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9. Ianuar.

Beilage zur Fuldaer Aettung

Nr. 6

Sport-Blatt der Deutschen Jugendkraft

-Lmttiches Gauorgan der Bezirke Fulda-Hünfeld, Mnzig-Ioffa, Heften-Kassel, Hohe Rhön und Vordsr-Rhön

FamMen-Sonutag.

Zum ftocimunionionnfag am 11. Januar.

„Vor Freude soll der Bater des Gerechten jubeln, freuen sollen sich dein Vater und de.ne Mutter, und sudeln soll, die dich gebar." (Spr. 23, 24 und 25).

Der Kommunionsonntag in diesem Monat fällt zu­sammen mit dem Fest der heiligen Familie Am Sonn­tag werdet ibr euren Präses verkünden hören: ..Heute ist das Fest der heiligen Familie Jesu, Mariä und Jo­seph". Das soll uns für die heutige Betrachtung weg­weisend sein. , ,

Trägt nicht unser Kommunionsonntag schon den Na­men Familiensonntag? Im letzten Jahre wurde dieser Name allgemein in unserem Verbände eingeführt. Was will er dir sagen? An diesem Sonntag sollst du einmal aus Spiel und Sport verzichten (Spielverbot), sollst zu Hause bleiben in deiner Familie und dich ihr widmen. Es soll ein Tag der Einkehr sein, an den du dich wieder daran erinnerst und gewahr wirst, daß -die Familie in erster Linie die Stätte ist, wo du dich aufhalten sollst, wo du deine Freude suchen sollst, die Familie — eine Stätte der Liebe und des Friedens, deine Heimat. Ja, manch junger Mensch der früher das nicht verstehen konnte, vielleicht darüber sich belustigte, hat es später erfahren, wohl bitter, als er, in der Welt verkommen und verkannt, als letzte Zufluchtsstätte das Elternhaus aufsuchte. Da fühlte er es ganz tief und wahr, was das Elternhaus dem Menschen ist und was er an ihm ver­liert.

Ist es nicht auch sehr zeitgemäß, einmal über dieses Thema zu sprechen? Ja, es ist bitter notwendig. Klagen doch fast alle Eltern: „Unsere Jungen bleiben nicht mehr zu Hause; höchstens sehen wir sie beim Essen — und auch da fehlen sie oft noch!" Der Vater hat keine Stütze mehr bei den abendlichen Arbeiten im Stall im Haus. Es fehlt feinem Gemüt die Nähe seines erwachse­nen Sohnes und damit seine Freude. Der Sohn ist unterdessen in leichtsinniger Gesellschaft, vergeudet im Wirtshaus fein Geld. Kein Wunder, wenn es dann m der Familie Zank und Streit gibt! Es ist den Eltern die Freude genommen und dadurch der Unfrieden einge­zogen. Du kannst mir nicht den Einwand machen, daß du eben wegen dieser Unstimmigkeiten nicht zu Hause bleibst. Sind diese nicht vielleicht durch deine häufige Abwesenheit, dein Benehmen und Geben gekommen? Und wenn du nicht Schuld daran hättest, bann ble'.be einmal zu Hause und suche durch deine Liebe und Güte zu Eltern und Geschwistern das anders zu machen,- wie­der Liebe und Frieden fjihein zu bringen. Mit gutem Willen und Ausdauer wirst du es fertig bringen.

Das soll das eine sein, das du dir heute einmal überlegen sollst: Ich muß in Zukunft wieder mehr zu Hause bleiben, in meiner Familie, bei meinen Eltern und Geschwistern. Ich betone das nicht umsonst so sehr. Gibt es heute nicht so vieles, das dich mit aller Gewali hinauslockt? Der Sport, das Kino, das Wirtshaus, deine Kameraden die Hast und Bermechanisterung der Arbeit, die ganze Unruhe und Ueberorganisation der heutigen Zeit'und Menschheit. Und da deine Femde und die der Familie so zahlreich sind, mutzt du dir deiner Pflicht, deiner Häuslichkeit und Familienzugehörigkeit dopvelt bewutzt sein.

Und hast du denn draußen Beruhigung und Erholung gefunden? Waren es nicht wilde Hetzjagden und unge­sunde Aufreizungen, denen desto stärkere Entmutigungen folgten? Da hast schon Enttäuschungen genug erlebt und wirst selbst schon empfunden haben, daß doch die Fanstlie deine beste Erholungsstätte ist, wo du unter bekannten Menschen bist, die keinen Falsch gegen d'ch haben, wo du dich aussprechen kannst, wo du Verständnis und Liebe findest. Waren nicht die Feste, die du im Kreise der Familie erlebtest, die schönsten? Die kirch­lichen Feste vielleicht mal eine Hochzeit oder Verlobung der Geburtstag des Vaters oder der Mutter? Diese Feste mit ihrer zarten Poesie gehören zu den schönsten deiner Jugend.

Noch eins soll dir das Fest der heiligen Familie mit- geben, Gehorsam Es wird bei euch kein harmonisches Familienleben geben ohne Gehorsam, ohne Nachgiebig­keit, ohne Mrstehen und Schweigenkönnen. Keine Tu­gend ist aber auch in der heutigen Zeit bei den meisten Jungen so mißachtet und verkannt als der Gehorsam. Wer will sich noch etwas sagen lassen? Das hat man in der heutigen Zeit gelernt! „Ich bin alt genug, ich weiß.

was ich zu tun habe." — Und doch sage ich dir, du wirst es in deinem Leben zu nichts ordentlichem bringen, wenn du nicht gehorchen gelernt hast. Du kennst den Segen und Fluch des vierten Gebotes! Ich will, um dich zur Einsicht zu bringen, noch einen Mann zu dir sprechen lassen, der das Leben erfahren und gemeistert hat. Auf dem Katholikentag 1924 in Hannover richtete der Präsident, Oberbürgermeister Farwick-Aachen, wl- gende Worte an die Jugend: „Jeder weiß, die Jugend hört gern von großen Taten und schwärmt für sie. Wohlan, dann rufe ich der kathollschen Jugend zu: Be­ginne bei dir selbst gleich mit der größten Tat. Lerne dich selbst bezwingen, du selbst bist dein stärkster Gegner. Lerne deinen Willen in Gehorsam beugen. Wer seinen eigenen Willen so in der Gewalt hat, der wird stark sein können und so ein echter Mann fein. Aber auch nur dieser." — Dann erzählt Farwick weiter: „Vor vielen Jahren war in Berlin ein sehr hoher Beamter, der auch als Mensch hochgeachtet war und wegen seiner klugen, zielbewußten und tatkräftigen Amtsführung im aanzen Reiche, besonders an den Universitäten, das höchste Ansehen genoß. Dieser Herr hatte eines Tages den Oberpräsidenten in einer großen Provinz gefragt, ob er ihm nicht einen besonders tüchtigen, jungen Assessor überlassen könne, der sozusagen sein persönlicher Adiutant werden solle. Der Oberprästdent sand sich durch diese Anfrage für sich und fe ne Verwaltung hoch geehrt, überlegte mit seinen Risten und benannte einen jungen Mann, den er als sehr tüchtig und warm empfahl. 11'9 er bann aber bei dieser unermüdlichen Empfehlung mehrmals rühmend hervorhob, der junge Mann sei außerordentlich klug, fuhr der hohe Herr unwirsch gut mit den Worten: „;Ach, was. klug, klug, klug, sind wir alle; ich will einen jungen Mann haben, der fleißig ist und gehorcht." — Farwick sagt weiter: „Ich hatte von diesem Ereignis gehört und fragte bei einer gelegent­lichen Besprechung im Ministerium in Berlin den Ge­waltigen, ob er damit habe sagen wollen, daß er auf Fleiß' und Gehorsam mehr Wert lege als auf Klugheit. Da sah mich der Mann mit seinen scharfen, grauen Augen an und sagte: „Ich kann keine Schwächlinge ge­brauchen, nur wer gehorchen und arbeiten kann, hat Kraft, und wer Kraft hat, wird später, wenn wir alten abtreten, an unsere Stelle treten können "

Von dem göttlichen Kinde heißt es im Sonntags­evangelium am Ende: „Dann zog er mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Er, der unendliche Gott, ging mit feinen Eltern nach Je­rusalem, er war bei den Eltern in Nazareth, er gehorchte seinen Eltern ihnen zur Freude und Wonne." Haben wir nicht auch aus dem Beispiel unseres Meisters hier den besten Beweis für die Notwendigkeit und Wahrheit dieser beiden Tugenden? Möge mancher Junge, der diese Zeilen lieft, etwas wenigstens daraus für sich nehmen. Es würde dann auch in manche Familie wieder mehr Freude kommen, Freude, die Grundlage und Vorbe­dingung aller ersprießlichen Arbeit, eine Freude, wie sie der Inttoitus der heiligen Messe von der heiligen Familie singt: „Vor Freude soll der Vater des Gerechten jubeln, freuen soll sich dein Vater und deine Mutter, und jubeln soll, die dich gebar." ”•

Die Garrausschutzsihimg in Aulda

Um die Tagesordnung des Gautages zu erledigen, war der Gauausschuß auf den 6. Januar einberufen wor­den. Der Gaupräses konnte die Vertreter der Bezirke, die restlos erschienen waren, begrüßen. Nach Bekannt­gabe der Tagesordnung wurde der erste Punkt „Klä­rung" erledigt. Gewisse Unstimmigkeiten, die auf dem Gautag zutage getreten waren, konnten nach längerer Aussprache ausgeräumt werden, so datz die Besprechun­gen einen flotten und harmonischen Verlauf nahmen. Da Herr Salomon (Soden) fein Amt als Gauturnwart me- berlegte, wurden neugewählt als ® a u t u r n ro a r t e: für Kassel: Goerge (Mendorf, Kr. Kirchhain), für Fu da: Latsch (Fulda). Weiter wurden die noch fehlenden Aus­schüsse gewählt: Zum Gauspielausschuß gehören Waider (Fulda), Kuppel (Soden), Hasse (Fritzlar), Siebert (Barsch), Beck (Hilders). Zur Erledigung der Gaumeister­spiele findet Ende Januar eine Sitzung des Spielaus­schusses statt. Bis 1. Februar 1931 müssen die Bezirks­meister festliegen. Der Gauschwirnmausschutz setzt sich zusammen aus Gesang (Fulda), Hmterseher (Fritzlar), Ludwig Derdort (Fulda). Zu Kassenprü- f e r n wurden bestimmt: Kaplan Grösch und Kaplan

Zeitgemäße Plauderei von Stadt und (and

Kleider machen Leute! Das ist ein bekanntes Sprich­wort. Es hat zunächst die Bedeutung, daß die verschie­dene Art der Kleidung dem Menschen nach außen ein verschiedenes Aussehen gibt. Ost erkennt man denselben Menschen, den man vielleicht einmal in einfacher Arbeits­kleidung gesehen hat, nicht wieder in feinem Sonntags­anzug. Man sagt dann: „Kerl, du bist jo einfach nicht wieder zu erkennen." Das ist besonders dann der Fall, wenn es jemand versteht, sich vorteilhaft zu kleiden und wenn er die Figur dazu Hot.

In dieser Richtung des besseren Aussehens hat die Kleidung ihr Recht, ist gut und vernünftig. Und doch hat die Sache zugleich ihren bitteren Beigeschmack. Näm­lich bann, wenn diese Kleidung über den Stand hinaus­geht, wenn sie geckenhaft wird, wenn sie verdecken oder locken soll. Dan ist sie nicht mehr Wahrheit, sondern Lüge, bann verdeckt sie, ist eine Maske.

Wir kennen diese Figuren genügsam aus Jnfta- ttons- und Kriegsgewinnlerzeit, wo es die Familie „Raffke" auch in dieser Richtung nicht an Möglichkeiten fehlen ließ. Man hat damals viel gespottet über dieses Treiben, und doch — ist es heute damit nicht besser, sondern eher schlimmer geworden. Heute, in einer Zeit großer Rot, in der alles klagt, sollte man auch in der Kleidung Einfachheit und Mäßigung erwarten. Das Ge­genteil aber ist sestzustellen. Aeußerlich betrachtet, kann man heute vielfach keinen Unterschied mehr erkennen an Werk- und Sonntag, in Stadt und Land. Ja, früljer steckte hinter der Putzsucht mancher armen Jungen und Mädchen, wenn sie am Sonntagmorgen den Schrank öffneten und feierlich wie einen Ornat das Feiertags­gewand anlegten, mehr als Hoffart; es war die Sehn­sucht, einmal das schmutzige Arbeitsgewand der Woche abzulegen und ein feinerer, besserer Mensch zu sein. Heute gibt es das allgemein nicht mehr, leider Gottes. Der Sonntag nimmt nicht mehr die überragende Stel­lung ein, man hat ihn erniedrigt zu einem Tag der Ausgelassenheit und Genußsucht. Mit dem Schwinden dieser Unterscheidung ist auch die rechte Auffassung und alte Sitte geschwunden.

Bei allem Ernst, mit dem man diese neue Mode einer „kulturell hochstehenden Zeit" wahrnehmen mutz, gibt die Sache doch auch manch heitere Seite ab, wenn man manchmal sehen muß, wie sich oft in ein Gewand hin- eingezwängt roirh, das absolut nicht passen und stehen will Ich denke da gerade an einen Witz Friedrichs des Großen, der ja in Bosheiten groß war. Er sagte einmal zu seinem Schneider, der sehr stutzerhaft gekleidet vor dem König erschien, um ihm zu einem neuen Kleide Maß zu nehmen: „Lese Er doch einmal, wenn Er nach Hause kommt, im achten Kapitel des Propheten Daniel den achten Vers." Voll Erwarten eilte der Schneider nach Haufe, schlug die Bibel auf und findet zu seiner arößten Beschämung an der angegebenen Stelle die SBorte- ,Und der Ziegenbock war sehr groß, und da er aufs stärkste geworden war, zerbrach das große Horn."

Kleider machen Leute bedeutet also im rechten emne: Kleider können ein vorteilhaftes Aussehen geben, im falschen Sinne: Sie verstecken, entstellen den Menschen. Es ist nicht das Kleid, bas ben Menschen zum Menschen macht also, sondern etwas anderes, feine Gesinnung, sein

Charakter, sein Gemüt, seine Bildung, fein ganzes Be­nehmen. Ost steckt in einem einfachen Gewände ein edler Mensch, oft in einem feinen Gewände ein gemeiner Charakter. Nach all dem äußerlichen, das der Mensch an sich trägt, ist er nicht allein zu beurteilen, sondern in bet Hauptsache nach seinem Innern. Also machts auch nicht ber Stanb, ber Reichtum oder der Name, sondern der Mensch, der ihn trägt. Ein Bauer kann innerlich ein viel feinerer Mensch sein, als ein eingebildeter Städter. Die Bezeichnung „Bauer" für einen ungebil­deten Menschen ist ungehörig und sollte von allen ver­ständigen Menschen nicht gebraucht werden.

Nun bin ich dahin gekommen, wohin ich wollte. Liede Jugendkraftler, eine klaffende Wunde, ein großes Hindernis in un erer Bewegung, in unferm Zufamrnen- gehören und -fühlen ist die Unterscheidung von „Bauern" und „Städtern". Oft hört man von (eiten der Land ugenb den Ausdruck „die Städter", in einem Ton, ber nicht mißzuverstehen ist und mit allen möglichen Refrains. Dieses Vorurteil überträgt man so­gar auf bie leitenben Personen, die in ber Stabt woh­nen: Die Stäbter müssen natürlich gewinnen, bie finb was Besseres, wir bummen Bauern kommen erst an zweiter Stelle usw." Von ber anderen Seite, der Stadt, kann man dasselbe hören, vielleicht noch mehr: „Die bummen Bauern, benen wollen wir erst mal zeigen, Bildung beibringen uss."

Ist biefe Beurteilung nach dem Namen richtig, ober ist sie nicht ebenso falsch wie bas Urteil nach der Klei­dung? Ihr lieben Städter, ist es denn eine Schande, vom Lande zu stammen? Ist es im Gegenteil nicht etwas Herrliches, draußen in Gottes schöner Natur fein und arbeiten zu dürfen? Ihr habt euch schon oft aus den vier Wänden, den dumpfen Gassen hinaus in die freie Natur gesehnt. Wo zieht die Stabt am Feiertag hin, wo suchte sie chre Zuflucht in ber schlimmen In­flationszeit? Unb muß denn ein Bauer immer ein ungebilbeter Mensch sein? Diese Bedeutung haben un­gebildete „Städter" hineingelegt. Ihr wißt es selber, daß unter den Landjungen feine Kerle unb Mann­schaften sind, unb unter euren Reihen Rüpel genau wie auf dem Lande. Auf ber anberen Seite muß sich bie ßonbjugenb frei machen von bem Vorurteil gegen bie „Stäbter". Ihr lieben _3ungen vom Lande, ihr bürst nicht benten, daß alle „Stäbter" so von euch denken, es gib auch hier immer einzelne. Zeigt ihr durch euer enehmen, daß ihr diesen unberechtigten Namen nicht verdient; das ist die beste Abwehr. Wenn schon in der Kleidung kein Unterschied mehr ist, bann sollte es auch keinen im Charakter geben. Möge in einer feinen Klei­dung auch immer ein feiner Kerl stecken!

Im neuen Jahr soll es unsere Aufgabe fein, an un­serer inneren Vervollkommnung unb Bildung zu ar­beiten. Machen wir hier den Anfang! Hinweg mit die­sem unberechtigten Unterschied, mit diesen Vorurteilen, ber nur Streit unb Entzweiung in unsere Reihen trägt. Wir bilben eine einzige und einige Gemeinschaft in un­serer weltanschaulichen Verbundenheit- als Brüder und Kinder Gottes. Mögen auch diese Ausführungen wieder etwas zur Veredlung unserer Gemeinschaft beitragen. Deshalb auf zu frischer Tat! B. '

Mazurowski. Die Prüfung der Kasse findet am Ende des Jahres statt. Zum Leichtathletikausschuh gehören Frech (Fulda), Löw (Oberufhausen). Betreffs Turnen wurde folgender Beschluß gefaßt: Die Bezirks­leiter stellen die Abteilungen ihres Bezirkes zusammen, bie bereits turnen, halten mit ihnen eine Besprechung über Art ber Fortbildung unb berichten dem Gau bis 1. März bas Ergebnis. Für bie Beschickung bes Kreis» tages in Frankfurt wurde Herr Weigand als Stell­vertreter des Gauleiters gewählt. Die Arbeit ber S p o r t= warte wurde vom Gauleiter kurz gekennzeichnet. Ein Kursus für Leichtathletik findet voraussichtlich in Fulda statt. Gauveranstaltungen finden in diesem Jahre keine statt. Die Versammlung stellt noch einen Antrag für den Kreistag. Antrag Müller (Nie- derklein) wurde zurückgewiejen, da Einspruchsgebühren fehlen. Die Bestrebungen, den Bezirk Hessen-Kassel aus­einander zu reißen, wurden von ber Versammlung ein­stimmig zurückgewiesen. Auf Antrag Schäfer würbe noch ein Schiedsrichterausschuh gewählt: Schäfer (Fulda), Dietz (Vorderrhön), Kuppel (Soden), Wagner (Hohe Rhön) Stuhl (Mendorf) für Kassel. In der weiteren Bespre­chung wurde noch über Portoauslagen und Versicherung gesprochen. Gegen 6.30 Uhr konnte die Bersammlung geschlossen werden.

Aus dem Gau.

Mitteilung des Gau-ceichkaihlekikwarles.

Am Samstag, 24. Januar, abends 8 Uhr, findet in Frankfurt a. M. eine Lehrstunde mit praktischen Vorführungen in der Turnhalle des Goethegymnasiums, Platz der Republik 24, gegenüber bem Polizeipräsidium, ^°%ie Bezirksleichtathletikwarte finb verpflichtet, an die- fer Lehrstunde teilzunehmen unb müssen ihre Sportklei­dung zur Stelle haben. Anmeldung sofort an Kreissport- wart Max Schmitt, Frankfurt a. M., Niddastraße 58, zwecks Uebernadjtung. Es können auch noch andere Ju- genbtraftler tettnehmen.

Oskar Frech, Gauleichtathletikwart.

VerW vom De$Wag in Rasdorf.

Wenn auch das Wetter stürmisch und regnerisch war, so kamen doch von allen Abteilungen des Bezirks die Vertreter nach Rasdorf, dem Dorf, im Mittelpunkt un­seres Bezirks. Alle mußten den Anmarsch zu Fuß ma- chen. Deshalb ist es um so erfreulicher, daß alle Ab­teilungen, selbst die entferntesten, erschienen waren. Es waren aber auch weit über 100 Vertreter, ein Zeichen, daß die neuen Abteilungen, bie alle kaum ein Jahr der DJK. angeschlossen finb, vom DJK.-Wollen erfaßt finb. Der Bezirkstag verlief auch in seiner Gesamtheit vollkommen harmonisch unb brachte auch den erwünsch­ten Erfolg. Bemerkenswert ist, daß von ben einheimi­schen Alumnen eine ganz« Anzahl an ber Tagung teil­nahmen, sicherlich aus dem Grunde, um sich frühzeitig in bas schwere Amt eines DJK.-Präses einzuarbeiten. Es muß aber auch erwähnt werden, daß von den Herren Präsides des Bezirks nur drei vertreten waren. Gegen 3 Uhr eröffnete Bezirkspräses Pfarrer Beck-Borsch Die Versammlung, begrüßte alle Erschienenen und wünschte ihnen Glück und Segen im neuen Jahre. Besonderen Gruß dem Bezirkspräses der Jugend- unb Jungmänner­vereine unb ber Gesellenvereine des Kreises Hünfeld, Herrn Kaplan Grösch-Hünfeld. Froh schallte das Ver- banbslieö zu Beginn der Tagung in bem geräumigen, aber bis zum letzten Platz gefüllten Saale des Herrn Gastwirt Flach.

Herr Kaplan Grösch entledigte sich in feiner Form sei­nes Vortrages. Er zeigte bie Wege, die uns herausfüh- ren können aus ben Mängeln, die noch ber D. I. K. an­haften. Zur Arbeit an uns selber ermahnte er uns, zur Kameradschaft, zu Brudersinn ,zu echt religiöfer Betäti­gung. In Christus leben, von ihm durchdrungen sein, das gehört zu eine; lebendigen D. I. K. Abteilung. In kla­ren Worten forderte er Bekenntnis zu Christus, zum Be­ruf, zur Gemeinschaft unb Kameradschaft .eine christliche Gesinnung in ber Familie gegen Vater unb Mutter, eine echt katholische Einstellung zur Mitarbeit in der Gemeinde und im Staat.

Reicher Beifall lohnte ben begeisterten Redner.

Herr Gauleiter Kimmel erstattete als ehemaliger Be­zirksleiter den Geschäftsbericht des ersten Jahres von ber Gründung bes Bezirks ab. Heute umfaßt ber Bezirk 13 Abteilungen. Er zeigte in kurzen Ausführungen den Wer­degang bes Bezirks, wies hin auf die wohlgelungenen Bezirksveranstaltungen bes vergangenen Jahres und zeigte bann bie im Bezirk bestehenden Mängel, die im neuen Jahre unbedingt beseitigt werden müssen. Als Wegweiser zu dem Ziele gab er an: Vertrauen zur Lei­tung, Unterordnung unb Beherrschung.

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Bezirks- vräses: Pfarrer Beck, Borjch. Bezirksleiter: Kaplan Dr. Gärtner, Geisa. Kassenwart: Lehrer Ehrlich, Leibolz. 1. Spielroart: Siebert Leopold, Borsch. 2. Spielmart: Stre­ber, Rasdorf. 1. Schiriobmann: Dietz, Kirchhasel. 2. Schiriobmann: Gimpel, Borsch. Leichtathlettkwart: Leh­rer Läw, Oberufhausen. Turnwart: Becker, Schleid. Kas­senprüfer: Weigand unb Ritz.

Es mürben dann noch einige Fragen: Paßbezug, Spiele usw. erledigt.

Nach bem amtlichen Teil des Bezirkstages folgte noch das Referat des Herrn Dr. Richardt, Hünfeld, über sport­ärztliche Fragen. Es ist zum ersten Mal, daß ein Arzt auf einem Bezirkstag vor 100 Jugendkraftlern sprach. Daß alle großes Interesse an ben Ausführungen halten, bekundete die große Stille und die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Es mag wohl mancher erkannt haben, daß er nicht zum Sport geeignet sei, wenigstens nicht zu dem Fußballsport. In seinen Ausführungen betonte der Red­ner zunächst die Frage: Wer darf Sport treiben? Dann leitete er über zu der Frage: Welcher Sport ist für mei­nen Körper ber geeignetste? Interessant waren die Aus­führungen über bie Sportschäben insbesondere des Fuß­ballspiels. Zum Schluß zeigte der Arzt bann die ersten Hilfeleistungen bei Svortunfällen. Seine Ausführungen fanden reichen Beifall.

Wir wollen aber daraus merken, wie wichtig die sport­ärztlichen Belehrungen sind und jede Gelegenheit benutzen, daß unsere Jugendkraftler auch praktisch ausgebildet wer­den. Auch die Anregung, daß jede Abteilung einen Ver­bandskasten bei jeder sportlichen Betätigung zur Stelle haben muß, soll bei den Leitungen Anklang finden.

Herr Bezirkspräses Beck schloß nach Erledigung der Tagesordnung "bie Versammlung mit einem herzlichen Jugenbkraft Heil! K.

Bezirk Fuwa-yünfeZd.

Mitteilung des Bezirks-Leichkalhlelikwarls.

Die am 6. 1. ausgetragenen und vom 4. 1. noch feh­lenden Spiele find noch nicht zur Verhandlung gekommen und werden in der nächsten Sportecke veröffentlicht.

Die Vereine werden auf ihre rückständigen Verpflich­tungen bei der Kaffe und auf Einzahlung ber ersten Rate für bie Pässe aufmerksam gemacht.

Der Spielausschuß: W a i b e r.

Mitteilun gbes Dezirks-Leichkalhlekikwarls.

In diesem Jahre sind folgende Bezirksveranstaltungen vorgesehen: 23. März: Waldlauf in Rothemann; 21. Juni: Bezirkssportsest; 30. August: Geländelauf in Kohlhaus.

Die Vereine werden nochmals aufgefordert, bis 1. Fe­bruar ihre leichtathletischen Veranstaltungen zu melden.

Oskar Frech, Bezirksleichtathletikmart.

Schiedsrichlervereinigung Fulda.

Am Sonntag, den 11. Januar 1931, findet pünktlich vormittags 9.30 Uhr in Fulda, Horaserweg 11, die Ee­ner al Versammlung ber Schiebsrichter statt.

Die Vereine merben .unter Strafe verpflichtet, voll­zählig ihre Schiedsrichter dazu zu entsenden. Tagesord­nung mird vorher bekannt gegeben.

Die Bezirksleitung: Lange. Obmann: Schäfer.

Bezirkstag in Hilders.

am Sonntag, ben 11. Januar 1931, uachm. 3 Uhr.

Am Sonntag nachm. findet im Gasthaus „Deutsches Haus" ein Bezirkstag bes DJK.-Bezirks „Hohe Rhön" statt. Folgendes Programm ist vorgesehen:

1. Jahresbericht bes Bezirksleiters und der Bezrrks- marte.

2. Wahl und Bericht ber Kassenprüser und des Kassierers.

3. Festsetzung bes Bezirksbeiträge 1931.

4. Wahlen zum Bezirksvorstand und zu den Fach- ausfchüsien.

5. Festsetzung des Jahresprogramms 1931, besond. für ben Turnbeiried.

6. Bericht über unser Versicherungswesen.

7. Wahl ber Vertreter zum Kreistag in Frankfurt.

8. Verschiedenes. (Anträge sind ber Bezirksleitung schriftlich abzugeben.

Dieser Bezirkstag ist zugleich bie Generalvere sammlung unseres Bezirkes.

Der Bezirkstag setzt sich statutengemäß zusammen roie folgt:

a) aus dem Bezirksvorstand,

b) bem Bezirksausschuß (bas sind bie Präsides unb Leiter ber Abteilungen),

t) unb ben Vertretern der einzelnen Abteilungen (auf 10 Mitglieder ein Vertreter).

Andere Mitglieder haben ebenfalls Zutritt unb sind millkommen, haben aber fein Stimmrecht.

Es wird erwartet, daß keine Abteilung fehlt. Un» entschuldigte und unbegründete Versäumnis wird an der Abteilung bestraft.

Die Paßmarken für 1931 'werben auf ber Tagung gegen Teil-Anzahlung ausgegeben. Ohne bie neuen Paß­marken dürfen 1931 keine Spiele ausgetragen werden.

An unserem Bezirkstag ist selbstverständlich Spiel­verbot für ben ganzen Bezirk.

Von 2—3 Uhr finden vorbereitende Sitzungen ber Bezirks-Fachausschüsse für Spiele unb Leichtatlethik unter ber Leitung von Beck-Hilders, für Turnen unter Leitung von Keidel-Wüstensachsen, für Schiri unter Leitung von Wagner-Eckweisbach.

Die DJK.-Sportbeilage ber Fuldaer Zeitung ist unser amtliches Nachrichtenblatt. Weitere Sinlabungert ergehen nicht mehr. *

Es haben zu erscheinen: für den Spielausschuß bie Spielwarte hezw. Spielführer. Für ben Turnausschuß bie Turnwarte Ünd für die Schiedsrichtersitzung sämt­liche Schiedsrichter des Bezirks. Stimmberechtigt sind aus den Abteilungen Hilders 3, Wüstensachsen 2, Batten, Eckweisbach, Wickers, Lahrbach, Thaiden, Elters, Schwarzbach Je ein Vertreter. Außer ben Stimmen ber Präsides unb Abteilungsleiter.

Die Bezirksleitung.

Fröhlich, Kurattis, Vors. Nolte, Lehrer, Leiter.

Futzbatt.

Spielergebnisse vom letzten Sonntag.

Ergebnisse au» dem Bezirk Fulda-Hünfeld.

Eiterfeld—Birnbach 6:0.

Thalau—Stadt 4:1.

Pilgerzell-Wissels 1:1.

Marbach 2—Herbstein 1 1:4.

Dirlos 1—Mittelrode 1 3:2.

Mmendorf—Büchenberg 5:1.

Kerzell-Welkers für K. gern.

Döngesmühle—Kerzell 2 für D. gern.

Neuenberg—Margretenhaun 2:3.

Spielberichte.

Thalau 1—Stabt 1 4:1.

Am vergangenen Sonntag spielten Thalau 1—Stabil das letzte Verbandsspiel der ersten Serie auf dem Sport­platz in Thalau. Es wurde gleich ein flottes, Tempo beiderseits vorgelegt. Stadt rückte mächtig auf, um die Führung an sich zu reißen, doch die schönen Vorlagen und guten Chancen blieben erfolglos. Die Angriffe wurden von der guten Verteidigung und dem Tormann Thalaus glänzend abgewehrt. Auch ein Elfmeter für Stadt mürbe von bem einheimischen Torhüter glänzend pariert. Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Jetzt schien Thalau lebhafter zu werden und riß nach einigen Minuten durch seinen guten Halblinken bie Führung an sich. Kurz darauf folgten zwei weitere Tore. Jetzt konnte auch Stadt durch einen Strafstoß bas Ehrentor buchen. Thalau erzielte noch ein weiteres Tor und konnte somit das Resultat auf 4:1 stellen. Der Schiri leitete mit Zufriedenheit.* ®.

Marbach 2—Herbstein 1 1:4.

Trotz strömenden Regens machte Herbstein den weiten Weg nach Marbach, um das fällige Verbandsspiel aus­zutragen. Der Platz glich, obwohl er hoch liegt, einem Sumpfgelände, das an jeden Spieler hohe Anforderun­gen stellte. Die Einheimischen sanden sich auf diesem Gelände besser zurecht unb konnten 10 Minuten nach Beginn des Spieles in Führung gehen. Doch bald gli­chen bie Gäste aus und waren bis zur Halbzeit noch zwei­mal ersolgreich. In der zweiten Spielhälfte erzielten sie noch ein weiteres Tor, so daß der Kampf mtt 4:1 Toren endete. 3- K.

Ulmendorf 1. — Büchenberg 1. 1:5 (0:4).

Obige Mannschaften trafen sich am Sonntag zum fülligen Verbandsspiel auf dem Sportplatz in Horwieden. Wenige Minuten nach Anstoß gingen die heimischen durch einen Elfmeter in Führung. Drei Minuten fparer verwandelte der Mittelstürmer eine schöne Vorlage zum 2. Treffer. Infolge eines Zusammenspiels konnten dir Einheimischen bis zur Halbzeit noch zwü weitere Tore einsenden Die Büchenberger tarnen nur vereinzelt zu Durchbrüchen. Selten hatte ber Almendorser Torhüter einzugreifen. Nach Halbzeit fanb sich ber Gegner besser zusammen. Aber trotzdem konnte ber Almendorfer Linksaußen in der 35. Minute den fünften Treffer un­haltbar einsenden. Erst eine Minute vor Schluß gelingt es Büchenberg, das Ehrentor zu schießen. Der Schieds­richter, ein Herr aus Pilgerzell, mar dem Spiel ein be­friedigender Leiter.

Büchenberg stellte bie körperlich stärkere Mannschaft ins Selb. Die Stürmerreihe spielte zerfahren Die Almenbörfer Stürmerreihe spielte einen fairen Fußball. Die Hintermannschaft arbeitete gut unb sicher. I- B.

Rolheinan^ — Pilgerzell 8 < 0.

Am Dienstag trafen sich obigen Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel in Rothemann. Sofort nach Spielbeginn entwickelte sich ein flotter Kampf. In der 8. Minute sandte der Mittelstürmer Rothemanns zum ersten Male ein, wenige Minuten später folgte ein zweiter Treffer unb kurz vor Halbzeit konnte ber Halb­linke ben brüten Erfolg für Rothemann buchen Nach der Pause zwang Rothemann den gegnerischen Hüter noch fünfmal hinter sich zu greifen. Der Schlußpfiff des Schiedsrichters sah Rothemann bei dem Staube 8:0 als überlegenen Sieger. Pilgerzell lieferte ein flottes Spiel, konnte aber gegen die Platzmannschaft nicht auf­kommen. Rothemann fanb in dem neuen Mittelstürmer eine starke Stütze. Die Leitung durch den Schiri Krö­nung von Kerzell war einwandfrei.