,40

169.« 8

169.17

London

20,39

20,43

30.39

20,48

Paris

16,47

16,51

16,47

1<51 81,12

Schweiz

81,3m

81,54

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ipanien

44,31

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43*89

taüen Üänemark

21,99

112,26

22,03 in, 48

-2,00

(12,27

22,'02

112,49

Norwegen Schweden Prag Wien

112,26 112,44 19,»4 69,07

IU,4H 113 66 19,46 69, IS

118,87 118,43

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1183» 112,67 12,4» 68.1»